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Dokumentenidentifikation DE102005025177A1 09.02.2006
Titel Perimeter
Anmelder Nidek Co., Ltd., Gamagori, Aichi, JP
Erfinder Suzuki, Naoto, Gamagori, Aichi, JP
Vertreter Hoefer & Partner, 81545 München
DE-Anmeldedatum 01.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005025177
Offenlegungstag 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse A61B 3/024(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61B 3/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61B 3/12(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Ein Perimeter zum Untersuchen eines Zustandes eines Gesichtsfeldes eines Patientenauges umfasst: eine zieldarstellende Einheit, die ein Stimulierungsziel zur Untersuchung des Auges darstellt, wobei eine Darstellungsposition und eine Darstellungshelligkeit des Zieles variabel ist; eine erste Arithmetikeinheit, die einen Empfindlichkeitsschwellenwert bezüglich der Darstellungshelligkeit an jedem Untersuchungspunkt auf einer Retina gemäß jeder Darstellungsposition erhält; eine Eingabeeinheit, die die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt eingibt, wobei die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt durch Bearbeitung einer ersten Hintergrundabbildung des Auges, die vor der Ausstrahlung auf einen Augenhintergrund aufgenommen wurde, und einer zweiten Hintergrundabbildung des Auges, die nach der Ausstrahlung aufgenommen wurde, objektiv erhalten wird; und eine Bestimmungseinheit, die einen anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit an jeder Darstellungsposition auf der Basis der eingegebenen Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt bestimmt.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Perimeter zum Untersuchen eines Zustands eines Gesichtsfeldes eines Patientenauges.

Wenn eine Krankheit wie zum Beispiel Glaukom (grüner Star) diagnostiziert wird, wird das Untersuchen (Messen) des Zustandes des Gesichtsfeldes (Perimetrie) als wirksam betrachtet. Als eine Vorrichtung zum Untersuchen des Zustands des Gesichtsfeldes (Perimeter) ist eine solche Vorrichtung bekannt, in der ein Stimulierungsziel (Testobjekt) zur Untersuchung auf einen kalottenförmigen Bildschirm projiziert oder auf ein elektronisches Anzeigefeld wie zum Beispiel eine Flüssigkristallanzeige abgebildet wird, um das auf einen vorbestimmten Fixpunkt fixierte Patientenauge darzustellen, während eine Darstellungsposition und eine Darstellungshelligkeit (Leuchtdichte) des Ziels und die minimale Helligkeit, bei der der Patient das dargestellte Ziel sichtbar erkennen (wahrnehmen) kann, verändert wird, d.h., der Schwellenwert der Empfindlichkeit bezüglich der Darstellungshelligkeit wird an jedem Untersuchungspunkt auf einer Retina des Patientenauges gemäß jeder Darstellungsposition durch Erlangung, ob der Patient das dargestellte Ziel erkennen kann oder nicht (siehe US 6.705,726), untersucht (gemäß JP 2003-235800 A).

Da die Darstellungshelligkeit des Ziels von einem konstanten Referenzwert an jedem der 50 bis 100 Untersuchungspunkte allmählich abnimmt (dunkler gemacht wird), dauert die Untersuchung jedoch bei dieser Art des Perimeters eine Weile, und ist daher für die Patientenbelastung bedeutsam. Wenn die Untersuchung ferner eine Weile dauert und die Patientenbelastung signifikant ist, wird die Zuverlässigkeit des Untersuchungsergebnisses reduziert.

Zusammenfassung der Erfindung

Angesichts dieses oben beschriebenen Problems beim Stand der Technik, ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Perimeter zu schaffen, das die für die Untersuchung erforderliche Zeit reduzieren und ein Untersuchungsergebnis mit hoher Genauigkeit erreichen kann.

Um die vorangehende Aufgabe zu lösen, wird die Erfindung mit der folgenden Anordnung gekennzeichnet.

(1) Perimeter zum Untersuchen eines Zustands eines Gesichtsfeldes eines Patientenauges mit:

– einer zieldarstellenden Einheit, die ein Stimulierungsziel zur Untersuchung des Auges darstellt, wobei eine Darstellungsposition und eine Darstellungshelligkeit des Ziels variabel ist;

– einer ersten Arithmetikeinheit, die einen Empfindlichkeitsschwellenwert bezüglich der Darstellungshelligkeit bei jedem Untersuchungspunkt auf einer Retina des Auges gemäß jeder Darstellungsposition erhält;

– einer Eingabeeinheit, die die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt eingibt, wobei die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt durch Bearbeiten einer ersten Hintergrundabbildung des Auges, die vor der Ausstrahlung von sichtbarem Stimulierungslicht auf einen Augenhintergrund aufgenommen wurde, und einer zweiten Hintergrundabbildung des Auges, die nach der Ausstrahlung von sichtbarem Stimulierungslicht aufgenommen wurde, objektiv erhalten wird; und – eine Bestimmungseinheit, die einen anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit an jeder Darstellungsposition auf der Basis der eingegebenen Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt bestimmt.

(2) Perimeter gemäß Anspruch 1, wobei die Eingabeeinheit eine Änderung eines Absorptionsvermögens an jedem Untersuchungspunkt als die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt eingibt.

(3) Perimeter gemäß Anspruch 2, wobei die Eingabeeinheit als Änderung des Absorptionsvermögens an jedem Untersuchungspunkt einen Wert, der durch Teilen einer Helligkeit der zweiten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt durch eine Helligkeit der ersten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt erhalten wird, oder einen Wert angibt, der durch Subtrahieren der Helligkeit der ersten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt von der Helligkeit der zweiten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt erhalten wird.

(4) Perimeter gemäß Anspruch 1, das ferner Folgendes aufweist:

– ein erstes optisches Bestrahlungssystem, das das sichtbare Stimulierungslicht auf den Hintergrund ausstrahlt;

– ein zweites optisches Bestrahlungssystem, das Beleuchtungslicht, das sich vom sichtbaren Stimulierungslicht unterscheidet, auf den Hintergrund ausstrahlt;

– ein optisches Abbildungssystem, das eine Objektivlinse und ein Abbildungselement umfasst und eine Hintergrundabbildung durch das vom Hintergrund reflektierte Beleuchtungslicht als die ersten und zweiten Hintergrundabbildungen abbildet; und

– eine zweite Arithmetikeinheit, die die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt durch Bearbeiten der durch das Abbildungselement abgebildeten ersten und zweiten Abbildungen erhält,

– wobei die Eingabeeinheit die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt, der durch die zweite Arithmetikeinheit erhalten wird, eingibt.

(5) Perimeter gemäß Anspruch 4, wobei das erste optische Bestrahlungssystem ein optisches System, das sichtbares Beleuchtungslicht für eine sichtbare Hintergrundaufnahme auf den Hintergrund ausstrahlt, und

– das zweite optische Bestrahlungssystem ein optisches System ist, das infrarotes Beleuchtungslicht für eine Hintergrund-Infrarotbeobachtung auf den Hintergrund ausstrahlt.

(6) Perimeter gemäß Anspruch 4, wobei die zieldarstellende Einheit ein optisches zieldarstellendes System aufweist, das dem Auge das Ziel durch die Objektivlinse darstellt.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

1 ist eine Zeichnung, die ein optisches System eines Perimeters gemäß der vorliegenden Ausführungsform darstellt.

2 ist ein Blockdiagramm, das ein Steuer/Regelsystem des Perimeters gemäß der vorliegenden Ausführungsform darstellt.

3 ist eine Zeichnung, die eine Hintergrundabbildung und die Schwellenwerte der Helligkeit, die auf einem Monitor angezeigt werden, darstellt.

4 ist eine Zeichnung, die den Ablauf zum Erhalten einer infraroten Hintergrundbeobachtung-Abbildung erläutert.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Bezüglich der Zeichnung wird eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben. 1 ist ein schematisch angeordnetes Diagramm, das ein optisches System eines Perimeters gemäß dieser Ausführungsform darstellt. 2 ist ein schematisches Blockdiagramm eines Steuer/Regelsystems des Perimeters. Dieses Perimeter weist eine Hintergrundaufnahmefunktion (eine Hintergrundkamera) und eine Messfunktion der Retinafunktion (Empfindlichkeit einer Retina, etc.) auf, objektiv zusätzlich zu einer Untersuchungsfunktion des Zustands eines subjektiven Gesichtsfeldes (Perimetrie).

Das Bezugszeichen „E" stellt ein Patientenauge dar, d.h. ein zu untersuchendes Auge. Sichtbares bis infrarotes Licht, das von einer Beleuchtungslichtquelle 1 zum Betrachten, wie zum Beispiel einer Halogenlampe, abgegeben wird, wird in infrarotes Beleuchtungslicht durch einen Infrarot-Übertragungsfilter (nicht dargestellt) umgewandelt und beleuchtet eine Spaltplatte 4, die einen Ringspalt 4a aufweist, über eine Kondensorlinse (2) und einen zweifarbigen Spiegel (kalten Spiegel 3). Das Licht (Ringspaltlicht), das durch den Ringspalt (4a) hindurchgeht, bildet eine Zwischenabbildung in der Umgebung einer Blende (Öffnung) eines Lochspiegels (6) über eine Relaislinse (5), und wird auch durch eine Umfangsebene des Spiegels (6) um die Blende herum reflektiert. Das durch den Spiegel (6) reflektierte Licht wird einmal in der Umgebung einer Pupille des Auges (E) durch eine Objektivlinse (7) scharf eingestellt, und danach diffundiert, um somit einen Hintergrund „Ef" des Auges E einheitlich zu beleuchten. Der Spiegel 3 umfasst solch eine Wellenlängen-Auswahleigenschaft, um dadurch das sichtbare Licht zu reflektieren, während das Infrarotlicht hindurchgeht. Andererseits wird das sichtbare Beleuchtungslicht, das von einer (Abbildungsziel-) Beleuchtungslichtquelle 8 zum Ablichten, wie zum Beispiel einer Xenon-Blitzlampe, ausgesendet wird, über eine weitere Kondensorlinse 9 weitergegeben, durch den Spiegel 3 reflektiert, und über die optischen Elemente von der Spaltplatte 4 bis zu den Linsen 7 befördert, um den Hintergrund Ef zu beleuchten. Ein optisches Beleuchtungssystem (und zwar sowohl das optische Beleuchtungssystem zum Betrachten als auch das optische (Abbildungsziel-)Beleuchtungssystem zum Ablichten) wird durch diese Anordnung gebildet. Zusätzlich kann anstatt der Lichtquelle 1 und des infraroten Übertragungsfilters eine infrarote Beleuchtungslichtquelle alternativ verwendet werden. Das optische System von der Lichtquelle 8 bis zur Linse 7 dient auch als ein optisches System zum Ausstrahlen von sichtbarem Stimulierungslicht auf den Hintergrund, wenn die Retinafunktion gemessen wird.

Das vom Hintergrund Ef reflektierte infrarote Reflexionslicht geht durch die Linse 7, die Blende des Spiegels 6, die Linsen 10, 11, 12 durch, wird durch einen zweifarbigen Spiegel 13 reflektiert, durch eine Linse 14 geleitet und auf eine Lichtempfangsebene einer Beobachtungskamera 15 mit einer Empfindlichkeit im Infrarotbereich scharf eingestellt. Der Spiegel 13 umfasst solch eine Wellenlängen-Auswahleigenschaft, um dadurch das Infrarotlicht zu reflektieren, während das sichtbare Licht hindurchgeht. Die Blende des Spiegels 16 befindet sich an einer optisch konjugierten Position bezüglich der Pupille des Auges E, und bildet eine Fotoblende. Die Linse 11 ist in optischer Achsrichtung bewegbar, um den Hintergrund Ef und die Licht empfangende Ebene der Kamera 15 in ein optisch konjugiertes Positionsverhältnis zu bringen. Ein optisches Infrarotabbildungssystem, das auch als optisches Beobachtungssystem dient, wird in dieser Weise erstellt.

Andererseits, geht das vom Hintergrund Ef reflektierte sichtbare Reflexionslicht über die optischen Elemente von der Linse 7 bis zur Linse 12 hindurch, ähnlich dem infraroten Reflexionslicht, wird über den Spiegel 13 und eine Linse 16 weitergeleitet, durch einen Reflexionsspiegel 17 reflektiert und auf einer Licht empfangenden Ebene der Beobachtungskamera 18 (Abbildungskamera), die eine Empfindlichkeit im sichtbaren Bereich aufweist, scharf eingestellt. Die Licht empfangende Ebene der Kamera 18 und die Licht empfangende Ebene der Kamera 15 werden positioniert, um ein optisch konjugiertes Positionsverhältnis aufzuweisen. Ein optisches Aufnahme-(sichtbares Abbildungs-)System wird in dieser Weise erstellt.

Die optische Achse L1 des optischen Beleuchtungssystems (Linsen 2, 5, 9) und eine optische Achse L2 des optischen Beobachtungssystems und des optischen Aufnahmesystems (Linsen 10, 11, 12, 14, 16) sind mit einer optischen Achse der Linse 7 koaxial.

Das Ziel darstellende optische System zum Untersuchen des Zustands des Gesichtsfeldes (Perimetrie) wird üblicherweise unter Verwendung der optischen Elemente von der Linse 7 bis zur Linse 16 des optischen Aufnahmesystems, und durch Verwenden einer Abschwächungslinse 19 und einer Flüssigkristallanzeige (LCD 20) zum Darstellen des Stimulierungsziels (Testobjekt) zur Untersuchung angeordnet. Die Linse 19 wird verwendet, um somit eine Gesamtabbildung des Ziel darstellenden Bereichs der LCD 20 auf dem Auge E scharfzustellen. Wenn die Perimetrie ausgeführt wird (wenn das Ziel dargestellt wird), wird der Spiegel 17 außerhalb vom optischen Weg bewegt. Das auf der LCD 20 dargestellte Ziel wird über die optischen Elemente von der Linse 19 bis zur Objektivlinse 7 auf dem Hintergrund Ef projiziert. Ein Augenfixierungsziel (Augen-Fixierungspunkt) mit einer Kreuzform wird auf einem Mittelpunkt (auf der optischen Achse „L2") der LCD 20 gebildet. Über das Stimulierungsziel können eine Darstellungsposition, Darstellungshelligkeit (Luminanz), eine Darstellungsgröße und Weiteres variiert werden.

Die Lichtquelle 1, Lichtquelle 8, LCD 20, Bildverarbeitungseinheit 32, Bildwechseleinheit 33, Speicher 34, 38, Antwortknopf 35, Steuer/Regelbereich 37, der mit verschiedenen Knöpfen, Schaltern und Schlüsseln ausgestattet ist, und dergleichen werden mit einer arithmetischen Steuer/Regeleinheit 30 zum Antreiben und Steuern/Regeln eines Gesamtsystems der Vorrichtung (Perimeter) verbunden. Der Knopf 35 wird gedrückt (betätigt), wenn der Patient visuell ein dargestelltes Ziel während der Perimetrie erkennen (wahrnehmen) kann. Der Steuer/Regelbereich 37 ist mit einem Aufnahmeknopf 37a, einem Modus-Umschaltknopf 37b zum Umschalten in einen Perimetriemodus, einen Messmodus der Retinafunktion und einem Hintergrundaufnahmemodus, und einem Startknopf 37c für die Messung der Retinafunktion und der Perimetrie, usw. ausgerüstet.

Die Bildverarbeitungseinheit 32 führt einen Bildverarbeitungsablauf bezüglich der durch die Kamera 15 und Kamera 18 erhaltenen Bilder durch. Die Bildwechseleinheit 33 wechselt ein Beobachtungsbild in die Form des durch die Kamera 15 erhaltenen zeitveränderten Bildes und ein fotografiertes Bild in die Form eines durch die Kamera 18 erhaltenen Standbildes, so dass irgendeins des Beobachtungsbildes und des fotografierten Bildes auf dem Monitor 31 abgebildet wird. Der Speicher 34 speichert die durch die Kameras 15, 18 erhaltenen Bilder und die Antwortinformation (subjektive Information), die vom Patienten während der Perimetrie erhalten wird. Die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 führt die arithmetische Verarbeitung bei der Messung der Retinafunktion und der Perimetrie durch.

Der Betrieb des Perimeters mit der oben beschriebenen Anordnung wird beschrieben. Nachstehend wird der Fall, in dem der Messmodus der Retinafunktion zuerst ausgeführt wird, und der Perimetriemodus beschrieben.

Im Fall des Messmodus der Retinafunktion wird die Lichtquelle 1 eingeschaltet, und ein Bild des Hintergrundes Ef, das durch das Infrarotlicht beleuchtet wird, wird durch die Kamera 15 aufgenommen. Ein Untersuchender bewegt die Vorrichtung bezüglich des Auges E durch Betätigen eines Joysticks oder dergleichen, während er das infrarote Hintergrundbild, das auf dem Monitor 31 angezeigt wird, beobachtet, um die Vorrichtung bezüglich des Auges E auszurichten. Der Untersuchende führt die Fokussierung bezüglich des Hintergrundes Ef dadurch aus, dass er das infrarote Hintergrundbild durch Bewegen der Linse 11 der optischen Achsrichtung schärfer einstellt. In diesem Fall der Messung der Retinafunktion wird der Spiegel 17 außerhalb des optischen Weges bewegt und das Augen-Fixierungsziel wird am Mittelpunkt (auf der optischen Achse L2) der LCD 20 gebildet.

Wenn das Ausrichten und schärfer Einstellen vollbracht ist, betätigt der Untersuchende den Knopf 37c, und führt die Messung der Retinafunktion aus. Bei der Messung der Retinafunktion, wie in 4 dargestellt, werden mindestens zwei Bilder von einem infraroten Hintergrund-Beobachtungsbild A vor der Lichtaussendung von der Lichtquelle 8 und ein infrarotes Hintergrund-Beobachtungsbild B nach der Lichtaussendung erhalten. Als Antwort auf ein Triggersignal vom Knopf 37c, nimmt die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 das durch das Infrarotlicht beleuchtete Hintergrundbild durch die Kamera 15 auf und speichert das Hintergrundbild A im Speicher 34. Nach Erhalten des Hintergrundbilds A, sendet die Lichtquelle 8 Licht nach einer vorbestimmten Zeit (nach 0, 5 Sekunden) aus, um das sichtbare Stimulierungslicht auf das Auge E auszustrahlen. Hierbei führt die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 das sichtbare Fotografieren des Hintergrundes Ef gleichzeitig aus. Durch Einsetzen des Spiegels 17 in den optischen Weg synchron mit der Lichtaussendung von der Lichtquelle 8, wird das sichtbare reflektierte Licht vom Hintergrund Ef zur Kamera 18 geführt und das sichtbare Hintergrund-Lichtbild erhalten. Dieses Hintergrundbild wird im Speicher 34 gespeichert. Wenn das sichtbare Fotografieren beendet ist, bewirkt die arithmetische Steuer-/Regeleinheit 30, dass der Spiegel 17 wieder aus dem optischen Weg bewegt wird. Nachfolgend wird das durch das Infrarotlicht beleuchtete Hintergrundbild wieder durch die Kamera 15 nach einer vorbestimmten Zeit von der Lichtaussendung der Lichtquelle 8 (nach 0,5 bis 3 Sekunden, vorzugsweise nach 0,5 Sekunden, welches eine Kurzzeit von der Lichtaussendung ist) aufgenommen, und das Hintergrundbild B im Speicher 34 gespeichert.

Wenn die Hintergrundbilder A und B erhalten wurden, erhält die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 endogene Signale, die die Information auf der Retinafunktion durch Vergleichen einer Helligkeit des Hintergrundbildes A vor der Ausstrahlung des sichtbaren Stimulierungslichts und einer Breite des Hintergrundbildes B nach Ausstrahlung des sichtbaren Stimulierungslichts darstellen. Die Messung der Retinafunktion kann durch die Technologie, die in der Entwicklung eines neuen Untersuchungsverfahrens für eine Retinafunktion entwickelt wurde, durch ein optisches Messverfahren durch Kakuta, et al., Journal of Japanese Ophthalmological Society, eine Zusammenfassung der Vorträge bei der 107. allgemeinen Versammlung der Japanese Ophthalmological Society, ausgestellt am 15. März 2003, S. 299) erreicht werden. Das heißt, wenn eine Retinazelle durch das sichtbare Licht stimuliert wird (Ausstrahlen des sichtbaren Stimulierungslichts auf eine Retina), erfolgt die Aktivität der Nervenzellen und es tritt Sauerstoffverbrauch und die Änderung der zellularen Ordnung auf. Wenn das Infrarotlicht auf die Retina vor und nach der Ausstrahlung des sichtbaren Stimulierungslichts ausgestrahlt wird, dann ändert sich die Stärke des infraroten Reflexionslichts (das Absorptionsvermögen auf der Retina ändert sich). Dadurch werden die endogenen Signale durch Vergleichen der Helligkeit zwischen den beiden erhaltenen infraroten Hintergrundbildern vor und nach der Ausstrahlung des sichtbaren Stimulierungslichts, die die Information der Retinafunktion anzeigen, erhalten. In einem Beispiel der vorliegenden Ausführungsform wird ein Wert (Pb/Pa), der durch Teilen einer Helligkeit Pb des Hintergrundbilds B durch eine Helligkeit Pa des Hintergrundbildes A erhalten wird, als endogenes Signal erhalten. Die endogenen Signale werden an 76 Punkten auf dem Hintergrund Ef, wie zum Beispiel in 3 dargestellt, gemäß der entsprechenden Untersuchungspunkte für die Perimetrie erhalten, und im Speicher 34 gespeichert (die Information der Retinafunktion wird eingegeben). Hinsichtlich des Vergleichs zwischen den Hintergrundbildern A, B, ist es wünschenswert, die Positionsverschiebung dieser Bilder in eine Ausrichtung durch ein Angleichverfahren eines charakteristischen, für beide Bilder gemeinsamen Punktes anzugleichen.

Nach Beendigung der Messung der Retinafunktion, wird der Modus durch den Knopf 37b in den Perimetriemodus umgeschaltet. Wenn in den Perimetriemodus umgeschaltet wird, bestimmt die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 den anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit des darzustellenden Ziels durch die LCD 20 (die Helligkeit, wenn die Untersuchung begonnen wird) auf der Basis der im Speicher 34 gespeicherten endogenen Signale für jeden der 76 Untersuchungspunkte.

An diesen Punkten, wo die Aktivität der Retina-Nervenzellen nicht stark ist, liegt der Wert des endogenen Signals nahe 1 (die Differenz der Helligkeit zwischen dem Hintergrundbild A und B ist klein). Andererseits, an den Punkten, wo die Aktivität der Nervenzellen stark ist, stellt das endogene Signal einen niedrigen Wert dar. An den Untersuchungspunkten, bei dem der Wert des endogenen Signals nahe 1 liegt, wird daher der anfängliche Referenzwert der Darstellungshelligkeit des Ziels auf die größte Helligkeit (0 db) eingestellt. An den Untersuchungspunkten, bei denen die endogenen Signals S1 kleiner als ein vorbestimmter Schwellenwert sind, wird der anfängliche Referenzwert der Darstellungshelligkeit auf eine eher geringere Helligkeit (z.B. 20 db) eingestellt. Außerdem ist es möglich, die Helligkeit nicht nur in zwei Stufen, sondern auch in drei Stufen, vier Stufen usw. einzustellen, um somit stufenweise, abhängig vom Niveau der endogenen Signale, zu variieren. Das Verhältnis zwischen dem anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit und der endogenen Signale wird in einem Speicher 38 als vorläufige Tabelle gespeichert, und der anfängliche Referenzwert der Darstellungshelligkeit an jedem der 76 Untersuchungspunkte auf der Basis dieser Tabelle bestimmt.

In der Perimetrie startet die arithmetische Steuer/Regeleinheit 30 die Messung mit dem Starten des Untersuchungsziels an jedem Untersuchungspunkt vom in der oben beschriebenen Weise bestimmten anfänglichen Referenzwert. Nach Erhalt der Antwort (Eingang des Antwortsignals) vom Knopf 35 durch den Patienten, wird die Darstellungshelligkeit des Ziels am entsprechenden Untersuchungspunkt durch eine vorbestimmte Helligkeit (4 db) aufeinanderfolgend verringert (dunkler gemacht). Andererseits, wenn vom Patienten keine Antwort erhalten wird, wird im Gegensatz dazu die Helligkeit durch die vorbestimmte Helligkeit vergrößert (heller gemacht). Vor und nach dem Auftreten der Erkennungsantwort, wird die Helligkeit durch den Betrag, der 1 db entspricht, vergrößert oder reduziert, und die dunkelste Helligkeit, die der Patient erkennen könnte, wird schließlich als der Schwellenwert am entsprechenden Untersuchungspunkt festgelegt. Der gleiche Ablauf wird an den 76 Untersuchungspunkten ausgeführt. Durch Definieren des anfänglichen Referenzwertes der Darstellungshelligkeit, von dem die Helligkeit an jeden Untersuchungspunkt auf der Basis der Information, die durch die Messung der Retinafunktion vorläufig erhalten wird, gestartet wird, kann eine für die Untersuchung erforderliche Zeit im Vergleich mit dem Fall, bei dem eine konstante Helligkeit (zum Beispiel 0 db) zu jeder Zeit verwendet wird, signifikant verringert werden. Mit anderen Worten, durch Starten vom anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit bei geringer Helligkeit (Helligkeit nahe 40 db) an den Untersuchungspunkten, wo die Retinaempfindlichkeit relativ hoch ist, wird die für die Messung erforderliche Zeit signifikant reduziert.

Wenn die Messung des Gesichtsfelds für alle 76 Untersuchungspunkte auf dem Hintergrund Ef beendet ist, wie in 3 dargestellt, wird das Messergebnis, in dem alle Schwellenwerte der 76 Punkte auf dem im Speicher 34 gespeicherten, durch die Kamera 18 aufgenommenen Hintergrundbild aufgebracht werden, auf dem Monitor 31 dargestellt.

Die oben beschriebene Ausführungsform kann in verschiedenen Arten verändert werden. Die endogenen Signale können zum Beispiel ein Wert (Pb-Pa) sein, der durch Subtraktion einer Helligkeit Pa des Hintergrundbildes A von einer Helligkeit Pb des Hintergrundbildes B erhalten wird.

Das Korrespondenzverhältnis des Referenzwerts der Darstellungshelligkeit bezüglich der endogenen Signale kann, kurz gesagt, ständig bestimmt werden. Zusätzlich ist es denkbar, den anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit zu bestimmen, indem Musterdaten der Werte der endogenen Signale. als Ergebnis der Durchführung der Messung der Retinafunktion und der Schwellenwert (Helligkeit) als Ergebnis der Durchführung der Perimetrie gemäß dem Schwellenwert-Untersuchungsverfahren für Augen einer Anzahl von unterschiedlichen Patienten vorläufig erhalten werden, und indem eine angenäherte Kurve des Verhältnisses dazwischen durch statistischen Aufwand gefunden wird. In diesem Fall wird die Helligkeit, die von der Helligkeit der angenäherten Kurve durch einen vorbestimmten Betrag bezüglich der endogenen Signale erhöht wird, als der anfängliche Referenzwert der Darstellungshelligkeit bestimmt.

Die gemeinsame Anwendung der optischen Systeme kann durch Integrieren der optischen Systeme zum Messen der Retinafunktion und des arithmetischen Verarbeitungssystems in das Perimeter erzielt werden, wobei eine Vorrichtung erreicht wird, die raumsparend und wirtschaftlich vorteilhaft ist. Was die Bestandteile zum Messen der Retinafunktion betrifft, kann jedoch eine separate Vorrichtung erreicht werden. In diesem Fall heißt das, dass die Eingabe der Information der Retinafunktion (Wert des endogenen Signals), die im Perimeter gemessen wurde, durch Datenübertragung oder dergleichen erfolgt. Bezüglich der Information der Retinafunktion, können die Daten gemäß der entsprechenden Untersuchungspunkte für die Perimetrie extrahiert, um nur die extrahierten Daten vorläufig in das Perimeter einzugeben, oder die Daten gemäß der entsprechenden Untersuchungspunkte zur Verwendung durch das Perimeter extrahiert werden.


Anspruch[de]
  1. Perimeter zum Untersuchen eines Zustands eines Gesichtsfeldes eines Patientenauges mit:

    – einer zieldarstellenden Einheit, die ein Stimulierungsziel zur Untersuchung des Auges darstellt, wobei eine Darstellungsposition und eine Darstellungshelligkeit des Ziels variabel ist;

    – einer ersten Arithmetikeinheit, die einen Empfindlichkeitsschwellenwert bezüglich der Darstellungshelligkeit bei jedem Untersuchungspunkt auf einer Retina des Auges gemäß jeder Darstellungsposition erhält;

    – einer Eingabeeinheit, die die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt eingibt, wobei die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt durch Bearbeiten einer ersten Hintergrundabbildung des Auges, die vor der Ausstrahlung von sichtbarem Stimulierungslicht auf einen Augenhintergrund aufgenommen wurde, und einer zweiten Hintergrundabbildung des Auges, die nach der Ausstrahlung von sichtbarem Stimulierungslicht aufgenommen wurde, objektiv erhalten wird; und

    – eine Bestimmungseinheit, die einen anfänglichen Referenzwert der Darstellungshelligkeit an jeder Darstellungsposition auf der Basis der eingegebenen Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt bestimmt.
  2. Perimeter gemäß Anspruch 1, wobei die Eingabeeinheit eine Änderung eines Absorptionsvermögens an jedem Untersuchungspunkt als die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt eingibt.
  3. Perimeter gemäß Anspruch 2, wobei die Eingabeeinheit als Änderung des Absorptionsvermögens an jedem Untersuchungspunkt einen Wert, der durch Teilen einer Helligkeit der zweiten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt durch eine Helligkeit der ersten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt erhalten wird, oder einen Wert angibt, der durch Subtrahieren der Helligkeit der ersten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt von der Helligkeit der zweiten Hintergrundabbildung an jedem Untersuchungspunkt erhalten wird.
  4. Perimeter gemäß Anspruch 1, das ferner Folgendes aufweist:

    – ein erstes optisches Bestrahlungssystem, das das sichtbare Stimulierungslicht auf den Hintergrund ausstrahlt;

    – ein zweites optisches Bestrahlungssystem, das Beleuchtungslicht, das sich vom sichtbaren Stimulierungslicht unterscheidet, auf den Hintergrund ausstrahlt;

    – ein optisches Abbildungssystem, das eine Objektivlinse und ein Abbildungselement umfasst und eine Hintergrundabbildung durch das vom Hintergrund reflektierte Beleuchtungslicht als die ersten und zweiten Hintergrundabbildungen abbildet; und

    – eine zweite Arithmetikeinheit, die die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt durch Bearbeiten der durch das Abbildungselement abgebildeten ersten und zweiten Abbildungen erhält,

    – wobei die Eingabeeinheit die Funktionsinformation an jedem Untersuchungspunkt, der durch die zweite Arithmetikeinheit erhalten wird, eingibt.
  5. Perimeter gemäß Anspruch 4, wobei das erste optische Bestrahlungssystem ein optisches System, das sichtbares Beleuchtungslicht für eine sichtbare Hintergrundaufnahme auf den Hintergrund ausstrahlt, und

    – das zweite optische Bestrahlungssystem ein optisches System ist, das infrarotes Beleuchtungslicht für eine Hintergrund-Infrarotbeobachtung auf den Hintergrund ausstrahlt.
  6. Perimeter gemäß Anspruch 4, wobei die zieldarstellende Einheit ein optisches zieldarstellendes System aufweist, das dem Auge das Ziel durch die Objektivlinse darstellt.
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