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Dokumentenidentifikation DE60108808T2 05.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001162078
Titel Bilderzeugungsmaterial und Infrarotabsorber
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Nakamura, Ippei, Yoshida-cho, Shizuoka-ken, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60108808
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.06.2001
EP-Aktenzeichen 011129376
EP-Offenlegungsdatum 12.12.2001
EP date of grant 09.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2006
IPC-Hauptklasse B41M 5/40(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B41C 1/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B41M 5/36(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      C09B 69/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      C09B 23/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein bildgebendes, d.h. bilderzeugendes, Positiv- oder Negativ-Material, das bildweise durch Belichtung mit einem IR-Laser aufgezeichnet werden kann, wobei sich die Löslichkeit der Aufzeichnungsschicht an belichteten Teilen verändert. Die Erfindung betrifft auch einen IR-Absorber, der sich zur Anwendung im bilderzeugenden Material eignet. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein bilderzeugendes Material mit einer IR-Schicht, welches durch Belichtung mit einem IR-Laser oder dgl. im nahen IR-Bereich aufgezeichnet werden kann und sich insbesondere für eine planografische Druckplatte eignet, die zur sogenannten Direkt-Plattenbildung verwendet wird, wobei sich die Plattenbildung direkt aus Digitalsignalen aus Computern und dgl. ergibt. Durch die vorliegende Erfindung wird auch ein IR-Absorber bereitgestellt, der eine Oberflächenorientationsgruppe aufweist, wobei sich der Absorber zur Anwendung im bilderzeugenden Material eignet.

Beschreibung des Standes der Technik

Kürzlich haben, mit der Entwicklung von Feststoff- und Halbleiter-Lasern mit einem Emissionsbereich im nahen IR- bis zum IR-Bereich, Systeme mit IR-Lasern zur Direkt-Plattenbildung aus Digitaldaten aus Computern die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

JP-A 7-285 275 offenbart ein planografisches Druckmaterial vom positiven Typ für IR-Laser zur Direkt-Plattenbildung. Diese Erfindung stellt ein bilderzeugendes Material dar, das erhalten wird, indem zu einem in alkalischer wässriger Lösung löslichen Harz eine Substanz, die Licht absorbiert und Wärme erzeugt, und eine lichtempfindliche Positiv-Verbindung wie eine Chinondiazid-Verbindung oder dgl. gegeben werden. Die lichtempfindliche Positiv-Verbindung wirkt in Bildbereichen als Lösungsinhibitor, der die Löslichkeit des in der alkalischen wässrigen Lösung löslichen Harzes wesentlich absenkt und in Nicht-Bildbereichen durch Wärmeeinwirkung zersetzt wird, was zu einem Verlust der Auflösungsinhibierungsfähigkeit führt. Als Ergebnis kann die lichtempfindliche Positiv-Verbindung durch Entwicklung entfernt werden, um ein Bild zu erzeugen.

Andererseits ist es bekannt, dass Oniumsalze und in Alkali unlösliche Verbindungen, die Wasserstoffbindungen bilden können, dahingehend wirken, dass die Alkali-Löslichkeit eines in Alkali löslichen Polymer unterdrückt wird. Bezüglich eines bilderzeugenden Materials für IR-Laser beschreibt WO 97/39 894, dass eine Zusammensetzung, worin ein kationischer IR-Absorber als Mittel zur Unterdrückung der Auflösung eines alkalischen wasserlöslichen Polymer verwendet wird, eine Positiv-Wirkung zeigt und ergibt. Diese Positiv-Wirkung ist so ausgestaltet, dass ein IR-Absorber Laser-Licht absorbiert und der Effekt zur Unterdrückung der Auflösung eines Polymerfilms an bestrahlten Teilbereichen durch erzeugte Wärme herabgesetzt wird, um ein Bild zu erzeugen.

Ferner gibt es als Verfahren zur Erzeugung von Negativ-Bildern ein Aufzeichnungsverfahren, wobei man eine Polymerisationsreaktion mit durch Licht oder Wärme als Initiatoren erzeugten Radikalen ablaufen lässt. Die Reaktion härtet eine Aufzeichnungsschicht an belichteten Teilbereichen, wobei Bildbereiche erzeugt werden. Bezüglich solcher Druckplatten mit einer Aufzeichnungsschicht, die durch Licht oder Wärme polymerisiert wird, sind Technologien bekannt, bei denen als lichtempfindliche Schicht durch Licht oder Wärme polymerisierbare Zusammensetzungen verwendet werden, wie in JP-A 8-108 621 und 9-34 110 beschrieben.

Bezüglich der bilderzeugenden Eigenschaften der oben genannten verschiedenen Aufzeichnungsmaterialien besteht insofern ein Problem, als, obwohl eine zur bilderzeugenden Reaktion hinreichende Energie an der Oberfläche eines empfindlichen Materials, das mit einem Laser bestrahlt wird, erhalten wird, die thermische Diffusion hin zu einem Substrat wegen der ausgezeichneten Wärmediffusion und insbesondere wegen des ausgezeichneten Wärmeleitvermögens sehr groß ist, wenn ein allgemein eingesetztes Substrat aus Aluminium als das Substrat verwendet wird. Infolgedessen wird die Energie nicht hinreichend zur Erzeugung der Bilder genutzt, was zu einer niedrigen Empfindlichkeit führt. Bei Vorliegen eines solchen Problems ist ein genügend guter Effekt zur Herabsetzung der Unterdrückung der Auflösung oder ein Effekt zur Begünstigung der Polymerisationsreaktion in tieferen Teilbereichen des empfindlichen Materials nicht erhältlich. Infolgedessen kann eine Alkali-Entwicklung an belichteten Teilbereichen/nicht-belichteten Teilbereichen nicht vollständig erzielt werden, so dass ausgezeichnete Bilder nicht erhältlich sind und ferner der Entwicklungsspielraum, d.h. der tolerierbare Bereich, eng ist, welcher eine gute Bilderzeugung zu ergeben vermag, wenn die Konzentration einer alkalischen Entwicklungslösung variiert wird.

EP 0 901 902 A offenbart eine lichtempfindliche Positiv-Zusammensetzung zur Verwendung mit einem IR-Laser, umfassend eine in wässriger Alkali-Lösung lösliche Polymerverbindung (A), eine Verbindung (B), die mit der in der wässrigen Alkali-Lösung löslichen Polymerverbindung kompatibel ist, wodurch die Löslichkeit der in der wässrigen Alkali-Lösung löslichen Polymerverbindung in einer wässrigen Alkali-Lösung erniedrigt wird, wobei der Effekt zur Erniedrigung der Löslichkeit durch Erwärmen herabgesetzt wird, sowie eine Verbindung (C), die Wärme bei der Absorption von Licht erzeugt, worin die thermische Zersetzungstemperatur jeder Verbindung (A), (B) und (C) höher als 150°C ist.

EP 1 093 934 A offenbart eine lichtempfindliche Zusammensetzung, umfassend ein IR-Absorbiermittel und eine Polymerverbindung, die in Wasser unlöslich und löslich in wässriger Alkali-Lösung ist bzw. darin bei Bestrahlung mit einem IR-Laser löslich wird.

EP 1 053 868 A offenbart eine lichtempfindliche Zusammensetzung, umfassend: eine makromolekulare Verbindung mit in Alkali löslichen Gruppen; und eine Verbindung, die zur Absorption von IR-Strahlen befähigt ist und auf die in Alkali löslichen Gruppen der genannten makromolekularen Verbindung einwirkt und die Löslichkeit der genannten makromolekularen Verbindung in einer wässrigen Alkali-Lösung unterdrückt, worin die IR-Strahlen-absorbierende Verbindung IR-Strahlen absorbiert und bei IR-Bestrahlung Wärme erzeugt, wobei die makromolekulare Verbindung als Ergebnis der Wärmeeinwirkung in der wässrigen Alkali-Lösung im Wesentlichen löslich wird.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein bilderzeugendes Material, das eine hohe Empfindlichkeit und ausgezeichnete bilderzeugende Eigenschaften aufweist, einen neuen IR-Absorber, der sich zur Anwendung in diesem Material eignet, sowie eine planografische Druckplatte, die dieses Material einschließt, anzugeben und bereitzustellen. Der hier auftretende Erfinder hat umfängliche Untersuchungen zur Verbesserung der Empfindlichkeit und der bilderzeugenden Eigenschaften von bilderzeugenden Materialien durchgeführt und als Folge davon herausgefunden, dass sowohl die Empfindlichkeit als auch die bilderzeugenden Eigenschaften durch Verwendung eines IR-Absorptionsmittels verbessert werden können, welches einen spezifischen Substituent aufweist. Ferner hat der Erfinder einen neuen IR-Absorber aufgefunden, der sich zur Verwendung in diesem Mittel eignet, wodurch die vorliegende Erfindung zu ihrem erfolgreichen Abschluss gebracht wurde.

Das heißt, das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung ist ein im Wärmemodus anwendbares bilderzeugendes Material, wobei das bilderzeugende Material aufweist: ein Substrat; und eine bilderzeugende Schicht auf dem Substrat, welche ein IR-Absorptionsmittel mit mindestens einer Oberflächenorientationsgruppe in seinem Molekül enthält, wobei die Löslichkeit der bilderzeugenden Schicht in einer alkalischen wässrigen Lösung durch Einwirkung einer Bestrahlung im nahen IR-Bereich veränderbar ist.

Das oben genannte IR-Absorptionsmittel ist ein IR-Absorber, der mindestens eine Oberflächenorientationsgruppe aufweist, ausgewählt aus fluorhaltigen Substituenten und langkettigen Alkylgruppen, wie beschrieben in den vorliegenden Ansprüchen.

Ferner ist der IR-Absorber der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass er im Molekül einen fluorhaltigen Substituent mit mindestens 5 Fluoratomen aufweist.

Als IR-Absorber mit solch einem Fluor-Substituent sind IR-Absorber mit einer Absorption im nahen IR-Bereich (NIR-Bereich) der folgenden allgemeinen Formeln (1) bis (3) als spezifische Beispiele zu nennen:

In der allgemeinen Formel (1) gilt: jeder Rest RF1 und RF2 stellt unabhängig einen fluorhaltigen Substituent mit zumindest 5 Fluoratomen dar; jeder X1 und X2 stellt unabhängig -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O- dar. R1 bis R8 stellen unabhängig ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom dar. R1 bis R8 stellen eine Vielzahl von Atomen dar, und zwar so, dass mindestens eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 oder R2 und X2 miteinander verbunden sein können, um einen aliphatischen 5- oder 6-gliedrigen Ring, einen aromatischen 6-gliedrigen Ring oder einen substituierten aromatischen 6-gliedrigen Ring zu bilden.

R9 und R10 stellen jeweils unabhängig eine Alkylgruppe oder =CH- dar, das zur Bildung eines Rings kombiniert ist; R11 stellt eine Alkylgruppe dar.

Z1 stellt eine Heptamethin-Gruppe dar, die einen oder mehrere Substituenten aufweisen kann, ausgewählt aus Alkylgruppen, Halogenatomen, Amino-, Arylthio-, Alkylthio-, Aryloxy-, Alkoxy-, Barbitur- und aus Thiobarbiturgruppen, und einen Cyclohexen- oder Cyclopentenring einschließen können, der durch gegenseitige Bindung von Substituenten auf zwei Methinkohlenstoffen der Heptamethin-Gruppe gebildet wird und ferner einen Substituent, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, aufweisen kann.

X stellt ein Gegenion dar, das zum Ausgleich der elektrischen Ladung notwendig ist.

In der allgemeinen Formel (2) gilt: RF3 stellt einen fluorhaltigen Substituent mit zumindest 5 Fluoratomen dar. X3 stellt -NH-, -O- oder -S- dar. Jeder Rest R12 und R13 stellt unabhängig eine Alkylgruppe dar. Diese Alkylgruppen können einen Substituent aufweisen, und als bevorzugte Substituenten können Arylgruppen wie eine Phenylgruppe, Toluylgruppe und dgl., Alkoxygruppen wie eine Methoxy-, Ethoxy-, Methoxyethoxygruppe und dgl., Aryloxygruppen wie eine Phenoxygruppe, Toluyloxygruppe und dgl., Säuregruppen wie eine Carboxylgruppe, Sulfonsäuregruppe und dgl. oder Salze davon, quarternäre Ammoniumgruppen wie eine Triethylammoniumgruppe, Tributylammoniumgruppe und dgl., eine Hydroxylgruppe, Amidgruppen und dgl. als Beispiele genannt werden.

X1, X2, R1 bis R8 und X sind wie für die oben genannte allgemeine Formel (1) definiert.

In der allgemeinen Formel (3) gilt: jeder Rest RF4, RF5, RF6 und RF7 stellt unabhängig einen fluorhaltigen Substituent mit mindestens 5 Fluoratomen oder eine Alkylgruppe dar und mindestens einer der Reste RF4, RF5, RF6 und RF7 stellt einen fluorhaltigen Substituenten mit mindestens 5 Fluoratomen dar. Z3 stellt eine Pentamethin-Gruppe dar, die einen Substituent aufweisen kann, ausgewählt aus Halogenatomen, Hydroxylgruppen, Alkylgruppen, Arylgruppen und aus heterocyclischen Gruppen. Hier kann die Alkyl- und Arylgruppe ferner einen Substituent aufweisen, und als bevorzugte weitere Substituenten können Arylgruppen wie eine Phenylgruppe, Toluylgruppe und dgl., Alkoxygruppen wie eine Methoxy-, Ethoxy-, Methoxyethoxygruppe und dgl., Aryloxygruppen wie eine Phenoxygruppe, Toluyloxygruppen und dgl. als Beispiele genannt werden. Ferner kann diese Pentamethin-Gruppe ebenfalls einen Cyclohexan- oder Cyclopentenring enthalten, der durch gegenseitige Bindung von Substituenten auf 2 Methin-Kohlenstoffen der Pentamethin-Gruppe gebildet wird und ferner einen Substituent, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, aufweisen kann. X stellt ein Gegenion dar, das zum Ausgleich der elektrischen Ladung notwendig ist.

Ferner kann der IR-Absorber der vorliegenden Erfindung eine Polymethin-Kette mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen und eine Alkylgruppe mit mindestens 16 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei die Alkylgruppe mit der Polymethin-Kette über einen Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel verbunden ist, und der IR-Absorber ist durch die folgende allgemeine Formel (4) dargestellt:

In der allgemeinen Formel (4) gilt: R14 stellt eine Alkylgruppe mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen dar. X3 stellt -NH-, -O- oder -S-. Jeder Rest R12 und R13 stellt unabhängig eine Alkylgruppe dar und kann die gleichen Substituenten wie in der allgemeinen Formel (2) aufweisen.

X1, X2, R1 bis R8 und X sind wie für die oben genannte allgemeine Formel (1) definiert.

Obwohl die Wirkung der vorliegenden Erfindung nicht ganz klar ist, wird angenommen, dass durch Verwendung des IR-Absorbers, der eine Absorption im nahen IR-Bereich zeigt und eine Oberflächenorientationsgruppe aufweist und als das IR-Absorptionsmittel im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung verwendet wird, IR-Absorptionsmittel auf der äußersten Oberfläche (der Grenzfläche zur Luft) einer lichtempfindlichen Schicht lokalisiert wird. Somit wird eine Wärmediffusion von nahe der Oberfläche erzeugter Wärme in das Substrat unterdrückt, und es wird die erzeugte Wärme effizient zur Erzeugung der Bilder genutzt. Als Folge davon kann eine Steigerung der Empfindlichkeit erzielt werden.

Ferner ist aus den Untersuchungen des hier auftretenden Erfinders erkennbar, dass, wenn eine Harzschicht, die einen IR-Absorber mit einer Oberflächenorientationsgruppe enthält, mit einem IR-Laser bestrahlt wird, der Oberflächenkontaktwinkel der Harzschicht ansteigt. Als Ergebnis wird, im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung, die Permeabilität einer Entwicklungslösung an belichteten Teilbereichen der bilderzeugenden Schicht erniedrigt. Daher gibt es, insbesondere im Fall einer Verwendung als Negativ-Aufzeichnungsmaterial, auch insofern den Vorteil, dass sich die Unterscheidungen verbreitern.

In der vorliegenden Erfindung bedeutet "im Wärmemodus anwendbar", dass die Aufzeichnung durch Belichtung im Wärmemodus möglich ist. Die Definition der Belichtung im Wärmemodus wird bei der vorliegenden Erfindung nun im Detail erläutert. Wie von Hans-Joachim Timpe, IS&Ts NIP 15: 1999 International Conference on Digital Printing Technologies, S. 209, beschrieben, ist es bekannt, dass es 2 Modi bezüglich des Verfahrens gibt, in welchem die Lichtanregung einer Licht-absorbierenden Substanz (z.B. eines Farbstoffs) in einem lichtempfindlichen Material eine chemische oder physikalische Veränderung zur Erzeugung eines Bildes verursacht. Der eine betrifft den sogenannten Foton-Modus, worin eine Licht-absorbierende Substanz, die durch Licht angeregt worden ist, durch eine bestimmte fotochemische Wechselwirkung (z.B. durch Energie- oder Elektronentransfer) mit einer weiteren reaktiven Substanz im lichtempfindlichen Material deaktiviert wird und die sich ergebende aktivierte reaktive Substanz eine chemische oder physikalische Veränderung verursacht, die für die oben genannte Bilderzeugung benötigt wird. Der andere Modus betrifft den sogenannten Wärmemodus, worin eine Licht-absorbierende Substanz, die durch Licht angeregt worden ist, über Wärmeemission deaktiviert wird und eine reaktive Substanz durch Nutzung dieser Wärme die chemische oder physikalische Veränderung verursacht, die zur Bilderzeugung benötigt wird. Außerdem können Spezialmodi wie Ablation, wobei Substanzen durch örtlich konzentrierte Lichtenergie explosiv aufgespritzt werden, Multi-Foton-Absorption, wobei 1 Molekül viele Fotonen gleichzeitig absorbiert, und dgl. genannt werden. Allerdings werden diese Modi in der vorliegenden spezifischen Ausgestaltung weggelassen.

Das Belichtungsverfahren mit einem der oben genannten Modi wird als Fotonmodus- oder Wärmemodus-Belichtung bezeichnet. Der technische Unterschied zwischen der Fotonmodus- und der Wärmemodus-Belichtung bezieht sich darauf, ob der Energiebetrag mehrerer Fotonen des Belichtungslichts dem Energiebetrag, der für die beabsichtigte Reaktion benötigt wird, zugefügt und dafür genutzt werden kann oder nicht. Beispielsweise wird die Hypothese aufgestellt, n Fotonen zu verwenden, um eine bestimmte Reaktion zu verursachen. Bei der Fotomodusbelichtung ist es unmöglich, wegen der Quanten-Gesetze der Erhaltung von Energie und Drehimpuls den Energiebetrag von Fotonen zu addieren, da eine fotochemische Wechselwirkung genutzt wird. D.h., es muss zur Verursachung von etwas an Reaktion die Beziehung gelten: "Energiebetrag von 1 Foton ≧ Energiebetrag der Reaktion". Andererseits ist es bei der Wärmemodus-Belichtung möglich, den Energiebetrag mehrfacher Fotonen zu addieren und zu nutzen, da Wärme aus der Lichtanregung erzeugt wird; somit wird die Lichtenergie in Wärme umgewandelt und genutzt. Daher wird die Beziehung erfüllt: "Energiebetrag von n Fotonen ≧ Energiebetrag der Reaktion". Allerdings wird diese Addition von Energiebeträgen durch thermische Diffusion eingeschränkt. D.h., wenn der nächste Lichtanregungs-Deaktivierungsvorgang auftritt und Wärme erzeugt wird, bis die Wärme durch thermische Diffusion aus dem betreffenden belichteten Teilbereich (Reaktionspunkt) freigesetzt ist, wird die Wärme unausweichlich gespeichert und addiert, was insofern zu einer Temperatursteigerung führt. Verzögert sich allerdings die nächste Wärmeerzeugung, wird die Wärme freigesetzt und nicht gespeichert. D.h., bei der Belichtung im Wärmemodus gibt es einen Unterschied des Ergebnisses zwischen dem Fall einer Bestrahlung mit Licht mit hohem Energiebetrag über eine kurze Zeitdauer und dem Fall einer Bestrahlung mit Licht mit niedrigem Energiebetrag über eine lange Zeitdauer, sogar wenn der Gesamtbelichtungsenergiebetrag der gleiche ist. Der Fall einer kurzen Zeitdauer ist vorteilhaft für die Wärmespeicherung.

Natürlich tritt, bei der Belichtung im Fotonmodus, ein derartiges Phänomen grundsätzlich nicht auf, obwohl ein analoges Phänomen in einigen Fällen durch den Diffusionseinfluss anschließender Reaktionsspezies auftreten kann.

D.h., vom Standpunkt der Eigenschaften eines lichtempfindlichen Materials, ist die inhärente Empfindlichkeit eines lichtempfindlichen Materials (des Energiebetrags für die zur Bilderzeugung benötigte Reaktion) konstant bezüglich der Belichtungsenergiedichte (W/cm2) (= Energiedichte pro Einheitszeit) im Fotonmodus, während im Wärmemodus die inhärente Empfindlichkeit des lichtempfindlichen Materials mit der Belichtungsenergiedichte ansteigt. Wird daher, beim Vergleich der Modi, eine Belichtungszeit, die angemessen ist, um in der Praxis die notwendige Produktivität eines Bildaufzeichnungsmaterials aufrecht zu erhalten, tatsächlich festgelegt, kann bei der Fotonmodus-Belichtung eine hohe Empfindlichkeit von ca. 0,1 mJ/cm2 gewöhnlich erzielt werden. Da allerdings die Reaktion bei jedem niedrigeren Belichtungsbetrag auftritt, besteht die Tendenz, dass ein Problem einer Schleierbildung bei Nieder-Belichtung an nicht-belichteten Teilbereichen auftritt. Andererseits tritt bei der Wärmemodus-Belichtung die Reaktion nur bei einem Belichtungsbetrag eines bestimmten Niveaus oder darüber auf, und ein Belichtungsbetrag von ca. 50 mJ/cm2 ist gewöhnlich notwendig im Hinblick auf den Zusammenhang mit der Wärmestabilität des lichtempfindlichen Materials. Allerdings werden die Probleme mit dem niedrigen Belichtungslicht vermieden.

Somit ist, bei der Wärmemodus-Belichtung, tatsächlich eine Belichtungsenergiedichte auf der Oberfläche des lichtempfindlichen Materials von 5.000 W/cm2 oder mehr, und vorzugsweise von 10.000 W/cm2 oder mehr notwendig. Die Anwendung eines Lasers mit einer hohen Energiedichte von 5,0 × 105 W/cm2 oder mehr ist wegen Problemen wie dem Auftreten von Abrieb, Befleckung der Lichtquelle und dgl. nicht bevorzugt, wobei dies hierin im Detail auch nicht beschrieben wird.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen [IR-Absorptionsmittel, das im Molekül mindestens eine Oberflächenorientationsgruppe aufweist]

Das IR-Absorptionsmittel, das im Bilderzeugungsmaterial der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist ein IR-Absorptionsmittel, das in seinem Molekül mindestens eine Oberflächenorientationsgruppe aufweist, wie beschrieben in den vorliegenden Ansprüchen. Durch Wirkung dieser Oberflächenorientationsgruppe wird, wenn eine Überzugslösung zur Bildung der bilderzeugenden Schicht aufgebracht und getrocknet wird, das IR-Absorptionsmittel zu Plätzen nahe der Oberfläche der Bilderzeugungsschicht verschoben und dort lokalisiert.

Als eine derartige Oberflächenorientationsgruppe werden funktionelle Gruppen mit hoher Hydrophobie, wie diejenigen, die als hydrophobe Gruppe eines oberflächenaktiven Mittels verwendet werden, aufgelistet. Unter diesen sind die fluorhaltigen Substituenten und die langkettigen Alkylgruppen mit 16 oder mehr Kohlenstoffatomen in den vorliegenden Ansprüchen beschrieben. Diese Oberflächenorientationsgruppen können allein in einem Molekül oder in einer Vielzahl solcher Gruppen in einem Molekül vorhanden sein.

Bezüglich der Funktion des IR-Absorptionsmittels, das im Bilderzeugungsmaterial der vorliegenden Erfindung enthalten ist, erzeugt das Mittel Wärme bei Bestrahlung im nahen IR-Bereich, und zwar in typischer Weise durch Belichtung mit IR-Licht, und es wird die Aufzeichnung mittels dieser Wärme in ähnlicher Weise wie mit einem üblichen IR-Absorptionsmittel durchgeführt, das in einem Aufzeichnungsmaterial enthalten ist, welches die Bilderzeugung durch Bestrahlung im IR-Bereich zu bewirken vermag. Daher ist es erforderlich, dass IR-Laserlicht wirkungsvoll in Wärme durch das auf der Oberfläche der Bilderzeugungsschicht lokalisierte IR-Absorptionsmittel umgewandelt und wirkungsvoll in der Reaktion zur Erzeugung der Bilder angewandt wird.

Das hier verwendete IR-Absorptionsmittel zeigt und ergibt eine Absorption im nahen IR-Bereich und in ganz spezifischer Weise in einem Wellenlängenbereich von 720 bis 1.200 nm, und es weist vorzugsweise ein Absorptionsmaximum im Wellenbereich von 720 bis 1.200 nm auf.

Der hier auftretende Erfinder hat IR-Absorber untersucht, die eine Oberflächenorientationsgruppe aufweisen, ausgewählt aus fluorhaltigen Substituenten, langkettigen Alkylgruppen und dgl., und er hat einen neuen IR-Absorber aufgefunden, der in geeigneter Weise im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Dieser IR-Absorber ist ein IR-Absorber mit einem fluorhaltigen Substituent mit mindestens 5 Fluoratomen, welcher die Oberflächenorientationsgruppe ist, oder er ist ein Absorber im nahen IR mit einer Polymethin-Kette, die 5 oder mehr Kohlenstoffatome und eine Alkylgruppe aufweist, die 16 oder mehr Kohlenstoffatome aufweist, die an die Polymethin-Kette über einen Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel gebunden ist, wie beschrieben in den vorliegenden Ansprüchen.

Diese neuen IR-Absorber werden unten beschrieben.

Der IR-Absorber, der im Molekül ein Chromophor aufweist, das als Grundgerüst eine Absorption im nahen IR-Bereich zeigt und ergibt, ist in den vorliegenden Ansprüchen 24 bis 27 beschrieben.

Unter diesen sind IR-Absorber mit einer Polymethin-Kette der allgemeinen Formeln (1) bis (3) als bevorzugte im Hinblick auf die Licht/Wärme-Umwandlungsfunktion und auf die Stabilität als IR-Absorber aufgelistet.

Die Strukturen der folgenden als Beispiele genannten Verbindungen (IR-1) bis (IR-24) sind unter spezifischer Angabe eines Gegenions X dargestellt, da die Grundgerüste, die fluorhaltigen Substituenten, weitere auf den Chromophoren vorliegenden Substituenten und die Chromophoren eine elektrische Ladung aufweisen.

Als Verbindungen der allgemeinen Formel (1) sind die folgenden als Beispiele angegebenen Verbindungen (IR-1) bis (IR-15) aufgelistet:

Als Verbindungen der allgemeinen Formel (2) sind die folgenden als Beispiele angegebenen Verbindungen (IR-16) bis (IR-19) aufgelistet:

Als Verbindungen der allgemeinen Formel (3) sind die folgenden als Beispiele angegebenen Verbindungen (IR-20) bis (IR-24) aufgelistet:

Als Nächstes wird der Absorber im nahen IR mit einer Polymethin-Kette mit 5 oder mehr Kohlenstoffatomen und mit einer Alkylgruppe mit 16 oder mehr Kohlenstoffatomen, die mit der Polymethin-Kette über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel verbunden ist, beschrieben.

Als die Polymethin-Kette sind eine Heptamethin-, Pentamethin-, Nonamethin-Kette und dgl. vom Standpunkt der Stabilität und Absorptionswellenlänge bevorzugt, und die Heptamethin- und Peptamethin-Kette sind besonders bevorzugt.

Unter diesen sind IR-Absorber der allgemeinen Formel (4) im Hinblick auf die Licht/Wärme-Umwandlungsfunktion und die Stabilität als IR-Absorber aufgelistet.

Die Struktur der folgenden als Beispiele angegebenen Verbindungen (IR-25) bis (IR-36) sind unter spezifischer Angabe eines Gegenions X angegeben, da die Grundgerüste, die fluorhaltigen Substituenten, weitere auf den Chromophoren vorliegenden Substituenten und die Chromophoren eine elektrische Ladung tragen:

Als IR-Absorptionsmittel, das in geeigneter Weise im Bilderzeugungsmaterial der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, werden die folgenden als Beispiele angegebenen Verbindungen (IR-37) bis (IR-42) mit einer Alkylgruppe mit 8 oder mehr Kohlenstoffatomen außerhalb der Polymethin-Kette ebenfalls aufgelistet:

Als Nächstes wird das Verfahren zur Herstellung der oben dargestellten IR-Absorptionsmittel beschrieben.

IR-Absorptionsmittel der oben genannten allgemeinen Formeln (1) bis (4) können mit bekannter organischer Synthesetechnologie erzeugt werden. In spezifischer Weise können sie mit synthetischen Verfahren synthetisiert werden, beschrieben in US 5 441 866, Zh. Org. Khim., Band 28 (Nr. 10) S. 2156–2164 (1992), EP 0 465 543 A1, J. Org. Chem. (Journal of Organic Chemistry) Band 57 (Nr. 17) S. 4578–4580 (1992), JP 27-58 136, Justus Liebigs Ann. Chem., Band 623, S. 204–216 (1959), Ukr. Khim. Zh., Band 22, S. 347–348 (1956), Chem. Heterocycl. Comp., Band 18, S. 334–336 (1982), J. Heterocycl. Chem, Band 25, S. 1321–1325 (1988), JP (JP-A) 60-231 766 und dgl..

Das IR-Absorptionsmittel wird zum bilderzeugenden Material gegeben, welches dann zusammen mit weiteren Komponenten in eine Bilderzeugungsschicht eingebracht wird. Alternativ dazu, kann, wenn eine Schicht, die sich von einer Aufzeichnungsschicht unterscheidet, vorliegt, bei der Erzeugung einer planografischen Druckplatte das IR-Absorptionsmittel in diese Schicht eingebracht werden. Diese IR-Absorptionsmittel können alleine oder in einer Mischung von 2 oder mehreren davon zugegeben werden.

In der vorliegenden Erfindung können diese IR-Absorptionsmittel in einem Verhältnis von 0,01 bis 50, vorzugsweise von 0,1 bis 20 und noch bevorzugter von 0,5 bis 15 Gew.-% zugegeben werden, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten, die die Bilderzeugungsschicht des bilderzeugenden Materials bilden. Beträgt die Zugabemenge weniger als 0,01 Gew.-%, verschlechtert sich die entsprechende Eigenschaft zur Erzeugung der Bilder, und bei Zugabe in einer Menge von mehr als 50 Gew.-% besteht die Gefahr des Auftretens einer Fleckenbildung an Nicht-Bildbereichen im Fall der Anwendung für eine Aufzeichnungsschicht einer planografischen Druckplatte.

Dem bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung können, zusätzlich zu diesem IR-Absorptionsmittel, weitere Pigmente oder Farbstoffe mit IR-Absorbiervermögen zur Verbesserung der bilderzeugenden Eigenschaften zugefügt werden.

Als Pigment können im Handel erhältliche Pigmente sowie Pigmente, beschrieben im Color Index (C. I.)-Handbuch "Saishin Ganryo Binran" ("Current Pigment Manual", herausgegeben von Nippon Ganryo Gijutsu Kyokai, 1977), "Saishin Ganryo Oyo Gijutsu" ("Current Pigment Application Technology", veröffentlicht von CMC, 1986) und in "Insatsu Inki Gijutsu" ("Printing Ink Technology", veröffentlicht von CMC, 1984), eingesetzt werden.

Als Pigmente können schwarze, gelbe, orangene, braune, rote, violette, blaue, grüne Pigmente, Fluoreszenzpigmente, Metallpulver-Pigmente und außerdem Polymer-gebundene Pigmente aufgelistet werden. In spezifischer Weise können unlösliche Azo-, Azolake-, kondensierte Azo-, Chelat-Azo-, Phthalo-cyanin-basierte, Anthrachinon-basierte, Perylen- und Perynon-basierte, Thioindigo-basierte, Chinacridon-basierte, Dioxazin-basierte, Isoindolinon-basierte, Chinophthalon-basierte Pigmente, färbende Lake-Pigmente, Azin-Pigmente, Nitroso-Pigmente, Nitro-Pigmente, natürliche Pigmente, fluoreszente Pigmente, anorganische Pigmente, Kohlenstoffruß und dgl. verwendet werden.

Diese Pigmente können ohne Oberflächenbehandlung eingesetzt werden, oder sie können vor Gebrauch Oberflächen-behandelt sein. Als Verfahren zur Oberflächenbehandlung können ein Verfahren zum Überziehen der Oberfläche mit einem Harz oder Wachs, ein Verfahren zum Anhaften oberflächenaktiver Mittel, ein Verfahren zur Bindung einer reaktiven Substanz (z.B. eines Silankupplungsmittels, einer Epoxyverbindung, von Polyisocyanat oder dgl.) an die Oberfläche des Pigments und dgl. in Betracht gezogen werden. Die oben genannten Oberflächenbehandlungsverfahren sind beschrieben in "Kinzoku Sekken no Seishitsu to Oyo" ("Nature and Applications of Metal Soaps", Sachi Publication), "Insatsu Inki Gijutsu" ("Printing Ink Technology", veröffentlicht von CMC, 1984) und in Saishin Ganryo Oyo Gijutsu" ("Current Pigment Application Technology", veröffentlicht von CMC, 1986).

Die Partikelgröße des Pigments beträgt vorzugsweise 0,01 bis 10, bevorzugter 0,05 bis 1 und ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 1 &mgr;m. Eine Partikelgröße des Pigments von weniger als 0,01 &mgr;m ist vom Standpunkt der Instabilität einer dispergierten Substanz in der Überzugslösung für eine lichtempfindliche Bildschicht nicht bevorzugt, und eine Partikelgröße von mehr als 10 &mgr;m ist vom Standpunkt der Einheitlichkeit der lichtempfindlichen Bildschicht ebenfalls nicht bevorzugt.

Als Verfahren zur Dispergierung des Pigments können bekannte Dispergiertechnologien zur Erzeugung von Tinten und Tonern und dgl. angewandt werden. Als Dispergiermaschine werden ein Ultraschall-Dispergierer, eine Sandmühle, eine Reibvorrichtung, eine Perlmühle, Supermühle, Kugelmühle, ein Stoßgerät, ein Dispergierer, eine KD-Mühle, eine Kolloidmühle, ein Dynatron, eine Dreifachschraubenwalzmühle, ein Press-Kneter und dgl. aufgelistet. Entsprechende Details sind in "Saishin Ganryo Oyo Gijutsu" ("Current Pigment Application Technology", veröffentlicht von CMC, 1986) beschrieben.

Als Farbstoff können im Handel erhältliche Farbstoffe und bekannte Materialien, beschrieben in der Literatur wie z.B. in "Dye Manual" (herausgegeben von Yuki Gosei Kagaku Kyokai, 1960) und dgl. verwendet werden. Spezifischerweise werden Farbstoffe wie Azo-, Metallkomplexsalz-Azo-, Pyrazolon-Azo-, Anthrachinon-, Phthalocyanin-, Carbonium-, Chinonimin-, Methin-, Cyanin-, Diimmonium-, Aminium-Farbstoffe und dgl. aufgelistet.

In der vorliegenden Erfindung sind unter diesen Pigmenten und Farbstoffen diejenigen, die IR- oder nahes IR-Licht absorbieren, besonders bevorzugt, da sie sich zur Anwendung mit Lasern eignen, die IR- oder nahes IR-Licht ausstrahlen.

Als Pigmente, die IR- oder nahes IR-Licht absorbieren, wird Kohlenstoffruß in geeigneter Weise verwendet. Als Farbstoff, der IR- oder nahes IR-Licht absorbiert, werden z.B. Cyanin-Farbstoffe, beschrieben in JP-A 58-125 246, 59-84 356, 59-202 829, 60-78 787 und dgl., Methin-Farbstoffe, beschrieben in JP-A 58-173 696, 58-181 690 und 58-194 595 und dgl., Naphthochinon-Farbstoffe, beschrieben in JP-A 58-112 793, 58-224 793, 59-48 187, 59-73 996, 60-52 940, 60-63 744 und dgl., Squarylium-Farbstoffe, beschrieben in JP-A 58-112 792 und dgl., Cyanin-Farbstoffe, beschrieben in GB 434 875, und Dihydroperimidinsquarylium-Farbstoffe, beschrieben in US 5 380 635, usw. aufgelistet.

Ferner können als Farbstoff im nahen IR absorbierende Sensibilisierer, beschrieben in US 5 156 938, ebenfalls in geeigneter Weise verwendet werden, und besonders bevorzugt werden Arylbenzo(thio)pyryliumsalze, beschrieben in US 3 881 924, Trimethinthiapyryliumsalze, beschrieben in JP-A 57-142 645 (US 4 327 169), Pyrylium-basierte Verbindungen, beschrieben in JP-A 58-181 051, 58-220 143, 59-41 363, 59-84 248, 59-84 249, 59-146 063 und 59-146 061, Cyanin-Farbstoffe, beschrieben in JP-A 59-216 146, Pentamethinthiopyryliumsalze und dgl., beschrieben in US 4 283 475, Pyryliumverbindungen, beschrieben in JP-B 5-13 514 und 5-19 702, Epolight III-178, Epolight III-130, Epolight III-125, Epolight IV-62A und dgl. verwendet.

Ferner werden als weitere Beispiele, die als Farbstoffe besonders bevorzugt sind, Absorptionsfarbstoffe im nahen IR der Formeln (I) und (II), beschrieben in US 4 756 993, aufgelistet.

Da diese Pigmente oder Farbstoffe zusammen mit dem oben genannten spezifischen IR-Absorptionsmittel verwendet werden, beträgt die Zugabemenge ca. 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten, aus denen die Bilderzeugungsschicht zusammengesetzt ist. Im Fall eines Farbstoffs beträgt die Zugabemenge besonders bevorzugt 0,5 bis 10 Gew.-%, und im Fall eines Pigments beträgt die Zugabemenge besonders bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-%. Beträgt die Zugabemenge des Pigments oder Farbstoffs weniger als 0,01 Gew.-%, ist der Effekt der Zugabe nicht beobachtbar, und bei mehr als 20 Gew.-% besteht die Gefahr eines unerwünschten Einflusses auf den Effekt der gesteigerten Empfindlichkeit, die sich mit dem oben genannten spezifischen IR-Absorptionsmittel ergibt.

Als weitere Komponenten des bilderzeugenden Materials der vorliegenden Erfindung können verschiedene bekannte Bilderzeugungsmaterialien, die durch Bestrahlung im IR-Bereich aufgezeichnet werden können, in geeigneter Weise zur Anwendung ausgewählt werden.

Als Erstes wird die Aufzeichnungsschicht, deren Löslichkeit in einer wässrigen Alkalilösung durch Belichtung mit IR-Licht verändert wird, beschrieben. Derartige Aufzeichnungsschichten werden in Schichten vom Negativ-Typ, in denen die Alkali-Entwicklungseigenschaft bei Belichtung im IR-Licht abgesenkt wird, und in Schichten vom Positiv-Typ eingeteilt, in denen die Entwicklungseigenschaften dagegen gesteigert werden.

Als Aufzeichnungsschicht vom Negativ-Typ werden bekannte Negativ-Typ-Polarumwandlungsmaterial-basierte (Änderung zwischen Hydrophilie und Hydrophobie), Radikalpolymerisation- und Säurekatalysator-Vernetzung-basierte (einschließlich Kation-Polymerisation) Aufzeichnungsschichten aufgelistet. Unter diesen sind die Radikalpolymerisations- und Säurekatalysator-Vernetzung-basierten Schichten vom Standpunkt der Druckhaltbarkeit besonders bevorzugt. In diesen Schichten wirken ein Radikal oder eine Säure, die durch Bestrahlung oder Erhitzung erzeugt werden, als Initiator oder Katalysator, und Verbindungen, die die Aufzeichnungsschicht aufbauen, verursachen eine Polymerisations- oder Vernetzungsreaktion und werden unter Erzeugung von Bildbereichen gehärtet.

Als Aufzeichnungsschicht vom Positiv-Typ werden bekannte Positiv-Typ-Polarkonversionsmaterial-basierte (Änderung zwischen Hydrophobie und Hydrophilie), Säurekatalysator-Zersetzung- und -Wechselwirkungsfreisetz-basierte (Wärmeempfindliche positive) Aufzeichnungsschichten aufgelistet. Unter diesen sind insbesondere Positiv-Typ-Polarkonversionsmaterial-basierte Schichten, erhalten durch thermische Zersetzung von Sulfonatestern, und Säurekatalysator-Zersetzung- und -Wechselwirkungsfreisetz-basierte Schichten bevorzugt vom Standpunkt der Bildqualität. In diesen Schichten wird durch Säure oder Wärmeenergie, die durch Bestrahlen oder Erhitzen erzeugt werden, eine Bindung einer Polymerverbindung, die eine Schicht bildet, freigesetzt oder dgl., was zu Wasserlöslichkeit oder alkalischer Wasserlöslichkeit führt, und solche Teilbereiche können durch Entwicklung entfernt werden, um Nicht-Bildbereiche zu erzeugen. In jeder bilderzeugenden Schicht ist eine Polymerverbindung, die in Wasser unlöslich und in einer alkalischen wässrigen Lösung löslich ist, vorzugsweise als Schichtaufbaukomponente, d.h. als Binder, enthalten.

Als Nächstes werden bilderzeugende Schichten durch den Bilderzeugungsmechanismus klassifiziert und im Detail beschrieben.

<Radikalpolymerisationsschicht>

Die radikalische Polymerisationsschicht, die im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, enthält eine Verbindung, die ein Radikal durch Einwirkung von Licht oder Wärme erzeugt (nachfolgend bezeichnet als Radikal-Generator), und eine Verbindung, die radikalisch polymerisiert werden kann (bezeichnet als polymerisierbare Verbindung). Beispielsweise wird ein Radikal aus einem Radikal-Generator in einem belichteten Teilbereich durch Bestrahlung mit einem IR-Laser oder dgl. erzeugt, und dieses Radikal wirkt als Initiator. Als Folge davon wird die polymerisierbare Verbindung durch eine radikalische Polymerisationsreaktion gehärtet, um einen Bildbereich zu erzeugen. Die Kombination eines Radikal-Generators mit einer polymerisierbaren Verbindung, welche hierin zur Anwendung gelangen, kann in geeigneter Weise zur Anwendung ausgewählt werden, mit der Maßgabe, dass Festigkeit und Stärke des durch radikalische Polymerisation erzeugten Films die erforderlichen Bedingungen für eine Aufzeichnungsschicht erfüllen. Ferner können zur Reaktivitätsverbesserung des Radikal-Generators Promotoren wie Oniumsalze, Reduziermittel und dgl. ebenfalls zusammen damit verwendet werden. Als Komponenten, die in einer radikalischen Polymerisationsschicht verwendet werden können, können z.B. Verbindungen, die als Aufbaukomponenten einer in der Wärme polymerisierbaren Aufzeichnungsschicht in JP-A 8-108 621 beschrieben sind, die als Aufbaukomponenten einer Aufzeichnungsschicht in JP-A 9-34 110 beschrieben ist, und dgl. ebenfalls bevorzugt verwendet werden.

(Radikal-Generator)

Als Radikal-Generator, der in der radikalischen Polymerisationsschicht verwendet wird, können bekannte Radikal-Polymerisationsinitiatoren, die in einer Polymersynthesereaktion zur radikalischen Polymerisation eingesetzt werden, gewöhnlich ohne besondere Einschränkung verwendet werden. Als entsprechende Beispiele sind Azobisnitril-basierte Verbindungen wie 2,2'-Azobisisobutyronitril, 2,2'-Azobispropionitril und dgl., organische Peroxide wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Acetylperoxid, t-Butylperbenzoat, &agr;-Cumylhydroperoxid, Di-t-butylperoxid, Diisopropylperoxidicarbonat, t-Butylperoxiisopropylcarbonat, Persäuren, Alkylperoxicarbamate, Nitrosoarylacylamine und dgl., anorganische Peroxide wie Kaliumpersulfat, Ammoniumpersulfat, Kaliumperchlorat und dgl., Azo- oder Diazo-basierte Verbindungen wie Diazoaminobenzol, p-Nitrobenzoldiazonium, Azobissubstituierte Alkane, Diazothioether, Arylazosulfone und dgl., Tetraalkylthiuramdisulfide wie Nitrosophenylharnstoff, Tetramethylthiuramdisulfid und dgl., Diaryldisulfide wie Dibenzoyldisulfid und dgl., Dialkylxanthogendisulfide, Arylsulfine, Arylalkylsulfone, 1-Alkansulfine und dgl. zu nennen.

Wird das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung mit einem IR-Laser aufgezeichnet, ist eine hinreichend gute Empfindlichkeit sogar mit einem Radikal-Generator mit großer Aktivierungsenergie erhältlich, da die Temperatur der belichteten Oberfläche eine Höhe von 600°C oder mehr erreichen kann, abhängig von der Laserenergie.

Die Aktivierungsenergie zur Erzeugung der Radikale aus dem Radikal-Generator beträgt vorzugsweise 30 kcal/mol oder mehr, und als Verbindungen mit einer solchen Energie werden Azobisnitril-basierte Verbindungen und organische Peroxide aufgelistet. Unter diesen sind Verbindungen bevorzugt, die ausgezeichnete Stabilität bei Umgebungstemperatur aufweisen, eine hohe Zersetzungsgeschwindigkeit bei Überhitzung zeigen und ergeben und farblos zersetzt werden, und Benzoylperoxid, 2,2'-Azobisisobutyronitril und dgl. werden aufgelistet.

Die oben genannten Radikal-Generatoren können allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon eingesetzt werden, und sie gelangen in einer Menge von ca. 0,5 bis 30 und vorzugsweise von 2 bis 10 Gew.-% zur Anwendung, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in einer radikalischen Polymerisationsschicht.

Ferner können Verbindungen, die ein Radikal durch Wechselwirkung mit einem Oniumsalz, das später beschrieben wird, erzeugen, ebenfalls in geeigneter Weise verwendet werden. In spezifischer Weise werden Halogenverbindungen (&agr;-Haloacetophenone, Trichlormethyltriazine und dgl.), Azoverbindungen, aromatische Carbonylverbindungen (Benzoinester, Ketale, Acetophenone, o-Acyloxyiminoketone, Acylphosphinoxide und dgl.), Hexaarylbisimidazolverbindungen, Peroxide und dgl. aufgelistet, und bevorzugt sind Bisimidazolderivate, offenbart als (A-1) bis (A-4) in der obigen JP-A 9-34 110, Seite 16, zu nennen.

Der letztere Radikal-Generator erlangt seine hohe Empfindlichkeit durch Wechselwirkung mit einem Oniumsalz. Als Oniumsalz, das zusammen mit diesem Radikal-Generator verwendet werden kann, sind Phosphonium-, Sulfonium-, Jodonium- und Ammoniumsalze zu nennen, die in der gleichen Veröffentlichung, Abschnitt-Nrn. [0022] bis [0049] beschrieben sind.

Die zugefügte Menge des oben genannten Oniumsalzes beträgt vorzugsweise 0,05 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in der Aufzeichnungsschicht, obwohl diese in Abhängigkeit von der Art und angewandten Form des Oniumsalzes schwanken kann.

Ferner können Oniumsalze wie Jodonium-, Sulfonium-, Phosphonium-, Diazoniumsalze und dgl., die in geeigneter Weise als Säure-Generator verwendet werden können, der später im Abschnitt über <Säure-Vernetzungsmittel> beschrieben ist, allein als ein Radikal-Generator ohne Kombination mit dem oben genannten Radikal-Generator verwendet werden, und die entsprechende Zugabemenge beträgt vorzugsweise 0,05 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in einer Aufzeichnungsschicht, obwohl diese in Abhängigkeit von der Art und angewandten Form schwanken kann.

(Polymerisierbare Verbindung)

Als polymerisierbare Polymerverbindung, die zur Härtung durch das mit dem Radikal-Generator erzeugte Radikal polymerisiert wird, können bekannte Monomere mit einer polymerisierbaren Gruppe ohne spezifische Einschränkung verwendet werden. Als derartige Monomere sind als spezifische Beispiele zu nennen: monofunktionelle Acrylate wie 2-Ethylhexylacrylat, 2-Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat und dgl. und Derivate davon, oder Verbindungen, erhalten durch Ersatz des Acrylat-Teils in diesen Verbindungen durch Methacrylat, Itaconat, Crotonat, Maleat und dgl., bifunktionelle Acrylate wie Polyethylenglykoldiacrylat, Pentaerythrityldiacrylat, Bisphenol-A-diacrylat, Diacrylat des &egr;-Caprolacton-Addukts von Hydroxypivalinsäureneopentylglykol und dgl. und Derivate davon, oder Verbindungen, oder Verbindungen, die ähnlich durch Ersatz des Acrylat-Teils in diesen Verbindungen mit Methacrylat und dgl. erhalten werden, polyfunktionelle Acrylate wie Trimethylolpropantri(meth)acrylat, Dipentaerythritylpentaacrylat, Dipentaerythritylhexaacrylat, Pyrogalloltriacrylat und dgl. und Derivate davon, oder Verbindungen, erhalten durch Ersatz des Acrylat-Teils in diesen Verbindungen mit Methacrylat und dgl.. Ferner können sogenannte Prepolymere, die durch Einführung einer Acryl- oder Methacrylsäure in ein Oligomer mit geeignetem Molekulargewicht erhalten werden und mit einem Lichtpolymerisationsvermögen ausgestattet sind, ebenfalls in geeigneter Weise verwendet werden.

Zusätzlich zu diesen Verbindungen sind Verbindungen, beschrieben in JP-A 58-212 994, 61-6 649, 62-46 688, 62-48 589, 62-173 295, 62-187 092, 63-67 189, 1-24 4891 und dgl., sowie weitere Verbindungen zu nennen. Ferner können Verbindungen, beschrieben in "11290 Chemical Products", Kagaku Kogyo Nippo Sha, S. 286–294, Verbindungen, beschrieben in "UV – EB curing Hand Book" (raw materials chapter) Kobunshi Kanko Kai, S. 11–65, und weitere Verbindungen ebenfalls in geeigneter Weise verwendet werden.

Unter diesen sind Verbindungen mit 2 oder mehr Acryl- oder Methacrylgruppen im Molekül bevorzugt in der vorliegenden Erfindung. Ferner sind diejenigen Verbindungen mit einem Molekulargewicht von 10.000 oder weniger und bevorzugter von 5.000 oder weniger wünschenswert. In der vorliegenden Erfindung werden die polymerisierbaren Verbindungen aus Monomeren und Prepolymeren, die eine polymerisierbare Gruppe aufweisen, ausgewählt, wobei auch die oben als Beispiele genannten Verbindungen eingeschlossen sind, und diese können allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon eingesetzt werden, mit der Maßgabe, dass kein Problem bei der Kompatibilität und Affinität gemäß den jeweiligen Zielsetzungen entsteht.

Die Verbindung mit der ethylenisch ungesättigten Gruppe ist in einer Menge von vorzugsweise 20 bis 80 und bevorzugter von 30 bis 60 Gew.-% enthalten, bezogen auf die festen Komponenten in der radikalischen Polymerisationsschicht.

(Binderharz)

In der Aufzeichnungsschicht wird ein Binderharz, nötigenfalls, verwendet. Als Binderharz werden Polyester-, Polyvinylacetal-, Polyurethan-, Polyamid-, Cellulose-, Olefin-, Vinylchlorid-, (Meth)acrylsäure-, Styrol-basierte Harze, Polycarbonat, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polysulfon, Polycaprolacton-, Polyacrylnitril-, Harnstoff-, Epoxi-, Phenoxy-, Gummi-basierte Harze und dgl. aufgelistet. Ferner können Harze mit einer ungesättigten Bindung im Harz, z.B. Diallylphthalatharze und Derivate davon, Polypropylenchlorid und dgl., in geeigneter Weise gemäß dem Einsatzzweck verwendet werden, weil sie mit der oben genannten Verbindung polymerisiert werden können, die die ethylenisch ungesättigte Bindung aufweist. Als Binderharz können ein Harz, ausgewählt aus den oben genannten Harzen, oder 2 oder mehr solcher Harze in Kombination eingesetzt werden.

Es ist bevorzugt, diese Binderharze in einer Menge von 500 Gew.-Teilen oder weniger und bevorzugter von 200 Gew.-Teilen oder weniger auf 100 Gew.-Teile der polymerisierbaren Verbindung anzuwenden.

Eine Steigerung der Empfindlichkeit und eine Begünstigung der radikalischen Polymerisationsreaktion können durch Zugabe des oben genannten spezifischen IR-Absorptionsmittels zu einer derartigen radikalen Polymerisationsschicht erzielt werden.

(Weitere Verbindungen)

In der radikalischen Polymerisationsschicht können verschiedene Additive zusammen mit allgemein bekannten durch Licht polymerisierbaren Verbindungen in geeigneter Weise in einer Menge verwendet werden, die den Effekt der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigen.

Als einschlägige Additive sind Wärmepolymerisationsinhibitoren zu nennen. Spezifische Beispiele davon schließen Chinon- und Phenol-basierte Verbindungen wie Hydrochinon, Pyrogallol, p-Methoxyphenol, Katechol, &bgr;-Naphthol, 2,6-Di-t-butyl-p-kresol und dgl. ein, und diese Verbindungen werden in einer Menge von 10 und vorzugsweise von 0,01 bis 5 Gew.-Teilen auf 100 Gew.-Teile der Gesamtmenge der polymerisierbaren Verbindung mit ethylenisch ungesättigter Bindung und des Binderharzes eingesetzt.

Als Verbindung, die als Sauerstoff-Fänger zugefügt werden kann, sind N,N-Dialkylanilinderivate wie Verbindungen, beschrieben in US 4 772 541, Spalte 11, Zeile 58 bis Spalte 12, Zeile 35, und dgl. zu nennen.

Ferner können zur Verbesserung der Filmqualität Weichmacher verwendet werden. Beispiele davon schließen entsprechende Phthalate, Trimellitate, Adipate, weitere gesättigte oder ungesättigte Carboxylate, Zitrate, epoxidiertes Sojabohnenöl, epoxidiertes Leinsamenöl, Stearinepoxis, Orthophosphate, Phosphate, Glykolester und dgl. ein.

Als Additiv zur Erzeugung einer Säure und zur Begünstigung der Zersetzung des Radikal-Generators beim Erhitzen ist die Mitverwendung eines Säure-Generators ebenfalls bevorzugt. Als einschlägiger Säure-Generator können diejenigen Verbindungen verwendet werden, die im Detail bei der Erläuterung der unten beschriebenen Säure-Vernetzungsschicht beschrieben werden.

Die oben genannten Komponenten können, gelöst in einem geeigneten Lösungsmittel, in geeigneter Weise ausgewählt und auf das Substrat aufgebracht werden, um die radikalische Polymerisationsschicht zu bilden, und die angewandte Menge beträgt vorzugsweise ca. 0,01 bis 5,0 g/m2 nach der Trocknung.

Wird die radikalische Polymerisationsschicht als Aufzeichnungsschicht verwendet, kann auch eine Decküberzugsschicht, die eine Undurchlässigkeit für Sauerstoff zeigt und ergibt, angrenzend an die radikalische Polymerisationsschicht vorgesehen sein, um eine Polymerisationsinhibierung durch Sauerstoff zu verhindern. Als Rohmaterial für die Decküberzugsschicht sind wasserlösliche Harze wie Polyvinylalkohol, Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose, Polyvinylpyrrolidon und dgl. bevorzugt, und die entsprechende Filmdicke beträgt in geeigneter Weise ca. 0,2 bis 3 &mgr;m.

Ein Farbstoff oder Pigment, welche Licht aus der zur Aufzeichnung angewandten Lichtquelle nicht absorbieren, können der Decküberzugsschicht als Filtermittel, falls nötig, zugefügt werden.

<Säure-Vernetzungsschicht>

Die Säure-Vernetzungsschicht enthält in der vorliegenden Erfindung eine Verbindung, die eine Säure durch Einwirkung von Licht oder Wärme erzeugt (nachfolgend bezeichnet als Säure-Generator), eine Verbindung, die mit der erzeugten Säure als Katalysator eine Vernetzung durchzuführen vermag (nachfolgend bezeichnet als Vernetzungsmittel), sowie ferner ein Binderpolymer, das mit dem Vernetzungsmittel in der Gegenwart der Säure zur Bildung der diese Verbindungen enthaltenden Schicht reagieren kann. In dieser Säure-Vernetzungsschicht begünstigt die Säure, die durch Zersetzung des Säure-Generators bei Bestrahlung mit Licht oder Wärme erzeugt wird, die Wirkung des Vernetzungsmittels, und es wird eine starke Vernetzungsstruktur zwischen Vernetzungsmitteln oder zwischen dem Vernetzungsmittel und einem Binderpolymer gebildet. Als Ergebnis sinkt die Alkali-Löslichkeit ab, was zu Unlöslichkeit in einem Entwicklungsmittel führt.

Als Säure-Vernetzungsmittelschicht, die eine solche Eigenschaft aufweist, können bekannte Schichten angewandt werden, die die gleiche Eigenschaft aufweisen. Beispielsweise sind Schichten zu nennen, die aus einer Strahlungsempfindlichen Zusammensetzung zusammengesetzt sind, die ein Resolharz, Novolakharz, eine latente Brönsted-Säure und ein IR-Absorptionsmittel enthält. Dabei zeigt der Begriff "latente Brönsted-Säure" eine Vorstufenverbindung an, die zersetzt wird, um eine Brönsted-Säure zu bilden, und diese ist eine Verbindung, die Eigenschaften von sowohl dem Säure-Generator als auch dem Säure-Vernetzungsmittel bei der vorliegenden Erfindung aufweist. Von der Brönsted-Säure wird angenommen, dass sie eine Matrix-Bildungsreaktion zwischen einem Resol- und einem Novolakharz katalysiert. Als für diesen Zweck geeignete Brönsted-Säuren sind Trifluormethansulfonsäure und Hexafluorphosphonsäure als Beispiele zu nennen.

Ferner sind ionische latente Brönsted-Säuren bevorzugt. Beispiele davon schließen Oniumsalze, insbesondere Jodonium-, Sulfonium-, Phosphonium-, Selenonium-, Diazonium- und Arsoniumsalze ein. Nicht-ionische latente Brönsted-Säuren können ebenfalls in geeigneter Weise verwendet werden und die folgenden Verbindungen: RCH2X, RCHX2, RCX3, R(CH2X)2 und R(CH2X)3 (worin X Cl, Br, F, CF3 oder SO3 und R eine aromatische Gruppe, eine aliphatische Gruppe oder einen gebundenen Körper einer aromatischen und einer aliphatischen Gruppe darstellen) werden aufgelistet.

Ferner werden eine Aufzeichnungsschicht, enthaltend eine Säure-vernetzbare Verbindung, beschrieben in JP-A 11-95 415, und ein Bindemittel mit hohem Molekulargewicht, als geeignete Beispiele ebenfalls aufgelistet. Dabei handelt es sich um eine lichtempfindliche Schicht, die enthält: eine Verbindung, die eine Säure bei Bestrahlung mit einem aktiven Strahl zu erzeugen vermag, z.B. Salze von Diazonium-, Phosphonium-, Sulfonium-, Jodoniumverbindungen und dgl., organische Halogenverbindungen, o-Chinondiazidsulfonylchlorid und organische Metall-/organische Halogenverbindungen und eine Verbindung mit mindestens einer Bindung, welche in der Gegenwart der oben genannten Säure eine Vernetzung zu ergeben vermag, z.B. eine Aminoverbindung mit mindestens 2 Alkoxymethyl-, Methylol-, Acetoxymethylgruppen und dgl. als funktionelle Gruppen, mindestens zweifach-substituierte aromatische Verbindungen mit einer Alkoxymethyl-, Methylol-, Acetoxymethylgruppe oder dgl. als funktionelle Gruppe, Resol- und Furanharze, Acrylharze, synthetisiert aus spezifischen Monomeren, und dgl..

Die Säure-Vernetzungsschicht enthält gemäß der vorliegenden Erfindung einen Säure-Generator, ein Vernetzungsmittel und ein Binderpolymer sowie weitere Komponenten. Als Nächstes werden diese Verbindungen erläutert.

(Säure-Generator)

In der vorliegenden Erfindung betrifft die Verbindung, die Säure durch Einwirkung von Licht oder Hitze erzeugt (Säure-Generator), eine Verbindung, die zersetzt wird, um Säure durch Bestrahlung mit IR-Licht oder durch Erhitzen auf 100°C oder mehr zu erzeugen. Als erzeugte Säure ist eine starke Säure mit einem pKa-Wert von 2 oder weniger, wie Sulfon-, Salzsäure und dgl., bevorzugt.

Als Säure-Generator, der in geeigneter Weise in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, werden Oniumsalze wie Jodonium-, Sulfonium-, Phosphonium-, Diazoniumsalze und dgl. aufgelistet. In spezifischer Weise sind Verbindungen, beschrieben in US 4 708 925 und JP-A 7-20 629, zu nennen. Insbesondere sind Jodonium-, Sulfonium- und Diazoniumsalze, enthaltend ein Sulfonation als Gegenion, bevorzugt. Als Diazoniumsalz sind auch Diazoniumverbindungen, beschrieben in US 3 867 147, Diazoniumverbindungen, beschrieben in US 2 632 703, und Diazoverbindungen, beschrieben in JP-A 1-102 456 und 1-102 457, ebenfalls bevorzugt. Benzylsulfonate, beschrieben in US 5 135 838 und 5 200 544, sind ebenfalls bevorzugt. Ferner sind aktive Sulfonate und Disulfonylverbindungen, beschrieben in JP-A 2-100 054, 2-100 055 und 8-9 444, ebenfalls bevorzugt. Außerdem sind mit einem Haloalkylrest substituierte s-Triazine, beschrieben in JP-A 7-271 029, ebenfalls bevorzugt.

Diese Säure-Generatoren werden in die Säurevernetzungsschicht in einem Mengenanteil von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in der Säure-Vernetzungsschicht, vorzugsweise von 0,1 bis 40 und noch bevorzugter von 0,5 bis 30 Gew.-% eingebracht. Beträgt die Zugabemenge weniger als 0,01 Gew.-%, kann ein Bild nicht erhältlich sein. Bei einer Zugabemenge von mehr als 50 Gew.-% kann eine Fleckenbildung an Nicht-Bildteilen beim Druck auftreten.

Diese Verbindungen können allein oder in Kombination von 2 oder mehreren davon verwendet werden. Da die oben aufgelisteten Säure-Generatoren auch durch Bestrahlung mit UV-Licht zersetzt werden können, wenn eine Aufzeichnungsschicht, die eine derartige Form aufweist, angewandt wird, kann ein Bild nicht nur durch Bestrahlung mit IR-Licht, sondern auch durch Bestrahlung mit UV-Licht aufgezeichnet werden.

(Vernetzungsmittel)

Das Vernetzungsmittel, das gemäß der vorliegenden Erfindung in der Säure-Vernetzungsschicht verwendet werden kann, ist nicht besonders eingeschränkt, unter der Voraussetzung, dass es eine Verbindung ist, die durch Einwirkung einer Säure vernetzt werden kann, und vorzugsweise werden Phenolderivate der folgenden allgemeinen Formel (5) (nachfolgend entsprechend bezeichnet als niedermolekulare Phenolderivate), phenolische Vernetzungsmittel vom vielkernigen Typ, die in ihrem Molekül 3 oder mehr Phenolringe aufweisen, die 2 oder 3 Hydroxymethylgruppen an den Ringen aufweisen, der folgenden allgemeinen Formel (6) sowie Mischungen des oben genannten niedermolekularen Phenolderivats mit dem phenolischen Vernetzungsmittel vom vielkernigen Typ und/oder mit einem Resolharz und dgl. verwendet.

In dieser Formel stellt Art einen aromatischen Kohlenwasserstoffring dar, der gegebenenfalls einen Substituent aufweist. R1 und R2 können gleich oder verschieden sein. R3 stellt ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 12 oder weniger Kohlenstoffatomen dar. m stellt eine ganze Zahl von 2 bis 4 dar. n stellt eine ganze Zahl von 1 bis 3 dar. X stellt eine zweiwertige verbindende Gruppe dar. Y stellt eine ein- bis vierwertige verbindende Gruppe mit der oben darstellten Teilstruktur oder eine funktionelle Gruppe dar, die ein Wasserstoffatom an dem einen Ende trägt. Z ist nicht vorhanden, falls Y eine Endgruppe ist, oder stellt eine ein- bis vierwertige verbindende Gruppe oder funktionelle Gruppen dar, die in Abhängigkeit von der Zahl der verbindenden Gruppen von Y vorhanden sind.

In dieser Formel stellen A eine r-wertige Kohlenwasserstoffverbindungsgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen und r eine ganze Zahl von 3 bis 20 dar. p stellt eine ganze Zahl von 2 bis 3 dar.

Phenolderivate der allgemeinen Formel (5) sind im Detail in JP 11-352 210, Abschnitt-Nrn. [0098] bis [0155], der hier auftretenden Anmelderin beschrieben. Die phenolischen Vernetzungsmittel vom vielkernigen Typ, die im Molekül 3 oder mehr Phenolringe mit 2 oder 3 Hydroxymethylgruppen an den Ringen aufweisen, der allgemeinen Formel (6) sind im Detail in der gleichen Beschreibung in den Abschnitt-Nrn. [0156] bis [0165] beschrieben.

Diese Vernetzungsmittel können allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon verwendet werden.

In der vorliegenden Erfindung wird das Vernetzungsmittel in einer Zugabemenge von 5 bis 70 und vorzugsweise von 10 bis 65 Gew.-% eingesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in der Säure-Vernetzungsschicht. Beträgt die Zugabemenge des Vernetzungsmittels weniger als 5 Gew.-%, verschlechtert sich die Filmfestigkeit eines Bildteils bei dessen Aufzeichnung, und bei mehr als 70 Gew.-% davon ergibt sich keine bevorzugte Lagerstabilität.

Als das Binderpolymer, das in der vorliegenden Erfindung in der Säure-Vernetzungsschicht verwendet wird, werden Polymere, die auf der Seiten- oder Hauptkette einen aromatischen Kohlenwasserstoffring aufweisen, an den eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe direkt gebunden sind, aufgelistet. Als Alkoxygruppe sind diejenigen mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen vom Standpunkt der Empfindlichkeit bevorzugt. Als aromatischer Kohlenwasserstoffring sind ein Benzol-, Naphthalin- oder Anthracenring vom Standpunkt der Verfügbarkeit der Rohmaterialien bevorzugt. Diese aromatischen Kohlenwasserstoffringe können auch andere Substituenten als die Hydroxyl- oder Alkoxygruppe, z.B. Substituenten wie Halogen-, Cyanogruppen und dgl., aufweisen. Allerdings ist es vom Standpunkt der Empfindlichkeit bevorzugt, dass die aromatische Kohlenwasserstoffgruppe keinen anderen Substituent als eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe aufweist.

In der vorliegenden Erfindung ist das Binderpolymer, das in geeigneter Weise verwendet werden kann, ein Polymer mit einer Bestandteilseinheit der folgenden allgemeinen Formel (7) oder ein Phenolharz wie ein Novolakharz oder dgl.

In dieser Formel stellt Art einen Benzol-, Naphthalin- oder einen Anthracenring dar. R4 stellt ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe dar. R5 stellt ein Wasserstoffatom oder eine Alkoxygruppe mit 20 oder weniger Kohlenstoffatomen dar. X1 stellt eine Einfachbindung oder eine zweiwertige verbindende Gruppe mit 0 bis 20 Kohlenstoffatomen dar, die eine oder mehrere Atome enthält, ausgewählt aus C, H, N, O und aus S. k stellt eine ganze Zahl von 1 bis 4 dar.

In der vorliegenden Erfindung kann, obwohl ein Homopolymer, das nur aus einer Bestandteilseinheit der allgemeinen Formel (7) als das Binderpolymer verwendet werden kann, auch ein Copolymer mit einer Bestandteilseinheit, die aus einem anderen bekannten Monomer abgeleitet ist, zusammen mit dieser spezifischen Bestandteilseinheit verwendet werden.

Der Mengenanteil der Bestandteilseinheit der allgemeinen Formel (7), die im daraus erhaltenen Copolymer enthalten ist, beträgt vorzugsweise 50 bis 100 und bevorzugter 60 bis 100 Gew.-%. Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Polymer weist ein gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von vorzugsweise 5.000 oder mehr und bevorzugter von 10.000 bis 30.000 und ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von vorzugsweise 1.000 oder mehr und bevorzugter von 2.000 bis 250.000 auf. Der Polydispersitätsgrad (gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht/zahlendurchschnittliches Molekulargewicht) beträgt vorzugsweise 1 oder mehr, und bevorzugter 1,1 bis 10.

Diese Polymeren können ein statistisches Polymer, ein Blockpolymer, ein Pfropfpolymer und dgl. sein, wobei das statistische Polymer bevorzugt ist.

Als Nächstes werden die Novolake beschrieben. Als Novolakharz, das in geeigneter Weise in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, werden Phenol-Novolake, o-, m- und p-Kresol-Novolake und Copolymere davon und Novolake, erhalten mit Phenolen, die mit einem Halogenatom, einer Alkylgruppe oder dgl. substituiert sind, aufgelistet.

Das Novolakharz weist ein gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von vorzugsweise 1.000 oder mehr und bevorzugter von 2.000 bis 20.000 und ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von vorzugsweise 1.000 oder mehr und bevorzugter von 2.000 bis 15.000 auf. Der Polydispersitätsgrad beträgt vorzugsweise 1 oder mehr und bevorzugter 1,1 bis 10.

Die Verwendung eines Polymer, das einen heterocyclischen Ring aufweist, der eine ungesättigte Bindung im Ring enthält, als das Binderpolymer stellt ebenfalls eine bevorzugte Ausgestaltung dar.

Hier bedeutet der heterocyclische Ring einen Ring, der ein oder mehrere Heteroatome, die sich von Kohlenstoff unterscheiden, als die das Ringsystem aufbauenden Atome enthält. Als eingesetzte Heteroatome sind Stickstoff-, Sauerstoff-, Schwefel- und Siliziumatome bevorzugt. Es wird angenommen, dass durch Verwendung eines Polymer mit solch einer heterocyclischen Gruppe eine Tendenz besteht, dass eine Reaktion chemisch-strukturell in der Funktion eines einsames Paars, das in diesem heterocyclischen Ring vorliegt, auftritt und abläuft, um dadurch einen Film mit ausgezeichneter Druckhaltbarkeit zu bilden und zu erzeugen.

Das oben beschriebene Binderpolymer, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon verwendet werden. Dieses Polymer wird in einem Mengenanteil von 20 bis 95 Gew.-% zugegeben, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in der Säure-Vernetzungsschicht, und bevorzugt sind 20 bis 90 Gew.-%. Beträgt die Zugabemenge weniger als 20 Gew.-%, ist die Stärke von Bildteilen bei deren Erzeugung mangelhaft. Beträgt andererseits die Zugabegabemenge mehr als 95 Gew.-%, werden keine Bilder erzeugt.

Auch in dieser Säure-Vernetzungsmittelschicht kann die Empfindlichkeit durch Einschluss des IR-Absorptionsmittels verbessert werden.

Bei Bildung dieser Säure-Vernetzungsschicht können verschiedene Additive wie ein oberflächenaktiven Mittel und dgl. zur Verbesserung der Anwendbarkeit und Filmqualität und dgl. mit verwendet werden.

Als die Positiv-Aufzeichnungsschicht werden Wechselwirkungsfreisetzsysteme (wärmeempfindliche positive), Säurekatalysator-Zersetzungssysteme und Polarisationskonversionssysteme aufgelistet. Diese werden nun in dieser Reihenfolge beschrieben.

<Wechselwirkungsfreisetzsystem (wärmeempfindliches positives)>

Das Wechselwirkungsfreisetzsystem ist aus einem wasserunlöslichen Polymer, einem alkalischen wasserlöslichen Polymer und aus einem IR-Absorptionsmittel aufgebaut.

Dabei schließt die Alkali-lösliche Polymerverbindung, die in einer Positiv-Aufzeichnungsschicht verwendet werden kann, Homopolymere, die eine saure Gruppe an der Haupt- und/oder Seitenkette des Polymer enthalten, Copolymere und Mischungen davon ein.

Unter diesen sind diejenigen mit einer sauren Gruppe, die unter den folgenden Punkten (1) bis (6) als Beispiele genannt sind, an der Haupt- und/oder Seitenkette des Polymer vom Standpunkt der Löslichkeit in einer alkalischen Entwicklungslösung sowie vom Standpunkt der Ausprägung der Auflösungsunterdrückungsfähigkeit bevorzugt:

  • (1) Phenolgruppe (-Ar-OH)
  • (2) Sulfonamidgruppe (-SO2NH-R)
  • (3) Substituierte Sulfonamid-basierte Säuregruppe (nachfolgend bezeichnet als "aktive Amidgruppe" [-SO2NHCOR, -SO2NHSO2R, -CONHSO2R]
  • (4) Carboxylgruppe (-CO2H)
  • (5) Sulfonsäuregruppe (-SO3H)
  • (6) Phosphorsäuregruppe (-OPO3H2)

In den obigen sauren Gruppen (1) bis (6) stellen Ar eine zweiwertige Aryl-Verbindungsgruppe, die gegebenenfalls einen Substituent aufweist, und R eine Kohlenwasserstoffgruppe dar, die gegebenenfalls einen Substituent aufweist.

Unter den alkalischen wasserlöslichen Polymeren mit einer sauren Gruppe, die aus den obigen genannten Gruppen (1) bis (6) ausgewählt ist, sind alkalische wasserlösliche Polymere mit (1) einer Phenolgruppe, (2) einer Sulfonamidgruppe und (3) einer aktiven Imidgruppe vom Standpunkt der Löslichkeit in der alkalischen Entwicklungslösung, des Entwicklungsspielraums und einer hinreichenden Gewährleistung der Filmfestigkeit am meisten bevorzugt.

Als alkalische wasserlösliche Polymere mit der sauren Gruppe, die aus den oben genannten Gruppen (1) bis (6) ausgewählt ist, werden die folgenden Polymeren als Beispiele angegeben:

  • (1) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der Phenolgruppe werden z.B. Novolakharze wie Polykondensate von Phenol mit Formaldehyd, Polykondensate von m-Kresol mit Formaldehyd, Polykondensate von p-Kresol mit Formaldehyd, Polykondensate von m-/p-gemischtem Kresol mit Formaldehyd, Polykondensate von Phenol, Kresol (sei es vom m-, p- oder vom m-/p-gemischten Typ) mit Formaldehyd und dgl. sowie Polykondensate von Pyrogallol mit Aceton aufgelistet. Ferner werden Copolymere, erhalten durch Copolymerisieren einer Verbindung mit einer Phenolgruppe an der Seitenkette, aufgelistet. Alternativ dazu, können Copolymere, erhalten durch Copolymerisieren einer Verbindung mit einer Phenolgruppe an der Seitenkette, ebenfalls verwendet werden.

    Als Verbindung mit einer Phenolgruppe werden Acrylamide, Methacrylamide, Acrylate, Methacrylate, Hydroxystyrole und dgl. aufgelistet.

    Das alkalische wasserlösliche Polymer weist vorzugsweise ein gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von 5,0 × 102 bis 2,0 × 104 und ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von 2,0 × 102 bis 1,0 × 104 vom Standpunkt der Bilderzeugungseigenschaften. Diese Polymeren können allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon verwendet werden. Im Fall einer Kombination können ein Polykondensat aus Phenol mit Formaldehyd, das als Substituent eine Alkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen aufweist, wie ein Polykondensat aus t-Butylphenol mit Formaldehyd und ein Polykondensat aus Octylphenol mit Formaldehyd, wie beschrieben in US 4 123 279, alkalische wasserlösliche Polymere mit einer Phenol-Struktur mit einer Elektronen-anziehenden Gruppe am aromatischen Ring, wie beschrieben in JP 11-47 019, die früher vom hier auftretenden Erfinder vorgelegt wurde, und dgl. zusammen verwendet werden.
  • (2) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der Sulfonamidgruppe werden z.B. Polymere, aufgebaut als die Hauptbestandteilskomponente aus einer Minimalbestandteilseinheit, die aus einer Verbindung mit einer Sulfonamidgruppe stammt, aufgelistet. Als oben genannte Verbindung werden Verbindungen, die im Molekül eine oder mehrere Sulfonamidgruppen, in denen mindestens ein Wasserstoffatom an ein Stickstoffatom gebunden ist, und eine oder mehrere polymerisierbare ungesättigte Bindungen aufweisen, aufgelistet. Darunter sind niedermolekulare Verbindungen, die im Molekül eine Acryloyl-, Allyl- oder Vinyloxygruppe und eine substituierte oder monosubstituierte Aminosulfonylgruppe und eine substituierte Sulfonyliminogruppe aufweisen, bevorzugt. Beispielsweise werden Verbindungen der folgenden allgemeinen Formeln (8) bis (12) aufgelistet:
    In diesen Formeln stellen jedes X1a und X2a unabhängig -O- oder -NR27- dar. Jedes R21 und R24 stellen unabhängig ein Wasserstoffatom oder -CH3 dar. Jedes R22, R25, R29, R32 und R36 stellen unabhängig eine Alkylen-, Cycloalkylen-, Arylen- oder eine Aralkylengruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls mit einem Substituent dar. Jedes R23, R27 und R33 stellen unabhängig ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder eine Aralkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls mit einem Substituent dar. Ferner stellen jedes R26 und R37 unabhängig eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder eine Aralkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls mit einem Substituent dar. Jedes R28, R30 und R34 stellen unabhängig ein Wasserstoffatom oder -CH3 dar. Jedes R31 und R35 stellen unabhängig eine Einfachfindung oder eine Alkyl-, Cycloalkylen-, Arylen- oder eine Aralkylengruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls mit einem Substituent dar. Jedes Y3 und Y4 stellen unabhängig eine Einfachbindung oder -CO- dar.

    Unter den Verbindungen der allgemeinen Formeln 8 bis 12 können m-Aminosulfonylphenylmethacryat, N-(p-Aminosulfonylphenyl)methacrylamid, N-(p-Aminosulfonylphenyl)-acrylamid und dgl. in geeigneter Weise im positiven planografischen Druckmaterial der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
  • (3) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der aktiven Imidgruppe werden z.B. Polymere, aufgebaut als die Hauptbestandteilskomponente aus einer Minimalbestandteilskomponente, die aus einer Verbindung mit einer aktiven Imidgruppe stammt, aufgelistet. Als die oben genannte Verbindung werden Verbindungen, die im Molekül eine oder mehrere aktive Imidgruppen der folgenden Strukturformel und eine oder mehrere polymerisierbare ungesättigte Bindungen aufweisen, aufgelistet:
    In spezifischer Weise können N-(p-Tuluolsulfonyl)methacrylamid, N-(p-Toluolsulfonyl)acrylamid und dgl. in geeigneter Weise verwendet werden.
  • (4) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der Carboxylgruppe werden z.B. Polymere, aufgebaut als die Hauptbestandteilskomponente aus einer Minimalbestandteilseinheit, die aus einer Verbindung stammt, die im Molekül eine oder mehrere Carboxylgruppen und eine oder mehrere polymerisierbare ungesättigte Gruppen aufweist, aufgelistet.
  • (5) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der Sulfonsäuregruppe werden z.B. Polymere, aufgebaut als die Hauptbestandteilskomponente aus einer Minimalbestandteilseinheit, die aus einer Verbindung stammt, die im Molekül eine oder mehrere Sulfonsäuregruppen und eine oder mehrere polymerisierbare ungesättigte Gruppen aufweist, aufgelistet.
  • (6) Als alkalisches wasserlösliches Polymer mit der Phosphatgruppe werden z.B. Polymere, aufgebaut als Hauptbestandteilskomponente aus einer Minimalbestandteilseinheit, die aus einer Verbindung stammt, die im Molekül eine oder mehrere Phosphatgruppen und eine oder mehrere ungesättigte Gruppen aufweist, aufgelistet.

Die Minimalbestandteilseinheit mit der sauren Gruppe, die aus den oben genannten Gruppen (1) bis (6) ausgewählt ist, aus welcher das alkalische wasserlösliche Polymer aufgebaut ist, das in der Positiv-Aufzeichnungsschicht verwendet wird, ist nicht unbedingt auf eine Art spezifisch eingeschränkt, und es können solche Polymeren, die durch Copolymerisieren von 2 oder mehr Minimalbestandteilseinheiten mit der gleichen sauren Gruppe oder von 2 oder mehr Minimalbestandteilseinheiten mit unterschiedlichen sauren Gruppen erhalten werden, ebenfalls verwendet werden.

In den oben genannten Polymeren sind die zu copolymerisierenden Verbindungen mit der aus den Gruppen (1) bis (6) ausgewählten sauren Gruppe im Copolymer vorzugsweise in einer Menge von 10 mol% oder mehr und bevorzugter von 20 mol% oder mehr enthalten. Bei weniger als 10 mol% besteht eine Tendenz, dass der Entwicklungsspielraum nicht hinreichend verbessert wird.

<Säurekatalysator-Zersetzungssystem>

Eine chemische Verstärkungsschicht wird vorzugsweise auf einer Belichtungsoberfläche einer obersten Schicht der Aufzeichnungsschicht ausgebildet und enthält als wesentliche Komponente eine Verbindung, die Säure durch Einwirkung von Licht oder Wärme erzeugt (Säure-Generator), sowie eine Verbindung, mit der eine chemische Bindung mit der als Katalysator erzeugten Säure gespalten wird, um die Löslichkeit in der alkalischen Entwicklungslösung zu steigern (eine durch Säure zersetzbare Verbindung).

Die chemische Verstärkungsschicht kann ferner eine Polymerverbindung enthalten, die eine Binderkomponente zur Ausbildung dieser Schicht ist, oder die oben genannte durch Säure zersetzbare Verbindung kann selbst eine Polymerverbindung, die die Funktion einer Binderkomponente erfüllt, oder eine Vorstufenverbindung davon sein.

[Säure-zersetzbare Verbindung]

In der vorliegenden Erfindung ist die Verbindung, mit der eine chemische Bindung unter Verwendung der Säure als Katalysator gespalten wird, um die Löslichkeit in der alkalischen Entwicklungslösung zu steigern, in anderen Worten eine Verbindung, die im Molekül eine Bindungsgruppe aufweist, die durch eine Säure zersetzt werden kann. Als derartige Verbindung können diejenigen Verbindungen verwendet werden, die als "(b) Verbindung mit mindestens einer durch eine Säure zersetzbaren Bindung" in JP-A 9-171 254 beschrieben sind. Als die durch eine Säure zersetzbare Bindung werden z.B. -(CH2CH2O)n-Gruppen (n stellt eine ganze Zahl von 2 bis 5 dar) und dgl. vorzugsweise aufgelistet.

Unter diesen Verbindungen werden Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel (13) wegen der Empfindlichkeit und der Entwicklungseigenschaften bevorzugt werden:

In dieser Formel stellen jedes R, R1 und R2 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, eine Sulfo-, Carboxyl- oder eine Hydroxylgruppe, jedes p, q und r eine ganze Zahl von 1 bis 3 und jedes m und n eine ganze Zahl von 1 bis 5 dar.

In der oben genannten allgemeinen Formel (13) können die mit R, R1 und R2 dargestellten Alkylgruppen linear oder verzweigt sein, und Beispiele davon schließen eine Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, t-Butyl-, Pentylgruppe und dgl. ein. Als Alkoxygruppen werden z.B. eine Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, t-Butoxy-, Pentoxygruppe und dgl. -aufgelistet. Die Sulfo- und Carboxylgruppen schließen auch die Salze davon. Unter den Verbindungen der allgemeinen Formel (13) sind diejenigen, in denen m und n 1 oder 2 sind, besonders bevorzugt. Verbindungen der allgemeinen Formel (13) können mit einem bekannten Verfahren synthetisiert werden.

Außerdem werden als eine mit Säure zersetzbare Verbindung, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, Verbindungen mit einer C-O-C-Bindung, beschrieben in JP-A 48-89 603, 51-120 714, 53-133 429, 55-12 995, 55-126 236 und 56-17 345, Verbindungen mit einer Si-O-C-Bindung, beschrieben in JP-A 60-37 549 und 60-121 446, und weitere durch Säure zersetzbare Verbindungen, beschrieben in JP-A 60-3 625 und 60-10 247, aufgelistet. Ferner werden Verbindungen mit einer Si-N-Bindung, beschrieben in JP-A 62-222 246, Carbonate, beschrieben in JP-A 62-251 743, Orthocarbonate, beschrieben in JP-A 62-209 451, Orthotitanate, beschrieben in JP-A 62-280 841, Orthosilikate, beschrieben in JP-A 62-280 842, Acetale, Ketale und Orthocarbonate, beschrieben in JP-A 63-010 153, 9-171 254, 10-55 067, 10-111 564, 10-87 733, 10-153 853, 10-228 102, 10-268 507, 10-282 648 und 10-282 670 und in EP-0 884 547 A1, und Verbindungen mit einer C-S-Bindung, beschrieben in JP-A 62-244 038, aufgelistet.

Unter den oben genannten durch Säure zersetzbaren Verbindungen sind insbesondere Verbindungen mit einer C-O-C-Bindung, Verbindungen mit einer Si-O-C-Bindung, Orthocarbonate, Acetale, Ketale und Silylether, welche in JP-A 53-133 429, 56-17 345, 60-121 446, 60-37 549, 62-209 451, 63-010 153, 9-171 254, 10-55 067, 10-111 564, 10-87 733, 10-153 853, 10-228 102, 10-268 507, 10-282 648 und 10-282 670 und in EP-0 884 547 A1 beschrieben sind, bevorzugt.

Unter diesen durch Säure zersetzbaren Verbindungen werden Polymerverbindungen, die in der Hauptkette einen sich wiederholenden Acetal- oder Ketal-Teil aufweisen, und deren Löslichkeit in einer alkalischen Entwicklungslösung durch die erzeugte Säure gesteigert wird, bevorzugt verwendet.

Diese durch Säure zersetzbaren Verbindungen können allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon verwendet werden. Bezüglich der Zugabemenge werden diese Verbindungen in die chemische Verstärkungsschicht in einem Mengenanteil von 5 bis 70 Gew.-% eingebracht, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten in der Schicht, und bevorzugt sind 10 bis 50 und noch bevorzugter 15 bis 35 Gew.-%. Beträgt die Zugabemenge weniger als 5 Gew.-%, besteht eine Tendenz zur Fleckenbildung von Nicht-Bildteilen, und bei über 70 Gew.-% wird die Filmfestigkeit in Bildteilen ungenügend. D.h., diese beiden Fälle sind nicht bevorzugt.

<Polaritäts-Konversionssystem>

Ein Polaritäts-Konversionsmaterial, das sich von lipophil nach hydrophil verändert, wenn es erhitzt wird, ist ein Material, das von einem Zustand, in welchem eine Affinität, wie eine Quellung oder Auflösung oder dgl., nicht für Wasser bei Normaltemperatur manifestiert wird, zu einem Zustand schwankt, in welchem eine Affinität für Wasser manifestiert wird. Diese Schwankung kann mit einer chemischen Reaktion einhergehen oder nicht. Allerdings ist eine Schwankung, die mit einer chemischen Reaktion einhergeht, bevorzugt, da dann das Ausmaß der Polaritätskonversion groß ist. Als eine solche Polaritäts-Konversionsreaktion ist eine Reaktion als Beispiel zu nennen, bei der eine hydrophile Gruppe durch Wärmeeinwirkung erzeugt wird. Als hydrophiler Substituent werden saure Gruppen wie eine Phosphon-, Sulfon-, Carboxyl-, Sulfonamid-, Phenolgruppe und dgl., Hydroxyl-, Aminogruppen und dgl. und Opiumsalze wie Ammoniumsalze und dgl. aufgelistet. Reaktionen sind bevorzugt, in denen solch ein Substituent durch Wärmeeinwirkung manifestiert wird. Als ein solches Polaritäts-Konversionsmaterial werden Carboxylate, beschrieben in JP-A 7-186 562, photochrome Verbindungen, beschrieben in JP-A 9-240 148, 4-44 895, 8-3 463 und 8-156 401, anorganische Verbindungen, beschrieben JP-B 51-115 101, und Verbindungen, die eine Sulfonsäure erzeugen können, beschrieben in JP-A 10-282 672, aufgelistet. Ferner werden Schutzgruppen, die die oben genannte hydrophile Gruppe erzeugen, ebenfalls in geeigneter Weise verwendet. Als derartige Schutzgruppen werden diejenigen, beschrieben in "Protective Groups in Organic Synthesis" (Greene, Theodra W. and Wuts, Peter G. M., Wiley-Interscience Publication) und in "Protecting Groups" (Philip J. Kocienski, Georg Thieme Verlag Stuttgart), aufgelistet. Diese können ein hohes oder niedriges Molekulargewicht aufweisen.

Die Reaktionstemperatur beträgt vorzugsweise 80 bis 300 und besonders bevorzugt 120 bis 200°C. Liegt die Reaktionstemperatur niedriger, erniedrigt sich die Lagerstabilität, und bei einer höheren Reaktionstemperatur erniedrigt sich die Empfindlichkeit.

[Weitere Komponenten]

Im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung können verschiedene Additive des weiteren, falls nötig, zugefügt werden. Beispielsweise ist die Zugabe weiterer Oniumsalze, aromatischer Sulfon-, aromatischer Sulfonat-, polyfunktioneller Aminverbindungen und dgl. bevorzugt, da die Funktion zur Inhibierung der Auflösung des alkalischen wasserlöslichen Polymer in einer Entwicklungslösung bei Zugabe solcher Verbindungen verbessert werden kann.

Als die oben genannten Oniumsalze können angegeben werden: Diazonium-, Ammonium-, Phosphonium-, Jodonium-, Sulfonium-, Selenonium-, Arsoniumsalze und dgl.. Das Oniumsalz wird bevorzugt in einer Menge von 1 bis 50 Gew.-% zugegeben, bezogen auf das Gesamtgewicht der festen Komponenten im bilderzeugenden Material, und bevorzugter sind 5 bis 30 und ganz besonders bevorzugt 10 bis 30 Gew.-%.

Auch können zur weiteren Verbesserung der Empfindlichkeit cyclische Säureanhydride, Phenole und organische Säuren zusammen damit verwendet werden. Als cyclisches Säureanhydrid können Phthal-, Tetrahydrophtphal-, Hexahydrophthal-, 3,6-Endoxy-&Dgr;4-tetrahydrophthal-, Tetrachlorphthal-, Malein-, Chlormalein-, &agr;-Phenylmalein-, Bernstein-, Pyromellitsäureanhydrid und dgl., beschrieben in US 4 115 128, verwendet werden. Als Phenol werden Bisphenol A, p-Nitrophenol, p-Ethoxyphenol, 2,4,4'-Trihydroxybenzophenon, 2,3,4-Trihydroxybenzophenon, 4-Trihydroxybenzophenon, 4,4',4''-Trihydroxytriphenylmethan, 4,4',3'',4''-Tetrahydroxy-3,5,3',5'-tetramethyltriphenylmethan und dgl. aufgelistet. Ferner werden als organische Säure Sulfon-, Sulfin-, Alkylschwefel-, Phosphonsäuren, Phosphate und Carbonsäuren und dgl., beschrieben in JP-A 60-88 942 und 2-96 755, und dgl. aufgelistet.

Der Mengenanteil der oben genannten cyclischen Säureanhydride, Phenole und organischen Säuren, welcher im bilderzeugenden Material vorhanden ist, beträgt vorzugsweise 0,05 bis 20, bevorzugter 0,1 bis 15 und ganz bevorzugt 0,1 bis 10 Gew.-%.

Ferner können, zusätzlich zu diesen Verbindungen, Epoxiverbindungen, Vinylether, Phenolverbindungen mit einer Hydroxymethylgruppe und Phenolverbindungen mit einer Alkoxymethylgruppe, beschrieben in JP-A 8-276 558, und vernetzbare Verbindungen mit einer Alkali-Auflösungsunterdrückungswirkung, beschrieben in JP-A 11-160 860, die bereits früher vom hier auftretenden Erfinder vorgelegt wurde, und dgl. in entsprechender Weise gemäß den jeweiligen Zielsetzungen zugefügt werden.

Ferner können in der Druckplatte der vorliegenden Erfindung nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, wie beschrieben in JP-A 62-251 740 und 3-208 514, und ampholytische oberflächenaktive Mittel, wie beschrieben in JP-A 59-0 121 044 und 4-13 149, zur Ausweitung der Verarbeitungsstabilität unter Entwicklungsbedingungen zugefügt werden.

In der Druckplatte der vorliegenden Erfindung können Mittel zum Ausdrucken zum Erhalt eines sichtbaren Bildes direkt nach Erwärmung durch Belichtung sowie ein Farbstoff oder Pigment als Bildfärbungsmittel zugefügt werden.

Als das Mittel zum Ausdrucken werden in typischer Weise Kombinationen organischer Farbstoffe aufgelistet, die ein Salz mit einer Verbindung zu bilden vermögen, die eine Säure bei Erwärmung durch Belichtung freisetzt (optisches Säure-Freisetzmittel). Spezifische Beispiele schließen eine Kombination aus o-Naphthochinondiazid-4-sulfonsäurehalogenid mit einem Salz-bildenden organischen Farbstoff, beschrieben in JP-A 50-36 209 und 53-8 128, und eine Kombination einer Trihalomethylgruppe mit einem Salz-bildenden organischen Farbstoff, beschrieben in JP-A 53-36 223, 54-74 728, 60-3 626, 61-143 748, 61-151 644 und 63-58 440, ein. Als eine solche Trihalomethylgruppe werden Oxazol- und Triazin-basierte Verbindungen als Beispiele genannt, und diese beiden zeichnen sich bei der Stabilität im Zeitablauf aus und ergeben ein klares ausgedrucktes Bild.

Als Färbungsmittel für ein Bild können weitere Farbstoffe zusätzlich zum oben beschriebenen Salz-bildenden organischen Farbstoff verwendet werden. Öllösliche Farbstoffe und basische Farbstoffe werden als geeignete Farbstoffe aufgelistet, einschließlich Salz-bildender organischer Farbstoffe. In spezifischer Weise werden Öl-Gelb #101, Öl-Gelb #103, Öl-Rosa #312, Öl-Grün BG, Öl-Blau BOS, Öl-Blau #603, Öl-Schwarz BY, Öl-Schwarz BS, Öl-Schwarz T-505 (diese werden von Orient Chemical Industry Co. hergestellt), Victoria-Blau, Kristallviolett (CI 42 555), Methyl-Violett (CI 42 535), Ethyl-Violett, Rhodamin B (CI 145 170 B), Malachit-Grün (CI 42 000), Methylenblau (CI 52 015) und dgl. aufgelistet. Farbstoffe, beschrieben in JP-A 62-293 247, sind besonders bevorzugt. Diese Farbstoffe können einem Druckmaterial in einem Mengenanteil von 0,01 bis 10 Gew.-% zugefügt werden, bezogen auf die Gesamtmenge der festen Komponenten im Druckmaterial, wobei 0,1 bis 3 Gew.-% bevorzugt sind.

Ferner kann ein Weichmacher dem Druckmaterial der vorliegenden Erfindung zur Verleihung einer Biegsamkeit für den Film und dgl., falls nötig, zugefügt werden. Beispielsweise werden Butylphthalyl, Polyethylenglykol, Tributylzitrat, Diethylphthalat, Dibutylphthalat, Dihexylphthalat, Dioctylphthalat, Trikresylphosphat, Tributylphosphat, Trioctylphosphat, Tetrahydrofurfuryloleat, Oligomere und Polymere von Acryl- und Methacrylsäure und dgl. verwendet.

Die Überzugslösung für die Aufzeichnungsschicht, die das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung enthält, oder die Überzugslösungskomponenten einer gewünschten Schicht wie einer Schutzschicht oder dgl. können in einem Lösungsmittel gelöst und auf ein entsprechendes Substrat aufgebracht werden, um das Bild-Erzeugungsmaterial herzustellen. Beispiele des hierfür eingesetzten Lösungsmittels schließen, ohne darauf eingeschränkt zu sein, Ethylendichlorid, Cyclohexanon, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propanol, Ethylenglykolmonomethylether, 1-Methoxy-2-propanol, 2-Methoxyethylacetat, 1-Methoxy-2-propylacetat, Dimethoxyethan, Methyllactat, Ethyllactat, N,N-Dimethylacetamid, N,N-Dimethylformamid, Tetramethylharnstoff, N-Methylpyrrolidon, Dimethylsulfoxid, Sulfolan, &ggr;-Butyrolacton, Toluol, Wasser und dgl. ein. Diese Lösungsmittel können allein oder in Abmischung verwendet werden. Die Konzentration der oben genannten Komponenten (alle Feststoff-Komponenten einschließlich der Additive) im Lösungsmittel beträgt 1 bis 50 Gew.-%. Die Überzugsmenge nach Trocknung (Feststoff-Komponente) auf dem Substrat ist unterschiedlich in Abhängigkeit von der Verwendung, und vorzugsweise beträgt sie ganz allgemein 0,5 bis 5,0 g/m2 für eine lichtempfindliche Druckplatte.

Für das Überzugsverfahren können verschiedene Verfahren angewandt werden. Beispielsweise werden Stab-, Rotations-, Sprüh-, Schleier-, Tauch-, Luftrakel-, Rakel-, Walzenüberziehverfahren und dgl. aufgelistet. Mit Absinken der Überzugsmenge steigt die auftretende Empfindlichkeit an, aber die Filmeigenschaften der Aufzeichnungsschicht sinken ab.

Oberflächenaktive Mittel zur Verbesserung der Überziehbarkeit, z.B. Fluor-basierte oberflächenaktive Mittel, wie beschrieben in JP-A 62-170 950, können der Überzugslösung für die Aufzeichnungsschicht zur Verwendung im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung zugefügt werden. Die bevorzugte Zugabemenge beträgt 0,01 bis 1, und noch bevorzugter 0,05 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Druckplattenmaterial.

Das für das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung angewandte Substrat ist eine dimensionsstabile Platte, und Beispiele davon schließen Papier, Papier, laminiert mit einem Kunststoff (z.B. mit Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol und dgl.), Metallplatten (z.B. aus Aluminium, Zink, Kupfer und dgl.), Kunststofffilme (z.B. aus Cellulosediacetat, Cellulosetriacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosenitrat, Polyethylenterephthalat, Polyethylen, Polystyrol, Polypropylen, Polycarbonat, Polyvinylacetat und aus dgl.), Papier, auf das die oben beschriebenen Metalle abgeschieden sind oder das damit laminiert ist, sowie weitere Kunststofffilme und dgl., ein.

Als Substrat, das im bilderzeugenden Material der vorliegenden Erfindung verwendet wird, sind Polyesterfilme und Aluminiumplatten bevorzugt. Unter diesen ist eine Aluminiumplatte, die ausgezeichnete Dimensionsstabilität aufweist und relativ billig ist, besonders bevorzugt. Eine geeignete Aluminiumplatte ist eine Platte aus reinem Aluminium oder aus einer Aluminiumlegierung als Hauptbestandteil mit Spurenmengen von Heteroelementen. Ferner kann sich ein Kunststofffilm mit darauf laminiertem oder abgeschiedenem Aluminium ebenfalls als geeignet erweisen. Als die in der Aluminiumlegierung enthaltenen Heteroelemente werden Silizium, Eisen, Mangan, Kupfer, Magnesium, Chrom, Wismut, Nickel, Titan und dgl. aufgelistet. Die Gehaltsmenge an Heteroelementen in der Legierung beträgt höchstens 10 Gew.-%. Ein in der vorliegenden Erfindung besonders geeignetes Aluminium ist reines Aluminium. Da vollständig reines Aluminium wegen der Raffinierungstechnologie allerdings nur schwierig zu erzeugen ist, können Spurenmengen von Heteroelementen enthalten sein. Somit ist die in der vorliegenden Erfindung zur Anwendung gelangende Aluminiumplatte bezüglich ihrer Zusammensetzung nicht spezifisch eingeschränkt, und Aluminiumplatten aus üblich bekannten und verwendeten Rohmaterialien können in geeigneter Weise herangezogen werden. Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Aluminiumplatte weist eine Dicke von ca. 0,1 bis 0,6, vorzugsweise von 0,15 bis 0,4 und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 0,3 mm auf. Vor einer Aufrauung der Aluminiumplatte wird eine Entfettungsbehandlung z.B. mit einem oberflächenaktiven Mittel, einem organischen Lösungsmittel, einer alkalischen wässrigen Lösung oder dgl. zur Entfernung von Wälzöl aus der Oberfläche, falls nötig, durchgeführt.

Die Behandlung zum Aufrauen der Oberfläche der Aluminiumplatte kann mit verschiedenen Verfahren und z.B. mit einem Verfahren zur mechanischen Aufrauung, einem Verfahren zur Auflösung und Aufrauung der Oberfläche auf elektrochemischem Wege oder mit einem Verfahren zur selektiven Auflösung der Oberfläche auf chemischem Wege durchgeführt werden. Bezüglich des mechanischen Verfahrens können bekannte Verfahren wie ein Kugel-, Bürsten-, Strahl- und Stoßpolierverfahren oder dgl. angewandt werden. Bezüglich des elektrochemischen Aufrauverfahrens werden Verfahren mit Wechsel- oder Gleichstrom in Elektrolyten aus Salz- oder Salpetersäure durchgeführt. Ferner kann ein Verfahren, bei dem beide dieser Verfahren kombiniert werden, ebenfalls angewandt werden, wie offenbart in JP-A 54-63 902.

Eine so auf ihrer Oberfläche aufgeraute Aluminiumplatte wird einer Ätzbehandlung mit Alkali und einer Neutralisationsbehandlung, falls nötig, unterzogen, worauf sie einer Anodisierbehandlung zur Steigerung der Wasser-Rückhalteeigenschaften und der Abriebbeständigkeit der Oberfläche, falls gewünscht, unterzogen wird. Als Elektrolyt, der in der Anodisierbehandlung der Aluminiumplatte verwendet wird, ist die Verwendung verschiedener Elektrolyte zur Bildung eines porösen Oxidfilms möglich. Im Allgemeinen werden dazu Schwefel-, Phosphor-, Oxal-, Chromsäure oder gemischte Säuren daraus verwendet. Die Konzentration dieser Elektrolyte wird in angemessener Weise in Abhängigkeit von der Art der Elektrolyte ausgewählt.

Die Behandlungsbedingungen zum Anodisieren sind nicht allgemein spezifisch anzugeben, da sie in Abhängigkeit von den eingesetzten Elektrolyten schwanken. Allerdings ist es im Allgemeinen angemessen, dass die Konzentration der Elektrolyte 1 bis 80 Gew.-%, die Flüssigkeitstemperatur 5 bis 70°C, die Stromdichte 5 bis 60 A/dm2, die Spannung 1 bis 100 V und die Elektrolysezeit 10 s bis 5 min betragen.

Beträgt die Menge eines anodisierten Films weniger als 1,0 g/m2, ist die Druckhaltbarkeit ungenügend, und Nicht-Bildteile auf der planografischen Druckplatte werden leicht verkratzt, was zu einer Tendenz sogenannter "Kratzflecken" führt, wobei Tinte an verkratzten Teilen beim Druck anhaftet.

Nach der Anodisierbehandlung wird eine Hydrophilisierbehandlung auf der Oberfläche der Aluminiumplatte, falls nötig, durchgeführt. Bezüglich der Hydrolysierbehandlung, die in der vorliegenden Erfindung angewandt wird, gibt es ein Verfahren mit Alkalimetallsilikat (z.B. mit einer wässrigen Natriumsilikat-Lösung), wie offenbart in US 2 714 066, 3 181 461, 3 280 734 und 3 902 734. Bei diesem Verfahren wird das Substrat in die wässrige Natriumsilikat-Lösung getaucht oder darin elektrolysiert. Außerdem gibt es Behandlungsverfahren mit Kaliumzirkonatfluorid, offenbart in JP-B 36-22 063, oder mit Polyvinylphosphonsäure, wie offenbart in US 3 276 868, 4 153 461 und 4 689 272.

Das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung umfasst ein Substrat, das darauf eine Aufzeichnungsschicht trägt, die mit der bilderzeugenden Schicht der vorliegenden Erfindung versehen ist. Nötigenfalls kann eine Primerschicht dazwischen angeordnet vorliegen.

Als Primerschichtkomponenten können verschiedene organische Verbindungen herangezogen werden, die z.B. aus Carboxymethylcellulose, Dextrin, Gummi arabicum, Phosphonsäuren mit einer Aminogruppe wie 2-Aminoethylphosphonsäure und dgl., aus organischen Phosphonsäuren wie aus Phenyl-, Naphthyl-, Alkylphosphon-, Glycerophosphonsäure, Methylen- und Ethylendiphosphonsäure und dgl. mit gegebenenfalls einem Substituent, aus organischen Phosphonsäuren wie aus Phenyl-, Naphthyl-, Alkyl-, Glycerophosphinsäure und dgl. mit gegebenenfalls einem Substituent, aus Aminosäuren wie aus Glycin, &bgr;-Alanin und dgl., und aus Hydrochloriden von Aminen mit einer Hydroxygruppe wie aus Triethanolamin-Hydrochlorid und dgl. ausgewählt sind; und 2 oder mehrere davon können zur Anwendung vermischt werden.

Auf der wie oben beschriebenen planografischen Druckplatte werden die bildweise Belichtung und die Entwicklungsbehandlung wie üblich durchgeführt.

Als Lichtquelle des aktiven Strahls zur bildweisen Belichtung werden Feststoff- und Halbleiter-Laser, die IR-Licht mit Wellenlängen von 720 bis 1200 mm ausstrahlen, und dgl. ausgelistet.

In der vorliegenden Erfindung sind Lichtquellen mit Ausstrahlwellenlängen vom nahen IR-Bereich bis zum IR-Bereich bevorzugt, und Feststoff- und Halbleiter-Laser sind besonders bevorzugt.

Als Entwicklungslösung und Wiederauffülllösung für das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung können allgemein bekannte alkalische wässrige Lösungen verwendet werden. Beispielsweise werden anorganische Alkalisalze aufgelistet, wie Natriumsilikat, Kaliumsilikat, tertiäres Natriumphosphat, tertiäres Kaliumphosphat, tertiäres Ammoniumphosphat, sekundäres Natriumphosphat, sekundäres Kaliumphosphat, sekundäres Ammoniumphosphat, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Ammoniumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat, Natriumborat, Kaliumborat, Ammoniumborat, Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid, Lithiumhydroxid und dgl.. Ferner werden organische Alkali-Mittel ebenfalls verwendet, wie Monomethylamin, Dimethylamin, Trimethylamin, Monoethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Monoisopropylamin, Diisopropylamin, Triisopropylamin, n-Butylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Monoisopropanolamin, Diisopropanol, Ethylenimin, Ethylendiamin, Pyridin und dgl..

Diese Alkali-Mittel werden allein oder in einer Kombination von 2 oder mehreren davon eingesetzt.

Besonders bevorzugte Entwicklungslösungen unter diesen Alkali-Mitteln sind wässrige Silikat-Lösungen aus Natrium-, Kaliumsilikat und dgl.. Der Grund dafür beruht darauf, dass die Entwicklungseigenschaften durch die Konzentrationen und das Verhältnis von Siliziumoxid SiO2, das eine Komponente des Silikats darstellt, zu eine Alkalimetalloxid M2O gesteuert werden können. Alkalimetallsilikate, wie beschrieben in JP-A 54-62 004 und in JP-B 57-7 427, werden wirkungsvoll eingesetzt.

Ferner ist es bei Durchführung der Entwicklung in einer automatischen Entwicklungsmaschine bekannt, dass eine große Zahl lichtempfindlicher Platten ohne Austausch der Entwicklungslösung im Entwicklungstank über einen langen Zeitraum durch Zugabe einer wässrigen Lösung (einer Wiederauffülllösung) mit einer höheren Alkalistärke als diejenige der Entwicklungslösung zur Entwicklungslösung behandelt werden kann. Dieses Wiederauffüllverfahren wird in der vorliegenden Erfindung ebenfalls bevorzugt angewandt. Verschiedene oberflächenaktive Mittel und organische Lösungsmittel können zur Entwicklungs- und Wiederauffülllösung, falls nötig, zur Steigerung der Begünstigung/Unterdrückung der Entwicklungslösung, der Dispergierung von Entwicklungsrückständen und der Tinten-Affinität der Bildteile der Druckplatte gegeben werden. Als bevorzugte oberflächenaktive Mittel werden anionische, kationische, nicht-ionische und ampholytische oberflächenaktive Mittel aufgelistet.

Reduzierende Mittel können ebenfalls zur Entwicklungs- und Wiederauffülllösung, falls nötig, gegeben werden, wie Hydrochinon, Resorcin und Natrium- und Kaliumsalze und dgl. anorganischer Säuren wie von schwefeliger und wasserstoffhaltiger schwefeliger Säure und dgl.. Ferner können organische Carbonsäuren, Entschäumungsmittel und Wasserenthärtungsmittel ebenfalls, falls notwendig, zugefügt werden.

Die Druckplatte, die mit der oben genannten Entwicklungs- und Wiederauffülllösung entwickelt worden ist, wird einer Nachbehandlung mit einer Waschlösung, einer Spüllösung, enthaltend oberflächenaktive Mittel und dgl., oder mit einer Desensibilisierlösung, enthaltend Gummi arabicum und ein Stärkederivat, unterzogen. Als Nachbehandlung können bei Verwendung des bilderzeugenden Materials der vorliegenden Erfindung für eine Druckplatte diese Behandlungen variabel kombiniert und angewandt werden.

Seit kurzem werden automatische Entwicklungsmaschinen für Druckplatten in breitem Umfang zur Rationalisierung und Standardisierung der Plattenproduktion in den Platten- und Druckindustrien angewandt. Diese automatischen Entwicklungsmaschinen sind im Allgemeinen aus einem Entwicklungsabschnitt und einem Nachbehandlungsabschnitt zusammengesetzt und weisen eine Vorrichtung zum Transport der Druckplatten, Gefäße für die Behandlungslösung und eine Sprühvorrichtung auf. Die Entwicklungsbehandlung wird darin mit Sprüh-Behandlungslösungen durchgeführt, die mit Pumpen durch Sprühdüsen gesaugt werden, während die Druckplatte, die belichtet worden ist, horizontal transportiert wird. Seit kurzem ist ferner auch ein Verfahren bekannt, wobei die Druckplatte unter Eintauchen behandelt und von einer eingetauchten Führwalze in einem Behandlungslösungsgefäß transportiert wird, das mit der Behandlungslösung befüllt ist. Bei dieser automatischen Behandlung kann das Behandlungsverfahren auch durchgeführt werden, während die Behandlungslösung, bezogen auf die Behandlungsmenge, die Bearbeitungszeit und dgl., mit der Auffülllösung wieder aufgefüllt wird.

Ferner kann ein sogenanntes entsorgbares Behandlungsverfahren, in welchem das Behandlungsverfahren mit einer im Wesentlichen unverbrauchten Behandlungslösung durchgeführt wird, ebenfalls angewandt werden.

Es wird nun die lichtempfindliche planografische Druckplatte beschrieben, worin das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung zur Anwendung gelangt. Trägt eine planografische Druckplatte, die durch bildweise Belichtung, Entwicklung, Waschen mit Wasser und/oder Spülen und/oder durch Gummi-Ziehen erhalten wurde, unnötige Bildteile (z.B. eine Filmkantenspur eines Originalbildfilms und dgl.), sollten die unnötigen Bildteile eliminiert werden. Für eine derartige Elimination bzw. Entfernungsmaßnahme wird beispielsweise ein Verfahren, wie beschrieben in JP-B 2-13 293, wobei eine Beseitigungslösung auf die unnötigen Bildteile angewandt wird, die, wie sie sind, eine gegebene Zeit lang so belassen werden, worauf mit Wasser gewaschen wird, bevorzugt angewandt. Allerdings kann auch ein Verfahren angewandt werden, wie beschrieben in JP-A 59-174 842, wobei ein aktiver Strahl, der durch eine optische Faser eingeleitet wird, die unnötigen Bildteile vor der Entwicklung bestrahlt.

Die planografische Druckplatte, die wie oben beschrieben erhalten wird, kann nach einer nötigenfalls durchzuführenden Anwendung eines Desensibilisiergummi einem Druckverfahren unterzogen werden. Ist eine plantografische Druckplatte, die eine höhere Druckhaltbarkeit aufweist, erwünscht, wird eine Brennbehandlung durchgeführt.

Wird eine planografische Druckplatte der Brennbehandlung unterzogen, ist es bevorzugt, eine Behandlung mit einer Oberflächenglättungslösung, wie beschrieben in JP-B 61-2 518 und 55-28 062, JP-A 62-31 859 und 61-159 655, vor der Brennbehandlung durchzuführen.

Bezüglich dieser Behandlung können ein Verfahren, wobei die Oberflächenglättungslösung auf die planografische Druckplatte mit einem Schwamm oder mit einer mit dieser Lösung imprägnierten absorbierenden Baumwolle aufgebracht wird, ein Verfahren, wobei die Druckplatte in ein mit der Oberflächenglättungslösung befülltes Bad getaucht wird, um die Platte damit zu überziehen, ein Verfahren mit einem automatischen Überziehgerät und dgl. angewandt werden. Ferner werden bevorzugtere Ergebnisse erzielt, falls, nach dem Überziehen, die angewandte Menge mit einer Quetsche oder Quetschwalze vereinheitlicht wird.

Die Menge der angewandten und aufgebrachten Oberflächenglättungslösung beträgt im Allgemeinen in geeigneter Weise 0,03 bis 0,8 g/m2 (Trockengewicht).

Die planografische Druckplatte, auf die das Oberflächenglättungsmittel aufgetragen worden ist, wird, falls nötig, getrocknet und dann auf eine hohe Temperatur in einem Brennprozessor (z.B. einem Brennprozessor: "BP-1300", erhältlich von Fuji Photo Film Co., Ltd.) oder dgl. erhitzt. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass die Erhitzungstemperatur 180 bis 300°C und die Erhitzungsdauer 1 bis 20 min abhängig von den Arten der bilderzeugenden Komponenten betragen.

Auf der planografischen Druckplatte, die der Brennbehandlung unterzogen worden ist, können übliche Behandlungen wie eine Wäsche mit Wasser, Gummi-Ziehen und dgl., falls nötig, in geeigneter Weise durchgeführt werden. Wird allerdings eine Oberflächenglättungslösung, die eine wasserlösliche Polymerverbindung oder dgl. enthält, verwendet, können die sogenannten Desensibilisierbehandlungen wie Gummi-Ziehen und dgl. weggelassen werden.

Die so behandelte planografische Druckplatte wird in einer Offset-Druckmaschine behandelt und zum Bedrucken einer großen Zahl von Platten eingesetzt.

Beispiele

Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung noch weiter, sie schränken aber den Umfang und Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht ein.

[Synthese von IR-Absorbern] 1. Synthese der Beispielsverbindung (IR-5), die in der allgemeinen Formel (1) eingeschlossen ist

9,5 g p-Toluolsulfonylchlorid und 18,2 g 1H,1H,2H,2H-Perfluoroctan-1-ol wurden in 50 mL Aceton gelöst. Diese Lösung wurde unter Kühlung mit Eis gerührt, und es wurden 5,6 g Triethylamin 10 min zugetropft. Die Temperatur der Reaktionslösung wurde auf Raumtemperatur angehoben, die Lösung wurde 6 h lang gerührt und dann in 250 mL Wasser gegossen. Eine organische Schicht wurde mit Ethylacetat extrahiert, mit Wasser gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck abdestilliert, um 24,4 g 1H,1H,2H,2H-Perfluoroctyl-p-toluolsulfonat zu erhalten.

17,1 g 1H,1H,2H,2H-Perfluoroctyl-p-toluolsulfonat und 4,78 g 2,3,3-Trimethylindolenin wurden in einem Reaktionsgefäß vermischt, worauf diese Mischung bei 100°C erhitzt und 1 h lang gerührt wurde. Diese Reaktionslösung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt. 5,39 g N-(3-Anilinomethylen)-2-chlor-1-cyclohexen-1-yl)methylen)anilin-Hydrochlorid, 60 mL Methanol und 6,13 g Essigsäureanhydrid wurden zugegeben, und die Mischung wurde 10 min lang unter Kühlung mit Wasser gerührt. 6,07 g Triethylamin wurden langsam zur Reaktionslösung getropft, worauf die Mischung 2 h lang bei Raumtemperatur gerührt wurde. Die Reaktionslösung wurde auf ca. 0°C abgekühlt. Ein Niederschlag wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen, um 6,5 g der Beispielsverbindung (IR-4) &lgr;max = 795 nm, &egr; = 270.000, in Methanol) zu erhalten.

Die Gegenionen von 5,0 g der Beispielsverbindung (IR-4) wurden durch Perchlorationen mit einem üblichen Verfahren substituiert, um 4,3 g einer Beispielsverbindung (IR-5) zu erhalten (&lgr;max = 795 nm, &egr; = 270.000, in Methanol).

2. Synthese der Beispielsverbindung (IR-18), die in der allgemeinen Formel (2) eingeschlossen ist

19 g 1H,1H,2H,2H-Perfluoroctanthiol und 2,70 g Natriummethoxid wurden in 100 mL Methanol gelöst, worauf zu dieser Lösung, jeweils ein wenig von Zeit zu Zeit, 37,8 g 2-(2-(2-Chlor-3-(2-(1,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-2H-benzo[e]-indol-2-yliden)ethyliden)-1-cyclohexan-1-yl)ethenyl)-1,1,3-trimethyl-1H-benz[e]indolium-p-Toluolsulfonat (eine Verbindung, verwendet als IR-Absorptionsmittel in JP-A 7-271 029, Beispiel 1)) anteilsweise unter Rühren bei Raumtemperatur zugegeben wurden. Nach Rühren über 4 h wurde die Reaktionslösung in 1000 mL Wasser gegossen. Der Niederschlag wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen, um 27,5 g der Beispielsverbindung (IR-18) (&lgr;max = 820 nm, &egr; = 230.000, in Methanol) zu erhalten.

3. Synthese der Beispielsverbindung (IR-24), die in die allgemeine Formel (3) eingeschlossen ist

51,8 g 2-(N-Ethylanilino)ethanol und 31,7 g Triethylamin wurden in 320 mL Aceton gelöst, worauf zu dieser Lösung 24,9 g Acetylchlorid unter Rühren unter Kühlung mit Eis langsam getropft wurden. Diese Mischung wurde 3 h lang bei Raumtemperatur gerührt, worauf die Reaktionslösung in 500 mL Wasser gegossen wurde. Eine organische Schicht wurde mit Ethylacetat extrahiert, mit Wasser gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck abdestilliert, um 64,9 g 2-(Ethylphenylamino)ethylacetat zu erhalten.

Zu 16,1 g Dimethylformamid wurden 33,7 g Phosphorylchlorid unter Rühren unter Kühlung mit Eis getropft. Ferner wurden 30 mL einer Lösung von 41,5 g 2-(Ethylphenylamino)ethylacetat in Dimethylformamid zugetropft, worauf diese Mischung 5 h lang bei 40°C gerührt wurde. Diese Reaktionslösung wurde in 1.000 mL wässrige Natriumacetat-Lösung gegossen. Eine organische Schicht wurde mit Ethylacetat extrahiert, mit Wasser gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter verringertem Druck abdestilliert, und das entstandene grobkörnige Produkt wurde durch Kieselgel-Säulenchromatografie gereinigt, um 35,3 g 2-(Ethyl(4-formylphenyl)amino)ethylacetat zu erhalten.

23,5 g 2-(Ethyl(4-formylphenyl)amino)ethylacetat, 4,91 g Cyclohexanon und 150 mL Ethanol wurden vermischt, worauf eine wässrige Lösung (25 mL) von 2,2 g Natriumhydroxid unter Rühren bei 50°C zugegeben wurde. Diese Mischung wurde 5 h lang weiter gerührt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wurde der Niederschlag abfiltriert und mit einer kleinen Menge Ethanol und Wasser gewaschen, um 41,5 g 2,6-Bis((4-(ethyl(2-hydroxylethyl)amino)phenyl)methylen)cyclohexan-1-on zu erhalten.

35,9 g 2,6-Bis((4-(ethyl(2-hydroxyethyl)amino)phenyl)-methylen)cyclohexan-1-on, 16,2 g Triethylamin und 160 mL Aceton wurden vermischt, worauf 69,2 g Perfluoroctanoylchlorid unter Rühren unter Kühlung mit Eis zugegeben wurden. Nach Rühren über 4 h bei Raumtemperatur wurde diese Reaktionslösung in 900 mL Wasser gegossen, worauf der Niederschlag abfiltriert wurde, um 89,3 g 2,6-Bis((4-(ethyl(2-perfluoroctanoyloxyethyl)amino)phenyl)methylen)-cyclohexan-1-on zu erhalten.

24,8 g 2,6-Bis((4-(ethyl(2-perfluoroctanoyloxyethyl)amino)-phenyl)methylen)cyclohexan-1-on, 150 g Tetrahydrofuran und 100 g Tetrahydrofurfurylalkohol wurden vermischt, worauf 0,76 g Natriumborathydrid unter Rühren zugegeben wurden. Diese Mischung wurde 6 h lang bei 50°C gerührt. Es wurden 20 g Essigsäure und 3,7 g wässrige 60%ige Perchlorsäure-Lösung zugegeben, worauf ein Niederschlag abfiltriert wurde, um 16,1 g der Beispielsverbindung (IR-24) (&lgr;max = 782 nm, &egr; = 190.000, in Aceton) zu erhalten.

4. Synthese der Beispielsverbindung (IR-29), die in die allgemeine Formel (4) eingeschlossen ist

14,3 g Stearylmercaptan, 2,70 g Natriummethoxid und 500 mL Methanol wurden vermischt, worauf zu dieser Lösung, jeweils ein wenig von Zeit zu Zeit, 37,8 g 2-(2-(2-Chlor-3-(2-(1,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-2H-benz[e]indol-2-yliden)ethyliden)-1-cyclohexen-1-yl)ethenyl)-1,1,3-trimethyl-1H-benz[e]indolium-p-Toluolsulfonat (die Verbindung, verwendet als das IR-Absorptionsmittel in JP-A 7-271 029, Beispiel 1)) unter Rühren bei Raumtemperatur gegeben wurden. Nach Rühren über 4 h wurde die Reaktionslösung in 1.000 mL Wasser gegossen.

Der Niederschlag wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen, um 26,8 g der Beispielsverbindung (IR-29) (&lgr;max = 814 nm, &egr; = 260.000, in Methanol) zu erhalten.

(Beispiel 1: Beispiel eines Positiv-Bild-Erzeugungsmaterials) [Herstellung des Substrats]

Eine Aluminiumplatte (Material 1050) mit einer Dicke von 0,3 mm wurde durch Waschen mit Trichlorethylen entfettet. Dann wurde die Oberfläche davon mit einer Nylon-Bürste und einer Bimsstein-Wasser-Suspension von 400 Mesh gekörnt und gründlich mit Wasser gewaschen. Diese Platte wurde in eine 25%ige wässrige Natriumhydroxid-Lösung bei 45°C 9 s lang getaucht, um eine Ätzung zu bewirken, und sie wurde mit Wasser gewaschen, dann in eine 20%ige Salpetersäure-Lösung weitere 20 s lang getaucht und erneut mit Wasser gewaschen. Die geätzte Menge der gekörnten Oberfläche betrug in diesem Verfahren ca. 3 g/m2. Dann wurde die Platte mit einer Stromdichte von 15 A/dm3 mit 7%iger Schwefelsäure als Elektrolyt behandelt, um darauf einen mit Gleichstrom anodisierten Film von 3 g/m2 zu bilden. Dann wurde die Platte mit Wasser gewaschen und getrocknet, die unten beschriebene Primerlösung wurde aufgetragen, und der Film wurde bei 90°C 1 min getrocknet. Die Menge des aufgetragenen Films betrug nach Trocknung 10 mg/m2. – Primerlösung: &bgr;-Alanin 0,5 g Methanol 95 g Wasser 5 g

Auf das erhaltene Substrat wurde die folgende lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [A] aufgetragen, um eine Überzugsmenge von 1,8 g/m2 zum Erhalt der planografischen Druckplatte [A-1] zu ergeben. (Lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [A]): – m,p-Kresol-Novolak (m/p-Verhältnis = 6/4, gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von 3.500, enthaltend unreagiertes Kresol mit 0,5 Gew.-%) 1,0 g – IR-Absorptionsmittel (Beispielsverbindung IR-5) 0,2 g – Farbstoff, erhalten durch Austausch des Gegenions in Victoria-Reinblau BOH zum 1-Naphthalinsulfonat-Anion 0,02 g – Fluor-basiertes nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel (Handelsname: Megafac F-177, Dainippon Ink & Chemicals Inc.) 0,05 g – &ggr;-Butyrolacton 3 g – Methylethylketon 8 g – 1-Methoxy-2-propanol 7 g

(Beispiele 2 und 3)

Die planografischen Druckplatten [A-2] und [A-3] wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass das IR-Absorptionsmittel, das in die lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [A] in Beispiel 1 eingebracht wurde, durch die in der folgenden Tabelle 1 beschriebenen Beispielsverbindungen ersetzt wurde.

(Vergleichsbeispiel 1)

Die planografische Druckplatte [A-C] wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass das IR-Absorptionsmittel, das in die lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [A] in Beispiel 1 eingebracht wurde, durch IR-792-Perchlorat (hergestellt von Sigma Aldrich Japan K.K.) ersetzt wurde, das die folgende Struktur aufweist:

IR-792 – Perchlorat
(Beispiel 4)

Die folgende lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [B] wurde auf ein in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 erhaltenes Substrat so aufgetragen, dass die Überzugsmenge 1,6 g/m2 betrug, um die planografische Druckplatte [B-1] zu erhalten. (Lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [B]) – m,p-Kresol-Novolak (m/p-Verhältnis = 6/4, gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von 3.500, enthaltend unreagiertes Kresol mit 0,5 Gew.-%) 0,3 g
– Copolymer 1, beschrieben in JP-A 11-348 443 0,7 g – Bis(4-hydroxyphenyl)sulfon 0,1 g – IR-Absorptionsmittel (Beispielsverbindung IR-5) 0,15 g – p-Toluolsulfonsäure 0,002 g – Farbstoff, erhalten durch Austausch des Gegenions in Victoria-Reinblau BOH zum 1-Naphthalinsulfonat-Anion 0,02 g – Fluor-basiertes nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel (Handelsname: Megafac F-177, Dainippon Ink & Chemicals Inc.) 0,05 g – &ggr;-Butyrolacton 8 g – Methylethylketon 8 g – 1-Methoxy-2-propanol 4 g

(Beispiele 5 bis 6)

Die planografischen Druckplatten [B-2] und [B-3] wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 erhalten, mit der Ausnahme, dass das IR-Absorptionsmittel, das in die lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [B] in Beispiel 4 eingebracht wurde, durch die in der folgenden Tabelle 1 beschriebenen Beispielsverbindungen ersetzt wurde.

(Vergleichsbeispiel 2)

Eine planografische Druckplatte [B-C] wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 erhalten, mit der Ausnahme, dass das IR-Absorptionsmittel, das in die lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [B] in Beispiel 4 eingebracht wurde, durch IR-792-Perchlorat (hergestellt von Sigma Aldrich Japan K.K.) ersetzt wurde.

[Bewertung des Leistungsvermögens der planografischen Druckplatten]

Bezüglich der Positiv-Planografie-Druckplatten der Beispiele 1 bis 6 und der Vergleichsbeispiele 1 und 2, die wie oben hergestellt wurden, wurde eine Bewertung des Leistungsvermögens gemäß den folgenden Standards durchgeführt. Die Bewertungsergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.

– Empfindlichkeit –

Die erhaltenen planografischen Druckplatten wurden mit einem Halbleiter-Laser mit einem Ausstoß von 500 mW, einer Wellenlänge von 830 nm und einem Strahlendurchmesser von 17 &mgr;m (1/e2) bei einer Haupt-Rastergeschwindigkeit von 5 m/s belichtet. Dann wurde die Entwicklung in einer automatischen Entwicklungsmaschine (hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.; Handelsname: PS Processor 900 VR), beaufschlagt mit einer Entwicklungslösung DP-4 und mit einer Spüllösung FR-3 (1:7), beide hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd., durchgeführt. In diesem Verfahren wurde das DP-4 mit Wasser auf 1:8 verdünnt. Die Linienbreiten von Nicht-Bildteilen, die mit dieser Entwicklungslösung erhalten wurden, wurden gemessen, und es wurde die Bestrahlungsenergie des Lasers, die diesen Linienbreiten entsprach, als die Empfindlichkeit berechnet. Die Werte der gemessenen Empfindlichkeit sind in Tabelle 1 angegeben:

Tabelle 1

Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, wurde gefunden, dass eine planografische Druckplatte unter Anwendung des bilderzeugenden Materials der vorliegenden Erfindung eine höhere Empfindlichkeit und ausgezeichnetere bilderzeugende Eigenschaften im Vergleich mit einem bekannten IR-Absorptionsmittel aufweist. (Beispiele 7 bis 10: Beispiele von Negativ-Bild-Erzeugungsmaterialien)

(Lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [C]):
– Diazoniumsalz der allgemeinen Formel (1), verwendet in Beispiel 1, das in JP-A 11-352 679 beschrieben ist 0,15 g – IR-Absorptionsmittel (Beispielsverbindung IR-5) 0,10 g – Poly-p-hydroxystyrolharz (gewichtsdurchschnittliches Molekulargewicht von 10.000) 1,5 g – Vernetzungsmittel (mit der unten angegebenen Struktur) 0, 50 g – Fluor-basiertes nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel (Handelsname: Megafac F-177, Dainippon Ink & Chemicals Inc.) 0,03 g – Methylethylketon 15 g – 1-Methoxy-2-propanol 10 g – Methylalkohol 5 g

Vernetzungsmittel

In der lichtempfindlichen Schichtüberzugslösung [C] mit der oben genannten Zusammensetzung wurde die Art des IR-Absorptionsmittels, wie in Tabelle 2 angegeben, abgeändert, um 4 Arten von Überzugslösungen [C-1] bis [C-4] zu erhalten. Diese Lösungen wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 aufgetragen und bei 100°C 1 min getrocknet, um die Negativ-Planografie-Druckplatten [C-1] bis [C-4] der Beispiele 7 bis 10 zu erhalten. Das Überzugsgewicht betrug nach Trocknung 1,3 g/m2.

Die erhaltenen Negativ-Planografie-Druckplatten [C-1] bis [C-4] wurde mit einem Halbleiter-Laser, der IR-Licht mit einer Wellenlänge von 830 nm ausstrahlt, in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 belichtet. Nach Belichtung wurden die Platten 1 min lang in einem Ofen bei 140°C erhitzt und dann durch eine automatische Entwicklungsmaschine geleitet, die mit der Entwicklungslösung DP-4 (1:4) und der Spüllösung FR-3 (1:7), hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd., beaufschlagt war. In jedem Fall wurde ein ausgezeichnetes Negativ-Bild erhalten.

Vergleichsbeispiel 3)

Eine Negativ-Planografie-Druckplatte [C-C] (Vergleichsbeispiel 3) wurde in der gleichen Weise wie in den Beispielen 7 bis 10 erhalten, mit der Ausnahme, dass die IR-Absorptionsmittel der Beispiele 7 bis 10 mit IR-792-Perchlorat in der lichtempfindlichen Schichtüberzugslösung [C] ersetzt wurden.

Die erhaltene planografische Druckplatte [C-C] wurde belichtet, in der Hitze behandelt und in der gleichen Weise wie für die Beispiele 7 bis 10 entwickelt, und die Empfindlichkeit wurde in der gleichen Weise wie für die Beispiele 1 bis 6 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben:

Tabelle 2

Wie aus Tabelle 2 ersichtlich, wurde herausgefunden, dass, auch im Fall der Anwendung eines Negativ-Bild-Erzeugungsmaterials, die planografische Druckplatte der vorliegenden Erfindung mit dem IR-Absorptionsmittel eine höhere Empfindlichkeit und ausgezeichnetere bilderzeugende Eigenschaften im Vergleich mit einem bekannten IR-Absorptionsmittel aufweist. (Beispiele 11 bis 12: Beispiele eines Negativ-Bild-Erzeugungsmaterials)

(Lichtempfindliche Schichtüberzugslösung [D]):
– Jodoniumsalz der unten angegebenen Struktur 0,67 g – IR-Absorptionsmittel 0,27 g – Allylmethacrylat-Methacrylsäure-Copolymer (Molverhältnis 87:13, MG = 100.000) 3,3 g – Dipentaerythritylhexaacrylat (DPHA) [hergestellt von Nippon Kayaku Co. Ltd.] 3,3 g – Farbstoff, erhalten durch Austausch des Gegenions in Victoria-Reinblau BOH zum 1-Naphthalinsulfonat-Anion 0,13 g – Fluor-basiertes nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel (Handelsname: Megafac F-177, Dainippon Ink & Chemicals Inc.) 0,1 g – Methylethylketon 33 g – 1-Methoxy-2-propanol 20 g – Methylalkohol 26 g

Jodoniumsalz

In der lichtempfindlichen Schichtüberzugslösung [D] mit der oben genannten Zusammensetzung wurde die Art des IR-Absorptionsmittels, wie in Tabelle 3 angegeben, abgeändert, um 2 Arten von Überzugslösungen [D-1] und [D-2] zu erhalten. Diese Lösungen wurden auf das Substrat in der gleichen Weise wie in Beispiel aufgetragen und bei 115°C 45 s lang getrocknet, um die Negativ-Planografie-Druckplatten [D-1] und [D-2] der Beispiele 11 und 12 zu erhalten. Das Überzugsgewicht betrug nach Trocknung 1,4 g/m2.

Die erhaltenen planografischen Negativ-Druckplatten [D-1] und [D-2] wurden mit einem Halbleiter-Laser unter Ausstrahlung von IR-Licht mit einer Wellenlänge von 830 nm in der gleichen Weise wie in den Beispielen 1 bis 10 belichtet und dann durch eine automatische Entwicklungsmaschine geleitet, die mit DN-3C (1:2), einer Entwicklungslösung, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd., und mit der Spülflüssigkeit FR-3 (1:7) beaufschlagt wurde. In beiden Fällen wurde ein ausgezeichnetes Negativ-Bild erhalten.

(Vergleichsbeispiel 4)

Die planografische Negativ-Druckplatte [D-C] (Vergleichsbeispiel 4) wurde in der gleichen Weise wie in Beispielen 11 und 12 erhalten, mit der Ausnahme, dass das IR-Absorptionsmittel in der in Beispiel 11 und 12 verwendeten lichtempfindlichen Schichtüberzugslösung [D] durch IR-786-Perchlorat (hergestellt von Sigma Aldrich Japan K.K.) ersetzt wurde.

Die erhaltene planografische Druckplatte [D-C] wurde in der gleichen Weise wie in den Beispielen 11 und 12 belichtet, in der Wärme behandelt und entwickelt, worauf die Empfindlichkeit in der gleichen Weise wie in Beispielen 1 bis 10 gemessen wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben:

IR-786-Perchlorat
Tabelle 3

Aus den in Tabelle 3 angegebenen Ergebnissen wurde herausgefunden, dass die planografischen Druckplatten von sowohl dem Beispiel 11 als auch 12 eine höhere Empfindlichkeit und ausgezeichnetere bilderzeugende Eigenschaften im Vergleich mit den unter Anwendung eines bekannten IR-Absorptionsmittels erhaltenen Werten aufwiesen.

Aus den oben beschriebenen Beispielen wurde herausgefunden, dass durch die vorliegende Erfindung ein Bilderzeugungsmaterial bereitgestellt wird, das hohe Empfindlichkeit und auch ausgezeichnete bilderzeugende Eigenschaften aufweist, und zwar durch Verwendung des oben beschriebenen spezifischen IR-Absorptionsmittels.

Ferner wird mit einer planografischen Druckplatte unter Anwendung dieses bilderzeugenden Materials die Direkt-Plattenproduktion mit einem IR-Laser durchgeführt, und diese weist hohe Empfindlichkeit und ausgezeichnete bilderzeugende Eigenschaften auf.

Das bilderzeugende Material der vorliegenden Erfindung zeigt und ergibt eine hohe Empfindlichkeit gegenüber einem IR-Laser sowie ausgezeichnete bilderzeugende Eigenschaften. Ferner ergibt die planografische Druckplatte bei Verwendung des vorliegenden Bild-Erzeugungsmaterials solche Effekt, dass eine Direkt-Plattenproduktion mit einem IR-Laser ermöglicht ist, wobei die Empfindlichkeit hoch und die bilderzeugenden Eigenschaften ausgezeichnet sind.


Anspruch[de]
  1. Im Wärmemodus anwendbares bildgebendes Material, umfassend:

    ein Substrat; und

    eine bildgebende Schicht auf dem Substrat, enthaltend ein Infrarotabsorptionsmittel, wobei die Löslichkeit der besagten bildgebenden Schicht in einer alkalischen wässrigen Lösung durch die Wirkung von naher Infrarotstrahlung veränderbar ist, worin das Infrarotabsorptionsmittel eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen umfasst, sowie eine Alkylgruppe von zumindest 16 Kohlenstoffatomen, wobei die Alkylgruppe über irgendeines von Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel mit der Polymethinkette verbunden ist, und

    worin das Infrarotabsorptionsmittel durch die nachfolgende allgemeine Formel (4) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: R14 eine Alkylgruppe von zumindest 16 Kohlenstoffatomen repräsentiert; X3 repräsentiert -NH-, -O- oder -S-; jedes von R12 und R13 repräsentiert unabhängig voneinander eine Alkylgruppe;

    jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist; und

    Z2 ist eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen.
  2. Im Wärmemodus anwendbares bildgebendes Material, umfassend:

    ein Substrat; und

    eine bildgebende Schicht auf dem Substrat, enthaltend ein Infrarotabsorptionsmittel, wobei die Löslichkeit der besagten bildgebenden Schicht in einer alkalischen wässrigen Lösung durch die Wirkung von naher Infrarotstrahlung veränderbar ist,

    worin das Infrarotabsorptionsmittel einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen umfasst, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet.
  3. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagtes Infrarotabsorptionsmittel eine Absorption bei einer Wellenlänge von 720 bis 1.200 nm aufweist.
  4. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagtes Infrarotabsorptionsmittel in einer Menge von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die gesamten Feststoffe der besagten bildgebenden Schicht, enthalten ist.
  5. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagte bildgebende Schicht eine bildgebende Schicht vom positiven Typ ist.
  6. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagte bildgebende Schicht eine bildgebende Schicht vom negativen Typ ist.
  7. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 5, worin besagte bildgebende Schicht ein wasserunlösliches Polymer, ein in alkalischem Wasser lösliches Polymer und das Infrarotabsorptionsmittel umfasst.
  8. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagte bildgebende Schicht eine radikalische Polymerisationsschicht, enthaltend einen Radikalbildner und eine polymerisierbare Verbindung, umfasst.
  9. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 8, worin besagter Radikalbildner in einer Menge von 0,5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen, in besagter radikalischer Polymerisationsschicht enthalten ist.
  10. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 8, worin besagte polymerisierbare Verbindung in einem Molekül davon zumindest zwei acrylische oder methacrylische Gruppen aufweist.
  11. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 7, worin besagte bildgebende Schicht eine radikalische Polymerisationsschicht, enthaltend einen Radikalbildner und eine polymerisierbare Verbindung, umfasst.
  12. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 11, worin besagter Radikalbildner in einer Menge von 0,5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen der besagten radikalischen Polymerisationsschicht, enthalten ist.
  13. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 11, worin besagte polymerisierbare Verbindung in einem Molekül davon zumindest zwei acrylische oder methacrylische Gruppen aufweist.
  14. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, worin besagte bildgebende Schicht eine Säurevernetzungsschicht, enthaltend einen Säurebildner und ein Vernetzungsmittel, umfasst.
  15. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 14, worin besagter Säurebildner in einer Menge von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen der besagten Säurevernetzungsschicht, enthalten ist.
  16. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 14, worin besagtes Vernetzungsmittel in einer Menge von 5 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen der besagten Säurevernetzungsschicht, enthalten ist.
  17. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 7, worin besagte bildgebende Schicht eine Säurevernetzungsschicht, enthaltend einen Säurebildner und ein Vernetzungsmittel, umfasst.
  18. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 17, worin besagter Säurebildner in einer Menge von 0,01 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen der besagten Säurevernetzungsschicht, enthalten ist.
  19. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 17, worin besagtes Vernetzungsmittel in einer Menge von 5 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen der besagten Säurevernetzungsschicht, enthalten ist.
  20. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, umfassend eine säurezersetzbare Verbindung, von der eine chemische Bindung von einer als Katalysator wirkenden Säure unter Erhöhung der Löslichkeit der bildgebenden Schicht in einer alkalischen Entwicklerlösung gebrochen werden kann.
  21. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 7, umfassend eine säurezersetzbare Verbindung, von der eine chemische Bindung durch eine als Katalysator wirkende Säure unter Erhöhung der Löslichkeit der bildgebenden Schicht in einer alkalischen Entwicklerlösung gebrochen werden kann.
  22. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 1 oder 2, umfassend ein Polaritätskonversionsmaterial, welches durch Wärme von lipophil zu hydrophil verändert werden kann.
  23. Bildgebendes Material gemäss Anspruch 7, umfassend ein Polaritätskonversionsmaterial, welches durch Wärme von lipophil zu hydrophil verändert werden kann.
  24. Infrarotabsorptionsmittel, repräsentiert durch die nachfolgende allgemeine Formel (1):
    wobei in der Formel: jedes von RF1 und RF2 unabhängig voneinander einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen repräsentiert, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    Z1 repräsentiert eine Heptamethingruppe, welche einen oder mehrere Substituenten aufweisen kann, die ausgewählt sind aus Alkylgruppen, Halogenatomen, Aminogruppen, Arylthiogruppen, Alkylthiogruppen, Aryloxygruppen, Alkoxygruppen, Barbituratgruppen und Thiobarbituratgruppen, und welche einen Cyclohexen- oder Cyclopentenring, gebildet durch wechselseitiges Verbinden von Substituenten an zwei Methinkohlenstoffatomen der Heptamethingruppe, beinhalten können, wobei der Ring weiterhin einen Substituenten, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, aufweisen kann; und

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist.
  25. Infrarotabsorptionsmittel, das durch die nachfolgende allgemeine Formel (2) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: RF3 einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen repräsentiert, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; X3 repräsentiert -NH-, -O- oder -S-; jedes von R12 und R13 repräsentiert unabhängig voneinander eine Alkylgruppe; jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist; und

    Z2 ist eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen.
  26. Infrarotabsorptionsmittel, das durch die folgende allgemeine Formel (3) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: jedes von RF4, RF5, RF6 und RF7 unabhängig voneinander einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen oder eine Alkylgruppe repräsentiert und zumindest eines von RF4, RF5, RF6 und RF7 repräsentiert einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; Z3 repräsentiert eine Pentamethingruppe, welche einen Substituenten tragen kann, der ausgewählt ist aus Halogenatomen, Hydroxylgruppen, Alkylgruppen mit gegebenenfalls einem weiteren Substituenten, Arylgruppen mit gegebenenfalls einem weiteren Substituenten und heterocyclische Gruppen und welche auch einen Cyclohexenring oder Cyclopentenring enthalten können, der gebildet wird durch gegenseitige Verbindung von Substituenten an zwei Methinkohlenstoffen der Pentamethingruppe, wobei der Ring weiterhin einen Substituenten, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, tragen kann; und

    X repräsentiert ein Gegenion, das erforderlich ist zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung.
  27. Infrarotabsorptionsmittel, umfassend eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen und eine Alkylgruppe von zumindest 16 Kohlenstoffatomen, wobei besagte Alkylgruppe mit der Polymethinkette über irgendeines aus Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel verbunden ist, worin besagtes Infrarotabsorptionsmittel repräsentiert wird durch die folgende allgemeine Formel (4):
    wobei in der Formel: R14 eine Alkylgruppe von zumindest 16 Kohlenstoffatomen repräsentiert; X3 repräsentiert -NH-, -O- oder -S-; jedes von R12 und R13 repräsentiert unabhängig voneinander eine Alkylgruppe;

    jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist; und

    Z2 ist eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen.
  28. Planografie-Druckplatte, enthalted ein im Wärmemodus anwendbares bildgebendes Material nach Anspruch 1 oder 2.
  29. Im Wärmemodus anwendbares bildgebendes Material nach Anspruch 2, worin das Infrarotabsorptionsmittel durch die nachfolgende allgemeine Formel (1) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: jedes von RF1 und RF2 unabhängig voneinander einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen repräsentiert, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    Z1 repräsentiert eine Heptamethingruppe, welche einen oder mehrere Substituenten aufweisen kann, die ausgewählt sind aus Alkylgruppen, Halogenatomen, Aminogruppen, Arylthiogruppen, Alkylthiogruppen, Aryloxygruppen, Alkoxygruppen, Barbituratgruppen und Thiobarbituratgruppen, und welche einen Cyclohexen- oder Cyclopentenring, gebildet durch wechselseitiges Verbinden von Substituenten an zwei Methinkohlenstoffatomen der Heptamethingruppe, beinhalten können, wobei der Ring weiterhin einen Substituenten, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, aufweisen kann; und

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist.
  30. Im Wärmemodus anwendbares bildgebendes Material gemäss Anspruch 2, worin das Infrarotabsorptionsmittel durch die folgende allgemeine Formel (2) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: RF3 einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen repräsentiert, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; X3 repräsentiert -NH-, -O- oder -S-; jedes von R12 und R13 repräsentiert unabhängig voneinander eine Alkylgruppe; jedes von X1 und X2 repräsentiert unabhängig voneinander -CR9R10-, -S-, -Se-, -NR11-, -CH=CH- oder -O-; R1 bis R8 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom; R1 bis R8 können eine Mehrzahl von Atomen repräsentieren, so dass zumindest eines der Paare R1 und R3, R2 und R4, R5 und R7, R6 und R8, R1 und X1 und R2 und X2 unter Bildung eines aliphatischen 5-gliedrigen Rings oder 6-gliedrigen Rings, eines aromatischen 6-gliedrigen Rings oder eines substituierten aromatischen 6-gliedrigen Rings miteinander verbunden sein kann;

    R9 und R10 repräsentieren jeweils unabhängig voneinander eine Alkylgruppe oder repräsentieren =CH-, welche unter Bildung eines Rings kombiniert werden; R11 repräsentiert eine Alkylgruppe;

    X repräsentiert ein Gegenion, das zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung erforderlich ist; und

    Z2 ist eine Polymethinkette von zumindest 5 Kohlenstoffatomen.
  31. Im wärmemodus anwendbares bildgebendes Material gemäss Anspruch 2, worin das Infrarotabsorptionsmittel durch die folgende allgemeine Formel (3) repräsentiert wird:
    wobei in der Formel: jedes von RF4, RF5, RF6 und RF7 unabhängig voneinander einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen oder eine Alkylgruppe repräsentiert und zumindest eines von RF4, RF5, RF6 und RF7 repräsentiert einen fluorhaltigen Substituenten mit zumindest 5 Fluoratomen, wobei der fluorhaltige Substituent repräsentiert wird durch -(CH2)n(CF2)mCF3 oder -(CH2)n(CF2)(CF2)mH, worin n eine ganze Zahl von 0 bis 6 bezeichnet und m eine ganze Zahl von 2 bis 16 bezeichnet; Z3 repräsentiert eine Pentamethingruppe, welche einen Substituenten tragen kann, der ausgewählt ist aus Halogenatomen, Hydroxylgruppen, Alkylgruppen mit gegebenenfalls einem weiteren Substituenten, Arylgruppen mit gegebenenfalls einem weiteren Substituenten und heterocyclische Gruppen und welche auch einen Cyclohexenring oder Cyclopentenring enthalten können, der gebildet wird durch gegenseitige Verbindung von Substituenten an zwei Methinkohlenstoffen der Pentamethingruppe, wobei der Ring weiterhin einen Substituenten, ausgewählt aus Alkylgruppen und Halogenatomen, tragen kann; und

    X repräsentiert ein Gegenion, das erforderlich ist zur Neutralisierung einer elektrischen Ladung.
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