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Dokumentenidentifikation DE60109824T2 19.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001419729
Titel Ausrichtungsleitsystem
Anmelder Reichert, Inc., Depew, N.Y., US
Erfinder Grolman, Bernard, Worcester, US
Vertreter Hemmerich und Kollegen, 57072 Siegen
DE-Aktenzeichen 60109824
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.01.2001
EP-Aktenzeichen 040022667
EP-Offenlegungsdatum 19.05.2004
EP date of grant 30.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse A61B 3/15(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ausrichtungsführungsmittel, um einem Patienten ein sichtbares Ausrichtungsbild vorzulegen, damit der Patient bei der Selbstausrichtung eines ophtalmischen Instruments zu einem zu testenden Auge geführt wird.

Ophtalmologen und Optometer benutzen Non-Kontakt-Tonometer zum Abschirmen der Patienten bei erhöhtem Augeninnendruck, der mit Glaukom in Verbindung gebracht wird. Bei der therapeutischen Behandlung von Glaukom-Patienten, werden Ophtalmologen mit der fast unmöglichen Aufgabe konfrontiert, eine Augeninnendrucküberwachung während der Langzeit-Intervalle zwischen den Besuchen durch den Patienten sicherzustellen. Rund-um-die-Uhr Überwachungsstudien des Augeninnendrucks lassen ernsthafte Zweifel über die Notwendigkeit sporadischer Beobachtungen bei der Bewertung der Augeninnendrucküberwachung aufkommen. Viele Mediziner haben die Notwendigkeit einer simplen und einfachen Non-Kontakt-Tonometer-Ausrüstung ausgedrückt, die vom Patienten zu Hause verwendet werden könnte, insbesondere bei Patienten, die unter einem ausgeprägten Verlust von Nervengewebe leiden. Es ist ebenfalls bekannt, dass ein simples und einfaches Non-Kontakt-Tonometer für den Praxisgebrauch durch medizinisches Personal zu einer Chancenverbesserung bei der Frühdiagnose führen könnte.

Hand-gehaltene Tonometer des Typs „Kontakt" sind weit bekannt, sie werden in den US-Patentschriften 4,192,317; 4,622,459; 4,747,296 und 5,174,292 erläutert. Aus offensichtlichen Gründen sind diese Kontaktinstrumente nicht für die Selbstmessung geeignet. Überdies hat die Fertigkeit des Anwenders beim Messen eine wichtige Auswirkung auf die Messergebnisse, so dass diese Instrumente nur schlecht geeignet sind für den Gebrauch durch medizinisches Personal. Ebenfalls ist das Unbehagen des Patienten ein weiterer Nachteil für Direktkontakt-Tonometer.

Die US-Patentschrift 4,724,843 offenbart ein tragbares Non-Kontakt-Tonometer, das einen Tragkasten 102 für die Aufbewahrung einer Pumpe zum Generieren eines Flüssigkeitspulses sowie einer abnehmbaren tragbaren Einheit 100 aufweist, welche durch eine flexible Verbindungsleitung 104, die einen Flüssigkeitskanal umfasst, mit der Pumpe verbunden ist. Das beschriebenen Non-Kontakt-Tonometer schließt eine Selbstmessung aus, da ein weiterer Anwender außer dem Patienten notwendig ist, um die Ausrichtung der tragbaren Einheit relativ zum Auge vorzunehmen. Des weiteren ist das Instrument an sich komplex und aufwendig in der Handhabung.

Die vorliegende Erfindung hat deswegen zur Aufgabe, ein Ausrichtungsführungsmittel für ein ophtalmisches Instrument wie ein Tonometer bereitzustellen, das dem Patienten ermöglicht, das Instrument dreidimensional relativ zu einem zu testenden Auge zum Zweck des Selbsttests auszurichten.

Diese Aufgabe wird durch ein Ausrichtungsführungsmittel gemäss Anspruch 1 gelöst.

Ein Patient wird bei der Selbstausrichtung der Maßachse und beim Distanzieren einer Flüssigkeitsablassleitung des Instruments relativ zu einem Hornhautpol geführt, wobei das Ausrichtungsführungsmittel ein sichtbares Ausrichtungsbild für den Patienten bereitstellt. Das Ausrichtungsführungsmittel enthält einen Konkavspiegel, der dem Auge gegenüberliegt, sowie eine konfigurierte Zielquelle, die in der Maßachse erzeugt wird und sich in einer Ebene auf der Normalen bezüglich der Maßachse befindet, die das Krümmungszentrum des Konkavspiegels enthält. Streulicht aus der Zielquelle wird von dem Konkavspiegel reflektiert und bildet ein umgekehrtes und seitenvertauschtes Bild der Zielquelle ungefähr auf Höhe der Maßachse bei Erreichen der Ausrichtung, und stellt sich dem Patienten so als eine vorgegebene Konfiguration mit Zentrierung auf der Maßachse dar.

Die Natur und Anwendungsweise der vorliegenden Erfindung wird nun in der detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform genauer beschrieben zusammen mit den begleitenden Zeichnungen, wobei diese zeigen:

1 schematische Querschnitt-Seitenansicht eines tragbaren Non-Kontakt-Tonometers, das ein Ausrichtungsführungsmittel der vorliegenden Erfindung beinhaltet;

2 schematische Draufsicht auf das Tonometer aus 1;

3 schematisches Blockdiagramm einer elektronischen Vorrichtung des Tonometers aus 1;

4A vergrößerte Ansicht eines selbstleuchtenden Ausrichtungsziels eines Ausrichtungsführungsmittels im Tonometer aus 1 und 2;

4B Darstellung eines Ausrichtungsbildes wie es sich einem Patienten beim Erreichen einer richtigen Ausrichtung zur Zielkonfiguration wie in 4A darstellt;

5A vergrößerte Ansicht eines alternativen Ausrichtungsziels des Ausrichtungsführungsmittels im Tonometer aus 1 und 2;

5B Darstellung eines Ausrichtungsbildes wie es sich einem Patienten beim Erreichen einer richtigen Ausrichtung zur Zielkonfiguration wie in 5A darstellt;

6A vergrößerte Ansicht eines weiteren alternativen Ausrichtungsziels des Ausrichtungsführungsmittels im Tonometer aus 1 und 2; und

6B Darstellung eines Ausrichtungsbildes wie es sich einem Patienten beim Erreichen einer richtigen Ausrichtung zur Zielkonfiguration wie in 6A darstellt.

Die Bezugszeichen beziehen sich anfangs auf 1 und 2 der Zeichnungen, wobei ein tragbares Non-Kontakt-Tonometer dargestellt wird, welches im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Das Tonometer 10 ist für den Hausgebrauch bei Glaukom-Patienten vorgesehen und dient zum regelmäßigen Überwachen des Augeninnendrucks zwischen den Besuchen bei einem beaufsichtigenden Arzt.

Das Tonometer 10 umfasst ein hohles Gehäuse 12 umfassend ein Hauptrohr 14 mit einem vorderen Ende 14A und einem hinteren Ende 14B sowie einem Stammteil 16, das sich an das Hauptrohr 14 zwischen dem vorderen Ende 14A und dem hinteren Ende 14B anschließt. Das Gehäuse 12 kann herkömmlich als ein zweiteiliger Feinguss von miteinander gepaarten Hälften sein, die mit Vorsprüngen und Aussparungen an verschiedenen Stellen ausgebildet werden können zum Einbauen von internen optischen, mechanischen und elektrischen Komponenten des Tonometers 10. Es wird in Betracht gezogen, dass die Zusammensetzung des Gehäuses 12 die tragbare Positionierung des Tonometers 10 erleichtert, da der Stammteil 16 einen „Griff" aufweist, den der Anwender greifen kann. Ein Batterieausrüstung 18 wird an einem Bodenende des Stammteils 16 angeordnet, um das Tonometer 10 mit elektrischer Energie zu versorgen, ohne dessen Tragbarkeit zu beeinträchtigen, Wechselstrom ist jedoch eine funktionsfähige Alternative oder Zusatz. Auf Wunsch kann ein Drahtgittergestell (nicht dargestellt) zur stationären Montierung des Tonometers 10 auf einem Tisch vorgesehen werden. Das Gehäuse 12 ist vorzugsweise zur Montierung einer Flachvorrichtung (nicht dargestellt) neben dem vorderen Ende 14A zum Überprüfen der Instrumentenausrichtung und Justierung auf dem Feld ausgebildet.

Das Tonometer 10 leitet einen Flüssigkeitspuls an die Hornhaut C zum Abflachen oder „Planieren" eines vorbestimmten Flächenbereichs der Hornhaut, wobei es einen entsprechenden Kammerdruck, der mit dem Flüssigkeitspuls assoziiert ist, überwacht und den Kammerdruck in Bezug setzt mit dem Augeninnendruck. Dem entsprechend wird eine Maßachse 20, an welcher der Flüssigkeitspuls entlang geführt wird, von einem Flüssigkeitsabfuhrrohr 22 definiert, die dadurch eine sich axial erstreckende Flüssigkeitsabfuhrpassage 24 aufweist. Das Flüssigkeitsabfuhrrohr 24 wird am vorderen Ende 14A des Gehäusehauptrohrs 14 durch eine Objektivlinse 26 angebracht, so dass ein Einflussende 24A der Flüssigkeitsabflusspassage 24 in direkter Fließverbindung mit der Flüssigkeitskammer 28 steht, die durch das Hauptrohr 14 gebildet wird. Ein Abflussende 24B einer Flüssigkeitsabflusspassage 24 ist im Wesentlichen bündig mit einer äußeren Fläche einer Objektivlinse 26. Die richtige Ausrichtung der Maßachse 20 mit dem Hornhautpol P, sowie die richtige Anordnung des Abflussendes 24B an einer vorbestimmten Abschussdistanz D vom Hornhautpol P, üblicherweise 11 mm, ist für die Messung notwendig. Die Ausrichtung der Maßachse 20 mit dem Hornhautpol P kann als Ausrichtung auf der X und Y-Achse angesehen werden, wobei das Abflussende 24B an einer geeigneten Abschussdistanz D als Ausrichtung auf der Z-Achse betrachtet werden kann.

Ein Kolben 30 wird an das Hauptrohr 14 zur Bewegung entlang der Maßachse 20 zwischen einer geladenen Position, wie als durchgezogene Linie in 1 und 2 gekennzeichnet, und einer nicht geladenen Position, wie als gestrichelte Linie in 1 und 2 gekennzeichnet, angebracht. Der Kolben 30 enthält eine transparentes Fenster 31, welches parallel zu der Ebene und in der Normalen bezüglich der Maßachse 20 verläuft, wobei dieses vorzugsweise aus optischem Qualitätsglas oder optischem Qualitätsplastik gebildet wird. Der Kolben 30 ist für die Bewegung von einer geladenen in eine nicht geladene Position durch eine Feder 32 vorgespannt, die gegen einen internen Spurring 34 innerhalb des Hauptrohrs 14 gelagert ist. Es kann ebenfalls ein magnetisches Lagerungsmittel angewandt werden. Ein Auslöser 36, der mit dem Kolben 30 verbunden ist, erstreckt sich durch einen länglichen Schlitz 38 im Hauptrohr 14 zum manuellen Aufziehen bzw. Laden des Kolbens 30 gegen den Druck der Feder 32. Ein elektro-magnetischer Auslösemechanismus 40 wird direkt an der Unterseite des Hauptschlauchs 14 angeordnet bzw. an der Vorderseite des Stammabschnitts 16 zum Erhalten und Halten des Auslösers 36, wenn der Kolben 30 sich in seiner geladenen Position befindet. Als nicht einschränkendes Beispiel wird der Auslösemechanismus dargestellt, wobei dieser ein L-förmiges Einlassglied 42 enthält, das zur Drehung über eine Achse dient, die durch den Drehbolzen 44 definiert und durch eine Torsionsfeder (nicht dargestellt) vorgespannt ist, um üblicherweise in der Position aus 2 zu verharren. Ein distaler Schenkel des Einlassglieds 42 blockiert den Auslöser 36, um den Kolben 30 in seiner geladenen Position gegen den Druck der Feder 32 zu halten. Ein automatisiertes Drehantriebsmittel 46, wie beispielsweise eine Rotationsspule oder ein Rotationsmotor, werden operativ mit dem Antriebseinlassglied 42 verbunden und zwar in einer gegen den Uhrzeigersinn gewinkelten Richtung, um den distalen Schenkel des Einlassglieds aus dem blockierten Eingriff mit dem Auslöser 36 zu entfernen und den Kolben 30 zu lösen. Der Auslöser 36 enthält eine gekrümmte Fläche 37, die während des manuellen Aufziehens bzw. Ladens des Kolbens 30 benutzt wird, um das Einlassglied 42 leicht entgegengesetzt seiner Vorspannung zu drehen und so dem Auslöser zu gestatten, sich hinter das Einlassglied zu bewegen. Der Auslösemechanismus, der hierin beschrieben wird, soll als anschauliches Beispiel eines möglichen elektro-mechanischen Auslösemechanismus dienen und es wird durchaus anerkannt, dass viele alternative elektro-mechanische Auslösemechanismen des bekannten Standes der Technik vorstellbar sind. Solche Auslösemechanismen werden als elektro-mechanische Auslösemittel der vorliegenden Erfindung betrachtet. Es wird darauf hingewiesen, dass manuell ausziehbare Kolben ebenso Platz und Geld sparen, dennoch kann ebenfalls ein vollautomatisiertes Rücklaufmittel zum Bewegen des Kolbens in seine geladene Position verwendet werden, ohne die Erfindung dadurch einzuschränken.

Das Tonometer 10 umfasst ein Ausrichtungsführungsmittel, das ein für das Auge sichtbares Ausrichtungsbild produziert und gemessen wird, um den Patienten/Anwender bei einer dreidimensionalen (X, Y und Z) Selbstausrichtung relativ zum Auge zu führen. Das Ausrichtungsführungsmittel umfasst einen Konkavspiegel 50, der auf die Maßachse 20 neben dem hinteren Ende 14B des Gehäusehauptrohrs 14 zentriert wird, wobei die Reflexionsfläche dem Auge gegenüberliegt, wobei ein kleines selbstleuchtendes Ziel 52 auf der Ebene angeordnet wird, welche die Krümmungsmitte des Konkavspiegels 50 beinhaltet. Wie in 4A dargestellt ist, enthält das Ziel 52 vorzugsweise zwei orthogonale Schenkel mit einer Scheitelpunktkoinzidenz der Maßachse 20. Auf diese Weise sieht das Auge das Ziel 52 selbst, sowie ein umgekehrtes und seitenvertauschtes Bild des Ziels, das durch den Konkavspiegel 50 gebildet wird. Bei einer XY-Ausrichtung des Hornhautpols P mit der Maßachse 20 erscheint das Ausrichtungsbild für den Patienten als ein vollständiges Kreuz, wie im Beispiel aus 4B dargestellt ist. Das Bezugszeichen 52' aus 4B zeigt den Anteil des wahrgenommenen Ausrichtungsbildes, das von dem Konkavspiegel 50 gebildet wird. Wenn die XY-Ausrichtung nicht erreicht wird, wird der umgekehrte und seitenvertauschte Anteil 52' von der Position versetzt, wie in 4B dargestellt, und das Ausrichtungsbild erscheint nicht als ein Kreuz. Natürlich sind andere Konfigurationen des Ziels 52 möglich, umfassend aber sich nicht beschränkend auf ein seitenvertauschtes T-förmiges Ziel (5A), welches ein Ausrichtungsbild produziert, das als ein Kreuz bei richtiger XY-Ausrichtung ( 5B) erscheint sowie ein V-förmiges Ziel (6A), das ein Ausrichtungsbild in Form eines X bei richtiger XY-Ausrichtung produziert (6B). Der Fokussierungszustand des Ausrichtungsbilds, so wie es dem Anwender erscheint, gibt einen Hinweis auf den Z-Ausrichtungsstatus, wobei das fokussierte Ausrichtungsbild die richtige Abschussdistanz anzeigt. Zum Ausgleichen von verschiedenen Brechungssehmerkmalen unter den Patienten wird vorzugsweise eine kleine Kompensierungslinse 54 an der Maßachse 20 zwischen dem Auge und dem Ziel 52 angeordnet. Die axiale Position der Kompensierungslinse 52 kann auf einen bestimmten Patienten durch einen beaufsichtigenden Arzt angepasst werden, wie durch den doppelten Pfeil in 1 angezeigt wird. Schließlich wird ein ausziehbarer Stabilisator 56 auf dem Hauptrohr 14 aufgebracht, der an die Stirn des Patienten angreift, um die Selbstausrichtung auf der Z-Achse zu ermöglichen.

Während der Patient sichtbar geführt wird, um das Tonometer 10 per Hand auszurichten, bestimmt ein passives opto-elektronisches Überwachungssystem, wann die dreidimensionalen Ausrichtungskriterien getroffen worden sind, das dann ein Signal an den Auslösemechanismus 40 zur Freigabe des Auslösers 36 übermittelt. Zu diesem Zweck wird eine kleine Lichtquelle 60 an der Maßachse 20 am Brennpunkt des Konkavspiegels 50 angeordnet. Die Lichtquelle 60 sendet Licht außerhalb des Sehspektrums aus, vorzugsweise Infrarotlicht, und wird auf der gegenüberliegenden Seite des Auges abgedeckt, so dass nur die vollständige Öffnung des Konkavspiegels 50 bestrahlt wird. Das Infrarotlicht wird von dem Konkavspiegel 50 als ein kollimiertes Bündel entlang der Maßachse 20 in Richtung auf das Auge reflektiert. Das kollimierte Infrarotlicht-Bündel passiert einen Strahlteiler 62 und das Bolzenfenster 31, bevor es durch eine Objektivlinse 26 auf einen Brennpunkt F fokussiert wird. Wenn der Brennpunkt F mit dem lokalen Mittelpunkt der Hornhautkrümmung übereinstimmt, werden alle Strahlen zurück durch die Objektivlinse 26 und das Bolzenfenster 31 zum Strahlteiler 62 reflektiert. Beim Erreichen des Strahlteilers 62 wird das rückreflektierte Infrarotlicht durch den Strahlteiler in einer orthogonalen Richtung in Bezug auf die Maßachse 20 reflektiert. Das zurückgeleitete Infrarotlicht wird durch eine Fokussierungslinse 64 durch einen Nadelloch-Okklusor 66 auf einen lichtempfindlichen Detektor 68 fokussiert. Zwischen der Fokussierungslinse 64 und dem Detektor 68 befinden sich zwei Masken 70 und 72, die jeweils ringförmige Ausschnitte 70A und 72A mit abnehmendem Durchmesser in Richtung auf Detektor 68 aufweisen. Auf eine analoge Weise wie bei den Scheiner-Scheibenfokussierungsmethoden verhindern die Masken 70 und 72, dass die Strahlen den geöffneten Detektor 68 erreichen, bevor die dreidimensionalen Ausrichtungskriterien erfüllt worden sind. Nach der XYZ-Ausrichtung generiert der Detektor 68 eine Kurzimpulsspannung.

Unter Bezugnahme von nun ebenfalls dem Blockdiagramm aus 3, wird das Signal vom Detektor 68 verstärkt und unter Überwachung einer Zentraleinheit 73 verarbeitet, um das Vorhandensein einer Kurzimpulsspannung zu bestimmen, die eine dreidimensionale Ausrichtung anzeigt. Sobald die Ausrichtung hergestellt wurde, wird das Signal an einen Spulenantrieb 74 übertragen, um ein Rotationsantriebsmittel 46 des Auslösemechanismus 40 einzuschalten, wobei der Bolzen 30 augenblicklich gelöst wird. Der Bolzen 30 wird entlang der Maßachse 20 in die nicht geladene Position gebracht, so dass das Volumen der Kammer 28 schnell abnimmt und der Druck innerhalb der Kammer schnell zunimmt, wodurch ein Flüssigkeitspuls in die Flüssigkeitsabfuhrpassage 24 des Flüssigkeitsabfuhrrohrs 22 hervorgerufen wird.

Das Tonometer 10 ist mit einem Applanatio-Erkennungsmittel ausgestattet, siehe 2, zur Überwachung der Hornhautdeformation, die durch den Flüssigkeitspuls hervorgerufen wird und ein Applanatio-Signal erstellt, welches das Auftreten einer Applanatio corneae anzeigt. Insbesondere leiten ein Infrarot-Sender 80 und ein Kollimator 82 einen schräg abgeleiteten Lichtstrahl auf die Hornhaut C in Nachbarschaft des Hornhautpols P, wobei eine Sammellinse 84 und ein geöffneter Detektor 86 seitlich und symmetrisch entgegengesetzt zu Sender 80 und Kollimator 82 relativ zu der Maßachse 20 angeordnet sind. Wenn die Hornhaut C sich in ihrem natürlichen Konvexstatus befindet, wird schräg abgeleitetes kollimiertes Licht durch den Sender 80 durch die Reflexion der gekrümmten Hornhautfläche aufgefächert und so ein Signal sehr geringer Intensität im Detektor 68 erhalten. Der Flüssigkeitspuls verformt die Hornhaut C von ihrem anfänglichen konvexen Status über einen Applanatio-Status in einen konkaven Status. Sobald die Hornhautoberfläche sich einer ebenen Fläche annähert, wird das abgeleitete kollimierte Licht auf eine kollimierte Art von der Hornhautoberfläche in Richtung Sammellinse 84 reflektiert. Demzufolge steigt das Intensitätssignal am Detektor 86 während der Applanatio stark an und fällt dann ebenso stark wieder ab, sobald die Hornhaut konkav wird. Dem zufolge stimmt ein im Allgemeinen scharf umrissenes Spitzensignal von dem Detektor 86 mit dem Applanatio-Zeitpunkt überein. Weitere optische Reflexionssysteme sind in der tonometrischen Lehre zum Bestimmen der Applanatio bekannt, wie aus der US-Patentschrift 3,538,754 des aufgeführten Erfinders, das hierin durch Bezugnahme auf die Lehre hinsichtlich der Applanatio-Erkennung eingegliedert wird. Aus Gründen der Kompaktheit können zwei verschmolzene Faserbündel mit optischen Fasern einer sehr geringen numerischen Apertur mit distalen angewinkelte Enden zum Überschneiden der Maßachse 20 durch den Kollimator 82 und die Sammellinse 84 ersetzt werden.

Ein Drucksensor 90, zum Beispiel ein Drucksignalwandler oder dergleichen, wird in der Flüssigkeitskammer 28 angeordnet, um den Kammerdruck zu messen, sobald der Flüssigkeitspuls hervorgerufen wurde. Der Drucksensor 90 produziert ein Signal, das in seiner Stärke proportional zum Flüssigkeitsdruck in Kammer 28 ist.

Die Applanatio- und Drucksignale werden verarbeitet, um den Kammerdruck am Zeitpunkt der Applanatio zu finden. In dieser Hinsicht arbeitet das Tonometer 10 in einer ähnlichen Weise wie die Non-Kontakt-Tonometer aus dem Stand der Technik, wie das XPERT NCT, das von Reichert Ophthalmic Instruments vermarktet wird. Eine Regressionsgleichung, die während der klinischen Kalibrierung des Tonometers 10 im Speicher 75 gespeichert wird, macht es möglich, dass der Kammerdruck und der Augeninnendruck als Messung in Millimeter Hydrargyrum (mmHg) einander zugeordnet werden können. Das Ergebnis der Augeninnendruckmessung wird dem Patienten auf eine ihm gut verständliche Weise gemeldet. Das Messergebnis wird dem Patienten vorzugsweise durch das Aufleuchten einer von drei farbigen Lichtemissionsdioden (LED) 101, 102 oder 103 gemeldet, die entweder extern am Gehäuse 12, wie in 2 dargestellt, oder intern zur Betrachtung durch ein Hauptrohr 14 angebracht sind. Eine grüne LED 101 wird bevorzugt zum Anzeigen eines Augeninnendrucks im „sicheren" Bereich, zum Beispiel zwischen 7 mmHg bis 17 mmHg, eine orange oder gelbe LED 102 wird bevorzugt zum Anzeigen eines Augeninnendrucks in einem „Grenz-„ Bereich, der von dem leitenden Arzt definiert und festgelegt wird und abhängig ist von den spezifischen Bedürfnissen und jeweiligen Situation des Patienten, und eine rote LED 103 wird bevorzugt zum Warnen über einen Augeninnendruck in einem „erhöhten" Bereich über dem Grenzbereich. Eine Überwachungseinheit zur Bereichsauswahl 77 zum Einstellen des Grenzwertes der Augeninnendruckbereichs wird vorzugsweise im Tonometer 10 bereitgestellt statt extern, um die Regulierung durch den Patienten zu verhindern. Bevor das Tonometer 10 dem Patienten ausgehändigt wird, stellt der leitende Arzt den Grenzwertbereich ein und ordnet die Korrekturlinse 54 gemäss den Anforderungen für den Patienten an.


Anspruch[de]
  1. Ausrichtungsführungsmittel, um einem Patienten ein sichtbares Ausrichtungsbild vorzulegen, damit der Patient bei der Selbstausrichtung eines ophthalmischen Instruments relativ zu einem zu testenden Auge geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausführungsrichtungssystem folgendes umfaßt:

    ein selbstleuchtendes Fixierungsziel (52), angeordnet auf einer Maßachse (20) des Instruments; und

    einen konkaven Spiegel (50) mit einer Krümmungsmitte auf der Achse (20), wobei das Ziel (52) in einer Ebene enthaltend die Krümmungsmitte und senkrecht zur Achse (20) angeordnet ist;

    wodurch Licht vom Ziel (52) vom Spiegel (50) reflektiert wird, um ein umgekehrtes und seitenvertauschtes Bild des Ziels um die Achse (20) zu bilden, wenn die Achse auf die Richtung der Fixierung des Auges ausgerichtet ist.
  2. System nach Anspruch 1, wobei das Ziel (52) ein Paar orthogonale Schenkelteile mit einem Scheitel auf der Achse (20) umfaßt, wodurch das Ausrichtungsbild bei Ausrichtung der Achse mit der Richtung der Fixierung als ein Kreuz erscheint.
  3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Entfernungsausrichtung des Instruments relativ zum Auge von dem Fokuszustand des Ausrichtungsbilds geführt wird.
  4. System nach Anspruch 3, weiterhin mit einer Korrekturlinse (54), die entlang der Achse (20) justiert werden kann, um Brechungsfehler des Patienten bei Betrachtung des Ausrichtungsbilds zu kompensieren.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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