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Dokumentenidentifikation DE202005016342U1 26.01.2006
Titel Teller
Anmelder Pfautsch, Horst, 30539 Hannover, DE
Vertreter Busse, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 48429 Rheine
DE-Aktenzeichen 202005016342
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.01.2006
Registration date 22.12.2005
Application date from patent application 19.10.2005
IPC-Hauptklasse A47G 19/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Teller mit zumindest einer planebenen Oberseite in seinem zentralen Bereich nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Übliche Teller weisen eine im Querschnitt zur Mitte hin abfallende Oberseite auf, deren zentraler Bereich häufig von einem stufenartig ansteigenden Randbereich umgeben ist. Damit ist es erschwert, auf dem Teller solche Lebensmittel zu bearbeiten, die sich nicht an eine derartige Oberseitenform anpassen lassen, zum Beispiel Knäckebrot oder Zwieback.

Weiterhin ist es bekannt, Frühstücksbrettchen oder dergleichen plattenförmige Geschirrteile vorzusehen, die bis zum äußeren Rand eine gleichmäßige Dicke mit planebener Oberfläche aufweisen, jedoch bei einem Stapeln aufeinander seitlich gegeneinander verrutschen können, so daß ein solcher Stapel gegen auftretende Scherkräfte kaum Widerstand bietet. Zudem sind derartige Geschirrteile mit bis zum Rand gleichbleibender Dicke nur sehr schlecht zu greifen.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Verbesserung der Stapelbarkeit solcher Teller oder dergleichen Behältnisse zu erreichen.

Die Erfindung löst dieses Problem durch einen Teller mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Ansprüche 2 bis 8 verwiesen.

Erfindungsgemäß ist erreicht, daß trotz einer Oberseite ohne nach oben ragende Randbereiche eine stabile Stapelbarkeit der Teller ermöglicht ist. Die ausgreifende Standanformung(en) der Unterseite kann oder können in zumindest eine Abstützvertiefung der Oberseite eingreifen und dadurch auch bei einer durchgehend planebenen Oberfläche eine Sicherung gestapelter Teller gegen Querverschiebung bewirken. Je nach Größe der Tellerfläche kann der äußere Randbereich abfallen oder, insbesondere bei kleineren Tellern, auf einer Höhe mit dem zentralen Bereich liegen, so daß zum Beispiel eine Knäckebrotscheibe zumindest außerhalb der Abstützvertiefung vollflächig unterstützbar ist.

Wenn besonders vorteilhaft der äußere Randbereich zumindest über einen Teil seines Umfangs gegenüber einer den Teller unterstützenden Abstellfläche vertikal beabstandet ist, kann dieser Rand leicht untergriffen werden, was zum Beispiel gegenüber Brettchen die Handhabung deutlich vereinfacht.

Sofern ein vertikaler Abstand umlaufend über den gesamten Verlauf des äußeren Randbereichs ausgebildet ist, können die Teller aus beliebiger Richtung gegriffen werden, ohne vorher eine Ausrichtung um die Hochachse vornehmen zu müssen.

Ein Ausrichterfordernis der Teller entfällt auch für ihr Übereinanderstapeln, wenn die Abstützvertiefung den zentralen Bereich des Tellers nutartig vollständig umläuft. Die Standanformung kann dann ebenfalls umlaufend sein oder auch einzelne Standfüße, die in die umlaufende Nut beliebig eingreifen können, umfassen.

Mit einer vorteilhaften Breite – bei einem runden Teller in radialer Richtung gemessen – der Abstützvertiefung zwischen zwischen 3 und 8 Millimetern kann ein sicherer Halt der darin eingreifenden Standanformungen ohne zu großen Einschnitt in die planebene Auflagefläche der Oberseite gewährleistet werden.

Dabei kann die Breite der Abstützvertiefung die Breite der Standanformung(en) geringfügig überragen, wodurch die Stapelung erleichtert ist und kein zu genaues Plazieren der Teller übereinander vorgenommen werden muß.

Um auch bei nur geringer Tiefe der Abstützvertiefung einen sicheren Stand des darin abgestützten oberen Tellers zu gewährleisten, ohne daß dieser Gefahr läuft, aus der Vertiefung herauszurutschen, kann die Standanformung eine gegenüber der Oberseite des Tellers erhöhte Rauhigkeit aufweisen, etwa bei einem Porzellanteller ohne Glasur verbleiben.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt:

1 eine schematische, querschnittliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Tellers,

2 eine nach radial innen abgebrochene querschnittliche Ansicht eines Stapels von drei erfindungsgemäßen Tellern,

3 eine nach radial innen abgebrochene Detailansicht des in 1 rechten Randbereichs eines Tellers.

Der in 1 dargestellte Teller 1 weist über seinen Verlauf eine planebene Oberseite 2 auf, die lediglich im Bereich einer hier umlaufenden und sich nach unten erstreckenden Abstützvertiefung 3 unterbrochen ist. Die Abstützvertiefung 3 bildet hier eine in Draufsicht kreisförmige Nut mit einer radialen Breite B von drei bis acht Millimetern, zum Beispiel vier Millimetern, aus.

Abweichend von der Darstellung, wäre es auch möglich, daß zwar der zentrale Bereich 4 der Oberseite 2 planeben ausgebildet ist, äußere Randbereiche 5 jedoch ein wenig nach unten abfallen. In jedem Fall ist eine Erhöhung der Randbereiche 5 über die Höhe des zentralen Bereichs 4 nicht vorgesehen. Sofern der zentrale Bereich 4 und der äußere Randbereich 5, der zum Beispiel eine radiale Erstreckung von einem bis drei Zentimetern hat, die gleiche Höhe aufweisen, kann etwa eine aufliegende Knäckebrotscheibe außer auf der Nut 3 vollflächig unterstützt sein, ohne daß auch nur am Rand eine Ecke frei liegen und bei Druckausübung, etwa beim Bestreichen der Scheibe, abbrechen könnte.

Auch ist es nicht zwingend, daß die Nut 3 kreisförmig durchgehend ist. Es könnten auch einzelne, voneinander beabstandete Vertiefungen ausgebildet sein. Mit der durchgehenden Ausbildung ist jedoch eine Rotationssymmetrie geschaffen. Mehrere aufeinander zu stapelnde Teller 1 müssen nicht um die Hochachse 6 gegeneinander ausgerichtet werden.

Unterhalb der Abstützvertiefung 3 ist auf der Unterseite 7 des Tellers 1 eine Standanformung 8 vorgesehen, über die der Teller 1 einerseits auf einer Tischplatte oder dergleichen 9 abstellbar oder andererseits über deren Eingriff in die Abstützvertiefung 3 eines darunter befindlichen Tellers 1 stapelbar ist (2). Die Standanformung 8 kann ebenfalls umlaufend ausgebildet sein oder auch zum Eingriff in eine umlaufende Nut 3 nur einzelne Standfüße auf einem Kreis zueinander beabstandet umfassen. Auch dann ist eine Ausrichtung um die Hochachse 6 entbehrlich.

Die Breite der Abstützvertiefung 3 überragt die Breite b der Standanformungen) 8 geringfügig. Bei einer radialen Breite B der Abstützvertiefung von vier Millimetern beträgt die radiale Breite b der Standanformung 8 zum Beispiel drei Millimeter. Dadurch ist das Einfädeln der Teller 1 zum Übereinanderstapeln erleichtert. Wie in 2 sichtbar ist, können die Teller 1 in Stapelstellung jeweils nur über die Standanformungen 8 in den Nuten 3 abgestützt sein. Alternativ wäre es auch möglich, daß sie mit ihrer jeweiligen Unterseite 7 auf dem zentralen Bereich 4 des jeweils darunter befindlichen Tellers 1 aufliegen, je nach Vertikalerstreckung der Standanformung 8. Dann würden die Standanformungen 8 in Stapelstellung nur eine Sicherung gegen seitliches Verschieben bewirken.

Für eine gute Absicherung gegen ein Herausrutschen eines oder mehrerer Teller 1 durch Krafteinwirkung mit einer horizontalen Komponente können die Standanformungen 8 eine gegenüber der Oberseite 2 des Tellers 1 erhöhte Rauhigkeit aufweist. Zum Beispiel können bei Porzellantellern die Standanformungen 8 zumindest im unteren Bereich frei von einer Glasur verbleiben.

Besonders günstig zur Entstapelbarkeit und auch zum Anheben eines Tellers 1 von einer Tischplatte 9 ist es, wenn, wie hier gezeigt, der äußere Randbereich 5 zumindest über einen Teil seines Umfangs gegenüber einer den Teller 1 unterstützenden Abstellfläche 9 vertikal beabstandet ist. Hier ist ein Vertikalabstand V ausgebildet (1), der sich nach außen hin konisch vergrößert und damit ein Untergreifen des Randes mit mehreren Fingern nebeneinander leicht möglich macht. Der Vertikalabstand V kann hierfür zum Beispiel an der äußeren Kante einen Zentimeter betragen.

Es können dabei einzelne Griffmulden vorgesehen sein, oder, um auch hier ein Verdrehen um die Hochachse 6 nicht berücksichtigen zu müssen und um ein einheitliches Erscheinungsbild zu haben, ein vertikaler Abstand V umlaufend über den gesamten Verlauf des äußeren Randbereichs 4 in gleichbleibender Höhe ausgebildet sein. Die Teller 1 können insgesamt einstückig ausgebildet sein. Auch eine zusätzliche Anbringung gesonderter Standanformungen 8 ist möglich.

Der Teller 1 kann in Draufsicht insbesondere rund, aber auch zum Beispiel oval sein oder eine mehreckige Umrißgestalt aufweisen und aus verschiedenen Materialien, insbesondere Porzellan oder Keramik, aber auch aus Glas oder Kunststoff bestehen.

1Teller, 2Oberseite, 3Abstützvertiefung, 4zentraler Bereich, 5Randbereich, 6Hochachse, 7Unterseite, 8Standanformung, 9Tischplatte

Anspruch[de]
  1. Teller (1) mit einer zumindest in seinem zentralen Bereich (4) planebenen Oberseite (2) und mit einem maximal auf gleicher Höhe zu dem zentralen Bereich (4) gelegenen äußeren Randbereich (5), dadurch gekennzeichnet, daß der Oberseite (2) zumindest eine Abstützvertiefung (3) und der Unterseite (7) zumindest eine mit einer abwärtsweisenden Komponente ausgreifende Standanformung (8) zugeordnet sind.
  2. Teller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Randbereich (5) zumindest über einen Teil seines Umfangs gegenüber einer den Teller unterstützenden Abstellfläche (9) vertikal beabstandet (V) ist.
  3. Teller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikaler Abstand (V) umlaufend über den gesamten Verlauf des äußeren Randbereichs (5) ausgebildet ist.
  4. Teller nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützvertiefung (3) den zentralen Bereich (4) des Tellers (1) nutartig vollständig umläuft.
  5. Teller nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützvertiefung (3) eine Breite (B) zwischen 3 und 8 Millimetern aufweist.
  6. Teller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (B) der Abstützvertiefung (3) die Breite (b) der Standanformung(en) (8) geringfügig überragt.
  7. Teller nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Standanformung (8) eine gegenüber der Oberseite (2) des Tellers (1) erhöhte Rauhigkeit aufweist.
  8. Teller nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des äußeren Randbereichs (5) auf einer Höhe mit der Oberseite des zentralen Bereichs (4) gelegen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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