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Dokumentenidentifikation DE69926069T2 05.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001093725
Titel Horizontalgiessanlage
Anmelder Ferrero oHG mbH, 35260 Stadtallendorf, DE
Erfinder Giamello, Bruno, 12051 Alba (Cuneo), IT
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69926069
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.10.1999
EP-Aktenzeichen 998306559
EP-Offenlegungsdatum 25.04.2001
EP date of grant 06.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2006
IPC-Hauptklasse A23G 1/20(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A23G 3/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gießanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine Anlage dieser Art ist zum Beispiel aus der DE-A-1 782 745 bekannt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anlage der vorgenannten Art anzugeben, die in Bezug auf mindestens drei unterschiedliche Aspekte verbessert ist:

  • – Vielseitigkeit, also eine Gießanlage angeben zu können, die unterschiedliche Materialien, wie zum Beispiel Schokolade, cremige oder pastenartige Substanzen, die möglicherweise Körner enthalten, und Flüssigkeiten, etc. gießen kann, wobei sie so betrieben werden kann, dass sowohl Spritzer des Materials, als auch unterschiedlich geformte Streifen oder Linien (sogenannte „Zungen" gegossenen Materials) gegossen werden können, wobei die Anlage möglicherweise auch derart anpassbar ist, dass Produkte unterschiedlicher Größen hergestellt werden können,
  • – Dosiergenauigkeit, und
  • – Hygiene, insbesondere in Bezug auf die Fähigkeit, die Einbindung jeglicher Luftblasen in das gegossene Material zu verhindern, der Möglichkeit, Wartungsarbeiten einfach durchzuführen, und die Fähigkeit, auch nur den geringsten Kontakt der betriebenen Teile der Anlage (zum Beispiel der Lager, etc.) mit dem zu gießenden Material zu vermeiden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Anlage mit den besonderen, in den beigefügten Ansprüchen genannten Merkmalen gelöst.

In der derzeit bevorzugten Ausführungsform besteht die erfindungsgemäße Anlage aus vier Hauptteilen, nämlich einem Stütztisch, einem auf dem Stütztisch angebrachten beweglichen Wagen, der den Gießformen, in die der Gießvorgang stattfindet, folgen kann, einem Dosierbehälter, in dem das zu gießende Material angeordnet ist (also das zu gießende Erzeugnis, das durch einen Rührer in Bewegung gehalten wird), und einem Dosierkopf mit den entsprechenden Ventilen und Kolben.

Alle diese Teile sind vorzugsweise aus emailliertem oder rostfreiem Stahl hergestellt.

Die Gieß- oder Dosiereinheit kann wahlweise ausgetauscht werden, um die Anlage an die Herstellung von Erzeugnissen unterschiedlicher Größen anzupassen, ohne den Wagen, die kinematischen Ansteuerungsmechanismen oder die Steuerungselemente auszutauschen. Insbesondere können diese letztgenannten Elemente mit einer weniger strengen Genauigkeit hergestellt werden, als die Dosiereinheit, die vorzugsweise mit strengeren Toleranzen hergestellt wird. Die Dosiereinheit ist vorzugsweise mit einer Mehrzahl von Dosierkolben ausgestattet. Insbesondere ist es möglich, entweder eine sehr große Anzahl von Kolben kleinen Durchmessers zu verwenden, oder eine kleine Anzahl von Kolben größeren Durchmessers, um entweder sehr kleine Portionen in Gießformen mit einer großen Anzahl von Zellen oder große Portionen in Gießformen mit einigen Zellen gießen zu können. Diese Anpassung der Anlage an unterschiedliche Produktionstypen ist daher einfach durch Tausch der Gießplatte und Ausschluss einer gewissen Anzahl von Kolben oder (für weitreichendere Änderungen in der Produktion) durch Tausch der Dosiereinheit als Ganzer zu erreichen. Daher kann eine Anlage mit einem hohen Grad an Vielseitigkeit angegeben werden.

In der derzeit bevorzugten Ausführungsform wird in der erfindungsgemäßen Anlage eine direkte Beziehung zwischen dem Gießkolben und der zu füllenden Zelle hergestellt, wodurch die übliche Anordnung vermieden wird, in der einige Kolben parallel zueinander dazu verwendet werden, das in eine gewisse Anzahl von Zellen zu gießende Material zu dosieren, wodurch zwar die gepumpte Gesamtmenge konstant ist, diese jedoch nicht immer gleichmäßig auf die verschiedenen Zellen verteilt wird. In der Tat werden, wenn eine Gießdüse blockiert oder verschmutzt ist, unweigerlich größere Mengen des zu gießenden Materials in die Zellen portioniert, die von den anderen Gießdüsen beschickt werden. Die Anlage gemäß der Erfindung sieht vorzugsweise vor, dass die oder jede Reihe von Kolben (vorzugsweise werden zwei Reihen dieser Art verwendet, die in einer „Boxer" Anordnung betrieben werden) von einer zugeordneten Antriebseinheit angesteuert werden. Wenn mehrere Reihen von Kolben vorgesehen sind ist es daher möglich, nur einige der Reihen (zum Beispiel jede zweite) zu betreiben, während die übrige Reihe oder Reihen deaktiviert bleiben, zum Beispiel, weil die entsprechenden Zellen, in die gegossen werden soll, zur fraglichen Zeit nicht verfügbar sind (durch eine fehlende Gießform oder ein fehlendes zu füllendes Erzeugnis). Der Gießvorgang kann auch von einer Reihe zu der nächsten aufgeteilt werden (im Bezug auf die Dosierung des zu gießenden Materials). Die Kolben der oder jeder Reihe werden vorzugsweise von einer Schubstange und einer Kurbeleinheit mit einer oszillierenden Bewegung angetrieben, die auf eine Platte wirken, an der die hinteren Enden der Kolben einer Reihe angelenkt sind. Durch die gelenkige Befestigung können eventuell vorhandene Fehlausrichtungen der Kolben bezüglich der jeweiligen Zylinder, eventuelle Montagetolleranzen und thermische Ausdehnung ausgeglichen werden. Dies beugt einer Ovalisierung der Zylinder, einem Festgehen der Kolben und einer ungleichmäßigen Abnutzung jeglicher Dichtungen und der Zylinder vor, die einen Verlust von Erzeugnis durch Undichtigkeiten bewirken könnten. Wie bereits erwähnt, können die nicht benötigten Kolben von der Reihe ausgeschlossen werden, wobei die Anzahl der verwendeten Kolben entsprechend der Anzahl der zu füllenden Zellen angepasst wird.

Als Ergebnis können ein hohes Niveau an Dosiergenauigkeit verbunden mit einem hohen Grad an Flexibilität beim Betrieb erreicht werden.

Weiterhin bezüglich der derzeit bevorzugten Ausführungsform umfasst die Anlage gemäß der Erfindung, da ein Rührer dem Behälter, in dem das zu gießende Material angeordnet ist, zugeordnet ist, einen eine schwingende Bewegung ausführenden Rührer, wobei dessen Schaufel nicht aus dem Material auftaucht, so dass der Einschluss jeglicher Luftblasen vermieden wird. Die entsprechenden Stützlager sind außerhalb des Behälters angeordnet und die Rühreinheit kann zur Reinigung einfach entfernt werden, da sie nicht zu Undichtigkeiten neigt, da sie keine Dichtungen aufweist. Die Geschwindigkeit des Rührers kann wahlweise entsprechend des verarbeiteten Erzeugnisses verändert werden. Die besondere Form der Schaufel stellt ein Vermeiden von Stockungen sicher und verhindert gleichzeitig eine Abschirmung der Eintrittsöffnungen der Kolben. Ein Austreten des Erzeugnisses an den Enden der Dosierventile kann durch entsprechende Dichtungen vermieden werden. Die verwendeten Materialien, die mit dem Erzeugnis in Kontakt kommen, sind mit Nahrungserzeugnissen verträglich und auf jeden Fall sind die äußeren Oberflächen des Behälters und der Ummantelung gefräst, so dass sie einfach zu reinigen sind. Der Behälter kann zusammen mit den Kolben, Ummantelungen, Ventilen und Rührer für Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf eine Seite der Anlage (der Seite des Bedieners) verschoben werden. Zu diesem Zweck kann der Behälter auf zwei Schienen gleiten, die an dem Wagen befestigt sind und diagonal relativ zu der Anlage angeordnet sind.

Ein ummantelter und geheizter Behälter ist vorzugsweise in der tieferen Position des Wagens vorgesehen, so dass, wenn keine Gießformen vorhanden sind, Testgießungen durchgeführt werden können, möglicherweise mittels manueller Ansteuerung, und deren Erzeugnis einfach gesammelt werden kann. Dies vermeidet die Verwendung unhygienischer Sammelpfannen die in jedem Fall Elemente aufweisen die schwierig hygienisch rein zu halten sind.

Die Erfindung wird nun ausschließlich anhand eines nicht einschränkenden Beispiels unter Bezug auf die beigefügten Figuren beschrieben, wobei:

1 eine allgemeine seitliche Draufsicht auf eine Gießanlage gemäß der Erfindung ist,

2 eine Ansicht ist, die im Wesentlichen der Ansicht der 1 entspricht, in einem etwas vergrößerten Maßstab wiedergegeben ist und auf den oberen Bereich der in 1 sichtbaren Anordnung beschränkt ist, und, darüber hinaus, bei der einige Teile zugunsten einer besseren Übersichtlichkeit der Darstellung weggeschnitten/aufgeschnitten sind,

3 eine allgemeine Vorderansicht der Anlage der vorhergehenden Figuren ist,

4 eine Ansicht ist, in der der in 2 mit dem Pfeil IV bezeichnete Ausschnitt in einem vergrößerten Maßstab und in einer anderen Betriebsposition, als der in 2 abgebildeten, gezeigt ist, und

5 eine Ansicht ist, die weitere Komponenten der Anlage der vorhergehenden Zeichnungen in einem vergrößerten Maßstab zeigt.

Eine Gießanlage entsprechend der Erfindung, die in den beigefügten Zeichnungen im Allgemeinen mit 1 bezeichnet ist, ist in der beschriebenen Ausführungsform dazu vorgesehen, mit zu gießenden Materialien verwendet zu werden, die aus Nahrungserzeugnissen in einem flüssigen oder halbflüssigen Zustand bestehen. Typischer weise sind dies Nahrungsprodukte wie Schokolade, cremige oder pastenartige Füllsubstanzen, die möglicherweise Körner oder Flüssigkeiten enthalten, Flüssigkeiten wie Sirupe, etc. Wie bereits erwähnt, ist eine wichtige Eigenschaft der Anlage gemäß der Erfindung ihre Vielseitigkeit: Natürlich beeinflussen jedoch die spezifischen Eigenschaften der Erzeugnisse, die gegossen werden, die Eigenschaften der Anlage nicht wesentlich.

In der gezeigten Ausführungsform ist die Anlage 1 dazu vorgesehen, ein Nahrungserzeugnis in flüssiger Form in Erzeugnisse zu gießen, die in Gießformen S angeordnet sind, die sich auf einer Förderanlage C in horizontaler Richtung fortbewegen (von links nach rechts bezüglich des Betrachtungspunkts der Zeichnungen). Diese Förderanlage kann zum Beispiel ein motorgetriebenes Kettentransportband sein (ein Teil der Antriebskette des Transportbandes, mit K bezeichnet, ist in den 1 und 2 sichtbar).

Zur Verdeutlichung – aber ohne den Umfang der Erfindung einzuschränken – können die fraglichen Erzeugnisse zum Beispiel durch halbkugelförmige Waffeln ausgebildet sein, die als Ergebnis des in der Anlage 1 durchgeführten Gießprozesses in ihrem Inneren eine Masse einer nach Schokolade schmeckenden Füllungscreme aufnehmen. Die Erzeugnisse, in die der Gießvorgang vorgenommen werden soll, sind jeweils in Zellen der Gießformen angeordnet und der Gießvorgang muss natürlich in einer gezielten Weise vorgenommen werden, so dass eine entsprechend dosierte Menge des Füllmaterials das Innere jeder Zelle unter zentrierten Bedingungen erreicht.

Gießformen dieser Art und die jeweiligen Förderanlagen (und Wende- und Schließsysteme) sind im Stand der Technik bekannt, wie zum Beispiel in EP-A-083 324, EP-A-0 583 739 oder EP-A 0 583 740.

Das Material könnte jedoch auch in andere Gießbereiche, als die Zellen der Gießformen S gegossen werden, zum Beispiel direkt in die Gießformen, um feste Körper wie Schokoladen, Baiser, etc. zu formen, oder direkt auf zum Beispiel mit Streifen aus Schokolade oder Creme zu verzierende Erzeugnisse gegossen werden.

In der gezeigten Ausführungsform ist die Anlage 1 im Wesentlichen aus vier Hauptteilen zusammengesetzt, nämlich:

  • – einem Stütztisch 2,
  • – einem auf dem Stütztisch 2 montierten Wagen 3, der eine Vor- und Zurückbewegung in Übereinstimmung mit der Richtung des Fortschreitens der Gießformen S auf der Förderanlage C durchführen kann,
  • – einem Behältnis in Form eines Dosierbehälters 4, der von dem Wagen 3 in einer Position oberhalb des Förderweges der Gießformen S getragen wird, und
  • – einer Dosiereinrichtung 5, die unterhalb des Behälters 4 und oberhalb des Bewegungsweges der Gießformen S angeordnet ist.

Der Stütztisch 2 ist durch einen massiven metallenen Rahmen mit Stützbeinen 21 ausgebildet und trägt auf der oberen Seite, möglicherweise zusätzlich zu klammerartigen Elementen 22 zur Abstützung der Förderanlage C, einen Satz horizontaler Führungen 23, an denen der Wagen 3 zur Durchführung der Vor- und Zurückbewegung befestigt ist. Die Führungen 23 sind vorteilhaft unterhalb des Förderweges der Gießformen S auf der Förderanlage C angeordnet.

Der Wagen 3 weist untere, sich drehende Körper auf, wie zum Beispiel Räder oder Rollen 32. Hierdurch wird selbstverständlich nur eine der vielen funktionell äquivalenten Wahlmöglichkeiten angegeben, die einem Fachmann geläufig sind und die daher nicht weiter beschrieben werden, da sie für den Zweck der vorliegenden Erfindung offensichtlich sind.

Die Vor- und Zurückbewegung des Wagens 3 auf dem Stütztisch 2 wird durch eine Schubstange und eine Kurbeleinheit 24, die von einem innerhalb des Tisches angebrachten und daher in den Zeichnungen nicht explizit gezeigten Motor angetrieben wird, aufgebracht. Die Einheit 24 kann vorteilhaft in der in EP-A-0 614 733 beschrieben Weise betrieben werden, also so, dass sich der Wagen 3 mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegen kann, wobei er den Gießformen S, in die das Gießen durchgeführt wird, folgt.

In einem Ausführungsbeispiel, das aus im Folgenden klar werdenden Gründen weniger bevorzugt ist, könnte der Wagen 3 einfach eine obere Erweiterung des Tisches 2 sein, die feststeht und daher nicht relativ zu dem Tisch 2 bewegbar ist.

Der obere Bereich des Wagens 3 (egal, ob er beweglich oder feststehend ist) weist eine brückenartige Struktur auf (vergleiche 3), wobei der Grund hierfür ist, dass sich die Förderanlage C und der Strom der von dieser getragenen Gießformen S natürlich der Länge nach durch den Wagen 3 mit dem in einer höheren Position angeordneten Behälter 4 hindurch bewegen können muss.

Der Behälter 4 ist vorzugsweise in der Form eines Körpers mit einer im Wesentlichen halbzylindrischen Innenfläche (vergleiche die ausgeschnittene Ansicht im oberen Teil der 2) ausgebildet, wobei eine motorgetriebene Welle 40 entlang der primären Achse X4 der halbzylindrischen Oberfläche angeordnet ist. Die Welle 40, die von einem in den Zeichnungen nicht direkt sichtbaren Motor angetrieben wird, führt eine sich hin- und herdrehende Bewegung aus, die in eine entsprechende schwingende Bewegung einer Rührschaufel 41 umgewandelt werden kann. Die Schaufel 41 hat vorzugsweise eine gitterartige Struktur, die das Vermeiden von Stockungen in dem zu gießenden Material, das in den Behälter 4 gegossen wird, sicher stellt (in Übereinstimmung mit bekannten Kriterien).

Der Behälter 4 kann weiterhin auch Heizmittel aufweisen, zum Beispiel in Form elektrischer Widerstände, die vorzugsweise (an verschiedenen Stellen des Behälters) innerhalb eines röhrenförmigen Mantels, der vorzugsweise aus Stahl besteht, angeordnet sind, wobei dieser Mantel in dem gegossenen Körper des Behälters 4 integriert ist, der vorzugsweise als einteiliger Körper aus Hartaluminium ausgeführt ist. Diese Wahl bedeutet, dass während der Herstellung des Behälters 4 das geschmolzene Aluminium auf eine optimale Weise zwischen den Schleifen der Röhren, in denen die Heizwiderstände angeordnet sind, verteilt wird und daher optimale Bedingungen zum Wärmeaustausch erreicht werden.

Es ist, zumindest im Prinzip, möglich zu erwägen, auch Heizelemente in der Schaufel 41 anzubringen.

Die schwingende Bewegung der Schaufel 41 in dem Behälter 4 wird aufgrund genereller Symmetrieerwägungen um eine zentrale vertikale Position, die in dem durchgezogenen Umriss in 2 gezeigt ist, durchgeführt.

Eine der Endpositionen, die von der Schaufel 41 während der obengenannten schwingenden Bewegung erreicht wird, ist mit einem durchbrochenen Umriss in der selben Zeichnung gezeigt. Die gegenüberliegende Endposition ist nicht gezeigt, ist aber relativ zu der zentralen vertikalen Position symmetrisch zu der im durchbrochenem Umriss gezeigten.

Diese Wahl ist mit der Tatsache verbunden, dass der in der beschriebenen Ausführungsform gezeigte Behälter 4 dazu vorgesehen ist, zwei Reihen von Kolben 51 zu versorgen, die von der Gießeinheit 5 umfasst sind. Dies findet durch zwei entsprechende Öffnungen 42 statt (wobei nur eine von diesen ausdrücklich in 2 gezeigt ist), die sich entlang zweier Erzeugenden der darüber hinaus kontinuierlichen halbzylindrischen Oberfläche, die die innere Form des Behälters definiert, erstrecken. Die Öffnungen 42 sind vorzugsweise in symmetrischen Positionen relativ zu der zentralen vertikalen Position der schwingenden Bewegung der Schaufel 41 angeordnet.

Obwohl diese Anordnung vorgezogen wird, ist sie nicht unbedingt erforderlich. Der Behälter 4 könnte tatsächlich auch eine andere Anzahl an Öffnungen 42 zur Bereitstellung des Erzeugnisses, das von der Gießeinheit 5 gegossen wird, aufweisen.

Um ein anschauliches Beispiel zu geben, könnte der Behälter 4 auch eine einzige Öffnung dieser Art haben, die an seiner tiefsten Stelle angeordnet ist und die sich entlang einer Erzeugenden der halbzylindrischen Oberfläche, die den inneren Hohlraum des Behälters definiert, erstreckt. In der hier beschriebenen Ausführungsform sind die Öffnungen 42 in der Form von Schlitzen ausgebildet, die sich gleichmäßig entlang der Ausdehnung des Behälters 4 erstrecken. Natürlich können die fraglichen Öffnungen 42 tatsächlich auch durch mehrere separate Öffnungen ausgebildet sein, die entlang der inneren Oberfläche des Behälters angeordnet sind. Diese Lösung kann angewendet werden, wenn zum Beispiel eine größere Anzahl von Reihen von Kolben, zum Beispiel vier separate Reihen, die in gegenüberliegenden Paaren an den Längsseiten des Behälters 4 angeordnet sind, vorgesehen sind und versorgt werden müssen.

In jedem Fall kann die Schaufel 41 vorzugsweise zumindest den Bereich, in dem die Öffnung oder die Öffnungen 42 angeordnet sind, mit ihrem unteren Ende 41a, das sich in der Nähe der inneren Oberfläche des Behälters 4 bewegt, überstreichen. Jegliche Stockung oder Blockierung der Öffnungen 42 durch das zu gießende Material wird so vermieden.

Die Lager 43, die die Schaufel 41 (insbesondere den Schaft 40) tragen, sind außerhalb des Behälters angeordnet. Diese Anordnung, in Verbindung mit der Tatsache, dass die Bewegung der Schaufel 41 so geregelt wird, dass die Schaufel nicht aus dem Erzeugnis auftaucht (und daher der Einschluss von Blasen vermieden wird), ist vorteilhaft aus Gründen der Hygiene.

Es ist auch ersichtlich, dass die beschriebene Rühreinheit die Verwendung von Dichtungen nicht benötigt und für Reinigungs- und Wartungsarbeiten einfach aus dem Behälter 4 herausgenommen werden kann.

Die Gießeinrichtung 5 erstreckt sich im Wesentlichen horizontal. In der gezeigten Ausführungsform umfasst die Einheit 5 zwei Reihen von Kolben 51, derer jede von einer der Öffnungen 42 im unteren Bereich des Behälters 4 versorgt wird. Dies stimmt mit einer Anordnung überein, die – mit Bezugnahme auf die übliche Terminologie im Bereich der Verbrennungsmotoren – als „Boxer" Anordnung definiert werden kann. Im Wesentlichen ist dies eine gegenüberliegende Anordnung, die im Wesentlichen reflexionssymmetrisch bezüglich der gedachten, sich vertikal und längserstreckenden Mittelebene des Wagens 3 (in der Praxis erstreckt sich die gedachte vertikale und längserstreckende Ebene des Wagens 3 durch die Achse X4, um die die Schwingung der Schaufel 41 stattfindet) ist. Die folgende Beschreibung wird sich ausdrücklich nur auf eine der fraglichen Reihen 51 beziehen, unter der Annahme, dass die andere Reihe strukturell identisch ist, weiterhin unter der Annahme der Reflektionssymmetrie. Es wird jedoch noch einmal darauf hingewiesen, dass die Anordnung entsprechend der Erfindung in keiner Weise auf das Vorliegen nur einer oder zweier Reihen von Kolben beschränkt ist. Es können tatsächlich eine beliebige Anzahl von Reihen von Kolben vorgesehen sein. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich daher auf eine der Reihen, die in identischer oder beinahe identischer Weise für jede mögliche Anzahl von Reihen reproduziert werden kann.

Die im Wesentlichen horizontale Form der Reihe der Kolben 51 ist der Tatsache geschuldet, dass die Kolben sich horizontal und daher quer bezüglich der Gießbewegung (die in einer vertikalen Richtung stattfindet) des im Behälter 4 gesammelten Erzeugnisses erstrecken und sich in dieser Richtung bewegen.

Zu diesem Zweck umfasst die Gießeinheit für jede Reihe der Kolben 51 einen Kopf 53 (einen separaten Kopf für jede Reihe von Kolben oder ein gemeinsamer Kopf für mehrere Reihen von Kolben), der eine obere Öffnung 54 aufweist, die mit der oder einer jeweiligen Öffnung 42 verbunden ist um das zu gießende Material, das aus dem Behälter 4 herausfällt, zu erhalten und eine Mehrzahl abwärts gerichteter Dosierkanäle 55, von denen jeder mit einer entsprechenden Gießdüse 56 verbunden ist. Die letztere ist dafür vorgesehen, das zu gießende Material zur fraglichen Zeit in eine entsprechende Zelle der darunter liegenden Gießform S zu leiten, vorzugsweise unter der Bedingung einer relativen Nullbewegung, die der normalen Bewegung des Wagens, der den Gießformen S folgt, geschuldet ist. Es ist jedoch zu erkennen, dass die Fähigkeit – des Wagens 3 und daher den von diesem getragenen Düsen 56 – den Gießformen S zu folgen eine Auswahl darstellt, die zwar bevorzugt, aber nicht notwendig für die Ausführung der Erfindung ist. Die Struktur des Gießbehälters 4 und der Gießeinheit 5 kann auch in einer feststehenden Anlage verwendet werden, also einer Anlage, bei der der Wagen 3 nicht relativ zu dem Tisch 2 bewegt wird, sondern ein Teil ausbildet, der an dem Tisch 2 festgelegt ist. Natürlich ist es notwendig, wenn diese Lösung verwendet wird, die Bewegung der Förderanlage C während des Gießvorganges zu stoppen, so dass die Gießformen S, in die das Gießen vorgenommen wird, zeitweilig stationär gegenüber den Düsen 56 gehalten werden.

Die bevorzugte Ausführungsform, in der vorgesehen ist, dass der Wagen 3 den Gießformen S folgt, ist vorteilhaft, da sie verwendet werden kann, während die Gießformen S in einer kontinuierlichen Bewegung gehalten werden und es daher nicht notwendig ist, die Förderanlage C bei jedem Gießvorgang anzuhalten. Natürlich ist es auch möglich einzurichten, dass der Gießvorgang von einer kontrollierten Relativbewegung zwischen den Düsen 56 und den Gießformen S begleitet wird, um eine gegossene „Zunge" herzustellen.

Nun wird noch einmal Bezug auf die Struktur der Gießeinheit genommen, wobei das Erzeugnis, das in seinem flüssigen Zustand in dem Behälter 4 ist, durch die Gravitation dazu neigt, aus dem Behälter durch die Öffnungen 42 und 54 und die Kanäle 55 in Richtung der Düsen 56 zu fließen. Diese Bewegung wird durch eine drehbare Verteilereinheit (die aus Gründen der Knappheit „Ventil" genannt wird und detaillierter in 4 zu sehen ist) gesteuert, die in einem vorzugsweise eine horizontale Achse aufweisenden zylindrischen Hohlraum 57 angebracht ist, der in dem Kopf 53 in einer Zwischenposition zwischen der Öffnung 54 und den Kanälen 55 eingeformt ist.

Es wird noch einmal darauf hingewiesen, dass sich die hier angegebene Beschreibung auf eine einzige Reihe von Kolben 51 bezieht.

Der Verteiler oder das Ventil ist zusammengesetzt aus einem annähernd halbzylindrischen Körper 58, der innerhalb des Hohlraums 57 angeordnet ist und der in einer hin- und hergehenden Bewegung um die Hauptachse X57 des Hohlraums 57 rotieren kann. Diese Bewegung wird aufgrund der Wirkung entsprechender Antriebsmittel durchgeführt, die in den Zeichnungen nicht ausdrücklich gezeigt sind, aber bekannter Bauart sind.

Eine Mehrzahl abgewinkelter Kanäle 59 erstrecken sich durch den Körper des Ventils 58, die die Aufgabe haben, die Kanäle 55, die das zu gießende Material an den Düsen 56 bereitstellen, wahlweise in Verbindung mit den einzelnen Zylindern 60 zu bringen, in denen die Kolben 51 arbeiten. Genauer erstreckt sich mindestens ein Abschnitt (der mit 59 bezeichnet ist) jedes Gießkanals durch das Verschlusselement 58 hindurch, das zwei Reihen von Löchern aufweist, die zur Verbindung der genannten Abschnitte der Kanäle mit den Gießdüsen 56 und mit den Zylindern 60 dienen, in denen sich die Kolben 51 bewegen. Die Reihen der Löcher sind in Positionen angeordnet, die annähernd rechtwinklig zu der Achse X57 liegen.

Insbesondere kann das Ventil 58 zwischen zwei Betriebspositionen hin- und herbewegt werden.

Die erste Position kann als Ladeposition bezeichnet werden, also eine Vorbereitungsposition zum Gießen. Dies ist die detaillierter in 4 gezeigte Position, in der das Ventil in einer Weise ausgerichtet ist, in der die Zylinder 60 in Verbindung mit dem oberen Bereich des Hohlraums 57, der von dem Ventil 58 freigelassen wird, stehen, wobei das Ventil im Wesentlichen in dessen unterem Bereich angeordnet ist. Das zu gießende Material, das vom Behälter 4 kommt (durch die Öffnungen 42 und 54) kann daher in die Zylinder 60 eingezogen werden durch die Kolben 51, die in die Zylinder 60 hereingezogen werden, wobei sie sich von links nach rechts bezüglich der Reihe von Kolben 51, die auf der rechten Seite der 2 detailliert gezeigt ist, bewegen.

Die zweite Position, die als Gießposition bezeichnet werden kann, ist in der 2 gezeigt. In dieser Position ist das Ventil 58 in einer Weise ausgerichtet, in der jeder der Kanäle 59 an einem Ende (dem unteren Ende) mit einem jeweiligen Kanal 55 verbunden ist und am gegenüberliegenden Ende (im Wesentlichen auf der Seite des Hohlraums 57) mit einem entsprechenden Zylinder 60 verbunden ist, in dem der entsprechende Kolben 51 vorbewegt wird. Das Ausmaß des jeweiligen Vorwärtsschubs bestimmt in Abhängigkeit von dem Querschnitt des jeweiligen Zylinders 60 sehr genau die Menge des Gießerzeugnisses, das durch die Düsen 56 ausgetrieben wird.

Es ist einzusehen, dass nach einigen anfänglichen Zyklen, in denen sich die beschriebenen Kanäle füllen können, das zu gießende Material die Kanäle 59, die Kanäle 55 (und ihre Erstreckungen in Richtung der Düsen 56) sowie die Abschnitte der Zylinder 60 die in Richtung des Hohlraums 57 zeigen, ausfüllt und das Material von den Kolben 51 zur fraglichen Zeit freigesetzt wird.

Das Zurückziehen der Kolben 51 während sich das Ventil 58 in der in 4 gezeigten Position befindet, hat die Funktion, diese Abschnitte der Zylinder 60 nachzufüllen. Wenn dann die in 2 gezeigte Arbeitsposition wieder hergestellt ist, korrespondiert daher das Volumen des Erzeugnisses, das durch jede Düse 56 gegossen wird, genau mit dem Volumen des Längsabschnitts des entsprechenden Zylinders 56, der in die Vorwärtsbewegung des entsprechenden Kolbens 51 einbezogen ist.

In der hier beschriebenen Ausführungsform, die dazu vorgesehen ist, eine ziemlich große Anzahl von Düsen 56 zu versorgen, sind die Kolben 51 in der Form nahezu nadelartiger Schubstangen ausgebildet, die an ihren im Wesentlichen halbkugelförmigen hinteren Enden 62 (vergleiche 5) an einer Stützplatte 61 angelenkt sind. Diese Platte ist wie ein Schieber horizontal vor und zurück beweglich aufgrund, zum Beispiel, ihrer Verbindung zu einer Schubstange und einer Kurbeleinheit, die von einem entsprechenden Motor, der im Wesentlichen außerhalb des Wagens 3 angeordnet ist, angetrieben wird. Natürlich ist dies nur eine der vielen möglichen funktionell äquivalenten Möglichkleiten, die dem Fachmann auf diesem Gebiet klar sind und daher nicht weiter beschrieben oder in den Figuren gezeigt werden, da sie für den Zweck der vorliegenden Erfindung naheliegend sind.

Das vordere Ende 65 jedes Kolbens weist einen von einer sich axial erstreckenden und aus einem dehnbaren Material, zum Beispiel einem Kunststoffmaterial, hergestellten Buchse 67 umschlossenen Abschnitt auf, der eine Dichtung 69 aufweist.

Erstens einmal ermöglicht die gezeigte Anordnung, dass für alle Kolben 51 der gleiche Hub erreicht wird, wodurch ein hoher Grad an Gleichförmigkeit des Gießvorgangs in den unterschiedlichen Düsen 56 erreicht wird, unabhängig vom Vorliegen irgendwelcher Spuren von Material an einer oder mehreren Düsen 56 und wirkt stark einem möglichen Aufkommen von Verstopfungen entgegen.

Als zweites ermöglicht die gelenkige Anlenkung der hinteren Enden 62 der Kolben 51 an die Platte 61 und die Anwesenheit der Buchsen 67 an ihren vorderen Enden 65 eine schwimmende Lagerung der Kolben 51 und deren automatische Ausrichtung bezüglich der Profile der Zylinder 60. Insbesondere werden hierdurch jegliche Fehlausrichtung der Kolben 51 bezüglich der jeweiligen Zylinder 60, Montagetoleranzen und Wärmeausdehnung ausgeglichen. Hierdurch wird der Ovalisierung der Zylinder 60, Verklemmungen der Kolben 51 und möglicher Abnutzung mit dem daraus resultierenden Verlust von Erzeugnissen wegen Undichtigkeiten vorgebeugt.

Es ist auch möglich, die Anzahl der aktiven Kolben 51 sowie deren Anordnung auf der Platte 61 spezifisch zu variieren, um nur einige der Düsen 56 zu versorgen, ohne die anderen Teile der Anlage modifizieren zu müssen.

Obwohl die Ausrichtungsbewegung des Ventils 58 und die Hin- und Herbewegung der Kolben 51 miteinander koordiniert werden müssen, müssen sie nicht notwendig streng miteinander gekoppelt sein.

Es ist tatsächlich nicht notwendig, jede Ausrichtungsbewegung des Ventils 51 zwischen den in den 2 und 4 gezeigten Positionen und auch umgekehrt mit einer vollen Auszugs- und Rückkehrbewegung der Kolben 51 in den Zylindern 60 zu verbinden.

Es ist tatsächlich möglich, eine bestimmte Menge des zu gießenden Erzeugnisses durch Orientierung des Ventils 58 in der in 4 gezeigten Position und nachfolgendes Zurückziehen der Kolben 51 in die Zylinder 60 zu laden. Sobald das Ventil 58 in die in der 2 gezeigte Position zurückgestellt wurde, erlaubt dies nachfolgende Gießvorgänge. Jeder dieser wird durch Vorschieben der Kolben 51 innerhalb der Zylinder 51 um einen bestimmten Bruchteil des maximalen Vorwärtshubes durchgeführt, wobei zu der Ladeposition der 4 nur nach mehreren, nacheinander ausgeführten Gießvorgängen zurückgekehrt wird (in der Praxis dann, wenn in den Zylindern 60 nicht mehr genügend zu gießendes Material vorhanden ist).

Diese Möglichkeit ist wichtig, da sie ermöglicht, unterschiedliche Mengen des zu gießenden Erzeugnisses zu unterschiedlichen Zeiten bereit zu stellen, zum Beispiel, durch Verwendung eines elektronischen Antriebssystems, das auf die Mittel zum Antrieb der Kolben 51 angewendet wird, ohne dass die jeweilige Regulationsgeometrie verändert werden müsste.

Darüber hinaus ermöglicht bei einer Verwendung der hier beschriebenen Anlage, die mehrere Reihen von Kolben 51 umfasst, das Vorsehen von separaten Antriebseinheiten für die jeweiligen Antriebsmittel, zum Beispiel, dass ein Gießvorgang in nur eine der Gießformen S zum fraglichen Zeitpunkt durchgeführt wird durch zumindest zeitweilige Unterbrechung des Gießvorgangs in der anderen Reihe von Kolben 51 (zum Beispiel, wenn die entsprechende Gießform S versehentlich nicht vorhanden ist oder die zu füllenden Erzeugnisse nicht in der Gießform vorhanden sind). Darüber hinaus können die zwei Reihen von Kolben 51 in einer Weise gesteuert werden, dass sie unterschiedliche Mengen von Erzeugnissen durch ihre zugeordneten Düsen 56 in unterschiedliche Gießformen S, die zur fraglichen Zeit in der Gießregion sind, dosieren.

Die hier beschriebene Ausführungsform bezieht sich auf das Vorliegen von zwei Gießformen S, die sich jeweils gleichzeitig, resultierend aus dem Transport durch die Förderanlage C, unter einer oder den zwei Reihen der Kolben 51 befinden.

Der untere Teil der 1 zeigt die (optionale) Möglichkeit, die Anlage 1 mit einer Einrichtung 7 auszustatten, die die zur fraglichen Zeit einem Gießvorgang unterzogenen Gießform oder Gießformen S zeitweilig anheben kann.

In der gezeigten Ausführungsform wird diese Hebeeinheit von einem Aktuator 71, wie zum Beispiel einer Hydraulik, der mittels eines Satzes von Übertragungshebeln (zum Beispiel eine sogenannte L-förmige Verbindungsplatte 72) auf eine Hebeeinheit 73 – bekannten Typs und nur teilweise in den Zeichnungen gezeigt – wirkt, der von unten auf die zwei Gießformen S, die unter der Gießeinrichtung 5 ausgerichtet sind, zur fraglichen Zeit wirken kann, um einen kleinen Hebeweg relativ zu der Förderanlage C auf diese auszuüben.

Gleichfalls nicht gezeichnet ist das Vorsehen eines ummantelten und geheizten Gefäßes in dem unteren Abschnitt des Wagens 3, das Testgießen bei Fehlen von Gießformen S ermöglicht, möglicherweise mit manueller Steuerung (üblicher Weise, wenn der Wagen 3 stationär ist, selbst wenn er beweglich ausgelegt ist), so dass das Erzeugnis einfach gesammelt werden kann und die Verwendung von Sammelpfannen, die in Bezug auf die Hygiene der Anlage kritisch sein können, vermieden werden kann. Zu diesem Zweck ist die Einheit 7 zum Anheben der Gießformen vorzugsweise so ausgebildet, dass sie seitlich auf die Förderanlage C wirkt, zum Beispiel auf dessen Ketten K, so dass der obere Bereich des Gefäßes zur Aufnahme des Erzeugnisses vollkommen freigelassen ist.

Es ist zu erkennen, dass die Bewegung des Wagens 3 mit der vorschreitenden Bewegung der Förderanlage C verbunden sein kann (in bekannter Weise), entweder in einer Weise, in der ein Fehlen einer Relativbewegung zwischen den Gießdüsen 56 und den darunter liegenden Bereichen (zum Beispiel den Zellen), in die sie die zu gießenden Erzeugnisse gießen, vorliegt oder ein kontrollierter Versatz so vorgenommen wird, dass sich die Düse 56 während des Gießens leicht längs relativ zu den jeweiligen Gießsektionen bewegt um nicht Spritzer, sondern eine Linie oder „Zunge" des zu gießenden Erzeugnisses zu gießen.

Die Gießeinheit und der Behälter 4 weisen auch Mittel (3) zu deren Bewegung in eine Richtung auf, die im Wesentlichen senkrecht sowohl zu der Richtung des Gleitens der Kolben 51, als auch zu der Richtung, in die die dosierte Menge des zu gießenden Materials durch die entsprechenden Gießdüsen 56 ausgetrieben wird und daher insbesondere entlang einer in einer horizontalen Ebene und senkrecht zum Bewegungsweg des Wagens 3 liegenden Achse liegt. Konkret umfassen diese Mittel eine Schnecke 80, die Antriebsmittel 82 aufweist und in einem ein Innengewinde aufweisenden Element 84, das am Wagen 3 fixiert ist, drehbar ist. Eine hin- und hergehende Drehbewegung der Schnecke 80 wird daher eine hin- und hergehende Translationsbewegung des Behälters 4 und der Gießeinheit der Gießdüsen 56 bewirken. Es wird daher möglich, eine wellige Form der sogenannten „Zungen" des zu gießenden Materials zu erreichen, wenn zwischen den Gießdüsen 56 und den darunter liegenden Regionen eine relative Längsbewegung stattfindet, oder „Zungen" herzustellen, die gradlinig quer zum Bewegungspfad des Wagens 3 liegen, wenn keine relative Längsbewegung vorliegt.

Natürlich bleibt das Prinzip der Erfindung das gleiche, auch wenn Details der Konstruktion und Formen des Ausführungsbeispiels unter Berücksichtigung der beschrieben und gezeigten in einem weiten Bereich verändert werden können, ohne dass der Umfang der vorliegenden Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, verlassen wird.


Anspruch[de]
  1. Eine Gießanlage zum Bereitstellen dosierter Mengen eines zu gießenden Materials, umfassend:

    – einen Stützrahmen (2, 3),

    – einen Behälter (4), der mit dem Stützrahmen verbunden ist und der eine Füllung eines zu gießenden Materials aufnehmen kann,

    – eine Gießeinheit (5), die eine Vielzahl von Gießkanälen (55, 59, 60) aufweist, die das zu gießende Material aus dem Behälter (4) aufnehmen können und die jeweils Gießdüsen (56) aufweisen, die mit den unteren Enden der Gießkanäle verbunden sind,

    – mindestens einen Satz Kolben (51), die nebeneinander angeordnet sind und von denen jeder so gelagert ist, dass er jeweils in einem Zylinder (60) gleiten kann, wobei die Gleitbewegung jedes Kolbens (51) in dem jeweiligen Zylinder (60) das Austreiben einer dosierten Menge des zu gießenden Materials durch eine jeweilige Gießdüse (56) bewirkt, und

    – Betätigungsmittel zum Bewirken der Gleitbewegung der Kolben (51) innerhalb der Zylinder (60),

    wobei die Anlage dadurch gekennzeichnet ist, dass jeder Kolben (51) ein näheres Ende (62), das an einer durch die Betätigungsmittel gleitend bewegbaren Platte (61) angelenkt ist, und ein ferneres Ende (65), von dem ein Abschnitt durch eine sich axial erstreckende und aus einem nachgiebigen Material bestehende Buchse (67) bedeckt ist, aufweist, so dass die Kolben gleitend gelagert sind.
  2. Eine Anlage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rührelement (41) mit dem Behälter (4) verbunden ist und durchgehend in dem zu gießenden Material eingetaucht verbleiben kann, so dass das zu gießende Material zur Beschickung der Gießeinheit (5) gerührt werden kann.
  3. Eine Anlage gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührelement (41) eine Schaufel umfasst, die eine schwingende Bewegung um eine im Wesentlichen horizontale Schwingungsachse (X4) ausführen kann.
  4. Eine Anlage gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (4) in der Form eines im Wesentlichen halbzylindrischen Tanks ausgebildet ist, dessen zentrale Achse (X4) die Schwingungsachse der schwingenden Bewegung der Schaufel ausbildet.
  5. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührelement (41) mit diesem verbundene Antriebsmittel aufweist, die im Wesentlichen außerhalb des Behälters (4) angeordnet sind.
  6. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel (41) ein ferneres Ende (41a) aufweist, das sich, als Folge der schwingenden Bewegung, in der Nähe der Wand des Behälters (4) bewegt, wobei die Wand mindestens eine Öffnung (42) zur Verbindung mit der Gießeinheit (5) aufweist, wobei die mindestens eine Öffnung von dem ferneren Ende (41a) der Schaufel (41) während der schwingenden Bewegung überstrichen wird.
  7. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührelement (41) so angebracht ist, dass es von dem Behälter (4) entfernbar ist um Reinigungs- und Wartungsarbeiten zu erleichtern.
  8. Eine Anlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kolben (51) und die jeweiligen Zylinder (60) im Wesentlichen horizontal und quer relativ zu der Zuführungsbahn des zu gießenden Materials von dem Behälter (4) zu den Gießdüsen (56) erstrecken, und dass die Gießeinheit (5) an einer Position zwischen dem Behälter (4) und den Gießdüsen (56) ein bewegliches Verschlusselement (58) umfasst, das mindestens einen Abschnitt (59) jedes Gießkanals (55, 59, 60) festlegt, wobei das Verschlusselement (58) wahlweise orientierbar ist zwischen:

    – einer Position zur Vorbereitung des Gießens in dem das Verschlusselement (58) die Zylinder (60) in Verbindung mit dem Behälter (4) hält und die Kolben (51) die entsprechenden Mengen des zu gießenden Materials dadurch in die Zylinder (60) ziehen können, dass sie in den jeweiligen Zylindern (60) in einer ersten Richtung gleiten, und

    – einer Position zum Gießen, in der die in dem Verschlusselement (58) vorgesehenen Abschnitte der Gießkanäle (59) in Verbindung mit den jeweiligen Zylindern (60) der Kolben (51) und den jeweiligen Gießdüsen (56) gebracht werden und die Kolben (51) die Austreibung entsprechend dosierter Mengen des zu gießenden Materials durch die Gießdüsen (56) dadurch bewirken können, dass sie in den jeweiligen Zylindern (60) in einer zweiten Richtung gleiten.
  9. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel die Platte (61) dazu bringen sich wie ein Schlitten entlang der Achse, die die gleiche Orientierung wie die Kolben (51) aufweist, zu gleiten.
  10. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel eine motorgetriebene Schubstange und eine Kurbeleinheit umfassen, die die Bewegung der Platte, die wie ein Schlitten in erste und zweite Richtungen gleiten kann, bewirken können.
  11. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel so ausgebildet sind, dass sie bewirken, dass die Kolben (51) wahlweise mit wahlweise unterschiedlichen Gleithüben in die zweite Richtung gleiten, um wahlweise die entsprechende Menge des durch die Gießdüsen (56) auszutreibenden, zu gießenden Materials zu variieren.
  12. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (51) des Satzes an einer Stützplatte (61) in einer wahlweise entfernbaren Weise montiert sind.
  13. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass:

    – die Gießeinheit (5) einen zylindrischen Hohlraum (57) mit einer zugehörigen ersten Achse (X57) umfasst,

    – das Verschlusselement (58) durch einen Körper ausgebildet ist, durch den sich zumindest ein Abschnitt (59) jedes Gießkanals (55, 59, 60) erstreckt und der in dem Hohlraum (57) mit dem Vermögen um die erste Achse (X57) zu rotieren, gelagert ist, wobei die Position zur Vorbereitung des Gießens und die Position zum Gießen zwei unterschiedlichen Winkelpositionen der Drehbewegung um die erste Achse (X57) entsprechen.
  14. Eine Anlage gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (58) im Wesentlichen halbzylindrisch ausgebildet, wobei die Abschnitte (59) der Gießkanäle zwei Reihen von Öffnungen, jeweils zur Verbindung mit den Gießdüsen (56) und mit den Zylindern (60), aufweisen, wobei die zwei Reihen von Öffnungen in Positionen, die im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Achse (X57) liegen, angeordnet sind.
  15. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Sätzen von Kolben (51) aufweist, wobei jeder Satz wahlweise die Dosierung des zu gießenden Materials von dem Behälter (4) zu einem entsprechenden Satz Gießdüsen (56) kontrollieren kann.
  16. Eine Anlage gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass getrennte Betätigungsmittel für die Kolben (51) bereit gestellt werden, die in einem Satz der Vielzahl der Kolben umfasst sind, wobei jeder Satz Kolben (51) unabhängig von den anderen Sätzen Kolben (51) betreibbar ist.
  17. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (4) in einer Position über der Gießeinheit (5) angeordnet ist.
  18. Eine Anlage gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (4) wahlweise von dem Stützrahmen (2, 3) entfernbar ist.
  19. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützrahmen (2, 3) einen Stütztisch (2) umfasst, der einen im Wesentlichen horizontalen Bewegungsweg für Gießstellen (S), die zu gießendes Material aufnehmen können, das von den Düsen (56) ausgetrieben wird, definiert, wobei der Behälter (4) und die Gießeinheit (5) oberhalb des Weges angeordnet sind.
  20. Eine Anlage gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin eine mit dem Stütztisch (2) verbundene Hubeinheit (7) aufweist, die wahlweise eine Bewegung zur Anhebung der Gießstellen (S) zu den Gießdüsen (56) ausführen kann.
  21. Eine Anlage gemäß Anspruch 19 oder Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen einen Wagen (3) umfasst, der entlang des Weges gleitend auf dem Stütztisch (2) angebracht ist, wobei mindestens die Gießeinheit (5) auf dem Wagen (3) befestigt ist.
  22. Eine Anlage gemäß Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Behälter (4) auf dem Wagen (3) befestigt ist.
  23. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Gießeinheit (5) Mittel zur Bewegung entlang einer Achse, die im Wesentlichen senkrecht sowohl zu der Achse des Gleitens der Kolben (51), als auch zu der Achse entlang derer die dosierte Menge des zu gießenden Materials aus den jeweiligen Gießdüsen (56) ausgetrieben wird, aufweist.
  24. Eine Anlage gemäß Ansprüche 21 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Bewegung der Gießeinheit (5) entlang einer Achse, die im Wesentlichen senkrecht sowohl zu der Achse des Gleitens der Kolben (51), als auch zu der Achse entlang derer die dosierte Menge des zu gießenden Materials aus den jeweiligen Gießdüsen (56) ausgetrieben wird, eine mit der Gießeinheit (5) verbundene Schraube (80) umfassen, wobei die Schraube Antriebsmittel (82) aufweist und in einem an dem Wagen (3) fixierten, ein weibliches Gewinde aufweisenden Element (84) drehbar ist.
  25. Eine Anlage gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Antriebsmittel (24) mit dem Wagen (3) verbunden sind, um dem Wagen (3) eine Vor- und Zurückbewegung relativ zu dem Stütztisch (2) entlang des Weges zu vermitteln.
  26. Eine Anlage gemäß Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Antriebsmittel (24) so ausgebildet sind, dass sie die Bewegung des Wagens (3) in einer konstanten Geschwindigkeit in einer Richtung der Vor- und Zurückbewegung bewirken.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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