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Dokumentenidentifikation DE102004033204A1 26.01.2006
Titel Vorrichtung zur Aufhängung von Dekorationsartikeln
Anmelder Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH RuT, 09569 Gahlenz, DE
Erfinder Hillig, Heiko, Dipl.-Des., 09518 Großrückerswalde, DE
Vertreter Patentanwälte Findeisen & Neumann, 09112 Chemnitz
DE-Anmeldedatum 09.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004033204
Offenlegungstag 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse A47G 35/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F16G 11/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufhängung von Dekorationsartikeln, insbesondere zur Abstützung an einer Zimmerdecke, wobei zwischen dem Dekorationsartikel und einem Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Zimmerdecke ein Verbindungselement angeordnet ist. Es wird die Aufgabe gelöst, eine solche Vorrichtung zu schaffen, die eine Veränderung des vertikalen Abstands zwischen dem Dekorationsartikel und der Zimmerdecke mit geringem Handhabungsaufwand ermöglicht. Dies wird erreicht, indem die Vorrichtung einen Grundkörper (2) aufweist, in dem eine Ausnehmung (3) sowie drei von dieser abzweigende Bohrungen (4; 5; 6) ausgestaltet sind, die jeweils mit Fäden (7; 8) in Wirkverbindung stehen, an denen der abzustützende Dekorationsartikel (1) befestigt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufhängung von Dekorationsartikeln, insbesondere zur Abstützung an einer Zimmerdecke, wobei zwischen dem Dekorationsartikel und einem Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Zimmerdecke ein Verbindungselement angeordnet ist.

Allgemein bekannt und beliebt ist die Ausschmückung von Wohn- und Geschäftsräumen mit Dekorationsartikeln, die einen Bezug zu einer ausgewählten geographischen Region vermitteln. Ein typisches Beispiel hierfür sind kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus dem Erzgebirge, die insbesondere Artikel für Weihnachten (Pyramiden, Schwibbögen, Engelfiguren, Nußknacker, Räuchermänner usw.) und Ostern (z.B. Hasenfiguren) umfassen. Neben solchen ereignisbezogenen Erzeugnissen sind auch erzgebirgische Dekorationsartikel ohne jahreszeitlichen Bezug bekannt (z.B. Blumen- oder Laternenkinder) sowie Dekorationsartikel, die durch eine Kombination von einheitlichen Grundelementen mit unterschiedlichem Zubehör für verschiedene Ereignisse oder ereignisneutral ausgestaltet werden können.

Unabhängig vom jeweils konkreten Motiv sind Ausgestaltungen beliebt, die an einer Zimmerdecke aufgehangen werden und dem Betrachter ein Gefühl des Schwebens vermitteln, beispielsweise Engel in der Weihnachtszeit oder Blumenkinder im gesamten Jahr. Derartige Dekorationsartikel können verschiedenartig an der Zimmerdecke abgestützt werden. Überwiegend werden hierbei mehr oder weniger flexible Fäden, Schnüre, Seile, Ketten und Ringe oder auch starre Stäbe und Leisten verwendet, die in einem Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Decke eingehangen werden. Mit solchen Mitteln kann grundsätzlich eine dauerhafte Abstützung an der Zimmerdecke gewährleistet werden. Allerdings ist die erstmalige Höheneinstellung oftmals mühsam. Weiterhin sind später beabsichtigte Veränderungen der fixierten Höhe nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren.

Obwohl dieser Mangel bei flüchtiger Betrachtung zunächst akzeptabel erscheint, gibt es zahlreiche Situationen, in denen eine schnelle und unkomplizierte Höhenverstellung wünschenswert ist. Dies ist zutreffend, wenn anstelle einer ganzjährig verwendeten Dekorationsfigur zumindest während der Weihnachtszeit eine andere Figur aufgehangen werden soll. Ebenso trifft dies zu, wenn eine tief hängende Dekorationsfigur zumindest für einige Stunden etwas höher gehangen werden soll, um mehr Bewegungsraum während der Anwesenheit von Besuchern zu schaffen. Ferner kann dies auch ausschließlich ästhetisch begründet sein, wenn eine Dekorationsfigur abhängig von dem sich jahreszeitlich ändernden Lichteinfall in unterschiedlichen Höhen aufgehangen wird. Für derartige Veränderungen sind die bekannten technischen Lösungen mittels faden- bzw. stabähnlichen Mitteln nicht oder nur bedingt geeignet. Eine andere und unproblematisch zu handhabende Höhenverstellung für Dekorationsartikel ist jedoch nicht als Stand der Technik verfügbar.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Aufhängung von Dekorationsartikeln an einer Zimmerdecke zu schaffen, die eine Veränderung des vertikalen Abstands zwischen dem Dekorationsartikel und der Zimmerdecke mit geringem Handhabungsaufwand ermöglicht. Dies soll insbesondere erreicht werden, indem einem fadenähnlichen Verbindungsmittel eine zusätzliche Baugruppe zugeordnet wird, mit der stufenlos eine Lagefixierung in unterschiedlichen Höhen realisiert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, deren technische Merkmale und Funktionen im Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.

Mit der erfindungsgemäßen Konstruktion ist eine Veränderung des vertikalen Abstands zwischen einem Dekorationsartikel und der Zimmerdecke mit geringem Handhabungsaufwand möglich, wobei eine stufenlose Lagefixierung in unterschiedlichen Höhen realisiert werden kann. Folglich wird eine schnelle und einfache Höhenverstellung erreicht. Dies ist beispielsweise nützlich, sofern eine ganzjährig verwendete Dekorationsfigur während der Weihnachtszeit durch eine andere Figur ersetzt werden soll oder wenn eine tief hängende Dekorationsfigur vorübergehend etwas höher gehangen werden soll, um kurzzeitig mehr Bewegungsraum zu schaffen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in perspektivischer Ansicht

2 einen Dekorationsartikel, der mit einer Vorrichtung gemäß 1 höhenverstellbar aufgehangen werden kann

In der Zeichnung ist eine Vorrichtung dargestellt, die zur Aufhängung verschiedenartiger Dekorationsartikel 1 geeignet ist. Eine bevorzugte Anwendung ist hierbei die Abstützung von Dekorationsartikeln 1 nach Art des Erzgebirgischen Kunsthandwerks, beispielsweise eines Räuchermanns gemäß 2 an einer Zimmerdecke. Unabhängig von der Art des abzustützenden Dekorationsartikels 1 ist zwischen diesem und einem – nicht näher dargestellten – Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Zimmerdecke ein Verbindungselement angeordnet.

Die Vorrichtung besteht aus einem Grundkörper 2, der unterschiedliche Konturen aufweisen kann. Hierfür kann eine Gestaltung gewählt werden, die einen thematischen Bezug zum jeweils zugeordneten Dekorationsartikel 1 aufweist. Ebenso können einfache geometrische Figuren gewählt werden. So kann der Grundkörper 2 beispielsweise eine quaderförmige Kontur gemäß 1 aufweisen.

Im Grundkörper 2 ist eine Ausnehmung 3 ausgestaltet. Diese Ausnehmung 3 kann unterschiedlich ausgestaltet werden, zum Beispiel als muldenförmige Vertiefung oder als Sacklochbohrung. In 1 ist diese Ausnehmung 3 beispielsweise als durchgehende Bohrung ausgestaltet. Unabhängig von der jeweils konkreten Ausgestaltung verläuft die Achse der Ausnehmung 3 in Funktionslage annähernd parallel zur Ebene der Zimmerdecke.

Von der Ausnehmung 3 zweigen eine erste Bohrung 4 und eine zweite Bohrung 5 ab. Die Achsen dieser beiden Bohrungen 4 und 5 verlaufen schräg nach unten und außen. In einer bevorzugten Ausführung wird von der ersten Bohrung 4 und der zweiten Bohrung 5 ein Winkel "&agr;" von annähernd 60° eingeschlossen. Von der Ausnehmung 3 zweigt ferner eine dritte Bohrung 6 ab. Die Achse der dritten Bohrung 6 verläuft – ebenso wie die Achse der Ausnehmung 3 – annähernd parallel zur Ebene der Zimmerdecke, jedoch rechtwinklig zur Achse der Ausnehmung 3.

Der Grundkörper 1 steht über seine Ausnehmung 3 und die von dieser abzweigenden Bohrungen 4, 5 und 6 mit mindestens zwei Fäden 7 und 8 in Wirkverbindung. Die Fäden 7 und 8 sind an einem Ende mit dem abzustützenden Dekorationsartikel 1 verbunden. Ausgehend vom Dekorationsartikel 1 wird jeweils ein Faden 7 bzw. 8 zunächst separat durch die erste Bohrung 4 und durch die zweite Bohrung 5 zur Ausnehmung 3 geführt. Hier werden die beiden Fäden 7 und 8 nunmehr gemeinsam durch die Ausnehmung 3 und von dieser ausgehend durch die dritte Bohrung 6 aus dem Grundkörper 1 geführt. Außerhalb vom Grundkörper 2 werden die Fäden 7 und 8 schließlich auf der Oberfläche des Grundkörpers 2 befestigt.

Bei Anwendung der beschriebenen Vorrichtung werden die Fäden 7 und 8 zunächst mit einem Dekorationsartikel 1 verbunden, gemäß 2 beispielsweise mit einem Räuchermann nach Art des Erzgebirgischen Kunsthandwerks. Hierbei ist es zur Verbesserung der Lagestabilität des Dekorationsartikels 1 grundsätzlich möglich, weitere Fäden vorzusehen. Die Fäden 7 und 8 (bzw. weitere Fäden) werden im Bereich zwischen ihrem Austritt aus der dritten Bohrung 6 und ihrer Befestigung auf der Oberfläche des Grundkörpers 2 an einem Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Zimmerdecke aufgehangen. Anschließend werden die Fäden 7 und 8 in Abhängigkeit der gewünschten Höhe mehr oder weniger weit aus der dritten Bohrung 6 des Grundkörpers 2 heraus gezogen. Somit verändert sich die verfügbare Fadenlänge im Bereich zwischen dem Austritt aus der dritten Bohrung 6 und der Befestigung auf der Oberfläche des Grundkörpers 2, die letztlich die Höhe der Aufhängung definiert. Die vorgeschlagene räumliche Ausrichtung der Ausnehmung 3 und der von dieser abzweigenden Bohrungen 4, 5 und 6 bewirkt eine Selbsthemmung der Fäden 7 und 8 im Grundkörper 2, so dass auf einfache Art und Weise eine schnelle und stufenlos fixierbare Höheneinstellung möglich ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Aufhängung von Dekorationsartikeln, insbesondere zur Abstützung an einer Zimmerdecke, wobei zwischen dem Dekorationsartikel und einem Haken oder einem ähnlichen Bauelement an der Zimmerdecke ein Verbindungselement angeordnet ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Vorrichtung einen Grundkörper (2) aufweist, in dem eine Ausnehmung (3) ausgestaltet ist, deren Achse in Funktionslage annähernd parallel zur Ebene der Zimmerdecke verläuft,

    wobei von der Ausnehmung (3) eine erste Bohrung (4) und eine zweite Bohrung (5) abzweigen, deren Achsen schräg nach unten und nach außen verlaufend ausgestaltet sind,

    wobei von der Ausnehmung (3) eine dritte Bohrung (6) abzweigt, deren Achse annähernd parallel zur Ebene der Zimmerdecke, jedoch rechtwinklig zur Achse der Ausnehmung (3) verlaufend ausgestaltet ist,

    und wobei die Ausnehmung (3) und die abzweigenden Bohrungen (4; 5; 6) mit mindestens zwei Fäden (7; 8) in Wirkverbindung stehen,

    indem jeweils ein Faden (7; 8), der mit dem abzustützenden Dekorationsartikel (1) verbunden ist, zunächst separat durch die erste Bohrung (4) und durch die zweite Bohrung (5) zur Ausnehmung (3), nachfolgend gemeinsam durch die Ausnehmung (3)

    und danach von dieser ausgehend durch die dritte Bohrung (6) aus dem Grundkörper (2) geführt wird

    und wobei die Fäden (7; 8) schließlich außerhalb des Grundkörpers (2) an dessen Oberfläche befestigt sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Ausnehmung (3) abzweigende erste Bohrung (4) und zweite Bohrung (5) einen Winkel (&agr;) von annähernd 60° einschließen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einem Dekorationsartikel (1) nach Art des Erzgebirgischen Kunsthandwerks zugeordnet wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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