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Dokumentenidentifikation DE60108836T2 19.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001216840
Titel Farbstoff-Donorelement mit transferierbarer schützender Deckschicht
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Foster, David G., Rochester, New York 14650-2201, US;
Gray, Maurice L., Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60108836
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.12.2001
EP-Aktenzeichen 012047635
EP-Offenlegungsdatum 26.06.2002
EP date of grant 09.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B41M 7/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Farbstoff-Donorelement für den thermischen Farbstofftransfer und insbesondere auf den Einsatz einer übertragbaren schützenden Deckschicht in dem Element für den Transfer auf einen thermischen Ausdruck zum Schutz vor durch Lichteinwirkung verursachtem Verblassen.

In den letzten Jahren sind Thermotransfersysteme entwickelt worden, die die Herstellung von Ausdrucken von Bildern gestatten, die elektronisch mit einer Farb-Videokamera erzeugt wurden. Gemäß einem Verfahren zur Anfertigung solcher Ausdrucke wird ein elektronisches Bild zunächst mit Farbfiltern der Farbtrennung unterzogen. Die jeweiligen farbgetrennten Bilder werden dann in elektrische Signale umgeformt. Aus diesen Signalen werden anschließend elektrische Signale für Cyan, Magenta und Gelb gewonnen. Diese Signale werden sodann auf einen Thermodrucker geleitet. Zur Erzeugung des Ausdrucks werden ein Farbstoff-Donorelement für Cyan, Magenta oder Gelb und ein Farbstoffempfangselement aufeinander gelegt. Beide werden dann zwischen einem Thermodruckkopf und einer Andruckwalze angebracht. Mit einem Thermodruckkopf für zeilenweisen Druck wird Wärme von der Rückseite auf die Farbstoffdonor-Folie aufgebracht. Der Thermodruckkopf hat zahlreiche Wärmeerzeugungselemente und wird sequentiell in Abhängigkeit eines der Signale für Cyan, Magenta oder Gelb aufgeheizt. Der Vorgang wird dann für die beiden anderen Farben wiederholt. Auf diese Weise wird ein Farbausdruck erhalten, der dem ursprünglichen Bild auf dem Bildschirm entspricht. Weitere Einzelheiten dieses Verfahrens und eine Apparatur zu seiner Ausführung sind in US-A-4,621,271 enthalten.

Thermische Ausdrucke sind anfällig für den Rücktransfer von Farbstoffen auf angrenzende Oberflächen und für die Entfärbung durch Fingerabdrücke. Das liegt daran, dass sich die Farbstoffe an der Oberfläche der Farbstoffempfangsschicht des Ausdrucks befinden. Diese Farbstoffe können durch thermisches Aufschmelzen des Ausdrucks mit heißen Walzen oder einem Thermokopf tiefer in der Farbstoffempfangsschicht verankert werden. Diese Maßnahmen vermindern den Farbstoff-Rücktransfer und die Anfälligkeit für Fingerabdrücke, schaffen aber diese Probleme nicht aus der Welt. Jedoch werden diese Probleme durch die Anbringung einer schützenden Deckschicht so gut wie beseitigt. Diese schützende Deckschicht wird in der Weise auf das Farbstoffempfangselement aufgebracht, dass nach dem Transfer der Farbstoffe auf gleiche Weise erhitzt wird. Die schützende Deckschicht verbessert die Stabilität des Bildes gegenüber dem Verblassen durch die Einwirkung von Licht und Öl aus den Fingerabdrücken.

Die schützende Deckschicht muss fest an der obersten Schicht des Empfangselements haften, damit in der übertragenen Schicht keine Fehlstellen auftreten, die sich mit bloßem Auge erkennen lassen. Eine Unvollkommenheit, die durch mangelhafte Adhäsion der schützenden Deckschicht an der Empfängeroberfläche verursacht wird, ist die Gegenwart von kleinen Hohlräumen oder Luftblasen. Blasen bilden sich, wenn während des Transfers der schützenden Deckschicht die Temperatur den Tg-Wert des Materials der schützenden Deckschicht nicht übersteigt, mit der Folge mangelhafter Adhäsion, wenn das Donorsubstrat vom Empfänger abgestreift wird.

EP-A-1147914, das ein früheres Prioritätsdatum aufweist als das Prioritätsdatum der vorliegenden Anmeldung, aber danach veröffentlicht wurde, teilt ein Farbstoff-Donorelement mit einer übertragbaren Schutzschicht mit, in dem die Schutzschicht anorganische Teilchen, ein polymeres Bindemittel und nichtexpandierte synthetische thermoplastische polymere Mikrosphären von 5 &mgr;m bis 20 &mgr;m Durchmesser im nichtexpandierten Zustand einschließt, die bei dem Transfer der Schutzschicht auf eine Bildempfangsschicht und Expansion der Mikrosphären auf 20 &mgr;m bis 120 &mgr;m eine matte Oberfläche liefern. Jedoch bietet die übertragbare Schutzschicht von EP-A-1147914 keinen Schutz gegen UV-Strahlen.

US-A-5,322,832 bezieht sich auf ein Bildempfangselement für den thermischen Farbstofftransfer mit einer übertragbaren schützenden Deckschicht, die ein anorganisches Oxid wie beispielsweise Titandioxid oder Zinnoxid enthält. Jedoch bieten diese Stoffe insofern ein Problem, als der Schutz vor UV-Strahlen, den sie bieten, nicht so gut ist, wie es wünschenswert wäre.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Farbstoff-Donorelement zur Verfügung zu stellen, das eine übertragbare Schutzschicht enthält, die UV-Strahlung absorbieren kann.

Diese und andere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst, die sich auf ein Farbstoff-Donorelement für den thermischen Farbstofftransfer bezieht, das einen Träger umfasst, auf dem sich mindestens ein einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel umfassender Bereich einer Farbstoffschicht und ein anderer eine übertragbare Schutzschicht umfassender Bereich befinden, wobei der Bereich der übertragbaren Schutzschicht ungefähr die gleiche Größe hat wie der Bereich der Farbstoffschicht und die übertragbare Schutzschicht ein Bindemittel und einen Antimonpentoxid enthaltenden UV-Absorber umfasst.

Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ist die Verwendung eines Antimonoxids als UV-Absorber in einer übertragbaren Schutzschicht eines Farbstoff-Donorelements für den thermischen Farbstofftransfer, wobei dieses Farbstoff-Donorelement einen Träger umfasst, auf dem sich mindestens ein einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel umfassender Bereich einer Farbstoffschicht und ein anderer eine übertragbare Schutzschicht umfassender Bereich befinden, wobei der Bereich der übertragbaren Schutzschicht ungefähr die gleiche Größe hat wie der Bereich der Farbstoffschicht und die übertragbare Schutzschicht ein Bindemittel und das Antimonpentoxid umfasst.

Ein dritter Gesichtspunkt der Erfindung ist der Einsatz eines Antimonoxids, um nach Inkorporierung des Antimonoxids in eine übertragbare Schutzschicht eines Farbstoff-Donorelements durch Aufbringen dieser Schicht als schützende Deckschicht auf einen durch thermischen Farbstofftransfer gewonnenen Ausdruck diesen vor UV-Strahlen zu schützen.

Durch Anwendung der Erfindung erhält man einen durch thermischen Farbstofftransfer gewonnenen Ausdruck, der einen ausgezeichneten Schutz vor UV-Strahlung aufweist.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei dem Farbstoff-Donorelement um ein Mehrfarbenelement, das sich wiederholende Farbfelder von in einem Bindemittel dispergierten Bildfarbstoffen der Farben Gelb, Magenta und Cyan sowie ein die Schutzschicht enthaltendes Feld umfasst.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Schutzschicht die einzige Schicht auf dem Donorelement und wird zusammen mit einem anderen Farbstoff-Donorelement eingesetzt, das die Bildfarbstoffe enthält.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Farbstoff-Donorelement ein monochromes Element und umfasst sich wiederholende Einheiten von zwei Bereichen, wobei der erste Bereich eine Schicht eines in einem Bindemittel dispergierten Bildfarbstoffs und der zweite Bereich die Schutzschicht umfasst.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Farbstoff-Donorelement ein Schwarzweiß-Element und umfasst sich wiederholende Einheiten von zwei Bereichen, wobei der erste Bereich eine Schicht eines Gemischs von in einem Bindemittel dispergierten Bildfarbstoffen umfasst, die sich zu einer Neutralfarbe ergänzen, und der zweite Bereich die Schutzschicht umfasst.

Die vorliegende Erfindung liefert eine schützende Deckschicht auf einem thermischen Ausdruck durch gleichmäßige Einwirkung von Wärme mit Hilfe eines Thermokopfs. Nach dem Transfer auf den thermischen Ausdruck bewirkt die Schutzschicht überlegenen Schutz vor der Schädigung des Bildes durch Lichteinwirkung, alltägliche Chemikalien wie zum Beispiel Fett und Öl aus Fingerabdrücken und Weichmacher aus Albumfolienseiten oder Schutzhüllen aus Polyvinylchlorid. Die Schutzschicht wird im Allgemeinen mit einer Belegungsdichte von mindestens 0,03 g/m2 bis 1,5 g/m2 aufgebracht, damit eine trockene Schicht von weniger als 1 &mgr;m erhalten wird.

Wie oben erwähnt, umfasst der in der Erfindung eingesetzte UV-Absorber ein Antimonoxid. Zwar kann jedes in Frage kommende Oxid verwendet werden, doch wird Antimonpentoxid bevorzugt.

Wie oben erwähnt, umfasst die übertragbare Schutzschicht einen in einem Bindemittel wie beispielsweise einem polymeren Bindemittel dispergierten UV-Absorber. Viele derartige polymere Bindemittel sind früher für den Einsatz in Schutzschichten mitgeteilt worden. Beispiele für derartige Bindemittel schließen die in US-A-5,332,713 mitgeteilten Materialien ein. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird Polyvinylacetal verwendet.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden anorganische Teilchen in der Schutzschicht eingesetzt. Beispiele für geeignete anorganische Teilchen schließen zum Beispiel, wie in US-A-5,387,573 mitgeteilt, Kieselsäure, Titandioxid, Aluminiumoxid, Tone, Calciumcarbonat, Talk usw. ein. Die anorganischen Teilchen verbessern die Trennung des laminierten Teils der Schutzschicht von dem nichtlaminierten Teil beim Druck.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Schutzschicht 5 Gew.-% bis 60 Gew.-% anorganische Teilchen, 25 Gew.-% bis 60 Gew.-% polymeres Bindemittel und 2 Gew.-% bis 60 Gew.-% Antimonpentoxid.

In der praktischen Anwendung werden Farbstoffe der Farben Gelb, Magenta und Cyan unter Entstehung eines Bildes auf der Farbstoffempfangsschicht von einem Farbstoff-Donorelement aus thermisch übertragen. Der Thermokopf wird dann durch gleichmäßige Anwendung von Wärme für den Transfer der klaren Schutzschicht, von einem anderen klaren Feld auf dem Farbstoff-Donorelement oder von einem getrennten Donorelement, auf die bebilderte Empfangsschicht eingesetzt. Die klare Schutzschicht haftet an dem Ausdruck und wird in dem Bereich, wo Wärme aufgebracht wird, von dem Donorträger freigesetzt.

Jeder Farbstoff kann in der Farbstoffschicht des Farbstoff-Donorelements der Erfindung eingesetzt werden, vorausgesetzt, dass er durch die Einwirkung von Wärme auf die Farbstoffempfangsschicht übertragbar ist. Besonders gute Ergebnisse wurden mit sublimierbaren Farbstoffen erhalten. Beispiele für sublimierbare Farbstoffe sind Anthrachinonfarbstoffe, z.B. Sumikaron Violet RS® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.), Dianix Fast Violet 3R FS® (Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Kayalon Polyol Brilliant Blue N BGM® und KST Black 146® (Nippon Kayaku Co., Ltd.); Azofarbstoffe wie Kayalon Polyol Brilliant Blue BM®, Kayalon Polyol Dark Blue 2BM® und KST Black KR® (Nippon Kayaku Co., Ltd.), Sumikaron Diazo Black 5G® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Miktazol Black 5GH® (Mitsui Toatsu Chemicals, Inc.); Direktfarbstoffe wie Direct Dark Green B® (Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) und Direct Brown M® und Direct Fast Black D® (Nippon Kayaku Co. Ltd.); saure Farbstoffe wie Kayanol Milling Cyanine 5R® (Nippon Kayaku Co. Ltd.); basische Farbstoffe wie Sumiacryl Blue 6G® (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Aizen Malachite Green® (Hodogaya Chemical Co., Ltd.);

oder jeder der in US-A-4,541,830 mitgeteilten Farbstoffe. Die obenstehenden Farbstoffe können einzeln oder in Kombination für monochrome Einstellungen eingesetzt werden. Die Farbstoffe können in Belegungsdichten von 0,05 bis 1 g/m2 eingesetzt werden und haben vorzugsweise hydrophoben Charakter.

Eine Farbstoffsperrschicht kann in den Farbstoff-Donorelementen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, um die Dichte des übertragenen Farbstoffs zu verbessern. Derartige Farbstoffsperrschicht-Materialien schließen hydrophile Stoffe wie zum Beispiel die in US-A-4,716,144 beschriebenen und beanspruchten Materialien ein.

Die Farbstoffschichten und die Schutzschicht des Farbstoff-Donorelements können auf den Träger mit Hilfe eines Druckverfahrens wie beispielsweise eines Tiefdruckverfahrens aufgebracht oder aufgedruckt werden.

Eine Gleitschicht kann auf der Rückseite des Farbstoff-Donorelements der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, um zu verhindern, dass der Druckkopf am Farbstoff-Donorelement anklebt. Eine derartige Gleitschicht umfasst entweder ein festes oder flüssiges Material oder Gemische davon, mit einem polymeren Bindemittel oder einem oberflächenaktiven Mittel oder ohne diese Zusätze. Bevorzugte Schmiermittel schließen Öle oder teilkristalline organische Festsubstanzen ein, die unterhalb von 100 °C schmelzen, wie zum Beispiel Polyvinylstearat, Bienenwachs, perfluorierte Alkylesterpolyether, Polycaprolacton, Siliconöl, Polytetrafluorethylen, Carbowax, Polyethylenglykole oder alle in US-A-4,717,711; US-A-4,717,712; US-A-4,737,485 und US-A-4,738,950 mitgeteilten Materialien. Geeignete polymere Bindemittel für die Gleitschicht schließen Polyvinylalkohol-co-butyral, Polyvinylalkohol-co-acetal, Polystyrol, Polyvinylacetat, Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetat oder Ethylcellulose ein.

Die in der Gleitschicht einzusetzende Menge an Schmierstoff hängt wesentlich von der Art des Schmierstoffs ab, liegt aber im Allgemeinen im Bereich von 0,001 bis 2 g/m2. Wenn ein polymeres Bindemittel eingesetzt wird, beträgt die Schmierstoffmenge 0,05 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 Gew.-% bis 40 Gew.-% des eingesetzten polymeren Bindemittels.

Jedes Material kann als Träger für das Farbstoff-Donorelement der vorliegenden Erfindung dienen, vorausgesetzt, dass es dimensionsstabil ist und der Wärme des Thermodruckkopfs standhält. Derartige Materialien schließen Polyester wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat; Polyamide; Polycarbonate; Pergaminpapier; Kondensatorpapier; Celluloseester wie zum Beispiel Celluloseacetat; Fluorpolymere wie zum Beispiel Polvinylidenfluorid oder Polytetrafluorethylen-co-hexafluorpropylen; Polyether wie zum Beispiel Polyoxymethylen; Polyacetale; Polyolefine wie zum Beispiel Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen oder Methylpentenpolymere und Polyimide wie zum Beispiel Polyimidamide und Polyetherimide ein. Der Träger hat im Allgemeinen eine Dicke von 2 bis 30 &mgr;m.

Das Farbstoffempfangselement, das zusammen mit dem Farbstoff-Donorelement der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfasst gewöhnlich einen Träger, auf dem sich eine Farbstoffbildempfangsschicht befindet. Der Träger kann eine transparente Folie sein, die zum Beispiel aus einem Polyethersulfon, einem Polyimid, einem Celluloseester wie zum Beispiel Celluloseacetat, einem Polyvinylalkohol-co-acetal oder einem Polyethylenterephthalat besteht. Der Träger für das Farbstoffempfangselement kann auch reflektierend sein wie zum Beispiel barytiertes Papier, polyethylenbeschichtetes Papier, weißer Polyester (Polyester mit darin inkorporiertem weißem Pigment), ein Elfenbeinpapier, ein Kondensatorpapier oder ein synthetisches Papier wie zum Beispiel DuPont Tyvek®.

Die Farbstoffbildempfangsschicht kann zum Beispiel ein Polycarbonat, ein Polyurethan, einen Polyester, Polyvinylchlorid, Polystyrol-co-Acrylnitril, Polycaprolacton oder deren Gemische umfassen. Die Farbstoffbildempfangsschicht kann in jeder Menge vorliegen, die für den beabsichtigten Zweck wirksam ist. Im Allgemeinen wurden mit Konzentrationen von 1 to 5 g/m2 gute Ergebnisse erhalten.

Wie oben erwähnt, werden die Farbstoff-Donorelemente der vorliegenden Erfindung zur Erzeugung eines Farbstofftransferbildes verwendet. Ein derartiges Verfahren umfasst die bildweise Erwärmung eines Farbstoff-Donorelements wie oben beschrieben und den Transfer eines Farbstoffbildes auf ein Farbstoffempfangselement unter Bildung des Farbstofftransferbildes. Nach dem Transfer des Farbstoffbildes erfolgt anschließend der Transfer der Schutzschicht oben auf das Farbstoffbild.

Das Farbstoff-Donorelement der vorliegenden Erfindung kann in Gestalt von Bögen oder als kontinuierliche Rolle oder kontinuierliches Band eingesetzt werden. Wenn eine kontinuierliche Rolle oder ein kontinuierliches Band verwendet wird, kann es nur einen Farbstoff aufweisen, oder es kann über alternierende Bereiche anderer unterschiedlicher Farbstoffe verfügen, wie zum Beispiel sublimierbares Cyan und/oder Magenta und/oder Gelb und/oder Schwarz oder andere Farbstoffe. Solche Farbstoffe werden in US-A-4,541,830; US-A-4,698,651; US-A-4,695,287; US-A-4,701,439; US-A-4,757,046; US-A-4,743,582; US-A-4,769,360 und US-A-4,753,922 mitgeteilt. Daher fallen Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierfarben-Elemente (oder auch höhere Zahlen) in den Geltungsbereich der Erfindung.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Farbstoff-Donorelement einen Polyethylenterephthalat-Träger, der mit sich sequentiell wiederholenden Bereichen der Farbstoffe Gelb, Cyan und Magenta und der oben genannten Schutzschicht beschichtet ist, und für die Gewinnung eines Dreifarben-Farbstofftransferbildes mit einer Schutzschicht als oberster Schicht werden die oben aufgeführten Verfahrensschritte für jede Farbe sequentiell ausgeführt. Wenn das Verfahren nur für eine einzige Farbe ausgeführt wird, erhält man natürlich ein monochromes Farbstofftransferbild.

Thermodruckköpfe, die sich für den Farbstofftransfer von den Farbstoff-Donorelementen der vorliegenden Erfindung eignen, sind auf dem Markt erhältlich. Es können zum Beispiel ein Fujitsu Thermokopf FTP-040 MCSOO1, ein TDK Thermokopf LV5416 oder ein Rohm Thermokopf KE 2008-F3 eingesetzt werden.

Eine Anordnung für den erfindungsgemäßen thermischen Farbstofftransfer umfasst

  • a) ein Farbstoff-Donorelement wie oben beschrieben, und
  • b) ein Farbstoffempfangselement wie oben beschrieben,
  • wobei sich das Farbstoffempfangselement über dem Farbstoff-Donorelement befindet, so dass die Farbstoffschicht des Donorelements die Farbstoffbild-Empfangsschicht des Empfangselements berührt.

Die obige diese beiden Elemente umfassende Anordnung kann im vorhinein als integrale Einheit zusammengebaut werden, wenn ein monochromes Bild erhalten werden soll. Das kann in der Weise geschehen, dass die beiden Elemente an ihren Rändern zeitweise in innigen Kontakt gebracht werden. Nach dem Transfer wird dann das Farbstoffempfangselement abgezogen und gibt das Farbstofftransferbild frei.

Wenn ein Dreifarbenbild erhalten werden soll, wird die oben beschriebene Anordnung während der Zeit, in der der Thermodruckkopf Wärme aufbringt, dreimal ausgebildet. Nachdem der erste Farbstoff übertragen worden ist, werden die Elemente getrennt. Ein zweites Farbstoff-Donorelement (oder ein anderer Bereich des Donorelements mit einem unterschiedlichen Farbstoffbereich) wird dann in passgenaue Position zu dem Farbstoffempfangselement gebracht und der Vorgang wiederholt. Die dritte Farbe wird auf die gleiche Weise erhalten. Schließlich wird die Schutzschicht zuoberst aufgebracht.

Das folgende Beispiel soll die Erfindung erläutern.

Element 1 der Erfindung

Schutzschicht-Donorelemente wurden in der Weise hergestellt, dass auf die Rückseite eines 6 &mgr;m dicken Polyethylenterephthalat-Trägers folgende Lagen aufgetragen wurden:

  • 1) eine Haftschicht von Titanalkoxid (DuPont Tyzor TBT®) (0,13 g/m2) aus einem Lösungsmittelgemisch von n-Propylacetat und n-Butylalkohol(85/15), und
  • 2) eine Gleitschicht, die ein mit Aminopropyldimethyl-Gruppen terminiertes Polydimethylsiloxan, PS513® (United Chemical Technologies) (0,01 g/m2), ein Polyvinylacetal-Bindemittel (0,38 g/m2) (Sekisui KS-1), p-Toluolsulfonsäure (0,0003 g/m2) und Candellila-Wachs (0,02 g/m2) enthielt, die aus einem Lösungsmittelgemisch von Diethylketon, Methanol und destilliertem Wasser (88,7/9,0/2,3) aufgetragen wurden.

Die Frontseite des Donorelements wurde mit einer aus einem Bindemittel aus Polyvinylacetal, 0,58 g/m2, (Sekisui KS-10); Divinylbenzolperlen, 0,05 g/m2; Antimonpentoxid (Nissan Chemical Co.), 0,38 g/m2, bestehenden Schutzschicht beschichtet, die aus der Lösung der Komponenten in einem Gemisch von Diethylketon und Methanol (75:25) aufgetragen wurde.

Kontrollelement C-1

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise wie Element 1 der vorliegenden Erfindung hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine kolloidale Kieselsäure, IPA-ST, (Nissan Chemical Co.) anstelle von Antimonpentoxid mit der gleichen Konzentration eingesetzt wurde.

Kontrollelement C-2

Dieses Element wurde auf die gleiche Weise wie Element 1 der vorliegenden Erfindung hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine Metalloxid-Dispersion von Titandioxid, Zircondioxid und Zinndioxid (Nissan Chemical Co.) anstelle von Antimonpentoxid mit der gleichen Konzentration eingesetzt wurde.

Empfangselement

Ein Thermotransfer-Farbstoffempfangselement wurde, wie in US-A-5,858,916 und US-A-5,858,919 beschrieben, durch Beschichten eines Trägers aus einem mit OPPalyte® Polypropylen laminierten Papier als Trägermaterial mit den folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge hergestellt:

  • a) eine Haftschicht von Prosil® 221 (Aminopropyltriethoxysilan) und Prosil® 2210 (aminofunktionelles Epoxysilan) (PCR, Inc.) (Gewichtsverhältnis 1:1) und LiCl (0,0022 g/m2) in einem Ethanol, Methanol, Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch. Die resultierende Lösung (0,10 g/m2) enthielt ungefähr 1 % der Silan-Komponente, 3 % Wasser und 96 % 3A Alkohol;
  • b) eine Farbstoffempfangsschicht, die Makrolon® KL3-1013 (ein polyethermodifiziertes Bisphenol A-Polycarbonat-Blockcopolymer (Bayer AG)) (1,52 g/m2), Lexan® 141-112 Bisphenol A-Polycarbonat (General Electric Co.) (1,24 g/m2), Fluorad® FC-431, ein perfluoriertes Alkylsulfonamidoalkylester-Tensid (3M Co.) (0,011 g/m2), Drapex® 429 Polyester-Weichmacher (Witco Corp.) (0,23 g/m2), vernetzte elastomere Perlen von 8 &mgr;m Durchmesser aus Styrol-Butylacrylat-Divinylbenzol-Terpolymer (Eastman Kodak Co.) (0,006 g/m2) und Diphenylphthalat (0,46 g/m2) enthält und aus Dichlormethan aufgetragen wird; und
  • c) eine Deckschicht für die Farbstoffempfangsschicht, die aus einem Lösungsmittelgemisch aus Methylenchlorid und Trichlorethylen aufgetragen wurde, das ein Polycarbonat-Randomterpolymer von Bisphenol A (50 Mol%), Diethylenglykol (49 Mol%) und Polydimethylsiloxan (1 Mol%) mit Blöcken (Molekulargewicht 2500) (0,55 g/m2); ein mit 50 Mol% Diethylenglykol (Molekulargewicht 2000) modifiziertes Bisphenol A-Polycarbonat (0,11 g/m2); das Tensid Fluorad® FC-431 (0,022 g/m2) und das Tensid DC-510® (Dow Corning Corp.) (0,003 g/m2) enthielt.

Verwendetes Polycarbonat: KL3-1013, Blockcopolymer von Polyetherglykol und Bisphenol A-Polycarbonat (Bayer AG)
Bisphenol A-Polycarbonat Lexan 141® (General Electric Company)
Drucken

Ein Neutraldichte aufweisendes Bild mit einer Maximumdichte von mindestens 2,3 wurde auf einem Kodak 8650 Thermoprinter gedruckt. Das Vorliegen schlechter Adhäsion einer schützenden Deckschicht lässt sich besser an einem schwarzweißen Bild hoher Dichte erkennen.

Das mit einer Schutzschicht versehene Farbstoff-Donorelement wurde mit der der polymeren Empfangsschicht entsprechenden Seite des Empfangselements, auf der sich das oben beschriebene Neutraldichte aufweisende Bild befand, in Berührung gebracht. Die Anordnung wurde zwischen einer 18 mm-Andruckrolle und einem Thermodruckkopf von TDK (Nr. 3K0345), der mit einer Kraft von 62 Newton gegen die Andruckrolle gepresst wurde, angebracht. Der Thermodruckkopf 3K0345 von TDK besitzt 2560 einzeln ansteuerbare Heizelemente mit einer Auflösung von 300 Punkten/Zoll und mit einem durchschnittlichen Widerstand von 3314 &OHgr;. Die Bilderzeugungselektronik wurde aktiviert, als eine Anfangstemperatur des Druckkopfes von 36,4 °C erreicht worden war.

Die Anordnung wurde zwischen dem Druckkopf und der Andruckwalze mit 16,9 mm/s durchgezogen. Gleichzeitig wurden die Widerstandselemente in dem Thermodruckkopf alle 76 &mgr;s mit Heizimpulsen von 58 &mgr;s Dauer beaufschlagt. Zur Erreichung maximaler Druckdichte waren 64 Heizimpulse pro gedruckter Zeile von 5,0 ms zum jeweils richtigen Zeitpunkt erforderlich. Die angelegte Spannung betrug 13,6 Volt, was einem Momentanwert für die Scheitelleistung von ungefähr 58,18 × 103 Watt/Punkt und einer für den Druck von Dmax benötigten maximalen Gesamtenergie von 0,216 mJ/Punkt entsprach. Dieses Druckverfahren heizte das Laminat mit dem Druckkopf gleichmäßig auf, wodurch das Laminat dauerhaft mit dem Ausdruck verbunden wurde. Der Donorträger wurde in dem Maße, wie der Drucker den Beheizungszyklus durchlief, abgestreift, und das an dem bebilderten Empfänger haftende Laminat blieb zurück.

Die Blaudichte der Gelb-Stufentafel und die Gründichte der Magenta-Stufentafel wurden mit einem X-Rite Densitometer 820 gemessen. Die Elemente wurden dann über einen Zeitraum von zwei Wochen in einem Brutschrank Sonnenlicht hoher Intensität, d.h. einer Xenonbogenlampe von 50 Klux, ausgesetzt. Die Elemente wurden dann dem Brutschrank entnommen, die Dichten wurden erneut bestimmt, und die Dichteabnahme wurde berechnet. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:

Tabelle

Die oben stehenden Ergebnisse zeigen, dass die Antimonpentoxid enthaltenden Elemente der vorliegenden Erfindung eine wesentlich niedrigere Dichteabnahme aufwiesen als die Kontrollelemente.


Anspruch[de]
  1. Farbstoff-Spenderelement für den thermischen Farbstofftransfer, mit einem Träger, auf dem sich mindestens ein einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel umfassender Farbstoffschichtbereich und ein anderer eine übertragbare Schutzschicht umfassender Bereich befinden, wobei der übertragbare Schutzschichtbereich ungefähr von gleicher Größe wie der Farbstoffschichtbereich ist und die übertragbare Schutzschicht ein Bindemittel und einen Antimonpentoxid enthaltenden UV-Absorber aufweist.
  2. Element nach Anspruch 1, worin das Farbstoff-Spenderelement ein Mehrfarbenelement darstellt, das sich wiederholende Farbfelder von in einem Bindemittel dispergierten Gelb-, Magenta- und Cyan-Bildfarbstoffen und ein die Schutzschicht enthaltendes Feld umfasst.
  3. Element nach Anspruch 1 oder 2, worin die Schutzschicht auch anorganische Teilchen enthält.
  4. Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin es sich bei dem Bindemittel der Schutzschicht um Polyvinylacetal handeln.
  5. Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Schutzschicht 5 Gew.-% bis 60 Gew.-% anorganischer Teilchen mit 25 Gew.-% bis 60 Gew.-% polymerem Bindemittel und 2 Gew.-% bis 60 Gew.-% Antimonpentoxid umfasst.
  6. Verfahren zur Bildung einer Schutzschicht auf der Oberfläche eines durch thermischen Farbstofftransfer gewonnenen Bildes, mit folgenden Schritten:

    a) bildweise Erhitzung eines Farbstoff-Spenderelements, das einen Träger umfasst, auf dem sich eine einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel enthaltende Farbstoffschicht befindet,

    wobei der Farbstoffspender sich in Kontakt mit einem Farbstoff-Empfangselement befindet und dadurch unter Bildung des Farbstofftransferbildes ein Farbstoffbild auf eine Bildempfangsschicht des Farbstoff-Empfangselements überträgt; und

    b) thermisches Übertragen einer Schutzschicht auf die Oberfläche des übertragenen Farbstoffbildes, wobei die Schutzschicht von einem Element aus aufgetragen wird, das ein Bindemittel und einen Antimonpentoxid enthaltenden UV-Absorber aufweist.
  7. Anordnung für den thermischen Farbstofftransfer, mit

    a) einem Farbstoff-Spenderelement für den thermischen Farbstofftransfer, das einen Träger umfasst, auf dem sich mindestens ein einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel umfassender Farbstoffschichtbereich und ein anderer eine übertragbare Schutzschicht umfassender Bereich befinden, wobei der übertragbare Schutzschichtbereich ungefähr von gleicher Größe wie der Farbstoffschichtbereich ist und die übertragbare Schutzschicht ein Bindemittel und einen Antimonpentoxid enthaltenden UV-Absorber aufweist; und

    b) einem Farbstoff-Empfangselement, das einen Träger umfasst, auf dem sich die Farbstoffbild-Empfangsschicht befindet,

    wobei das Farbstoff-Empfangselement über dem Farbstoff-Spenderelement in der Weise angeordnet ist, dass sich die Farbstoffschicht in Kontakt mit der Farbstoffbild-Empfangsschicht befindet.
  8. Verwendung eines Antimonoxids als UV-Absorber in einer übertragbaren Schutzschicht eines Farbstoff-Spenderelements für den thermischen Farbstofftransfer, wobei das Farbstoff-Spenderelement einen Träger umfasst, auf dem sich mindestens ein Farbstoffschichtbereich befindet, der einen Bildfarbstoff in einem Bindemittel und einen anderen eine übertragbare Schutzschicht umfassenden Bereich umfasst, wobei der übertragbare Schutzschichtbereich ungefähr von gleicher Größe wie der Farbstoffschichtbereich ist und die übertragbare Schutzschicht ein Bindemittel und das Antimonpentoxid umfasst.
  9. Verwendung eines Antimonoxids für den Schutz einer durch thermischen Farbstofftransfer gewonnenen Kopie vor UV-Strahlung durch Inkorporierung des Antimonoxids in eine übertragbare Schutzschicht eines Farbstoff-Spenderelements für die Aufbringung auf die durch thermischen Farbstofftransfer gewonnene Kopie als schützende Deckschicht.
  10. Verwendung eines Antimonoxids nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, worin es sich bei dem Antimonoxid um Antimonpentoxid handelt.
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