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Dokumentenidentifikation DE69634612T2 19.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000910290
Titel CHIRURGISCHES SCHNEIDEGERÄT ABNEHMBAR
Anmelder Howmedica Osteonics Corp., Mahwah, N.J., US
Erfinder THOMAS, Cooper, James, Las Vegas, US;
ROBERTS, D., Rick, McKinley Ville, US
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69634612
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.11.1996
EP-Aktenzeichen 969408251
WO-Anmeldetag 20.11.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/18605
WO-Veröffentlichungsnummer 0097038635
WO-Veröffentlichungsdatum 23.10.1997
EP-Offenlegungsdatum 28.04.1999
EP date of grant 13.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.01.2006
IPC-Hauptklasse A61B 17/14(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61B 17/22(2000.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61B 17/32(2000.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61B 17/16(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft im allgemeinen Vorrichtungen, die bei chirurgischen Vorgängen, beispielsweise bei der endoskopischen Diskektomie und der endoskopischen Wirbelsäulenverschmelzung, verwendet werden. Im besonderen betrifft die Erfindung ein sich drehendes chirurgisches Schneidegerät, das entfernbar mit einem sich drehenden Antriebselement verbunden ist.

Bereich der Erfindung

In den USA sind Bandscheibenprobleme die üblichste Ursache für Arbeitsunfähigkeit bei Personen im Alter unter 45 Jahren. Gegenwärtig sind 5,2 Millionen Amerikaner auf Grund von chronischem Rückenschmerz entweder zeitweise oder dauernd arbeitsunfähig. Jedes Jahr werden in Amerika annähernd 220 000 Wirbelsäulenoperationen ausgeführt, um die durch Bandscheibenprobleme verursachten Arbeitsunfähigkeiten zu bekämpfen.

Ein übliches Problem unter Patienten, die an chronischem Rückenschmerz leiden, ist eine vorfallende Zwischenwirbelscheibe im Lendenbereich. Dieser Zustand tritt ein, wenn ein Teil der Scheibe in den Rückenmarkkanalraum vorsteht und Druck auf einen Nerv ausübt. Ein Patient kann auch einen teilweisen oder vollständigen Zusammenbruch einer Zwischenwirbelscheibe erleiden, was zu Wirbelsäuleninstabilität, Unbeweglichkeit und starkem chronischem Schmerz führt.

Um die Wirbelsäulenfunktion des Patienten zu verbessern und ihn von chronischem Schmerz zu befreien, muß verletzendes Scheibenmaterial oft chirurgisch aus dem Rückenmarkkanal entfernt werden. In manchen Fällen muß auch eine Wirbelsäulenverschmelzung durchgeführt werden, um die Wirbelsäulenstabilität zu verbessern und für zusätzliche Abstützung für eine beschädigte Zwischenwirbelscheibe zu sorgen.

Vorgänge wie die endoskopische Diskektomie können zum Entfernen von faserigem Zwischenwirbelgewebe verwendet werden. Endoskopische Operationen erfolgen durch Schaffung kleiner Öffnungen oder "Eingänge" in den Körper, durch die verschiedene kleine Instrumente oder eine Kamera eingeführt und betätigt werden können, um in dem Bereich des Scheibenraums zu beobachten oder zu arbeiten. Derzeitige endoskopische Vorgänge, die zum Entfernen von Scheibenmaterial genutzt werden, beruhen in erster Linie auf automatisierten oder manuellen Verfahren (dem chirurgisch-dynamischen Nukleotom oder dem Soframor-Danek-Diskektor). Mit diesen Verfahren wird Zwischenwirbelscheibenmaterial unter Verwendung einer guillotineartigen Schneideklinge entfernt, wobei das Scheibenmaterial in eine mit einer Kanüle verbundene Öffnung gesaugt wird, sobald das Gerät aktiviert ist.

Bei offenen Wirbelsäulenverschmelzungen gehören zu den Produkten, die zur Zeit zum Entfernen von Zwischenwirbelscheibengewebe zur Verfügung stehen, die manuellen PLIG-Instrumente von Acromed und der PLIF-Instrumentensatz von Cloward. Diese Instrumente werden manuell betätigt und arbeiten mit Raspeln und Knochenzangen, wodurch Scheibenmaterial durch sequentielles Erhöhen der Raspelgröße entfernt wird.

In US-A-5,222,965 (Haughton) ist ein unitäres Brustmesser beschrieben, das an einem Ende eine Öse aufweist. Die Öse ist abgeflacht und relativ zu dem Haltestab vergrößert, und die Schneiden des Messers sind geschärft, so daß sie Schneidflächen zum Beseitigen von Verstopfungen in dem Milchkanal eines Tieres bereitstellen, wenn das Werkzeug durch manuelle Betätigung in dem Kanal gedreht wird. Es ist ein Gerät mit zwei Schneideklingen beschrieben, die in die gleiche Richtung weisen, so daß das Werkzeug zzecks Entfernen der Verstopfung aus dem Milchkanal der Brust entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden kann.

In US-A-5,474,532 (Steppe) ist eine Schneideklinge für ein sich drehendes Messer aus Glas beschrieben, das eine Öffnung aufweist, die durch einen Schneidestab mit zwei Schneiden getrennt ist, so daß eine von den Öffnungen stets in mit der Schneideöffnung in dem anderen Rohr des Messers aus Glas in Verbindung steht, wenn sich die Schneideklinge dreht. Das Gerät weist die Form eines Rohres mit zwei Öffnungen in einem Ende desselben auf, die durch den Schneidestab getrennt sind.

Gemessen an den derzeitigen Instrumenten und Vorgängen, die zum Entfernen von Zwischenwirbelscheibenmaterial und zur Vorbereitung von Knochentransplantatstellen zur Verfügung stehen, besteht Bedarf zur Verbesserung von Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effektivität dieser Vorgänge. Des weiteren haben Studien an Tieren gezeigt, daß kreisförmige Löcher in dem Zwischenwirbelscheibenraum für eine verbesserte Heilungsreaktion gegenüber denen mit quadratischer, rechteckiger oder kreuzförmiger Gestalt sorgen. Deshalb besteht Gelegenheit zur Einführung eines Geräts, mit dem ein glatter, kreisförmiger Hohlraum in dem Zwischenwirbelscheibenraum geschaffen wird, wodurch eine verbesserte Heilung der kreisförmigen Öffnung erfolgen kann.

Auch auf Grund des festen Haftens des Scheibenmaterials an der Wirbelendplatte besteht bei der Vorbereitung auf Knochentransplantate eine Gelegenheit für ein wirksameres und effektiveres Verfahren zum Entfernen von Scheibenmaterial aus diesem Bereich des Wirbels.

Als letztes bleibt eine Gelegenheit zur Verminderung des Ausmaßes eines Traumas, welches der Patient infolge der Bewegung und Betätigung der Instrumente in dem Rückenmarkkanal und um diesen herum und des umgebenden pathologischen Zustands bei der Rückenchirurgie erleidet.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung ist ein chirurgisches Schneidegerät, das vorzugsweise aus einem Stück gehärteten chirurgischen Stahls konstruiert ist. Das Gerät kann ein proximales Ende aufweisen, das eine Montierwelle, eine Hauptwelle und auf der Hauptwelle befestigte Tiefenanzeiger umfaßt. Das Gerät umfaßt einen Schneidkopf, der am Ende der Hauptwelle an dem distalen Ende des Geräts positioniert ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Gerät nach dem anliegenden Anspruch 1 geschaffen.

Die Montierwelle kann in jeden standardmäßigen, sich mit niedriger oder mit hoher Drehzahl drehenden chirurgischen Bohrer eingepaßt werden. Das Schneidegerät ist an dem sich drehenden Bohrer in der gleichen Weise wie zur Zeit verfügbare, sich drehende Werkzeuge und Zubehörteile befestigt, und zwar durch Einsetzen der Montierwelle in das durch Reibschluß wirkende Spannfutter des Bohrers, und ist von diesen abnehmbar. Die Hauptwelle des Schneidegeräts ist in verschiedenen Längen konstruiert, damit das Gerät sowohl für kanülierte endoskopische Operationen als auch für nicht kanülierte Operationen am offenen Rücken verwendet werden kann. Die Tiefenanzeiger stellen ein Verfahren zur sofortigen Feststellung der Schneidetiefe bereit, wenn sich das Gerät in dem Zwischenwirbelscheibenraum befindet. Diese Anzeiger dienen auch dazu, den Chirurgen auf zu starkes Eindringen in die Wand der Scheibe aufmerksam zu machen.

Der Schneidekopf des Geräts umfaßt zwei Schneideklingen und eine eintretende Spitze. Die zwei Klingen umfassende Konfiguration des Schneidekopfes bildet ein Fenster zwischen den Schneideklingen, das eine Fläche bildet, damit beseitigtes Scheibenmaterial angesammelt und in der Dichte weiter vermindert werden kann.

Der Schneidekopf des Geräts ist mit verschiedenen Außendurchmessern und Spitzenkonfigurationen konstruiert. Auf Grund der verschiedenen Kopfdurchmesser kann das Gerät je nach dem pathologischen Zustand und dem Zwischenwirbelscheibenraum des Patienten zum Entfernen von Scheibenmaterial im Hals-, im Thorax- oder im Lendenbereich der Wirbelsäule verwendet werden. Durch die spezielle Konstruktion des Kopfes kann das Gerät unbehindert und präzis in den Zwischenwirbelscheibenraum eintreten und dabei gleichzeitig schneiden und die Dichte des beseitigten faserknorpelartigen Zwischenwirbelscheibenmaterials vermindern. Der Kopf des Geräts kann bei Bedarf entweder gleichzeitig oder unabhängig von der Beseitigung des Scheibenmaterials auch Knochen dekortizieren. Entsprechend den Erfordernissen des chirurgischen Vorgangs kann der Chirurg zur Ausführung des Beseitigungsvorgangs an der Scheibe eine oder mehrere von den verschiedenen Spitzenkonfigurationen wählen. Ebenso kann der Chirurg durch Verwendung einer Reihe von Köpfen mit sich inkrementell vergrößernden Durchmessern die Größe des in dem Zwischenwirbelscheibenraum geschaffenen Hohlraums präzis erhöhen. Dadurch wird zur Vorbereitung auf ein Knochentransplantat ein entleerter Scheibenraum geschaffen.

Die Hauptkonfigurationen des Gerätekopfes können rund, tränenförmig, kolbenartig oder elliptisch geformt sein und eine flachendige, pfeilartige Spitze, eine konische, kugelförmige Spitze, eine elliptische, kreisförmige oder gerundete Spitze aufweisen. Die Konstruktion der kugelförmigen und der pfeilartigen Spitze ist derart, daß diese hauptsächlich zum anfänglichen Eintritt in den Zwischenwirbelscheibenraum verwendet werden. Diese Spitzen sorgen für einen ungehinderten Eintritt in den Ringraum der Scheibe, um den Vorgang zum Entfernen des Zwischenwirbelscheibengewebes zu beginnen. Die gerundete Spitze ist hauptsächlich zur Verwendung bei einer zweiten Operation bestimmt, um die Menge an beseitigtem Scheibenmaterial zu vergrößern und einen glatten, kreisförmigen Hohlraum in der Scheibe zu schaffen. Die runde Spitze kann bei Bedarf auch zur Dekortizierung von Knochen verwendet werden. Je nach dem auszuführenden Vorgang, der Lagestelle der Verletzung und der Lage des verletzenden Scheibengewebes wählt der Chirurg demgemäß die Konfiguration des Gerätekopfes, die Art und den Durchmesser der eintretenden Spitze.

Das Gerät kann je nach dem auszuführenden chirurgischen Vorgang in kanülierter oder nicht kanülierter in Weise verwendet werden. Bei einem endoskopischen chirurgischen Vorgang wird das Gerät in kanülierter Weise unter Verwendung einer standardmäßigen chirurgischen. Kanüle benutzt und kann in die meisten chirurgischen Kanülen, die zur Zeit verfügbar sind, eingepaßt werden.

Bei endoskopischen Operationen wird das Gerät durch die Haut hindurch eingebracht und am Rand der Zwischenwirbelscheibe angesetzt. Nach dem Ansetzen verwendet der Chirurg den chirurgischen Bohrer, um den Kopf des Geräts zu drehen, um unbehindert in den Ringraum der Scheibe einzutreten. Während das Gerät in den Scheibenraum eintritt, wird das Scheibengewebe abgeschnitten und wandert zu der elliptischen Öffnung in der Mitte des Schneidekopfes. Wenn sich der Vorgang fortsetzt, wird das entfernte Scheibenmaterial infolge des Drehens der Schneideklingen dann weiter in der Dichte vermindert.

Dann kann der Chirurg das Gerät zwecks Vorbereitung auf ein Knochentransplantat zum Dekortizieren der Wirbelendplatte verwenden, wobei er das gleiche oder eines mit anderem Durchmesser oder anderer Spitzenkonfiguration verwendet. Auf Grund der Verminderung in der Dichte des beseitigten Scheibenmaterials kann die normale chirurgische Spüllösung und Saugwirkung verwendet werden, um die Operationsstelle gründlich zu spülen. Da die Dichte des Scheibenmaterials bis auf eine Emulsion vermindert wird und nicht zurechtgeschnitten oder zu Fragmenten zerschnitten wird, nimmt sehr stark die Möglichkeit ab, daß an der Operationsstelle Trümmer zurückbleiben.

Wenn das Gerät bei der Operation am offenen Rücken verwendet wird, wird sie in nicht kanülierter Weise unter Zuhilfenahme einer Schutzvorrichtung verwendet. Bei diesen Operationen wird das Gerät in der gleichen Weise, wie sie oben für endoskopische Vorgänge beschrieben ist, zwecks Entfernens von Scheibengewebe und zum Dekortizieren von Knochen außerhalb von der Kanüle verwendet.

Das chirurgische Schneidegerät gemäß der vorliegenden Erfindung kann nicht nur bei Operationen an der Wirbelsäule, sondern auch bei anderen chirurgischen Vorgängen verwendet werden. Beispielsweise kann das Gerät bei Hüftoperationen zum Beseitigen von Weichgewebe und zum Dekortizieren von Knochen verwendet werden. Bei Hüftgelenk-Nachoperationen kann das Gerät zum Beseitigen von Weichgewebe, zum Dekortizieren von Knochen und zum Beseitigen von Knochenzement verwendet werden. Bei Schulter- und Schultergelenkersatzoperationen ist das Gerät ebenfalls zum Beseitigen von Weichgewebe und zum Dekortizieren von Knochen verwendbar. Bei Knieoperationen und Kniegelenkersatzoperationen kann das Gerät ebenfalls zum Beseitigen von Weichgewebe und zum Dekortizieren von Knochen verwendet werden. Bei allen Arten von Operationen wird das Gerät an einem sich drehenden Bohrer befestigt und funktioniert ähnlich wie dasjenige bei Wirbelsäulenoperationen.

Zu weiteren Vorgängen, bei denen das Gerät verwendet werden kann, zählen, wenn auch nicht auf diese beschränkt, die Mikrolaminektomie an den Lendenwirbeln, die vordere oder die hintere Zwischenkörper-Lendenwirbeldiskektomie und -verschmelzung, die vordere Halswirbeldisketomie und -verschmelzung und die vordere Thoraxwirbeldisketomie und -verschmelzung.

Demgemäß liegen der Erfindung einige Aufgaben zugrunde: die Schaffung eines chirurgischen Schneidegeräts, mit dem ein kreisförmiges Loch in dem Zwischenwirbelscheibenraum zum effektiven Entfernen von Scheiben bei Diskektomien und zur Vorbereitung auf Knochentransplantate bereitgestellt werden kann; die Schaffung eines chirurgischen Schneidegeräts, mit der Fähigkeit, faserknorpeliges Zwischenwirbelmaterial präzis zu entfernen und dessen Dichte zu vermindern und deshalb die Möglichkeit zu vermindern, daß Scheibentrümmer in dem Zwischenwirbelraum zurückbleiben. Durch diese Beseitigung von Scheibenmaterial werden der Knochentransplantatkontakt verbessert und das Verschmelzungspotential erhöht; und es wird das Ausmaß des Gewebetraumas durch Verminderung der abgelaufenen Zeit und der Werkzeugbetätigung minimiert, die zur Zeit zum Entfernen von Scheibenmaterial und zur Vorbereitung einer Stelle zur Knochentransplantation erforderlich sind.

Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden auch aus der anliegenden ausführlichen Beschreibung und den Zeichnungen erkennbar.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Ansicht von oben auf ein typisches Schneidegerät;

2 ist eine Seitenansicht des Schneidegeräts gemäß 1.

3 ist eine Teilansicht einer Einzelheit des Schneidegeräts gemäß 1, die den Schneidekopf einschließlich der abgewinkelten Schneidenkonfiguration und der eintretenden Spitze darstellt;

4 ist eine entlang der Linie 4-4 gemäß 3 geführte Querschnittsansicht des Schneidekopfes;

5 ist eine Ansicht von oben auf ein Schneidegerät mit einer pfeilartigen Konfiguration der eintretenden Spitze;

6 ist eine Endansicht des Schneidegeräts gemäß 5;

7 ist eine Seitenansicht des Schneidegeräts gemäß 5;

8 ist eine Ansicht von oben auf ein Schneidegerät mit einer kugelartigen Konfiguration der eintretenden Spitze;

9 ist eine Endansicht des Schneidegeräts gemäß 8;

10 ist eine Seitenansicht des Schneidegeräts gemäß 8;

11 ist eine Ansicht von oben auf ein Schneidegerät mit einer elliptischen Konfiguration der eintretenden Spitze;

12 ist eine Endansicht des Schneidegeräts gemäß 11;

13 ist eine Seitenansicht des Schneidegeräts gemäß 11;

14 ist eine Ansicht von oben auf das Schneidegerät gemäß 1, welche die annähernde Länge des Geräts zur Verwendung bei einem nicht kanülierten chirurgischen Vorgang am offenen Rücken darstellt;

15 ist eine Ansicht von oben auf das Schneidegerät gemäß 1, welche die bezogene Länge des Geräts zur Verwendung bei einem kanülierten endoskopischen chirurgischen Verfahren darstellt;

16 ist eine Ansicht von oben auf eine alternative Ausführungsform des Schneidegeräts mit einer gerundeten Konfiguration der eintretenden Spitze;

17a ist eine Seitenansicht einer Bohrerschutzvorrichtung zur Verwendung bei einem chirurgischen Vorgang am offenen Rücken;

17b ist eine Seitenansicht einer Bohrerchutzvorrichtung zur Verwendung bei einem endoskopischen chirurgischen Vorgang;

18 ist eine Seitenansicht einer selbstansaugenden Ausführungsform des Schneidegeräts gemäß 1;

19a ist eine Ansicht von oben auf eine runde Konfiguration des Schneidekopfes des Schneidegeräts;

19 ist eine Ansicht von oben auf eine kolbenartige Konfiguration des Schneidekopfes des Schneidegeräts;

20 ist eine Endansicht des Schneidekopfes gemäß 19b mit einer gerundeten Konfiguration der eintretenden Spitze;

21a ist eine Ansicht von oben auf eine Halswirbelversion des Schneidegeräts;

21b ist eine Seitenansicht des Schneidegeräts gemäß 21a; und

21a ist eine Ansicht von oben auf ein Schneidegerät, die eine alternative Wellenkonfiguration darstellt.

Ausführliche Beschreibung

In 1 und 2 ist das chirurgische Schneidegerät 10 gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Das chirurgische Schneidegerät umfaßt eine Montierwelle 12, eine auf der Montierwelle befestigte Hauptwelle 14 und einen an dem entgegengesetzten Ende der Hauptwelle 14 angebrachten Schneidekopf 16. Die Hauptwelle umfaßt auch eingravierte Tiefenanzeiger 18, die angrenzend an den Schneidekopf auf der Hauptwelle positioniert sind. Der Schneidekopf, die Hauptwelle und die Montierwelle sind ein einstückiges Teil aus gehärtetem chirurgischem Stahl, wobei die Montierwelle mit einem sich drehenden Bohrer verbunden ist, so daß das Schneidegerät gedreht werden kann und der Schneidekopf funktionieren kann.

In 3 und 4 sind die Bestandteile des Schneidekopfes 16 ausführlicher gezeigt. Der Schneidekopf umfaßt ein durch den Schneidekopf hindurch ausgearbeitetes Fenster 20 und zwei Schneideklingen 22 an einer führenden Kante des Schneidekopfes bildet, wenn das Schneidegerät entgegen dem Ührzeigersinn 24 gedreht wird. Das Fenster 20 ist durch den Schneidekopf hindurch ausgearbeitet und bildet abgewinkelte Wände 26 durch die Tiefe des Schneidekopfes hindurch. Die Wände 26 stehen in einem Winkel &agr; von annähernd 15–30° gegenüber einer horizontalen Ebene, die sich senkrecht zu der Öffnung des Fensters erstreckt. Die Schneideklingen können glatt sein, wie in 3 gezeigt ist, oder gezackt sein. Das Fenster 20 stellt eine Fläche bereit, um auf Grund der Drehung der Schneideklingen entferntes Gewebe anzusammeln und weiter in der Dichte zu vermindern. Das entfernte Material wird im wesentlichen verflüssigt und durch Absaugen beseitigt. Es versteht sich, daß die Konfiguration der Schneideklingen und der sich verjüngenden Wände bei einem Schneidegerät, das sich entgegen dem Uhrzeigersinn drehen kann, ein Spiegelbild der in 5 dargestellten wäre. Das Fenster 20, wie es in 14 gezeigt ist, weist eine elliptische oder ovale Form auf, jedoch sind auch anders geformte Fenster angedacht, wie im folgenden erläutert wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Schneidekopfes ist die Konfiguration 28 der eintretenden Spitze. In 57 ist eine pfeilartige eintretende Spitze 30 für das Schneidegerät 10 dargestellt. Die pfeilartige eintretende Spitze weist eine elliptischen Umfang 32 mit einer konvergierenden, schrägen Fläche 34 auf, die zu einem gerundeten Spitzenpunkt 36 konvergiert. In 810 ist eine alternative Konfiguration der eintretenden Spitze dargestellt, welche eine kugelartige eintretende Spitze 38 ist. Die kugelartige eintretenden Spitze umfaßt einen kreisförmigen Außenumfang 40 mit einer schrägen konvergierenden Fläche 42, die in einem gerundeten Spitzenpunkt 44 endet.

In 1113 ist eine zweite alternative Konfiguration der eintretenden Spitze dargestellt, welche eine elliptische eintretenden Spitze 46 ist. Die elliptische eintretende Spitze 46 umfaßt einen elliptischen Umfang 48 mit einer gekrümmten, gerundeten Außenfläche 50.

Das Schneidegerät gemäß der vorliegenden Erfindung weist Abmessungen auf, die zwecks Eintritt in den Zwischenwirbelscheibenraum für die verschiedenen Bereiche der Wirbelsäule praktisch sind. Der typische Außendurchmesser oder die typische Breite des Schneidekopfes liegt im Bereich von etwa 3 bis etwa 13 Millimetern. Die Breiten des Schneidekopfes können auch im Bereich von etwa 5 bis etwa 9 Millimetern liegen. Der Schneidekopf ist um die Achse des Geräts herum ausgewuchtet, so daß das Gerät während des Drehens nicht rattert.

Wie am besten in 14 zu sehen ist, beträgt die typische Länge des Schneidegeräts 10 gemäß der vorliegenden Erfindung zur Verwendung in nicht kanülierter Weise 75 mm bis 150 mm (3 Zoll bis 6 Zoll). Durch diese Länge wird für die notwendige Länge der Welle zum Einsetzen in einen chirurgischen Bohrer und für die Bohrerschutzvorrichtung gesorgt. Die Montierwelle 12 des Schneidegeräts weist einen gegenüber der Hauptwelle 14 verminderten Durchmesser zum Einsetzen in das Futter 52 des chirurgischen Bohrers auf.

In 15 ist die typische Länge des Schneidegeräts zur Verwendung in kanülierter endoskopischer Weise dargestellt und beträgt 200 mm bis 290 mm (8 Zoll bis 12 Zoll). Durch diese Länge wird für die notwendige Länge der Hauptwelle 14 zum Einsetzen in den chirurgischen Bohrer und einer standardmäßigen (nicht gezeigten) chirurgischen Kanüle gesorgt und für die notwendige Verlängerung der eintretenden Spitze 28 von der Kanüle aus zum Eintritt in die Zwischenwirbelscheibe gesorgt. Der Außendurchmesser des kanülierten endoskopischen Geräts ist einer, der notwendig ist, damit dieses in enger Toleranz in den Innendurchmesser einer chirurgischen Kanüle paßt.

Die Länge sämtlicher Ausführungsformen des Schneidegeräts gemäß der vorliegenden Erfindung könnte sich typischerweise in Inkrementen von 12 mm (1/2 Zoll) vergößern. Der Durchmesser 12 der Montierwelle betrüge typischerweise 2,2 mm (0,092 Zoll) oder 3 mm (0,125 Zoll), bezogen auf zur Zeit verfügbare chirurgische Bohrerbefestigungsfutter 52.

In 17a und 17b sind standardmäßige chirurgische Bohrerschutzvorrichtungen dargestellt, wobei 17a eine chirurgische Bohrerschutzvorrichtung 54 für den offenen Rücken darstellt und 17b eine Bohrerschutzvorrichtung 56 für die endoskopische Chirurgie darstellt. Der Unterschied zwischen den Bohrerschutzvorrichtungen 54 und 56 ist die Gesamtlänge des Schutzes. Die Schutzvorrichtungen 54 und 56 bestehen aus chirurgischem Stahlrohr, das in das Futter 52 des Bohrers gleitet und durch Reibschluß festgehalten wird. Insbesondere umfassen die Schutzvorrichtungen 54 und 56 eine Reibhülse 58, die über das Bohrerfutter 52 gleitet. Die Schutzvorrichtungen 54 und 56 umfassen außerdem einen Fingerzug 60 zum Einsetzen und Entfernen der Bohrerschutzvorrichtung und einen Schutzvorrichtungskörper 62, der von dem Fingerzug 60 ausgeht. Am Ende des Schutzvorrichtungskörpers 62 ist eine Stabilisierungsbuchse 64 positioniert. Entlang der Länge der Schutzvorrichtung erstreckt sich eine Wellenöffnung 66 zum Einsetzen in das Schneidegerät. Typischerweise sind entlang der Länge des Schutzvorrichtungskörpers 62 in vorgegebenen Abständen Entlüftungslöcher 68 angeordnet. Mit dem Schneidegerät gemäß der vorliegenden Erfindung können standardmäßige, im Handel erhältliche Schutzvorrichtungen oder kundenspezifisch gefertigte Schutzvorrichtungen verwendet werden, die etwas länger sind und einen etwas größeren Innendurchmesser besitzen.

In 18 ist ein selbstansaugendes Schneidegerät 70 dargestellt, das einen Ansaugkanal 72 enthält, der sich entlang der Länge der Montierwelle 74 und der Hauptwelle 76 erstreckt und an dem Fenster 80 in dem Schneidekopf 78 endet. Der Ansaugkanal endet jeweils in Öffnungen 82 und 84, in dem Fenster des Schneidekopfes und in der Montierwelle. Der Ansaugkanal des Schneidegeräts dient zum Einsaugen des entfernten Materials.

Die geometrische Form des Schneidekopfes läßt sich ebenfalls variieren. Der Schneidekopf 16 gemäß den hier genannten Ausführungsformen des Schneidegeräts stellt einen im allgemeinen elliptischen Schneidekopf dar. Alternative Geometrien von Schneideköpfen sind in 16, 19a und 19b zu sehen. In 16 ist eine tränenförmige Konfiguration 86 eines Schneidekopfes dargestellt, die eine gerundete eintretende Spitze 88 besitzt und konvergierende Wände 90 enthält, die von der eintretenden Spitze 88 zu der Hauptwelle 92 verlaufen. Bei der tränenförmigen Konfiguration umfaßt der Schneidekopf ein tränenförmiges Fenster 94. In 19a ist eine runde Konfiguration 96 eines Schneidekopfes dargestellt. Bei dieser Konfiguration enthält der Schneidekopf eine gerundete Außenwand 98, die von der Hauptwelle 100 ausgeht. Der runde Schneidekopf enthält auch ein kreisförmiges Fenster 102. In 19b ist eine kolbenartige Konfiguration 104 eines Schneidekopfes mit einer gerundeten eintretenden Spitze 106 und im wesentlichen parallelen Seitenwänden 108 dargestellt. Von der Hauptwelle 112 verlaufen konvergierende Rückwände 110 zu den parallelen Seitenwänden 108. Die kolbenartige Konfiguration des Schneidekopfes enthält ein im wesentlichen elliptisches oder ovales Fenster 114. Bei jeder von der tränenförmigen Konfiguration des Schneidekopfes, der runden Konfiguration des Kopfes und der kolbenartigen Konfiguration des Kopfes besitzen die eintretenden Spitzen in der in 20 gezeigten Weise eine gerundete Konfiguration. Die gerundete eintretende Spitze umfaßt einen ovalen Umfang 116 und eine gerundete Außenfläche 118.

Zwar wurde die vorliegende Erfindung in Bezug auf verschiedene Ausführungsformen derselben beschrieben und dargestellt, es versteht sich jedoch, daß sie nicht darauf beschränkt werden soll, da Änderungen und Modifizierungen darin vorgenommen werden können, die innerhalb des vollen vorgesehenen Umfangs der Erfindung liegen, wie sie im folgenden beansprucht wird. Beispielsweise stellen 21a und 21b ein Schneidegerät 120 für Halswirbel dar, bei dem die Montierwelle 122 und die Hauptwelle 124 den gleichen Durchmesser aufweisen. Das Schneidewerkzeg für Halswirbel besäße vorzugsweise eine Gesamtlänge von 66 mm (2,75 Zoll) und einen Schneidekopfdurchmesser von 3 mm (0,125 Zoll). Wie in 21b zu sehen ist, ist die Höhe des Schneidekopfes 126 gleich dem Durchmesser der Hauptwelle.

In 22 ist noch ein weiteres alternatives Schneidegerät 128 mit einer sich verjüngenden Hauptwelle 130 ohne Auskehlung an der Verbindungsstelle zwischen der Hauptwelle und der Montierwelle 132 dargestellt. Da das Schneidegerät 128 eine sich verjüngende Hauptwelle 130 besitzt, schafft es dadurch eine Konstruktion mit verbesserter Festigkeit und Drehfestigkeit für größere Längen der Welle.


Anspruch[de]
  1. Schneidegerät (10) für das Entfernen von Gewebematerial von einer Operationsstelle während eines Operationsvorgangs, welches Folgendes umfasst: Mittel zum Emulgieren des Gewebematerials während des Operationsvorgangs und Stützmittel für das drehbare Stützen des Emulgiermittels während des Operationsvorgangs, wobei das Emulgiermittel einen Schneidekopf (16) mit einer Einführspitze (28) und zwei Schneideklingen (22) umfasst, wobei jede Schneideklinge (22) mit Bezug auf eine Achse positioniert ist, um die sich der Schneidekopf (16) dreht, unter Definition eines Fensters (20), das sich durch den Schneidekopf (16) hindurch erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schneideklinge (22) eine führende Schneidekante definiert, die geeignet ist, um das Gewebematerial auf das Drehen des Schneidekopfes (16) hin zu schneiden, wobei jede Schneideklinge (22) zur anderen parallel ist und jede Klinge einen Innenwandanteil (26) definiert, der sich kontinuierlich in einem festen Winkel &agr; von einer horizontalen Ebene aus erstreckt, die sich von der führenden Schneidekante im Wesentlichen durch den Schneidekopf (16) senkrecht zu einer Öffnung des Fensters (20) erstreckt.
  2. Schneidegerät nach Anspruch 1, wobei die Wände (26) sich in einem Winkel &agr; von 15° bis 30° erstrecken.
  3. Schneidegerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der Schneidekopf (16) im Allgemeinen elliptisch gestaltet ist.
  4. Schneidegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Einführspitze (28) im Allgemeinen elliptisch gestaltet, im Allgemeinen kugelförmig gestaltet oder im Allgemeinen pfeilförmig gestaltet ist.
  5. Schneidegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stützmittel eine Hauptwelle (14) und eine Montierwelle (12) für das Montieren des Schneidekopfes (16) an einen sich drehenden chirurgischen Bohrer umfasst.
  6. Schneidegerät nach Anspruch 5, wobei die Hauptwelle (14), die Montierwelle (12) und der Schneidekopf (16) aus einem einzigen Stück gehärtetem chirurgischem Stahl geformt sind.
  7. Schneidegerät nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei der Schneidekopf (16), die Hauptwelle (19) und die Montierwelle (12) einen Aspirationskanal (72) für die Aspiration von entferntem Material umfassen.
  8. Schneidegerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Hauptwelle (14) Tiefenanzeiger (18) umfasst.
  9. Schneidegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stützmittel eine sich verjüngende Welle (130) ist.
  10. Schneidegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schneidekopf (16) ein im Allgemeinen rund gestalteter Schneidekopf, ein im Allgemeinen tränenförmig gestalteter Schneidekopf oder ein im Allgemeinen birnenförmig gestalteter Schneidekopf ist.
  11. Schneidegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Emulgiermittel einen Schwerpunkt aufweist, der sich an einer mittleren Achse befindet, die sich einer Länge derselben entlang erstreckt.
  12. Schneidegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, des Weiteren umfassend eine Schutzvorrichtung (54, 56) für das Aufgleiten auf einen Klemmring eines Bohrers, wobei die Schutzvorrichtung (54, 56) eine Öffnung (66) aufweist, die sich einer Länge derselben entlang für das Einführen des Stützmittels erstreckt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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