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Dokumentenidentifikation DE10230788B4 05.01.2006
Titel Elektromotorischer Rasenmäher
Anmelder Keusch, Siegfried, Dipl.-Ing., 73779 Deizisau, DE
Erfinder Keusch, Siegfried, Dipl.-Ing., 73779 Deizisau, DE
DE-Anmeldedatum 08.07.2002
DE-Aktenzeichen 10230788
Offenlegungstag 05.02.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2006
IPC-Hauptklasse A01D 43/063(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A01D 34/71(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A01D 34/73(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A01D 34/685(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A01D 34/81(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektromotorischen Rasenmäher mit einem Universalmotor als Antriebsmotor, höhenverstellbaren Rädern, einem Grasfangkorb, einem Holmrohr mit Holmgriff samt Einschalteinrichtung sowie zwei gegenläufig angetriebenen Messern mit Flügeln, die von einem Auswurfkanäle um die Messer bildenden Mähergehäuse umgeben sind.

Ein Rasenmäher mit mehreren, um eigene Drehachsen rotierenden Messern dieser Art ist aus der US 201/000 2534 A1 bekannt. Dabei liegen die Messer in derselben Schnittebene und dürfen sich nicht überlagern. Die Messer sind in Kammern drehbar gelagert und so angetrieben, dass das Schnittgut gleichmäßig hinter dem Rasenmäher verstreut wird. Die drei Kammern mit den rotierenden Messern haben getrennte Ausgangsöffnungen, aus denen das Schnittgut aus dem Rasenmäher verstreut wird.

Bei derartigen Mulchmähern liegen die Messer oft in verschiedenen Ebenen, wie die EP 0 856 244 A1 zeigt. Das Schnittgut wird nicht über Auswurfkanäle aus dem Schnittbereich befördert und wieder der Grasnarbe zugeführt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Rasenmäher der eingangs erwähnten Art so aufzubauen und anzutreiben, dass er schon mit zwei gegenläufig angetriebenen Messern ein sauberes Schnittbild über die gesamte Schnittbreite bringt und dass auf einfache Weise das Schnittgut vollständig einem am Rasenmäher angebrachten Grasfangkorb zugeführt wird.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass sich die Messer in der Mähermitte in Fahrtrichtung bewegen und in der Schnittebene überschneiden, dass das Mähergehäuse auf der Aussenseite der Messer zwei seitliche Auswurfkanäle bildet, dass der Universalmotor hinter den Messern in der Mähermitte angeordnet ist und dass die den Universalmotor aufnehmenden Formteile die Auswurfkanäle vervollständigen und in einen gemeinsamen Auswurf zum Grasfangkorb überführen.

Mit diesem Aufbau wird das Schnittgut beider Messer über die vom Mähergehäuse und den Formteilen des Antriebsmotors gebildeten Auswurfkanälen gezielt dem gemeinsamen Auswurf hinter den Antriebsmotor und dem dort angebrachten Gasfangkorb zugeführt.

Durch die Wahl von zwei statt drei oder nur einem Messer zur Erzielung einer bestimmten Schnittbreite ergeben sich zwei getrennte Luft- und Grasströme, die ein Verstopfen der Auswurfkanäle weitgehend vermeiden, weil die zu fördernde Grasmenge auf zwei Auswurfkanäle verteilt wird und die Fördergeschwindigkeit des Luft- bzw. Grasstromes höher ist.

Durch die Wahl von zwei statt drei oder nur einem Messer ergibt sich ferner ein geringerer Platzbedarf für das sogenannte Mähdeck in der Länge, da sich die Durchmesser der beiden Messerkreise nahezu halbieren und nebeneinander liegen. Dabei ist eine Überschneidung der beiden Flugkreise um ein bestimmtes Maß notwendig. Um ein Zusammenstossen der beiden Messer zu verhindern, ist vorgesehen, die gegenläufig nach aussen sich drehenden Messer durch ein formschlüssig gestaltetes Getriebe in der Art gegenläufig kämmender Zahnräder oder eines entsprechend geführten Zahnriemens anzutreiben, was als Lösungsbeispiel dargestellt ist. Durch die dem Schneidverhalten des Grases bedingt wesentlich höhere Drehzahl der Messer und eine durch entsprechende Formgebung der Messer (Flügel oder Verdrehung des Messerstammblattes), entseht ein so hoher Saugeffekt, dass das geschnittene Gras und Blätter vom Boden aufgesaugt werden und mit hoher Geschwindigkeit in den Grasfangkorb transportiert werden, so dass dieser zu einer vollständigen Füllung kommt.

Der Nachteil des höheren Schallpegels des Universalmotors gegenüber dem Kondensatormotor wird dadurch kompensiert, dass der als Universalmotor ausgebildete Antriebsmotor schwingend im Mähergehäuse gelagert wird und die Abluftöffnungen der Kühlluft mit entsprechenden lärmdämmenden Maßnahmen, wie z.B. Expansionsquerschnitten bzw. Schalldämmmaterial, versehen sind. Als Ausführungsbeispiel ist die Lagerung des Antriebsmotors, dessen Gewicht gegenüber einem Kondensatormotor ebenso wie die Kosten niedriger ist, in einer aus expandiertem Polypropylen (EPP) hergestellten Schale vorgesehen.

Im Hinblick auf die inzwischen stattfindende Globalisierung des Handels und der Fertigungsstätten ist es von großer Wichtigkeit, die Transport- und Lagervolumen zu minimieren, um die Transport und Lagerkosten, gemessen an den Gesamtkosten des Produktes, klein zu halten.

Eine Regelung der Motordrehzahl/Schnittgeschwindigkeit wird nach einer Weiterbildung dadurch erreicht, dass dem Antriebsmotor eine elektronische Regelung zur Anpassung der Motordrehzahl/Schnittgeschwindigkeit und Aufsaugwirkung der mit Flügeln versehenen Messern zugeordnet ist.

Zur Nutzung der kürzeren Gehäuseabmessungen ist zur Minimierung des Verpackungsvolumens vorgesehen, dass die Vorderräder um einen Drehpunkt am Mähergehäuse schwenkbar gelagert sind, um für den Transport bzw. die Verstauung auf dem über dem Mähergehäuse entstehenden Freiraum neben der Abdeckung Platz zu finden und dass das Bodenteil des Grasfangkorbes ein Filmscharnier aufweist, das das Bodenteil des Grasfangkorbes zusammenfalten lässt und damit in seiner Länge die Innenmaße der Verpackung unterschreitet.

Die Anbindung des in Spatenform gestalteten Holmrohres mit den Schalteinrichtungen an das Mähergehäuse sieht in einer weiteren Ausgestaltung vor, dass das Holmrohr über eine Rastkulisse mit Rastfeder an querliegenden Raststiften des Mähergehäuses in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar ist, die den Stellungen „Parken", „Arbeiten" und „Aushängen des Mähers" zugeordnet sind (4). Damit kann das Holmrohr in verschiedene Stellungen gebracht und darin gesichert werden.

Als Antriebsmotor wird vorzugsweise ein Wechselstrommotor oder ein aus einem Akku gespeister Gleichstrommotor verwendet.

Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:

1 Vertikalschnitt durch einen Zweisichelmäher

2 Horizontalschnitt durch einen Zweisichelmäher

3 Seitenansicht eines Zweisichelmähers und

4 Lagerung des Holmes auf dem Mähergehäuse

In einem Mähergehäuse 1 – vorzugsweise aus Kunststoff oder Aluminium – sind zwei gegenläufige Messer 7 und 7' mit angeformten Flügeln 28 nebeneinander angeordnet, die über einen Zahnriemen 11 angetrieben werden. Die beiden Messerwellen 13 und 13' drehen gegeneinander, und zwar so, dass sich die überschneidenden Messer 7 und 7' in der Mitte in Fahrtrichtung bewegen. Die Auswurskanäle 25 und 25' befinden sich an den Aussenseiten des Mähergehäuses 1. Diese vereinigen sich zu einem gemeinsamen Auswurf 29 am Heck 30. Das um die rotierenden Messer 7 und 7' sich bildende Mähergehäuse 1 verläuft ab der vordersten Mäherkante 31 und 31' spiralförmig nach oben, wie es gemäß dem Stand der Technik in vielen Rasenmähern ausgebildet ist.

Der Zahnriemen 11 umschlingt die Motorzahnscheibe 35 und schlingt sich um die Antriebszahnscheibe 9 und wird über zwei Umlenkrollen 33 und 33' entlang der Antriebsscheibe 9' geführt, um eine umgekehrte Drehrichtung für die Messerwelle 13' zu erreichen Über eine angefederte Spannrolle 36 wird der Zahnriemen 11 zur Motorzahnscheibe 35 zurückgeführt.

Die Aufhängung bzw. Lagerung des Antriebsmotors 6 erfolgt in zwei, aus einem elastischen Werkstoff – vornehmlich expandiertem Polypropylen (EPP) – hergestellten, Formteilen, deren Innenform der Gehäuseform des Antriebsmotors 6 und in seiner Aussenform der Kavität im Mähergehäuse 1, die für die Motoraufnahme vorgesehen ist, gleicht. In diesen Formteilen sind die Kühlluftkanäle für die notwendige Motorkühlung vorgesehen.

Der in seiner Drehzahl regelbare Antriebsmotor 6 lässt über seinen Antriebsstrang zu den Messerwellen 13 und 13' zu, die Drehzahl der Messerwellen 13 und 13' und damit die Schnittgeschwindigkeiten der Messerschneiden 26 an die unterschiedlichen Grasarten anzupassen.

Das geschnittene Gras wird durch den durch die hohe Drehzahl erzeugten Luftstrom durch die beiden nach aussen geführten Auswurfkanäle 25 und 25' aufgespalten und über die Auswurfskanäle 25 und 25' in den Grasfangkorb 5 geleitet Der Grasfangkorb 5 ist an seinem Bodenteil 37 abknickbar und damit in einer kurzen Verpackung verstaubar.

Die am Mähergehäuse 1 drehbar gelagerten Vorderräder 2 können nach Lösen der Höhenfixierung so weit umgeschwenkt werden, dass sie nach Umklappen in Richtung Riemenabdeckung 24 innerhalb des Aussenvolumens des Mähergehäuses 1 liegen.


Anspruch[de]
  1. Elektromotorischer Rasenmäher mit einem Universalmotor als Antriebsmotor (6), höhenverstellbaren Rädern, einem Grasfangkorb (5), einem Holmrohr (42) mit Holmgriff (19) samt Einschalteinrichtung (18, 18') sowie zwei gegenläufig angetriebenen Messern (7, 7') mit Flügeln (28), die von einem Auswurfkanäle (25, 25') um die Messer (7, 7') bildenden Mähergehäuse (1) umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Messer (7, 7') in der Mähermitte in Fahrtrichtung bewegen und in der Schnittebene überschneiden, dass das Mähergehäuse (1) auf der Aussenseite der Messer (7, 7') zwei seitliche Auswurfkanäle (25, 25') bildet, dass der Universalmotor (6) hinter den Messern (7, 7') in der Mähermitte angeordnet ist und dass die den Universalmotor (6) aufnehmenden Formteile die Auswurfkanäle (25, 25') vervollständigen und in einen gemeinsamen Auswurf (29) zum Grasfangkorb (5) überführen.
  2. Rasenmäher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Messer (7, 7') von dem Universalmotor (6) auf die erforderliche Schnittgeschwindigkeit gebracht sind und dass die beiden Messer (7, 7') über ein formschlüssiges Getriebe so angeordnet und angetrieben Sind, dass sie vor einer Kollision in der Schnittebene geschützt sind.
  3. Rasenmäher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Universalmotor (6) eine elektronische Regelung (17) zur Anpassung der Motordrehzahl/Schnittgeschwindigkeit und Aufsaugwirkung der mit Flügeln (28) versehenen Messer (7, 7') zugeordnet ist.
  4. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderräder (2) um einen Drehpunkt (15) am Mähergehäuse (1) schwenkbar gelagert sind, um für den Transport bzw. die Verstauung auf dem über dem Mähergehäuse (1) entstehenden Freiraum (41) neben der Abdeckung Platz zu finden.
  5. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (37) des Grasfangkorbes (5) ein Filmscharnier (22) aufweist, das das Bodenteil (37) des Grasfangkorbes (5) zusammenfalten lässt und damit in seiner Länge die Innenmaße der Verpackung unterschreitet.
  6. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Holmrohr (42) über eine Rastkulisse (20) mit Rastfeder (39) an querliegenden Raststiften (23, 24, 25) des Mähergehäuses (1) in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar ist, die den Stellungen „Parken" (20), „Arbeiten" (20') und „Aufhängen des Mähers" (20'') zugeordnet sind (4).
  7. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (6) ein Wechselstrommotor oder ein aus einem Akku gespeister Gleichstrommotor ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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