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Dokumentenidentifikation DE60018162T2 29.12.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001132646
Titel LEICHTER, PRESSGEFORMTER DRAHTSEIL-SCHWINGUNGSISOLATOR UND HERSTELLUNGSMETHODE DAFÜR
Anmelder Enidine Inc., Orchard Park, N.Y., US
Erfinder Latvis, Jr., Michael Paul, Orchard Park, US
Vertreter Leineweber, J., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 50859 Köln
DE-Aktenzeichen 60018162
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.12.2000
EP-Aktenzeichen 001278522
EP-Offenlegungsdatum 12.09.2001
EP date of grant 16.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.12.2005
IPC-Hauptklasse F16F 7/14

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein Schwingungsenergie-Isolatoren und, genauer, Drahtseil-Schwingungsisolatoren. Insbesondere, jedoch ohne hierdurch die im Folgenden beschriebene beste praktische Ausführung einzuschränken, betrifft die vorliegende Erfindung Drahtseil-Schwingungsisolatoren unter Verwendung mehrerer aus einem Drahtseil oder aus mehreren Drahtseilen bestehender U-förmiger Drahtseil-Halbschleifen, die sich im Gebrauch verformen und somit Schwingungsenergie vernichten können.

Hintergrund und Stand der Technik

Übermäßige Schwingungsenergie kann zur Zerstörung oder Beeinträchtigung komplexer Maschinerie führen. In Industriebereichen, in denen Bewegungsabläufe zum täglichen Betriebsablauf gehören, beispielsweise in der Luftfahrtelektronik und im Transportwesen, gibt es unerlässlichen Bedarf daran, jede unerwünschte Schwingungsenergie zu minimieren. Diese Industriebereiche vertrauen verstärkt auf hochsensible elektronische Geräte, beispielsweise Navigationsrechner, zum Erhalt des täglichen Betriebablaufs. Anhaltendes Schütteln der elektronischen Geräte kann, bis ein Austausch oder eine Reparatur der beschädigten Geräte erfolgt ist, zu langwierigen und somit teuren Systemausfällen führen,

In der Vergangenheit sind viele Gerate entwickelt worden, mit denen schädigende Schwingungen beschränkt und unerwünschte kinetische Energien gedämpft werden können. Diese Geräte nutzen die unerwünschten kinetischen Energien, um einfache Maschinenelemente, beispielsweise Kolben oder Federn, in Bewegung zu setzen und dadurch die unerwünschte Energie von den an den Isolator angeschlossenen stoßempfindlichen Gerätschaften abzuleiten. Ein typisches Beispiel für diese Klasse von Geräten ist der Drahtseil-Schwingungsisolator. Der gebräuchlichste Drahtseil-Schwingungsisolator verwendet ein spiralförmiges Drahtseil, das in zwei Halteelementen befestigt ist. Bei Verwendung dieses Schwingungsisolators erzeugt die Schwingungsenergie in der Drahtspirale eine gefederte Bewegung, durch die die Halteelemente in vertikaler Richtung aufeinanderzubewegt werden. Durch diese Bewegung wird die Schwingungsenergie vernichtet, bevor sie die empfindlichen Gerätschaften erreicht.

Die Technik des Drahtseil-Schwingungsisolator wurde durch eine Anzahl von vorgeschlagenen Bauelementen gefördert, die in dem Collins erteilten U.S. Patent Nr. 5,549,285 und in den beiden Loziuk erteilten U.S. Patenten Nr. 5,441,243 und Nr. 5,791,636 detailliert beschrieben werden. Diese Patente beschreiben Schwingungsenergieisolatoren, die aus aufgewickelten, zwischen zwei parallelen Ankerschienen befestigten Drahtseilen bestehen. Löcher, die in die Ankerschienen gebohrt sind, sorgen für den Erhalt der Spiralförmigkeit des Drahtseils. Schwingungsenergie führt dazu, dass sich die Drahtseilwicklung zusammenzieht, wodurch sich die Ankerschienen in vertikaler Richtung relativ zu einander bewegen und die Schwingungsenergie absorbiert wird.

Die spiralförmige Ausführung hat jedoch einige Nachteile. Zum einen, sind übliche Isolatoren wirkungslos, wenn die daran befestigte Last nur wenige Pfund beträgt. Zum anderen, da spiralförmige Drahtseil-Schwingungsisolatoren für schwerere Lasten gedacht sind, sind die Komponenten dieser Isolatoren aus einem stärkerem Werkstoff mit hoher Festigkeit, beispielsweise Stahl, gefertigt, der meist teurer ist als Metalle mit geringerer Festigkeit, beispielsweise Aluminium. Obendrein bedarf es beim Zusammenbau der Drahtseil-Schwingungsisolatoren eines Werkzeugs zum Aufwickeln des Drahtseils und eines weiteren Werkzeugs zur Befestigung der Drahtseilspirale mittels Schraub- oder Quetschverbindung. Dieser Faktor, verbunden mit der Notwendigkeit, teurere Werkstoffe einzusetzen, verteuert die Kosten der Herstellung spiralförmiger Drahtseil-Schwingungsisolatoren. Letztendlich sind spiralförmige Drahtseil-Schwingungsisolatoren über die oben erwähnten Einschränkungen hinaus auch weniger gut geeignet für Anwendungen bei begrenzten Raumverhältnissen, da die Drahtseilspirale ein gewisse Länge braucht, um richtig funktionieren zu können.

Eine Ausführung eines Drahtseil-Schwingungsisolators ohne Drahtseilspirale und damit der naheliegendste Stand der Technik wird in dem Le Derf et allii erteilten französischen Patent Nr. 2,601,739 beschrieben. Dieser Drahtseil-Schwingungsisolator besteht aus zwei Haltestangen, zwischen denen ein einzelnes Drahtseil in die Form eines „Sattels" gebogen wird. Zwei Paar paralleler Halbschleifen werden in dieser Weise geformt und zwar so, dass sie parallel zu der Achse einer der Ankerschienen liegen. Im Gebrauch führt die Spannung und Entspannung der U-förmigen Halbschleifen dazu, dass sich die Ankerschienen relativ zu einander in vertikaler Richtung bewegen. Bei dieser Ausführung ist allerdings nicht gesichert, dass in allen Achsen eine gleichmäßige Steifheit erreicht wird.

Demnach besteht weiterhin Bedarf für Drahtseil-Schwingungsisolatoren, die relativ schwere Lasten tragen können, aus weniger teuren Werkstoffen bestehen, zur Fertigung wenige Arbeitsschritte erfordern, auch bei beschränkten Raumverhältnisse eingesetzt werden können und auf allen Achsen des Isolators eine gleichmäßige Steifheit aufweisen.

Zusammenfassende Beschreibung der Erfindung

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher, Energieabsorptionsgeräte zu verbessern.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator herzustellen, der ohne ein spiralförmiges Drahtseil auskommt, aber dennoch die elastischen Eigenschaften einer Spiralform aufweist.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator mit einer einfacheren Konstruktion als die üblichen Isolatoren herzustellen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator zu konstruieren, der auch in begrenzten Raumverhältnissen eingesetzt werden kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator zu konstruieren, der auch bei relativ kleinen Massen eingesetzt werden kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator unter Verwendung preiswerter Werkstoffe herzustellen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, eine Methode zu Fertigung eines Drahtseil-Schwingungsisolators zu entwickeln, bei der lediglich ein einziges Werkzeug eingesetzt werden muss.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Drahtseil-Schwingungsisolator zu konstruieren, der eine gleichmäßige Steifheit auf allen seinen Achsen aufweist.

Diese und weitere Ziele werden durch die vorliegende Erfindung erreicht. Eine Ausführung eines Drahtseil-Schwingungsisolators besteht aus einem Paar von Ankerblöcken, die durch ein einzelnes Drahtseil oder mehrere Drahtseile auseinander gehalten werden, wobei das Drahtseil oder die Drahtseile kleeblattähnlich um die Ankerblöcke herum geformt werden. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung bestehen jeder der Ankerblöcke jeweils aus zwei länglichen Flanschen, die ihrer Länge entlang mit einem flachen Gewebe verbunden sind. Die länglichen Flansche haben einen Querschnitt, der dicker ist als die Dicke des Gewebes. Die Flansche werden mit dem Gewebe so verbunden, dass die obere Fläche des Gewebes in einer Ebene mit der oberen Fläche der Flansche liegt und die Flansche unter dem Gewebe hinausragen. Die Flansche haben die gleiche Länge wie das flache Gewebe, liegen parallel zu einander und haben die selben Abmessungen. Eine Bohrung läuft axial der Länge nach durch jeden Flansch. Beim Zusammenbau des Schwingungsisolators wird zuerst das einzelne Drahtseil durch eine Flanschbohrung des einen Ankerblocks geschoben. Nachdem das ganze Drahtseil durch die Flanschbohrung des einen Block geschoben worden ist, wird es in einem Bogen in die direkt darunter liegende Flanschbohrung des zweiten Ankerblocks geschoben, wodurch sich eine U-förmige Halbschleife bildet. Das Drahtseil wird sodann durch die ganze Bohrung dieses Ankerblocks und in einem Bogen zurück durch die leere Bohrung des ersten Ankerblocks geschoben. Dieser Vorgang wird sooft wiederholt, bis das Drahtseil durch alle Flansche hindurch geführt worden ist und dadurch vier U-förmige Halbschleifen kleeblattähnlich um die Ankerblöcke herum geformt worden sind. Jeder der U-förmigen Halbschleifen zeigt weg von den Ankerblöcken in einem Winkel von vorzugsweise 45°; andere Winkelmaße sind ebenfalls möglich sind, solange das Drahtseil gleichmäßige Steifheitseigenschaften in allen Achsen der Ankerblöcke aufweist. Eine auf die Ankerblöcke ausgeübte Kompressionskraft bringt die unteren Teile der jeweiligen Flansche in einen festschließenden Kontakt mit dem darin enthaltenen Drahtseil. Die U-förmigen Halbschleifen bleiben elastisch verformbar und erlauben somit eine vertikale Bewegung der Ankerblöcke und damit die Vernichtung von Schwingungsenergie.

Die kleeblattähnliche Anordnung der Schleifen kann auch mit einer Mehrzahl von Drahtseilen erzielt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Ziele der vorliegenden Erfindung werden zusammen mit den zusätzlichen daraufhin wirkenden Eigenschaften offenbar mit der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführung der Erfindung, die in den beigefügten Abbildungen dargestellt ist; darin beziehen sich gleiche Referenznummern durchweg auf die gleichen Komponenten.

1 ist eine Perspektivdarstellung einer Ausführungen des Ankerblocks für einen Drahtseil-Schwingungsisolator;

2 ist eine Perspektivdarstellung einer Ausführung eines Drahtseil-Schwingungsisolators gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 ist die Querschnittdarstellung eines Drahtseil-Schwingungsisolators entlang der in 2 angedeuteten Schnittlinie 3; und

4 ist die Schrägdarstellung einer Quetschpresse mit entsprechend positioniertem Schwingungsisolator gemäß der Herstellungsmethode nach der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

1 zeigt den Ankerblock 1 des Drahtseil-Schwingungsisolators gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Drahtseil-Schwingungsisolator besteht aus einem flachen Gewebe mit einer oberen Oberfläche 2A und einer Unterfläche 2B. Ein Paar länglicher Flansche 3 und 4 ist so mit dem Gewebe verbunden, dass die obere Oberfläche 2A des Gewebes in einer Ebene mit der oberen Oberfläche der Flansche 3 und 4 liegt. Jeder der Flansche 3 und 4 hat eine Tiefe (D), die größer ist als die Dicke (d) des Gewebes 2, so dass die unteren Teile der Flansche 3 und 4 unter der Unterfläche 2B des Gewebes 2 hinausragen. In der in 1 dargestellten Ausführung dieser Erfindung ist das Verhältnis von Flanschdurchmesser zu Gewebedicke wie 2:1; es sind aber auch andere Verhältnisse möglich, so lange der untere Abschnitt des Flansches unter der Unterfläche des Gewebes hinausragt. Die unteren Abschnitte der Endflansche bilden somit die Form eines „C" unter der Unterfläche des Gewebes. In der in 1 dargestellten Ausführung ist die Verlängerung halbkreisförmig, jedoch sind auch nicht-kreisförmige Konfigurationen möglich. Der oben beschriebene Ankerblock wird zur Verringerung der Fertigungskosten idealerweise im Strangpressverfahren hergestellt.

Jeder der Flansche 3 und 4 ist mit wenigstens einer axial durchgehenden Bohrung 3A und 4A versehen. Die Bohrung der Flansche soll einen ausreichenden Durchmesser besitzen, so dass das Drahtseil hindurchpasst. In der dargestellten Ausführung sind die Bohrungen 3A und 4A zylindrisch und haben einen Innendurchmesser der halb so groß ist wie das Außenmaß der Flansche 3 und 4. Bei anderen Ausführungen kann entweder der Flansch oder das Loch, oder es können beide nichtzylindrisch sein. In weiteren Ausführungen braucht die Bohrung auch nicht halb so groß zu sein wie das Außenmaß des entsprechenden Flansches. Der Eingang und der Ausgang der Bohrung kann abgeschrägt oder abgerundet sein.

2 ist eine perspektivische Seitenansicht eines zusammengebauten Drahtseil-Schwingungsisolators gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Schwingungsisolator besteht aus einem oberen Ankerblock 1 und einem unteren Ankerblock 5, die beide gemäß der oben beschriebenen Darstellung nach 1 ausgelegt sind. Der obere Ankerblock 1 besteht aus einem Paar parallel ausgerichteter Endflansche 3 und 4, und der untere Ankerblock 5 besteht in gleicher Weise aus einem Paar parallel ausgerichteter Endflansche 7 und 8. In der dargestellten Ausführung haben die beiden Ankerblöcke 1 und 5 einschließlich der Gewebe 2 und 6 und der Flansche 3, 4, 7 und 8 der jeweiligen Blöcke die gleichen Abmessungen, jedoch ist dies keine Voraussetzung für die vorliegende Erfindung.

Die unteren Oberflächen 2B und 6B der jeweiligen Ankerblöcke 1 und 5 sind so positioniert, dass die Endflansche 3 und 4 des Ankerblocks 1 um 90° verdreht gegenüber den Endflanschen 7 und 8 des unteren Ankerblocks 5 ausgerichtet sind. Das Ende eines Drahtseils 9 befindet sich in einer Flanschbohrung einer der Ankerblöcke. Es sei darauf hingewiesen, dass das Drahtseilende in jedem der vier Flanschbohrungen angeordnet sein kann. Zur Erleichterung der Beschreibung der Herstellung dieser Erfindung wird angenommen, dass sich ein Ende des Drahtseils 9 in der Bohrung 3A des länglichen Endflansches 3 befindet. Das Drahtseil 9 wird so geformt, dass es eine U-förmige Halbschleife 9A bildet, die sich nach Außen in einem Winkel von 45° relativ zu den Horizontalebenen der Ankerblöcke 1 und 5 erstreckt. Die U-förmige Halbschleife 9A wird so geformt, dass sie genügend Spiel hat, um elastische Eigenschaften aufzuweisen. Das Drahtseil 9 wird sodann in die Öffnung der Flanschbohrung hineingeschoben, die direkt gegenüber dem Ausgang der Flanschbohrung liegt, aus dem das Drahtseil gerade herausgeführt wurde. In dem dargestellten Beispiel kommt das Drahtseil aus der Bohrung 3A, wird nach außen umgebogen und in die Bohrung 8A des Flansches 8 des unteren Ankerblocks 5 hineingeführt. Das Drahtseil 9 führt dann weiter durch die Bohrung 8A und wird nach außen zu der Flanschbohrung 4A des oberen Ankerblocks hin umgebogen. Dadurch wird die (nicht dargestellte) U-förmige Halbschleife 9B gebildet. Nachdem das Drahtseil in die Öffnung der Bohrung 4A und weiter hindurch geschoben worden ist, wird es in gleicher Weise zum Flansch 7 des unteren Ankerblocks 5 hingebogen, wodurch die U-förmige Halbschleife 9C gebildet wird. Das Drahtseil führt weiter durch das Loch 7A und wird nach außen umgebogen, wodurch sich die U-förmige Halbschleife 9B bildet. Das Ende des Drahtseils 9 wird nun in die Bohrung 3A eingeführt. Die so gebildeten U-förmigen Halbschleifen sollten nach Außen hin jeweils unter einem Winkel von 45° zu den Horizontalebenen des Ankerblöcke ausgerichtet sein, jedoch sind andere Winkel möglich. Im fertigen Zustand ist das Drahtseil kleeblattähnlich um die Ankerblöcke herum ausgerichtet. Die Flansche 3, 4, 7 und 8 werden an einer oder mehreren Stellen eingequetscht und somit eine (nicht dargestellte) mechanische Verbindung hergestellt, durch die das Drahtseil gesichert wird und somit die kleeblattähnliche Anordnung erhalten bleibt.

3 ist eine Querschnittdarstellung eines zusammengesetzten Drahtseil-Schwingungsisolators entlang der Schnittlinie 3 gemäß 2. Die Quetschverbindungen 10 und 11 im oberen Ankerblock 1 werden geformt, wenn ein ausreichend starker Druck auf die Ankerblöcke 1 und 5 ausgeübt wird, so dass die unteren Abschnitte der Flansche 3, 4 and 7, 8 plastisch in eine Quetschverbindung mit dem Drahtseil 9 verformt werden. Bei jeder Einbuchtung, ist der Ankerblock 1 derart gequetscht, das ein mechanischer Verbund zwischen dem Ankerblock 1 und dem Drahtseil 9 entsteht. U-förmige Halbschleifen 9A und 9B stehen nach Außen unter einem Winkel von 45° zu den Horizontalebenen der Ankerblöcke 1 und 5. Die Querschnittsansicht des Ankerblocks 5 zeigt die Endflansche 7 und 8 mit den axial hindurch gehenden Bohrungen 7A und 8A. Das Gewebe 6 mit seiner oberen Oberfläche 6A und der unteren Oberfläche 6B verbindet die länglichen Endflansche 7 und 8. Das Drahtseil 9 ist durch beide Flansche 7 und 8 hindurch gesteckt. Die Quetschverbindungen 12 und 13, die das Drahtseil 9 im unteren Ankerblock 5 fixieren, sind aus dieser Perspektive nicht sichtbar. Im fertig montierten Zustand spannen sich die U-förmigen Halbschleifen 9A, 9B, 9C und 9D nach außen und entspannen sich nach innen relativ zu den Ankerblöcken 1 und 5, wodurch sich die Ankerblöcke 1 und 5 in vertikaler Richtung relativ zueinander bewegen können und somit die Schwingungsenergie vernichtet werden kann.

4 ist eine Darstellung des Quetschvorgangs zur Herstellung des Drahtseil-Schwingungsisolators. Die Quetschplatte 14 hat die hervorstehenden Schienen 14A und 14B und die Quetschplatte 15 die hervorstehenden Schienen 15A und 15B. In der dargestellten Ausführung der vorliegenden Erfindung sind die Quetschplatten ungefähr rechteckig, obwohl andere Formen möglich sind, mit einer Oberseite und einer Unterseite. Die Schienen 14A, 14B, 15A und 15B haben einen dreieckigen Querschnitt und sind auf nur einer Seite der jeweiligen Quetschplatte 14 und 15 angebracht, jedoch sind anders geformte hervorstehende Schienen mit einer anderen geometrischen Form denkbar. Die Quetschplatten 14 und 15 stehen rechtwinklig zu einander und sind, die flachen Seiten der Quetschplatten 14 und 15 aufeinanderliegend, miteinander verbunden.

Nachdem das Drahtseil wie oben beschrieben eingeführt worden ist, werden der obere und der (nicht dargestellte) untere Ankerblock 1 und 5 um die Quetschplatten 14 und 15 herum so positioniert, dass die Endflansche 3 und 4 des Blocks 1 und die Endflansche 7 und 8 des Blocks 5 senkrecht zu den hervorstehenden Schienen der jeweils direkt gegenüber platzierten Quetschplatte 14 oder 15 liegen. Bei dem dargestellten Beispiel ist die untere Oberfläche 2B des Ankerblocks 1 so positioniert, dass die unteren Oberflächen der Flansche 3 und 4 den hervorstehenden Schienen 14A und 14B der oberen Quetschplatte 14 gegenüberstehen. Sobald die richtige Position erreicht ist, wird eine genügend große Kraft auf beide Ankerblöcke 1 und 5 aufgebracht, so dass jeder Block gegen die Schienen auf der jeweils angrenzenden Quetschplatte gepresst und dadurch die nach unten herausstehenden länglichen Endflansche 3 und 4 (7 und 8 sind nicht dargestellt) in einen Quetschverbund mit dem innenliegenden Drahtseil 9 gebracht wird. Die somit gebildeten mechanischen Verbindungen zwischen den Ankerblöcken 1 und 3 und dem Drahtseil 9 sorgen dafür, dass das Drahtseil in seiner Lage und die kleeblattähnliche Anordnung erhalten bleibt. Bei richtiger Fertigung behalten die U-förmigen Halbschleifen 9A, 9B, 9C und 9D der beschriebenen Ausführung ihre elastischen Eigenschaften, so dass sie im Gebrauch nach auswärts spannen und einwärts entspannen. Es ist möglich, sowohl den Zusammenbau als auch die Quetschverbindung des Drahtseil-Schwingungsisolators mit dem selben Werkzeug auszuführen.

Es ist erstrebenswert, in zumindest einer Flanschbohrung ein intern vertikal angeordnetes Gewebe einzubauen, um damit zu verhindern, dass das Drahtseil vollständig durch diese im Flansch enthaltene Bohrung hindurchgeschoben werden kann. Dieses Blindloch erlaubt, das freie Ende des Drahtseils korrekt zu platzieren. Es ist ausgesprochen erstrebenswert, dass die mechanische Verbindung zwischen Ankerblock und Drahtseil nicht direkt am Drahtseilende liegt. Wenn die Quetschverbindung zu dicht am Ende des Drahtseils liegt, ist die Qualität des Schwingungsisolators beeinträchtigt. Durch das innenliegende vertikale Gewebe ist die Position des Drahtseilendes festgelegt und damit gesichert, dass die Quetschstelle nicht am Ende des Seils liegt. Wenn die das Drahtseil befestigende Quetschstelle am Ende des Seils liegt, könnte sich das Seil im Gebrauch aus dem Ankerblock lösen.

Obwohl diese Erfindung an Hand einer besonders bevorzugten Ausführung und einer bevorzugten Herstellungsmethode für die bevorzugte Ausführung detailliert beschrieben worden ist, sollte bedacht werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese genaue Ausführung beschränkt ist. Vielmehr werden sich jedem, der mit der Kunst dieser Technik vertraut ist, auf Grund dieser, auf der besten Ausführung der vorliegenden Erfindung basierenden Offenlegung viele Modifikationen und Variationen offenbaren, ohne dass dadurch von der, durch die folgenden Ansprüche bestimmten Erfindung abgewichen wird


Anspruch[de]
  1. Ein Ankerblock (1, 5) für einen Drahtseil-Schwingungsisolator, der aus Folgendem besteht:

    einem flachen Gewebe (2, 6) mit einer Oberfläche (2A, 6A), einer Unterfläche (2B, 6B) und einer Dicke (d), dadurch gekennzeichnet, dass

    längliche Endflansche (3, 4, 7, 8) an den zwei gegenüberliegenden Enden des besagten Gewebes (2, 6) montiert sind, wobei besagte Oberfläche (2A, 6A) des besagten Gewebes (2, 6) mit der Oberfläche (2A, 6A) jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) in einer Ebene ist,

    jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) eine Dicke (D) hat, die größer ist als die Dicke (d) des Gewebes (2, 6), so dass der untere Teilabschnitt jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) unter die Unterfläche (2B, 6B) des besagten Gewebes reicht, und

    jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) eine axial durchgehende Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) enthält, und ein Drahtseil (9) durch besagte Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) hineingeführt und hindurch gezogen werden kann, wobei jede Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) den unteren Teilabschnitt des besagten Endflansches (3, 4, 7, 8) durchdringt und eine mechanische Verformung eines jeden Endflansches (3, 4, 7, 8) das in besagter Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) befindliche Drahtseil (9) mit dem Endflansch (3, 4, 7, 8) fest verankert.
  2. Der Ankerblock (1, 5) gemäß Anspruch 1, wobei die besagten gegenüberliegenden Endflansche (3, 4, 7, 8) und die axialen Bohrungen (3A, 4A, 7A, 8A) jedes der Endflansche zylinderförmig sind.
  3. Der Ankerblock (1, 5) gemäß Anspruch 1, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang zumindest einer axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgeschrägt ist.
  4. Der Ankerblock (1, 5) gemäß Anspruch 1, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang zumindest einer axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgerundet ist.
  5. Der Ankerblock (1, 5) gemäß Anspruch 1, wobei zumindest eine Flanschbohrung (3A, 4A, 7A, 8A) ein innen senkrecht angebrachtes Gewebe enthält, wodurch das Ende des Drahtseils (9) positioniert wird.
  6. Ein Drahtseil-Schwingungsisolator, der Folgendes enthält:

    ein Paar übereinander liegender Ankerblöcke (1, 5);

    jeder Ankerblock (1, 5) des weiteren aus einem flachen Gewebe (2, 6) mit einer Oberfläche (2A, 6A), einer Unterfläche (2B, 6B) und einer Dicke (d) besteht und dadurch gekennzeichnet ist, dass zwei Endflansche (3, 4, 7, 8) an gegenüberliegenden Enden des besagten Gewebes (2, 6) montiert sind und sich die Oberfläche (2A, 6A) des Gewebes (2, 6) in einer Linie mit der Oberfläche (2A, 6A) jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) befindet, und der untere Teilabschnitt jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) tiefer herunter reicht als die Oberfläche des Gewebes (2, 6);

    jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) eine axial durchgehende Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) enthält, die den unteren Teilabschnitt des Endflansches (3, 4, 7, 8) durchdringt;

    ein Drahtseil (9) in die besagten Bohrungen (3A, 4A, 7A, 8A) hineinführt und durch sie hindurchführt und dadurch die Ankerblöcke (1, 5) auseinandergehalten werden; und

    zumindest eine Einquetschung (10 bis 13) an dem unteren Teilabschnitt jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) angebracht und dadurch das Drahtseil (9) mit dem Endflansch (3, 4, 7, 8) fest verankert wird.
  7. Der Drahtseil-Schwingungsisolator gemäß Anspruch 6, wobei die besagten Endflansche (3, 4, 7, 8) des einen Ankerblocks (1, 5) gegenüber den gegenüberliegenden Ankerblock (1, 5) um 90° gedreht angeordnet sind und das Drahtseil (9) so durch die Ankerblöcke (1, 5) geführt ist, dass eine Anzahl U-förmiger Halbschleifen (9A bis 9D) zwischen den Ankerblöcken (1, 5) gebildet werden.
  8. Der Drahtseil-Schwingungsisolator gemäß Anspruch 6, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) und die axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) zylinderförmig ist.
  9. Der Drahtseil-Schwingungsisolator gemäß Anspruch 6, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang jeder axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgeschrägt ist.
  10. Der Drahtseil-Schwingungsisolator gemäß Anspruch 6, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang jeder axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgerundet ist.
  11. Der Drahtseil-Schwingungsisolator gemäß Anspruch 6, wobei zumindest eine Flanschbohrung (3A, 4A, 7A, 8A) ein innen senkrecht angebrachtes Gewebe enthält, wodurch ein Ende des Drahtseils (9) positioniert wird.
  12. Eine Methode zur Herstellung eines Drahtseil-Schwingungsisolators, die folgende Schritte umfasst:

    Bildung eines Ankerblocks (1, 5) durch das Befestigen länglicher Endflansche (3, 4, 7, 8) an den gegenüberliegenden Enden eines Gewebes (2, 6) und zwar derart, dass die unteren Teilabschnitte jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8) unter die Unterfläche (2B, 6B) des Gewebes (2, 6) herunter reicht;

    Erzeugung von Bohrungen (3A, 4A, 7A, 8A) in axialer Richtung durch jedes der Endflansche (3, 4, 7, 8);

    Platzieren zweier Ankerblöcke (1, 5) und zwar so, dass die Endflansche (3, 4, 7, 8) des einen Ankerblocks senkrecht zu den Endflanschen (3, 4, 7, 8) des anderen Ankerblocks (1, 5) ausgerichtet sind und die unteren Teilabschnitte der Endflansche (3, 4, 7, 8) des einen Ankerblocks hin zu den unteren Teilabschnitten der Endflansche (3, 4, 7, 8) des anderen Ankerblocks (1, 5) ausgerichtet sind;

    Führung eines Drahtseils (9) in und durch die Bohrungen (3A, 4A, 7A, 8A) in besagten Endflanschen (3, 4, 7, 8), so dass damit eine Serie von U-förmigen Halbschleifen (9A bis 9D) zwischen den Ankerblöcken (1, 5) gebildet werden; und

    Pressen des Ankerblocks (1, 5) mit genügend starker Kraft gegen die herausragenden Rippen (14A, 14B, 15A, 15B) einer Quetschvorrichtung (14, 15), so dass besagte unteren Teilabschnitte der besagten Endflansche (3, 4, 7, 8) mit dem innerhalb der besagten Endflansche (3, 4, 7, 8) befindlichen Drahtseil (9) fest verankert werden.
  13. Die Methode gemäß Anspruch 12, wobei jeder Endflansch (3, 4, 7, 8) und die darin befindlichen axialen Bohrungen (3A, 4A, 7A, 8A) zylinderförmig sind.
  14. Die Methode gemäß Anspruch 12, wobei besagte herausragenden Rippen (14A, 14B, 15A, 15B) einen dreiecksförmigen Querschnitt haben.
  15. Die Methode gemäß Anspruch 12, wobei besagte Endflansche (3, 4, 7, 8) des einen Ankerblocks (1, 5) gegenüber denen des gegenüberliegenden Ankerblocks (1, 5) um 90° gedreht angeordnet sind und ein Drahtseil (9) so durch die besagten Ankerblöcke (1, 5) hindurchgeführt ist, dass sich eine Anzahl U-förmiger Halbschleifen (9A bis 9D) zwischen den Ankerblöcken (1, 5) gebildet werden.
  16. Die Methode gemäß Anspruch 12, wobei besagte Endflansche (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang jeder axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgeschrägt ist.
  17. Die Methode gemäß Anspruch 12, wobei besagte Endflansche (3, 4, 7, 8) am Ausgang und Eingang jeder axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) abgerundet ist.
  18. Die Methode gemäß Anspruch 12, mit dem zusätzlichen Schritt, dass die freien Drahtseilenden (9) durch ein innerhalb zumindest einer axialen Bohrung (3A, 4A, 7A, 8A) eines Endflansches (3, 4, 7, 8) senkrecht angebrachten Gewebes so positioniert werden, das die Quetschverbindung nicht direkt an einem der Enden des Drahtseils (9) gebildet wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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