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Dokumentenidentifikation DE102004047935B3 26.01.2006
Titel Vorrichtung zur Reinigung von Walzenoberflächen in Druckmaschinen
Anmelder Technotrans AG, 48336 Sassenberg, DE
Erfinder Prummer, Martin, 49205 Hasbergen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 01.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004047935
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse B41F 35/06(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B41F 35/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Vorrichtung zur Reinigung von Walzenoberflächen in Druckmaschinen mit Zufuhreinrichtungen (20, 22, 32, 34) zum Einleiten von Wasser und/oder Reinigungsmittel in eine gemeinsame Zufuhrleitung (14) zu einer Sprühvorrichtung (10) zum Aufsprühen von Wasser, Reinigungsmittel oder eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches auf eine Walzenoberfläche, mit einer Druckluftquelle für Druckluft zum Auspressen des Reinigungsmittels aus der Sprühvorrichtung (10), die mit der Zufuhrleitung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in die Zufuhrleitung (14) ein Sammelbehälter (16, 18, 26) eingeschaltet ist und dass die Druckluftzufuhr auf der stromaufwärtigen Seite des Sammelbehälters erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Walzenoberflächen in Druckmaschinen mit Zufuhreinrichtungen zum Einleiten von Wasser und/oder Reinigungsmittel in eine gemeinsame durchgehende Zufuhrleitung zu einer Sprühvorrichtung zum Aufsprühen von Wasser, Reinigungsmittel oder eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches auf eine Walzenoberfläche, mit einem in die Zufuhrleitung eingeschalteten Sammelbehälter und mit einer Druckluftquelle für Druckluft zum Auspressen des Reinigungsmittels aus der Sprühvorrichtung, die mit der Zufuhrleitung verbunden ist.

Zur Erläuterung des Sprachgebrauches in der vorliegenden Beschreibung soll vorab auf folgendes hingewiesen werden. Für die Reinigung von Walzenoberflächen wird im allgemeinen ein Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel verwendet. Gelegentlich können aber auch Farbreste nur mit Wasser gelöst oder in anderen Fällen auch reines Reinigungsmittel aufgesprüht werden. Im weiteren Verlauf soll daher stets von Reinigungsmittel gesprochen werden.

Soweit hier die Rede von einem Aufsprühen auf Walzenoberflächen ist, ist klarzustellen, dass die Walzenoberflächen vielfach auch unter Zuhilfenahme eines über die Walzenoberflächen gezogenen Reinigungstuches gereinigt werden. In diesem Fall würde das aufgesprühte Reinigungsmittel zunächst auf das Reinigungstuch und durch dieses hindurch auf die Walzenoberfläche gelangen. Beide Varianten sollen hier einbezogen werden.

Die DE 20 2004 006 534 U1 beschreibt eine Versorgungseinrichtung für eine Reinigungsvorrichtung, vorzugsweise einer Rotationsdruckmaschine, mit wenigstens einer Zufuhrleitung für die Zuführung einer Reinigungsflüssigkeit an einer Reinigungsvorrichtung. Die Reinigungsflüssigkeit wird von einem Vorratsbehälter in einen Speicherbehälter überführt, der mit Druckluft beaufschlagt ist.

Die U.S. 5,303,652 A beschreibt ein Reinigungssystem mit einem Sprühbalken, der eine größere Anzahl von Sprühdüsen aufweist und mit einer Zufuhrleitung für ein Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch verbunden ist. Diese Zufuhrleitung kann mit Druckluft zum Auspressen des Gemisches beaufschlagt werden. Ein Nachteil dieses bekannten Systems besteht darin, daß beim Einleiten von Druckluft das flüssige Reinigungsmittelgemisch zu einem Aerosol oder Nebel zerrissen werden kann. Damit wird die gleichmäßige Verteilung des flüssigen Anteils auf die Walzenoberfläche weitgehend unmöglich. Das ist insbesondere deshalb bedauerlich, weil die Steuerung der Flüssigkeitsabgabe mithilfe von Druckluft grundsätzlich vorteilhaft ist, da sie kostengünstige Lösungen ermöglicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der obigen Art zu schaffen, die es ermöglicht, das Reinigungsmittel mithilfe von Druckluft aus der Sprühvorrichtung auszupressen, ohne dass es zu der nachteiligen Aerosol- oder Nebelbildung kommt.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass der Sammelbehälter gebildet wird durch einen abgesenkten Abschnitt der Zufuhrleitung und die Druckluftzufuhr auf der stromaufwärtigen Seite des Sammelbehälters erfolgt.

Naturgemäß ist es notwendig, den Sammelbehälter in möglichst geringer Entfernung vor der Sprühvorrichtung anzuordnen und auf diese Weise den erwähnten Flüssigkeitsblock möglichst geschlossen zu halten. Der Sammelbehälter kann auch unmittelbar an der Sprühvorrichtung angebracht sein.

Gemäß der Erfindung wird der Sammelbehälter gebildet durch einen abgesenkten Abschnitt der Zufuhrleitung selbst. Der abgesenkte Abschnitt der Zufuhrleitung kann die Form einer Schlaufe oder Wendel aufweisen.

In jedem Fall sollte das Volumen des Sammelbehälters so bemessen sein, dass das gesamte für den Sprühvorgang benötigte Reinigungsmittel aufgenommen werden kann. Da das Reinigungsmittel zu einem geschlossenen Volumen oder Block in geringer Entfernung vor der Sprühvorrichtung gesammelt wird, kommt es aufgrund der geringen Zeit der Einwirkung der Druckluft nicht zu einem nennenswerten Eindringen der Druckluft in das Flüssigkeitsvolumen. Das Reinigungsmittel wird gleichmäßig ohne Lufteinschlüsse vorgeschoben und aus den Düsen der Sprühvorrichtung gedrückt. Wegen der gleichmäßigen Benetzung der zu reinigenden Oberfläche kann die Menge des verwendeten Reinigungsmittels reduziert werden. Andererseits wird eine gleichmäßige Reinigungswirkung sichergestellt.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 zeigt diese erste Ausführungsform im Augenblick der Flüssigkeitsabgabe.

Die Darstellung der 1 ist auf die hier interessierenden Teile beschränkt. Gezeigt wird eine Sprühvorrichtung 10 mit einer Anzahl von Düsen 12. Die Sprühvorrichtung 10 wird durch eine Zufuhrleitung 14 mit einem Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel versorgt. Rechts von der Sprühvorrichtung 10 würde sich in der Praxis eine zu besprühende Oberfläche, beispielsweise eine Druckwalze befinden.

In die Zufuhrleitung 14 ist ein Sammelbehälter 16 eingeschaltet, der bei der ersten Ausführungsform gebildet wird durch einen Leitungsabschnitt der Zufuhrleitung 14. Dieser Leitungsabschnitt liegt unterhalb der Partie der Zufuhrleitung 14, in die der Sammelbehälter 16 integriert ist. Daher kann der Sammelbehälter das Reinigungsmittel aufnehmen und ansammeln, ohne dass es über die Zufuhrleitung 14 abläuft.

Bei der dargestellten Ausführungsform hat der abgesenkte Abschnitt der Zufuhrleitung 14 die Form einer Wendel oder einer Schlaufe 18. Die Zufuhrleitung ist im Bereich des Sammelbehälters kreisförmig gebogen. In diesen zu einer Schlaufe 18 gebogenen Abschnitt treten Speiseleitungen 20, 22 für Wasser und Reinigungsmittel ein.

Gemäß 1 ist die Schlaufe zu etwa 2/3 mit Flüssigkeit gefüllt. Wenn jetzt in Richtung des Pfeils 24 Druckluft aufgegeben wird, wird die in der Schlaufe 18 gesammelte Wassersäule als zusammenhängender Block in Richtung der Sprühvorrichtung 10 und der Düsen 12 gedrückt. Da sich der Sammelbehälter 16 unmittelbar vor der Sprühvorrichtung 10 befindet, wird die erwähnte Wassersäule nur wenig durch die Druckluft zerrissen.

2 veranschaulicht einen Sprühvorgang. Eine Folge von nicht bezeichneten Pfeilen in der Zufuhrleitung 14 und der Schlaufe 18 veranschaulicht die Bewegung der in der Schlaufe 18 enthaltenen Wassersäule bzw. der Druckluft.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Reinigung von Walzenoberflächen in Druckmaschinen mit Zufuhreinrichtungen (20,22,32,34) zum Einleiten von Wasser und/oder Reinigungsmittel in eine gemeinsame durchgehende Zufuhrleitung (14) zu einer Sprühvorrichtung (10) zum Aufsprühen von Wasser, Reinigungsmittel oder eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches auf eine Walzenoberfläche, mit einem in die Zufuhrleitung (14) eingeschalteten Sammelbehälter und mit einer Druckluftquelle für Druckluft zum Auspressen des Reinigungsmittels aus der Sprühvorrichtung (10), die mit der Zufuhrleitung verbunden ist, wobei der Sammelbehälter (16,18,26) gebildet wird durch einen abgesenkten Abschnitt der Zufuhrleitung (14) und dass die Druckluftzufuhr auf der stromaufwärtigen Seite des Sammelbehälters erfolgt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der abgesenkte Abschnitt der Zufuhrleitung (14) als Wendel oder Schlaufe (18) ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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