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Dokumentenidentifikation DE202005009251U1 02.02.2006
Titel Leichte Panzerverglasung
Anmelder Mundloch, Rudolf, Dipl.-Ing. (FH), 85757 Karlsfeld, DE
DE-Aktenzeichen 202005009251
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.02.2006
Registration date 29.12.2005
Application date from patent application 13.06.2005
IPC-Hauptklasse C03C 27/12(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F41H 5/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F41H 5/26(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B32B 17/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Panzerverglasungen werden üblicher Weise in Schicht- bzw. Sandwichbauweise hergestellt, wobei in mehreren Abfolgen unterschiedliche Glasstärken und Rezepte verwendet werden und die Gläser über Karbonfolien miteinander verbunden sind um die Geschossenergie zu vernichten. Die jeweiligen Sicherheitsanforderungen werden über die Anzahl der Scheiben, deren Dicke und somit Einbautiefe hergestellt.

Diese Lösungen haben jedoch folgende Nachteile. Glas ist zum Einen sehr schwer und mit steigendem Gewicht wird ein gepanzertes Fahrzeug unhandlicher. Zum Anderen ist Glas spröde und die hintereinander liegenden Scheiben brechen unregelmäßig je nach Eindringtiefe des Geschosses. Nicht zuletzt wird damit das Sichtfeld der zu schützenden Personen eingeschränkt, denn die dicken Scheiben verzerren ohnehin das Umfeld.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Konstruktion zu finden, die die oben genannten Nachteile möglichst nicht besitzt.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass Scheiben hoher Sicherheitsanforderungen mit geringerer Einbautiefe und damit Gewicht hergestellt werden können, das Umfeld weniger verzerrt wird, und weniger spröde Schichten das Sichtfeld beim Einschuss einschränken und dennoch die Geschossenergie vernichtet werden kann.

Der Aufbau und die Funktion wird anhand der 1 erläutert und ist vergleichbar mit dem Funktionsprinzip einer kugelsicheren Weste:

1 zeigt den Aufbau der Panzerverglasung als Muster

Die Konstruktion besteht aus einer äußeren Glasscheibe 1 (extremer Widerstandsklasse z.B. künstlicher Saphir oder Mineralglas), die die Aufgabe hat, zum einen dem Geschoss die erste Energie zu entziehen und das Geschoss zu deformieren und eine größere Lastangriffsfläche zu schaffen.

Im Folgenden trifft das deformierte Geschoss auf einen z.B. mit klarem 2-Komponenten-Kunstharz gefüllten Zwischenraum 2 der die Scheiben miteinander verbindet. Solche Harze werden z.B. zum Verpressen von Beton im Hoch- und Tiefbau eingesetzt, sind sehr schlagzähelastisch, haben hervorragende Festigkeitseigenschaften und Flankenhaftung bei geringerem Gewicht als Glas, können klar durchsichtig eingestellt werden und härten zudem riss- und schwindfrei aus. Nach dem Anmischen sind diese Harze dünnflüssiger als Wasser und nach dem Aushärten schwer entflammbar. Luftblasen können durch geieignete Produktionsverfahren vermieden werden.

In dem Zwischenraum 2 wird dem Geschoss weitere Energie entzogen und die Lastangriffsfläche weiter vergrößert. Da das Kunstharz nicht so spröde wie mineralisches Glas ist wird eine Einschränkung der Sicht der Insassen im Vergleich zu Glas vermieden.

Zuletzt trifft das Geschoss je nach Aufbau auf eine Abfolge herkömmlicher Verbundglasscheiben 3, die die Restenergie des Aufpralls mit auf die Karosserieteile übertragen müssen.


Anspruch[de]
  1. Leichtes Panzerglas mit geringer Einbautiefe, dadurch gekennzeichnet, dass der Schichtaufbau in der Weise erfolgt, dass auf eine harte Außenverglasung (oder Verbundglas) 1 ein Zwischenraum 2 mit einem schlagzähelastisch und schwer entflammbaren gefülltem durchsichtigem Medium (z.B. Kunstharz) folgt sowie die Restenergie eines Geschosses anschließend unter Einbeziehung einer inneren Verbundglasscheibe 3 abgetragen wird.
  2. Panzerglas nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass ein schwer entflammbares Kunstharz oder gleichwertiges Füllmedium in einem vorhandenen Zwischenraum 2 in der Scheibenabfolge eingebracht wird.
  3. Panzerglas nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zwischenraum 2 eine Außenscheibe 1 aus künstlichem Saphirglas oder Mineralglas mit extremer Härte eingesetzt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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