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Dokumentenidentifikation DE202005016745U1 26.01.2006
Titel Tortenstütze
Anmelder Giebenrath, Christiane, Dipl.-Produkt-Designerin, 37130 Gleichen, DE
DE-Aktenzeichen 202005016745
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.01.2006
Registration date 22.12.2005
Application date from patent application 26.10.2005
IPC-Hauptklasse A47G 21/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
Hauptanspruch:

Aus zwei Einzelteilen bestehende Tortenstütze zum Stützen und Abdecken der rechten und linken Endstücke einer angeschnittenen Torte, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teil aus einer dreieckigen, spitz zulaufenden Bodenplatte, einem senkrecht stehenden rechteckigen Stützsteg und einem dreieckigen, spitz zulaufenden waagerecht stehenden Haltegriff besteht und alle drei Funktionsflächen auf ihren Längsseiten miteinander verbunden sind und im dreidimensionalen Gebilde auf einen Punkt zulaufen.

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Stütz- und Abdeckvorrichtung insbesondere von Torten und dergleichen mit einer Bodenplatte, einem Stütz- bzw. Abdecksteg und einem Haltegriff.

Beobachtung:

Torten, die hoch gearbeitet sind und zusätzlich oft mit Obst gefüllt werden, sind im ganzen Zustand relativ stabil. Werden diese Torten angeschnitten und wird ein Tortenstück entfernt, so entstehen Anfangs- und Endstücke, welche je nach Füllung nachgeben können und in die entstandene Lücke drängen. Soll eine angeschnittene Torte gelagert werden, so ist es eine Frage der Zeit, wann die gesamte Torte durch das Nachgeben der Masse in die entstandene Lücke drängt und in sich zusammen fällt.

Ausgehend von dieser Tatsache liegt der technischen Erfindung das Problem zugrunde, eine Stützvorrichtung zu schaffen, die das Wegrutschen der Anfangs- und Endstücke bereits nach Entnahme eines einzelnen Stückes verhindert und damit die gewünschte Optik bewahrt.

Meine diesbezügliche Recherchearbeit verlief negativ. Es gibt in den Gebrauchsmusterschriften einige beschriebene Servierhilfen für Torten und Gebäck, deren Hauptanliegen der sichere Transportweg eines Tortenstückes von der Platte zum Teller ist.

  • a) Gebäckstütze als Servierhilfe für Torten und Kuchen

    Aktenzeichen: 202 17 100.0

    Bekanntmachung im Patentblatt: 20.02.2003 Inhaber: Grau, Erika, 74497 Gschwend, DE
  • b) Servierhilfe für Torten und Kuchengebäck

    Bekanntmachung im Patenblatt: 12.02.2004

    Inhaber: Grau, Erika, 74417 Gschwend, DE
  • c) Vorrichtung zum Stützen von Kuchen- o. Tortenstücken

    Bekanntmachung im Patentblatt: 15.01.2004

    Inhaber: S & R Maschinenbau GmbH, 35315 Homberg, DE

Von diesen Servierhilfen befindet sich die unter c) genannte Vorrichtung zum Stützen von Kuchen o. Tortenstücken seit Anfang 2005 auf dem Markt.

Diese Vorrichtung hat jedoch in ihrer Funktion als Tortenstütze einige bedeutende Nachteile. Die stumpfe Spitze verhindert bei traditionell aufgeschnittenen Torten die planmäßige Abdeckung des Tortenbodens, welches sich bei Entnahme des Tortenstückes nachteilig erweist. Ein weiterer entscheidender Nachteil ist der breite Griff dieser Vorrichtung. Er verhindert den Einsatz als beidseitige Tortenstütze, da sich die Grifform erst nach Entnahme einer halben Torte als nicht mehr störend auswirken würde. Alles in allem gilt:

Der sehr breite Haltegriff, sowie die stumpfe Spitze und der diagonal verzogene Stützsteg dieser Vorrichtung verhindern den Einsatz als Tortenstütze, wie in meinem Hauptanspruch beschrieben.

Die Erfindung schlägt eine Stützvorrichtung vor, die in ihrer Form neu ist und aus zwei von einander unabhängigen Teilen besteht und zum einen die rechte Seite eines Tortenstückes stützt und zum anderen die linke Seite. Die beiden Teile sind so gearbeitet, dass ihre jeweils drei Funktionsflächen zusammengestellt in einem Punkt zulaufen.

Diese spitzzulaufende Form ermöglicht deren Einsatz bereits nach Entnahme eines einzelnen Tortenstückes, in dem die dreieckige, spitzzulaufende Bodenplatte unter das Anfangsstück und die zweite Ausführung unter das Endstück geschoben wird. Bei einer dickeren Materialstärke ist die Einschubkante abgeflacht und erleichtert damit das Einschieben unter die Torte. Der senkrecht stehende rechteckige Steg stützt durch direkte Anlage die entstandenen Anschnittsflächen und gewährleistet damit die Stabilität der restlichen Torte.

Der dreieckige spitzzulaufende Haltegriff, der in seiner Breite höchstens die Hälfte der Bodenplatte ausmacht und somit nicht mit dem Griff der zweiten Tortenstütze in Berührung kommt, kann in seiner waagerechten Erstreckung bequem von Hand erfasst werden und dient dem sauberen Handlungsablauf.

Neben der geschilderten Stützfunktion kann die Tortenstütze weitere Funktionen übernehmen. Indem der Stützsteg direkt an den Anschnittsflächen der Torte anliegt, schützt er diese vor Austrocknung.

Durch den waagerechten Haltegriff der Tortenstütze kann das Kuchenstück ebenfalls sicher aufgenommen und transportiert werden.

Die Tortenstütze ist in ihren Maßen einem durchschnittlich großen Tortenstück angepasst und lässt durch die seitlich angebrachte Griffform den weiteren Einsatz von handelsüblichen Abdeckhauben zu.

Das Herstellungsverfahren der Tortenstützen wird der jeweiligen Materialwahl angepasst. Daraus ergeben sich unterschiedliche Materialstärken, die eine tragfähige Funktionalität für den jeweiligen Materialgrund gewährleisten.

Die Oberflächenbeschaffenheit der Tortenstützen richtet sich ebenfalls nach dem bevorzugten Material. Ein geringes Haftungsvermögen wäre von Vorteil und ließe sich durch z.B. geeignete Kunststoffe mit geringer Adhäsion erreichen, sowie mit einer gezielt bearbeiteten spezjell strukturierten Oberfläche der mit dem Lebensmittel in Verbindung stehenden Teile.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:

1 und 1.1 die Tortenstütze für das Anfangs- bzw. Endstück der angeschnittenen nicht dargestellten Torte in perspektivischer Ansicht.

2 zeigt die zusammengestellten Stützen, wobei der Bereich A das herausgenommene Tortenstück andeutet.

3 zeigt die Abwicklung für die rechte bzw. linke Tortenstütze.

4 zeigt den Einsatz der Tortenstütze an einer Torte.

Jedes Teil besteht aus einer dreieckig spitz zulaufenden Bodenplatte (1), die unter das Tortenstück geschoben wird und eine Breite (B) von ca. 65 mm und eine Länge (L) von ca. 130 mm aufweist. Die Bodenplatte ist an der Einschubkante auf einer Breite (b) von 5 – 7 mm angeschrägt.

Der senkrecht stehende rechteckige Stützsteg (2) ist ca. 70 mm hoch und ca. 130 mm lang bzw. tief.

Der dreieckige spitz zulaufende und waagerecht stehende Haltegriff (3) ist ca. 25 – 30 mm breit und ca. 130 mm lang.

Alle drei Funktionsflächen sind auf ihren Längsseiten miteinander verbunden und laufen im dreidimensionalem Gebilde auf einen Punkt zu.

Die Materialstärke bezieht sich in der dargestellten Zeichnung auf Kunststoff und weist eine Dicke von ca. 2 – 3 mm auf.

Das Herstellungsverfahren richtet sich nach dem Material: Für Metalle bietet sich die Stanz- und Umformtechnik an, wobei die 3 (Abwicklung) aus einem Metallblech gestanzt wird. Die Kanten werden geschliffen und die gestrichelten Linien zeigen die Ablenkkanten.

Für Kunststoff o. ähnliche Werkstoffe bietet sich die Spritzgusstechnik an, wobei nach der 1 und 1.1 ein Modell angefertigt wird und von dem Modell ein Werkzeug, welches den flüssigen Kunststoff aufnimmt.

Kunststoff ließe sich aus der 3 (Abwicklung) unter Erwärmung der Bereiche (gestrichelte Linien) ebenfalls ablenken. Die Kanten müssen nachgeschliffen werden.

3 zeigt die planebene Draufsicht (Abwicklung) der rechten bzw. linken Tortenstütze.

Der Bereich 1 zeigt die Bodenplatte, die im Winkel von 15° zum Stützsteg verläuft.

Der Bereich 2 zeigt den Stützsteg und seine Verbindungslinie (a) zur Bodenplatte.

Der Bereich 3 zeigt den Haltegriff und seine Verbindungslinie (b) zum Stützsteg.


Anspruch[de]
  1. Aus zwei Einzelteilen bestehende Tortenstütze zum Stützen und Abdecken der rechten und linken Endstücke einer angeschnittenen Torte, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teil aus einer dreieckigen, spitz zulaufenden Bodenplatte, einem senkrecht stehenden rechteckigen Stützsteg und einem dreieckigen, spitz zulaufenden waagerecht stehenden Haltegriff besteht und alle drei Funktionsflächen auf ihren Längsseiten miteinander verbunden sind und im dreidimensionalen Gebilde auf einen Punkt zulaufen.
  2. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte im Winkel von 15° zum Stützsteg verläuft.
  3. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte 60–65 mm breit ist.
  4. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte 120–140 mm lang ist.
  5. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützsteg senkrecht zur Bodenplatte steht.
  6. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützsteg ein Rechteck bildet.
  7. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rechteck 120–140 mm lang und 30–150 mm breit bzw. hoch ist.
  8. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltegriff im geringsten Winkel 90° zum Stützsteg beträgt.
  9. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltegriff 25 – 30 mm breit ist.
  10. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltegriff 120–140 mm lang ist.
  11. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils alle drei Funktionsbereiche durch Biegetechniken nahtlos miteinander verbunden sind.
  12. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle drei Funktionsbereiche durch Gießtechniken nahtlos miteinander verbunden sind.
  13. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tortenstütze aus Kunststoff besteht.
  14. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tortenstütze aus Metall/Stahl besteht.
  15. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tortenstütze aus Glas besteht.
  16. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Tortenstütze aus Porzellan besteht.
  17. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tortenstütze aus Keramik besteht.
  18. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff eine geringe Haftungsneigung aufweist
  19. Tortenstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff durch Oberflächenstrukturierung eine geringe Haftneigung aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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