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Dokumentenidentifikation DE202005013963U1 02.02.2006
Titel Mobile Klimakammer
Anmelder Deutsche Bahn AG, 10785 Berlin, DE
DE-Aktenzeichen 202005013963
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.02.2006
Registration date 29.12.2005
Application date from patent application 02.09.2005
IPC-Hauptklasse F24F 7/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F24F 3/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F24F 1/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      E04H 5/02(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      G01M 17/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      G01M 17/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klimakammer zur messtechnischen Erfassung des thermischen Komforts in einem Prüfobjekt und für witterungsabhängige Funktionsprüfungen an diesem Prüfobjekt.

Prüfobjekte wie z.B. Schienenfahrzeuge werden bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen betrieben. Insbesondere müssen Schienenfahrzeuge ebenso kalte Winternächte mit Temperaturen von bis zu – 40°C und extrem geringer Luftfeuchte wie auch heiße Sommertage mit Temperaturen von z.T. 60°C bei direkter Sonneneinstrahlung und sehr hoher Luftfeuchte ohne Beeinträchtigung ihrer Funktionstüchtigkeit überstehen. Desweiteren muss gewährleistet sein, dass der Komfort und hierbei insbesondere der thermische Komfort für Reisende in den Schienenfahrzeuge zu jeder klimatischen Bedingungen gewährleistet ist.

Aus DE 299 03 255 U1 ist ein Klima-Wind-Kanal bekannt, mit dem die Funktionstüchtigkeit und der thermische Komfort insbesondere von Schienenfahrzeugen überprüft werden kann. Hierbei wird ein Schienenfahrzeug in den Klima-Wind-Kanal gefahren und das Schienenfahrzeug von außen mit dem gewünschten Klima wie Temperatur, Luftfeuchte, Sonnenstrahlung, Windgeschwindigkeit, etc. beaufschlagt.

Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass aufgrund der Größe und Komplexität eines Klima-Wind-Kanals nur wenige Klima-Wind-Kanäle zur Verfügung stehen. Hierdurch ergibt sich als weiterer Nachteil, dass die Überprüfung von Schienenfahrzeugen in einem Klima-Wind-Kanal mit hohen Kosten verbunden ist.

Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Klimakammer bereitzustellen, mit der eine einfache und kostengünstige Überprüfung von Schienenfahrzeugen gewährleistet wird.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Anspruches 1 erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Ansprüche 2 bis 5 beinhalten vorteilhafte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lösung aus Anspruch 1.

Erfindungsgemäß besteht die Klimakammer aus Dämmelementen, die sich reversibel auf- und wieder abbauen lassen und das Objekt umschließen. Ein Klimagerät bringt Luft in die Klimakammer ein bzw. wälzt Luft in der Klimakammer um, wobei über Wärmetauscher des Klimagerätes, über die die Luft geführt wird, die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen eingestellt werden.

Die Dämmelemente werden zusammengefügt und umschließen das zu untersuchende Objekt derartig, dass es von den Dämmelementen umgeben ist. Der Boden bleibt hierbei insbesondere unverändert, d.h. so wie er vor Zusammenbau der Dämmelemente war.

Besonders vorteilhaft sind handelsübliche Dämmelemente, insbesondere gemäß Anspruch 2 sogenannte Styroporschalungssteine oder Sandwichplatten gemäß Anspruch 3, mit denen man um das Prüfobjekt einen thermisch isolierten Raum errichtet. Diesen Raum klimatisiert man je nach Bedarf und schafft so die für Klimauntersuchungen notwendigen Randbedingungen. Die Klimatisierung erfolgt über die in dieser Klimakammer umgewälzte Luft, wobei die Wärme-/Kälteeinbringung über Wärmetauscher, über die diese Luft geführt wird, erfolgt. Nach Prüfungsende können die Isolierelemente wieder abgebaut und um das nächste Objekt herum aufgebaut werden.

Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, dass eine mobile Klimakammer an verschiedenen Standorten ohne größeren Aufwand auf- und wieder abgebaut werden kann.

Nach Anspruch 4 ist das Klimagerät ein externes Klimagerät, das von außen an die Klimakammer über mindestens eine Zuleitung angeschlossen ist.

Soll das Objekt in seiner Gesamtheit mit den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen beaufschlagt werden, stellt diese ein externes Klimagerät über entsprechend konditionierte Luft ein. Das externe Klimagerät ist hierbei über mindestens eine Zuleitung mit der Klimakammer verbunden.

Nach Anspruch 5 kann die Herstellung der für die Prüfung notwendigen Luftfeuchtigkeit in der Klimakammer durch eine Befeuchtung der von der Klimaanlage des Prüfobjektes angesaugten Außenluft vereinfacht werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels und einer Zeichnung mit einer Figur näher erläutert.

Die Fig. zeigt schematisch im Längsschnitt ein Schienenfahrzeug (1), das von einer mobilen Klimakammer (2) umschlossen ist.

Die mobile Klimakammer (2) wird aus einzelnen Dämmelementen (3) gebildet, die ineinander greifen und das Schienenfahrzeug (1) umgeben.

Ein Klimagerät (4) führt über Zuleitungen (5) entsprechend den gewünschten klimatischen Bedingungen konditionierte Luft in die mobile Klimakammer (2) ein.

1Schienenfahrzeug 2mobile Klimakammer 3Dämmelement 4Klimagerät 5Zuleitung

Anspruch[de]
  1. Klimakammer zur Beaufschlagung eines Objektes mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, wobei ein Klimagerät die klimatischen Bedingungen innerhalb der Klimakammer einstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimakammer (2) aus Dämmelementen (3) besteht, die sich reversibel auf- und wieder abbauen lassen und das Objekt umschließen, das Klimagerät (4) in die Klimakammer Luft einbringt und/oder in der Klimakammer Luft umwälzt und Wärmetauscher, über die die Luft geführt wird, die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen einstellen.
  2. Klimakammer zur Beaufschlagung eines Objektes mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmelemente (3) Styroporschalungssteine sind.
  3. Klimakammer zur Beaufschlagung eines Objektes mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmelemente (3) Sandwichplatten sind.
  4. Klimakammer zur Beaufschlagung eines Objektes mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klimagerät (4) ein externes Klimagerät ist, das von außen an die Klimakammer (2) über mindestens eine Zuleitung (5) angeschlossen ist.
  5. Klimakammer zur Beaufschlagung eines Objektes mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nur die angesaugte Außenluft an der Außenluftansaugung der Klimaanlage des Objektes mit Wasserdampf befeuchtet wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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