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Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue 2-substituierte D-Homo-Estra-1,3,5(10)-triene, deren Herstellung und Verwendung als Arzneimittel zur Behandlung estrogen-abhängiger Erkrankungen, die sich durch Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1 beeinflussen lassen sowie pharmazeutische Zusammensetzungen, die diese Verbindungen enthalten.

Sexualhormone kontrollieren die Proliferation und Funktion von steroidsensitivem normalen sowie malignen Gewebe [E. E. Baulieu, Hormones, a complex communication network. In Hormones, eds. E. E. Baulieu and P.A. Kelly, Herman Publisher Paris and Chapman and Hall New York, 1990, pp. 147–149; D.D. Thomas, Cancer 53 (1984) 595–601].

Estradiol ist das aktivste weibliche Sexualhormon, welches außer den bekannten Effekten auf das Reproduktionssystem weitere Funktionen beim Knochen- und Lipidmetabolismus, im kardiovaskulären System sowie regulatorische Effekte im zentralen Nervensystem ausübt. Es wird bei prämenopausalen Frauen primär in den Ovarien produziert. Ein weiterer großer Teil der aktiven Estrogene wird im peripheren Gewebe aus inaktiven Steroidprecursoren gebildet, die beim Menschen in den Nebennieren in großen Mengen in das Blut ausgeschüttet werden.

Nach der Menopause sinkt der Estradiolspiegel im Blut auf ca. 1/10 des Gehalts von prämenopausalen Frauen [T.Thorsten, M. Tangen, K. F. Stoa, Eur. J. Cancer Clin. Oncol. 18 (1982) 333–337; A. A. van Landeghem et al., Cancer Res. 45 (1985) 2900–2906]. Ab diesem Zeitpunkt werden Estrogene hauptsächlich über die Biosynthese im peripheren Gewebe zur Verfügung gestellt [F. Labrie, Intracrinology. Mol. Cell. Endocrinol. 78(1991) C113–C118].

Estrogene werden über das Blut vom Tumorgewebe aufgenommen und stimulieren dessen Wachstum.

Die Konzentration des intratumoralen Estradiols bleibt jedoch auch nach der Menopause auf hohem Niveau erhalten, vergleichbar dem bei prämenopausalen Frauen [A. A. van Landeghem et al., Cancer Res. 45 (1985) 2900–2906]. Die hohe Estradiolkonzentration im Tumorgewebe bei postmenopausalen Frauen wird durch Biosynthese von Estrogenen im Tumorgewebe verursacht.

Estradiol (E2) wird im Brustkrebsgewebe entweder über den Aromatase- oder den Sulfataseweg gebildet [Y. J. Abul-Hajj, R. Iverson, D. T. Kiang, Steroids 33 (1979) 205–222; A. Lipton et al., Cancer 59 (1987), 779–782; E. Perel et al., J. Steroid Biochem. 29 (1988) 393–399]. Androstendion wird aus dem Blut vom Tumorgewebe aufgenommen, zu Estron (E1) aromatisiert und anschließend zu Estradiol (E2) reduziert (Aromataseweg). Beim Sulfataseweg wird Estronsulfat durch die Steroidsulfatase in E1 umgewandelt und wiederum zu E2 reduziert.

Der entscheidende letzte Schritt der Steroidsynthese wird von 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenasen (17&bgr;-HSD), zugehörig zur Familie der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenasen/17-Ketosteroidreduktasen katalysiert. Diese Enzyme wandeln geringer aktive 17-Ketosteroide in deren aktive 17&bgr;-Hydroxysteroide um und umgekehrt. Sowohl Estrogene als auch Androgene zeigen die höchste Affinität zu den entsprechenden Rezeptoren in der 17&bgr;-Hydroxyform, d.h. die 17&bgr;-HSD-Enzyme steuern die biologische Aktivität der Sexualhormone [H. Peltoketo et al., J. Mol. Endocrinol. 23 (1999), 1–11; P. Vihko et al., Mol. Cell. Endocrinol. 171 (2001) 71–76].

Bestimmte extragonadale Gewebe wie Brust- und Prostatagewebe exprimieren reduktive 17-HSD's und wandeln so die im Blut zirkulierenden Vorstufen mit geringerer Aktivität in den Zielgeweben in die aktiveren Formen um [F. Labrie et al., Steroids 62 (1997) 148–158; H. Peltoketo et al., Horm. 55 (1999) 353–398].

Bis heute sind 11 verschiedene 17&bgr;-HSD's bekannt. Sie unterscheiden sich in ihrer Gewebeverteilung, der katalytischen Aktivität, in ihrer Substratspezifität, der subzellulären Lokalisation und durch den Regulationsmechanismus. Für eine große Anzahl der Hydroxysteroiddehydrogenasen konnte deren Beteiligung an der Pathogenese von Erkrankungen des Menschen gezeigt werden, bsplw. für Pseudohermaphroditismus [17&bgr;-HSD 3, W. M. Geissler et al., Nat. Genet. 7 (1994) 34–39], bifunktionales Enzymdefizit [17&bgr;-HSD 4, E. G. van Grunsven et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 95 (1998) 2128–2133], polyzystische Nierenerkrankung [17&bgr;-HSD 8, M. M. Maxwell et al., J. Biol. Chem. 270 (1995) 25213–25219] und die Alzheimer-Erkrankung [17&bgr;-HSD 10, S. D. Yan et al., Nature 389 (1997) 689–695; X. Y. He et al., J. Biol. Chem. 274 (1999) 15014–15019].

Die humanen plazentalen 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenasen Typ 1 und Typ 2 gehören derselben Steroiddehydrogenase-Reduktase-Proteinfamilie (SDR) an. Sie unterscheiden sich voneinander unter anderem durch die Reaktionsrichtung, die von den Enzymen katalysiert wird.

17&bgr;-HSD 1 steuert vor allem die Reduktion von Estron zu Estradiol [T. Puranen et al., Endocrinology 138 (1997) 3532–3539] unter Beteiligung von NADPH als Co-Faktor [J. Z. Jin, S. X. Lin, Biochem. Biophys. Res. Commun. 259 (1999) 489–493].

In kultivierten Zellen unterstützt die HSD 1 teilweise die Reduktion von Androstendion und Androstandion. Es konnte aber eindeutig gezeigt werden, dass phenolische Substrate bevorzugt werden [M. Poutanen et al., Endocrinology 133 (1993) 2639–2644]. Im Vergleich mit 17&bgr;-HSD 1 katalysiert die 17&bgr;-HSD 2 dagegen die entgegengesetzte Reaktion, nämlich die Umwandlung von Estradiol zu Estron und von Androstendion und Dihydrotestosteron zu Androstandion [L. Wu et al., J. Biol. Chem. 268 (1993) 12964–12969] und agiert bevorzugt in Anwesenheit der nicht-phosphorylierten Form des Co-Faktors NAD [F. Labrie et al., Steroids 62 (1997) 148–158].

17&bgr;-HSD 1 und 2 werden in normalem Brustdrüsengewebe exprimiert [G. Söderqvist, J. Clin. Endocrinol. Metab. 83 (1998) 1190–1193; M. Miettinen, Breast Cancer Res, Treat. 57(1999) 175–182].

Im Gegensatz zu normalem Brustgewebe findet man in malignen Brustepithelzellen die reduktive Aktivität (durch 17&bgr;-HSD 1) gegenüber der oxidativen (durch 17&bgr;-HSD 2) erhöht [M. M. Miettinen et al., Biochem. J. 314 (1996) 839–845; V. Speirs, J. Steroid Biochem. Mol. Biol. 67 (1998) 267–274]. Es wurde beobachtet, dass Estradiol in malignen Brustzellen akkumuliert wird, was ebenfalls auf eine Aktivität der 17&bgr;-HSD 1 hinweist [A. Vermeulen et al., Eur. J. Cancer Clin. Oncol. 22 (1986) 515–525]. Außerdem wurde gefunden, dass in Anwesenheit von 17&bgr;-HSD 1 die Verabreichung von Estron in gleicher Weise zu einem Wachstum von Brustkrebszellen führt wie die Verabreichung von Estradiol allein. Im Gegensatz dazu bewirkt die Verabreichung von Estron allein ohne 17&bgr;-HSD 1 diesen Effekt nicht [M. M. Miettinen et al., Int. J. Cancer 68 (1996) 600–604].

Die Dominanz der 17&bgr;-HSD 1 in malignem Gewebe führt zu einem verstärkten Estrogen-abhängigen Wachstum und Fortschritt von Tumoren, während die oxidative 17&bgr;-HSD 2 normale Brustgewebezellen vor einem exzessiven Estradioleffekt schützen [P. Vihko et al. Mol. Cell. Endocrinol. 171 (2000) 71–76].

Im Falle der Endometriose spielt das Gleichgewicht zwischen der 17&bgr;-HSD 1 und 2 eine Rolle. 17&bgr;-HSD 1 wird in eutopischem Gewebe exprimiert, das Hormoninaktivierende Enzym 17&bgr;-HSD 2 fehlt jedoch völlig [S. E. Bulun et al. J. Mol. Endocrinol. 25 (2000) 35–42.

Auch bei Prostatacarcinomen ist 17&bgr;-HSD 2 erniedrigt [J. P. Elo et al., Endocrinol. Metab. 88 (2003) 705–712].

Unter den bisher entwickelten 17&bgr;-HSD 1-Inhibitoren unterscheidet man die irreversiblen von den reversiblen Inhibitoren. Die irreversiblen Inhibitoren enthalten eine reaktive funktionelle Gruppe, welche durch Bildung einer kovalenten Bindung mit einem Aminosäurerest des Enzyms dieses inaktiviert. Bekannte Vertreter der genannten Gruppe sind 16-Methylen-estradiole, Acetylen-substituiertes 16-Seco-estradiol [R. J. Auchus, D. F. Covey, Biochemistry 25 (1983) 7295–7300; J. L. Thomas et al., J. Biol. Chem. 258 (1983) 11500–11504; B. Tobias et al., J. Biol. Chem. 257 (1982) 2783–2786] oder auch 16&agr;-Halogenalkyl-estradiole [K. M. Sam et al., Drug Des. Discov. 15 (1997) 157–180; M. R. Tremblay, D. Poirier, J. Steroid Biochem. Mol. Biol. 66 (1998) 179–191]. Zu den reversiblen Inhibitoren gehören 16,17-Pyrazol- oder 16,17-Isoxazol-estronderivate [F. Sweet et al. Biochem. Biophys. Res. Commun. 180 (1991), 1057–1063], Estradiolderivate mit einer langen 7&agr;-Undecanamid- [C. Labrie et al. Cancer Res. 52 (1992), 610–615; S. J. Santner, R. J. Santen, J. Steroid Biochem. Mol. Biol. 45 (1993) 383–390] oder mit einer 6&bgr;-Thiaheptanamid-Seitenkette [D. Poirier, P. Dionne, S. Auger, J. Steroid Biochem. Mol. Biol. 64 (1998), 83–90].

Ein Spezialfall als 17&bgr;-HSD 1-Hemmer ist das 16-Oxoestron: es zählt bei neutralem pH-Wert 7.2 zu den reversiblen, unter basischen Bedingungen bei pH 8.5 zu den irreversiblen Inhibitoren [H. Inano, B. Tamaoki, Eur. J. Biochem. 129 (1983) 691–695].

Die bisher bekannten sowohl reversiblen als auch die irreversiblen Inhibitoren besitzen nur eine mäßige Aktivität als 17&bgr;-HSD 1 – Hemmer.

Kürzlich wurde durch Modelling-Untersuchungen der erste Hybrid-Inhibitor gefunden [M. Tremblay, D. Poirier et al., FASEB 13 (2002) 1829–1831]. Der Hybrid-Inhibitor, bei dem Estradiol mit Adenosin über eine Spacer aus 8 Methylengruppen an 16-Stellung verknüpft ist, hemmt die 17&bgr;-HSD 1 als bisher bester Inhibitor mit einem IC50-Wert von 52 nM.

Aufgrund der Größe dieses Moleküls dürfte diese Verbindung nur schwer oral bioverfügbar sein. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Molekül mit anderen NAD(P)(H)-abhängigen Enzymen eine Kreuzreaktion eingeht.

Die 17&bgr;-HSD 1 ist vor dem bekannten Stand der Technik ein Target für die lokale Hemmung der Estradiol-Biosynthese. Begleitend zur Behandlung mit Antihormonen, die die Bindung des aktiven Steroids am entsprechenden Rezeptor unterbinden sollen, können 17&bgr;-HSD 1 – Hemmer unterstützend zur Behandlung von Estrogen-abhängigen Erkrankungen eingesetzt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, weitere Verbindungen bereitzustellen, die eine selektive Hemmung der 17&bgr;-HSD 1 bewirken. Diese Verbindungen sollen zur Behandlung Estrogen-abhängiger Erkrankungen sowie hormonabhängiger Tumorerkrankungen geeignet sein, die sich durch Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1 beeinflussen lassen.

Weitere Gegenstände vorliegender Erfindung sind die Herstellung und Verwendung dieser Verbindungen als Arzneimittel zur Behandlung Estrogen-abhängiger Erkrankungen sowie hormonabhängiger Tumorerkrankungen, die sich durch Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1 beeinflussen lassen.

Die Aufgabe wird gemäß vorliegender Erfindung durch die Bereitstellung neuer 2-substituierter D-Homo-Estra-1,3,5(10)-triene der allgemeinen Formel I gelöst

worin

R2 eine gesättigte oder ungesättigte C1-C8-Alkylgruppe, einen Aralkyl- oder einen Alkylarylrest, eine C1-C8-Alkyloxygruppe oder ein Halogenatom,

R13 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe,

R17 ein Wasserstoff- oder ein Fluoratom,

bedeuten, wobei die gestrichelten Linien im B- und D-Ring des Steroidmoleküls zusätzliche Doppelbindungen sein können,

sowie ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze.

Weiterhin umfasst die vorliegende Erfindung die neuen Verbindungen als pharmazeutische Wirkstoffe, deren Herstellung, ihre therapeutische Anwendung und pharmazeutische Darreichungsformen, die die neuen Substanzen enthalten.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) oder deren pharmazeutisch annehmbare Salze können für die Herstellung eines Arzneimittels, insbesondere zur Behandlung estrogen-abhängiger Erkrankungen sowie hormonabhängiger Tumorerkrankungen, die sich durch Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1 beeinflussen lassen, verwendet werden.

Es wurde festgestellt, dass die erfindungsgemäßen niedermolekularen 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-triene stärker als bisher bekannte 17&bgr;-HSD 1-Inhibitoren eine selektive Hemmung der 17&bgr;-HSD 1-Enzymaktivität in vitro bewirken.

Wenn nicht näher definiert, handelt es sich im Sinne der vorliegenden Erfindung bei einem Arylrest, der gegebenenfalls substituiert sein kann, um einen Phenyl-, 1- oder 2-Naphthylrest, wobei der Phenylrest bevorzugt ist. Wenn nicht ausdrücklich erwähnt, schließt Aryl immer auch einen Heteroarylrest mit ein. Beispiele für einen Heteroarylrest sind der 2-, 3- oder 4-Pyridinyl-, der 2- oder 3-Furyl, der 2- oder 3-Thienyl, der 2- oder 3-Pyrrolyl-, der 2-, 4- oder 5-Imidazolyl-, der Pyrazinyl-, der 2-, 4- oder 5-Pyrimidinyl- oder 3- oder 4-Pyridazinylrest.

Als Substituenten für einen Aryl- oder Heteroarylrest seien zum Beispiel ein Methyl-, Ethyl-, Trifluormethyl- Pentafluorethyl-, Trifluormethylthio-, Methoxy-, Ethoxy-, Nitro-, Cyano-, Halogen- (Fluor, Chlor, Brom, Iod), Hydroxy-, Amino-, Mono(C1–8-alkyl)- oder Di(C1–8-alkyl)amino, wobei beide Alkylgruppen identisch oder verschieden sind, Di(aralkyl)amino, wobei beide Aralkylgruppen identisch oder verschieden sind, erwähnt.

Die C1-C8-Alkylgruppen für R2 können gesättigt oder ungesättigt und teilweise oder vollständig substituiert sein. Als Vertreter der gesättigten Alkylreste sind Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, n-, iso-, oder tert.-Butyl, n-, iso- oder neo-Pentylgruppe, Hexyl, Heptyl oder Octyl zu nennen. Methyl-, Ethyl- und Propyl sind bevorzugt.

Als Vertreter für ungesättigte Alkylreste stehen Allyl und Vinyl.

Für den C1-C5-Alkoxyrest R2 kann eine Methoxy-, Ethoxy-, n-Propoxy-, iso-Propoxy-, n-, iso-, oder tert.-Butoxy, n-, iso- oder neo-Pentoxygruppe stehen.

Für ein Halogen kann im Fall von R2 ein Chlor-, Iod- oder Bromatom stehen.

Bevorzugt gemäß vorliegender Erfindung sind Verbindungen der allgemeinen Formel I, in denen R2 C1-C5-Alkoxy, C1-C5-Alkyl oder C2-C3-Alkenyl bzw. Brom oder Chlor und R13 ein Wasserstoffatom sind.

Die nachstehend genannten Verbindungen sowie deren Verwendung sind erfindungsgemäß bevorzugt:

  • 1) 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 1
  • 2) 2-Ethoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 3) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 2
  • 4) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 3
  • 5) 2-Iodo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 4
  • 6) 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5a
  • 7) 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5b
  • 8) 2-Bromo-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 9) 2-Bromo-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 10) 2-(2-Phenylethyl)-17a-oxo-l7a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 6
  • 11) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 7
  • 12) 2-Allyl-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 13) 2-Allyl-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 14) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol
  • 15) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol 8
  • 16) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol
  • 17) 2-Propyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 18) 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 19) 2-Ethoxy-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 20) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 21) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 22) 2-Iodo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 23) 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 24) 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 25) 2-Bromo-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 26) 2-Bromo-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 27) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 28) 2-Allyl-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 29) 2-Allyl-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  • 30) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol
  • 31) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol
  • 32) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol
  • 33) 2-Propyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

Pharmakologische Daten Hemmung der Aktivität der humanen 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase Typ 1

Das Testverfahren ist in der Literatur gut beschrieben [Adamski J, Sierralta WD, Jungblut PW, Acta Endocrinol (Copenh.) 121(2) (1989), 161-7] und wird im Folgenden dargestellt.

Humane 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenasen (17&bgr;-HSDs) werden in E. coli Bakterien als His-Tag-Proteine oder als GST-Fusionsproteine überexprimiert. Die Suspensionen der Bakterienpellets in isotoner Kochsalzlösung werden für die Ermittlung der Enzymaktivitäten der 17&bgr;-HSDs bzw. zur Untersuchung deren Beeinflussung durch potentielle Inhibitoren (Estrogenderivate) eingesetzt.

Die Messungen erfolgen in Doppelbestimmung und bei Bedarf bei verschiedenen Konzentrationen an potentiellen Inhibitoren (z.B. bei Bestimmung der IC50-Werte). Neben dem Zielenzym 17&bgr;-HSD1 werden andere Steroid-metabolisierende Enzyme in den Test einbezogen, um Kreuzreaktivitäten der Estrogenderivate zu untersuchen.

Zu einem definierten Volumen 100 mM Natriumphosphat-Puffer werden 3H-markiertes Substrat, Bakteriensuspension, DMSO (im Kontrollansatz; final 1 %) oder die potentiellen Inhibitoren (Estronderivate in DMSO) sowie geeigneter Cofaktor (NADP(H) oder NAD(H); 5 mg/ml in H2O) gegeben. Die Inkubation der Proben erfolgt bei 37°C im Wasserbad unter Schütteln, so dass in der Kontrolle (ohne zu testende Substanzen) ein Umsatz von etwa 30% erreicht wird.

Die Trennung von radioaktiv markiertem Substrat und Produkt erfolgt anschließend, nach Extraktion über 1 ml reversed phase-(RP-18)-Kartuschen, mittels HPLC auf einer RP18-Säule mit Acetonitril:Wasser 1:1 (v/v) als mobiler Phase. Die Radioaktivität wird mit Hilfe eines Durchfluss-Szintillationszählers detektiert.

Die Auswertung des Substratumsatzes mit und ohne zu testende Substanzen wird durch die Integration der Substrat- und Produkt-Peaks durchgeführt. Der Umsatz der Kontrolle wird auf 100% Umsatz normalisiert.

Tab. 1 Hemmung der humanen 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase
Dosierung

Im allgemeinen sind zufriedenstellende Resultate bei der Behandlung estrogenabhängiger Erkrankungen sowie hormonabhängiger Tumorerkrankungen zu erwarten, wenn die täglichen Dosen einen Bereich von 5 &mgr;g bis 50 mg der erfindungsgemäßen Verbindung pro kg Körpergewicht umfassen. Bei größeren Säugetieren, beispielsweise dem Menschen, liegt eine empfohlene tägliche Dosis im Bereich von 10 &mgr;g bis 30 mg pro kg Körpergewicht.

Geeignete Dosierungen für die erfindungsgemäßen Verbindungen betragen von 0,005 bis 50 mg pro Tag pro kg Körpergewicht, je nach Alter und Konstitution des Patienten, wobei die notwendige Tagesdosis durch Einmal- oder Mehrfachabgabe appliziert werden kann.

Die Formulierung der pharmazeutischen Präparate auf Basis der neuen Verbindungen erfolgt in an sich bekannter Weise, indem man den Wirkstoff mit den in der Galenik gebräuchlichen Trägersubstanzen, Füllstoffen, Zerfallsbeeinflussern, Bindemitteln, Feuchthaltemitteln, Gleitmitteln, Absorptionsmitteln, Verdünnungsmitteln, Geschmackskorrigentien, Färbemitteln usw. verarbeitet und in die gewünschte Applikationsform überführt. Dabei ist auf Remington's Pharmaceutical Science, 15th ed. Mack Publishing Company, East Pennsylvania (1980) hinzuweisen.

Für die orale Applikation kommen insbesondere Tabletten, Dragees, Kapseln, Pillen, Pulver, Granulate, Pastillen, Suspensionen, Emulsionen oder Lösungen in Frage.

Für die parenterale Applikation sind Injektion- und Infusionszubereitungen möglich.

Für die intraartikuläre Injektion können entsprechend zubereitete Kristallsuspensionen verwendet werden.

Für die intramuskuläre Injektion können wässrige und ölige Injektionslösungen oder Suspensionen und entsprechende Depotpräparationen Verwendung finden.

Für die rektale Applikation können die neuen Verbindungen in Form von Suppositorien, Kapseln, Lösungen (z.B. in Form von Klysmen) und Salben sowohl zur systemischen als auch zur lokalen Therapie verwendet werden.

Zur pulmonalen Applikation der neuen Verbindungen können diese in Form von Aerosolen und Inhalaten verwendet werden.

Für die topische Auftragung sind Formulierungen in Gelen, Salben, Fettsalben, Cremes, Pasten, Puder, Milch und Tinkturen möglich. Die Dosierung der Verbindungen der allgemeinen Formel I sollte in diesen Zubereitungen 0,01 % – 20% betragen, um eine ausreichende pharmakologische Wirkung zu erzielen.

Die vorliegende Erfindung umfasst die Verbindungen der allgemeinen Formel I sowie deren Verwendung zur Herstellung eines Arzneimittels, insbesondere zur Behandlung von estrogenabhängigen Erkrankungen, die sich durch die Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase positiv beeinflussen lassen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I werden bevorzugt zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von hormonabhängigen Tumorerkrankungen der männlichen und weiblichen Keimdrüsen, männlichen und weiblichen Sexualorgane einschließlich der Brustdrüsen, insbesondere von Prostatakarzinomen oder Mammakarzinomen verwendet.

Weiterhin sind die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung der Endometriose bevorzugt.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung pharmazeutische Zusammensetzungen, die mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung, gegebenenfalls in Form eines pharmazeutisch/pharmakologisch verträglichen Salzes, ohne oder zusammen mit pharmazeutisch verträglichen Hilfs- und/oder Trägerstoffen enthalten.

Diese pharmazeutischen Zusammensetzungen und Arzneimittel können zur oralen, rektalen, vaginalen, subkutanen, perkutanen, intravenösen oder intramuskulären Applikation vorgesehen sein. Sie enthalten neben üblichen Träger- und/oder Verdünnungsmitteln mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung.

Die Arzneimittel der Erfindung werden mit den üblichen festen oder flüssigen Trägerstoffen oder Verdünnungsmitteln und den üblicherweise verwendeten pharmazeutischtechnischen Hilfsstoffen entsprechend der gewünschten Applikationsart mit einer geeigneten Dosierung in bekannter Weise hergestellt. Die bevorzugten Zubereitungen bestehen in einer Darreichungsform, die zur oralen Applikation geeignet ist. Solche Darreichungsformen sind beispielsweise Tabletten, Filmtabletten, Dragees, Kapseln, Pillen, Pulver, Lösungen oder Suspensionen oder auch Depotformen.

Die pharmazeutischen Zusammensetzungen, die mindestens eine der erfindungsgemäßen Verbindungen enthalten, werden bevorzugt oral appliziert.

Es kommen auch parenterale Zubereitungen wie Injektionslösungen in Betracht. Weiterhin seien als Zubereitungen beispielsweise auch Suppositorien und Mittel zur vaginalen Anwendung genannt.

Entsprechende Tabletten können beispielsweise durch Mischen des Wirkstoffs mit bekannten Hilfsstoffen, beispielsweise inerten Verdünnungsmitteln wie Dextrose, Zucker, Sorbit, Mannit, Polyvinylpyrrolidon, Sprengmitteln wie Maisstärke oder Alginsäure, Bindemitteln wie Stärke oder Gelatine, Gleitmitteln wie Magnesiumstearat oder Talk und/oder Mitteln zur Erzielung eines Depoteffektes wie Carboxylpolymethylen, Carboxylmethylcellulose, Celluloseacetatphthalat oder Polyvinylactat, erhalten werden. Die Tabletten können auch aus mehreren Schichten bestehen.

Entsprechend können Dragees durch Überziehen von analog den Tabletten hergestellten Kernen mit üblicherweise in Drageeüberzügen verwendeten Mitteln, beispielsweise Polyvinylpyrrolidon oder Schellack, Gummiarabicum, Talk, Titanoxid oder Zucker, hergestellt werden. Dabei kann auch die Drageehülle aus mehreren Schichten bestehen, wobei die oben bei den Tabletten erwähnten Hilfsstoffe verwendet werden können.

Lösungen oder Suspensionen der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I können zusätzlich geschmacksverbessernde Mittel wie Saccharin, Cyclamat oder Zucker sowie z. B. Aromastoffe wie Vanillin oder Orangenextrakt enthalten. Sie können außerdem Suspendierhilfsstoffe wie Natriumcarboxymethylcellulose oder Konservierungsstoffe wie p-Hydroxybenzoate enthalten.

Die Verbindungen der allgemeinen Formel I enthaltenden Kapseln können beispielsweise hergestellt werden, indem man die Verbindungen) der allgemeinen Formel I mit einem inerten Träger wie Milchzucker oder Sorbit mischt und in Gelatinekapseln einkapselt.

Geeignete Suppositorien lassen sich beispielsweise durch Vermischen mit dafür vorgesehenen Trägermitteln wie Neutralfetten oder Polyethylenglykol bzw. deren Derivaten herstellen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können zur Prophylaxe und zur Therapie von Mamma- oder Prostatakarzinomen bzw. Endometriose mit einem oder mehreren der folgenden Wirkstoffe kombiniert verabreicht werden:

  • 1) Antiandrogene wie Cyproteronacetat, Flutamid, Casodex etc.
  • 2) Gonadrotropinhormon (GnRH) Agonisten wie Synarel, Lupron, Busrelin
  • 3) Aromatasehemmer wie Anastrozol, Formestan, Letrozol, Exemestan
  • 4) 5&agr;-Reduktase Hemmer wie Finasterid
  • 5) Zytostatika wie Vinblastin, Daunorubicin
  • 6) VEGF-Kinase-Inhibitoren
  • 7) Antigestagene wie Onapristone, Mifepristone
  • 8) Antiestrogene wie Tamoxifen
  • 9) Antisense Oligonukleotide
  • 10 EGF-Antikörper

Darüber hinaus können die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I zur Therapie und Prophylaxe weiterer oben nicht genannter Krankheitszustände eingesetzt werden.

Die nachfolgenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes, ohne ihn auf diese beschränken zu wollen.

Ausgehend von den 17-Keto-Derivaten können 17-Oxirane (M. Hübner, I. Noack, J. prakt. Chem. 1972, 314, 667), und daraus die entsprechenden 17a-Homo-Derivate (M. Hübner, K. Ponsold, Z. Chem. 1982, 22, 186) hergestellt werden. Die genannten Reaktionschritte können vor oder nach Funktionalisierung der 2-Position durchgeführt werden.

Die Einführung von Halogenen in die 2-Position erfolgt mittels ortho-Thallierung wie in der Literatur für 17-Keto-Derivate beschrieben (P.C. Bulman Page et al., Tetrahedron 1990, 46, 2059).

Die Funktionalisierung des C-Atoms 2 eines Estea-1,3,5(10)-trien-17-on-derivates erfolgt vorzugsweise durch Friedel-Crafts-Acylierung wie in der Literatur beschrieben (T. Nambara et al., Chem. Pharm. Bull. 1979, 18, 474). Nach Wechsel der Schutzgruppe in Position 3 wird durch Baeyer-Villiger-Oxidation ein 2-Carboxy-estra-1,3,5(10)-trien-17-on generiert (M.B. Smith, J. March, March's Advanced Organic Chemistry, 5. Edition, Wiley Sons 2001, 1417–1418). Der Ester wird verseift und mit dem entsprechenden Alkylhalogenid unter basischen Bedingungen in einen 2-Alkylether überführt. Die Spaltung der Schutzgruppe in Position 3 erfolgt wie in der Literatur beschrieben (T.W. Greene, P.G.M. Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, Wiley & Sons, 1999, 249–275). Dieses Verfahren oder andere (P.N. Rao, J.W. Cessac, Steroids 2002, 67, 1065) sind entsprechend auf die 17a-Homo-Derivate anwendbar.

Aus den 2-Acylderivaten können durch Reduktion mit Natriumborhydrid, Hydrierung und anschließender Oppenauer-Oxidation (C. Djerassi, Org. React. 1951, 6, 207) die entsprechenden 2-Alkylderivate hergestellt werden.

Die Einführung der 2-Allylgruppe kann über eine Claisen-Umlagerung wie in der Literatur beschrieben (L. Troisi et al., Tetrahedron Lett. 1999, 40, 1771) erfolgen. Nachfolgend kann analog der von T. Buskas et al. (J. Org. Chem. 2000, 65, 958) beschriebenen Methoden weiter funktionalisiert werden.

Längere, auch ungesättigte oder funktionalisierte Alkylreste in 2-Position können über die Sonogashira-Kupplung geeigneter, evtl. entsprechend geschützter Alkine und nachfolgender (partieller) Hydrierung erhalten werden.

Die 17-Fluorierung des 17a-Ketons kann wie von A.C. Stalford et al. (Steroids 1997, 62, 750) oder auch S. Stavber et al. (Synthesis 2002, 2609) beschrieben durchgeführt werden.

Die Synthese von 16,17-Dehydroderivaten kann ebenfalls analog bekannter Verfahren (siehe z.B. P.N. Rao et al., Steroids 2002, 67, 1079) durchgeführt werden.

Herstellungsverfahren Beispiel 1 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 1

3.61 g 17&agr;-Azidomethyl-3,17&bgr;-dihydroxy-2-methoxy-estra-1,3,5(10)-trien und 7.5 g Natriumiodid wurden in 250 mL Acetonitril suspendiert und bei Raumtemperatur langsam mit 15 mL Trimethylsilylchlorid versetzt. Nach 4h wurden weitere 4 mL Trimethylsilylchlorid zugegeben und nach weiteren 2.5h wurde mit ges. Natriumthiosulfatlsg. und Wasser versetzt und mit Dichlormethan extrahiert (3x). Die vereinigten organischen Phasen wurden mit wässr. Natriumbicarbonatlsg. gewaschen, getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Flashchromatographie (Cyclohexan/Essigester = 10:1 → 7:1 → 5:1) lieferte 2.12 g (67%) 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 1 als farblose Kristalle.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.13 (s, 3H; 18-CH3), 2.62–2.71 (m, 1H; 17-H), 2.77 (dd, 2H; 6-CH2), 3.86 (s, 3H; 2-OCH3), 5.48 (s, 1H; 3-OH), 6.63, 6.78 (2 s, 2H; 1-H, 4-H).

Beispiel 2 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 2

307 mg (851 &mgr;mol) 3-Acetoxy-2-chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien wurden in 24 mL Dichlormethan/Methanol (2:1) gelöst und mit 45 mg Natriummethanolat versetzt. Nach 1.5h wurde mit Amberlite IR120 (H+) neutralisiert, gefiltert und am Rotationsverdampfer eingeengt. Flashchromatographie (Toluol/Essigester = 25:1) lieferte 173 mg (64%) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 2 als farblose Kristalle.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (s, 3H; 18-CH3), 2.62–2.82 (m, 2H; 17-H, 6-CH2), 5.39 (s, 1H; 3-OH), 6.72, 7.21 (2 s, 2H; 1-H, 4-H).

Beispiel 3 2-Bromo-l7a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 3

3 wurde analog der für die 17-Ketoderivate beschriebenen Methode von P.C. Bulman Page et al., Tetrahedron 1990, 46, 2059 hergestellt.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (s, 3H; 18-CH3), 2.62–2.82 (m, 2H; 17-H, 6-CH2), 5.41 (s, 1H; 3-OH), 6.73, 7.34 (2 s, 2H; 1-H, 4-H).

Beispiel 4 2-Iodo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 4

4 wurde analog der für die 17-Ketoderivate beschriebenen Methode von P.C. Bulman Page et al., Tetrahedron 1990, 46, 2059 hergestellt.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (s, 3H; 18-CH3), 2.62–2.71 (ddd, J = 6.8, 14.1, 14.1 Hz, 1H; 17-H), 2.77–2.81 (m, 2H; 6-CH2), 5.29 (s, 1H; 3-OH), 6.71, 7.52 (2 s, 2H; 1-H, 4-H).

Beispiel 5 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5a und 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-l7a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5b

60 mg (188 &mgr;mol) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 2 wurden mit etwa 190 mg 1-Fluor-4-hydroxy-1,4-diazonia-bicyclo[2,2,2]-octan bis(tetrafluoroborat) auf Aluminiumoxid in 10 mL Methanol für 5h am Rückfluß erhitzt, auf Raumtemperatur abgekühlt, mit 1N Salzsäure versetzt und mit Dichlormethan extrahiert. Die organischen Phasen werden getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Reinigung mittels HPLC (Chiracel OJ-N, n-Heptan/2-Propanol = 6:4) lieferte je etwa 10 mg 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5a und 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5b als farblose Feststoffe.

5a: 1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.13 (s, 3H; 18-CH3), 5.32 (ddd, JHF = 48.8, JHH = 7.4, 12.5 Hz, 1H; 17&bgr;-H), 6.72, 7.21 (2 s, 2H; 1-H, 4-H) – 19F-NMR (CDCl3): &dgr; = – 192.20 (dd, J = 48.9, 12.8 Hz).

5b: 1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.21 (d, J = 3.1 Hz, 3H; 18-CH3), 4.86 (ddd, JHF = 49.2, JHH = 3.9, 6.6 Hz, 1H; 17&agr;-H), 6.73, 7.20 (2 s, 2H; 1-H, 4-H) – 19F-NMR (CDCl3): &dgr; = – 183.02 – – 183.28 (m).

Beispiel 6 2-(2-Phenylethyl)-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 6

56 mg (123 &mgr;mol) 3-Acetoxy-2-iodo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien wurden in 8 mL Triethylamin/THF (3:1) gelöst, mit 3 mg Palladium-II-acetat, 5 mg Kupfer-I-iodid, 6.5 mg Triphenylphosphin und 26 &mgr;L Phenylacetylen versetzt und 45 min bei Raumtemperatur unter Argon gerührt. Anschließend wurde mit Essigester verdünnt, mit 1N Salzsäure, ges. Natriumhydrogencarbonatlösung und Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet, am Rotationsverdampfer eingeengt und flashchromatographisch gereinigt (Cyclohexan/Essigester 10:1 → 5:1). Man erhielt 42 mg (80%) 3-Acetoxy-2-(2-phenylethinyl)-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien als braunschwarze Kristalle.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (s, 3H; 18-CH3), 2.35 (s, 3H, COCH3), 6.82, 7.50 (2s, 2H; 1-H, 4-H), 7.31-7.48 (m, 5H; Ph) – 13C-NMR (CDCl3): &dgr; = 16.79, 20.84, 22.87, 25.59, 25.80, 26.22, 29.75, 32.33, 37.08, 38.14, 42.89, 48.17, 50.17, 84.58, 92.92, 114.101, 121,64, 122.91, 128.12, 129.82, 131.24, 137.92, 138.52, 148.90, 168.97, 215.83.

27 mg (63&mgr;mol) 3-Acetoxy-2-(2-phenylethinyl)-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien wurde in 10 mL Essigester/THF (9:1) gelöst, mit 3 Tropfen Essigsäure und 55 mg Palladium auf Aktivkohle (10%ig) versetzt und 3h hydriert. Anschließend wurde der Katalysator abfiltriert, am Rotationsverdampfer eingeengt und mehrmals mit Toluol coevaporiert. Der Rückstand wurde in 6 mL Dichlormethan gelöst, mit 20 mL Methanol und 100 mg Natriummethanolat versetzt und 2h gerührt. Danach wurde mit Amberlite IR120 (H+) neutralisiert, gefiltert und am Rotationsverdampfer eingeengt. Flashchromatographie (Cyclohexan/Essigester = 5:1) lieferte 16 mg (65%) 2-(2-Phenylethyl)-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 6 als farblose Nadeln.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.13 (s, 3H; 18-CH3), 2.85–2.89 (m, 4H, PhCH2), 4.46 (s, 1H; OH), 6.48, 7.02 (2 s, 2H; 1-H, 4-H), 7.19–7.30 (m, 5H; Ph).

Beispiel 7 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 7

315 mg (1.11 mmol) 17a-Oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol wurden in 5 mL abolutem DMF gelöst, mit 1.8 g Cäsiumcarbonat und 1 mL Allylbromid versetzt und für 3h auf 60°C erhitzt. Anschließend wird mit Essigester versetzt und mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen. Die organische Phase wurde abgetrennt, getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Flashchromatographie (Cyclohexan/Essigester = 40:1 → 20:1 → 10:1) lieferte 322 mg (89%) 3-Allyloxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien als farblose Kristalle.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (d, 3H; 18-CH3), 2.62–2.71 (m, 1H; 17-H), 2.83–2.86 (m, 2H; 6-H), 4.50 (d, J = 5.0 Hz, 2H; OCH2), 5.26 (dd, J = 1.2, 10.5 Hz, 1H, = CHH), 5.37 (dd, J = 1.2, 17.2 Hz, 1H; = CHH), 5.99–6.07 (m, 1H; CH=CH2), 6.63 (d, J = 2.3 Hz, 1H; 4-H), 6.72 (dd, J = 2.3, 8.2 Hz, 1H; 2-H), 7.20 (d, J = 8.6 Hz, 1H; 1-H).

315 mg (971 &mgr;mol) 3-Allyloxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien wurden in 25 mL Diethylanilin unter Argon gelöst und für 8h am Rückfluß erhitzt. Anschließend wurde mit Essigester versetzt und mit N Salzsäure und Kochsalzlösung gewaschen. Die organische Phase wurde abgetrennt, getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Flashchromatographie (Cyclohexan/Essigester = 9:1) lieferte 312 mg (99%) einer Mischung der beiden Regioisomeren als farblosen Schaum. Aufrennung mittels HPLC (Chirapak AD-H, n-Heptan/2-Propanol = 8:2) lieferte 108 mg 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 7 als farblose Kristalle.

1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.12 (d, 3H; 18-CH3), 2.62–2.71 (m, 1H; 17-H), 2.78–2.82 (m, 2H; 6-H), 3.37 (d, J = 6.3 Hz, 2H; OCH2CH=), 4.89 (s, 1H; OH), 5.12–5.18 (m, 2H, =CH2), 5.94–6.05 (m, 1H; CH=CH2), 6.54, 7.02 (2 s, 2H; 1-H, 4-H).

Beispiel 8 2-Bromo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol 8
  • 1H-NMR (CDCl3): &dgr; = 1.05 (d, 3H; 18-CH3), 2.62–2.71 (m, 1H; 17-H), 5.95 (dd, J = 2.5, 10.0 Hz, 1H; =CH), 6.87–6.91 (m, 1H, =CH), 6.74, 7.36 (2 s, 2H; 1-H, 4-H) – 13C-NMR (CDCl3): &dgr; = 15.63, 25.64, 25.85, 27.13, 29.28, 32.08, 38.81, 42.34, 44.45, 45.32, 107.42, 115.37, 127.56, 128.61, 133.76, 137.46, 147.25, 149.79, 205.04.

Anspruch[de]
  1. 2-substituierte D-Homo-Estratriene der allgemeinen Formel I,
    worin

    R2 eine C1-C8-Alkylgruppe, einen Aralkyl- oder einen Alkylarylrest, eine C1-C8-Alkyloxygruppe oder ein Halogenatom,

    R13 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe,

    R17 ein Wasserstoff- oder ein Fluoratom,

    bedeuten, wobei die gestrichelten Linien im B- und D-Ring des Steroidmoleküls zusätzliche Doppelbindungen sein können sowie ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze.
  2. 2-substituierte D-Homo-Estra-1,3,5(10)-triene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R2 ein C1-C5-Alkoxy, C1-C5-Alkyl oder C2-C3-Alkenyl bzw. Brom oder Chlor ist.
  3. 2-substituierte D-Homo-Estra-1,3,5(10)-triene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R2 ein Methoxy- oder Ethoxy-, ein Methyl-, Ethyl- oder Propyl- sowie ein Allylrest ist.
  4. 2-substituierte D-Homo-Estra-1,3,5(10)-triene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R13 ein Wasserstoffatom ist.
  5. 2-substituierte D-Homoestra-1,3,5(10)-triene nach Anspruch 1, nämlich

    1) 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 1

    2) 2-Ethoxy-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    3) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 2

    4) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 3

    5) 2-Iodo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 4

    6) 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5a

    7) 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 5b

    8) 2-Bromo-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    9) 2-Bromo-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    10) 2-(2-Phenylethyl)-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 6

    11) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol 7

    12) 2-Allyl-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    13) 2-Allyl-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    14) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol

    15) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol 8

    16) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol

    17) 2-Propyl-17a-oxo-17a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    18) 2-Methoxy-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    19) 2-Ethoxy-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    20) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    21) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    22) 2-Iodo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    23) 2-Chloro-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    24) 2-Chloro-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    25) 2-Bromo-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    26) 2-Bromo-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-l7a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    27) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    28) 2-Allyl-17&agr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    29) 2-Allyl-17&bgr;-Fluoro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol

    30) 2-Chloro-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol

    31) 2-Bromo-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol

    32) 2-Allyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10),16-tetraen-3-ol

    33) 2-Propyl-17a-oxo-17a-homo-18a-homoestra-1,3,5(10)-trien-3-ol
  6. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Herstellung eines Arzneimittels.
  7. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 6 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und Therapie von estrogenabhängigen Erkrankungen, die sich durch die Hemmung der 17&bgr;-Hydroxysteroiddehydrogenase positiv beeinflussen lassen.
  8. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 6 oder 7, wobei zumindest ein weiterer Wirkstoff in Kombination zur Herstellung eines Arzneimittels verwendet wird.
  9. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 8, wobei der weitere Wirkstoff ein Antiandrogen, Antigestagen, Aromatasehemmer oder ein Antiestrogen ist.
  10. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach einem der Ansprüche 6 bis 9 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und Therapie von hormonabhängigen Tumorerkrankungen der männlichen und weiblichen Keimdrüsen, männlichen und weiblichen Sexualorgane einschließlich der Brustdrüsen.
  11. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 10 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und Therapie des Mammakarzinoms.
  12. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 10 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und Therapie des Prostatakarzinoms.
  13. Verwendung von 2-substituierten D-Homoestra-1,3,5(10)-trienen nach Anspruch 10 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung der Endometriose.
  14. Pharmazeutische Zusammensetzungen enthaltend mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und ggf. zumindest einem weiteren Wirkstoff zusammen mit pharmazeutisch verträglichen Hilfs- und/oder Trägerstoffen, wobei der weitere Wirkstoff ein Antiandrogen, Antigestagen, Aromatasehemmer oder ein Antiestrogen ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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