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Dokumentenidentifikation DE202005015801U1 19.01.2006
Titel Chirurgische Lagerung
Anmelder AESCULAP AG & Co. KG, 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005015801
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.01.2006
Registration date 15.12.2005
Application date from patent application 29.09.2005
IPC-Hauptklasse A61B 19/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61L 2/26(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine chirurgische Lagerung zum Reinigen und Lagern mindestens eines rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs oder Instruments, insbesondere arthroskopischer Instrumente mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneidblättern, welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt angeordnet sind.

Rohrförmige chirurgische Werkzeuge oder Instrumente werden insbesondere bei minimalinvasiven Eingriffen in der Chirurgie eingesetzt, beispielsweise bei arthroskopischen Eingriffen an einem Kniegelenk. Dabei kommen Instrumente in Form von Shavern und Fräsern zum Einsatz, die üblicherweise zwei ineinander gesteckte rohrförmige Instrumententeile umfassen, die relativ zueinander oder aneinander rotierbar gelagert sind. Ein distales Ende eines solchen Instruments weist an einem Außenrohr ein Fenster auf, an dem sich eine am Innenrohr angeordnete Schneide vorbei bewegt, so dass Gewebe mit dem distalen Ende des Instruments entfernt und durch einen sich entlang einer Längsachse im Inneren des Instruments erstreckenden Kanal abgesaugt werden kann. Derartige Instrumente sind nur sehr schwierig, teilweise überhaupt nicht zu reinigen, so dass sie nicht mehrfach, sondern nur einmal nach Entnahme aus einer sterilen Verpackung für einen chirurgischen Eingriff verwendet werden können.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine chirurgische Lagerung vorzuschlagen, mit der mindestens ein rohrförmiges chirurgisches Werkzeug oder Instrument, insbesondere arthroskopische Instrumente mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneiden oder Schneidblättern, welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt angeordnet sind, sowohl gelagert als auch gereinigt werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine chirurgische Lagerung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Lagerung einen Rahmen oder ein Gestell und mindestens ein am Rahmen gehaltenes Halterohr umfasst, wobei das mindestens eine Halterohr eine Halterohrwand aufweist, eine Längsachse und im seinem Innern einen Fluidkanal definiert, wobei in der Halterohrwand mindestens eine Durchbrechung angeordnet ist und eine Außenseite des Halterohrs über die mindestens eine Durchbrechung mit dem Fluidkanal in Fluidverbindung steht.

Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen chirurgischen Halterung ist es erstmals möglich, rohrförmige chirurgische Werkzeuge oder Instrumente so zu reinigen, dass sie keimfrei und steril für einen weiteren chirurgischen Eingriff zur Verfügung stehen. Dies wird erreicht durch das mindestens eine, mit Durchbrechungen versehene Halterohr, welches es gestattet, ein Reinigungsfluid, beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit oder auch ein Reinigungsgas, in einen im Innern des rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs verlaufenden Kanal einzuspeisen. Dadurch können sämtliche Verunreinigungen sicher aus dem Kanal des rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs oder Instruments entfernt werden. Eine solche Anordnung hat zudem die vorteilhafte Eigenschaft, dass sich auf einfache Weise eine turbulente Strömung des Reinigungsfluids im Innern des rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs oder Instrument erzeugen läßt. Dies lässt sich üblicherweise nicht allein dadurch erreichen, dass das rohrförmige chirurgische Werkzeug mit einer Fluidzufuhr verbunden wird. Des Weiteren dient die Lagerung zusätzlich dazu, das Instrument oder Werkzeug während des Reinigungsvorgangs zu halten und nach vollzogener Reinigung das Instrument zu lagern. Insbesondere kann es nach Durchlaufen eines Reinigungs- und Sterilisisationszyklus für einen chirurgischen Eingriff in der erfindungsgemäßen chirurgischen Lagerung wieder bereit gestellt werden.

Vorteilhafterweise umfasst die Lagerung zwei oder mehr Halterohre. Dies hat insbesondere bei Instrumenten und Werkzeugen Vorteile, die aus zwei relativ zueinander rotierbaren rohrförmigen Instrumententeilen bestehen, beispielsweise arthroskopische Shaver oder Fräser. Diese können vor dem Reinigen zerlegt und jeweils auf ein Halterohr aufgeschoben werden. Auf den Halterohren sind sie sicher gehalten bei der Reinigung und auch geschützt gelagert nach Reinigung und Sterilisation.

Da typischerweise die rohrförmigen Bestandteile der rohrförmigen Instrumente und Werkzeuge unterschiedliche Innendurchmesser aufweisen, ist es vorteilhaft, wenn Außendurchmesser der zwei oder mehr Halterohre mindestens teilweise unterschiedlich groß sind. Dadurch können speziell an bestimmte Werkzeuge oder Instrumente angepasste Halterohre bereitgestellt werden, insbesondere an unterschiedliche Innendurchmesser dieser Rohrabschnitte angepasste Halterohre. So lässt sich insbesondere in optimierter Weise eine turbulente Strömung beim Einspeisen eines Reinigungsfluids durch eine Durchbrechung des Halterohrs in einen sich im rohrförmigen Instrumententeil erstreckenden Kanal erreichen.

Günstig ist es, wenn an der Lagerung mindestens ein Fluidzuführanschluss zum Verbinden der Lagerung mit einer Fluidquelle vorgesehen ist und wenn der Fluidzuführanschluss mit dem Fluidkanal in Fluidverbindung steht. Diese Ausgestaltung erlaubt es, die Lagerung auf einfache Weise mit einer Fluidquelle zu verbinden und ein Fluid von der Fluidquelle in den Fluidkanal und durch die Durchbrechungen ins Innere eines rohrförmigen Instruments zu leiten. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße chirurgische Lagerung in einer chirurgischen Spülmaschine mit einem Reinigungsfluidschlauch verbunden werden, so dass nicht nur das zu reinigende chirurgische Instrument von außen durch die Spülmaschine gereinigt wird, sondern auch von innen durch das über die chirurgische Lagerung zugeführte Reinigungsfluid.

Damit ein Reinigungsfluid aus dem Innern des zu reinigenden Instruments nach durchlaufenem Reinigungszyklus sicher abfließen kann, ist es vorteilhaft, wenn in einer Lagerungsstellung der Lagerung die Längsachse des mindestens einen Halterohrs mit einer vom Rahmen definierten Bodenebene einen Winkel einschließt, der einen Wert von 1° bis 15° aufweist. Unter der Bodenebene ist insbesondere diejenige Ebene zu verstehen, die beispielsweise durch einen Tisch oder eine andere Ablage definiert wird. Insbesondere kann die Bodenebene quer, also unter einem Winkel von 90° bezogen auf die Schwerkraftrichtung verlaufen. Dadurch ergibt sich eine Neigung sowohl des Halterohrs als auch des darauf gehaltenen chirurgischen Instrument, so dass in diesen enthaltenes Reinigungsfluid ohne Weiteres abfließen kann.

Damit das zu reinigende chirurgische Instrument einfach und bequem in die chirurgische Lagerung eingeführt werden kann, ist es günstig, wenn in einer Bestückungsstellung der Lagerung die Längsachse des mindestens einen Halterohrs mit einer vom Rahmen definierten Bodenebene einen Winkel einschließt, der einen Wert in einem Bereich von 30° bis 60° aufweist. Vorzugsweise weist der Winkel einen Wert von 40° bis 50° auf. Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die Lagerung von der Lagerungsstellung in die Bestückungsstellung überführt werden kann, um einerseits eine Lagerung für die Reinigung zu optimieren, andererseits das Bestücken des mindestens einen Halterohrs mit einem rohrförmigen chirurgischen Instrument oder einem Teil desselben.

Auf besonders einfache Weise lässt sich ein Winkel zwischen der Bodenebene und einer Längsachse des Halterohrs einstellen, wenn das mindestens eine Halterohr schwenkbar oder drehbar am Rahmen gelagert ist.

Günstig ist es, wenn die Lagerung von der Lagerungsstellung in die Bestückungsstellung und umgekehrt überführbar ist durch Verschwenken des Halterohrs um die Schwenkachse um einen Schwenkwinkel, der einen Wert in einem Bereich von 5° bis 60° aufweist. Insbesondere kann der Schwenkwinkel einen Wert in einem Bereich von 30° bis 45° aufweisen. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann das Halterohr und das an diesem gehaltene chirurgische Instrument nahezu waagerecht angeordnet werden, wobei das Instrument unter dem Winkel, der zwischen der Bodenebene und der Längsachse des Halterohrs in der Bestückungsstellung eingeschlossen ist, auf das Halterohr aufgesteckt oder aufgeschoben werden kann. Dadurch kann eine Bauform oder Baugröße der chirurgischen Lagerung sehr kompakt ausgeführt oder gewählt werden, so dass die chirurgische Lagerung ohne Weiteres auch in einem Sterilbehälter, beispielsweise einem Siebkorb, in eine chirurgische Spülmaschine eingebracht werden kann.

Eine Bestückung des Halterohrs mit einem rohrförmigen chirurgischen Instrument wird besonders einfach, wenn die Schwenkachse quer oder im Wesentlichen quer zur Längsachse des mindestens einen Halterohrs verläuft.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine die Schwenkachse definierende Anschlusshülse vorgesehen ist, dass die Anschlusshülse einen Innenraum definiert, dass der Fluidzuführanschluss und das mindestens eine Halterohr an der Anschlusshülse angeordnet sind und dass der Fluidzuführanschluss, der Innenraum und der Fluidkanal in Fluidverbindung stehen. Ein solcher Aufbau der chirurgischen Lagerung gestattet es auf einfache Weise, eine Fluidquelle so mit der Lagerung zu verbinden, dass ein Reinigungsfluid ins Innere des zu reinigenden chirurgischen Instruments geleitet werden kann, und zwar über den Fluidzuführanschluss, den Innenraum der Anschlusshülse, den Fluidkanal und die mindestens eine Durchbrechung.

Grundsätzlich wäre es denkbar und vorteilhaft, den Fluidzuführanschluss so anzuordnen, dass er quer oder im Wesentlichen quer zur Schwenkachse von der Anschlusshülse absteht oder an dieser ausgebildet ist. Beispielsweise könnte der Fluidzuführanschluss diametral gegenüberliegend zu dem mindestens einen Halterohr an der Anschlusshülse angeordnet sein. Vorteilhafterweise ist der Fluidzuführanschluss in Richtung der Schwenkachse weisend von der Anschlusshülse abstehend angeordnet. Eine derartige Anordnung stellt sicher, dass beispielsweise ein Anschlussschlauch, der eine Fluidquelle mit dem Fluidzuführanschluss verbindet, nur minimale Kräfte aufnehmen muss, wenn beispielsweise das mindestens eine Halterohr von der Lagerungsstellung in die Bestückungsstellung überführt wird oder umgekehrt.

Ein besonders kompakter Aufbau der chirurgischen Lagerung ergibt sich, wenn die Lagerung eine Drehlagerung für die Anschlusshülse umfasst. Insbesondere durch eine Verdrehung der Anschlusshülse kann damit auch das mindestens eine Halterohr um die Schwenkachse verschwenkt werden.

Auf einfache Weise kann die Anschlusshülse um die Schwenkachse verschwenkt werden, wenn sie stirnseitig verschlossen ist und Kupplungselemente trägt und wenn die Drehlagerung zu den Kupplungselementen korrespondierende Kupplungsglieder umfasst.

Besonders stabil und damit insbesondere für Einsatzzwecke in Aufbereitungszentren von Krankenhäusern geeignet wird die chirurgische Lagerung, wenn die Kupplungselemente von Stirnseiten der Anschlusshülsen abstehende Vorsprünge und wenn die Kupplungsglieder zu den Vorsprüngen korrespondierende Ausnehmungen oder Durchbrechungen sind, in die die Vorsprünge eingreifen. Denkbar wäre es beispielsweise, eine Bohrung oder eine Sacklochbohrung als Kupplungsglied vorzusehen und einen entsprechenden zylindrisch vorstehenden Zapfen an der Anschlusshülse, der formschlüssig in die Bohrung oder Sacklochbohrung eintauchen kann. So wird sowohl die Anschlusshülse sicher am Rahmen gelagert und zudem der Aufbau der Drehlagerung deutlich vereinfacht.

Günstigerweise ist eine Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung vorgesehen zum Begrenzen des Schwenkwinkels. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das mindestens eine Halterohr relativ zum Rahmen nicht in eine Stellung bewegt wird, bei der beispielsweise das Halterohr beschädigt werden oder das darauf gelagerte chirurgische Instrument abrutschen kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung mindestens ein Schwenkwinkelbegrenzungsglied, mindestens einen ersten und mindestens einen zweiten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag aufweist und dass das Schwenkwinkelbegrenzungsglied in der Lagerstellung an dem mindestens einen ersten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag anschlägt und dass das Schwenkwinkelbegrenzungsglied in der Bestückungsstellung an dem mindestens einen zweiten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag anschlägt. Eine derartige Ausgestaltung verhindert, dass das mindestens eine Halterohr eine Stellung einnehmen kann, die außerhalb eines gewünschten Schwenkwinkelbereichs zwar grundsätzlich denkbar wäre, jedoch vermieden werden soll.

Ein besonders einfacher Aufbau einer Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung ergibt sich, wenn das Schwenkwinkelbegrenzungsglied in Form eines schmalen quaderförmigen Vorsprungs ausgebildet ist und wenn der mindestens eine erste und der mindestens eine zweite Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag radiale Begrenzungen zweier, bezogen auf die Schwenkachse diametral gegenüberliegender kreissegmentförmiger Durchbrechungen an der Drehlagerung umfasst, in die Schwenkwinkelbegrenzungsglied jeweils etwa zur Hälfte hineinragt.

Damit das mindestens eine Halterohr in einem beliebigen Haltewinkel gehalten werden kann, ist es vorteilhaft, wenn eine Schwenkwinkeleinstellvorrichtung vorgesehen ist zum Einstellen eines beliebigen Haltewinkel zwischen der Längsachse des mindestens einen Halterohrs und einer vom Rahmen definierten Bodenebene.

Eine Schwenkwinkeleinstellvorrichtung lässt sich auf einfache Weise dadurch realisieren, dass sie eine Rastvorrichtung mit mindestens einem Rastvorsprung und mindestens einer korrespondierenden Rastausnehmung umfasst, wenn der mindestens eine Rastvorsprung am Rahmen angeordnet oder dem mindestens einen Halterohr zugeordnet ist, wenn die mindestens eine Rastausnehmung dem mindestens einen Halterohr zugeordnet oder am Rahmen angeordnet ist und wenn in einer Haltestellung der mindestens eine Rastvorsprung in die mindestens eine Rastausnehmung eingreift. Durch das Eingreifen des mindestens einen Rastvorsprungs in die mindestens eine Rastausnehmung kann eine gewünschte Haltestellung gesichert werden. Beispielsweise kann die mindestens eine Rastausnehmung Teil eines Zahnrades oder eine an der Anschlusshülse angeordnete Verzahnung sein.

Um zu verhindern, dass die Lagerung unbeabsichtigt von der Lagerstellung in die Bestückungsstellung oder eine beliebige andere Haltestellung übergehen kann, ist vorzugsweise eine Sicherung vorgesehen zum Sichern des mindestens einen Halterohrs in der Lagerungsstellung. Insbesondere kann dann die chirurgische Lagerung derart ausgebildet sein, dass das auf dem mindestens einen Halterohr aufgesteckte chirurgische Instrument unverlierbar an der Lagerung gesichert ist.

Eine Sicherung der Lagerung in der Lagerstellung lässt sich auf einfache Weise erreichen, wenn die Sicherungsvorrichtung eine Verriegelung umfasst, die am Rahmen und der Anschlusshülse angreift. Beispielsweise könnte ein Verriegelungshebel vorgesehen sein, der am Rahmen beweglich gelagert ist und in der Sicherungsstellung mit der Anschlusshülse lösbar verbindbar ist.

Günstigerweise ist die mindestens eine Durchbrechung in Form einer Bohrung ausgebildet. Bohrungen lassen sich auf einfache Weise in gewünschten Durchmessern und Orientierungen am mindestens einen Halterohr ausbilden.

Besonders einfach lassen sich Bohrungen am Halterohr vorsehen, wenn die Bohrung eine Bohrungslängsachse aufweist, die die Längsachse des mindestens einen Halterohrs schneidet.

Günstig kann es jedoch auch sein, wenn die Bohrung eine Bohrungslängsachse aufweist, die bezogen auf die Längsachse des mindestens einen Halterohrs windschief verläuft. Dies ermöglicht es, dass ein durch das mindestens eine Halterohr eingeleitete Reinigungsfluid nicht nur in radialer Richtung bezogen auf die Längsachse des Halterohrs aus diesem durch die Bohrung austreten kann, sondern auch eine tangentiale Komponente beim Austritt aus dem Halterohr aufweist. Dadurch ist es möglich, dass ein frei rotierbar auf dem Halterohr aufgestecktes rohrförmiges Instrument in Rotation um das mindestens eine Halterohr versetzt werden kann. Dadurch lösen sich festgesetzte Gewebeteile im rohrförmigen Instrument deutlich besser. Insbesondere lässt sich durch eine derart angeordnete Bohrung besonders einfach eine turbulente Strömung im Innern des rohrförmigen Instruments erzeugen, welche besonders gut geeignet ist, Verschmutzungen mechanisch zu entfernen.

Eine Reinigungswirkung der chirurgischen Halterung kann deutlich verbessert werden, wenn mehrere Durchbrechungen vorgesehen sind.

Die Herstellung der Lagerung wird deutlich vereinfacht, wenn alle Durchbrechungen in Form von Bohrungen mit einem identischen Durchmesser ausgebildet sind.

Vorteilhaft kann es jedoch auch sein, wenn ein Querschnitt der Durchbrechungen in Richtung auf ein freies Ende des Halterohrs zunimmt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass aufgrund eines abnehmenden Drucks in Folge von am anderen Ende oder im Verlauf des mindestens einen Halterohrs austretendem Reinigungsfluid noch genügend Reinigungsfluid am freien Ende des Halterohrs ins Innere des zu reinigenden rohrförmigen Instruments geleitet wird. Ferner kann durch die unterschiedlichen Querschnitte der Durchbrechungen eine Turbulenz der Strömung im Inneren des zu reinigenden rohrförmigen Instruments erhöht werden.

Die Herstellung der Lagerung vereinfacht sich, wenn die Durchbrechungen gleichmäßig über eine Länge und/oder einen Umfang des Halterohrs verteilt angeordnet sind. Beispielsweise können die Durchbrechungen längs parallel zur Längsachse verlaufenden Linien angeordnet sein oder aber auch auf einer spiralförmigen Linie. Vorzugsweise sind Abstände der Durchbrechungen voneinander stets gleich.

Besonders undefinierte und damit sehr turbulente Strömungsverhältnisse im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instruments lassen sich erzielen, wenn die Durchbrechungen ungleichmäßig über die Länge und/oder den Umfang des Halterohrs verteilt angeordnet sind.

Insbesondere lassen sich in der Praxis ausreichend gute Reinigungsergebnisse erzielen, wenn etwa 10 bis 20 Durchbrechungen vorgesehen sind.

Grundsätzlich wäre es möglich, ein freies Ende des mindestens einen Halterohrs offenzulassen, so dass ein in das mindestens eine Halterohr eingeleitetes Reinigungsfluid auf einfache Weise ablaufen kann. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann jedoch vorgesehen sein, dass das mindestens eine Halterohr ein freies Ende aufweist und dass das freie Ende verschlossen ist. Dadurch kann zusätzlich ein Fluiddruck im Innern des mindestens einen Halterohrs und auch im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instrument erhöht werden.

Grundsätzlich wäre es denkbar, das mindestens eine Halterohr in Form eines zylindrischen Halterohrs auszubilden. Alternativ wäre es auch möglich, ein sich im Durchmesser verjüngendes Halterohr vorzusehen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn das mindestens eine Halterohr einen Außendurchmesser aufweist, der sich periodisch über einen Teil oder eine gesamte Länge des mindestens einen Halterohrs ändert. Beispielsweise kann dies erreicht werden durch ringförmige Einschnürungen einer Halterohrwand, die identisch oder auch unterschiedlich ausgebildet sein können. In jedem Fall kann durch eine derartige Ausgestaltung eine Strömungsturbulenz im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instruments erhöht werden.

Um zu verhindern, dass das zu reinigende Instrument durch das Einleiten des Reinigungsfluids vom mindestens einen Halterohr herunter bewegt werden kann, ist es günstig, wenn ein Instrumentenanschlag vorgesehen ist, welcher in Verlängerung der Längsachse des mindestens einen Halterohrs und beabstandet von diesem am Rahmen angeordnet ist. Dadurch kann sich zwar das auf dem mindestens einen Halterohr gehaltene chirurgische Instrument etwas in Richtung der Längsachse des mindestens einen Halterohrs bewegen, jedoch nicht so weit von diesem lösen, dass es in unbeabsichtigter Weise herabfallen kann.

Ein besonders sicherer Halt des zu reinigenden Instruments wird gewährleistet, wenn der Instrumentenanschlag eine Haltefläche umfasst, die quer oder im Wesentlichen quer zur Längsachse des mindestens einen Halterohrs verläuft.

Damit eine Reinigung der chirurgischen Halterung erleichtert wird und um eine Abschattung des zu reinigenden chirurgischen Instruments, wenn es an der chirurgischen Lagerung gehalten ist, zu verringern, ist es günstig, wenn der Rahmen eine Vielzahl von Durchbrechungen oder Spülöffnungen aufweist, beispielsweise kann der Rahmen eine Bodenplatte umfassen, die mit mehreren kreisförmigen Durchbrechungen versehen ist.

Vorzugsweise ist am Rahmen mindestens eine Auflage für das mindestens eine Halterohr vorgesehen, an welcher das mindestens eine Halterohr in der Lagerungsstellung anliegt. Die Auflage bildet somit einen weiteren Anschlag, der beispielsweise auch die Lagerstellung definieren kann.

Ein besonders einfacher Aufbau der Lagerung wird erreicht, wenn die mindestens eine Auflage in Form einer Aussparung einer Halteplatte ausgebildet ist und wenn die Auflage von der mindestens einen Haltefläche beabstandet ist.

Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß durch ein chirurgisches System gelöst, umfassend mindestens ein rohrförmiges chirurgisches Werkzeug oder Instrument, insbesondere ein arthroskopisches Instrument mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneidblättern, welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt angeordnet sind, und eine chirurgische Lagerung zum Reinigen und Lagern des mindestens einen rohrförmigen Werkzeugs oder Instruments, wobei die Lagerung einen Rahmen oder ein Gestell und mindestens ein am Rahmen gehaltenes Halterohr umfasst, wobei das mindestens eine Halterohr eine Halterohrwand aufweist, eine Längsachse und in seinem Innern einen Fluidkanal definiert, wobei in der Halterohrwand mehrere Durchbrechungen angeordnet und die Außenseite des Halterohrs über die Durchbrechungen mit dem Fluidkanal in Fluidverbindung steht. Ein derartiges chirurgisches System kann insbesondere so ausgebildet werden, dass die chirurgische Lagerung optimal auf das mindestens eine rohrförmige chirurgische Werkzeug oder Instrument angepaßt ist, um beispielsweise eine turbulente Strömung gewünschter Stärke im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instruments zu erzeugen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die chirurgische Lagerung des chirurgischen Systems eine der oben beschriebenen chirurgischen Lagerungen ist. Derartige Lagerungen weisen insbesondere die oben beschriebenen Vorteile auf.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine chirurgische Instrument ein arthroskopischer Shaver oder Fräser ist, welcher ein Außenrohr mit einer an einem chirurgischen Antrieb verbindbaren Kupplung und ein im Außenrohr rotierbar gelagertes Innenrohr umfasst, dass das Innenrohr an einem distalen Ende mindestens eine Schneide trägt und an einem proximalen Ende eine Kupplung für den chirurgischen Antrieb und dass am Außenrohr ein mit einer Schneide versehenes Fenster angeordnet ist, welches im betriebsfähigen Zustand des Shaver mit der Schneide des Innenrohrs eine Schneidvorrichtung bildet. Insbesondere arthroskopische Shaver oder Fräser lassen sich mit der erfindungsgemäßen chirurgischen Lagerung sowohl sicher lagern als auch in gewünschter Weise so reinigen und sterilisieren, dass sie auch für weitere chirurgische Eingriffe verwendbar sind.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn eine Fluidzuführeinrichtung vorgesehen ist, umfassend einen Fluidspeicher und eine Fluidfördervorrichtung zum Fördern eines Fluids vom Fluidspeicher zum Fluidzuführanschluss der Lagerung. Ein derartiges chirurgisches System ermöglicht eine optimale Reinigung insbesondere im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instruments.

Des weiteren wird ein Verfahren zum Reinigen eines rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs oder Instruments vorgeschlagen, insbesondere eines arthroskopischen Instrument mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneidblättern, welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt angeordnet sind, bei welchem der mindestens eine rohrförmige Abschnitt gehalten und bei welchem ein Reinigungsfluid in ein Ende oder einen Innenraum des mindestens einen rohrförmigen Abschnitts zugeführt und im Innenraum eine turbulente Fluidströmung erzeugt wird. Insbesondere durch die erzeugte turbulente Fluidströmung lassen sich Verschmutzungen, insbesondere im Innern des zu reinigenden rohrförmigen Instruments befindliche Gewebereste einfach und sicher entfernen.

Ein Reinigungsergebnis lässt sich noch weiter verbessern, wenn der mindestens eine rohrförmige Abschnitt so gehalten wird, dass er sich während des Verfahrens um seine Längsachse frei drehen kann. Auf diese Weise lässt sich eine Turbulenz der durch das Reinigungsfluid erzeugten Strömung weiter erhöhen.

Besonders einfach wird das Verfahren, wenn zur Durchführung desselben eine der oben beschriebenen Lagerungen verwendet wird.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen chirurgischen Systems umfassend eine chirurgische Lagerung und ein zweiteiliges, rohrförmiges chirurgisches Instrument;

2: eine Schnittansicht längs Linie 2-2 in 1;

3: eine Schnittansicht längs Linie 3-3 in 1;

4: eine perspektivische Ansicht der in 1 dargestellten Lagerung;

5: eine Ansicht auf die Lagerung aus 4 von oben;

6: eine Schnittansicht längs Linie 6-6 in 3;

7: eine Schnittansicht ähnlich 6 durch ein alternatives Ausführungsbeispiel einer chirurgischen Lagerung; und

8: eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer chirurgischen Lagerung.

In 1 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenes chirurgisches System dargestellt, umfassend ein zweiteiliges, chirurgisches, rohrförmiges Instrument in Form eines ein Innenrohr 12 und ein Außenrohr 14 umfassenden arthroskopischen Shavers 16 sowie eine erfindungsgemäße chirurgische Lagerung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 18 versehen ist.

Der Aufbau des Shavers 16 wird nach nachfolgend im Zusammenhang mit den 1 bis 3 näher erläutert.

An einem distalen Ende des Innenrohrs 12 ist seitlich ein Fenster 20 angeordnet, dessen Rand in Form einer Schneide 22 ausgebildet ist. An einem proximalen Ende des Innenrohrs 12 ist eine Kupplung 24 zum Verbinden mit einem nicht dargestellten chirurgischen Antrieb angeordnet. In ähnlicher Weise ist an einem distalen Ende des Außenrohrs 14 ein Fenster 26 vorgesehen, dessen Rand ebenfalls in Form einer Schneide 28 ausgebildet ist. Auch am proximalen Ende des Außenrohrs 14 ist eine Kupplung 30 angeordnet, die sowohl zur Aufnahme der Kupplung 24 als auch zur Verbindung des Außenrohrs 14 mit der nicht dargestellten chirurgischen Antriebseinheit dient. Im chirurgischen Einsatz durchsetzt das Innenrohr 12 das Außenrohr 14 und ist relativ zu diesem mittels der Kupplungen 24 und 30 so gesichert, dass die Schneiden 22 und 28 gemeinsam eine Schneidvorrichtung ausbilden und in Folge einer Rotation des Innenrohrs 12 relativ zum Außenrohr 14 mit der Schneidvorrichtung Gewebe aus einem menschlichen oder tierischen Körper entfernt und durch einen im Innern des Innenrohrs verlaufenden Kanal abgesaugt werden kann.

Die Lagerung 18 umfasst einen Rahmen 32, der in Form eines einstückigen Blechbiegeteils ausgebildet ist. Der Rahmen weist eine Bodenplatte 34 auf, die mit fünf kreisförmigen Durchbrechungen 36 versehen ist, die in einer Linie fluchtend angeordnet sind. An einem Ende der Bodenplatte 34 sind seitlich zwei Lappen 38 und 39 abgebogen, die senkrecht von der Bodenplatte 34 nach oben weg abstehen. Sie bilden einen Teil einer Drehlagerung 66. Dafür weist der Lappen 38 eine Bohrung auf, die nicht dargestellt ist, deren Längsachse jedoch parallel zur kurzen Seitenkante 40 der Bodenplatte 34 verläuft. Der Lappen 39 weist symmetrisch zur Längsachse der nicht dargestellten Bohrung, die eine später näher definierte Schwenkachse 42 bildet, eine in etwa doppelt V-förmige Durchbrechung 44 auf, die punktsymmetrisch zur Schwenkachse 42 ausgebildet ist. Sie wird definiert durch zwei bezogen auf die Schwenkachse 42 diametral gegenüberliegende, kreissegmentförmige Durchbrechungen 46, wobei jeweils eine sich radial von der Schwenkachse weg erstreckende Kante 48 bzw. 49 einen ersten und einen zweiten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag bildet.

Am gegenüberliegenden Ende der Bodenplatte 34 sind um eine parallel zur Seitenkante 40 verlaufende Seitenkante umgebogene Lappen 50 und 51 angeordnet, die jeweils eine in Richtung auf die Lappen 38 und 39 weisende Haltefläche 52 bzw. 53 definieren. Etwas beabstandet von den Lappen 50 und 51 sind zwei durch seitliche Lappen, die um 90° um die Längskanten der Bodenplatte 34 hochgebogen und nochmals um 90° abgewinkelt sind, zwei Auflagen 54 und 55 ausgebildet, die in etwa U-förmige Ausnehmungen 56 und 57 in Abschnitten 58 und 59 der Auflagen 54 und 55 aufweisen, die parallel zu den senkrecht zur Bodenplatte 34 abstehenden Lappen 50 und 51 angeordnet sind.

Des weiteren sind an der Bodenplatte 34 zwei Langlöcher 60 und 61 vorgesehen, einerseits benachbart den Lappen 38 und 39 und andererseits benachbart den Lappen 50 und 51. Diese dienen als Befestigungselementaufnahmen für Befestigungselemente, beispielsweise in Form von Schrauben 62, mit denen in Verbindung mit einer korrespondierenden Mutter 64 die Lagerung 18 beispielsweise an einem chirurgischen Behälter, insbesondere an einem mit einer Vielzahl von Durchbrechungen versehenen Boden eines Siebkorbs festgelegt werden kann.

Die Lappen 38 und 39 bilden einen Teil einer Drehlagerung 66 für eine Anschlusshülse 68. Sie weist eine Länge auf, die einem Abstand der beiden Lappen 38 und 39 entspricht. Die Stirnseiten der Anschlusshülse 68 sind verschlossen. Von einer Stirnseite steht ein zylindrischer Lagerzapfen 70 ab, der durch die am Lappen 38 vorgesehene Bohrung formschlüssig hindurchragt. Eine gegenüberliegende Stirnseite der Anschlusshülse 68 trägt einen flachen quaderförmigen Vorsprung 72, der in die Durchbrechung 44 eintaucht, bzw. jeweils zur Hälfte in die beiden Durchbrechungen 46. Die Anschlusshülse 68 kann um die durch eine Längsachse derselben definierte Schwenkachse 42 um einen Schwenkwinkel 74 verschwenkt werden, welcher einem Öffnungswinkel der Kanten 48 und 49 entspricht. Dies bedeutet, dass der Vorsprung 72, welcher ein Schwenkwinkelbegrenzungsglied bildet, in einer nachfolgend näher beschriebenen Lagerstellung an den Kanten 49 anliegt, wie in den 1 und 4 dargestellt, und in einer nicht dargestellten Bestückungsstellung an den Kanten 48.

Quer zur Schwenkachse 42 steht von der Anschlusshülse 68 ein hohlzylindrischer Stutzen 76 ab, der einen Fluidzuführanschluss bildet. Er steht mit einem Innenraum 77 der Anschlusshülse 68 in Fluidverbindung. In etwa diametral dem Stutzen 76 bezogen auf die Schwenkachse 42 gegenüberliegend stehen senkrecht zu dieser zwei Halterohre 78 und 79 ab, die in ihrem inneren Fluidkanäle 80 bzw. 81 definieren. Die Fluidkanäle 80 und 81 stehen in Fluidverbindung mit dem Innenraum 77 der Anschlusshülse 68. Distale Enden, also freie Enden der Halterohre 78 und 79 sind verschlossen. Die Halterohrwände 82 und 83 der Halterohre 78 und 79 sind mit einer Vielzahl von Bohrungen 84 versehen, die gleichmäßig sowohl über eine Länge der Halterohre 78 und 79 als auch über deren Umfang angeordnet sind. Sie bilden Spülöffnungen und eine Fluidverbindung zwischen den Fluidkanälen 80 und 81 mit einer Umgebung der Halterohre 78 und 79.

Jede der Bohrungen 84 weist eine Längsachse 86 auf, die eine Längsachse 88 des Halterohrs 78 bzw. eine Längsachse 89 des Halterohrs 79 schneidet. In 6 ist beispielhaft eine Schnittansicht durch das Halterohr 79 dargestellt, auf welches das Außenrohr 14 aufgesteckt ist. Ein Außendurchmesser des Halterohrs 78 ist an einen Innendurchmesser des Außenrohrs 14 angepasst, und zwar derart, dass ein Ringkanal 90 ausgebildet wird, der das Halterohr 79 umgibt.

In 7 ist eine Querschnittsansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels eines Halterohrs 79' dargestellt, das in analoger Weise auch auf ein Halterohr 78 übertragbar ist. Längsachsen 86' der Bohrungen 84' schneiden nicht die Längsachse 89' des Halterohrs 79', sondern verlaufen bezogen zur Längsachse 89' windschief. Dies hat zur Folge, dass durch den Fluigkanal 81' strömendes Fluid, beispielsweise eine Flüssigkeit oder ein Gas, nicht in radialer Richtung wie durch die Bohrungen 84 austritt, sondern nur teilweise in radialer Richtung mit einer zusätzlichen tangentialen Komponente. Dadurch kann eine im Ringkanal 90' ausgebildete Strömung eines Reinigungsfluids wesentlich turbulenter erzeugt werden als eine Strömung im Ringkanal 90. Je turbulenter die Strömung, um so besser werden Verschmutzungen von einer Innenwand sowohl des Außenrohrs 14 als auch des Innenrohrs 12 mechanisch allein durch die ausgebildete Strömung gelöst.

Eine weitere alternative Ausgestaltung der Halterohre 78 und 79 ist beispielhaft in 8 für das Halterohr 79'' dargestellt. Beim Halterohr 79'' ändert sich ein Außendurchmesser durch ringförmige Einschnürungen 92'' periodisch. Dies hat zur Folge, dass aufgrund einer durch die in 8 eingezeichneten Pfeile 94 symbolisierte Fluidströmung zur Bildung von Wirbeln 96 im Ringkanal 90'' führt. Die Ausbildung von Wirbeln 96 ist ein Indiz dafür, dass sich im Ringkanal 90'' eine stark turbulente Strömung ausbilden kann.

Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Lagerung 18 bzw. des chirurgischen Systems 10 wird nachfolgend näher erläutert.

Zum Bestücken der in 4 dargestellten Lagerung 18 werden zunächst die Halterohre 78 und 79, wie durch die Pfeile 98 und 100 in den 2 und 3 angedeutet, um die Schwenkachse 42 verschwenkt, bis der Vorsprung 72 an den Kanten 48 anschlägt. Die Lagerung 18 nimmt jetzt die Bestückungsstellung ein. Nun kann das Innenrohr 12 auf das Halterohr 78 und das Außenrohr 14 auf das Halterohr 79 aufgeschoben werden. Etwaige, noch in den Rohren enthaltene Gewebeteile werden so in Richtung auf die Fenster 20 und 26 vorgeschoben. Das Innenrohr 12 und das Außenrohr 14 werden so weit auf die Halterohr 78 und 79 vorgeschoben, bis die Kupplungen 24 und 30 an der Anschlusshülse 68 anliegen. Anschließend werden die Halterohre 78 und 79 in die Lagerstellung zurückgeschwenkt, die in den 1 bis 4 dargestellt ist.

Die Längsachsen 88 und 89 schließen in der Lagerstellung mit einer parallel zur Bodenplatte 34 verlaufenden Bodenebene 102 einen Lagerungswinkel 104 ein, der einen Wert von etwa 3° bis 4° aufweist. Vorzugsweise liegt der Lagerungswinkel in einem Bereich von 1° bis 15°. Dadurch wird sichergestellt, dass nach Beendigung eines Reinigungsvorgangs in den Halterohren 78 und 79 sowie im Innenrohr 12 und im Außenrohr 14 befindliches Reinigungsfluid ohne weiteres ausströmen kann. Es sei angemerkt, dass der Schwenkwinkel 74 in einem Bereich von 5° bis 60° liegen kann, und im wesentlichen durch den Öffnungswinkel der Durchbrechungen 46 vorgegeben wird. Ein Winkel zwischen den Längsachsen 88 und 89 und der Bodenebene 102 liegt in der Bestückungsstellung abhängig von der Ausgestaltung der Durchbrechung 44 im Bereich von 30° bis 60°.

Die Lagerung 18 mit dem bestückten Shaver 16 kann in eine chirurgische Spülmaschine eingebracht werden. Vorher wird jedoch der Stutzen 76, beispielsweise mit einem Schlauch, mit einer Fluidzuführeinrichtung verbunden, die insbesondere einen Fluidspeicher und eine Fluidfördervorrichtung, zum Beispiel in Form einer Pumpe umfasst. Das in der Spülmaschine verwendete Reinigungsfluid kann so durch den Stutzen 76, den Innenraum 77 und die beiden Fluidkanäle 80 und 81 zu den Bohrungen 84 und durch diese hindurch in den Ringraum 90 zwischen dem Halterohr 79 und dem Außenrohr 14 bzw. einen korrespondieren Ringraum zwischen dem Halterohr 78 und dem Innenrohr 12 strömen. Aufgrund der Anordnung der Bohrungen 84 wird eine turbulente Strömung in den Ringräumen erzeugt, wodurch Verschmutzungen sicher und schnell abgetragen werden.

Die oben näher beschriebene Halterung 18 bildet lediglich eine mögliche Ausführungsform. Denkbar wäre auch eine Halterung mit nur einem Halterohr oder aber auch mit mehr als zwei Halterohren. Des weiteren wäre es denkbar, eine Schwenkwinkeleinstellvorrichtung vorzusehen zum Einstellen eines beliebigen Haltewinkels zwischen den Längsachsen 88 und 89 und der Bodenebene 102. Beispielsweise könnte diese eine Rastvorrichtung mit mindestens einem Rastvorsprung und mindestens einer korrespondierenden Rastausnehmung umfassen, wobei der mindestens eine Rastvorsprung am Rahmen 32 angeordnet oder einem der beiden Halterohre 78 oder 79 zugeordnet sein könnte, wobei die mindestens eine Rastausnehmung einem der Halterohre 78 oder 79 zugeordnet oder am Rahmen 32 angeordnet sein könnte und wobei in einer Haltestellung der mindestens eine Rastvorsprung in die mindestens eine Rastausnehmung eingreift. Ferner könnte noch eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen sein zum Sichern eines der Halterohre 78 und 79 in der Lagerstellung. Beispielsweise könnte dies erreicht werden durch eine Verriegelung, die am Rahmen 32 und an der Anschlusshülse 68 angreift.

Alternativ zur Anordnung des Stutzens 76 könnte auch ein Stutzen in Richtung der Schwenkachse 42 weisend von der Anschlusshülse 68 abstehend angeordnet sein.

Aufgrund der Ausbildung der Lagerung 18 wird sowohl das Innenrohr 12 als auch das Außenrohr 14 so an den Halterohren 78 und 79 gehalten, dass sie sich jeweils frei um ihre Längsachse 88 bzw. 89 drehen können, wenn ein Reinigungsfluid durch die Ringkanäle 90 strömt.

Denkbar wäre es, die Lagerung 18 vollständig aus Metall auszubilden. Sie könnte jedoch auch ganz oder teilweise aus einem Kunststoff hergestellt sein.


Anspruch[de]
  1. Chirurgische Lagerung (18) zum Reinigen und Lagern mindestens eines rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs (16) oder Instruments, insbesondere arthroskopischer Instrumente (16) mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneidblättern (22, 28), welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt (12, 14) angeordnet sind, wobei die Lagerung (18) einen Rahmen (32) oder ein Gestell und mindestens ein am Rahmen (32) gehaltenes Halterohr (82, 83) umfasst, wobei das mindestens eine Halterohr (78, 79) eine Halterohrwand (82, 83) aufweist, eine Längsachse (88, 89) und in seinem Innern (80, 81) einen Fluidkanal definiert, wobei in der Halterohrwand (82, 83) mindestens eine Durchbrechung (84) angeordnet ist und eine Außenseite des Halterohrs (78, 79) über die mindestens eine Durchbrechung (84) mit dem Fluidkanal (80, 81) in Fluidverbindung steht.
  2. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (18) zwei oder mehr Halterohre (78, 79) umfasst.
  3. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Außendurchmesser der zwei oder mehr Halterohre (78, 79) mindestens teilweise unterschiedlich groß sind.
  4. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Lagerung (18) mindestens ein Fluidzuführanschluss (76) zum Verbinden der Lagerung (18) mit einer Fluidquelle vorgesehen ist und dass der Fluidzuführanschluss (76) mit dem Fluidkanal (80, 81) in Fluidverbindung steht.
  5. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Lagerungsstellung der Lagerung (18) die Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) mit einer vom Rahmen (32) definierten Bodenebene (102) einen Winkel (104) einschließt, der einen Wert in einem Bereich von 1° bis 15° aufweist.
  6. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Bestückungsstellung der Lagerung (18) die Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) mit einer vom Rahmen (32) definierten Bodenebene (102) einen Winkel (104) einschließt, der einen Wert in einem Bereich von 30° bis 60° aufweist.
  7. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Halterohr (78, 79) um eine Schwenkachse (42) schwenkbar oder drehbar am Rahmen (32) gelagert ist.
  8. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (18) von der Lagerungsstellung in die Bestückungsstellung und umgekehrt überführbar ist durch Verschwenken des Halterohrs (78, 79) um die Schwenkachse (42) um einen Schwenkwinkel (74), der einen Wert in einem Bereich von 5° bis 60° aufweist.
  9. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (42) quer oder im Wesentlichen quer zur Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) verläuft.
  10. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Schwenkachse (42) definierende Anschlusshülse (68) vorgesehen ist, dass die Anschlusshülse (68) einen Innenraum (77) definiert, dass der Fluidzuführanschluss (76) und das mindestens eine Halterohr (78, 79) an der Anschlusshülse (68) angeordnet sind und dass der Fluidzuführanschluss (76), der Innenraum (77) und der Fluidkanal (80, 81) in Fluidverbindung stehen.
  11. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidzuführanschluss (76) in Richtung der Schwenkachse (42) weisend von der Anschlusshülse (68) abstehend angeordnet ist.
  12. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (18) eine Drehlagerung (66) für die Anschlusshülse (68) umfasst.
  13. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusshülse (68) stirnseitig verschlossen ist und Kupplungselemente (70, 72) trägt und dass die Drehlagerung (66) zu den Kupplungselementen (70, 72) korrespondierende Kupplungsglieder (44) umfasst.
  14. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungselemente (70, 72) von Stirnseiten der Anschlusshülse (68) abstehende Vorsprünge (70, 72) und dass die Kupplungsglieder (44) zu den Vorsprüngen (70, 72) korrespondierende Ausnehmungen (44) oder Durchbrechungen sind, in die die Vorsprünge (70, 72) eingreifen.
  15. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung vorgesehen ist zum Begrenzen des Schwenkwinkels (74).
  16. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkwinkelbegrenzungsvorrichtung mindestens ein Schwenkwinkelbegrenzungsglied (72), mindestens einen ersten und mindestens einen zweiten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag (48, 49) aufweist und dass das Schwenkwinkelbegrenzungsglied (72) in der Lagerstellung an dem mindestens einen ersten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag (49) anschlägt und dass das Schwenkwinkelbegrenzungsglied (72) in der Bestückungsstellung an dem mindestens einen zweiten Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag (48) anschlägt.
  17. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkwinkelbegrenzungsglied (72) in Form eines schmalen quaderförmigen Vorsprungs (72) ausgebildet ist und dass der mindestens eine erste und der mindestens eine zweite Schwenkwinkelbegrenzungsanschlag (48, 49) radiale Begrenzungen zweier, bezogen auf die Schwenkachse (42) diametral gegenüberliegender, kreissegmentförmiger Durchbrechungen (46) an der Drehlagerung (66) umfasst, in die das Schwenkwinkelbegrenzungsglied (72) jeweils etwa zur Hälfte hineinragt.
  18. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkwinkeleinstellvorrichtung vorgesehen ist zum Einstellen eines beliebigen Haltewinkels zwischen der Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) und einer vom Rahmen (32) definierten Bodenebene (102).
  19. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkwinkeleinstellvorrichtung eine Rastvorrichtung mit mindestens einem Rastvorsprung und mindestens einer korrespondierenden Rastausnehmung umfasst, dass der mindestens eine Rastvorsprung am Rahmen angeordnet oder dem mindestens einen Halterohr (78, 79) zugeordnet ist, dass die mindestens eine Rastausnehmung dem mindestens einen Halterohr (78, 79) zugeordnet oder am Rahmen (32) angeordnet ist und dass in einer Haltestellung der mindestens eine Rastvorsprung in die mindestens eine Rastausnehmung eingreift.
  20. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 5 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist zum Sichern des mindestens einen Halterohrs (78, 79) in der Lagerungsstellung.
  21. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung eine Verriegelung umfasst, die am Rahmen (32) und der Anschlusshülse (68) angreift.
  22. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Durchbrechung (84) in Form einer Bohrung (84) ausgebildet ist.
  23. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (84) eine Bohrungslängsachse (86) aufweist, die die Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) schneidet.
  24. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (84') eine Bohrungslängsachse (86') aufweist, die bezogen auf die Längsachse (88', 89') des mindestens einen Halterohrs (78', 79') windschief verläuft.
  25. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Durchbrechungen (84) vorgesehen sind.
  26. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass alle Durchbrechungen (84) in Form von Bohrungen (84) mit einem identischen Durchmesser ausgebildet sind.
  27. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass ein Querschnitt der Durchbrechungen (84) in Richtung auf ein freies Ende des Halterohrs (78, 79) zunimmt.
  28. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (84) gleichmäßig über eine Länge und/oder einen Umfang des Halterohrs (78, 79) verteilt angeordnet sind.
  29. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (84) ungleichmäßig über die Länge und/oder den Umfang des Halterohrs (78, 79) verteilt angeordnet sind.
  30. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 10 bis 20 Durchbrechungen (84) vorgesehen sind.
  31. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Halterohr (78, 79) ein freies Ende aufweist und dass das freie Ende verschlossen ist.
  32. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Halterohr (79'') einen Außendurchmesser aufweist, der sich periodisch über einen Teil oder eine gesamte Länge des mindestens einen Halterohrs (79'') ändert.
  33. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Instrumentenanschlag (50, 51) vorgesehen ist, welcher in Verlängerung der Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) und beabstandet von diesem am Rahmen (32) angeordnet ist.
  34. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Instrumentenanschlag (50, 51) eine Haltefläche (52, 53) umfasst, die quer oder im Wesentlichen quer zur Längsachse (88, 89) des mindestens einen Halterohrs (78, 79) verläuft.
  35. Chirurgische Lagerung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (32) eine Vielzahl von Durchbrechungen (36) oder Spülöffnungen aufweist.
  36. Chirurgische Lagerung nach einem der Ansprüche 5 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen (32) mindestens eine Auflage (54, 55) für das mindestens eine Halterohr (78, 79) vorgesehen ist, an welcher das mindestens eine Halterohr (78, 79) in der Lagerungsstellung anliegt.
  37. Chirurgische Lagerung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Auflage (54, 55) in Form einer Aussparung (56, 57) einer Halteplatte (58, 59) ausgebildet ist und dass die Auflage (54, 55) von der mindestens einen Haltefläche (52, 53) beabstandet ist.
  38. Chirurgisches System (10) umfassend mindestens ein rohrförmiges chirurgischen Werkzeug (16) oder Instrument, insbesondere ein arthroskopisches Instrument (16) mit relativ zueinander rotierbar gelagerten Schneidblättern (22, 28), welche an mindestens einem rohrförmigen Abschnitt (12, 14) angeordnet sind, und eine chirurgische Lagerung (18) zum Reinigen und Lagern des mindestens einen rohrförmigen chirurgischen Werkzeugs (16) oder Instruments, wobei die Lagerung (18) einen Rahmen (32) oder ein Gestell und mindestens ein am Rahmen (32) gehaltenes Halterohr (78, 79) umfasst, wobei das mindestens eine Halterohr (78, 79) eine Halterohrwand (82, 83) aufweist, eine Längsachse (88, 89) und in seinem Innern einen Fluidkanal (80, 81) definiert, wobei in der Halterohrwand (82, 83) mehrere Durchbrechungen (84) angeordnet sind und eine Außenseite des Halterohrs (78, 79) über die Durchbrechungen (84) mit dem Fluidkanal (80, 81) in Fluidverbindung steht.
  39. Chirurgisches System nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die chirurgische Lagerung (18) eine chirurgische Lagerung (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 37 ist.
  40. Chirurgisches System nach einem der Ansprüche 38 oder 39, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine chirurgische Instrument (16) ein arthroskopischer Shaver (16) oder Fräser ist, welcher ein Außenrohr (14) mit einer an einem chirurgischen Antrieb verbindbaren Kupplung (30) und ein im Außenrohr (14) rotierbar gelagertes Innenrohr (12) umfasst, dass das Innenrohr (12) an einem distalen Ende mindestens eine Schneide (22) trägt und an einem proximalen Ende eine Kupplung (24) für den chirurgischen Antrieb und dass am Außenrohr (14) ein mit einer Schneide (28) versehenes Fenster (26) angeordnet ist, welches im betriebsfähigen Zustand des Shavers (16) mit der Schneide (22) des Innenrohrs (12) eine Schneidvorrichtung bildet.
  41. Chirurgisches System nach einem der Ansprüche 38 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fluidzuführeinrichtung vorgesehen ist umfassend einen Fluidspeicher und eine Fluidfördervorrichtung zum Fördern eines Fluids vom Fluidspeicher zum Fluidzuführanschluss der Lagerung (18).
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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