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Dokumentenidentifikation DE102004028231A1 12.01.2006
Titel Vorrichtung zur Keimreduktion an Verpackungsmaterialien und Verpackungsmaschinen durch Ausbringung eines Aerosoles, sowie eines Gasgemisches
Anmelder AIR Solution GmbH, 28309 Bremen, DE
Erfinder Ohlmann, Ralf, 28832 Achim, DE
DE-Anmeldedatum 28.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028231
Offenlegungstag 12.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.2006
IPC-Hauptklasse B65B 55/10(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Keimbelastungen werden während des Verarbeitens und Verpackens von Lebensmitteln nachträglich über Konservierungs- und Pasteurisationsverfahren gesenkt.
Durch die in Punkt 1. beschriebene Vorrichtung werden die Keimbelastungen während des Verarbeitungsprozesses an Oberflächen, der Luft sowie am verpackten Lebensmittel deutlich vermindert und auf ein nachträgliches Reduktionsverfahren, wie auf Konservierungsstoffe, kann verzichtet werden.
Oberflächen und die Umgebungsluft erfahren eine kontinuierliche Keimreduktion.
Die Vorrichtung findet Anwendung auch während des produktbelegten Verarbeitungsvorganges und bei Personalbelegung.
Veränderungen des Verarbeitungsprozesses sind nicht bzw. nur geringfügig notwendig.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen, oder diskontinuierlichen Reduktion mikrobiologischer Belastung auf Verpackungsmaterialien, an und in Verpackungsmaschinen, dem zu verpackenden Produkt, wie z.B. Lebensmittel, sowie der Umgebungsluft. Die Erfindung wird überwiegend bei gleichzeitiger Personalbelegung im Raum und Produktanwesenheit eingesetzt. Dabei ist der sachgerechte Einsatz der Erfindung humangesundheitlich unbedenklich und lebensmittelrechtlich deklarationsfrei. Bei Einsatz der Erfindung wird eine deutliche Reduzierung der Eingangskeimbelastung des zu verpackenden Produktes und die daraus resultierenden Vorteile erzielt.

Stand der Technik

Verpackungsmaschinen, Verpackungsmaterial und das zu verpackende Produkt unterliegen im allgemeinen der Kontamination mit Mikroorganismen durch äußere Einflüsse (z.B. Luftkeimbelastungen, Schmierinfektionen, etc.), wobei die auf der Oberfläche sedimentierten Keime eine Ansiedelung hervorrufen und weitere, mit dieser Oberfläche in Berührung kommende Oberflächen und Produkte kontaminieren.

Zur Eingrenzung der aus diesen Umständen hohen Keimbelastung an den Oberflächen, werden Desinfektionsverfahren (z.B. Alkohole, Wasserstoffperoxyd, Chlor, etc.) eingesetzt, die nicht während des Produktionsprozesses und bei Anwesenheit des Produktionspersonals angewendet werden. Weiterhin wird dabei nur eine temporäre Reduktion der mikrobiologischen Belastung erzielt, die sich während des nachfolgenden Produktionsprozesses wieder aufbaut und somit keine dauerhafte Absicherung gegen eine mikrobiologische Kontamination der zu verpackenden Produkte erreichen lässt.

Aus diesem bestehenden Nachteil der vorliegenden Keimbelastung, ergibt sich ein direkter Einfluß auf z.B. die Haltbarkeit von Lebensmitteln bei verderbniserregenden Keimen (z.B. Schimmelpilzen, Lactobazillen, etc.), oder auch das Vorhandensein pathogener Keime (z.B. Salmonellen, Listerien, etc.) bei Lebensmitteln.

Daher werden als Stand der Technik Pasteurationsverfahren (Erhitzen, Kühlen, Schutzgaszugabe, Vakuumisieren, etc.) eingesetzt, die einen zusätzlichen Aufwand bedeuten und zum Teil eine Auswirkung auf die Produktqualität haben können. Auch ist die Zugabe bei z.B. Lebensmitteln von Konservierungsstoffen geläufig, die jedoch Deklarationspflichtig sind.

Weiterhin sind bei Verpackungsmaschinen bestimmte Bereiche (z.B. Unterbauten, Antriebs- und Führungseinrichtungen, etc.), die keinen direkte Produktberührung haben für Desinfektionsmaßnahmen schlecht zugänglich. Dort befinden sich jedoch optimale Bedingungen für mikrobiologische Ansammlungen, die wiederum eine Auswirkung auf den mikrobiologischen Umfeldstatus haben und zu Rekontaminationen führen können.

Nach dem Stand der Technik sind die zuvor genannten Einschränkungen auf Güte und Haltbarkeit von verpackten Produkten nur mit den oben beschriebenen Parametern umzusetzen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein gleichmäßig reduziertes mikrobiologisches Prozessumfeld in und an Verpackungsmaschinen, dem Verpackungsmaterial, sowie des zu verpackenden Produktes zu erreichen und zu halten. Dabei können Personen unter Arbeitsbedingungen und das zu verpackende Produkt gleichsam bei der Anwendung der Erfindung im Raum sein.

Dieses wird erzielt, indem durch die erfindungsgemäße Verfahrenstechnik, bestehend aus einem, oder mehreren Dosierbehälter/n, einer, oder mehreren Steuereinrichtung/en, sowie einer, oder mehreren an vorher bestimmten Einbringungsorten installierten Ausbringeinheit/en (z.B. Ultraschallvernebler, Sprüheinrichtungen, etc.), kontinuierlich, oder diskontinuierlich ein Entkeimungswirkstoff-Luft Gemisch direkt in die Umgebungsluft und indirekt durch physikalisches Verhalten der ausgebrachten Partikel (z.B. Sedimentation, Adhäsion, etc.), eine konstant niedrige Keimbelastung innerhalb des Produktbereiches und/oder im nicht produktberührten Bereich (Maschinenunterbau, Vakuumpumpe, Kettenführungen, Antriebe, etc.) vorliegt.

Die Maßnahme zur Keimreduzierung durch die Erfindung wird überwiegend während der Produktion, sowie Belegung mit Produkt und Anwesenheit von Personen durchgeführt.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Keimreduktion von Oberflächen und der Luft in und auf Verpackungsmaschinen, sowie der gleichzeitigen Keimreduktion auf dem zu verpackenden Produkt durch die Ausbringung eines Wirkstoff-Luft Gemisches. (Aerosol, Gasgemisch)
  2. Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, das die Entkeimungsmaßnahme während der Belegung mit dem zu verpackenden Produkt durchgeführt wird und sich Personen im direkten Umgebungsumfeld der Entkeimungsmaßnahme befinden können.
  3. Verfahren nach Anspruch 1) oder 2) dadurch gekennzeichnet, das das Wirkstoff-Luft Gemisch über die Luft physikalisch bedingt auf Oberflächen sedimentieren kann und eine Reduktion der Keimbelastung erfolgt.
  4. Verfahren zur Keimreduktion in den produktrelevanten Maschinenbereichen (Verpackungsmaterialfluß, Produktzuführung, Vakuumpumpe, etc.) und den produktunrelevanten Bereichen (Maschinenunterbau, Antriebe, Kettenführungen, Sicherheitsbleche, etc.)
  5. Verfahren nach Anspruch 1) und 2) zur Entkeimung von Packstoffen (z.B. Folien, Becher, Formschalen, Deckel, etc.)
  6. Verfahren nach Anspruch 1) und 2) zur Verbesserung des Umgebungskeimmilieus und gleichzeitiger Absicherung des zu verpackenden Produktes gegen Neuverkeimung durch äußere Einflüsse im Verpackungseinlauf/-zulauf, Produkteinlegebereich, Evakuierungs-/Begasungsbereich und Verschließbereich.
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