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Dokumentenidentifikation DE102004038778A1 19.01.2006
Titel Raumbelüftungseinrichtung für die Klimatisierung von Räumen
Anmelder Schönfuß KG, 08237 Steinberg, DE
Erfinder Bachmann, Ulrich, 08237 Steinberg, DE;
Schönfuß, Jochen, 08209 Auerbach, DE
Vertreter Auerbach, B., Pat.-Anw., 08066 Zwickau
DE-Anmeldedatum 09.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004038778
Offenlegungstag 19.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse F24F 7/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F24F 3/16(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F24F 7/013(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F24F 13/22(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Raumbelüftungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus,
dass der Einströmkanal (12) des Ventilators (1) mit einem luftdurchlässigen Abdeckelement (2) ausgestattet ist,
dass der Ventilator (1) innerhalb eines konischen Luftführungsgehäuses (3) angeordnet ist,
dass zwischen dem Abdeckelement (2) und dem konischen Luftführungsgehäuse (3) Wärmetauscherflächen (6) angeordnet sind,
dass die Wärmetauscherflächen (6) mit Einrichtungen für die Bereitstellung von Wärme- oder Kälteträgermitteln in Verbindung stehen,
dass außerhalb des Anschlusses der Wärmetauscherfläche (6) am Abdeckelement (2) Zuluftöffnungen (4) für den Zutritt von unkonditionierter Umgebungsluft angeordnet sind,
dass das konische Luftführungsgehäuse (3) in der Ebene des kleinsten Durchmessers mit einer umlaufenden inneren Kondensatführungsrinne (7) ausgestattet ist,
dass zwischen dem konischen Luftführungsgehäuse (3) und der umlaufenden Gehäuse (13) eine äußere Kondensatführungsrinne (8) angeordnet ist und
dass innerhalb der Kondensatführungsrinne (8) im konischen Luftführungsgehäuse (3) druckseitig in Strömungsrichtung nach dem Ventilator (1) ein Feinfilter (9) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft für vertikale und horizontale Einbaulagen, die aus Filterelementen, Ventilator, Wärmetauschern und Luftführungselementen besteht und welche in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Derartige technische Lösungen werden in der Raumklimatisierungstechnik benötigt.

Technische Lösung für die Klimatisierung und Bereitstellung von konditionierter Umgebungsluft, die als Rein- oder Reinstluft für Wohnräume und Gewerberäume benötigt wird, sind in verschiedenen Varianten bereits entwickelt worden.

So beschreibt die DE 333 18 64 A1 ein Verfahren zur Klimatisierung und Herstellung von Reinluft, vorzugsweise für Wohnräume oder gewerbliche Räume, mit dessen Hilfe Rohluft nach Passieren eines Grobtrockenfilters durch ein Chemisorptionsmassenpaket zur Abscheidung von saueren Bestandteilen der Rohluft geführt wird. Die derart aufbereitete Rohluft wird dann einem nachgeschalteten Filtersystem zur Trocknung und zur Einbindung von Restschadstoffen zugeführt. Die vorgereinigte Luft kann anschließend noch einer Katalysatorstufe zugeführt werden, um die dann chemisch und staubtechnisch gereinigte Luft einer Klimaanlage zur weiteren Behandlung zu übergeben. Die benötigten Komponenten für diese technische Lösung können bedarfsweise in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein, um die Einrichtung als Fertigmodul am Einsatzort einbauen zu können.

Die Nachteile dieser technischen Lösung bestehen im wesentlichen darin, dass sie für den Einsatz von auch stark verunreinigter Rohluft konzipiert ist und alle benötigten Komponenten enthält, um unabhängig vom Verunreinigungsgrad Reinluft von hoher Qualität bereitstellen zu können.

Die enthaltenen Chemisorptions- und Katalysatorkomponenten verteuern die technische Lösung unnötig für einfache Einsatzfälle. Durch die verhältnismäßig großen Abmessungen der Kompletteinrichtung werden beachtliche räumliche Anforderungen an den jeweiligen Einsatzort gestellt.

Eine weiterentwickelte technische Lösung für die Bereitstellung von gereinigter und klimatisierter Luft ist der DE 299 16 321 U1 zu entnehmen. Die dort beschriebene Reinstlufteinrichtung für den Pharmazie-, Lebensmittel- und Biotechnologiebereich besteht aus mindestens einem Ventilator, dem wenigstens ein Filterelelement nachgeschaltet und mindestens ein Wärmeübertrager vorgeschaltet ist. Der Wärmeübertrager ist dabei vorzugsweise ein Kühler. Das kennzeichnende Merkmal dieser Lösung besteht darin, dass die benötigten Komponenten in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind und dieses Gehäuse als Einbaumodul ausgebildet ist. Die Nachteile dieses Vorschlages bestehen im wesentlichen in der konzipierten bautechnischen Lösung. Die räumliche Trennung der einzelnen Vorrichtungskomponenten führen zu einer Gehäusegeometrie, die im wesentlichen die Anordnung außerhalb der zu versorgenden Wohn- oder Gewerberäume erfordert, beispielsweise auf Flachdächern oder an der Außerwand von Gebäuden. Hinzu kommt, dass im Falle der benötigten Zuführung oder Abführung von Feuchte aus der zu behandelnden Rohluft die dazu benötigten Vorkehrungen nicht vorgesehen sind.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine technische Lösung zu entwickeln, mit deren Hilfe die Mängel des bekannten Standes der Technik überwunden werden können. Das Ziel besteht im Bereitstellen einer kompakten Vorrichtung, die im erforderlichen Umfang die unerlässlichen Behandlungsschritte zur Überführung von normaler Umgebungsluft in klimatisierte Reinluft sichert. Außerdem soll die zu entwickelnde Vorrichtung unproblematisch in Decken oder Wänden von Wohn- oder Gewerberäumen integrierbar sein.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die vorteilhaften Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Danach besteht eine Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft für vertikale und horizontale Einbaulagen aus Filterelementen, wenigstens einem Ventilator, Wärmetauschern und Luftführungselementen, die in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Der Einströmkanal des Ventilators ist mit einem luftundurchlässigen Abdeckelement ausgestattet. Hierbei ist der Ventilator innerhalb eines konischen Luftführungsgehäuses angeordnet. Zwischen dem Abdeckelement und dem konischen Luftführungsgehäuse sind Wärmetauscherflächen angeordnet, wobei diese mit Einrichtungen für die Bereitstellung von Wärme- oder Kälteträgermitteln in Verbindung stehen. Außerhalb des Anschlusses der Wärmetauscherflächen am Abdeckelement sind Zuluftöffnungen für den Zutritt von unkonditionierter Umgebungsluft angeordnet. Das konische Luftführungsgehäuse ist in der Ebene des kleinsten Durchmessers mit einer umlaufenden inneren Kondensatführungsrinne ausgestattet. Zwischen dem konischen Luftführungsgehäuse und der umlaufenden Gehäusewand ist eine äußere Kondensatführungsrinne angeordnet. Schließlich ist innerhalb der umlaufenden äußeren Kondensatführungsrinne im konischen Luftführungsgehäuse druckseitig in Strömungsrichtung nach dem Ventilator ein Feinfilter angeordnet.

Eine derart ausgebildete Raumbelüftungseinrichtung erlaubt es nun, in äußerst kompakter Form Belüftungsaufgaben für Wohn- oder gewerbliche Räume dadurch zu erfüllen, dass verfügbare Umgebungsluft gegebenenfalls mehrstufig gereinigt und thermisch behandelt bereitgestellt wird. Die konstruktive Ausgestaltung der Vorrichtung ermöglicht sowohl den horizontalen Einbau in Deckenbereichen als auch den geneigten und den vertikalen Einbau in Wandbereichen. Unabhängig von der Einbaulage kann anfallendes Kondensat aus der Entfeuchtung von Umgebungsluft gezielt abgeführt werden, ohne dazu in die einheitliche Gestaltung der Raumbelüftungseinrichtung eingreifen zu müssen.

In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist zwischen dem Abdeckelement und dem Einströmkanal ein lichter Abstand von wenigstens 10 mm, vorzugsweise von 80 mm, angeordnet.

Dieser Abstand bezieht sich auf die freie Fläche zwischen Abdeckelement und kleinstem Durchmesser des konischen Luftführungsgehäuses. Im Kühlfall strömt die gekühlte Umgebungsluft durch die Wärmetauscherflächen auf den Mantel des kegelstumpfförmig ausgebildeten konischen Luftführungsgehäuses. Dies Flächen dienen auch der Kondensatabscheidung, wobei der Luftstrom das Fördern des anfallenden Kondensates zur inneren Kondensatabführungsrinne unterstützt. Das dort ablaufende Kondensat wird auf diese Weise der Wiederaufnahme durch die gekühlte Umgebungsluft sicher entzogen.

Im konischen Luftführungsgehäuse sind bevorzugt Führungselemente für den Ventilatoreinschub angeordnet. Damit wird das Demontieren und Montieren des Ventilators im Austausch- oder Wartungsfall erleichtert.

Die Wärmetauscherflächen werden bevorzugt umlaufend ausgeführt. Dies erlaubt es, auf vergleichsweise kleinem Raum verhältnismäßig groß dimensionierte Wärmetauscherflächen anzuordnen. Dies ist sowohl der Möglichkeit einer umlaufenden Anordnung als auch der vorgesehenen winkligen Anordnung, bezogen auf die Achse des konischen Luftführungsgehäuses, geschuldet.

In einer besonderen Ausführungsform können die Wärmetauscherflächen auch parallel zur Achse des Ventilators bzw. zur Achse des konischen Luftführungsgehäuses angeordnet sein. Das ist vorzugsweise dann der Fall, wenn die Zutrittsöffnungen für die Umgebungsluft am äußeren Rand des Gehäuses der Raumbelüftungseinrichtung angeordnet werden können.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Wärmetauscherflächen mit einer geringeren Konizität als der Konizität des konischen Luftführungsgehäuses anzuordnen. Bei gleicher Konizität werden sich die Wärmetauscherflächen parallel um das konische Luftführungsgehäuse befinden und mit größerer Wahrscheinlichkeit Luftströmungen durch die Wärmetauscherflächen ermöglichen, die vor dem Durchtritt durch den Ventilator keinen ausreichenden Kontakt mit den konischen Luftführungsgehäuse erhalten, was zu unzureichenden Abscheidungen von Kondensaten an der Außenfläche des konischen Luftführungsgehäuses führen würde. Nicht abgeschiedene Kondensate könnten somit in den dem Ventilator nachgeordneten Feinfilter gelangen und dort Funktionsstörungen bewirken.

In einer weiteren Ausführungsvariante sind an den Zuluftöffnungen Grob- und/oder Feinfilterelemente angeordnet, die einerseits einer Vorreinigung der Umgebungsluft dienen und andererseits sowohl die Wärmetauscherflächen vor beschleunigter Verschmutzung schützen als auch die Lebensdauer des nachgeschalteten Feinfilters verlängern.

In der Ebene der äußeren Kondensatführungsrinne ist wenigstens ein mit einem geeigneten Ableitungssystem in Verbindung stehender Kondensatablauf angeordnet. Im Falle der Nutzung der Wärmetauscherflächen zum Zwecke der Luftkühlung werden die dabei abgeschiedenen Kondensate dem System sicher entzogen und eine Wiederbefeuchtung der konditionierten Luft vermieden.

Als vorteilhaft hat sich auch erwiesen, am größten Durchmesser des konischen Luftzuführungsgehäuses einen zylindrischen Rand mit einer Breite von wenigstens 10 mm, vorzugsweise jedoch von 50 mm, anzuordnen. Eine derartige Versteifung dient einerseits der Stabilität des konischen Luftführungsgehäuses und ermöglicht andererseits die Anordnung eines Ablaufventils für abgeschiedene Kondensate an beliebiger Stelle des Umfangs.

Die Vorteile der Erfindung bestehen zusammengefasst in der nun verfügbaren Raumbelüftungseinrichtung für die Klimatisierung von Wohnbereichen und Gewerberäumen, die sich wegen der kompakten und funktionsgerechten Ausführungsform auch als Raumgestaltungselemente nutzen lassen. Im Vergleich zu bekannten technischen Lösungen lassen sich in Folge der besonderen Anordnung der einzelnen baulichen Komponenten der Vorrichtung hohe Konditionierungsleistungen auf verhältnismäßig kleinem Raum realisieren. Zudem lässt sich die vorgeschlagene Vorrichtung sowohl unter Einsatz von Außenluft als auch für die Aufbereitung der Nachbarräume entnommenen Luft nutzen. Die Vorrichtung dient damit als kostengünstig herstellbares und montierbares System nicht nur der Raumbelüftung mit konditionierter Luft, sondern bedarfsweise zugleich der Raumheizung oder der Raumkühlung.

Die Erfindung soll nachstehend mit einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

In der beigefügten Zeichnung zeigen:

1 die schematische Schnittdarstellung einer Raumbelüftungsvorrichtung für den Einbau in beliebiger Lage.

Ausführungsbeispiel:

Gemäß der 1 ist eine Raumbelüftungsvorrichtung in einem Gehäuse 13 aus verschweißtem Aluminiumblech angeordnet. Gegenüber dem Einströmkanal 12 für den Ventilator 1 ist das Gehäuse 13 der Raumbelüftungsvorrichtung in Form eines Abdeckelementes 2 luftundurchlässig ausgeführt. Innerhalb des Gehäuses 13 sind Elemente aus gekantetem Aluminiumblech angeordnet, die mit diffusionsdichter Schalldämmung, vorzugsweise in Form von Kunststoffschaum, ausgestattet sind. Oberhalb des konischen Luftführungsgehäuses 3 sind außerhalb der Projektionsfläche des kleinsten Durchmessers des konischen Luftführungsgehäuses 3 Öffnungen im Gehäuse 13 vorgesehen, an denen Zuluftöffnungen 4 mit Einlassgitter 14 und integrierten Vorfiltern 5 befestigt sind. Im Abstand zu diesen Einlassgittern sind Wärmetauscherflächen 6 so angeordnet, dass die einströmende Luft in einem Winkle von ca. 45° auf diese Wärmetauscherflächen auftrifft. Bei Reinraumanwendung bzw. Pseudoreinraumanwendung werden zwischen den Einlassgittern 14 mit Vorfiltern 5 und den Wärmetauscherflächen 6 Taschenfilter 15, vorzugsweise Taschenfilter F7 bis F9, angeordnet. Die im Zwischenraum zwischen dem Gehäuse 13 der Raumbelüftungsvorrichtung und dem innenliegenden konischen Luftführungsgehäuse 3 umlaufend angeordneten Wärmetauscherflächen 6 sind mit einer geringeren Konizität als der Konizität des kegelstumpfförmigen Außenmantels des konischen Luftführungsgehäuses 3 ausgestattet. Auf diese Weise steht der durch die Vorfilter 5 einströmenden Umgebungsluft eine vergleichsweise große Wärmetauscherfläche 6 für die thermische Behandlung zur Verfügung. Als Wärmetauscherflächen 6 kommen Kupferrohrregister in Aluminiumlamellen zum Einsatz. Die Verrohrung für die Zu- und Abführung von Wärme- oder Kälteträgermitteln zu den Wärmetauscherflächen 6 wird inklusive der Wärmedämmung innerhalb des Gehäuses 13 der Raumbelüftungsvorrichtung angeordnet.

Weiterhin ist an wählbarer Stelle des Umfangs die Möglichkeit des Kondensatablaufes 11 gegeben. Der Ventilator 1 ist in Führungselementen 10 für den Ventilatoreinschub positioniert und verfügt über Befestigungselemente am konischen Luftführungsgehäuse 3. Das konische Luftführungsgehäuse 3 wird in der Ebene des größten Durchmessers mit einem Feinflilter 9 verschlossen, der zugleich den Abschluss zum auf dieser Seite offenen Gehäuse 13 der Raumbelüftungsvorrichtung bildet.

Raumbelüftungsvorrichtungen der vorgeschlagenen Art werden in Reinräumen, in Reinraumbereichen sowie in Bereichen mit erhöhter Reinheit eingesetzt. Sie arbeiten der turbulenzarmen Verdrängungsströmung und können praktisch in beliebiger Lage eingesetzt werden. Der Einsatz erfolgt vorzugsweise in Decken- oder Wandeinbau, in besonderen Fällen auch zu Zwecken der Arbeitsplatz- oder Werkbankbelüftung.

Die Funktion der vorgeschlagenen Raumbelüftungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die aufzubereitende Umgebungsluft über die Zuluftöffnungen 4 in das Gehäuse 13 der Raumbelüftungsvorrichtung eingesaugt wird. Die Luft wird dabei durch die schräg stehenden Wärmetauscherflächen 6 geleitet, wobei die Luft dabei einer thermischen Behandlung unterzogen wird. Im Falle der Abkühlung werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Taupunkttemperaturen unterschritten. Die anfallenden Kondensate gelangen von den Lamellen der Wärmetauscherflächen 6 überwiegend auf die Außenfläche des konischen Luftführungsgehäuses 3 und werden dort von der inneren und zunehmend auch von der äußeren Kondensatführungsrinne 7, 8 erfasst. Von dort gelangen die Kondensate zur Abflussverrohrung und werden darüber aus der Raumbelüftungsvorrichtung über einen Kondensatablauf 11 ausgeschleust. Die ausgeschleusten Feuchteanteile der Umgebungsluft führen zur relativen Trocknung, so dass der dem Ventilator 1 nachgeschaltete Feinfilter 9 nicht funktionsbeeinträchtigend mit Feuchte beaufschlagt wird. Dabei wird die in der gekühlten Raumluft verbleibende Feuchte vor dem Feinfilter 9 durch den Ventilator 1 an die Innenseite des konischen Luftführungsgehäuses 3 geschleudert und auf diese Weise ebenfalls vom Feinfilter 9 fern gehalten. Das Innenteil der Vorrichtung mit Einströmkanal 12, Ventilator 1, konischem Luftführungsgehäuse 3, Wärmetauscherflächen 6, Abflusssystem 7, 8, 11, Dämmung, Filterelementen 5 und 9 sowie allen erforderlichen Befestigungen ist in das Gehäuse 13 der Raumbelüftungsvorrichtung eingeschoben. Das Gehäuse 13 wird nach dem Einschub mit dem Gehäusedeckel verschlossen.

Dies ermöglicht es, dass das Innenteil bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten am Ventilator 1 oder den Wärmetauscherflächen 6 bedarfsweise komplett entnommen werden kann. Die Wärmetauscherflächen 6 können als Direktverdampfer oder mit Kaltwasser betrieben werden. Bei der Direktverdampfung wird die thermische Energie durch eine Kältemaschine bereit gestellt. Die Wärmetauscherflächen 6 fungieren bei gewünschter Abkühlung als Verdampfer des Systems und beim beabsichtigten Heizbetrieb als Verflüssiger. Die Steuerung der Vorrichtung beinhaltet die komplette Ventilatorregelung sowie die Regelung des Kühl- oder Heizkreislaufes. Die thermischen Regelungen erfolgen zuluft- oder raumtemperaturgeführt.

Die vorgeschlagene Raumbelüftungsvorrichtung kann so dimensioniert werden, dass sie im hohen Maße an individuelle Kundenwünsche angepasst werden kann. Wegen der geringen Bauhöhe kann die Raumbelüftungsvorrichtung bedarfsweise unproblematisch für den Zwischendeckeneinbau genutzt werden.

1Ventilator 2Abdeckelement 3Konisches Luftführungsgehäuse 4Zuluftöffnungen 5Vorfilter 6Wärmetauscherflächen 7Innere Kondensatführungsrinne 8Äußere Kondensatführungsrinne 9Feinfilter 10Führungselement für den Ventilatoreinschub 11Kondensatablauf 12Einströmkanal 13Gehäuse 14Einlassgitter 15Taschenfilter

Anspruch[de]
  1. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft für vertikale und horizontale Einbaulagen, bestehend aus Filterelementen, Ventilator, Wärmetauschern und Luftführungselementen, die in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Einströmkanal (12) des Ventilators (1) mit einem luftundurchlässigen Abdeckelement (2) ausgestattet ist,

    dass der Ventilator (1) innerhalb eines konischen Luftführungsgehäuses (3) angeordnet ist,

    dass zwischen dein Abdeckelement (2) und dem konischen Luftführungsgehäuse (3) Wärmetauscherflächen (6) angeordnet sind,

    dass die Wärmetauscherflächen (6) mit Einrichtungen für die Bereitstellung von Wärme- oder Kälteträgermitteln in Verbindung stehen,

    dass außerhalb des Anschlusses der Wärmetauscherflächen (6) am Abdeckelement (2) Zuluftöffnungen (4) für den Zutritt von unkonditionierter Umgebungsluft angeordnet sind,

    dass das konische Luftführungsgehäuse (3) in der Ebene des kleinsten Durchmessers mit einer umlaufenden inneren Kondensatführungsrinne (7) ausgestattet ist,

    dass zwischen dem konischen Luftführungsgehäuse (3) und der umlaufenden Gehäuse (13) eine äußere Kondensatführungsrinne (8) angeordnet ist und

    dass innerhalb der umlaufenden äußeren Kondensatführungsrinne (8) im konischen Luftführungsgehäuse (3) druckseitig in Strömungsrichtung nach dem Ventilator (1) ein Feinfilter (9) angeordnet ist.
  2. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Abdeckelement (2) und Einströmkanal (12) ein lichter Abstand von wenigstens 10 mm, vorzugsweise 80 mm, angeordnet ist.
  3. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im konischen Luftführungsgehäuse (3) Führungselemente (10) für den Ventilatoreinschub angeordnet sind.
  4. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscherflächen (6) umlaufend ausgeführt sind.
  5. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscherflächen (6) parallel zur Achse des Ventilators (1) angeordnet sind.
  6. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscherflächen (6) mit einer geringeren Konizität als der Konizität des konischen Luftführungsgehäuses (3) angeordnet sind.
  7. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (4) wenigstens mit Einlassgittern (14) sowie mit Vorfiltern (5) in Form von Grob- und/oder Feinfilterelementen verschlossen sind.
  8. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ebene der äußeren Kondensatführungsrinne (8) wenigstens ein mit einem Ableitungssystem in Verbindung stehender Kondensatablauf (11) angeordnet ist.
  9. Raumbelüftungseinrichtung für die Bereitstellung von thermisch vorbehandelter und gefilterter Raumluft aus unkonditionierter Umgebungsluft nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am größten Durchmesser des konischen Luftzuführungsgehäuses (3) ein zylindrischer Rand mit einer Breite von wenigstens 10 mm, vorzugsweise 50 mm, angeordnet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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