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Dokumentenidentifikation DE202005015414U1 19.01.2006
Titel Chirurgisches Profilelement
Anmelder AESCULAP AG & Co. KG, 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005015414
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.01.2006
Registration date 15.12.2005
Application date from patent application 26.09.2005
IPC-Hauptklasse A61B 19/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61L 2/26(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein chirurgisches Profilelement für einen chirurgischen Behälter, insbesondere für einen Sterilbehälter oder einen Siebkorb, welcher zum Verbinden mit dem Profilelement mindestens eine Durchbrechung aufweist, wobei das Profilelement einen Profilteil und einen Verbindungsteil umfasst, wobei der Verbindungsteil mindestens ein durch eine Durchbrechung einführbares Verbindungselement und benachbart dem Verbindungselement mindestens eine Hinterschneidung aufweist.

Chirurgische Profilelemente der eingangs beschriebenen Art werden beispielsweise als Halterungen für chirurgische Instrumente oder Werkzeuge verwendet. Hierfür werden Sie in der Regel in einen chirurgischen Behälter eingesetzt und mit diesem verbunden. Sie können aber auch zur Unterteilung des chirurgischen Behälters dienen, beispielsweise als Trennwände. Ein Beispiel für ein Profilelement der eingangs beschriebenen Art ist aus der US 5,441,709 bekannt.

Als nachteilig bei chirurgischen Profilelementen der eingangs beschriebenen Art hat sich erwiesen, dass zum einfachen Verbinden des Profilelements mit dem Behälter der Verbindungsteil bezogen auf die Durchbrechung des Behälters eine bestimmte Größe nicht überschreiten darf, damit er noch auf einfache Weise in diese eingeführt werden kann. Abhängig vom verwendeten Material des Verbindungsteils ist das Verbinden des Profilelements mit dem Behälter einfacher oder weniger einfach zu bewerkstelligen. Insbesondere für Profilelemente, die dauerhaft in einem chirurgischen Behälter angeordnet und in diesem sicher gehalten werden sollen, wäre es wünschenswert, die Hinterschneidung tiefer als üblich auszuführen, das heißt eine Tiefe eines Hinterschnitts gegenüber der aus der US 5,441,709 bekannten Hinterschneidung zu vergrößern.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein chirurgisches Profilelement der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass die Handhabung des Profilelements beim Verbinden mit dem Behälter vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird bei einem chirurgischen Profilelement der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das mindestens eine Verbindungselement ein abstehendes Montageglied trägt.

Durch das Montageglied wird das Verbinden des Profilelements mit dem Behälter deutlich vereinfacht. Eine Person, die den Verbindungsteil des Profilelements durch die Durchbrechung des Behälters einführen soll, kann zunächst das Montageglied durch die Durchbrechung führen, dann auf einfache Weise das Montageglied ergreifen und an diesem ziehen, und zwar so lange, bis der Verbindungsteil durch die Durchbrechung durchgerutscht ist. Durch das Montageglied können weitaus größere Kräfte beim Verbinden des Profilelements mit dem Behälter auf das Profilelement ausgeübt werden als ohne Montageglied, so dass ein deutlicher tieferer Hinterschnitt vorgesehen werden kann. Dadurch wird die Stabilität einer Verbindung zwischen dem Profilelement und dem chirurgischen Behälter deutlich verbessert.

Grundsätzlich wäre es denkbar, dass der Profilteil nur ein Verbindungsteil umfasst. Vorteilhafterweise umfasst der Profilteil jedoch mehrere, in einer Reihe angeordnete Verbindungsteile. Auf diese Weise können insbesondere lang gestreckte Profilelemente einfach und sicher mit einem chirurgischen Behälter verbunden werden.

Um das Profilelement variabel mit chirurgischen Behältern verbinden zu können, die eine Vielzahl von regelmäßig, beispielsweise in einem quadratischen Muster angeordneten Durchbrechungen aufweisen, ist es günstig, wenn die Verbindungsteile identisch und in regelmäßigen Abständen angeordnet sind. So lässt sich das Profilelement nach Bedarf in einfacher Weise im Behälter versetzen.

Denkbar wäre es, dass der Verbindungsteil eine rotationssymmetrische Verbindung aufweist oder eine Symmetrieachse mit einer ganzzahligen Symmetrie, beispielsweise einer vierzahligen Symmetrie. Vorteilhaft ist es dann insbesondere, wenn der Verbindungsteil im Querschnitt im Wesentlichen eine Pilzform aufweist. Beispielsweise kann ein so genannter "Kopf" des Pilzes gegenüber einem "Fuß" des "Pilzes", welcher die Hinterschneidung bildet, deutlich verdickt sein.

Grundsätzlich könnte das Montageglied in beliebiger Weise und Orientierung am Verbindungsteil angeordnet sein. Vorteilhafterweise kann jedoch vorgesehen sein, dass der Verbindungsteil in einer Verbindungsrichtung vom Profilteil absteht und dass das Montageglied parallel oder im Wesentlichen parallel zur Verbindungsrichtung vom Profilteil weg weisend von dem mindestens einen Verbindungselement absteht. Durch diese Art der Anordnung kann über das Montageglied eine Zugkraft genau in der Verbindungsrichtung auf das Verbindungselement ausgeübt werden, so dass es besonders leicht durch die Durchbrechung des Behälters eingeführt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Hinterschneidung eine Tiefe quer zur Verbindungsrichtung und eine Breite parallel zur Verbindungsrichtung aufweist und dass die Tiefe mindestens in etwa der Breite entspricht. Je größer die Tiefe in Bezug auf die Breite der Hinterschneidung ist, um so sicherer wird das Profilelement am Behälter gehalten.

Insbesondere langgestreckte Verbindungselement lassen sich auf einfache Weise durch eine Durchbrechung des Behälters durchführen, wenn sich das Montageglied über die gesamte Länge des Verbindungselements in einer Richtung quer zur Verbindungsrichtung erstreckt. Mittels des Montageglieds lässt sich so das Verbindungselement auf seiner gesamten Länge auf einfache Weise durch die Durchbrechung durchziehen.

Grundsätzlich wäre es denkbar, das Montageglied in Form einer Ausnehmung vorzusehen. Besonders einfach wird die Handhabung des Profilelements jedoch, wenn das Montageglied in Form eines Vorsprungs ausgebildet ist. Ein Vorsprung lässt sich auf einfache Weise ergreifen und man kann ohne Probleme an ihm ziehen.

Um insbesondere bei langgestreckten Verbindungselementen über ihre gesamte Länge eine gewünschte Zugkraft mittels des Montageglieds ausüben zu können, ist es vorteilhaft, wenn der Vorsprung in Form eines Profils ausgebildet ist, welches eine Längsrichtung definiert, die sich quer oder im Wesentlichen quer zur Verbindungsrichtung erstreckt.

Damit das Montageglied auf einfache Weise durch eine Durchbrechung des chirurgischen Behälters eingeführt werden kann, ist es günstig, wenn maximale Abmessungen des Montageglieds in einer quer oder im Wesentlichen quer zur Verbindungsrichtung verlaufenden Querebene kleiner als maximale Abmessungen der mindestens einen Hinterschneidung in einer parallel zur Querebene verlaufenden Ebene sind. So ist sichergestellt, dass das Montageglied, ohne Kräfte aufbringen zu müssen, durch die Durchbrechung durchgeführt werden kann.

Besonders einfach wird der Aufbau des Profilelements, wenn die mindestens eine Hinterschneidung mindestens eine quer zur Verbindungsrichtung offene Seitennut umfasst. Bei einem rotationssymmetrisch ausgebildeten Verbindungselement könnte beispielsweise auch eine Ringnut vorgesehen sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass die mindestens eine Hinterschneidung, mindestens zwei, in entgegengesetzte Richtungen weisende Seitennuten umfasst. Diese Ausgestaltung hat insbesondere bei langgestreckten Verbindungselementen Vorteile, da diese dann zusammen mit dem chirurgischen Profilelement durch Herstellen eines Profilstrangs auf einfache Weise ausgebildet werden können.

Damit das Montageglied auf einfache Weise ergriffen und mit ihm Zugkräfte auf das Verbindungselement übertragen werden können, ist es günstig, wenn ein freies, vom Verbindungselement weg weisendes Ende des Montagegliedes verdickt ist. Es bildet damit eine Art Anschlag oder Widerlager für Finger einer Person, die das Profilelement mit dem chirurgischen Behälter verbinden möchte.

Um das Montageglied gut von einer Bedienperson fassen und gleichzeitig leicht vom Verbindungselement lösen zu können, ist es vorteilhaft, wenn das verdickte Ende mindestens doppelt so dick oder breit wie das mit dem Verbindungselement verbundene Ende des Montageglieds ist.

Grundsätzlich wäre es denkbar, das Montageglied unlösbar mit dem mindestens einen Verbindungselement einstückig auszubilden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Montageglied von dem mindestens einen Verbindungselement lösbar ist. Auf diese Weise kann das Montageglied praktisch beliebig groß ausgebildet werden, um das Einführen des Verbindungselements durch eine Durchbrechung des Behälters zu vereinfachen. Durch die vorgesehene Lösbarkeit ist das Montageglied nach der Montage des Profilelements am chirurgischen Behälter leicht abzutrennen und stört nach der Montage nicht mehr.

Besonders einfach lässt sich das Montageglied vom Verbindungselement lösen, wenn eine Sollbruchstelle zum Lösen des Montageglieds von dem mindestens einen Verbindungselement vorgesehen ist. Beispielsweise kann die Sollbruchstelle derart ausgebildet sein, dass nach Überschreiten einer bestimmten Zugkraft das Montageglied vom Verbindungselement abreißt. Insbesondere lässt sich durch die Form und die Dimensionierung des Montageglieds vorgeben, dass eine Kraft zum Abreißen des Montageglieds vom Verbindungselement größer ist als die zum Durchführen des Verbindungselements durch eine Durchbrechung des chirurgischen Behälters erforderliche Kraft. Damit wird sichergestellt, dass das Verbindungselement sicher durch die Durchbrechung eingeführt werden kann und sich das Montageglied erst danach, bei Überschreiten einer maximal zulässigen Zugkraft, vom Verbindungselement löst.

Der Aufbau des Profilelements wird weiter vereinfacht, wenn die Sollbruchstelle durch eine Materialschwächung im Übergangsbereich von dem mindestens einen Verbindungselement zum Montageglied gebildet ist.

Die Herstellung des Profilelements vereinfacht sich, wenn das Verbindungselement und das Montageglied einstückig ausgebildet sind. Dies eröffnet insbesondere die Möglichkeit, das Profilelement durch Spritzgießen oder Strangziehen herzustellen.

Um das Einführen des Verbindungsteils durch eine Durchbrechung des Behälters zu erleichtern und/oder eine Lagerung chirurgischer Instrumente am Profilteil zu verbessern, insbesondere um die Instrumente zu schützen, ist es günstig, wenn der Verbindungsteil und/oder der Profilteil aus einem elastischen Material hergestellt ist. So lässt sich beispielsweise das Verbindungsglied einfach durch die Durchbrechung durchziehen, so dass ein Rand desselben in die Hinterschneidung eintauchen kann.

Damit das Profilelement für den harten Einsatz in einem Krankenhaus geeignet ist, ist es günstig, wenn das elastische Material sterilisierbar ist. Das Profilelement kann dann auch zum Sterilisieren im chirurgischen Behälter verbleiben.

Ein hervorragend geeignetes Material zur Ausbildung des Profilelements ist Silikon.

Damit das Profilelement sicher formschlüssig und/oder klemmend am chirurgischen Behälter gehalten werden kann, ist es vorteilhaft, wenn die Hinterschneidung direkt zwischen dem Profilteil und dem mindestens einen Verbindungselement angeordnet ist. Dies ermöglicht es insbesondere, eine Breite der Hinterschneidung etwas geringer zu wählen als eine Dicke einer Wand oder eines Bodens des Behälters, so dass zumindest ein Teil des Behälters auch klemmend zwischen dem Profilteil und dem Verbindungselement gehalten werden kann.

Günstigerweise ist das Profilelement einstückig ausgebildet. Es lässt sich so besonders einfach herstellen, beispielsweise durch Strangpressen, Strangziehen oder Spritzgießen.

Vorzugsweise ist das Profilelement in Form einer Trennwand für den Behälter ausgebildet. Es kann dabei insbesondere eine lang gestreckte Quaderform aufweisen.

Ferner ist es günstig, wenn das Profilelement in Form eines Lagerungsprofils zur Lagerung chirurgischer Instrumente und/oder Geräte ausgebildet ist. Das Lagerungsprofil kann beispielsweise Ausnehmungen oder Durchbrechungen aufweisen, die zur Aufnahme der Instrumente, Geräte oder auch Werkzeuge dienen können oder die zumindest Teile derselben abschnittsweise umgeben.

Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn das Lagerungsprofil Ausnehmungen und/oder Durchbrechungen zur Aufnahme chirurgischer Instrumente und/oder Geräte und/oder Teilen chirurgischer Geräte und/oder Instrumente aufweist.

Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner gelöst durch einen Satz chirurgischer Profilelemente, insbesondere für einen Siebkorb oder einen Sterilbehälter, wobei der Satz mehrere der oben beschriebenen chirurgischen Profilelemente umfasst und wobei mindestens zwei der chirurgischen Profilelemente eine unterschiedliche Form und/oder eine unterschiedliche Größe aufweisen. Mit einem derartigen Satz chirurgischer Profilelemente lässt sich ein chirurgischer Behälter in gewünschter Weise unterteilen, insbesondere in einzelne Fächer oder Abteile. Des Weiteren lassen sich ausreichend Befestigungs- und Lagerungsmöglichkeiten bereitstellen für Instrumente, Werkzeuge und Geräte.

Und schließlich wird die eingangs gestellte Aufgabe durch einen chirurgischen Behälter zum Lagern und/oder Sterilisieren und/oder Reinigen von chirurgischen Instrumenten oder Werkzeugen gelöst, wobei der Behälter einen durch einen Boden und Seitenwände definierten Aufnahmeraum umfasst, wobei der Boden und/oder mindestens eine Seitenwand mindestens eine Durchbrechung aufweist und wobei ferner mindestens ein mit dem Behälter verbindbares, einen durch die mindestens eine Durchbrechung einführbaren Verbindungsteil umfassendes Profilelement vorgesehen ist, wobei das Profilelement eines der oben beschriebenen Profilelemente ist. Ein derartiger chirurgischer Behälter hat den Vorteil, dass die Profilelemente auf einfache Weise mit dem chirurgischen Behälter verbunden werden können, insbesondere dann, wenn Form und Größe der Durchbrechungen des chirurgischen Behälters auf die Form und Größe der Hinterschneidung sowie des Verbindungselements des Profilelements abgestimmt sind.

Vorzugsweise sind eine Vielzahl von Durchbrechungen am chirurgischen Behälter vorgesehen, wobei sie insbesondere auch in einem regelmäßigen Muster angeordnet sein können, beispielsweise in einem quadratischen Muster mit einer vierzähligen Symmetrie oder einem rechteckigen Muster mit einer zweizähligen Symmetrie.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformem der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht eines Siebkorbs mit drei erfindungsgemäßen Profilelementen;

2: eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Profilelements;

3: eine Ansicht einer Stirnseite des Profilelements aus 2;

4: eine vergrößerte Ansicht des Übergangsbereichs zwischen Profilteil und Verbindungsteil bei dem in den 2 und 3 dargestellten Profilelement;

5: eine perspektivische Ansicht eines Lagerungsprofils; und

6: eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Profilelements.

In 1 ist ein chirurgischer Behälter in Form eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenen Siebkorbs dargestellt, welcher einen von einem Boden 12 und Seitenwänden 14 definierten quaderförmigen Aufnahmeraum 16 umfasst, in welchem beispielsweise chirurgische Instrumente, chirurgische Geräte oder chirurgische Werkzeuge zu Reinigungs- und/oder Lagerungszwecken gelagert werden können. Um die Instrumente oder dergleichen in definierter Weise zu halten, sind mit dem Siebkorb 10 chirurgische Profilelemente in Form von Lagerungsprofilen 18 verbunden. Prinzipiell können diese mit dem Boden 12 oder einer Seitenwand 14 verbunden sein. Zu diesem Zweck weist der Boden 12, optional auch die Seitenwände 14, eine Vielzahl von quadratischen Durchbrechungen 20 und/oder Langlöchern 22 auf, die in einem regelmäßigen Muster angeordnet sind, und zwar jeweils 16 in einem Quadrat angeordnete Durchbrechungen 20, die als Einheiten voneinander jeweils durch ein Langloch 22 getrennt sind. So ergibt sich insgesamt ein Durchbrechungsmuster des Bodens 12 mit einer vierzähligen Symmetrie.

Im Zusammenhang mit den 2 bis 4 wird nachfolgend der prinzipielle Aufbau eines Profilelements in Form einer insgesamt mit dem Bezugszeichen 24 versehenen Trennwand beschrieben. Die Trennwand umfasst einen im Wesentlichen quaderförmigen Profilteil 26 sowie einen insgesamt mit dem Bezugszeichen 28 versehenen Verbindungsteil. Die gesamte Trennwand 24 ist in Form eines Profilstrangs ausgebildet, wie er beispielsweise durch Spritzgießen, Strangpressen oder -ziehen hergestellt werden kann.

Der Querschnitt der Trennwand 24 ist über die gesamte Länge der Trennwand 24 gleich und in 3 dargestellt. Der Verbindungsteil 28 umfasst ein im Querschnitt in etwa pilzförmiges Verbindungselement 30, welches sich in Richtung einer Symmetrieachse 32 des in 3 dargestellten Querschnitts von einer Unterseite 34 des Profilteils 26 weg erstreckt. Direkt an die Unterseite 34 schließt sich ein so genannter "Pilzfuß" 36 an, an den sich ein sich erweiternder, so genannter "Pilzkopf" 38 anschließt, so dass sich insgesamt ein im Querschnitt pilzförmiges Profil des Verbindungselementes ergibt. Auf diese Weise werden zwei in entgegengesetzter Richtung weisende, in einer Richtung quer zur Symmetrieachse 32 geöffnete seitliche Längsnuten 40 ausgebildet, die eine Nutbreite 42 und eine Nuttiefe 44 aufweisen, die in etwa gleich groß sind. Die Längsnuten 40 bilden eine Hinterschneidung aus, in die Stege 46 des Bodens 12 eintauchen können. Die durch die beiden Längsnuten 40 ausgebildete Hinterschneidung ist direkt zwischen dem Profilteil 26 und dem Verbindungselement 30 angeordnet.

Vom Verbindungselement 30 steht parallel und symmetrisch zur Symmetrieachse 32 ein Montageglied 48 ab, welches in Form eines Vorsprungs ausgebildet ist und einen schmalen, sich an den Pilzkopf 38 anschließenden Abschnitt 50 sowie ein im Querschnitt in etwa kreisförmig verdicktes Ende 52 aufweist, wobei der Abschnitt 50 eine Breite 54 aufweist, die etwa einem Drittel des Abstands der beiden Längsnuten 40 voneinander entspricht. Ein Durchmesser des verdickten Endes 52 ist etwas größer als die Hälfte des Abstands zwischen den beiden Längsnuten 40 und somit sind Abmessungen des Montagegliedes quer zur Symmetrieachse kleiner als maximale Abmessungen des Verbindungselements 30 quer zur Symmetrieachse. Das Montageglied 48 erstreckt sich über die gesamte Länge der Trennwand 24.

Das Montageglied 48 ist vom Verbindungselement 30 lösbar, entweder indem es mittels eines Werkzeugs abgetrennt wird, beispielsweise mit einem Messer oder einer Schere abgeschnitten wird, oder mit einer durch eine gestrichelte Linie 56 angedeutete Sollbruchstelle versehen ist. Beispielsweise kann die Sollbruchstelle 56 durch Schwächung des Materials im Übergangsbereich vom Pilzkopf 38 zum Abschnitt 50 ausgebildet sein.

Insgesamt ist die Trennwand 24 einstückig ausgebildet, vorzugsweise aus einem elastischen Material, welches auch sterilisierbar ist. Insbesondere kann die Trennwand 24 aus Silikon hergestellt sein.

Nachfolgend wird die Funktionsweise der Trennwand 24, insbesondere das Verbinden mit einem Langloch 22 näher erläutert.

Der Abstand der beiden Längsnuten 40 entspricht einer Breite des Langlochs 22. Somit kann das Montageglied 48, ohne dass zusätzliche Kräfte aufgewendet werden müssen, durch das Langloch 22 hindurch gesteckt werden. Das durch das Langloch 22 hindurchragende Montageglied 48 lässt sich leicht mit der Hand ergreifen und kann als Zugglied verwendet werden, um den Pilzkopf 38 durch das Langloch 22 hindurchzuziehen, bis auf die Unterseite 34 hin weisende Rastkanten 58 des Pilzkopfs 38 durch das Langloch 22 hindurchgleiten und jeweils ein das Langloch 22 seitlich begrenzender Steg 46 in jeweils eine der Längsnuten 40 eintaucht. Wenn der gesamte Pilzkopf 38 vollständig durch das Langloch 22 hindurchgeführt ist, wird das Montageglied 48 vom Pilzkopf 38 getrennt. Dies kann beispielsweise mittels der Sollbruchstelle 56 geschehen, und zwar indem eine größere Zugkraft aufgewendet wird, als zum Durchführen des Pilzkopfs 38 durch das Langloch 22 erforderlich ist. Das Montageglied 48 reißt dann ab. Alternativ, wenn keine Sollbruchstelle 56 vorgesehen ist, kann das Montageglied 48 auch abgeschnitten werden.

Mit Hilfe des Montageglieds 48 läßt sich so das Verbindungselement 30 durch das Langloch 22 hindurchführen, wobei hierbei deutlich größere Kräfte ausgeübt werden können als ohne Montageglied 48. Dadurch kann die durch die Längsnuten 40 gebildete Hinterschneidung wesentlich tiefer ausgeführt werden, das heißt die Tiefe 44 der Längsnut 40 ist deutlich größer als bei bekannten Profilelementen. Dadurch wird ein Halt des Profilelements, beispielsweise in Form der Trennwand 24, am Siebkorb 10 verbessert.

Wie in den 2 bis 4 zu erkennen ist, ist das Montageglied 48 in Form eines Vorsprungs ausgebildet, welcher wiederum in Form eines Profils ausgebildet, welches eine Längsrichtung definiert, die sich quer oder im Wesentlichen quer zur Symmetrieachse 32 erstreckt.

Eine dem Lagerungsprofil 18 ähnliche Ausführungsform eines Profilelements ist in 5 in Form eines Lagerungsprofils 60 dargestellt. Das Lagerungsprofil 60 umfasst einen Profilteil 62 sowie einen Verbindungsteil 64, wobei der Verbindungsteil 64 aus mehreren, wie in 5 dargestellt insgesamt neun, Verbindungselementen 66 ausgebildet ist, welche identisch, in einer Linie und in regelmäßigen Abständen voneinander an einer Unterseite des Profilteils 62 analog dem Verbindungselement 30 des Profilteils 26 abstehend angeordnet sind. Eine Ansicht auf eine Stirnseite des Lagerungsprofils 60 entspricht somit den Darstellungen in den 3 und 4. Der Profilteil 62 ist mit einer Vielzahl identischer, wie in 5 dargestellt vierzehn, Lagerungsausnehmungen 68 versehen, die zur Aufnahme von Instrumenten und/oder Werkzeugen dienen.

Zum Verbinden des Lagerungsprofils 60 mit dem Siebkorb 10 wird in analoger Weise wie bei der Trennwand 24 vorgegangen. Der in seinem Querschnitt und in seiner Funktion dem Verbindungsteil 28 entsprechende Verbindungsteil 64 wird mit dem nicht näher bezeichneten Montageglied 48 voran durch dafür vorgesehene Langlöcher 22 gesteckt und anschließend wird an den Montagegliedern gezogen, bis der Pilzkopf 38 durch das jeweilige Langloch 22 hindurchtritt.

Ein Weiteres Ausführungsbeispiel eines chirurgischen Profilelements ist in 6 in Form einer insgesamt mit dem Bezugszeichen 70 versehenen Trennwand dargestellt. Die Trennwand 70 entspricht in ihrem gesamten Aufbau im Wesentlichen der Trennwand 24. Sie umfasst einen Profilteil 72, der dem Profilteil 26 entspricht, sowie einen Verbindungsteil, der dem Profilteil 62 des Lagerungsprofils 60 entspricht. Der Verbindungsteil umfasst insgesamt neun, in einer Linie in gleichmäßigen Abständen von einer Unterseite des Profilteils 72 abstehende Verbindungselemente 76. Die Trennwand 70 wird mit dem Siebkorb 10, beispielsweise dessen Boden 12, in analoger Weise verbunden wie das Lagerungsprofil 60.

Grundsätzlich wären auch andere Ausgestaltungen von Profilelementen denkbar, wobei der jeweilige Verbindungsteil ein oder mehrere Verbindungselemente umfassen kann, die durch eine Durchbrechung 20 oder ein Langloch 22 hindurchführbar sind. Die am Lagerungsprofil 60 und an der Trennwand 70 vorgesehenen Montageglieder können ebenso wie die an der Trennwand vorgesehenen Montageglieder in analoger Weise wie das Montageglied 48 vom Verbindungselement 30 von den jeweiligen Verbindungselementen der Verbindungsteile 64 beziehungsweise 74 gelöst werden.

Alternativ zu den Lagerungsausnehmungen 68 können auch Durchbrechungen des Profilteils 62 vorgesehen sein zur Aufnahme von Instrumenten, Geräten oder Teilen chirurgischer Instrumente oder Geräte. Des Weiteren können unterschiedliche Profilelemente auch in Form eines Satzes angeboten werden, beispielsweise in Form von zwei oder mehreren Profilelementen, wobei mindestens zwei der chirurgischen Profilelemente eine unterschiedliche Form und/oder eine unterschiedliche Größe aufweisen.


Anspruch[de]
  1. Chirurgisches Profilelement (24; 60; 70) für einen chirurgischen Behälter (10), insbesondere für einen Sterilbehälter oder einen Siebkorb (10), welcher zum Verbinden mit dem Profilelement (24; 60; 70) mindestens eine Durchbrechung (20, 22) aufweist, wobei das Profilelement (24; 60; 70) einen Profilteil (26; 62; 72) und einen Verbindungsteil (28; 64; 74) umfasst, wobei der Verbindungsteil (28; 64; 74) mindestens ein durch eine Durchbrechung (20, 22) einführbares Verbindungselement (30) und benachbart dem Verbindungselement (30) mindestens eine Hinterschneidung (40) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Verbindungselement (30) ein abstehendes Montageglied (48) trägt.
  2. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilteil (62; 72) mehrere, in einer Reihe angeordnete Verbindungsteile (64; 74) umfasst.
  3. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (64; 74) identisch und in regelmäßigen Abständen angeordnet sind.
  4. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (28; 64; 74) im Querschnitt im Wesentlichen eine Pilzform aufweist.
  5. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (28; 64; 74) in einer Verbindungsrichtung (32) vom Profilteil (26; 62; 72) absteht und dass das Montageglied (48) parallel oder im Wesentlichen parallel zur Verbindungsrichtung (32) vom Profilteil (26; 62; 72) weg weisend von dem mindestens einen Verbindungselement (30) absteht.
  6. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung (40) eine Tiefe (44) quer zur Verbindungsrichtung (32) und eine Breite (42) parallel zur Verbindungsrichtung (32) aufweist und dass die Tiefe (44) mindestens in etwa der Breite (42) entspricht.
  7. Chirurgisches Profilelement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Montageglied (48) über die gesamte Länge des Verbindungselements (30) in einer Richtung quer zur Verbindungsrichtung (32) erstreckt.
  8. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageglied (48) in Form eines Vorsprungs (48) ausgebildet ist.
  9. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (48) in Form eines Profils ausgebildet ist, welches eine Längsrichtung definiert, die sich quer oder im Wesentlichen quer zur Verbindungsrichtung (32) erstreckt.
  10. Chirurgisches Profilelement nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass maximale Abmessungen des Montageglieds (48) in einer quer oder im Wesentlichen quer zur Verbindungsrichtung (32) verlaufenden Querebene kleiner als maximale Abmessungen der mindestens einen Hinterschneidung (40) in einer parallel zur Querebene verlaufenden Ebene sind.
  11. Chirurgisches Profilelement nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Hinterschneidung (40) mindestens eine quer zur Verbindungsrichtung (32) offene Seitennut (40) umfasst.
  12. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Hinterschneidung (40) mindestens zwei, in entgegengesetzte Richtungen weisende Seitennuten (40) umfasst.
  13. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies, vom Verbindungselement (30) weg weisendes Ende (52) des Montagegliedes (48) verdickt ist.
  14. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das verdickte Ende (52) mindestens doppelt so dick oder breit wie das mit dem Verbindungselement (30) verbundene Ende (50) des Montageglieds (48) ist.
  15. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageglied (48) von dem mindestens einen Verbindungselement (30) lösbar ist.
  16. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sollbruchstelle (56) zum Lösen des Montageglieds (48) von dem mindestens einen Verbindungselement (30) vorgesehen ist.
  17. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle (56) durch eine Materialschwächung im Übergangsbereich von dem mindestens einen Verbindungselement (30) zum Montageglied (48) gebildet ist.
  18. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (30) und das Montageglied (48) einstückig ausgebildet sind.
  19. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (28; 64; 74) und/oder der Profilteil (26; 62; 72) aus einem elastischen Material hergestellt ist.
  20. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material sterilisierbar ist.
  21. Chirurgisches Profilelement nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material Silikon ist.
  22. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung (40) direkt zwischen dem Profilteil (26; 62; 72) und dem mindestens einen Verbindungselement (30) angeordnet ist.
  23. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (24; 60; 70) einstückig ausgebildet ist.
  24. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (24; 70) in Form einer Trennwand (24; 70) für den Behälter (10) ausgebildet ist.
  25. Chirurgisches Profilelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (60) in Form eines Lagerungsprofils (60) zur Lagerung chirurgischer Instrumente und/oder Geräte ausgebildet ist.
  26. Chirurgisches Profilelement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerungsprofil (60) Ausnehmungen (68) und/oder Durchbrechungen zur Aufnahme chirurgischer Instrumente und/oder Geräten und/oder Teilen chirurgischer Instrumente und/oder Geräte aufweist.
  27. Satz chirurgischer Profilelemente, insbesondere für einen Siebkorb (10) oder einen Sterilbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass der Satz mehrere chirurgische Profilelemente (24; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 26 umfasst und dass mindestens zwei der chirurgischen Profilelemente (24; 60; 70) eine unterschiedliche Form und/oder eine unterschiedliche Größe aufweisen.
  28. Chirurgischer Behälter (10) zum Lagern und/oder Sterilisieren und/oder Reinigen von chirurgischen Instrumenten und/oder Werkzeugen, wobei der Behälter (10) einen durch einen Boden (12) und Seitenwände (14) definierten Aufnahmeraum (16) umfasst, wobei der Boden (12) und/oder mindestens eine Seitenwand (14) mindestens eine Durchbrechung (20, 22) aufweist und wobei ferner mindestens ein mit dem Behälter (10) verbindbares, einen durch die mindestens eine Durchbrechung (20, 22) einführbaren Verbindungsteil (30) umfassendes Profilelement (24; 60; 70) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (24; 60; 70) ein Profilelement (24; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 26 ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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