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Dokumentenidentifikation DE60019413T2 26.01.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001182952
Titel FIXIERVORRICHTUNG FÜR VERANKERUNGSUNTERLAGE
Anmelder Tac-Fast Systems S.A., Villars-sur-Glane, CH
Erfinder Pacione, Rocco, Joseph, Newmarket, Ontario L3Y 4V9, CA
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60019413
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.06.2000
EP-Aktenzeichen 009383878
WO-Anmeldetag 07.06.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/CA00/00681
WO-Veröffentlichungsnummer 0000074544
WO-Veröffentlichungsdatum 14.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 06.03.2002
EP date of grant 13.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.2006
IPC-Hauptklasse A47G 27/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A47G 27/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
VORBEMERKUNG ZUR ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft Verbesserungen zum Fixieren einer flexiblen, aber relativ steifen Verankerungsbahn zum Einsatz unter Teppichböden oder anderen dekorativen Belägen gemäß der Beschreibung in der WO-A-98/03104, WO-A-99/35944 und WO-A-99/35943 des Erfinders. Im Rahmen der Erfindung kam eine Verankerungsbahn zustande, die nach Einbau so wirkt, daß sie dekorativen Belag als Funktionseinheit zusammenhält und dieser Einheit zusätzlich Masse und Stabilität verleiht, insbesondere bei einer Einheit mit einem flexiblen dekorativen Belag, z.B. einem Teppichboden. Auf einer Seite kann die Verankerungsbahn mit Haken zum Verankern eines dekorativen Belags an ihr durch Eingriff in komplementäre Schlaufen auf der Unterseite des dekorativen Belags im wesentlichen überzogen sein. Die Verankerungsbahn selbst kann am darunterliegenden Untergrund, z.B. einem Fußboden oder einer Wand, fixiert sein, oder sie kann auf einem Fußboden lose verlegt sein, auf dem die Verankerungsbahn ausreichende Masse haben kann, um Bewegung der Verankerungsbahn zu verhindern. Die Erfindung stellt Fixiervorrichtungen bereit, um die Fixierung der Verankerungsbahn am darunterliegenden Untergrund zu minimieren und die Möglichkeit von Abständen zwischen Verankerungsbahneinheiten zu geben, um atmosphärischen Änderungen Rechnung zu tragen. Möglich ist, die Verankerungsbahn in modularen Einheiten in verschiedenen geometrischen Formen und Größen mit entsprechenden komplementären Eckstücken zu liefern.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In der Technik sind verschiedene Verankerungsbahnen bekannt, z.B. gemäß der EP-A-0161637, US-A-3247638 und DE-A-22 45 915. Die früheren Fälle des vorliegenden Erfinders Pacione offenbaren eine Verankerungsbahn, die als kleines oder großes Modul mit oder ohne einen vorab befestigten dekorativen Belag geliefert werden kann. Ferner offenbaren die früheren Fälle die Verankerungsbahn als modulare Einheit, die eine zusammenhängende Verankerungsbahnmasse bilden kann. Bilden läßt sich eine solche zusammenhängende Masse durch Befestigen der Verankerungsbahnen aneinander durch eine gewisse Form von Überlappung oder durch Anstoßen der Verankerungsbahnen aneinander und Verwenden einer Überlappung aus dekorativem Belag oder Band. Eine solche Masse kann frei schwimmen bzw. beweglich sein oder am Fußboden fixiert sein.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung ist durch die Merkmale der Ansprüche gekennzeichnet.

Die Erfindung betrifft Fixiervorrichtungen für solche modularen Verankerungsbahnen, die beim Anstoßen oder Überlappen am darunterliegenden Fußboden durch den Gebrauch der Fixiervorrichtungen gehalten oder durch Verwendung der Fixiervorrichtungen miteinander verklebt werden können, um so ganz oder teilweise frei bewegliche Einheiten zu bilden. Sind insbesondere die Fixiervorrichtungen am darunterliegenden Untergrund mit Hilfe des in dieser Anmeldung dargestellten Aufbaus fixiert, können die Verankerungsbahnen stärker relativ frei beweglich gestaltet sein, was ein Dehnen und Zusammenziehen zwischen den modularen Bahnen erlauben kann.

Vorteilhaft ist, die Verankerungsbahn nur an wenigen einzelnen Fixierpunkten fixiert zu haben oder in einigen Fällen überhaupt nicht zu fixieren, damit sie leicht entfernbar ist. Ist der Verankerungsbahnbelag aus modularen Einheiten gebildet und so fixiert, daß es eine gewisse Relativbewegung zwischen den Modulen gibt, ermöglicht dies ein stabileres Verankerungsbahnerzeugnis, das sich dehnen und zusammenziehen kann, um atmosphärischen Änderungen, z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Rechnung zu tragen. Erwogen ist, daß die Verankerungsbahn aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt sein kann, aber selbst diese Materialien erfahren Größenänderungen bis zu einem viertel Inch über die Größe eines normalen Raums aufgrund von Temperaturänderungen. Daher ist vorteilhaft, eine gewisse Form von Abstand oder Bewegung zwischen den modularen Einheiten zuzulassen. Vorteilhaft ist außerdem, ein System bereitzustellen, durch das die Verankerungsbahnen eine zusammenhängende Masse ohne eine große Anzahl von Fixierstellen am darunterliegenden Untergrund und ohne die Notwendigkeit bilden, die Verankerungsbahnen selbst zu durchbohren.

Häufig ist es ratsam, eine zweischichtige Verankerungsbahn zu bilden, die z.B. in 31 der WO-A-99/35944 dargestellt ist. Die obere und untere Schicht sind so voneinander versetzt, daß sie eine Überlappung oder Unterlage an jedem Modul in Anpassung an die entsprechende Überlappung oder Unterlage an einem entsprechenden Modul bilden. Zwei Schichten können durch Verkletten befestigt oder verklebt, gemeinsam koextrudiert oder spritzgegossen werden, um ein modulares Stück zu bilden. Ein solches modulares Stücke hätte normalerweise die Form einer quadratischen Fliese. Normalerweise könnten Flächen, in denen Fliesen aneinanderstoßen, besonders die Ecken, Schwachstellenflächen sein, in denen die Verankerungsbahn brechen oder reißen könnte, oder in denen Unstetigkeiten auf der Oberfläche der Verankerungsbahn erkennbar werden können.

Um die Fixierung dieser modularen Formen von Verankerungsbahn am darunterliegenden Untergrund zu minimieren und auch für die Möglichkeit von Bewegung zwischen solchen Verankerungsbahnen zu sorgen, kam im Rahmen der Erfindung ein neuer Fixieraufbau zustande, der eine Modifizierung der Verankerungsbahn selbst allgemein an den Ecken und ein entsprechendes komplementäres Eckstück in einer passenden geometrischen Beziehung aufweist, das die vier Ecken am Untergrund zusammendrückt und -hält, während es zugleich ermöglicht, daß die Verankerungsbahnen bei Bedarf das Eckstück unterlaufen können, um für Dehnen und Zusammenziehen zu sorgen.

Somit umfaßt die Erfindung in einem Aspekt eine Verankerungsbahn, die Kanten hat und aufweist: eine allgemein polygonale Verankerungsbahn mit einem weggeschnittenen Abschnitt mit einer vorbestimmten ersten geometrischen Form, der die Dicke der Verankerungsbahn in einem ersten Bereich reduziert, der die Spitze der Winkel der Kanten der Bahn umgibt, wobei die Bahn einen zweiten weggeschnittenen Abschnitt mit einer kleineren zweiten Fläche innerhalb der ersten Fläche mit einer vordefinierten zweiten geometrischen Form hat, so daß beim Verlegen der Verankerungsbahn entlang ihrer geraden Kanten neben einer entsprechenden Verankerungsbahn der jeweilige erste Bereich und zweite Bereich ausgerichtet sind, um einen ersten dickenreduzierten Bereich an der Ecke, die den Punkt umgibt, an dem die Spitzen der Bahnen zusammengetroffen wären, und einen zweiten weggeschnittenen Bereich innerhalb des ersten Bereichs so zu bilden, daß die Verankerungsbahn am Punkt weggeschnitten ist, an dem die Spitzen anstoßender Verankerungsbahnen ansonsten zusammentreffen würden.

An die geometrischen Bereiche, die durch den ersten dickenreduzierten Bereich und die zweiten weggeschnittenen Abschnitte der polygonalen Verankerungsbahnen gebildet sind, passen sich komplementäre abgestimmte Eckstücke an. Die komplementären passenden Eckstücke haben in ihrem Bereich maximaler Dicke die gleiche Dicke wie eine komplementäre Verankerungsbahn und haben eine überlappende geometrische Form in Anpassung an den ersten dickenreduzierten Abschnitt und eine Unterlage in Anpassung an die zweite weggeschnittene geometrische Form, die durch die anstoßenden Verankerungsbahnen festgelegt ist.

Anpassen läßt sich die Erfindung auch auf Verankerungsbahnen, die sich überlappen, was zuvor in den o. g. Patenten für Pacione beschrieben wurde. In diesem Aspekt umfaßt die Erfindung eine Verankerungsbahn zum Verankern eines dekorativen Belags an einem Fußboden, wobei eine allgemein polygonale Bahn mindestens eine Kante hat, die einen unteren Abschnitt hat, der weggeschnitten wurde, um einen überhängenden Verankerungsbahnbereich entlang dieser Kante und eine erste untere Abschnittskante unter dem Überhang zu erzeugen, und mindestens eine zweite Kante der Verankerungsbahn einen oberen Abschnitt hat, der weggeschnitten ist, um einen Unterlagebereich einer zweiten unteren Abschnittskante entlang dieser zweiten Kante zu erzeugen, so daß der überhängende Bereich einer Verankerungsbahn den Unterlagebereich einer anstoßenden zweiten Verankerungsbahn überlappen kann, wobei die Verbesserung aufweist: einen ersten dickenreduzierten Bereich, der die Spitze der Winkel umgibt, die durch die Kanten des ersten und zweiten unteren Abschnitts gebildet sind, und einen zweiten kleineren Bereich innerhalb der ersten Fläche, die um den Punkt weggeschnitten ist, an dem die Spitzen unterer Abschnitte anstoßender Verankerungsbahnen zusammentreffen würden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine erfindungsgemäße Verankerungsbahn in einfacher Form mit einer Untermatte.

2 zeigt eine Verankerungsbahn in Draufsicht mit überlappenden Kanten zusätzlich zu weggeschnittenen Abschnitten für Eckstücke.

3 zeigt ein Eckstück, das mit bestimmten geometrischen Formen von Verankerungsbahnen zu verwenden ist.

4 zeigt Verankerungsbahnen und Eckstücke (teilweise im Schnitt).

5 zeigt ein Eckstück im Schnitt mit befestigtem Polster und versenkten Fixierpunkten.

6 ist eine Schnittansicht einer Verankerungsbahn an den Linien 6-6 in 2 (auf der gleichen Seite wie 5).

7 ist eine Draufsicht auf ein Eckstück (auf der gleichen Seite wie 5).

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Gemäß 1 ist eine Verankerungsbahn 1 vorgesehen, die in diesem Fall die Form eines Quadrats hat, eine der bevorzugten Formen. Möglich ist, die Verankerungsbahn 1 in jeder Form vorzusehen, die an ein weiteres ähnliches Stück zweckmäßig anstoßen kann, um ein Fußbodenmuster zu erzeugen, z.B. als Rechteck, Sechseck oder Achteck. Allgemein ist die bevorzugte Form ein gleichseitiges Polygon, wenngleich auch ein Rechteck in einigen Fällen funktionieren kann. Die Verankerungsbahn 1 umfaßt eine Oberseitenschicht 3 mit Haken. In dieser Ausführungsform umfaßt die Verankerungsbahn 1 auch ein Polster 5, um der Verankerungsbahn und einem dekorativen Belag, z.B. einem oben auf der Verankerungsbahn verlegten Teppichboden, Elastizität zu verleihen. Gleichwohl ist Polsterung für das Funktionieren der Verankerungsbahn 1 nicht notwendig, aber eine solche Polsterung kann in Abhängigkeit von der zu verwendenden Auflage und dem beabsichtigten Gebrauch der Verankerungsbahn Vorteile haben. In alternativen Ausführungsformen kann das Polster 5 auch durch einen Aufbau ersetzt sein, der für etwa gleichwertige Elastizität wie ein Polster 5 sorgt.

In der Praxis werden die Haken der Oberseitenschicht 3 an den Schlaufen eines darüberliegenden Teppichbodens (nicht gezeigt) befestigt, wenn ein gesamter Verankerungsbahn-Unterbau eingebaut wurde. Die Verankerungsbahn hat eine Dicke A. Die geeignete Dicke A hängt vom beabsichtigten Gebrauch der Verankerungsbahn ab und kann mit der Art der zu verwendenden Auflage variieren. Die Dicke A ist im wesentlichen nicht kleiner als 0,5 mm (0,020 Inch) und allgemein nicht kleiner als 1,57 mm (0,062 Inch). Die bevorzugte Dicke A beträgt rund 3,175 mm (0,125 Inch), aber die Dicke A kann bis 19 mm (0,75 Inch) betragen, z.B. in Situationen, in denen ein dicker Fußboden. auszutauschen ist oder eine dicke Verankerungsbahn verwendet werden muß, um eine ebene Oberfläche mit einer angrenzenden Oberfläche herzustellen. Von dieser Dicke ist ein Bereich 7 weggeschnitten, der eine gewisse geometrische Form hat, in diesem Fall ein Kreisabschnitt, so daß in Kombination mit ähnlichen anstoßenden Verankerungsbahnen, die an Seiten 9 und 11 entlang ausgerichtet sind, eine dreiviertelkreisförmige Ausschnittfläche gebildet ist. Eine vierte Verankerungsbahn, die der Verankerungsbahn 1 diagonal gegenüberliegt, bildet einen vollständigen Kreis mit einem kreisförmigen Ausschnittbereich und einem "Loch" 14 gemäß der späteren Beschreibung. Normalerweise ist der Ausschnittbereich so, daß die Breite der Verankerungsbahn bei 13 etwa die Hälfte der Gesamtdicke A der Verankerungsbahn beträgt. Allerdings kann die Breite der Verankerungsbahn bei 13 eine andere als etwa die Hälfte der Gesamtdicke A sein und immer noch den Lehren dieser Patentschrift entsprechen. Weiterhin ist ein zweiter Bereich 14 vorhanden, der von der Ecke weggeschnitten wurde (von der Spitze des Winkels, der durch die beiden Seiten des Quadrats gebildet ist). Dieser zweite Bereich 14 hat auch eine geometrische Form, in diesem Fall ein Viertelkreis, so daß in Kombination mit anderen Verankerungsbahnen die Verankerungsbahnkanten so ausgerichtet sind, daß ihre Ecken am gedachten Schnitt der vier Ecken zusammentreffen und ein zweiter kleinerer Kreis im vervollständigten Verankerungsbahnaufbau gebildet ist.

Somit ist ein kreisförmiger weggeschnittener Bereich 14 innerhalb eines zweiten größeren kreisförmigen Ausschnittbereichs 7 erzeugt, wenn vier ähnliche Verankerungsbahnen gemäß 2 aneinanderstoßen. Danach kann ein komplementäres Eckstück zugefügt werden, das an die Form und Dicke des dickenreduzierten Abschnitts sowie an die Form und Dicke der weggeschnittenen Bereiche gemäß 3 und 4 angepaßt ist. Dieses Eckstück kann an der Fläche 7 durch Kleber oder andere dauerhafte Befestigung oder durch lösbares Anbringen befestigt sein, z.B. Haftkleber oder eine Verklettung. Solche Befestigungsvorrichtungen wie Verklettung oder eine Schraube oder ein Nagel können verwendet werden, um die Eckstücke an einem Fußboden zu fixieren, wodurch die Verankerungsbahn am Fußboden nur an wenigen einzelnen Punkten mit Hilfe der Eckstücke mit oder ohne direkte Fixierung an den Verankerungsbahnen gehalten wird.

Nur eine minimale Anzahl von Eckstücken bedürfen eventuell der Fixierung am Fußboden, um die Einheit zu stabilisieren. Allgemein müssen die Eckstücke an der Verankerungsbahn oder am Fußboden fixiert werden. In einigen Fällen werden die Eckstücke nicht am Fußboden fixiert, sondern nur an den Verankerungsbahnen selbst, damit sich die komplette Einheit frei über den Fußboden bewegen kann. Sind die Eckstücke nur am Fußboden fixiert, können die Verankerungsbahnen sie "unterlaufen". In einigen Einbausituationen sind einige der Eckstücke am Fußboden fixiert, während andere Eckstücke nur an den Verankerungsbahnen fixiert sind.

Sind alternativ die Eckstücke an den Verankerungsbahnen an der Fläche 7 durch Kleber oder eine andere Fixiereinrichtung fixiert, kann sich die gesamte Einheit frei bewegen, indem die Eckstücke nicht am Fußboden fixiert sind.

Die Anordnung von Verankerungsbahnmodulen und Eckstücken, wo überlappende Verankerungsbahnen vorhanden sind, geht aus 2 hervor. In 2 sind mehrere Verankerungsbahnen 111 dargestellt. In diesem Beispiel sind sie Quadrate. Anders als in der Ausführungsform von 1 stoßen aber diese Verankerungsbahnen 111 nicht nur in einer Ebene aneinander. Statt dessen haben die Verankerungsbahnen 111 in dieser Ausführungsform einen Unterlagebereich 15, in dem sich eine untere Abschnittskante 16 befindet. In 2 ist der Unterlagebereich 15 durch eine Gittermarkierung gekennzeichnet, aber der Unterlagebereich 15 ist Teil der Verankerungsbahn 111. Der Unterlagebereich 15 liegt unter einem Überlappungsbereich 19 auf einer angrenzenden Bahn. In diesem Beispiel erstreckt sich der Überlappungsbereich 19 auf zwei Seiten jeder Bahn, während sich der Unterlagebereich 15 auf den anderen beiden Seiten erstreckt. Der Überlappungsbereich 19 überlappt den Unterlagebereich 15 jeder Bahn, z.B. entlang einem in 2 gezeigten Bereich 20 (die Fläche zwischen der oberen Stoßkante an der gestrichelten Linie). Eine dickenreduzierte Fläche 21 ist gebildet und umgibt die Stelle, an der sich die Spitze des Quadrats der Unterlagekanten 15 befinden würde. In diesem Fall ist der Ausschnitt über dem Stoßbereich z.B. bei 23 der unteren Abschnittskanten der Verankerungsbahn zentriert. Nicht zentriert ist er über der Stoßeckenlinie 25, die durch die Überlappungskanten gebildet ist, die sich über den Überlappungsbereich 19 erstrecken. Zusätzlich zum dickenreduzierten Bereich 21 (ähnlich wie der Bereich 7 in 1) ist ein vollständig weggeschnittener Abschnitt 23 vorhanden.

3 zeigt ein Eckstück 31, das einen unteren Abschnitt 33 umfaßt, der in der geometrischen Form an einen weggeschnittenen Abschnitt 35 gemäß 3 angepaßt ist, eine Form, die durch alle aneinanderstoßenden Stücke 37 unterer Kantenabschnitte der Verankerungsbahn gebildet ist. (Dieser untere Abschnitt 33 ist daher normalerweise so geformt, daß er der Form des weggeschnittenen Abschnitts 23 aus 2 entspricht.) In diesem Fall ist sie ein einfacher Kreis. Hierbei handelt es sich um die bevorzugte Form, obwohl natürlich Polygone oder andere Formen auch möglich sind und ein oberer Abschnitt 39 des Eckstücks nicht die gleiche Form wie der weggeschnittene Abschnitt 35 zu haben braucht.

Der obere Abschnitt 39 des Eckstücks ist so geformt, daß er einem weggeschnittenen Abschnitt 41 entspricht. Wiederum ist dies ein Kreis, könnte aber eine andere Form sein, insbesondere ein gleichseitiges Polygon. In 3 könnte das Eckstück an der Verankerungsbahn in dem weggeschnittenen Abschnittsbereich 41 fixiert sein und dadurch eine Fixierung zwischen vier aneinandergrenzenden Verankerungsbahnmodulen bilden. Sind die Eckstücke am Fußboden, aber nicht an den Verankerungsbahnen fixiert, ist der Radius des unteren Abschnitts 33 normalerweise kleiner als der Radius des weggeschnittenen Abschnitts 35, und der Radius des oberen Abschnitts 39 des Eckstücks ist kleiner als der Radius des weggeschnittenen Abschnitts 41, um atmosphärische Dehnung der Verankerungsbahnen zu ermöglichen.

In Fällen, in denen die Eckstücke nur an den Verankerungsbahnen fixiert werden (wodurch sich der Unterbau aus Verankerungsbahnen und Eckstücken frei über den Fußboden bewegen kann), ist es nicht nötig, den weggeschnittenen Abschnitt 35 in der Verankerungsbahn und den entsprechenden unteren Abschnitt 33 im Eckstück zu haben. In diesem Fall wird die Unterseite des oberen Abschnitts 39 des Eckstücks am weggeschnittenen Abschnitt 41 fixiert.

4 veranschaulicht die Verwendung von Eckstücken 31 von 3 mit den Verankerungsbahnen 111 von 2. Die Eckstücke 31 sind in Teilschnittansicht dargestellt. Ein spezifisches Eckstück 113 ist in der Plazierung innerhalb eines Kreises 115 gezeigt, der durch die Ecken der vier angrenzenden Verankerungsbahnen 111 erzeugt ist.

Die Eckstücke 31 könnten am darunterliegenden Fußboden mit Hilfe einer Schraube 42 gemäß 7 fixiert sein, oder die Verankerungsbahn könnte frei beweglich bleiben, wenn ausreichende Masse vorhanden ist, um für Stabilität zu sorgen, insbesondere wenn ein darüberliegender dekorativer Belag, z.B. ein Teppichboden, an der Verankerungsbahn befestigt ist. In einem Schraubenloch 121 kann ein Raum 119 gewahrt bleiben, indem der Radius des Schraubenlochs 121 größer als der Radius der Schraube 42 ist, was Bewegung der Eckstücke 31 ermöglicht.

Gemäß 5 ist es auch möglich, die Schraube zu versenken. Hat in diesem Fall die Verankerungsbahn ein Polster 45, ist eine steife Schicht 43 vorgesehen, die am Polster 45 befestigt ist. Ein Stopfen 47 wird aus der steifen Schicht 43 und dem Polster 45 entfernt. Nach Befestigen der Schraube am Unterbau wird der Stopfen 47 wieder eingesetzt, um eine glatte Oberseite des Polsters und der Verankerungsbahn zu erzeugen, oder das Stopfenloch kann einfach mit Polster- oder jedem anderen geeigneten Material gefüllt werden.

6 ist ein Schnitt an der Linie 6-6 in 2. Er zeigt Eckstücke 51, die dickenreduzierte Bereiche 53 auf Verankerungsbahnen 55 überlappen. Die Verankerungsbahnen 55 können sich zwischen zwei Eckstücken 51 frei bewegen, insbesondere wenn eine Toleranz oder ein Raum in den Abstand zwischen den Verankerungsbahnen 55 und Eckstücken 51 gemäß der vorstehenden Beschreibung eingebaut ist. In diesem Fall wären die Eckstücke 51 am darunterliegenden Untergrund normalerweise mit einer Schraube (nicht gezeigt) fixiert. Möglich ist auch, die Eckstücke ganz oder teilweise an den Verankerungsbahnen 55 durch Befestigung an den dickenreduzierten Bereichen 53 zu fixieren, wobei es dann in einigen Fällen eventuell nicht nötig ist, irgendwelche Eckstücke 51 am Untergrund zu fixieren, und statt dessen läßt man die Verankerungsbahnen 55 und Eckstücke 51 sich auf dem Untergrund bewegen.

Durch Fixieren von Eckstücken an der Ecke reduziert sich die Anzahl erforderlicher Fixierpunkte, da jedes Eckstück vier Bahnen an einer Ecke überlappt. Da die Ecken von Verankerungsbahnen (wie zuvor erläutert) eine Schwachstellenfläche sind, sind Unstetigkeiten oder Bruch mit diesem Fixiersystem weniger wahrscheinlich. Da außerdem weniger Fixierpunkte erforderlich sind, wird die Integrität der Verankerungsbahn geringer beeinträchtigt, da weniger Löcher in der Verankerungsbahn vorhanden sind. Da schließlich die Eckstücke die Verankerungsbahnen niederhalten, ohne sie unbedingt am darunterliegenden Fußboden zu fixieren, ist es möglich, Bewegung der Verankerungsbahnen in Relation zu den Eckstücken zu ermöglichen, und dabei auch atmosphärischer Dehnung Rechnung zu tragen.

Während Eckstücke beschrieben wurden, kann die Erfindung verwendet werden, indem ein dickenreduzierter Bereich entlang jeder Kante einer modularen Verankerungsbahn vorgesehen wird und ein weggeschnittener Bereich innerhalb des dickenreduzierten Bereichs vorhanden ist, um einen Aufbau zur Verwendung der an diesem Punkt beschriebenen Fixiervorrichtungen vorzusehen. Ein dickenreduzierter Bereich, der einen weggeschnittenen Bereich umgibt, kann auch an beliebiger Stelle im Inneren einer Verankerungsbahn zur Verwendung der Fixiervorrichtungen an diesem Innenpunkt liegen.

In Ausführungsformen, in denen die Verankerungsbahnmodule am Fußboden nur über die Eckstücke fixiert sind, können die Verankerungsbahnmodule leicht entfernt und ausgetauscht werden, wenn sie defekt sind oder repariert werden müssen.

Erwartungsgemäß wären die Module voraussichtlich quadratisch und vorzugsweise im Bereich von vier Fuß mal vier Fuß bis zwei Fuß mal zwei Fuß groß, wenngleich Module außerhalb dieses Bereichs auch funktionieren und in den Schutzumfang der Erfindung fallen.

Die Verankerungsbahnmodule könnten aus einem extrudierten oder geformten Material hergestellt sein, in dem die beiden Stücke so wärmeverbunden sind, daß sie eine Überlappung und eine Unterlage bilden. Die Bahnen könnten durch ein einstellbares Schneidmesser oder eine Lehre geschnitten werden. Die Verankerungsbahnmodule könnten ausgestanzt werden. Eine Hakenschicht könnte mit der Oberfläche der oberen Bahn wärmeverbunden werden. Alternativ könnte das komplette Modul (potentiell mit Haken und die beiden "Schichten" des Moduls) in einer ein- oder zwei- oder mehrstufigen Verfahrensform mit Hilfe solcher Materialien wie Polypropylen oder Polyethylen spritzgegossen werden.

Die Überlappungs- und Unterlagebereiche der Module können mit Einrichtungen zur lösbaren oder dauerhaften Befestigung versehen sein, oder die Unterlagebereiche können einfach unter den Überlappungsflächen liegen und diese ohne jede Form von Befestigung tragen. Alternativ können die Module auch mit entsprechenden deckungsgleichen Erhebungen und Vertiefungen (nicht gezeigt) in den Überlappungs- und Unterlageabschnitten der Module hergestellt sein, um beim Zusammenhalten der Module und beim Ausrichten während des Einbaus zu helfen.

In allen Fällen, in denen Verklettungssysteme oder Haken vorgesehen sind, können die Haken durch eine harte Schutzhülle gemäß der Diskussion in der WO-A-98/03104 oder eine weiche Hülle gemäß der Offenbarung in der US-A-4822658 vorübergehend abgedeckt sein, um vorzeitigen Eingriff der Haken in die Schlaufen zeitweilig zu verhindern.

Dem Fachmann wird klar sein, daß verschiedene Abwandlungen an Einzelheiten der hier beschriebenen Ausführungsformen vorgenommen werden können, die zum Schutzumfang der Erfindung gehören, der in den nachfolgenden Ansprüchen beschrieben ist.


Anspruch[de]
  1. Verankerungsbahn (111) zum Verankern eines dekorativen Belags an einem Fußboden, wobei die Verankerungsbahn so geformt ist, daß sie einen im wesentlichen flachen unteren Abschnitt und einen im wesentlichen flachen oberen Abschnitt (3) mit der gleichen Größe wie der untere Abschnitt hat, dessen Oberseite mit Haken im wesentlichen überzogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt vom unteren Abschnitt entlang einer Kante davon versetzt ist, um einen Teil (15) des unteren Abschnitts freizulegen, und wobei mindestens ein versenkter Bereich (21) in der Verankerungsbahn zum Aufnehmen einer Fixiervorrichtung vorhanden ist.
  2. Verankerungsbahn nach Anspruch 1, wobei der untere Abschnitt polygonal ist und der obere Abschnitt eine ähnliche Form wie der untere Abschnitt hat.
  3. Verankerungsbahn nach Anspruch 1, wobei der untere Abschnitt allgemein quadratisch ist.
  4. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der obere Abschnitt (3) vom unteren Abschnitt um einen gleichen Betrag entlang zweier benachbarter Kanten versetzt ist, um zwei benachbarte Teile des unteren Abschnitts freizulegen.
  5. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner mit einem vollständigen Schnitt (23) durch die Verankerungsbahn, wobei der durchschnittene Bereich innerhalb des versenkten Bereichs (21) liegt.
  6. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der versenkte Bereich (21) auf einer Ecke zentriert ist, die durch den unteren Abschnitt gebildet ist.
  7. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner mit einem elastischen Polster (5), das an ihrer Unterseite befestigt ist.
  8. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Abschnitte in einem einzelnen Stück gebildet sind.
  9. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Abschnitte die gleiche Dicke haben.
  10. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Abschnitte unterschiedliche Dicken haben.
  11. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Verankerungsbahn spritzgegossen ist.
  12. Verankerungsbahn nach Anspruch 11, wobei die Verankerungsbahn aus Polypropylen oder Polyethylen spritzgegossen ist.
  13. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der versenkte Bereich (21) benachbart zu einer Kante der Verankerungsbahn liegt.
  14. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der versenkte Bereich (21) benachbart zu einer Ecke der Verankerungsbahn liegt.
  15. Verfahren zum Installieren eines Unterbaus aus Verankerungsbahnen (1; 55; 111) und Fixiervorrichtungen über einem Fußboden, wobei der Unterbau einen lösbaren dekorativen Belag erhalten soll, wobei die Verankerungsbahnen eine Oberseite mit einer Einrichtung zum lösbaren Befestigen am dekorativen Belag und ein dickenreduziertes Teilstück (21) mit einem ersten Bereich mit einer ersten Form haben und die Fixiervorrichtungen (31) eine Oberseite mit einer Einrichtung zum lösbaren Befestigen am dekorativen Belag haben, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

    Verlegen der Verankerungsbahnen (1; 55; 111) über einem Fußboden;

    Einsetzen der Fixiervorrichtungen (31) in die dickenreduzierten Teilstücke (21); und

    Fixieren mindestens einiger der Fixiervorrichtungen (31) am Fußboden oder an den umgebenden Verankerungsbahnen.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Verankerungsbahnen (111) so gestaltet sind, daß sie sich überlappen, und der Schritt des Verlegens der Verankerungsbahnen über einem Fußboden aus dem Verlegen der Verankerungsbahnen auf überlappende Weise über einem Fußboden besteht.
  17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, wobei die Fixiervorrichtungen (31) kleiner als der erste Bereich sind und wobei der Schritt des Verlegens der Verankerungsbahnen auf stoßende Weise über einem Fußboden das Verlegen der Verankerungsbahnen über einem Fußboden derart aufweist, daß ein Spalt zwischen benachbarten Verankerungsbahnen vorhanden ist.
  18. Verankerungsbahn (1, 55, 111) zum Befestigen von dekorativen Stücken mit Schlaufen mit Hilfe eines Haken- und -Schlaufen-Befestigungssystems, das eine Verankerungsbahn mit einer Oberseite hat, die mit Haken überzogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsbahn und die Haken aus einem einzelnen spritzgegossenen Kunststoffstück gebildet sind, wobei die Verankerungsbahn eine versenkte Einrichtung (21) aufweist.
  19. Verankerungsbahn nach Anspruch 18, wobei die Bahn eine Dicke zwischen 0,5 mm (0,020 Inch) und 19 mm (0,75 Inch) hat.
  20. Verankerungsbahn nach Anspruch 19, wobei die Bahn eine Dicke zwischen 1,57 mm (0,062 Inch) und 19 mm (0,75 Inch) hat.
  21. Verankerungsbahn nach Anspruch 20, wobei die Bahn eine Dicke von etwa 3,175 mm (0,125 Inch) hat.
  22. Verankerungsbahn nach einem der Ansprüche 18 bis 21, ferner mit einem Polster (5), das an einer Seite der Verankerungsbahn gegenüberliegend der Seite befestigt ist, die mit Haken überzogen ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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