PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10046714B4 09.02.2006
Titel Flüssigkeitsdurchströmte Siebrechentrommel
Anmelder Muhr, Roland, 83098 Brannenburg, DE
Erfinder Muhr, Roland, 83098 Brannenburg, DE
DE-Anmeldedatum 21.09.2000
DE-Aktenzeichen 10046714
Offenlegungstag 25.04.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse E02B 5/08(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E03F 5/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Bei der Erfindung handelt es sich um eine von außen nach innen flüssigkeitsdurchströmte Siebrechentrommel, welche in Wasser- und Abwasseranlagen, insbesondere Regenüberlaufbecken, eingesetzt wird und zur Zurückhaltung von Schemmgut, wie zum Beispiel Holz, Plastik, Papier sowie sonstiger Wohlstandsmüll etc. dient, welches sich im Abwasser eines Zulaufbeckens befindet.

Aus dem Gebrauchsmuster DE 9303867 U1 ist eine von außen nach innen durchströmte Siebrechentrommel zur Zurückhaltung von Schwemmgut bekannt, wobei das, an der Außenseite des Trommelmantels befindliche Abscheidegut durch eine gegen die Außenseite der Siebtrommel anliegende Abstreifleiste entfernt und einer Fördereinrichtung zugeführt wird.

Diese Siebrechentrommel besteht aus konzentrisch mit gleich bleibendem Durchmesser parallel zueinander angeordneten Rechenstabringen. Sie hat den Nachteil, dass zum Abtransport des Schwemmgutes eine eigene Fördervorrichtung notwendig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden. Diese Aufgabe wird mit einer Siebrechentrommel nach dem Anspruch 1 gelöst.

Bei der neuen Erfindung handelt es sich um eine Siebrechentrommel (1), wobei die Rechenstäbe (5) sich konzentrisch und spiralförmig um die Längsachse (6) der Siebrechentrommel (1) winden. Ebenfalls ist aber auch eine Siebrechentrommel (1) aus parallel zueinander angeordneten, ringförmigen Rechenstäben (10) denkbar, die zusätzliche eine, über die Mantelfläche hinausragende Förderspirale (7) besitzt.

Eine derartige Förderspirale (7) kann auch zusätzliche spiralförmige angeordnete Rechenstäben (5) zur Verstärkung des Fördereffektes eingesetzt werden.

Die Siebrechentrommel (1) ist stirnseitig gelagert und wird über eine geeignete Vorrichtung in Drehung versetzt. Außerdem besitzt die Siebrechentrommel (1) eine fest installierte Abstreifleiste (8), die das Abscheidegut von der äußeren Mantelfläche der Siebrechentrommel (1) abstreift.

Durch die spiralförmige Anordnung der Rechenstäbe (5) oder bei parallel zueinander Rechenstabringen (10) durch die Förderspirale (7), wird nun das Rechengut durch das Drehen der Siebrechentrommel (1) wie bei einer Förderschnecke in Längsrichtung (6) der Siebrechentrommel (1) gefördert. Die Förderrichtung wurde durch Anordnung der Rechenstäbe (5) bzw. Förderspirale (7) so bestimmt, daß das Abscheidegut in Richtung eines Ablaufkanal (4), einer Abschwemmstelle oder eine Abwurfstelle gefördert wird.

Die beiden Stirnseiten der Siebrechentrommel (1) erhalten eine teilweise Abdeckung (9) und zwar derart, daß das Wasser in der Siebrechentrommel (6) auch stirnseitig, zum Bespiel in Richtung Entlastungsbecken (3) ablaufen kann.

Um die Förderung noch zu intensivieren, können mehrere Rechenstäbe zu einer mehrgängigen Spindel spiralförmig und konzentrisch zur Rechentrommellängsachse (6) angeordnet werden. Dadurch vervielfacht sich die Steigung der Rechenstabspirale (5) und es wird eine stärkerer Fördereffekt in Längsrichtung der Siebtrommel erreicht.

Der Vorteil einer derart ausgebildeten Siebrechentrommel (1) ist, daß mit einer einfachen Drehbewegung der Siebrechentrommel (1), ohne zusätzliche Fördereinrichtung, das Rechengut in Längsrichtung der Siebtrommelachse (6) weggefördert wird.

Im Vergleich zu planen Siebrechen mit parallel zueinander angeordneten, geradlinigen Rechenstäben ist außerdem die Siebfläche einer Siebrechentrommel, bei gleicher Höhe und Länge um knapp 60% größer.

Die Reinigung der Rechenstäbe (5) erfolgt zum einen von außen über die Abstreifleiste. Zum anderen durch das, durch die Trommel hindurch strömende Wasser im Gegenstromprinzip von innen nach außen.

Feines Schwemmgut kann außerdem stirnseitig aus der Siebrechentrommel (1) austreten. So wird verhindert, dass sich feines Schwemmgut in der Siebtrommel ansammelt und langsam die Siebrechentrommel (1) von innen her zusetzt. Außerdem ist dadurch gewährleistet, daß der entlastungsseitige Ablauf größer ist als der zulaufseitige, was den Fließwiderstand der Siebrechentrommel (6) verringert.

Der Siebrechen kann aus mehreren Siebrechentrommeleinheiten bestehen, die vorzugsweise mit einem Antrieb angetrieben werden, aber auch einzeln angetrieben werden können.

Sollte die Funktion der Siebrechentrommel (1) nicht mehr gegeben sein, so kann die Siebrechentrommel (1) auch noch mit einer geeigneten Vorrichtung weg geschwenkt oder verschoben werden, so daß die, durch die Siebrechentrommel (1) abgedeckte Flächen teilweise oder komplett frei wird. Dadurch kann das Wasser abströmen, ohne das es zu einem Überstau kommt.

1: Siebrechentrommel mit konzentrisch, spiralförmig um die Längsachse der Siebrechentrommel angeordneten Rechenstäben

2: Siebrechentrommel mit konzentrisch zur Längsachse der Siebrechentrommel angeordneten parallelen Rechenstäben

3: Siebrechentrommel schwenkbar


Anspruch[de]
  1. Siebrechentrommel (1) zur Zurückhaltung von Schwemmgut, wobei die Siebrechentrommel (1) von außen nach innen durchströmt ist und ein oder mehrere, gegen die Außenseite der Siebtrommel anliegende Abstreifleisten besitzt, wobei die Siebrechentrommel (1) aus ein oder mehreren konzentrisch mit gleichbleibendem Durchmesser, spiralförmig zur Längsachse (3) der Siebrechentrommel (1) aufgezogenen Rechenstäben (5) oder aus konzentrisch mit gleichbleibendem Durchmesser parallel zueinander angeordneten Rechenstabringen (10) besteht und mit einer konzentrisch, spiralförmig zur Rechenachse aufgezogenen, über die Rechenstäbe (5) hinausragenden Förderspirale (7) ausgerüstet ist, wobei die Siebrechentrommel (1) derart drehbar gelagert und angetrieben ist, daß durch deren Drehen das außen am Siebtrommelmantel abgeschiedene Schwemmgut in Längsachsenrichtung (6) der Siebrechentrommel (1) zu einer Abschwemm- oder Abwurfstelle gefördert wird.
  2. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Stirnseiten der Siebrechentrommel (1) eine teilweise Abdeckung aufweisen, so dass das Wasser in der Siebrechentrommel (1) in Richtung Entlastungsbecken (3) oder Ablaufseite (3) abfließen kann.
  3. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebrechentrommel (1) manuell, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch angetrieben ist.
  4. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus ein oder mehreren Siebrechentrommeleinheiten besteht, die einen gemeinsamen Drehantrieb haben.
  5. Siebrechentrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebrechentrommel (1) aus mehreren, konzentrisch mit gleichbleibendem Durchmesser, spiralförmig zur Längsachse (7) der Siebrechentrommel (1) aufgezogenen Rechenstäben (5) besteht, so dass, wie bei einer mehrgängigen Spindel, eine größere Gewindesteigung in Richtung der Längsachse der Siebrechentrommel (1) entsteht.
  6. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebrechentrommel (1) selbsttragend ausgeführt ist, und/oder die Siebrechentrommel (1) mit einer zentrisch angeordneten Welle oder Rohr zur Abtragung der Kräfte auf die Lagerungen ausgerüstet ist.
  7. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifleiste (8) aus Gummi, Kunststoff, Metall oder Holz besteht und glatt oder gezahnt oder wellenförmig oder bürstenartig ausgeführt ist.
  8. Siebrechentrommel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebrechentrommel (1) komplett oder teilweise schwenkbar und/oder verschiebbar ist, derart, daß die von der Siebrechentrommel (1) abgedeckte Fläche teilweise oder komplett für den Flüssigkeitsdurchstrom freigegeben wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com