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Dokumentenidentifikation DE202005011330U1 29.12.2005
Titel Rostbodenplatte für einen Kühlrost
Anmelder Claudius Peters Technologies GmbH, 21614 Buxtehude, DE
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005011330
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.12.2005
Registration date 24.11.2005
Application date from patent application 15.07.2005
IPC-Hauptklasse F27D 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rostbodenplatte für einen Kühlrost, umfassend eine Tragstruktur und eine Deckstruktur, wobei die Tragstruktur einen Rahmen mit zwei Seitenwänden und mindestens einer Stirnwand aufweist, und die Deckstruktur aus sich überlappenden Lamellen mit einer abschließenden Frontlamelle besteht, die über eine Arretierungseinrichtung am Rahmen gehalten ist.

Kühlroste der genannten Art werden im industriellen Maßstab zur Kühlung von Schüttgut, insbesondere von Klinker, verwendet. Das zu kühlende Schüttgut liegt auf dem Rost auf. Zur Unterstützung der Kühlwirkung ist üblicherweise vorgesehen, dass Kühlgas dem Rost zugeführt wird und an das zu kühlende, aufliegende Schüttgut abgegeben wird. Das zu kühlende Schüttgut wird mittels einer Fördereinrichtung längs des Kühlrosts transportiert, um gekühltes Schüttgut abzuführen und neues zu kühlendes Schüttgut zuzuführen. Wegen der hohen auftretenden Temperaturen und aufgrund des Transports unterliegen die Kühlroste einem hohen Verschleiß. Dies gilt insbesondere bei verhältnismäßig schwerem Schüttgut, wie Klinkermaterial.

Um Wartungen und Reparaturen, insbesondere wegen Verschleiß, kosten- und zeitsparend durchführen zu können, ist es bekannt, den Kühlrost in Modulbauweise auszuführen. Der gesamte Kühlrost ist dabei in mehrere Plattenelemente unterteilt, die jeweils einzeln auswechselbar sind. Der Aufbau eines solchen Plattenelements ist beispielsweise in der EP 0 549 816 B2 beschrieben. Danach umfasst ein Element für die Rostplatte einen Rahmen mit darauf angeordneten Decklamellen. Der Rahmen besteht aus Seitenstegen, die an ihren Stirnseiten über Querträger miteinander verbunden sind. Im oberen Bereich der Seitenträger sind längslaufende Führungen angeordnet, in welche die Decklamellen von vorne eingesetzt sind. Damit der Zugang zu der Führungsnut frei ist, weist der vordere Querträger eine verringerte Höhe auf. Die Lamellen sind derart ausgebildet, dass zwischen ihnen ein Gasschlitz zur Durchführung des Kühlgasstroms von unten an das aufliegende Schüttgut gebildet ist. Die als letztes eingesetzte Frontlamelle ist auf eine beliebige Weise an dem Rahmen befestigt, beispielsweise durch Schweißen. Je nach der gewählten Befestigungsart ist das Auswechseln von Lamellen aufwendig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Rostbodenplatte der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die Montage schneller möglich ist und das verschlissene Lamellen leichter austauschbar sind.

Die erfindungsgemäße Lösung liegt in den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß ist eine Rostbodenplatte für einen Kühlrost umfassend eine Tragstruktur und eine Deckstruktur, wobei die Tragstruktur einen Rahmen mit zwei Seitenwänden und mindestens einer Stirnwand aufweist und die Deckstruktur aus Lamellen mit einer abschließenden Frontlamelle besteht, die über eine Arretierungseinrichtung an dem Rahmen gehalten ist, vorgesehen, dass die Arretierungseinrichtung eine Durchführung für einen Steckbolzen an der Stirnwand und einen Riegel zum Arretieren der Frontlamelle aufweist, der zwischen einer Ruheposition und einer Sicherungsposition derart beweglich ist, dass er in der Ruheposition in die Durchführung ragt und in der Sicherungsposition aus der Durchführung verdrängt ist und dabei die Frontlamelle fixiert. Dadurch wird erreicht, dass durch einfaches Einführen des Steckbolzens in die Durchführung die Frontlamelle ohne weiteres Zutun gesichert ist. Mit dem Einstecken des Bolzens ist die Frontlamelle automatisch verriegelt. Es ergibt sich damit eine einfache und sichere Arretierung der Frontlamelle an dem Rahmen. Müssen Lamellen ausgewechselt werden, so kann durch ebenso einfaches Herausschlagen des Steckbolzens die Arretierung gelöst werden. Die Lamellen können dann entnommen und ausgetauscht werden. Zweckmäßigerweise ist dazu die Durchführung als Durchgangsloch ausgebildet. Der Steckbolzen kann dann zum Lösen der Arretierung in der gleichen Richtung weitergeschlagen werden wie beim Befestigen. Dies ermöglicht ein einfaches Lösen, indem der Steckbolzen durch die Durchgangsöffnung durchgetrieben wird.

Der Riegel kann so beweglich sein, dass er eine Gerad- oder eine Bogenbewegung ausführt. Zweckmäßig ist eine Geradbewegung. Es genügen in diesem Fall einfache Nuten oder ein Schlitz zur Führung. Der Riegel ist vorzugsweise als eine Scheibe ausgebildet. Sie weist ein Loch auf, das derart angeordnet ist, dass es in der Sicherungsposition mit der Durchführung fluchtend in der Ruheposition mit seinem Rand hineinragt. Der Rand des Lochs bildet einen Betätigungsabschnitt, der von dem Steckbolzen beim Eintreiben in die Durchführung verdrängt wird, wodurch die Scheibe verschoben wird und mit einer Außenkante in die Frontlamelle eingreift und diese so verriegelt. Der mit der Frontlamelle zusammenwirkende gerichtete Außenrand der Scheibe bildet einen Greifabschnitt.

Zweckmäßigerweise weist der Steckbolzen einen Keilabschnitt auf. Dieser ist so beschaffen, dass er beim Eintreiben des Steckbolzens in die Durchführung auf den Betätigungsabschnitt des Riegels einwirkt und diesen in Richtung der Sicherungsposition bewegt. Damit kann auf einfache Weise eine gleichzeitige Sicherung der Frontlamelle beim Eintreiben des Steckbolzens erreicht werden; ein andernfalls möglicherweise erforderliches gesondertes Bewegen des Riegels in die Sicherungsposition, in der er dann durch den Steckbolzen gesichert ist, entfällt. Bevorzugt ist der Keilabschnitt rotationssymmetrisch zur Achse des Steckbolzens ausgeführt. Der Begriff Rotationssymmetrie ist hierbei auf die möglichen Einsteckpositionen des Steckbolzens zu verstehen. Weist der Steckbolzen einen generell quadratischen Querschnitt auf und ermöglicht daher überhaupt nur vier Einsteckpositionen, so sollen damit diese vier Positionen gemeint sein; bei einem rechteckigen Querschnitt entsprechend zwei Positionen und bei einem runden Querschnitt entsprechend rotationssymmetrisch im engeren Sinn. Dadurch wird erreicht, dass es auf die Orientierung des Steckbolzens beim Einsetzen in die Durchführung nicht ankommt. Dies vereinfacht die Handhabung insbesondere an schwer zugänglichen Stellen, da keine Sicht- beziehungsweise Tastkontrolle bezüglich der richtigen Orientierung des Steckbolzens erforderlich ist.

Zweckmäßigerweise ist an der Stirnseite außenseitig ein die Steckbolzen bedeckendes Schubschild angeordnet. Dieses Schubschild schützt die zum Rahmen gehörende Stirnseite vor Verschleiß durch Zusammentreffen mit dem zu kühlenden Schüttgut. Weiter verhindert es, dass Reste von Schüttgut in die Durchführung eindringen und damit zu einer unerwünschten Blockierung des Steckbolzens führen könnten. Das Schutzschild bewirkt damit nicht nur einen besseren Schutz vor Verschleiß, sondern schützt auch die Arretiereinrichtung vor Schüttguteintrag und hält diese damit gängig. Das Schutzschild selbst ist ein Verschleißteil und kann bei Bedarf ausgewechselt werden.

Vorzugsweise ist an den Seitenflächen im Bereich der vorderen Stirnseite eine doppelte Einsetzaussparung für die Lamellen vorgesehen. Die doppelte Einsetzaussparung erlaubt das Einsetzen von Lamellen mit zweipaarig angeordneten Führungselementen. Die Lamellen können damit lagetreu an den Seitenflächen gehaltert sein. Die doppelte Einsetzaussparung hat weiter den Vorteil, dass auch die Frontlamelle leicht eingesetzt werden kann, die dank der erfindungsgemäßen Arretiereinrichtung fest mit dem Rahmen verbindbar ist und damit die gesamte Lamellenanordnung sichert.

Es kann weiter vorgesehen sein, dass die Tragstruktur einen Boden aufweist. Dieser ist vorzugsweise nicht durchgehend geschlossen, sondern weist in seinem der Frontlamelle abgewandten Abschnitt eine Durchbrechung auf. Vorzugsweise liegt dieser Bereich unterhalb der fest angeordneten Rücklamelle. Mit dieser Durchbrechung kann Kühlgas von unten über einen großen Querschnitt verlustarm der Rostbodenplatte zugeführt werden.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Rostbodenplatte ohne Deckstruktur;

2 die in 1 dargestellte Rostbodenplatte mit teilweise eingesetzter Deckstruktur;

3 eine perspektivisch Ansicht eines ersten Typs von Lamellen der Deckstruktur;

4 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Typs von Lamellen der Deckstruktur;

5 eine perspektivische Ansicht eines dritten Typs von Lamellen der Deckstruktur;

6 eine Schnittdarstellung durch eine Arretiereinrichtung gemäß der Erfindung;

7 eine Ansicht einer Vorderseite mit der Arretiereinrichtung; und

8 eine Schnittansicht der vollständigen erfindungsgemäßen Rostbodenplatte.

Eine Rostbodenplatte gemäß der Erfindung, die in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist, besteht aus einer Tragstruktur 2 mit einer Deckstruktur 4. Es werden mehrere Rostbodenplatten 1 nebeneinander auf einem Rostplattenträger 10 angeordnet. Mehrere derart mit Rostbodenplatten versehene Rostträger 10 werden zur Bildung eines Rosts hintereinander versetzt derart angeordnet, dass die auf den einzelnen Rostträgern 10 gebildeten Reihen von Rostbodenplatten 1 sich schuppenartig überlappen. Es kann vorgesehen sein, dass jeder zweite Rostträger 10 mitsamt den darauf angeordneten Rostbodenplatten eine Hin- und Herbewegung quer zur Erstreckung des Rostträgers 10 ausüben kann, um so eine Förderwirkung auf das aufzubringende Schüttgut auszuüben. Dieser Aufbau ist im Grundsatz bekannt, und braucht daher nicht näher beschrieben zu werden.

Die einzelne Rostbodenplatte 1 weist eine Tragstruktur 2 auf, die in Rahmenbauweise ausgeführt ist. Sie umfasst zwei Seitenwände 21, die an ihrem vorderen und hinteren Ende über zwei Stirnwände 22, 23 miteinander verbunden sind. Fest verbunden mit den Seitenwänden 21 und den Stirnwänden 22, 23 ist eine Bodenplatte 20. Über diese ist die Rostbodenplatte 1 mittels einer Verschraubung 12 an dem Rostträger 10 befestigt. In dem Rostträger 10 sowie der Bodenplatte 20 ist eine Öffnung 11 vorgesehen, über die Kühlgas aus dem Rostträger 10 in die Rostbodenplatte 1 zugeführt wird.

Die Seitenwände 21 sind in ihrem oberen Bereich mit einer Führungsschiene 30 für die Deckstruktur 4 versehen. Die Führungsschiene 30 ist als eine U-förmige Nut ausgebildet, die sich parallel zur Oberkante der Seitenwände 21 erstreckt. Im vorderen Bereich sind zwei Durchbrechungen vorgesehen, die als Einsetzaussparungen 31 für Führungsorgane fungieren, die an Lamellen der Deckstruktur angeordnet sind. Darauf wird nachfolgend noch näher eingegangen werden.

Die Deckstruktur 4 umfasst verschiedene Typen von Lamellen. Ein erster Typ 40 ist eine Rücklamelle und weist eine gegenüber den anderen Lamellentypen größere Ausdehnung auf. Sie ist an ihrer Unterseite mit Anschlägen 49 versehen, die zum Zusammenwirken mit der Innenseite der hinteren Stirnwand 23 vorgesehen sind. Ferner sind an der Unterseite an den Seitenkanten jeweils eine Schürze mit Führungsvorsprüngen 43 angeordnet. Diese sind so ausgebildet, dass sie in Abmessungen und Abstand den Einsetzaussparungen 31 der Führungsschiene 30 entsprechen. Zum Einsetzen wird die Lamelle 40 mit ihren Führungsvorsprüngen 43 über die 31 gebracht, abgesenkt bis die Führungsvorsprünge 43 durch die Einsetzaussparungen 31 durchgegangen und in die Führungsschiene 30 gelangt sind, und dann die Lamelle 40 nach hinten geschoben, bis die Anschläge 49 an der hinteren Stirnwand 23 anliegen. Die Lamelle 40 weist an ihrer Vorderseite eine Abschrägung 44 auf, die als eine erste Begrenzung eines Gasdurchtrittskanals fungiert.

Der zweite Typ 41 von Lamellen ist eine sogenannte Mittellamelle. Von diesen sind mehrere vorgesehen. Sie ist in ihren Abmessungen kleiner als die Rücklamelle 40, bedeckt wie diese aber die volle Breite der Tragstruktur 2. Ebenso sind an der Unterseite Führungsorgane angeordnet, die zum Einsetzen und positionsgenauen Halten der Lamelle 41 in der Führungsschiene 30 vorgesehen sind. Ferner weist die Lamelle 41 an ihrem vorderen Ende eine erste Begrenzungsfläche 44 auf. An der gegenüberliegenden Seite weist sie eine zweite Begrenzungsfläche 47 auf. Auf ihr sind mehrere quer verlaufende Stege 46 angeordnet. Im eingesetzten Zustand der Lamellen 41 liegen die Stege 46 an der ersten Begrenzungsfläche 44 der benachbarten Lamelle an, und bestimmen damit einen Abstand der Begrenzungsflächen 44 und 47. Damit ist ein Gasaustrittskanal für Kühlgas aus dem Innenraum der Rostbodenplatte in das daraufliegende Schüttgut gebildet.

Der dritte Typ 42 der Lamellen ist eine Frontlamelle. Abweichend von den übrigen Lamellentypen weist er an seiner Unterseite nur ein Führungsvorsprung 43' an jeder Seite auf, der zum Einsetzen in die vordere Einsetzaussparung 31 ausgebildet ist. An ihrer Vorderseite weist die Frontlamelle 42 eine Schürze 48 auf, die zum Übergreifen des vorderen Bereichs der vorderen Stirnwand 22 der Tragstruktur 2 ausgebildet ist. Rückwärtig an die Schürze 48 schließen sich zwei Rippen mit jeweils einer Halterausnehmung 45 an.

Es wird nachfolgend der Aufbau einer in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 5 bezeichneten Arretiereinrichtung beschrieben. An der Innenseite der vorderen Stirnwand 22 sind zwei Arretierblöcke 25 angeordnet. Sie weisen einen sich vertikal von oben bis zur Bodenplatte 20 erstreckenden Schlitz 26 auf. Der Querschnitt des Schlitzes 26 ist von rechteckiger Gestalt und dient zur Führung einer darin einzusetzenden Scheibe 50. Ferner ist eine Durchführung 51 vorgesehen, die sich von der Außenseite der vorderen Stirnwand 22 nach hinten durch die Stirnwand 22 selbst und den Arretierungsblock 25 erstreckt, wobei sie den Schlitz 26 durchquert. Die Durchführung 51 ist als Durchgangsbohrung ausgeführt. In den Schlitz 26 ist die Scheibe 50 eingesetzt. Sie weist eine exzentrisch angeordnete Öffnung 55 auf. Die Anordnung der Öffnung 55 und die Abmessungen der Scheibe 50 sind so gewählt, dass im Ruhezustand die Scheibe 50 unten in dem Schlitz 26 aufsitzt. Die Scheibe 50 ist dabei vollständig in dem Schlitz 26 versenkt, das heißt ihre Oberkante 54 ragt nicht aus dem Arretierblock 25 heraus. Die Öffnung 55 fluchtet nicht mit der Durchführung 51, sondern befindet sich tiefer, das heisst in Richtung zur Bodenplatte 20 versetzt, wobei aber zumindest im unteren Bereich eine geringfügig Überlappung verbleibt. Ferner vorgesehen ist ein Steckbolzen 57. Sein Durchmesser ist auf den Innendurchmesser der Durchführung 51 derart abgestimmt, dass sich eine Klemmpassung ergibt. Der Bolzen 57 weist an seiner vorderen Spitze eine Abschrägung 58 derart auf, dass der vorderste Teil der Spitze in den unteren Bereich der Durchführung 51 einzusetzen ist, so dass die Anschrägung 58 nach oben verläuft. Hinter die Schrägung 58 schließt sich die Mantelfläche 59 des Bolzens 57 an.

Die Wirkungsweise der Arretierungseinrichtung 5 ist wie folgt. Die Scheibe 50 liegt in dem Schacht 26 des Arretierblocks 25, wobei sie nicht herausragt. Das ist die Ruheposition. Die Lamellen 40, 41 und 42 können ohne Behinderung durch die Arretierungseinrichtung 5 eingesetzt werden. Die Lamellen 40, 41 überlappen sich schuppenartig derart, dass die jeweils später eingesetzte Lamelle die vorher eingesetzte in ihrer Position sichert. Zur Sicherung der Frontlamelle 42 dient die erfindungsgemäße Arretierungseinrichtung. Ist die Frontlamelle 42 eingesetzt, muss die Arretierungseinrichtung 5 betätigt werden. Dies geschieht in der Weise, dass der Steckbolzen 57 in die Durchführung 51 eingesetzt wird, wobei die Spitze der Abschrägung 58 im unteren Bereich der Durchführung 51 liegt. Der Bolzen 57 wird in die Durchführung 51 eingetrieben, wobei die Spitze der Schräge 58 in den überlappenden Bereich des Lochs 55 der Scheibe 50 eingreift. Weiteres Vorschieben des Steckbolzens 57 bewirkt damit ein Anheben der Scheibe 50, wobei der obere Rand des Lochs 55 als Betätigungskante 56 fungiert. Die Scheibe 50 wird so weit angehoben, bis das Loch 55 mit der Durchführung 51 fluchtet und der Bolzen 57 vollständig durchtritt. Die Betätigungskante 56 liegt dann auf der Mantelfläche 59 auf. Die Scheibe 50 bewegt sich dabei derart nach oben, dass die Oberkante 54 der Scheibe aus dem Schacht 26 des Arretierungsblocks 25 austritt und in die an der Unterseite der Frontlamelle 42 vorgesehene Befestigungsausnehmung 45 eingreift. Das ist die Sicherungsposition. Durch dieses Eingreifen ist die Frontlamelle 42 an einer Verschiebung gehindert, so dass sie in ihrer Position gesichert ist. Damit ist die aus dem Verbund der Lamellen gebildete Deckstruktur 4 fest mit der Tragstruktur 2 verbunden, ohne dass es dazu gesonderter Arbeitsschritte wie ein Verschweißen bedarf. Ein Auswechseln von Lamellen 40, 41, 42 ist leicht möglich. Es braucht lediglich der Steckbolzen 57 aus der Durchführung 51 ausgetrieben zu werden, wodurch die Scheibe 50 in ihre Ruheposition fällt und damit die Frontlamelle 42 freigibt. Diese und die übrigen Lamellen können sukzessive entnommen und bei Bedarf ausgetauscht werden. Durch Wiedereinsetzen des Steckbolzens 57 in die Durchführung 51 erfolgt wieder ein Verschieben der Scheibe 50 aus der Ruheposition in die Sicherungsposition, wobei die Scheibe 50 mit ihrer Oberkante 54 in die Halteausnehmung 45 eingreift und damit die Frontlamelle 42 sichert.

Die Ausbildung der Durchführung 51 als Durchgangsöffnung ermöglicht es, zum Entnehmen den Steckbolzen 57 einfach nach innen durchzuschlagen. Es ist nicht erforderlich, den Bolzen in dieselbe Richtung hinauszuziehen, aus der eingesetzt wurde. Der durchgeschlagene Bolzen 57 kann nach Abnehmen der Lamellen 40, 41, 42 leicht entfernt werden.

Um im Betrieb ein Zusetzen der Arretierungseinrichtung und ein versehentliches Durchtreiben des Steckbolzens 57 zu verhindern, ist zweckmäßigerweise ein Schild 7 vorgesehen. Dieses ist außen an der vorderen Stirnseite 22 derart angeordnet, dass es die Durchführungen 51 der Arretierungseinrichtungen 5 sowie den Übergang zwischen der vorderen Stirnseite 22 und der Schürze 48 der vorderen Frontlamelle 42 überdeckt. Damit wird ein Eintrag von Fremdkörpern in die Durchführung 51 verhindert, die zu einem Verklemmen oder zum Festsetzen des Steckbolzens 57 führen könnten. Weiter wird die vordere Stirnseite 22 sowie die Vorderseite der Frontlamelle 42 vor Verschleiß geschützt. Bei Bedarf braucht nur das Schutzschild 7 ausgetauscht zu werden. Zur Befestigung des Schutzschilds 7 ist eine Verschraubung vorgesehen. Sie wirkt mit in der Stirnwand 22 angeordneten Befestigungslöchern 72 zusammen. Die Befestigungslöcher 72 sind vorzugsweise als Quadratlöcher ausgebildet, um drehgesicherte Schraubbolzen von innen einsetzen zu können. Diese Schraubbolzen können mittels jeweils einer von außen aufzusetzenden Mutter 76 leicht verspannt werden, so dass das Schutzschild fest gegen die vordere Stirnseite 22 gepresst ist. Zweckmäßigerweise sind drei Verschraubungen über die Breite der vorderen Stirnwand 22 vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. Rostbodenplatte für einen Kühlrost, umfassend eine Tragstruktur (2) und eine Deckstruktur (4), wobei die Tragstruktur (2) einen Rahmen mit zwei Seitenwänden (21) und mindestens einer Stirnwand (22) aufweist, und die Deckkörper (4) aus Lamellen (40, 41) und einer abschließenden Frontlamelle (42) besteht, die über eine Arretierungseinrichtung (5) an der Tragstruktur (2) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (5) eine Durchführung (51) für einen Steckbolzen (57) an der Stirnwand (22) und einen Riegel zum Arretieren der Frontlamelle (42) aufweist, der zwischen einer Ruheposition und einer Sicherungsposition derart beweglich ist, dass er in der Ruheposition in die Durchführung (51) ragt und in der Sicherungsposition aus der Durchführung (51) verdrängt ist und dabei die Frontlamelle (42) fixiert.
  2. Rostbodenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung (51) eine Durchgangsbohrung ist.
  3. Rostbodenplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel als Scheibe (50) ausgebildet ist.
  4. Rostbodenplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungsabschnitt (56) am Rand eines Lochs (55) der Scheibe (50) ausgebildet ist.
  5. Rostbodenplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenkante (54) der Scheibe (50) als Greifabschnitt ausgeführt ist.
  6. Rostbodenplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckbolzen (57) eine Abschrägung (58) aufweist.
  7. Rostbodenplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (40, 41, 42) sich schindelartig überlappen.
  8. Rostbodenplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Durchführung (51) nach außen hin bedeckender Schild (7) vorgesehen ist.
  9. Rostbodenplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden (20) der Tragstruktur eine Öffnung (11) zur Kühlgasversorgung vorgesehen ist, die für einen Durchgang des Befestigungsbolzens (57) bemessen ist.
  10. Rostbodenplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwänden (21) Doppelaussparungen (31) als Einsetzöffnung für die Lamellen (40, 41, 42) vorgesehen sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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