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Dokumentenidentifikation DE102004031879A1 26.01.2006
Titel Sicherheitselement zur RF-Identifikation
Anmelder OVD Kinegram AG, Zug, CH
Erfinder Peters, John Anthony, Dr., Au, CH;
Staub, René, Hagendorn, CH;
Tompkin, Wayne Robert, Dr., Baden, CH;
Schilling, Andreas, Dr., Hagendorn, CH;
Krolzig, Olaf, Beinwill am See, CH
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 30.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004031879
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse B44F 1/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B42D 15/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement (10) zur RF-Identifikation sowie ein Sicherheitsdokument, das mit einem derartigen Sicherheitselement (10) versehen ist. Das Sicherheitselement weist einen flexiblen Folienkörper (104) auf, in dem eine elektronische Schaltung, die zur Speicherung von sicherheitsrelevanten Informationen eingerichtet ist, und eine RF-Antenne integriert sind, die mit der elektronischen Schaltung verbunden ist und zur berührungslosen Kommunikation der elektronischen Schaltung mit einer Prüfeinrichtung dient. Auf eine Oberfläche des flexiblen Folienkörpers (104) ist ein erstes optisch variables Element (102) dauerhaft befestigt, das den Bereich des flexiblen Folienkörpers, in dem die elektronische Schaltung angeordnet ist, zumindest bereichsweise überdeckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur RF-Identifikation sowie ein Sicherheitsdokument, insbesondere einen Reisepass mit einem solchen Sicherheitselement.

US 4,220,956 beschreibt eine RF-Identifkationsschaltung (RF = Radio Frequency), die eine Reihe von Antennen besitzt, die mittels eines Ätzprozesses aus einem Kupferlaminat gefertigt sind. Das Kupferlaminat ist auf einem Dielektrikum aufgebracht. Da das Dielektrikum keine elektrischen Funktionen erbringt, kann es sehr dünn ausgeformt werden, wodurch sich die mechanische Flexibilität der RF-Identifikationsschaltung erhöht.

US 5,528,22 beschreibt eine RF-Identifikationsschaltung, die einen von einer Basisstation gesendeten RF-Träger zurück zur Basisstation reflektiert und hierbei dem reflektierten Signal eine zusätzliche Information gemäß eines vorprogrammierten Informationsprotokolls aufmoduliert. Die RF-Identifikationsschaltung weist eine Halbleiterschaltung mit einem Speicher und ein oder mehreren RF-Bauteilen einer RF-Schaltung auf. Die Halbleiterschaltung ist auf einem Substrat montiert. Das von der Antenne empfangene RF-Signal wird an die Halbleiterschaltung weitergeleitet. Bei dem Substrat handelt es sich um ein flexibles, nicht-leitendes Substrat. Die Antenne ist ein integraler Bestandteil des Substrats. Sie besteht aus einer 25 bis 35 &mgr;m dicken Bahn, die auf einer Polyester- oder Polyamidschicht aufgebracht ist.

Aufgrund dieses Aufbaus hat die RF-Identifikationsschaltung eine sehr dünne und mechanisch flexible Form.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die RF-Identifikation zu verbessern.

Diese Aufgabe wird von einem Sicherheitselement zur RF-Identifkation gelöst, das einen flexiblen Folienkörper aufweist, in den eine elektronische Schaltung, die zur Speicherung von sicherheitsrelevanten Informationen eingerichtet ist, und eine RF-Antenne integriert ist, die mit der elektronischen Schaltung verbunden ist und zur berührungslosen Kommunikation der elektronischen Schaltung mit einer Prüfeinrichtung dient, und bei dem auf einer Oberfläche des flexiblen Folienkörpers ein erstes optisch variables Element dauerhaft befestigt ist, das den Bereich des flexiblen Folienkörpers, in dem die elektronische Schaltung angeordnet ist, zumindest bereichsweise überdeckt. Diese Aufgabe wird weiter von einem Sicherheitsdokument mit einem derartigen Sicherheitselement gelöst.

Durch die Erfindung werden die von der elektronischen Schaltung des Sicherheitselements gespeicherten sicherheitsrelevanten Informationen zuverlässig vor Manipulation und Ausspähung geschützt. Ein „Angriff" auf die in der elektronischen Schaltung gespeicherten Daten mittels Abbildung der Schaltung und Reverse-Engineering, beispielsweise unter Verwendung kommerziell verfügbarer Methoden wie „Microproving" führen unweigerlich zur Zerstörung des optisch variablen Elements und können zu leicht erkannt werden. Durch diesen zusätzlichen Schutz der Authentizität der von einer RF-Identifikationsschaltung verwalteten sicherheitsrelevanten Information wird im Vergleich zu den üblicherweise hierfür eingesetzten Verfahren wie (asynchrone) Verschlüsselungstechnologien oder elektronische Sicherheits-Zertifikate eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit eines RF-Identifikationsverfahrens erzielt, da zwei sehr unterschiedliche Technologien zum Schutz der Authentizität der Daten kombiniert werden und damit ein „Angriff" auf die Authentizität der Daten sehr erschwert wird.

Weitere Vorteile der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist der flexible Folienkörper in dem die elektronische Schaltung umgebenden Bereich transparent ausgebildet. Manipulationen an der elektronischen Schaltung sind hierdurch besonders einfach erkennbar. Weiter ist es so möglich, dass das erste optisch variable Element auf der dem Betrachter abgewandten Oberfläche des flexiblen Folienkörpers befestigt ist und sich so für den Betrachter ein Betrachtungseindruck ergibt, der sowohl von dem die elektronische Schaltung enthaltenden Folienkörper als auch von dem optisch variablen Element beeinflusst wird. So ist eine Integration des Betrachtungseindrucks des flexiblen Folienkörpers in den von dem ersten optischen variablen Element generierten optischen Effekt möglich, wodurch Manipulationen besonders leicht erkenntlich werden.

Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung werden auf der ersten Oberfläche des flexiblen Folienkörpers ein erstes optisch variables Element und auf der anderen dieser Oberfläche gegenüberliegenden Oberfläche des flexiblen Folienkörpers ein zweites optisch variables Element dauerhaft befestigt. Damit ist die elektronische Schaltung von beiden Seiten vor invasiven Eingriffen geschützt. Weiter ergeben sich hierdurch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, die Sicherheit der in der elektronischen Schaltung gespeicherten Daten durch zusätzliche Maßnahmen zu verbessern: So ist es möglich, dass die von dem ersten optisch variablen Element und von dem zweiten optisch variablen Element generierten optischen Effekte sich ergänzende Darstellungen zeigen, so dass der Wegfall oder die Veränderung eines der beiden optisch variablen Elemente für den Betrachter sofort augenfällig wird.

Bevorzugt überdecken sich das erste und das zweite optisch variable Element zumindestens bereichsweise. So kann sich beispielsweise ein transmissiver Bereich des ersten optisch variablen Elements und der reflektive Bereich des zweiten optisch variablen Elements beispielsweise nach Art eines Mosaiks überdecken, so dass der Wegfall eines der beiden Sicherheitselement oder eine Veränderung des Passers eines der optisch variablen Sicherheitselement sofort erkennbar wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die ersten und zweiten optisch variablen Elemente derart aufeinander abgestimmt, dass bei Überlagerung des ersten und des zweiten optisch variablen Elements ein weiterer, versteckter optischer Effekt sichtbar wird. So weist beispielsweise das zweite optisch variable Element ein Moiré-Muster und das erste optisch variable Element ein passenden Moiré-Analysator auf, so dass bei überlagerter Betrachtung des ersten und des zweiten optisch variablen Elements ein in dem Moiré-Muster verborgenes Moiré-Bild sichtbar wird. Durch entsprechende Wahl des für den Moiré-Analysator und das Moiré-Muster verwendeten Rasters können auch kleine Passerungenauigkeiten zwischen ersten und zweiten optisch variablen Element darüber entscheiden, ob das Moiré-Bild sichtbar gemacht wird, wodurch die Sicherheit der Daten weiter verbesserte wird.

Weiter ist es auch möglich, versteckte optische Effekte durch die Verwendung eines transmissiven Linsenrasters für das erste optisch variable Element und einer reflektiven, diffraktiven Struktur oder einen Aufdruck für das zweite optisch variable Element zu erzielen. Durch die Überlagerung derartiger Strukturen können versteckte Informationen sichtbar gemacht werden, die in der Abweichung von Strukturelementen der ersten und zweiten optisch variablen Elemente kodiert sind. Weitere auffällige optische Effekte, die sich lediglich bei überlagerter Betrachtung der ersten und zweiten optisch variablen Elemente zeigen, lassen sich dadurch generieren, dass als erstes optisch variable Element ein transmissives Linsenraster und als zweites optisch variables Element ein reflektives Linsenraster oder ein Raster aus Hohlspiegel-Elementen verwendet wird. Die hierdurch generierten optischen Effekte lassen sich nur sehr schwer durch andere Technologien nachahmen.

Eine weitere bevorzugte Möglichkeit besteht darin, als erstes optisch variables Element ein transmissives Linsenraster und als zweites optisch variables Element ebenfalls ein transmissives Linsenraster zu verwenden. Auch hier hängt beispielsweise die Darstellung einer unterhalb des Sicherheitselements angeordneten Information von der passergenauen Anordnung genau dieser speziellen optisch variablen Elemente ab, so dass auch hierdurch ein besonders hohes Maß an Datensicherheit erzielbar ist.

Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist die RF-Antenne außerhalb des Bereiches angeordnet, in dem das erste bzw. das zweite optsich variable Element vorgesehen ist. Die RF-Antenne und das erste bzw. das zweite optisch variable Element überdecken sich so nicht. Hierdurch ist es möglich, das erste und/oder das zweite optisch variable Element mit einer metallischen Reflektionsschicht zu versehen, die ansonsten zur Beeinträchtigung der Charakterisitk der RF-Antenne führen würde.

Die auf dem flexiblen Folienkörper dauerhaft befestigten optischen variablen Elemente besitzen vorzugsweise eine Dicke von ca. 5 bis 15 &mgr;m, so dass eine Ablösung dieser Schichten von dem flexiblen Folienkörper, der vorzugsweise eine Dicke von 100 bis 400 &mgr;m besitzt, ohne Zerstörung der optisch variablen Elemente nicht möglich ist. Die optisch variablen Elemente werden hierbei bevorzugt mittels einer Transferfolie, beispielsweise einer Heißprägefolie, auf den flexiblen Folienkörper aufgebracht. Die dauerhafte Befestigung der optisch variablen Elemente wird hierbei beispielsweise durch einen Laminierprozess oder durch einen durch Hitze, Druck oder Strahlung vernetzbaren oder aushärtbaren Kleber erzielt.

Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung liegt die elektronische Schaltung an der Oberfläche des flexiblen Folienkörpers und befindet sich in direkter dauerhafter Haftung mit dem ersten optisch variablen Element.

Erfindungsgemäße Sicherheitselemente werden hierbei vorzugsweise in Identifikations-Dokumente, beispielsweise Reisepässe eingebracht. Hierbei ist wesentlich, dass das erste und/oder zweite optisch variable Element auch nach Einbringen des Sicherheitselements in das Sicherheitsdokument für den Betrachter sichtbar und damit überprüfbar bleibt.

Vorzugsweise wird das Sicherheitselement hierbei in ein Sicherheitsdokument eingebracht, das ein oder mehrere durch Klebung, Bindung oder Heftung miteinander verbundene Seiten, vorzugsweise aus Papier, aufweist.

Das Sicherheitselement wird auf der Rückseite des Sicherheitsdokuments aufgebracht. In die davorliegende Seite des Sicherheitsdokuments wird ein transparentes Inspektionsfenster passergenau zum ersten optisch variablen Element eingebracht, so dass eine optische Inspektion der Authentizität der Daten möglich ist. Weiter kann das Sicherheitselement zwischen zwei Seiten des Sicherheitsdokuments eingebracht und mit diesem beispielsweise durch Klebung verbunden werden, wobei auch hier die eine und/oder die andere dieser beiden Seiten ein transparentes Inspektionsfenster aufweist, das passergenau zum ersten bzw. zweiten optisch variablen Element ausgerichtete ist.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Sicherheitsdokument hierbei ein oder mehrere Seiten auf, die eine im Bereich der RF-Antenne des Sicherheitselements angeordnete elektrisch leitfähige Schicht aufweisen. Durch diese elektrisch leitfähige Schicht wird eine elektromagnetische Abschirmung der RF-Antenne erzielt, so dass eine Kommunikation zwischen der elektronischen Schaltung und einer Prüfeinrichtung über die RF-Antenne nur dann möglich ist, wenn das Sicherheitsdokument aufgeschlagen wird. Hierdurch wird die Sicherheit der in der elektronischen Schaltung gespeicherten sicherheitsrelevanten Daten weiter erhöht. Ist das Dokument geschlossen, so ist auch über die Funkschnittstelle kein Zugriff auf die in der elektronischen Schaltung gespeicherten Daten möglich. Weiter werden so auch ungewollte Interferenzen zwischen verschiedenen Identifizierungssystemen unterbunden.

Die als „Abschirmfolie" wirkende Seite des Sicherheitsdokuments besteht hierbei vorzugsweise aus einem mit einer metallischen Reflektionsschicht versehenen optisch variablen Element. Es ist jedoch auch möglich, die elektrisch leitfähige Schicht zwischen zwei benachbarten Seiten des Sicherheitsdokuments einzubringen und so vor dem Betrachter zu verbergen.

Vorzugsweise ist die elektromagnetische „Abschirmfolie" hierbei mit einem optisch variablen Element versehen, das eine ergänzende Darstellung mit dem ersten und/oder zweiten dauerhaft auf dem die elektronische Schaltung und die RF-Antenne enthaltenen flexiblen Folienkörper befestigten optisch variablen Elementen bildet. Die ergänzende Darstellung überdeckt hierbei den Bereich der elektronischen Schaltung zumindestens bereichsweise, so dass hierdurch weiter überprüft werden kann, ob das erste und/oder zweite optisch variable Element im Bereich der elektronischen Schaltung beschädigt oder entfernt worden ist.

Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels weist der Bereich der Trägerschicht des Sicherheitsdokuments, auf die das erste erfindungsgemäße Sicherheitselement aufgebracht wird, eine individualisierte Information auf, die beim Aufbringen des Sicherheitselements vom ersten und/oder zweiten optisch variablen Element des Sicherheitselements überdeckt wird. Hierdurch ist es zusätzlich möglich, die in der elektronischen Schaltung gespeicherten sicherheitsrelevanten Informationen zusätzlich durch die individualisierte Information, beispielsweise das Bild des Passinhabers, zu schützen.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft erläutert.

1a zeigt eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements zur RF-Identifikation.

1b zeigt eine Schnittdarstellung des Sicherheitselementes nach 1a.

2a bis 2c zeigen Darstellungen eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments.

3 zeigt eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

4 zeigt eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

5a bis 7b zeigen schematische Darstellungen zur Verdeutlichung des Aufbaus von erfindungsgemäßen Sicherheitselementen gemäß weiterer Ausführungsbeispiele der Erfindung.

1a und 1b zeigen ein mehrschichtiges Sicherheitselement 1 zur RF-Identifikation, das aus mehreren dauerhaft miteinander verbundenen Schichten 11, 13, 14 und 15 besteht. Zur dauerhaften Verbindung dieser Schichten können hierbei verschiedene Verfahren, bspw. Verkleben, Kaltlaminieren, Heißlaminieren, Heißprägen oder Verkleben mittels UV-härtbarem Kleber verwendet werden.

Bei der Schicht 13 handelt es sich um einen dünnen, flexiblen Folienkörper mit einer Schichtdicke von ca. 100 &mgr;m bis 400 &mgr;m. Dieser Folienkörper besteht aus einem transparenten Polyesterträger, der eine elektronische Schaltung 21, eine RF-Antenne 22 und einen Wellenleiter 23 zur Verbindung der RF-Antenne 22 mit der elektronischen Schaltung 21 aufweist.

Die elektronische Schaltung 21 besteht vorzugsweise aus einer auf einem sehr dünnen Siliziumträger aufgebrachten, in Silizium-Technologie gefertigten integrierten Schaltung. Diese Schaltung weist vorzugsweise einen Mikroprozessor mit zugeordnetem Speicher sowie peripheren Treiberkomponenten auf, die die Kommunikation dieses Mikroprozessors über die mittels der RF-Antenne bediente Funkschnittstelle ermöglichen. Die Energieversorgung des Mikroprozessors wird hierbei ebenfalls über die RF-Antenne 22 realisiert, die die in die Antenne induzierte elektromagnetische Strahlungsenergie dem Mikroprozessor zuführt.

Der Mikroprozessor weist einen geschützten Speicherbereich auf, in dem sicherheitsrelevante Daten, bspw. biometrische Informationen eines Paßinhabers (Identifizierung-Daten oder Autorisierungsdaten oder geheime Schlüssel) gespeichert sind. Diese Daten werden vorzugsweise dazu verwendet, bei der Kommunikation des Mikroprozessors die das Sicherheitselement mit sich führende Person gegenüber der Prüfeinrichtung sicher zu identifizieren.

Weiter ist es auch möglich, daß die elektronische Schaltung 21 nicht auf der klassischen Silizium-Technologie basiert, sondern daß es sich bei dieser Schaltung um eine organische Halbleiterschaltung handelt.

Die Form und Gestaltung der Antenne 13 wird wesentlich durch die Trägerfrequenz des Identifizierungsverfahren verwendet, für das das Sicherheitselement 1 eingesetzt wird. Die Antenne besteht hierbei vorzugsweise aus mehreren in Form einer Schleife angeordneten Leiterbahnen aus einem elektrisch leitfähigen Material. Die RF-Antenne kann hierbei aus einem dünnen, in die Schicht 13 eingegossenen oder einlaminierten Draht, aus einer auf einem Trägersubstrat in der gewünschten Antennenform aufgebrachten leitfähigen Paste oder aus einer dünnen Schicht aus einem leitfähigen Material bestehen, die entsprechend der gewünschten Antennenstruktur durch positive/negative Ätzung (Schattenmasken), einen entsprechenden Aufdruck oder Ablation, bspw. Laserablationen, strukturiert ist. Hierbei ist es auch möglich, daß die Antennen 22 aus einem transparenten leitfähigen Material, bspw. Indium-Zinn-Oxid, Polyanilin und/oder leitfähigen Polymeren besteht.

Die Schichten 11, 12 und 14 haben jeweils eine Dicke von etwa 10 bis 50 &mgr;m.

Die Schicht 11 besteht aus der Transferlage einer Prägefolie, die eine Schutzlackschicht, eine Replizierlackschicht mit abgeformter beugungsoptisch aktiver Reliefstruktur, eine partielle Reflexionsschicht und eine Klebeschicht aufweist.

Die Schutzlackschicht hat vorzugsweise eine Dicke von 1 bis 2 &mgr;m. Die Replizierlackschicht besteht vorzugsweise aus einem thermoplastischen oder vernetzten Polymer, in das mittels eines Replizierwerkzeuges unter Einwirkung von Hitze und Druck in dem Bereich eines optisch variablen Elements 16 eine diffraktive Reliefstruktur geformt wird, die bspw. als Hologramm oder Kinegramm® wirkt. Hierzu wird beispielsweise ein thermoplastischer Replizierlack mittels einer Tiefdruckrasterwalze vollflächig auf die Lackschicht aufgebracht, getrocknet und sodann die diffraktive Struktur in den oben bezeichneten Bereichen mittels einer Prägematrize eingeprägt. Weiter ist es auch möglich, daß als Replizierlack ein strahlenvernetzbarer Lack auf der Schutzlackschicht aufgebracht wird und die diffraktive Struktur sodann mittels UV-Replikation in die Replizierlackschicht abgeformt wird.

Sodann wird die (strukturierte) Reflexionsschicht auf die Replizierlackschicht aufgebracht. Hierzu wird die Reflexionsschicht, bei der es sich vorzugsweise um eine reflektive Metallschicht, bspw. aus Kupfer, Silber, Aluminium oder Gold handelt, vollflächig auf die Replizierlackschicht aufgebracht und sodann mittels Positiv/Negativ-Ätzen oder mittels Ablation bereichsweise wieder entfernt, so daß sich die gewünschte strukturierte Reflexionsschicht ergibt. So verbleibt bspw. in dem in 1a gezeigten Bereich eine unter Umständen fein strukturierte Metallisierung, wohingegen in dem übrigen Bereich die Schicht 11 transparent ist.

Weiter ist es auch möglich, daß anstelle einer opaken Reflexionsschicht lediglich eine die Reflexion verstärkende optische Trennschicht (partiell) auf die Replizierlackschicht aufgebracht wird. Bei einer derartigen optischen Trennschicht handelt es sich vorzugsweise um eine HRI- oder LRI-Schicht (HRI = High Refraction Index, LRI = Low Refraction Index), die bspw. aus einer dünnen aufgedampften Schicht aus einem Dielektrikum oder aus einer dünnen und damit transmissiven Metallschicht besteht.

Weiter ist es möglich, auf die Replizierlackschicht ein reflektives oder transmissives Dünnfilmschichtsystem aufzubringen, das bspw. Farbverschiebungen mittels Interferenz erzeugt oder die Reflexion erhöht, so daß das optisch variable Element 16 (partiell) ein transmissives, beugungsoptisch wirksames Element zeigt. So kann auf die Replizierlackschicht bspw. ein Dünnfilmschichtsystem bestehend aus ZnS/MgF/ZnS oder TiO2/SiO2/TiO2 aufgebracht werden. Auch der Einsatz von Dünnfilmschichtsystemen bestehend aus sehr dünnen Metallschichten, bspw. AL/MgF/Al ist möglich.

In dem Ausführungsbeispiel nach 1a wird die Transferlage der Transferfolie vor Aufbringen auf den Folienkörper 13 weiter in den in 1b gezeigten Bereichen mit einem partiellen Aufdruck 17 versehen. Der Aufdruck 17 wird hierbei vorzugsweise in dem Bereich der Transferlage vorgenommen, in dem die Transferlage transparent oder teiltransparent ist, da dort keine opake Reflexionsschicht vorgesehen ist. Der Aufdruck 17 enthält hierbei vorzugsweise ein Effektpigment, bspw. ein Interferezschichtpigment oder ein cholesterisches Flüssigkristallpigment.

Alternativ zu der Schicht 11 kann auf den Folienkörper 13 auch die Schicht 12 aufgebracht werden. Die Schicht 12 ist wie die Schicht 11 aufgebraut, mit dem Unterschied, daß die Schicht 12 vollständig transparent ist und aus der Replizierlackschicht mit eingeprägter diffraktiver Struktur der Schicht 11 sowie aus einer transparenten optischen Trennschicht (wie oben beschrieben) besteht, so daß der Aufdruck 17 gut erkennbar ist.

Wie in 1a gezeigt, wird die Schicht 11 oder die Schicht 12 derart auf den Folienkörper 13 aufgebracht, daß das in dieser Schicht enthaltene optisch variable Element, bspw. das optisch variable Element 16, den Bereich des Folienkörpers 13, in dem die elektronische Schaltung 21 angeordnet ist, zumindest bereichsweise überdeckt.

Die Schicht 14 ist wie die Schicht 11 ausgestaltet, wobei diese in einem Bereich 17 einen reflektiven optisch variablen Effekt und in einem Bereich 18 einen transmissiven optisch variablen Effekt zeigt. Die Schicht 17 besteht so aus der Transferlage einer Transferfolie, die in der in 1a gezeigten Form auf die Trägerschicht 15 bspw. mittels eines Heißprägeverfahrens aufgebracht ist. Die Trägerschicht 15 besteht hier bspw. aus einer PET-, PVC-, ABS-, PC-Folie mit einer Dicke von 12 &mgr;m. Nach Aufbringen der Schicht 14 auf die Trägerschicht 15 mit der von den Schichten 14 und 15 gebildete Folienkörper durch eines der oben bezeichneten Verfahren dauerhaft mit dem Folienkörper 13 in der in den 1a und 1b gezeigten Passerungen zu der Schicht 11 und der elektronischen Schaltung 21 dauerhaft verbunden.

Bei dem Sicherheitselement 1 sind für den Betrachter demnach sowohl die von dem optisch variablen Element 16 wie auch die von dem von der Schicht 14 bereitgestellten Element optisch variablen Element generierten optischen Effekte als auch die elektronische Schaltung 21 erkennbar, so daß die Authenzität der elektronischen Schaltung leicht überprüft werden kann.

Das Einbringen eines nach den Figuren 1a und 1b hergestellten Sicherheitselements 33 in ein Sicherheitsdokument 3 wird anhand der 2a bis 2c verdeutlicht.

Das Sicherheitselement 33 besteht, wie oben aufgezeigt, aus einem mehrschichtigen, transparenten flexiblen Folienkörper, der im Bereich der elektronischen Schaltung ein optisch variables Element 35 sowie die (opaken) Leiterbahnen einer Antenne 34 zeigt. Das Sicherheitsdokument 3 weist mehrere mittels Klebung, Heftung oder Bindung miteinander verbundene Seiten auf. Das Sicherheitselement 33 wird nun auf die letzte Seite des Sicherheitsdokuments 3, der Seite 32, aufgebracht und mit diese durch eine der oben beschriebenen Verfahren dauerhaft verbunden.

Sodann wird in einem nächsten Schritt (2b) ein transparentes Inspektionsfenster in die benachbarte Seite 31 des Dokuments 3, bspw. durch einen Schneide- oder Stanzvorgang, eingebracht.

Sodann wird die Seite 31 mit dem Sicherheitselement 32 dauerhaft durch eines der oben beschriebenen Verfahren verbunden, so daß für den Betrachter lediglich noch das optisch variable Element 35 durch das Inspektionsfenster 36 sichtbar bleibt (2c).

Auf diese Weise bleibt das optisch variable Element und der, die elektronische Schaltung enthaltene Teil des Sicherheitselements für den Betrachter sichtbar, so daß dieser die Authenzität der in der elektronischen Schaltung gespeicherten Daten überprüfen kann, wohingegen die verbleibende Antennenstruktur verdeckt wird und so für den Betrachter unsichtbar wird.

Bevorzugt weist das Sicherheitsdokument 3 hierbei noch ein oder mehrere Seiten auf, die über eine dünne, elektrisch leitfähige Schicht verfügen, die zumindestens im Bereich der Antenne 34 angeordnet ist. So zeigt 3 eine Seite 37 des Sicherheitsdokuments 3, das eine derartige metallisierte Folie aufweist, die die Antenne des Sicherheitselementes 33 wie oben beschrieben abschirmt, so daß eine Kommunikation mit der Elektronik des Sicherheitselementes 33 über die von der Antenne bereit gestellten Funkschnittstelle lediglich dann möglich ist, wenn das Sicherheitsdokument 3 aufgeschlagen wird.

Die Seite 37 kann hierbei aus einer wie in 3 gezeigten partiellen metallisierten Folie bestehen, die auch weiter noch ein oder mehrere optisch variablen Elemente, bspw. ein Hologramm oder Kinegramm®, aufweisen kann.

4 zeigt ein Sicherheitsdokument 4, bei dem das Sicherheitselement zwischen zwei Seiten des Sicherheitsdokuments 4 eingebracht und mit diesen verklebt ist und, wie bereits oben beschrieben, lediglich ein Teil des Sicherheitselements durch ein Inspektionsfenster sichtbar bleibt.

In einem zentralen Bereich 43 bedeckt ein optisch variables Element den Bereich der elektronischen Schaltung. In einem peripheren Bereich 42, in dem die Antenne angeordnet ist, ist ein weiteres optisch variables Element 41, bestehend aus einem Sicherheitsdruck und einer diffraktiven Folie, vorgesehen, das den Bereich überdeckt.

5a zeigt eine schematische Darstellung eines zwischen zwei Seiten 51 und 57 eingebrachten Sicherheitselementes 5. Wie in 5a dargestellt, kann dieses Sicherheitselement durch zwei gegenüberliegende Inspektionsfenster betrachtet und so von beiden Seiten inspiziert werden.

Der transparente und flexible Folienkörper 58, in den, wie in 5a angedeutet, die elektronische Schaltung sowie die RF-Antenne integriert ist, ist beidseitig im Bereich der RF-Antenne mit einem Sicherheitsaufdruck 55 versehen. Auf die eine Oberfläche des Folienkörpers 58 ist eine Transferlage einer Transferfolie aufgebracht, die im Bereich der elektronischen Schaltung ein partiell transmissives, beugungsoptisch wirkendes optisch variables Element 52 zeigt. In dem dieses optisch variable Element umgebenden Bereich ist die Transferlage sodann anschließend mit einem Sicherheitsdruck 54 überdruckt.

Auf der Rückseite wird in analoger Weise eine Transferlage einer Transferfolie aufgebracht und anschließend überdruckt, so daß sich dort ein partiell transmissives, optisch variables Element 53 sowie ein dieses umgebender Sicherheitsaufdruck 56 zeigt. Vorzugsweise überlagern sich hier transmissive Bereiche des optisch variablen Elements 52 und des optisch variablen Elements 53, so daß sich in Durchlichtbetrachtung ein anderer Effekt als bei Auflichtbetrachtung zeigt. Weiter ist es auch möglich, daß sich reflektive und transmissive Bereiche der optisch variablen Elemente 52 und 53 überlagern, so daß sich der jeweils dem Betrachter von der Vorderseite und von der Rückseite zeigende Effekt jeweils durch die wechselseitige Überlagerung von transmissiven und reflektiven Bereichen der optisch variablen Elemente 52 und 53 ergibt.

Auf den Sicherheitsüberdruck 54 und 56 könnte auch verzichtet werden.

5b zeigt ein durch eine Seite 61 mit einem Inspektionsfenster betrachtetes und auf ein Substrat 66 aufgebrachtes Sicherheitselement 6. Auf einen flexiblen Folienkörper 64 mit integrierter RF-Antenne und elektronischer Schaltung ist die Übertragungslage einer Transferfolie aufgebracht, die im Bereich der elektronischen Schaltung ein optisch variables Element 62 aufweist, das mit einem optionalen Sicherheitsüberdruck 63 umgeben ist. Auf die gegenüberliegende Oberfläche des Folienkörpers 64 ist die Übertragungslage einer Transferfolie aufgebracht, die ein optisch variables Element 65 enthält. Bei dem optisch variablen Element 62 handelt es sich um ein teiltransparentes optisch variables Element. Bei dem optisch variablen Element 65 handelt es sich um ein reflektives optisch variables Element, bspw. um eine mit einer Reflexionsschicht versehene beugungsoptisch wirkende Struktur oder Dünnfilmstruktur. Für den Betrachter zeigt sich so die elektronische Schaltung vor dem Hintergrund der von dem optisch variablen Element 65 generierten optischen Effekte, die weiter zusätzlich von dem von dem optisch variablen Element 62 generierten optischen Effekte überlagert sind.

Weiter ist es auch möglich, dass das Sicherheitselement nicht mit einer Seite des Sicherheitsdokuments beispielsweise durch Klebung verbunden wird, sondern dass das Sicherheitselement einen in Form einer Seite ausgeformten flexiblen mehrschichtigen Folienkörper bildet, der beispielsweise durch Heftung, Bindung oder Verklebung als Seite des Sicherheitsdokuments in das Sicherheitsdokument eingebracht ist. Ein derartiges Sicherheitselement kann, wie bereits oben beschrieben, bereichsweise mit einem Überdruck versehen sein, der lediglich den Bereich eines Inspektionsfensters zur Überprüfung der ersten und/oder zweiten optisch variablen Elemente freilässt.

Die 6a bis 6c zeigen Sicherheitselemente 7, 8 und 9, bei denen der Bereich der elektronischen Schaltung eines Folienkörpers 72, 83 und 94 auf der einen Seite jeweils von einem optisch variablen Element überlagert ist, das ein Mikrolinsenraster aufweist.

Ein derartiges Mikrolinsenraster besteht vorzugsweise aus einer Trägerschicht, in die eine refraktive makroskopische Linsenstruktur mittels eines entsprechenden Prägewerkzeugs abgeformt ist. Es ist jedoch auch möglich, daß das Linsenraster mittels einer beugungsoptischen Reliefstruktur generiert wird, die beugungsoptisch den Effekt mehrerer benachbart angeordneter konvexen Linsen beugungsoptisch generiert.

Durch ein derartiges Mikrolinsenraster wird ein genau definierter Bereich, der auf der anderen Seite der flexiblen Folienkörper 72, 83 und 94 angeordneten optisch variablen Elemente 71, 84 und 96 vergrößert und deren Überlagerung dem Betrachter gezeigt. So ist es beispielsweise möglich, vergrößerte Darstellung eines repititiven, auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten Musters bei entsprechender Ausrichtung des Linienraster zur repititiven Struktur zu generieren.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach 6a ist das Sicherheitselement 7 auf einem Substrat 74 angeordnet, das im Bereich des Mikrolinsenrasters 73 ein Inspektionsfenster besitzt. Auf der gegenüberliegenden Oberfläche des Folienkörpers 72 ist ein reflektives, beugungsoptisch wirkendes optisch variables Element 71 angeordnet. Entsprechend der Ausrichtung des optisch variablen Elements 71 zu dem Linienraster 73 zeigt sich nun für den Betrachter ein ansonsten versteckter optischer Effekt, der sich aus der Phasenlage der Bereiche des optisch variablen Elements 71 zu dem Linsenraster ergibt.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach 6b wirkt das Linsenraster 82 als Moiré-Analysator für ein auf ein Substrat 85 aufgedrucktes Moiré-Bild 84. Bei entsprechender paßgenauer Ausrichtung des Linsenrasters 82 zu dem Moiré-Muster des Aufdrucks 84 zeigt sich ein ansonsten verborgenes Moiré-Bild.

Ein Moiré-Muster ist hierbei ein sich wiederholendes, strukturbildendes Muster, das bei Überlagerung mit oder in Betrachtung durch ein weiteres, sich wiederholendes, strukturbildendes Muster, das als Moiré-Analysator wirkt, ein neues Muster, nämlich das Moiré-Bild, zeigt, das in dem Moiré-Muster versteckt ist. Im einfachsten Fall ergibt sich dieser Moiré-Effekt aus Überlagerung dunkler und heller Streifen, wobei in Bereichen, in denen die dunklen Streifen des Moiré-Musters und des Moiré-Analysators aufeinanderfallen, heller erscheint, als in Bereichen, in denen die dunklen Streifen des Moiré-Musters und des Moiré-Analysators nebeneinander liegen. Neben einem linearen Linienraster ist es auch möglich, daß die Linien des Lininenrasters gekrümmte Bereiche aufweisen und beispielsweise wellenförmig oder kreisförmig angeordnet sind. Auch in diesem Fall kann das Moiré-Bild durch eine entsprechende bereichsweise Phasenverschiebung des gekrümmten Linienrasters kodiert werden. Weiter ist es auch möglich, ein auf zwei ineinander verdrehten Linienraster aufbauendes Moiré-Muster zu verwenden. Die Dekodierung des Moiré-Bildes in einem derartigen Linienraster erfolgt ebenfalls durch eine bereichsweise Phasenverschiebung des Linienrasters, wobei sich in einem derartigen Moiré-Muster zwei verschiedene Moiré-Bilder kodieren lassen. Wird so die Ausrichtung des Moiré-Analysators zum Moiré-Bild verändert, so wird anstelle eines ersten gewünschten Bildes ein zweites Bild, beispielsweise ein Warnhinweis, erkennbar.

6c zeigt nun die Kombination des Mikrolinsenrasters 93 mit einem reflektiven Mikrolinsenraster 96. Ein derartiges reflektives Mikrolinsenraster wird durch die Beschichtung eines wie oben dargestellt gefertigten Mikrolinsenrasters mit einer reflektiven Schicht, beispielsweise einer dünnen Metallschicht, gefertigt. Anstelle eines derartigen reflektiven Mikrolinsenrasters kann das optisch variable Element 95 auch ein oder mehrere, vorzugsweise an einem Raster ausgerichtete konkave Spiegelelemente aufweisen, die, wie bereits oben in Bezug auf das Linsenraster dargelegt, als makroskopische refraktive oder als diffraktive Hohlspiegelelemente realisiert sein können. Durch die Überlagerung derartiger diffraktiver Elemente lassen sich spezielle optische Effekte erzeugen, die mittels anderer Technologien nur sehr schwer nachgeahmt werden können.

7a zeigt ein Sicherheitselement 10, welches auf die Oberfläche eines Substrats 108 eines Sicherheitsdokuments aufgebracht ist und von einer Seite 101 dieses Sicherheitsdokuments bereichsweise abgedeckt ist. Auf der einen Oberfläche eines die RF-Antenne sowie elektronische Schaltung enthaltenen flexiblen Folienkörpers 104 ist ein optisch variables Element 102 und auf der gegenüberliegenden Oberfläche ein optisch variables Element 105 dauerhaft mittels einem der oben bezeichneten Verfahren befestigt. Beide optisch variablen Elemente 102 und 105 weisen, wie in 7a angedeutet, ein transmissives Makrolinsenraster 103 bzw. 106 auf. Das Substrat 108 ist vor dem Aufbringen des Sicherheitselementes 10 mit einem Sicherheitsaufdruck 107 bedruckt, der im Bereich der elektronischen Schaltung 104 des Sicherheitselementes vorgesehen wird. Der Betrachtungseindruck, der sich dem Betrachter bei Inspektion des Sicherheitselements 10 bietet, wird so von der Darstellung des Sicherheitsaufdruckes 107, von der Ausrichtung und der Brennweite der Mikrolinsen der optisch variablen Elemente 103 und 105, von der Beabstandung der optisch variablen Elemente 102 und 105, sowie von der relativen Positionierung der optisch variablen Elemente 103 und 106 und des Sicherheitsaufdrucks 107 zueinander bestimmt. Wird eine dieser Komponenten verändert, beispielsweise der Abstand der optisch variablen Elemente 102 und 105, die Positionierung der optisch variablen Elemente 102 und 105 zueinander oder die Positionierung dieser optisch variablen Elemente zu dem Sicherheitsaufdruck 107, so ergibt sich ein anderer Betrachtungseindruck bei der Inspektion des Sicherheitselements 10. Weiter ist es hier auch möglich, wie bereits in Bezug auf 6b beschrieben, ein verstecktes Sicherheitsmerkmal in den Sicherheitsaufdruck 107 sowie in die Positionierung der Mikrolinsenraster 103 und 106 zu kodieren, das nur bei überlagerter Betrachtung und entsprechender Ausrichtung der Mikrolinsenraster 103 und 106 und des Sicherheitsaufdrucks 107 entsteht. Die Kodierung kann hierbei beispielsweise nach Art eines Moiré-Bildes durch eine Phasenverschiebung basierend auf einem gemeinsamen Linienraster, erfolgen.

Der besondere Vorteil dieses Ausführungsbeispiels der Erfindung liegt darin, daß jegliche Manipulation der Vielzahl der für den Betrachtungseindruck relevanten Parameter sehr gut erkennbar ist und sich durch die von den optisch variablen Elementen 102 und 105 gebildete diffraktive Optik ein markanter optisch variabler Effekt ergibt, der mittels anderer Methoden nur sehr schwer nachzuahmen ist.

7b zeigt ein optisches Sicherheitselement 11, das aus einem flexiblen Folienkörper 114 mit einer RF-Antenne und einer elektronischen Schaltung sowie einem auf der einen Oberfläche des Folienkörpers 114 aufgebrachten optisch variablen Element 111 mit einem Mikrolinsenraster 112 und einem auf die gegenüberliegende Oberfläche des Folienkörpers 114 aufgebrachten optisch variablen Element 115 mit einem Mikrolinsenraster 116 besteht. Das Sicherheitselement 11 wird auf einem mit einem Sicherheitsaufdruck 117 versehenen Substrat 118 eines Sicherheitsdokuments aufgebracht und zeigt die bereits in Bezug auf 7a beschriebenen Effekte. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach 7a wird das Sicherheitselement 11 jedoch nicht von einer Seite des Sicherheitsdokuments mit einem Bereich der elektronischen Schaltung angeordneten Inspektionsfenster bedeckt, sondern ist seinerseits mit einem Sicherheitsaufdruck 113 versehen, der ein Inspektionsfenster im Bereich des Mikrolinsenrasters 112 offen läßt und den Bereich der RF-Antenne des Folienkörpers 114 bedeckt.


Anspruch[de]
  1. Sicherheitselement zur RF-Identifikation, wobei das Sicherheitselement einen flexiblen Folienkörper (13, 58, 64, 83, 94, 104, 114) aufweist, in den eine elektronische Schaltung (21), die zur Speicherung von sicherheitsrelevanten Informationen eingerichtet ist, und eine RF-Antenne (22) integriert ist, die mit der elektronischen Schaltung (21) verbunden ist und zur berührungslosen Kommunikation der elektronischen Schaltung mit einer Prüfeinrichtung dient, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Oberfläche des flexiblen Folienkörpers (13, 58, 64, 72, 83, 94, 104, 114) ein erstes optisch variables Element (11, 12, 54, 63, 73, 82, 92, 102, 111) dauerhaft befestigt ist, das den Bereich des flexiblen Folienkörpers, in dem die elektronische Schaltung angeordnet ist, zumindest bereichsweise überdeckt.
  2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung an der Oberfläche des flexiblen Folienkörpers liegt und dass das erste optisch variable Element zumindest bereichsweise direkt dauerhaft auf der elektronischen Schaltung befestigt ist.
  3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Folienkörper (13, 58, 64, 72, 83, 94, 104, 114), in dem die elektronische Schaltung (21) umgebenen Bereich transparent ist.
  4. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der anderen Oberfläche des flexiblen Folienkörpers (13, 58, 64, 72, 94, 104, 114) ein zweites optisch variables Element (14, 56, 65, 71, 95, 105, 115) dauerhaft befestigt ist.
  5. Sicherheitselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem ersten optisch variablen Element und von dem zweiten optisch variablen Element generierten optischen Effekte sich ergänzende Darstellungen zeigen.
  6. Sicherheitselement nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich das erste und das zweite optisch variable Element (11, 12, 14, 54, 58, 63, 65, 71, 73, 92, 95, 102, 105, 111, 115) zumindest bereichsweise überdecken.
  7. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich transmissive Bereiche des ersten optisch aktiven Element (63, 73, 92) und reflektive Bereiche des zweiten optisch aktiven Elements (65, 71, 95) überdecken.
  8. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überlagerung des ersten und des zweiten optisch variablen Elements (71, 73, 93, 95, 102, 105, 111, 115) ein weiterer versteckter optischer Effekt sichtbar wird.
  9. Sicherheitselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element einen Moiré-Analysator und das zweite optisch variable Element einen Moiré-Muster aufweisen.
  10. Sicherheitselement nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element (73) ein transmissives Linsenraster aufweist, und das zweite optisch variable Element (71) eine reflektive, diffraktive Struktur oder einen Aufdruck aufweist.
  11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element (92) ein transmissives Linsenraster aufweist und das zweite optisch variable Element (95) ein reflektives Linsenraster aufweist.
  12. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element (102, 111) ein erstes transmissives Linsenraster und das zweite optisch variables Element (105, 115) ein zweites transmissives Linsenraster aufweist.
  13. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element (54, 63) eine partielle Reflektionsschicht und eine Replizierlackschicht aufweist, in die eine beugungsoptisch aktive Reliefstruktur (52, 62) abgeformt ist.
  14. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste optisch variable Element einen transmissiven beugungsoptischen Effekt erzeugt.
  15. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite optisch variable Element (11, 12, 14) eine metallische Reflektionsschicht aufweist und dass die RF-Antenne (22) außerhalb des Bereiches angeordnet ist, in dem das erste bzw. das zweite optisch variable Element vorgesehen ist und sich die RF-Antenne und das erste bzw. zweite optisch variable Element sich so nicht überdecken.
  16. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite optisch variable Element (54, 56, 63) ein oder mehrere vorzugsweise ein Effektpigment enthaltende Druckschichten aufweisen.
  17. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite optisch variable Element ein oder mehrere Dünnfilmschichten zur Erzeugung von blickwinkelabhängigen Farbverschiebungen mittels Interferenz aufweisen.
  18. Sicherheitsdokument, insbesondere Reisepass mit einem Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  19. Sicherheitsdokument nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsdokument ein oder mehrere Seiten (37) aufweist, die eine im Bereich der RF-Antenne des Sicherheitselements (33) angeordnete elektrisch leitfähige Schicht zur elektromagnetischen Abschirmung der RF-Antenne aufweisen.
  20. Sicherheitsdokument nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der eine im Bereich der RF-Antenne des Sicherheitselements angeordnete elektrische leitfähige Schicht aufweisenden Seiten mit einem dritten optisch variablen Element versehen sind, das eine ergänzende Darstellung zu dem ersten und/oder zweiten optisch variablen Element zeigt und/oder das erste oder das zweite optisch variable Element zumindestens bereichsweise überdeckt.
  21. Sicherheitsdokument nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (33) auf die Rückseite (32) des Sicherheitsdokuments (3) aufgebracht ist und in die anliegende Seite (31) des Sicherheitsdokuments ein transparentes Inspektionsfenster (36) passergenau zum ersten optisch variablen Element eingebracht ist.
  22. Sicherheitsdokument nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement zwischen zwei Seiten des Sicherheitsdokuments eingebracht und mit diesem verkleb ist, wobei in die eine und die andere dieser Seiten ein transparentes Inspektionsfenster passergenau zum ersten bzw. zweiten optisch variablen Element eingebracht ist.
  23. Sicherheitsdokument nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement einen flexiblen Folienkörper in Form einer Seite des Sicheheitsdokuments bildet, der in das Sicherheitsdokument als Seite eingenäht ist.
  24. Sicherheitsdokument nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (11) auf einer Seite (18) des Sicherheitsdokuments aufgebracht ist und im Bereich der RF-Antenne mit einem Aufdruck (113) überdruckt ist.
  25. Sicherheitsdokument nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite optisch variable Element (82, 102, 105, 111, 115) eine auf einer Seite (85, 108, 118) des Sicherheitsdokuments aufgebrachte individualisierte Information überdecken.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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