PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005017183U1 02.02.2006
Titel Suppenteller o.dgl. offenes Behältnis
Anmelder Roeting, Claus, 49084 Osnabrück, DE
Vertreter Busse, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 48429 Rheine
DE-Aktenzeichen 202005017183
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.02.2006
Registration date 29.12.2005
Application date from patent application 03.11.2005
IPC-Hauptklasse A47G 19/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein tellerförmiges, nach oben offenes Behältnis nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Suppenteller weisen üblicherweise einen planebenen oder rotationssymmetrisch zur Mitte hin leicht abfallenden Boden auf, so daß der beim Auslöffeln sich verringernde Inhalt in der Mitte zusammenläuft. Um dem dadurch entstehenden Problem entgegenzuwirken, daß der Teller zum Auslöffeln gekippt werden muß, ist es aus der DE 200 21 372 U1 bekannt, die Oberseite des Bodens derart auszubilden, daß die tiefste Stelle außermittig im Nahbereich einer aufragenden Seitenwandung des Tellers liegt.

Durch die Abweichung der Bodenoberfläche von der Rotationssymmetrie besteht die Gefahr, daß ein weiterer Teller, der zu Stapelzwecken auf den ersten aufgesetzt wird, keine Standfläche mit durchgehend gleicher Höhe vorfinden kann, so daß sich dann eine Schrägstellung des oberen Tellers ergibt. Dadurch ist es erschwert, einen höheren Stapel mit einigen solchen Tellern stabil auszubilden.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Verbesserung der Stapelbarkeit solcher Teller oder dergleichen Behältnisse zu erreichen.

Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Behältnis mit den Merkmalen der Ansprüche 1. Hinsichtlich vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Ansprüche 2 bis 7 verwiesen.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung zumindest einer Abstützfläche im äußeren Bereich der Seitenwandungen und eine komplementäre Auflagefläche darunter kann das Stapeln der Teller erfolgen, ohne daß eine Abstützung eines Tellers auf dem Boden des darunter befindlichen Tellers erforderlich ist. Der obere Teller kann über dem Boden des darunter stehenden frei hängen und nur über die Abstützfläche am Rand gehalten sein. Die Ausbildung der Oberseite des Bodens ist daher für das Aufstapeln der Teller ohne Belang.

Sofern die Abstützfläche den Teller vollständig umläuft, braucht beim Stapeln auch bezüglich der Ausrichtung um eine Vertikalachse keine Ausrichtung der Teller vorgenommen zu werden. Die Teller können vielmehr in beliebiger Ausrichtung übereinandergestapelt werden, ohne daß zum Beispiel die tiefsten Stellen jeweils übereinander oder um einen bestimmten Betrag gegeneinander versetzt gehalten sein müssen.

Wenn sehr vorteilhaft dem Teller zur Auflagefläche benachbart zumindest ein Abstützansatz zugeordnet ist, mit dessen Hilfe der Teller auf Seitenwandungen eines weiteren Tellers gesichert gegen eine Verschiebung mit horizontaler Komponente halterbar ist, ist nicht nur die vertikale Stapelung der Teller stabil, sondern der Stapel ist auch gegen ein horizontales Verrutschen oder Verkippen einzelner Teller gesichert und dadurch in seiner Stabilität erheblich unterstützt.

Insbesondere kann der Abstützansatz eine nach unten vorspringende Stufe umfassen, die bei einer seitlichen Verscheibung an der Innenwand der Seitenwandung anstoßen würde und somit die Verkipp- und Verschiebesicherung bewirkt. Von oben sichtbare Flächen Seite der Seitenwandung können hierfür unverändert bleiben, so daß die Optik des Tellers im sichtbaren Bereich durch die Erfindung nicht verändert werden muß.

Der Abstützansatz kann den Teller ebenfalls vollständig umlaufen, so daß auch diesbezüglich keine Ausrichtung erforderlich ist.

Eine oder mehrere zusätzliche Standanformung(en) zur Auflage auf einem Tisch sichern die Verwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen ausschließlich für das Übereinanderlegen der Teller.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus einem in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt:

1 eine querschnittliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Tellers,

2 einen Stapel von drei erfindungsgemäßen Tellern in querschnittlicher und nach radial außen abgebrochener Seitenansicht.

Der in 1 dargestellte Suppenteller 1 weist oberhalb einer Oberseite 2 seines Bodens 3 einen Aufnahmeraum 4 für insbesondere flüssige oder breiförmige Speisen auf, der von umliegenden Seitenwandungen 5 umgrenzt ist. Im oberen und äußeren Bereich kann sich von den Seitenwandungen 5 ein im wesentlichen horizontaler oder leicht angeschrägter Randbereich 6 erstrecken, der in der Stapelansicht nach 2 nicht dargestellt ist. Die Formgestaltung ist jedoch variabel.

Der Suppenteller oder dergleichen offenes Behältnis 1 kann auch in Draufsicht rund oder oval sein oder eine mehreckige Umrißgestalt aufweisen und aus verschiedenen Materialien, insbesondere Porzellan oder Keramik, aber auch aus Glas, Porzellan oder Kunststoff bestehen.

Der Boden 3 weist eine tiefste Stelle 7 auf, die nicht im Mittelpunkt der Draufsicht liegen muß, sondern seitlich oder radial nach außen in den Nahbereich der Seitenwandungen 5 versetzt liegen kann. In die Vertiefung 7 kann die Oberseite 2 des Bodens 3 über eine kontinuierlich abfallende Ablaufschräge 8 einmünden. Alternativ kann die Vertiefung auch muldenartig ausgebildet sein.

Der Boden 3 zeigt über seinen Verlauf eine variable Dicke, so daß die Unterseite 9 des Bodens 3 horizontal verlaufen und zumindest eine Standanformung 10, hier eine umlaufend vorspringende Kante, zur Auflage auf einem Tisch aufweisen kann, über die der Teller 1 gerade auf dem Tisch stehen kann. Auch einzelne Standfüße wären alternativ möglich.

Da der Boden 3 auf seiner Oberseite 2 jedoch keinen horizontalen Verlauf hat und auch die Linien gleicher Höhe nicht rotationssymmetrisch laufen, würde beim Stapeln der Teller 1 eine Halterung über die Standanformungen 10 auf der Oberseite 2 des Bodens 3 eines darunter gelegenen Tellers 1 zu einer Schrägstellung des oberen Tellers 1 führen.

Daher wird der Teller 1 oder dergleichen Behältnis in Stapelstellung mehrerer Teller (2) über von den Standanformungen 10 unabhängige Abstützfläche(n) 11 und komplementäre Auflageflächen 12 gehalten. Diese liegen jeweils im äußeren Bereich der Seitenwandungen 5. Das Lot der oberen Abstützfläche(n) 11 hat eine vertikal nach oben zeigende Komponente, das der nach unten weisenden Auflagefläche(n) 12 ist hierzu zumindest nahezu antiparallel ausgerichtet. Dabei kann das Lot jeweils vertikal oder auch gegen die Vertikale geneigt stehen.

Im Ausführungsbeispiel umlaufen sowohl die Abstützfläche 11 als auch die Auflagefläche 12 den Teller vollständig, was nicht zwingend ist, jedoch insbesondere bei der von oben sichtbaren Abstützfläche 11 für eine vorteilhafte Optik sorgt, da das einheitliche Erscheinungsbild des Tellers 1 nicht gestört wird. Weiterhin ist auf diese Weise auch jede Ausrichtung der zu stapelnden Teller 1 bezüglich Drehung um eine Hochachse entbehrlich. Dies vereinfacht die Handhabung.

Bei der Halterung der Teller 1 über die auf der Abstützfläche 11 eines darunter befindlichen Tellers 1 unterstützte Auflagefläche 12 kann die Standanformung 10 frei über dem Boden 3 hängen oder auch an dessen höchster Stelle leichten Kontakt mit diesem haben, ohne dadurch eine Schrägstellung des oberen Tellers zu bewirken.

Für die Sicherung der Stapelstellung ist es besonders vorteilhaft, wenn, wie in der Zeichnung dargestellt, jedem Teller 1 zur Auflagefläche 12 benachbart zumindest ein Abstützansatz 13 zugeordnet ist. Mit dessen Hilfe ist ein oberer Teller 1 von Seitenwandungen 5 eines darunter befindlichen Tellers nicht nur untergriffen und damit seine Gewichtskraft abgestützt, sondern der obere Teller ist so auch gegen ein Abgleiten durch Verschiebung mit horizontaler Komponente gesichert. Auch ein hoher Stapel kann so gesichert sein.

Der Abstützansatz 13 kann eine nach unten vorspringende Stufe umfassen, die bei einem runden Teller gegenüber der Auflagefläche 12 radial weiter innen gelegen ist.

Auch dieser Abstützansatz 13 kann den Teller 1 vollständig umlaufen oder auch, da er sich auf der Unterseite befindet, einzelne nach unten ragende Nasen ausbilden.

1Behältnis, 2Oberseite des Bodens, 3Boden, 4Aufnahmeraum, 5Seitenwandungen, 6Randbereich, 7Vertiefung, 8Ablaufschräge, 9Unterseite des Bodens, 10Standanformung, 11Abstützfläche, 12Auflagefläche, 13Abstützansatz, 14

Anspruch[de]
  1. Suppenteller oder dergleichen nach oben offenes Behältnis (1), das einen von Seitenwandungen (5) umgebenen Boden (3) mit zumindest einer außermittigen Vertiefung (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (1) im äußeren Bereich der Seitenwandungen zumindest eine Abstützfläche (11) umfaßt, deren Lot eine vertikal nach oben zeigende Komponente hat, und daß das Behältnis vertikal unterhalb der Abstützfläche (12) eine komplementäre Auflagefläche (12) mit einer zur Abstützfläche (11) antiparallelen Ausrichtung aufweist.
  2. Teller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützfläche (11) den Teller (1) vollständig umläuft.
  3. Teller nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Teller zur Auflagefläche (12) benachbart zumindest ein Abstützansatz (13) zugeordnet ist, mit dessen Hilfe der Teller (1) auf Seitenwandungen (5) eines weiteren Tellers (1) gesichert gegen eine Verschiebung mit horizontaler Komponente halterbar ist.
  4. Teller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützansatz (13) eine nach unten vorspringende Stufe umfaßt.
  5. Teller nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützansatz (13) den Teller (1) vollständig umläuft.
  6. Teller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller (1) zumindest eine zusätzliche Standanformung (10) zur Auflage auf einem Tisch aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com