PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004012991U1 02.02.2006
Titel Steckereinheit für Endoskope
Anmelder Storz Endoskop Produktions GmbH, 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter Stamer, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 35579 Wetzlar
DE-Aktenzeichen 202004012991
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.02.2006
Registration date 29.12.2005
Application date from patent application 19.08.2004
IPC-Hauptklasse A61B 1/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61B 1/07(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Steckereinheit mit Integralkabelverbindung zum Bedienteil eines Endoskops und Steckanschlüssen für Lampen-, Mechanik- und/oder Elektronik-Module.

Endoskope, insbesondere für industrielle Meß- und Inspektionsaufgaben, enthalten üblicherweise eine Mehrzahl von Peripheriegeräten für die Stromversorgung, Beleuchtung, Kamerasteuerung, Bildauswertung, Monitore usw. Um die Handhabung des Endoskops mit seinem Bedienteil nicht unnötig zu behindern, ist eine Steckereinheit vorgesehen, von der aus über eine Integralkabelverbindung die optische und elektronische Versorgung, sowie der Datenaustausch zum Endoskop geleitet wird. Die Anzahl der Steckanschlüsse entspricht der Anzahl der möglichen Peripheriegeräte für das jeweilige Endoskop, so daß die Steckereinheit im wesentlichen einen einfachen Austausch unterschiedlicher Peripheriegeräte desselben Typs ermöglicht. Die Steckereinheit ist so gestaltet, daß die mechanische Beanspruchung der Integralkabelverbindung beim Anschluß der Peripheriegeräte möglichst gering ist.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steckereinheit so weiterzubilden, daß neu entwickelte oder für das jeweilige Endoskop zunächst nicht vorgesehene Zusatzmodule ohne Umbau oder Zerlegung der übrigen Steckanschlüsse nachrüstbar sind. Das Modul sollte dabei so mit der Steckereinheit verbindbar sein, daß die statischmechanische Belastung der Integralkabelverbindung nicht nachteilig beeinflußt wird.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in die Steckereinheit über die Integralkabelverbindung und das Bedienteil ein bis zum distalen Ende des Endoskops verlaufendes Leerrohr eingefügt ist, dessen proximales Ende in der Steckereinheit frei beweglich so angeordnet ist, daß es aus einer verschließbaren Bohrung in der Wandung der Steckereinheit herausführbar ist. In die offene Bohrung kann eine Hohlachse zur Aufnahme des Leerrohres einsetzbar sein. Auf die Hohlachse kann ein Zusatzmodul so aufgesteckt sein, daß das funktionsbestimmende Teil des Zusatzmoduls der proximalen Öffnung des Leerrohres zugeordnet ist. Das Gehäuse des Zusatzmoduls ist dabei zweckmäßigerweise in einer die Steckereinheit umgreifenden Formgebung ausgebildet, deren Schwerpunkt auf der Achse der Integralkabelverbindung liegt. In das Leerrohr kann eine Singlemode-Laserfaser eingefügt sein, der distalseitig eine Kollimationsoptik zugeordnet ist und der proximalseitig eine im Gehäuse angeordnete Laserdiode vorgeschaltet ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Eine Steckereinheit 1 ist über eine Integralkabelverbindung 2 mit dem Bedienteil 3 eines Endoskops verbunden. Bei dem Endoskop handelt es sich beispielsweise um ein Video-Meßendoskop, dessen distales Ende 4 über Bowdenzüge bewegbar ist.

Die Steckereinheit 1 weist zwei Steckanschlüsse 5, 6 auf. Der Steckanschluß 5 enthält z.B. die Leitungen zur Kamerasteuerung und Bildauswertung und auf den Steckanschluß 6 kann z.B. eine Beleuchtungseinheit aufgesetzt werden. Weitere Steckanschlüsse z.B. für die Stromversorgung sind nicht weiter dargestellt.

Auf die Steckereinheit 1 ist ein Gehäuse 7 für ein Zusatzmodul aufgesteckt. Das Gehäuse 7 ist in seiner Formgebung so ausgestaltet, daß es die Steckereinheit 1 von der Seite her umgreift, wobei insbesondere der Steckanschluß 5 frei bleibt. Das Gehäuse 7 ist dabei so konstruiert, daß sein Schwerpunkt auf der durch die Steckereinheit 1 verlaufende Längsachse der Integralkabelverbindung 2 liegt. Bei einem Zug an der Steckereinheit 1 aufgrund der Bedienung und Bewegung des Endoskops kann die Integralkabelverbindung 2 daher die Kräfte aufnehmen, ohne daß zusätzliche Querkräfte entstehen. Das Gehäuse 7 des Zusatzmoduls wird somit zu einem Bestandteil der Steckereinheit 1.

Das Gehäuse 7 des Zusatzmoduls kann für unterschiedliche Anwendungen ausgelegt sein, die über ein von der Steckereinheit 1 ausgehendes und über die Integralkabelverbindung 2 und das Bedienteil 3 zum distalen Ende 4 führendes Leerrohr an einem zu untersuchenden Objektbereich ausgeführt werden können. Das proximale Ende des Leerrohres ist in der Steckereinheit 1 zunächst frei beweglich so angeordnet, daß es bei Bedarf aus einer durch einen Stopfen verschlossenen Bohrung in der Wandung der Steckereinheit 1 herausgeführt werden kann. Zur Vorbereitung für das Ansetzen des Zusatzmoduls wird die Bohrung geöffnet und eine Hohlachse in die Wandung eingesetzt, in die dann das proximale Ende des Leerrohres hineingezogen wird. Je nach Ausstattung des Zusatzmoduls wird dessen funktionsbestimmendes Teil in dem Gehäuse 7 so angeordnet, daß es mit der Öffnung des Leerrohres zusammenwirken kann. Die Hohlachse dient dabei zum Ausrichten und Halt des Gehäuses 7 auf der Steckereinheit 1. Mit Hilfe eines zusätzlichen Paßstiftes kann das Gehäuse 7 auf der Steckereinheit 1 gegen eine Verdrehung gesichert werden.

Ein erstes Zusatzmodul kann zur Einstrahlung von Laserlicht auf das Objekt vorgesehen sein. Dazu wird in das Leerrohr eine Singlemode-Laserfaser eingeschoben, der distalseitig eine Kollimationsoptik zugeordnet wird. Proximalseitig enthält das Gehäuse 7 als funktionsbestimmendes Teil eine Laserdiode, deren Strahlung in die Singlemode-Laserfaser eingekoppelt wird. Zur Energieversorgung der Laserdiode kann an dem Gehäuse 7 eine geeignete Steckverbindung zum Anschluß an eine Versorgungseinheit vorgesehen sein. Die Nachrüstung des Systems wird vorteilhafterweise beim Hersteller vorgenommen, um die gegenseitige Justierung der Funktionselemente sicherzustellen. Eine Zerlegung der bestehenden Anschlüsse ist erkennbar nicht notwending.

Als Laserlichtquelle kann insbesondere eine im sichtbaren Wellenlängenbereich strahlende Laserdiode vorgesehen sein. Vorzugsweise sollte die Laserdiode bei 639 nm ±3 nm arbeiten. Zur Ankopplung der Singlemode-Laserfaser an die Laserdiode kann in der Anbaueinheit 30 eine lösbare Steckverbindung vorgesehen sein. Durch die Lösbarkeit der Verbindung werden Reparaturen erleichtert und die Zuordnung zur Eintrittsfläche der Singlemode-Laserfaser sichergestellt.

Die verwendete Laserdiode und/oder die Laserdioden-Ansteuerung sollten so ausgelegt sein, daß Speckles im Strahlungsfeld reduziert sind. Dazu können Speckles reduzierende Mittel zwischen Laserdiode und Eintrittsfläche der Singlemode-Laserfaser angeordnet werden. Die Erkennbarkeit des Meßmusters auf dem Objekt wird durch Unterdrückung von Speckles deutlich verbessert.

Als weitere Ausstattungen für Zusatzmodule können z.B. Schleifeinrichtungen, Sensoren , Manipulationseinrichtungen, andere Zusatzbeleuchtungen, Sprüh-, Disponier- oder Dosiereinrichtungen vorgesehen sein, deren Anwendung durch über das Leerrohr geführte Betätigungselemente ausgelöst werden kann.

1Steckereinheit 2Integralkabelverbindung 3Bedienteil 4distales Ende 5Steckanschluß für Kamera 6Steckanschluß für Beleuchtung 7Gehäuse

Anspruch[de]
  1. Steckereinheit mit Integralkabelverbindung zum Bedienteil eines Endoskops und Steckanschlüssen für Lampen-, Mechanik- und/oder Elektronik-Module, dadurch gekennzeichnet, daß in die Steckereinheit (1) über die Integralkabelverbindung (2) und das Bedienteil (3) ein bis zum distalen Ende (4) des Endoskops verlaufendes Leerrohr eingefügt ist, dessen proximales Ende in der Steckereinheit (1) frei beweglich so angeordnet ist, daß es aus einer verschließbaren Bohrung in der Wandung der Steckereinheit (1) herausführbar ist.
  2. Steckereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die offene Bohrung eine Hohlachse zur Aufnahme des Leerrohres einsetzbar ist.
  3. Steckereinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Hohlachse ein Zusatzmodul so aufgesteckt ist, daß das funktionsbestimmende Teil des Zusatzmoduls der proximalen Öffnung des Leerrohres zugeordnet ist.
  4. Steckereinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) des Zusatzmoduls in einer die Steckereinheit (1) umgreifenden Formgebung ausgebildet, deren Schwerpunkt auf der Achse der Integralkabelverbindung (2) liegt.
  5. Steckereinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in das Leerrohr eine Singlemode-Laserfaser eingefügt ist, der distalseitig eine Kollimationsoptik zugeordnet ist und der proximalseitig eine im Gehäuse (7) angeordnete Laserdiode vorgeschaltet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com