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Dokumentenidentifikation DE202005017234U1 26.01.2006
Titel Wechselrahmen
Anmelder Bohlmann, Guido, 27367 Hellwege, DE
Vertreter Richter, Werdermann, Gerbaulet & Hofmann, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005017234
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.01.2006
Registration date 22.12.2005
Application date from patent application 02.11.2005
IPC-Hauptklasse A47G 1/06(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wechselrahmen für Bilder mit einem Profilrahmen, in den eine transparente Frontplatte, insbesondere ein Abdeckglas, sowie eine Rückwand einlegbar sind, und mit einem Montagerahmen.

Zum Aufstellen oder Darbieten von Bildern, Fotografien oder Grafiken sind Wechselrahmen der eingangs genannten Art in vielen Größen und Ausführungen bekannt. Die bekannten Wechselrahmen besitzen üblicherweise einen Profilrahmen mit einer Fensteröffnung für ein von einer Verglasung abdeckbares Bild. Das Abdeckglas weist dabei ein größeres Format als die Fensteröffnung auf. Der vorderseitig zumeist dekorativ gestaltete Profilrahmenkörper ist üblicherweise eine Holz- oder Metallkonstruktion, die aus Profilleisten zusammengesetzt oder einstückig ausgebildet sein kann. Rückseitig wird zunächst eine Rückwand eingesetzt, welche die hinter der Fensteröffnung im Profilrahmenkörper aufliegende Verglasung sowie das daran anliegende Bild flächig stützt. Der Montagerahmen wird in der herkömmlichen Weise als letztes Teil von hinten passgenau in den Profilrahmen eingelegt und mit demselben verschraubt oder mit einer flexiblen Tackermunition aufgetackert.

Möchte man einen solchen Wechselrahmen in seine Bestandteile zerlegen, um ihn zu reinigen oder das Bild auszuwechseln, so erweist sich dies als außerordentlich umständlich, da zusätzlich noch Schraubwerkzeug benötigt wird. Geht man dazu über, Profilrahmen und Montagerahmen mit einem Tacker zusammenzuheften, so erweist sich auch diese Variante der Fixierung als nicht praktikabel, da solche Verbindungen ebenfalls nicht ohne weiteres lösbar sind.

Angesichts dieser Problematik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Wechselrahmen zur Verfügung zu stellen, der leicht ohne zusätzliches Werkzeug in seine Bestandteile zerlegbar ist.

Die Aufgabe wir durch einen Wechselrahmen mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Durch den Wechselrahmen gemäß der Erfindung wird ein handhabbarer Wechselrahmen geschaffen. Dadurch, dass der Montagerahmen zwecks Zusammenfügung mit dem Profilrahmen form- und/oder kraftschlüssig in den Profilrahmen eindrückbar ist, kann auf Werkzeuge für die Verschraubung bzw. für das Zusammenheften von Profilrahmen und Montagerahmen verzichtet werden. Auch bietet der Wechselrahmen gemäß der Erfindung den Vorteil, dass der Montagerahmen zunächst auf den Rücken gelegt werden kann und die Rückwand mit aufgelegtem Bild und Glasscheibe eingelegt wird, woraufhin der Profilrahmen mit der dekorativen Seite auf dem Montagerahmen aufgedrückt wird. Auch aus diesem Grunde sind letzte Korrekturen beim Auflegen des Bildes auf die Rückwand und die Beseitigung eventueller Verunreinigungen hinter der Glasscheibe, sowie letztlich eine vereinfachte Handhabung des Wechselrahmens gegeben.

Insbesondere im Rahmen von Aquarellzeichnungen sind für Wechselrahmen sogenannte Distanzleisten vorgesehen, die den Abstand zwischen Glasscheibe und Rückwand definieren. Es ist daher von Vorteil, dass zwischen Frontplatte und Rückwand eine Distanzleiste, die für den Abstand zwischen Frontplatte steht, angeordnet ist, wobei der Montagerahmen in den Profilrahmen bis zur Rückwand kraft- und/oder formschlüssig hineindrückbar ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Montagerahmen aus Holz oder Metall und der Profilrahmen aus Holz oder Metall besteht.

Vornehmlich hölzerne Profilrahmen und Montagerahmen besitzen die Eigenschaften, dass sie sich aufgrund des arbeitenden Holzes zusammen ziehen und somit Leerräume schaffen, die einen unliebsamen Nährboden für Staub- und Schmutzpartikel bilden. Diese Staub- und Schmutzpartikel können wiederum in den Raum zwischen Glasscheibe und Passepartout gelangen und sich somit an dem Bild festsetzen. Dies hat häufig zur Folge, dass das Bild an Farbe verliert oder eine unerwünschte Farbänderung eintritt. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht daher vor, dass der Montagerahmen aus einem elastischen Material besteht. Dadurch kann der gesamte Raum im Bereich der form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung ausgefüllt werden. Durch arbeitendes Holz entstehende Leerräume können somit nicht entstehen.

Dazu kann auch dienen, dass entlang des Außenrandes des Montagerahmens ein elastisches Material auf dem Montagerahmen aufgebracht ist. Auch bei dieser vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird einer Leeraumbildung durch arbeitendes Holz vorgebeugt.

Zweckmäßig weist der Profilrahmen innenseitig eine Profilierung und der Montagerahmen eine entsprechende Gegenprofilierung auf, wobei die Profilierungen in Gestalt einer Verzahnung miteinander in Eingriff stehen. Auf diese Weise wird eine besonders einfache form- und/oder kraftschlüssige Verbindung des Profilrahmens mit dem Montagerahmen geschaffen. Aus diesem Grunde weist auch der Profilrahmen innenseitig eine Profilierung und der Montagerahmen aus elastischem Material eine entsprechende Gegenprofilierung auf, wobei auch hier die Profilierungen in Gestalt einer Verzahnung miteinander in Eingriff stehen.

Eine praktikable Variante der Erfindung sieht vor, dass der Profilrahmen entlang seiner Innenseite Stege und der Montagerahmen Nuten aufweist, in die die Stege einführbar sind. Auch auf diese Weise wird eine einfache form- und/oder kraftschlüssige Verbindung hergestellt.

Bei dem elastischen Material kann es sich um Hartschaummaterial und/oder Recyclingmaterial handeln.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:

1 die frontseitige Ansicht eines Wechselrahmens gemäß der Erfindung;

2 die rückseitige Ansicht eines Wechselrahmens gemäß der Erfindung;

3 einen Schnitt eines Wechselrahmens gemäß der Erfindung;

4 einen Schnitt auf einen erfindungsgemäßen Wechselrahmen, bei dem die Verbindung zwischen Profilrahmen und hinein gedrücktem Montagerahmen verzahnt ist;

5 einen Schnitt auf einen erfindungsgemäßen Wechselrahmen, bei dem der mit dem Profilrahmen verzahnte Montagerahmen einen Aufsatz aus elastischem Material trägt.

In 1 ist ein erfindungsgemäßer Wechselrahmen rechteckig ausgebildet und mit dem Bezugszeichen 100 versehen. Der Wechselrahmen 100 besitzt einen Profilrahmen 10, der zwei Längsleisten 11, 12 sowie Querleisten 13, 14 aufweist. Die Längsleisten 11, 12 und die Querleisten 13, 14 können sowohl einzeln gefertigt und so dann in geeigneter Weise miteinander verbunden als auch einstückig ausgebildet sein. Der Profilrahmen 10 kann dabei aus Holz bestehen. Denkbar ist aber auch, dass der Profilrahmen 10 aus einem Leichtmetall wie Aluminium besteht.

In den Profilrahmen 10 ist ein Montagerahmen 15 gedrückt, der mit dem Profilrahmen 10 eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung 16 eingeht. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung von Profilrahmen 10 und Montagerahmen 15 erfolgt also ohne Verschraubung. Auch braucht der Montagerahmen 15 nicht mehr mit einer flexiblen Tackermunition aufgetackert zu werden.

Die Form- und/oder den Kraftschluss bewirkenden Elemente des Profil- und des Montagerahmens sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass sich Profil- und Montagerahmen nicht selbstständig verschieben. Auf Werkzeuge wie Schraubenzieher und Tacker kann also bei einer Zusammenfügung von Profilrahmen und Montagerahmen fortan verzichtet werden. Insbesondere bei Aquarellzeichnungen ist zwischen Glasscheibe und Rückwand eine Distanzleiste angeordnet, die den Abstand zwischen Glasscheibe und Rückwand definiert. In diesem Fall ist der Montagerahmen in den Profilrahmen nur bis zur Rückwand kraft- und/oder formschlüssig hineindrückbar.

2 zeigt die rückseitige Ansicht des Wechselrahmens 100 mit dem Profilrahmen 10 und dem hineingedrückten Montagerahmen 15. Denkbar ist auch, dass der Montagerahmen 15 mit einer Ausnehmung 17 versehen ist. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung 16 bewirkt, dass nur äußere Krafteinwirkungen den Profil- und Montagerahmen gegenseitig verschieben können.

Aus 3 geht noch einmal hervor, dass der Montagerahmen 15 in den Profilrahmen 10 hineingedrückt ist und eine mit dem Profilrahmen 10 kraft- und/oder formschlüssige Verbindung 16 eingeht. Dies bietet auch den Vorteil, dass der Wechselrahmen 100 auch insofern eine vereinfachte Handhabung erfährt, als der Montagerahmen 15 zunächst auf den Rücken gelegt werden kann und die Rückwand mit aufgelegtem Bild und Glasscheibe eingelegt wird, woraufhin der Profilrahmen 10 mit der dekorativen Seite auf den Montagerahmen 15 aufgedrückt wird.

Eine spezielle form- und/oder kraftschlüssige Verbindung 16 geht schematisch aus 4 hervor. Eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung gestaltet sich besonders einfach, wenn der Profilrahmen 10 innenseitig eine Profilierung und der Montagerahmen 15 eine Gegenprofilierung derart aufweist, dass die Profilierungen form- und/oder kraftschlüssig in Gestalt einer Verzahnung miteinander in Eingriff stehen. Denkbar ist aber auch, dass Stege entlang der Innenseite des Profilrahmens 10 in dem Außenrand des Montagerahmens 15 verlaufende Nuten eingreifen, wodurch die form- und/oder kraftschlüssige Verbindung 16 realisiert wird. Der Montagerahmen 15 kann dabei gänzlich aus einem elastischen Material, welches den gesamten Raum im Bereich der form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung ausfüllt, bestehen. Auf diese Weise wird Leeräumen, welche einen Nährboden für Staub und andere Schmutzpartikel bilden, im Bereich der form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung 16 von vornherein vorgebeugt. Dadurch wird wiederum ein Eindringen von Staub und Schmutzpartikeln in den Raum zwischen Glasscheibe und Rückwand bzw. Passepartout verhindert, mit der Folge, dass sich Staub und Schmutzpartikel nicht am Bild festsetzen können.

5 zeigt, dass entlang des Außenrandes Montagerahmens 15 ein elastisches Material 18 auf dem Montagerahmen 15 aufgebracht ist, welches mit dem Profilrahmen 10 in Gestalt einer Verzahnung kraft- und/oder formschlüssig verbunden ist. Auch durch den auf den Montagerahmen 15 aufgebrachten elastischen Aufsatz kann einer unerwünschten Leeraumbildung im Bereich der form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung 16 vorgebeugt werden. Leeräume, die durch arbeitendes Holz entstehen und einen unliebsamen Nährboden für Staub und Schmutzpartikel bilden, sind auch bei dieser vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nicht gegeben.

100Wechselrahmen 11Längsleiste 12Längsleiste 13Querleiste 14Querleiste 15Montagerahmen 16form- und/oder kraftschlüssige Verbindung 17Ausnehmung 18elastisches Material

Anspruch[de]
  1. Wechselrahmen für Bilder mit einem Profilrahmen (10), in den eine transparente Frontplatte, insbesondere ein Abdeckglas, sowie eine Rückwand einlegbar sind, und mit einem Montagerahmen (15), dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (15) in den Profilrahmen (10) kraft- und/oder formschlüssig hineindrückbar ist und Montagerahmen (15) und Profilrahmen (10) miteinander zusammenfügbar sind.
  2. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Frontplatte und Rückwand eine Distanzleiste, die für den Abstand zwischen Frontplatte und Rückwand steht, angeordnet ist, wobei der Montagerahmen (15) in den Profilrahmen (10) bis zur Rückwand kraft- und/oder formschlüssig hineindrückbar ist.
  3. Wechselrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (15) aus Holz oder Metall und der Profilrahmen (10) aus Holz oder Metall besteht.
  4. Wechselrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (15) gänzlich aus einem elastischen Material (18) besteht.
  5. Wechselrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass entlang des Außenrandes des Montagerahmens (15) das elastische Material (18) auf dem Montagerahmen (15) aufgebracht ist.
  6. Wechselrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilrahmen (10) innenseitig eine Profilierung und der Montagerahmen (15) eine entsprechende Gegenprofilierung aufweist, wobei die Profilierungen in Gestalt einer Verzahnung miteinander in Eingriff stehen.
  7. Wechselrahmen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilrahmen (10) innenseitig eine Profilierung und das elastische Material auf dem Montagerahmen (15) eine entsprechende Gegenprofilierung aufweist, wobei die Profilierungen in Gestalt einer Verzahnung miteinander in Eingriff steht.
  8. Wechselrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilrahmen (10) entlang seiner Innenseite Stege und der Montagerahmen (15) Nuten aufweisen, in die die Stege einführbar sind.
  9. Wechselrahmen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilrahmen (10) entlang seiner Innenseite Stege und das elastische Material auf dem Montagerahmen (15) Nuten aufweist, in die die Stege einführbar sind.
  10. Wechselrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material (18) Hartschaummaterial und/oder Recyclingmaterial ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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