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Dokumentenidentifikation DE202005013795U1 12.01.2006
Titel Gefäß
Anmelder Hermanspahn, Michael, 40549 Düsseldorf, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 40474 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202005013795
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.01.2006
Registration date 08.12.2005
Application date from patent application 01.09.2005
IPC-Hauptklasse A47G 7/06(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A47G 19/30(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F21K 2/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Neuerung betrifft ein zu Dekorations- oder Haushaltszwecken dienendes Gefäß zur Aufnahme von Flüssigkeiten, Schüttgut u. dgl. Material, insbesondere Blumenvase, das einen durchsichtigen oder durchscheinenden Boden aufweist.

Ein derartiges Gefäß ist beispielsweise in der DE-GM 203 18 723.7 beschrieben. Diese Veröffentlichung betrifft ein Gefäß, das aus einem Elastomermaterial mit einer Härte und Wanddicke geformt ist, die ein zumindest teilweises Ausbauchen des Gefäßes nach Füllung mit der Flüssigkeit, dem Schüttgut u. dgl. Material bewirken. Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf alle Arten von Gefäßen, die zur Aufnahme von Flüssigkeiten, Schüttgut u. dgl. Material geeignet sind, betrifft jedoch vorzugsweise Gefäße der in der vorstehend genannten Veröffentlichung beschriebenen Art. Hierzu zählen insbesondere Blumenvasen.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gefäß der angegebenen Art so umzugestalten, daß sich hiermit auf einfache Weise spezielle ästhetische Effekte erzielen lassen.

Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß bei einem Gefäß der angegebenen Art dadurch gelöst, daß am oder im Boden des Gefäßes eine Leuchtfolie angeordnet ist.

Durch Inbetriebnahme der am oder im Boden vorgesehenen Leuchtfolien, beispielsweise durch Anschließen derselben an eine geeignete Stromquelle (Netz, Akku, Batterie), wird die Leuchtfolie in einen leuchtenden Zustand versetzt, wobei das von der Leuchtfolie abgegebene Licht den durchsichtigen oder durchscheinenden (transparenten oder opaken) Boden des Gefäßes durchdringt und auf diese Weise den Inhalt des Gefäßes, beispielsweise eine geeignete Flüssigkeit, insbesondere Wasser, zum Leuchten bringt. Auf diese Weise wird mit einfachen Mitteln ein besonderer dekorativer bzw. ästhetischer Effekt erzielt.

Bei der Leuchtfolie handelt es sich vorzugsweise um eine Elektrolumineszenz-Folie. Derartige Folien sind bekannt und brauchen daher hier im einzelnen nicht mehr beschrieben zu werden. Durch das Anlegen eines elektrischen Stromes über in oder an der Folie angeordnete elektrische Leiter wird die Folie zum Leuchten gebracht.

Bei einer einfachen Lösung der vorliegenden Neuerung ist die Leuchtfolie vorzugsweise auf der Unterseite des Bodens des Gefäßes befestigt. Dies stellt eine einfache Montagemöglichkeit dar. Darüber hinaus befindet sich der Boden des Gefäßes zwischen der Leuchtfolie und dem Gefäßinhalt als geeignete Isolation. Die Befestigung kann in einfacher Weise beispielsweise durch Festklemmen, Festkleben, über ein doppelseitiges Klebeband und andere geeignete Befestigungsarten erfolgen. Eine bevorzugte Lösung besteht darin, daß die Leuchtfolie lösbar an der Unterseite des Bodens befestigt ist, so daß sie jederzeit entfernt und ausgetauscht werden kann.

Bei einer besonders bevorzugten Lösung ist die Leuchtfolie in einer Ausnehmung des Bodens angeordnet. Eine solche Ausnehmung ist vorzugsweise als Eintiefung der Bodenfläche des Gefäßes ausgebildet, so daß die Leuchtfolie von unten frei zugänglich ist. Hierdurch kann die Folie rasch ausgetauscht werden.

Da bei dieser Lösung die Gefäßwände die Leuchtfolie seitlich begrenzen, wird die Lichtabgabe zum Boden des Gefäßes hin konzentriert, so daß eine gezielte Lichtabgabe an den Inhalt des Gefäßes erfolgen kann.

Natürlich kann die Leuchtfolie auch in anders ausgebildeten Ausnehmungen im Boden untergebracht sein, beispielsweise in Schlitzen, die im Boden angeordnet und seitlich zugänglich sind. Bei dieser Lösung kann die Leuchtfolie somit in den Bodenschlitz eingeschoben werden und wird sowohl oben als auch unten als auch an drei Seiten vom Bodenmaterial umgrenzt.

Bei einer anderen Lösung ist die Leuchtfolie in den Boden eingebettet bzw. eingegossen. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, daß ein Austausch der Leuchtfolie ohne Zerstörung des Gefäßes nicht mehr möglich ist.

In Weiterbildung der Neuerung ist die Leuchtfolie farbig ausgebildet. Durch Verwenden von Leuchtfolien mit unterschiedlichen Farben können hierdurch verschiedenartige Farbeffekte in Bezug auf das Gefäß bzw. den Gefäßinhalt erzielt werden.

Das vorstehend beschriebene Gefäß muß zwingend einen durchsichtigen oder durchscheinenden Boden aufweisen, damit der Gefäßinhalt zum Leuchten gebracht werden kann. Vorzugsweise ist das Gefäß jedoch vollständig durchsichtig oder durchscheinend ausgebildet, so daß über die Leuchtfolie und entsprechende Lichtleiteffekte durch das Gefäßmaterial das gesamte Gefäß mit Inhalt zum Leuchten gebracht wird.

Bei dem Gefäß handelt es sich vorzugsweise um eine Vase. Durch den erzielten Leuchteffekt wird der Vaseninhalt, insbesondere Wasser, zum Leuchten gebracht, wobei, wie erwähnt, farbige Effekte durch Verwendung von verschiedenfarbigen Leuchtfolien erzielt werden können.

Insbesondere betrifft die vorliegende Neuerung eine Vase aus flexiblem Material, insbesondere Silikonkautschuk, wie sie in der vorstehend erwähnten DE-GM 203 18 723.7 beschrieben ist.

Um den Stromanschluß der Leuchtfolie bzw. Elektrolumineszenz-Folie unterzubringen, besitzt das Gefäß vorzugsweise am unteren Rand eine seitliche Ausnehmung, die den Stromanschluß aufnimmt. Beispielswiese kann in dieser Ausnehmung ein geeigneter Steckkontakt untergebracht sein, oder die Ausnehmung kann zur Herausführung eines elektrischen Kabels dienen, das an eine geeignete Stromquelle (Netz, Batterie, Akku) angeschlossen wird.

Die neuerungsgemäße Lösung hat gegenüber Lösungen, bei denen herkömmliche Lichtquellen im oder am Gefäß angeordnet werden, den Vorteil, daß sie einfach ausgebildet ist und platzsparend bzw. im Gefäß angeordnet werden kann. Insbesondere können aufwendige Leuchtkästen mit im Vergleich zur neuerungsgemäßen Lösung groß ausgebildeten Lichtquellen entfallen.

Die Neuerung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:

1 eine räumliche Darstellung eines zu Dekorations- oder Haushaltszwecken dienendes Gefäß, das hier als Vase ausgebildet ist und in seinem Boden mit einer Elektrolumineszenz-Folie versehen ist; und

2 eine Unteransicht des Gefäßes der 1 in vergrößertem Maßstab.

Bei dem in 1 dargestellten Gefäß 1 handelt es sich um eine Blumenvase aus transparentem Elastomermaterial, bei dem es sich bei dem dargestellten Beispiel um Silikonkautschuk handelt. Die Vase ist quaderförmig ausgebildet und besitzt einen etwa quadratischen Boden 2 sowie vier Wände 3, die einen Innenraum umgrenzen, der beispielsweise Wasser zur Aufnahme von Blumen enthalten kann. Der Innenraum der Vase kann jedoch auch mit einem geeigneten Schüttgut, wie beispielsweise Sand oder Metallkugeln, gefüllt sein.

Auf der Unterseite ist der Vasenboden 2 mit einer sich nach oben erstreckenden Ausnehmung bzw. Eintiefung 7 versehen, in der eine Elektroluminieszenz-Folie 6 befestigt ist, beispielsweise mit Hilfe eines doppelseitigen Klebebandes. Diese Elektroluminiszenz-Folie 6 hat einen Stromanschluß 5, der sich seitlich durch eine im unteren Teil einer Wand 3 der Vase vorgesehene Ausnehmung 4 erstreckt und somit von außen zugänglich ist, um an eine geeignete Stromquelle angeschlossen zu werden.

Sie Ausgestaltung des Bodens der Vase ist deutlicher in der Unteransicht der 2 gezeigt. Man erkennt die im Boden 2 der Vase vorgesehene etwa quadratische Ausnehmung oder Eintiefung 7, in deren Mitte die Elektrolumineszenz-Folie 6 über ein Doppelklebeband (nicht gezeigt) befestigt ist. Der Stromanschluß 5 der Elektrolumineszenz-Folie 6 erstreckt sich durch die Ausnehmung 4 der Wand 3 und kann beispielsweise über eine geeignete Steckverbindung an ein zu einer Stromquelle führendes Elektrokabel angeschlossen werden.

Durch Anschließen des Anschlusses 5 an eine geeignete Stromquelle wird die Elektrolumineszenz-Folie 6 in Betrieb genommen und zum Leuchten gebracht. Da sie auf der Unterseite des Vasenbodens 3 (innerhalb der Ausnehmung 7) befestigt ist, wird das von der Elektrolumineszenz-Folie 6 abgegebene Licht durch den durchsichtigen bzw. transparenten Vasenboden zum Vaseninhalt (Wasser) geleitet, der hierdurch erleuchtet wird. Da die Wände 3 der Vase ebenfalls transparent sind, ist der entsprechende Leuchteffekt sichtbar. Bei Verwendung einer farbigen Elektrolumineszenz-Folie 6 kann ein farbiger Leuchteffekt erzielt werden. Ein Austauschen der Elektroluminiszenz-Folie 6 ist einfach und rasch möglich, da hierzu diese nur durch Entfernen des Doppelklebebandes vom Boden der Vase gelöst und durch eine andere Folie ersetzt werden muß.


Anspruch[de]
  1. Zu Dekorations- oder Haushaltszwecken dienendes Gefäß zur Aufnahme von Flüssigkeiten, Schüttgut u. dgl. Material, insbesondere Blumenvase, das einen durchsichtigen oder durchscheinenden Boden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß am oder im Boden (2) eine Leuchtfolie (6) angeordnet ist.
  2. Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfolie (6) eine Elektroluminiszenz-Folie ist.
  3. Gefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfolie (6) auf der Unterseite des Bodens (2) befestigt ist.
  4. Gefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfolie (6) in einer Ausnehmung (7) des Bodens (2) angeordnet ist.
  5. Gefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfolie in den Boden eingebettet bzw. eingegossen ist.
  6. Gefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfolie (6) farbig ist.
  7. Gefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es am unteren Rand eine seitliche Ausnehmung (4) zur Anordnung eines Stromanschlusses (5) der Leuchtfolie (6) aufweist.
  8. Gefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es vollständig durchsichtig oder durchscheinend ausgebildet ist.
  9. Gefäß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Vase ist.
  10. Gefäß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Vase aus flexiblem Material, insbesondere Silikonkautschuk, ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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