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Dokumentenidentifikation DE202005012466U1 05.01.2006
Titel Fußleiste aus Profilteilen
Anmelder Profili Italia S.p.A., Torri di Quartesolo, Vicenza, IT
Vertreter Patentanwälte Magenbauer & Kollegen, 73730 Esslingen
DE-Aktenzeichen 202005012466
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.01.2006
Registration date 01.12.2005
Application date from patent application 09.08.2005
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E04F 17/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung schlägt eine Fußleiste mit verdeckter Befestigung vor, zusammengesetzt aus zwei sichtbaren Elementen, die aus unterschiedlichen Materialien oder aus dem gleichen Material mit unterschiedlicher Farbe und/oder Oberflächenbeschaffenheit realisiert sind.

Die Fußleiste umfasst insbesondere ein an der Wand zu befestigendes erstes Profilteil, das so profiliert ist, dass es mit einer sichtbaren Wand einen Kanal definiert sowie einen Sitz, der geeignet ist, um durch Zusammenstecken ein zweites Profilteil aufzunehmen, das aus dem gleichen oder einem anderen Material besteht oder aus Material unterschiedlicher Farbe und/oder unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit, wobei auch das zweite Profilteil so profiliert ist, dass es einen zweiten Kanal oder eine dekorative Abdeckung definiert und das in den in dem ersten Profilteil vorgesehenen Sitz eingesetzt ist, um die Fußleiste zu komplettieren, wobei es die zur Wandbefestigung dienenden Befestigungsvorrichtungen abdeckt und selbst auch eine sichtbare Wand aufweist.

Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt es, die Fußleiste mit unterschiedlichen ästhetischen Erscheinungsbildern zu realisieren, mit einem System, das eine schnelle und einfache Montage der Fußleiste ermöglicht, die mit wenigstens einem internen Kanal versehen ist, der leicht zu öffnen ist und ohne Notwendigkeit des Zurückgreifens auf Werkzeuge oder ähnliches leicht zugänglich ist bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Stabilität des mit der Wand bzw. der Mauer fest verbundenen Teils.

Es existieren unterschiedliche Arten von Fußleisten, die hauptsächlich unter Verwendung von Holz, Kunststoff oder Aluminium hergestellt sind.

Die aus Holz bestehenden Fußleisten, die schon am längsten bekannt sind, bestehen allgemein aus einer durch mechanische Bearbeitung hergestellten Leiste, die aus Gründen, die mit den Produktionskosten und mit den Produktionstechniken zusammenhängen, keine besonders komplexen oder mit eventuellen Hinterschneidungen ausgestatteten Querschnitte aufweisen.

Diese Fußleisten, eher einfacher Art und aus einem Stück bestehend, werden mit der Mauer verklebt oder mit Hilfe von Schrauben und Dübeln an der Mauer befestigt.

In jüngerer Zeit sind auch aus Holz bestehende Fußleisten produziert worden, an denen zur Rastbefestigung an einem Clip dienende Vorrichtungen angebracht sind, der zuvor an der Mauer angebracht wurde und wobei im Körper der Fußleiste durch Fräsen ein Kanal zum Hindurchführen von Kabeln oder ähnlichem ausgenommen wurde.

Es sind außerdem aus Aluminium bestehende Fußleisten bekannt, die im Allgemeinen mittels Clips oder kanalförmigen Profilen befestigt werden, sowie aus Kunststoffmaterial bestehende Fußleisten, die ein mittels Schrauben oder einem anderen System an der Wand zu befestigendes Trägerelement umfassen, das im Allgemeinen in zwei oder mehr Kanäle unterteilt ist und an dem durch Aufstecken ein Deckel angebracht wird, der das sichtbare Element der Fußleiste bildet. Es sind jedoch keine Fußleisten bekannt, die aus zwei strukturellen Elementen bestehen, die beide sichtbar sind, aus unterschiedlichem Material oder in unterschiedlicher Farbgebung oder unterschiedlicher Beschaffenheit der Oberfläche.

Die vorliegende Neuerung fügt sich in diesen Sektor ein und schlägt eine Fußleiste vor, bei der der sichtbare Teil von zwei separaten Elementen gebildet ist, in unterschiedlicher Farbe oder hergestellt aus unterschiedlichen Materialien, was es erlaubt, einen neuen und besonders gewinnenden ästhetischen Effekt zu erzielen.

Die vorliegende Neuerung wird nun unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren beispielhaft und nicht einschränkend detailliert beschrieben, wobei:

die 1 und 2 im Schnitt eine zusammengebaute bzw. zerlegte Fußleiste illustrieren, wobei die Elemente mit dem gleichen Material, jedoch mit unterschiedlichen Eigenschaften hinsichtlich Farbe und Oberflächenbeschaffenheit realisiert sind;

die 3 und 4 im Schnitt eine erfindungsgemäße Fußleiste illustrieren, zum einen im montierten Zustand und zum anderen mit voneinander getrennten Teilen, wobei eines der Elemente aus Holz besteht;

die 5 und 6 im Schnitt eine erfindungsgemäße Fußleiste illustrieren, bei der die Elemente aus dem gleichen Material mit unterschiedlicher Beschaffenheit hinsichtlich Farbgebung und Oberflächengestaltung bestehen, jedoch mit unterschiedlicher Art von Steckverbindungen.

Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren setzt sich die erfindungsgemäße Fußleiste aus zwei Elementen zusammen, die in 1 mit Bezugsziffern 1 bzw. 2 versehen sind und die dazu bestimmt sind, miteinander gekoppelt bzw. verbunden zu werden, um die Fußleiste zu realisieren.

Das erste Element 1 besteht aus einem extrudierten Profilteil, beispielsweise aus Aluminium, Kunststoffmaterial oder ähnlichem, das einen C-förmigen Körper bildet, mit einer Wand 14, einem unteren Arm 3 und einem oberen Arm 4, der mit einem Flügel 5 nach oben verlängert ist, der dazu bestimmt ist, sich an der Wand 6 insbesondere eines Gebäudes abzustützen, an der er mittels Schrauben, Dübeln oder einem anderen bekannten System befestigt wird.

An seiner Basis weist das C-förmige Element einen Fortsatz 7 auf, der nach unten gerichtet ist und der zum Rand hin dünner wird. Der Fortsatz 7 stützt sich am Fußboden ab, wenn das erste Profilteil 1 an der Wand befestigt wird. Das erste Profilteil 1 ist schließlich durch einen oberen, bevorzugt kleineren Flügel 9 vervollständigt, der einen verdickten Rand aufweist, in dem eine Dichtung 10 oder ähnliches aus einem weichen Material enthalten ist.

Der Flügel 9 definiert gemeinsam mit dem gegenüberliegenden, zweckmäßigerweise weiter nach oben ragenden Flügel 5 eine Aufnahme bzw. einen Sitz, in den das zweite Element 2 eingreift.

Dieses letztere ist selbst ebenfalls von einem bevorzugt extrudierten Profilteil gebildet, welches so profiliert ist, dass es an seiner Basis einen Fortsatz 11 aufweist, der in den Sitz des ersten Profilteils 1 einführbar ist, sowie eine vertikale Wand 12, die oben um 90° umgebogen ist, um einen im Wesentlichen horizontalen Wandabschnitt 13 zu definieren, der sich bis gegen die gemauerte Wand 6 erstreckt, wobei er den oberen Rand des Flügels 5 übergreift.

Die Abmessungen der verschiedenen Komponenten sind so ausgeführt, dass dann, wenn die Fußleiste einmal montiert ist, die sichtbaren Oberflächen der Profilteile 1 und 2 exakt ausgerichtet sind bzw. fluchten.

Die Profilteile 1 und 2 können beide aus Kunststoff oder extrudiertem Metall hergestellt sein, in unterschiedlichen Farben oder in der gleichen Farbe aber mit einer unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit, beispielsweise glänzend und matt, oder glatt oder leicht geriffelt bzw. mit Rillen versehen und so weiter.

Durch Verwirklichung der Fußleiste aus zwei Teilen und deshalb mit Profilteilen in nicht übermäßigen Abmessungen, vermeidet man die Probleme oberflächlicher Uneinheitlichkeiten hervorgerufen durch den Prozess der galvanischen Oxidation.

Die Art der oben illustrierten Steckverbindung erlaubt es außerdem, das obere Teil aus mit einer Überzugsfolie versehenem veredeltem Aluminium herzustellen.

Im Innern der zusammengebauten Fußleiste sind zwei für das Hindurchführen von Kabeln oder ähnlichem geeignete, in 2 mit C1 und C2 bezeichnete Kanäle definiert, von denen einer beispielsweise zum Hindurchführen elektrischer Kabel und der andere für das Hindurchführen von Kabeln eines Computernetzes oder sonstigem verwendbar ist.

In den 3 und 4 ist eine der vorhergehenden Fußleiste entsprechende Fußleiste dargestellt, bei der jedoch eines der beiden Profilteile, genauer gesagt das obere Profilteil, aus Holz hergestellt ist, mit einer Fräsung an der Innenseite, die wie im vorhergehenden Fall einen zweiten Kanal für die Fußleiste definiert.

Dieses Profilteil weist eine sehr einfache Konfiguration auf, leicht erhältlich beispielsweise durch Bearbeitung einer Holzleiste mittels Fräsen in einem einzigen Durchlauf.

Die 5 und 6 illustrieren hingegen, im Querschnitt, eine Fußleiste, bei der die Elemente aus dem gleichen Material mit unterschiedlichen Merkmalen hinsichtlich Farbgebung und Oberflächenbeschaffenheit realisiert sind, jedoch mit Bauarten von Steckverbindungen, die sich von den vorangehend illustrierten unterscheiden.

Wie aus der gelieferten Beschreibung klar hervorgeht, ist es mit der beschriebenen Lösung möglich, Fußleisten zu realisieren, die unterschiedliche ästhetische Merkmale aufweisen, beispielsweise durch Kopplung von Profilteilen unterschiedlicher Farben oder auch unterschiedlicher Materialien. Es ist offensichtlich, dass die Abmessungen, wie auch die verwendeten Materialien, in Abhängigkeit von den Anforderungen des Anwendungsfalles variieren können.

Die vorliegende Erfindung schlägt also insbesondere eine Fußleiste mit verdeckter Befestigung vor, die aus zwei Sichtelementen zusammengesetzt ist, hergestellt aus unterschiedlichen Materialien oder aus dem gleichen Material mit unterschiedlicher Farbgebung und/oder Oberflächenbeschaffenheit.

Zweckmäßigerweise umfasst die Fußleiste ein erstes Profilteil zur Befestigung an einer Wand, das so geformt ist, dass es einen Kanal mit einer im montierten Zustand von außen her sichtbaren Wand definiert sowie eine Ausnehmung, die geeignet ist, um ein zweites Profilteil einstecken zu können, das aus dem gleichen oder einem anderen Material besteht, oder aus Material mit unterschiedlicher Farbe und/oder Oberflächenbeschaffenheit, wobei das zweite Profilteil so geformt ist, dass es einen zweiten Kanal oder einen dekorativen Deckel definiert und dass es in den in dem ersten Profilteil ausgebildeten Sitz einsteckbar ist, um die Fußleiste zu vervollständigen, wobei die zur Befestigung des ersten Profilteils an der Wand dienenden Befestigungsmittel verdeckt werden und auch das zweite Profilteil eine im montierten Zustand sichtbare Wand aufweist.

Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt die Realisierung der Fußleiste mit unterschiedlichem ästhetischen Erscheinungsbild, mit einem System, das eine schnelle und einfache Montage der Fußleiste gestattet. Diese Fußleiste enthält zweckmäßigerweise wenigstens einen internen Kanal, der leicht zu öffnen ist und zugänglich gemacht werden kann, ohne auf Werkzeuge oder sonstige Hilfsmittel zurückzugreifen, wobei der an der Mauer befestigte Teil ortsfest verbleibt.


Anspruch[de]
  1. Fußleiste, dadurch gekennzeichnet, dass sie von zwei zusammenzufügenden Profilteilen gebildet ist, die aus Materialien bestehen, die in ihren äußerlichen Merkmalen hinsichtlich Art des Materials, der Oberflächenbeschaffenheit und der Farbgebung ähnlich oder unterschiedlich sind, wobei beide Teile sichtbar sind.
  2. Fußleiste gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein an der Wand zu befestigendes Profilteil umfasst, das derart profiliert ist, dass es einen Kanal mit sichtbarer Wand und einen zur Steckaufnahme eines zweiten Profilteils geeigneten Sitz definiert, sowie ein zweites Profilteil aus einem Material, das gegenüber demjenigen des ersten Profilteils unterschiedliche ästhetische Merkmale aufweist, welches durch Einstecken in den profilierten Sitz am ersten Profilteil anbringbar ist und das einen zweiten Kanal definiert.
  3. Fußleiste gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilteil aus Aluminium und das zweite Profilteil aus Holz hergestellt ist.
  4. Fußleiste gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Profilteile aus einheitlichem Material, wie Kunststoffmaterial oder Aluminium oder anderem bestehen, jedoch unterschiedlich in der Farbe und/oder der Oberflächenbeschaffenheit.
  5. Fußleiste gemäß einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie von einem im Querschnitt C-förmigen ersten Profilteil gebildet ist, bei dem einer der Arme des C unter 90° durch einen an der Wand anzubringenden Flügel verlängert ist, wobei das Profilteil einen Kanal einer sichtbaren Wand definiert und diese sichtbare Wand an ihrer Oberseite durch einen Flügel verlängert ist, der einen Sitz zum durch Einstecken erfolgenden Einsetzen eines zweiten Profilteils bildet, wobei das zweite Profilteil derart profiliert ist, dass es einen zweiten Kanal definiert.
  6. Fußleiste gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Flügel ein aus verformbarem Material bestehendes Dichtungselement vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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