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Dokumentenidentifikation DE102004030471A1 19.01.2006
Titel Kraftfahrzeugkarosserie für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Adam Opel AG, 65428 Rüsselsheim, DE
Erfinder Siebeneick, Jürgen, 55430 Oberwesel, DE
DE-Anmeldedatum 24.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004030471
Offenlegungstag 19.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B62D 21/15(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B60G 15/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Bei einer Kraftfahrzeugkarosserie (1) ist eine Druckkammer (15) einer Gasfederdämpfereinheit (4) innerhalb des Querschnitts eines Längsträgers (3) angeordnet. Hierfür ist in den Längsträgern (3) ein rohrförmiger, von einem Deckel (12) verschlossener Stutzen (6) eingeschweißt. Ein Kolben (8) der Gasfederdämpfereinheit (4) ist längsverschieblich in dem Stutzen (6) angeordnet. Hierdurch wird der Bauraum der Gasfederdämpfereinheit (4) besonders gering gehalten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugkarosserie für ein Kraftfahrzeug mit einem Rahmenteil und einer Gasfederdämpfereinheit und mit einer von einem Kolben begrenzten Druckkammer der Gasfederdämpfereinheit.

Gasfederdämpfereinheiten sind prinzipiell bekannt, beispielsweise aus der EP 0160 277 B1. Eine Ausführungsform im sogenannten Zweikammerdesign zeichnet sich durch eine größere Bauhöhe als bei bekannten Luftfedern oder Stahlfedern, beispielsweise Miniblockfedern aus. Daher benötigt die Gasfederdämpfereinheit einen sehr großen Bauraum.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraftfahrzeugkarosserie der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass sie ein besonders geringes Gewicht aufweist und im Bereich der Gasfederdämpfereinheit besonders kompakt aufgebaut ist.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Rahmenteil eine Aufnahme für zumindest einen Teilbereich der Gasfederdämpfereinheit hat.

Durch diese Gestaltung lässt sich ein Teilbereich der Gasfederdämpfereinheit, beispielsweise die Druckkammer in dem Rahmenteil integrieren. Daher benötigt die Gasfederdämpfereinheit keine aufwändige Befestigung an das Rahmenteil. Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie kann daher besonders niedrig gestaltet sein, was zu einem besonders niedrigen Laderaum des Kraftfahrzeuges führt. Weiterhin führt die Integration des Teilbereichs der Gasfederdämpfereinheit in das Rahmenteil zu einem besonders geringen Gewicht von Kraftfahrzeugkarosserie und Gasfederdämpfereinheit.

Die Gasfederdämpfereinheit könnte beispielsweise eine Kartusche mit der Druckkammer aufweisen und in die Aufnahme des Rahmenteils eingesetzt und befestigt werden. Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie benötigt jedoch eine besonders geringe Anzahl von Bauteilen, wenn das Rahmenteil einen einseitig verschlossenen rohrförmigen Stutzen zur Bildung der Druckkammer aufweist und wenn der Kolben längsverschieblich in dem rohrförmigen Stutzen geführt ist

Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie gestaltet sich besonders kompakt, wenn zumindest ein Teilbereich der Druckkammer innerhalb des Querschnitts eines Längsträgers der Kraftfahrzeugkarosserie angeordnet ist. Hierdurch bildet der Längsträger das Rahmenteil.

Die Fertigung der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie gestaltet sich besonders einfach, wenn der Stutzen mit dem Rahmenteil verschweißt ist.

Zur weiteren Verringerung des Gewichts der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie trägt es bei, wenn der Stutzen ein Aluminiumprofil ist. Vorzugsweise ist das Aluminiumprofil im Extruierverfahren gefertigt. Eine Laufbahn des Kolbens ist vorzugsweise anodisch oberflächenveredelt.

Der Stutzen könnte beispielsweise ein Sackloch zur Aufnahme des Kolbens aufweisen. Die Gasfederdämpfereinheit lässt sich jedoch gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders einfach fertigen, wenn der Stutzen von einem Deckel gasdicht verschlossen ist. Die gasdichte Verbindung des Deckels mit dem Stutzen erfolgt vorzugsweise stoffschlüssig durch Verschweißung oder Verklebung.

Die Gasfederdämpfereinheit ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders einfach aufgebaut, wenn der Stutzen an seinem dem Deckel abgewandten Ende einen Kragen zur gasdichten Anbindung eines Gummibalgs hat. Hierdurch benötigt die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugkarosserie besonders wenige Bauteile.

Zur Vereinfachung der Montage der Gasfederdämpfereinheit in der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie trägt es bei, wenn eine mit dem Kolben verbundene Kolbenstange an seinem dem Kolben abgewandten Ende ein Lager mit einem Gummidämpfer zur Anbindung an eine Achse der Kraftfahrzeugkarosserie hat.

Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt in

1 schematisch einen hinteren Teilbereich eines Kraftfahrzeuges mit einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie,

2 eine stark vergrößerte Darstellung der Kraftfahrzeugkarosserie im Bereich einer Gasfederdämpfereinheit,

3 eine Schnittdarstellung durch einen Stutzen der Kraftfahrzeugkarosserie aus 2 entlang der Linie III-III,

1 zeigt einen hinteren Bereich einer schematisch dargestellten Kraftfahrzeugkarosserie 1 mit einem linken hinteren Rad 2. Ein Längsträger 3 der Kraftfahrzeugkarosserie 1 ist in der Zeichnung strichpunktiert dargestellt.

2 zeigt stark vergrößert einen Teilbereich der Kraftfahrzeugkarosserie 1 aus 1 im Bereich einer Gasfederdämpfereinheit 4 in einer Schnittdarstellung. Die Gasfederdämpfereinheit 4 ist an dem Längsträger 3 befestigt und an einer mit dem Rad 2 aus 1 zu verbindenden Achse 5 angelenkt. Der Längsträger 3 weist einen rohrförmigen Stutzen 6 mit einer Laufbahn 7 für einen längsverschieblich in dem Stutzen 6 geführten Kolben 8 auf. Der Kolben 8 ist auf einer Kolbenstange 9 befestigt. Zur Anbindung der Kolbenstange 9 an der Achse 5 ist ein Lager 10 mit einem Gummidämpfer 11 vorgesehen. Der Stutzen 6 ist auf seinem der Achse 5 abgewandten Ende von einem Deckel 12 gasdicht verschlossen. Der Deckel 12 ist beispielsweise in dem Stutzen 6 verschweißt. An seinem der Achse 5 zugewandten Ende hat der Stutzen 6 einen Kragen 13 zur gasdichten Anbindung eines Gummibalgs 14. Der Gummibalg 14 ist zudem gasdicht mit der Kolbenstange 9 verbunden.

Zwischen dem Kolben 8 und dem Deckel 12 hat die Gasfederdämpfereinheit 4 eine Druckkammer 15. Der Deckel 12 bildet gleichzeitig einen Anschlag für die Bewegung des Kolbens 8. Die Druckkammer 15 ist vollständig innerhalb des Querschnitts des Längsträgers 3 angeordnet. Weiterhin hat der Stutzen 6 über Schweißnähte 16, 17 mit dem Längsträger 3 verbundene Flansche 18, 19. Der Stutzen 6 kann beispielsweise als extruiertes Aluminiumprofil gefertigt sein.

3 zeigt in einer Schnittdarstellung durch den Längsträger 3 aus 2 entlang der Linie III-III, dass die mit dem Längsträger 3 verschweißten Flansche 18, 19 des Stutzens 6 stegartig von dem Stutzen 6 abstehen. An ihren freien Enden sind die Flansche 18, 19 mit dem Längsträger 3 verschweißt.

1Kraftfahrzeugkarosserie 2Rad 3Längsträger 4Gasfederdämpfereinheit 5Achse 6Stutzen 7Laufbahn 8Kolben 9Kolbenstange 10Lager 11Gummidämpfer 12Deckel 13Kragen 14Gummibalg 15Druckkammer 16, 17Schweißnaht 18, 19Flansch

Anspruch[de]
  1. Kraftfahrzeugkarosserie (1) für ein Kraftfahrzeug mit einem Rahmenteil und einer Gasfederdämpfereinheit (4) und mit einer von einem Kolben (8) begrenzten Druckkammer (15) der Gasfederdämpfereinheit (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil eine Aufnahme für zumindest einen Teilbereich der Gasfederdämpfereinheit (4) hat.
  2. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil einen einseitig verschlossenen rohrförmigen Stutzen (6) zur Bildung der Druckkammer (15) aufweist und dass der Kolben (8) längsverschieblich in dem rohrförmigen Stutzen (6) geführt ist.
  3. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich der Druckkammer (15) innerhalb des Querschnitts eines Längsträgers (3) der Kraftfahrzeugkarosserie (1) angeordnet ist.
  4. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (6) mit dem Rahmenteil verschweißt ist.
  5. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (6) ein Aluminiumprofil ist.
  6. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (6) von einem Deckel (12) gasdicht verschlossen ist.
  7. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (6) an seinem dem Deckel (12) abgewandten Ende einen Kragen (13) zur gasdichten Anbindung eines Gummibalgs (14) hat.
  8. Kraftfahrzeugkarosserie (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Kolben (8) verbundene Kolbenstange (9) an seinem dem Kolben (8) abgewandten Ende ein Lager (10) mit einem Gummidämpfer (11) zur Anbindung an eine Achse (5) der Kraftfahrzeugkarosserie (1) hat.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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