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Dokumentenidentifikation DE19525551B4 09.02.2006
Titel Anschlußkasten
Anmelder Schanze, Jochen, 49809 Lingen, DE
Erfinder Schanze, Jochen, 49809 Lingen, DE
Vertreter Wolf & Lutz, 70193 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 13.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525551
Offenlegungstag 16.01.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse F24F 13/24(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F24F 13/06(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Anschlußkasten für die Verbindung eines Luft-Auslasses mit einem Luftführungsrohr einer lufttechnischen Anlage, mit einer ebenen Grundplatte, einer zu der Grundplatte parallel verlaufenden Deckplatte, die mit einer zentralen Öffnung für den Luft-Aus-laß versehen ist, und mit einem sich zwischen der Grundplatte und der Deckplatte erstreckenden, an diese jeweils dicht anschließenden Kastenmantel, an dem ein zur dichten Verbindung des Anschluß-Kastens mit dem Luft-Führungsrohr dienender Anschlußstutzen angeordnet ist.

Anschlußkästen dieser Art sind in Verbindung mit vielen gängigen Typen von Zu- und Abluft-Auslässen bekannt, die für einen Einsatz als Zuluft-Auslässe als einfache Diffusoren mit quadratischen oder kreisrunden Konturen ihrer Auslaßöffnungen ausgebildet sein können, die bei einer Anordnung an der Decke eines zu klimatisierenden Raumes eine Austritts-Charakteristik in der Art eines flachen Deckenstrahls ergeben, der z.B. für eine Raumkühlung günstig ist, oder als Drallauslässe, die gegebenenfalls mit veränderbarer Luft-Austrittscharakteristik bis hin zu einem scharf gebündelten Raumstrahl betreibbar und insoweit für die Einleitung erwärmter Zuluft in einen zu klimatisierenden Raum besonders geeignet sind, oder bei einer Anwendung als Abluft-Auslässe als einfache Drahtgitter oder Lochbleche mit kreisrundem oder schlitzförmigen Austrittsöffnungen ausgebildet sein können.

Bei auf hohen Regelungskomfort ausgelegten Klimaanlagen sind zumindest den Zuluft-Auslässen und vielfach auch den Abluft-Auslässen einzeln zugeordnete Volumenstrom-Stellglieder vorgesehen, gewöhnlich schwenkbare Drosselklappen, die in einem einen Abschnitt des an den jeweiligen Anschlußkasten angeschlossenen Luft-Führungsrohres bildenden kurzen Rohrstück um eine rechtwinklig zur zentralen Längsachse des Rohrstücks verlaufende Achse schwenkbar und mittels eines elektrisch steuerbaren Stellmotors auf definierte verschiedene, mit entsprechend unterschiedlichen Strömungsquerschnitten des Luft-Strömungspfades verknüpfte Schwenk-Lagen einstellbar sind, wobei eine solche Drosselklappe innerhalb eines Schwenkwinkelbereiches von insgesamt 90° zwischen einer Position, die praktisch völlige Absperrung des Luft-Strömungspfades entspricht und einer einen Maximalwert des freigegebenen Strömungsquerschnittes entsprechenden, parallel zur zentralen Längsachse des Luftführungsrohres verlaufenden Position schwenkbar ist.

Bei einer derartigen – komfortablen – Klimaanlage sind deren zahlreiche Volumenstrom-Stellglieder zwangsläufig in relativ geringem Abstand von den jeweils zugeordneten Luftauslässen angeordnet, nämlich zwischen deren Anschlußkästen und einem Zu- oder Abluftkanal größeren Querschnitts, über den die Zuluft-Versorgung der einzelnen Auslässe erfolgt bzw. über diese aus einem oder mehreren Räumen ausgeleitete Abluft gleichsam gesammelt und zur weiteren Behandlung in einem geschlossenen Klimatisierungs-Regelkreis oder zur Ausleitung aus einem offenen Klimatisierungs-Regelkreis ausgeleitet wird.

Die für eine solche Klimaanlage charakteristische, "gedrängte" Anordnung der funktionell einander zugeordneten Auslässe, Anschlußkästen und Volumenstrom-Stellglieder hat zur Folge, daß in einer Situation, in der die Regelung eine drastische Querschnittsverringerung an einem oder mehreren der Luftführungskanäle erfordert, während gleichzeitig an anderen Luftführungskanälen ein hoher Volumenstrom erforderlich ist, bei den gedrosselten Luftführungskanälen mit erheblicher Intensität Luftschall erzeugt wird, der, wegen der geringen Entfernung der Volumenstrom-Stellglieder von dem jeweils zu klimatisierenden Raum sich ohne weiteres in diesen fortpflanzen und zu einer Komfort-mindernden Geräuschbelästigung führen kann.

Es ist daher bei Klimaanlagen der erläuterten Art notwendig, in Strömungsrichtung gesehen zwischen den Luft-Auslässen und den Volumenstrom-Stellgliedern Einrichtungen zur Schallisolierung vorzusehen und insofern auch bekannt, zwischen den Volumenstrom-Stellgliedern und den Anschlußkästen der zugeordneten Luft-Auslässe Rohr-Schalldämpfer anzuordnen, die in koaxialer Anordnung zueinander ein zentrales, aus einem Lochblech bestehendes Rohr, eine dieses umkleidende Schicht aus schallabsorbierendem Material, z.B. Mineralfaserwolle und einem diese Schicht umhüllenden Außenrohr bestehen, wobei die schalldämpfende Wirkung solcher Rohrschalldämpfer dadurch zustande kommt, daß das durch die Öffnungen des inneren Lochblechs dem mit der/den Freuqenz(en) des angeregten Luftschalles pulsierenden Luftdrucks ausgesetzte Dämpfungsmaterial die Luftschall-Energie – teilweise – absorbiert.

Zusätzlich ist es bekannt, Anschlußkästen der eingangs genannten Art mit einer schalldämmenden Innenauskleidung zu versehen, mittels derer eine Dämmung des Körperschalls erzielbar ist, der vom angeschlossenen Volumenstrom-Stellglied auf den Anschlußkasten und damit auch auf den Auslaß übertragen wird, wobei hierdurch jedoch eine Schalldämmung von nur wenigen db erzielbar ist.

Nachteilig an der insoweit bekannten Art der Luftschall-Isolierung bei Klimaanlagen ist zum einen der durch die zusätzlichen Schalldämpfer bedingte – axiale und radiale – Raumbedarf, da die Dämpfungswirkung solcher Schalldämpfer von deren Länge abhängig ist und der lichte Querschnitt solcher Schalldämpfer nicht kleiner sein sollte als derjenige eines angeschlossenen Luft-Führungsrohres, zu dem sich jedoch – im Bereich des Schalldämpfers – der Beitrag der schalldämpfenden Umkleidung und des Außenrohres des Schalldämpfers addiert, und zum anderen der für die Montage des Schalldämpfers erforderliche, zusätzliche Zeitaufwand, der etwa demjenigen entspricht, der für eine für die Montage einer durch einen Luft-Auslaß und dessen Anschlußkasten gebildeten, vormontierten Baueinheit angesetzt werden muß.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Anschlußkasten der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß er auch eine wirksame Schallisolierung gegenüber im Luftführungssystem der Klimaanlage erzeugtem Luftschall vermittelt und gleichwohl einfach herstellbar und montierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patenanspruchs 1 gelöst.

Hiernach wird mittels als Luftleitelemente in dem Anschlusskasten vorgesehener wandförmiger, an die Bodenplatte und die Deckenplatte dicht anschließender, den Strömungsweg der Luft zwischen dem Auslaß und dem Anschlussstutzen mehrfach umlenkender Einbauten, die mindestens einseitig mit einer schallabsorbierenden Beschichtung versehen sind, der Strömungsweg zwischen dem Anschlussstutzen und dem Auslaß gleichsam zwangsweise verlängert, wobei der an den Einbauten und den Kastenwänden vorbeiströmenden Luft auch größere Absorptionsflächen angeboten werden, über die Luftschall in die absorbierenden Beschichtungen einleitbar und von diesen absorbierbar ist. Die Funktion eines ansonsten vorzusehenden Schalldämpfers wird durch den erfindungsgemäß gestalteten Anschlusskasten mit erfüllt, so dass mit dessen Montage als vorgefertigte Baueinheit auch der für einen volumenstromgeregelten Auslaß erforderliche Schalldämpfer in die Klimaanlage eingefügt ist, wodurch die Montage der Klimaanlage am Gebäude erheblich vereinfacht wird. Es kommt hinzu, dass eine Vergrößerung der Außenabmessungen des Anschlusskastens nicht erforderlich ist, da die wandförmigen Einbauten in dem Anschlusskasten selbst nur einen kleinen Teil des Kasten-Innenraumes beanspruchen.

Aufgrund der symmetrischen Gestaltung des Anschlußkastens, bezüglich der der durch die zentrale Achse des Auslasses und die zentrale Achse des Anschlussstutzens aufgespannten Ebene, die senkrecht zu der Grundplatte und der Deckplatte des Anschlusskastens verläuft, sind gleichsam zwei Strömungspfade zwischen dem Auslaß und dem Anschlussstutzen vorhanden, in denen zwei Teilströme mit bezogen auf die zentrale Achse des Auslasses gegensinniger Strömungseinrichtung strömen können.

Eingehende Versuche haben ergeben, dass diese Konfiguration des Anschlusskastens gegenüber einer Gestaltung desselben mit spiral- oder mäanderförmig geführten Luftstrom, bezogen auf jeweils dieselbe Länge des Strömungspfades insgesamt, eine signifikant wirksamere Schallisolierung ergibt.

In konstruktiv einfacher, gleichwohl eine gute Schalldämpfung vermittelnder Gestaltung des Anschlusskastens ist zwischen dem Anschlussstutzen und dem Auslaß eine erste Prallwand angeordnet, deren Verlauf der Kontur des Kastenmantels auf einem bezüglich der zentralen Achse des Auslasses azimutalen Bereich von mindestens 180° geometrisch ähnlich ist, und zwischen dem dem Anschlußstutzen gegenüberliegenden Bereich des Kastenmantels und dem Auslaß eine zweite, entsprechend gestaltete Prallwand vorhanden.

Demgemäß ist für eine spezielle Gestaltung des Anschlußkastens mit der Grundform nach quadratischem oder rechteckigem Grundriß vorgesehen, daß die zwischen dem Anschlußstutzen und dem Auslaß angeordnete Prallwand die Form eines U-Profils hat, dessen Joch zwischen dem Auslaß und dem Anschlußstutzen angeordnet ist, wobei dessen parallel zueinander verlaufende Schenkel parallel zu den Wandabschnitten des Kastenmantels verlaufen, die sich an denjenigen Mantelabschnitt anschließen, an dem der Anschlußstutzen angeordnet ist, und daß auch die zweite Prallwand als gleichsam innerhalb des ersten U-Profils verlaufendes U-Profil ausgebildet ist, dessen Joch zwischen dem dem Anschlußstutzen abgewandten Abschnitt des Kastenmantels und dem Auslaß angeordnet ist, und dessen parallel zueinander verlaufende Schenkel zwischen den parallelen Schenkeln der ersten Prallwand verlaufen. Mit einem solchen Anschlußkasten, bei dem die Innenseiten der Grund- und der Deckplatte sowie geeignet sind, aber auch Schaumstoff-Matten, die strömungsseitig mit einer "schallschluckenden" Oberflächenprofilierung versehen sein können.

Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Anschlußkastens ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

1 einen Deckenauslaß einer Lüftungs- und Klimaanlage, der mittels eines erfindungsgemäßen Anschlußkastens in das Luft-Führungssystem der Klimaanlage eingefügt ist, in schematisch vereinfachter Ansicht von unten;

2 einen Schnitt längs der Linie II-II der 1,

3 einen Schnitt längs der Linie III-III der 1 und

4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der 3.

Für den in den 1 und 2 jeweils insgesamt mit 10 bezeichneten Luftauslaß einer im wesentlichen durch diesen sowie einen insgesamt mit 11 bezeichneten Anschlußkasten, einen kurzen Abschnitt eines Zuluft-Führungsrohres 12 und ein Volumenstromstellglied 13 repräsentierten, insgesamt mit 14 bezeichneten Lüftungs- und Klimaanlage eines in der 2 lediglich durch einen Abschnitt der Raumdecke 16 und ihrer abgehängten Verkleidung 17 repräsentierten Gebäudes sei zum Zweck der Erläuterung vorausgesetzt, daß der Luft-Auslaß als Drall-Auslaß ausgebildet ist, über den ein kühlender Zuluftstrom mit flacher Deckenstrahl-Charakteristik in einen zu klimatisierenden Raum des Gebäudes einleitbar ist.

Der Anschlußkasten 11 und ein z.B. in der Art eines Laufrades eines Radialventilators ausgebildetes Drallelement 18 des Luftauslasses 10 bilden eine vormontierte Montageeinheit, die, bevor die abgehängte Deckenverkleidung 17 angebracht wird, an der tragenden Raumdecke 16 befestigt und über einen Anschlußstutzen 19 des Anschlußkastens 11 mit dem Rohrleitungs-System der Klimaanlage strömungstechnisch verbunden wird, das in dem Raum zwischen der tragenden Raumdecke 16 und deren abgehängter Verkleidung 17 verlegt ist.

Ein beim dargestellten Ausführungsbeispiel zur Vorgabe der Austrittscharakteristik des Zuluftstromes vorgesehenes, insgesamt mit 21 bezeichnetes Düsensystem wird in koaxialer Anordnung mit der zentralen Längsachse 22 des Drallements 18, die im montierten Zustand der durch den Anschlußkasten 11 und dieses Drallelement 18 gebildeten Montageeinheit vertikal verläuft, an das Drallelement angesetzt und an diesem bzw. dem Anschlußkasten 11 fest anmontiert. Diese Montage erfolgt, nachdem die sichtseitige abgehängte Deckenverkleidung 17, ihrerseits, montiert ist, wobei das Düsensystem 21 durch eine an dem unterhalb des Anschlußkastens 11 angeordneten Element der Deckenverkleidung 17 vorgesehene kreisrunde Öffnung 23 hindurchtretend an den Anschlußkasten ansetzbar und an diesem befestigbar ist.

Der Anschlußkasten 11, zu dessen Erläuterung auch auf die 3 und 4 Bezug genommen sei, besteht aus einer quadratischen Grundplatte 24 der Kantenlänge LG, einem an diese fest anmontierten, in sich geschlossenen und luftdicht an die Grundplatte 24 anschließenden Mantel 26 mit quadratischem lichtem Querschnitt und einer an dem der Grundplatte 24 abgewandten Rand des Mantels 26 luftdicht an diesen ansetzbaren, der Grundform nach ebenfalls quadratischen Deckplatte 27, die mit einer an die Gestaltung des Luftauslasses 10 angepaßten, beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel kreisrunden, zentralen Öffnung 28 versehen ist, an deren Rand, im Inneren des Anschlußkastens 11, die Deckplattenöffnung 28 koaxial umgebend, das Drallelement 18, mit der Deckplatte fest verbunden, angeordnet ist.

Die Grundplatte 24, die Deckplatte 27 und der sich senkrecht zu diesen erstreckende Mantel 26 des Anschlußkastens 11 sind bei üblichen Abmessungen desselben aus 1 mm dickem verzinktem Stahlblech gefertigt, wobei in einer typischen Auslegung des Anschlußkastens 11 die Kantenlänge LG der Grundplatte 24 einen Wert von 630 mm, die äußere Kantenlänge LD der Deckplatte 26 einen Wert von 600 mm und die rechtwinklig dazu gemessene Ausdehnung – Höhe H des Mantels 26 einen Wert von 200 mm hat.

Die ebenen, parallel zu den Randkanten 291 bis 294 der Grundplatte verlaufenden, Mantel-Abschnitte 261 bis 264 des Kastenmantels 26 sind an ihrer der Grundplatte 24 zugewandten Seite mit rechtwinklig nach außen abgekanteten Randstreifen 311 bis 314 versehen, deren äußere Ränder bündig mit den Randkanten 291 bis 294 der Grundplatte 24 verlaufen und sind innerhalb dieser Randstreifen 311 bis 314 fest, z.B. durch Punktschweißung mit der Grundplatte 24 verbunden.

Des weiteren sind die senkrecht zur Grundplatte verlaufenden Mantelabschnitte 261 bis 264 an ihren der Deckplatte 27 zugewandten Rändern mit rechtwinklig nach innen abgekanteten, in den Eckbereichen auf Gehrung geschnittenen und koplanar miteinander angeordneten schmalen Randschenkeln 321 bis 324 (4) versehen, deren rechtwinklig zu den Mantelabschnitten 261 bis 264 gemessene Breite b der Dicke einer schallisolierenden Innenauskleidung 33M des Kastenmantels 26 entspricht, die dessen gesamte Innenfläche bedeckt. Auch die Grundplatte 24 und die Deckplatte 27 sind auf ihren gesamten Innenflächen mit entsprechenden schallisolierenden Auskleidungen 33G und 33D versehen, die zusammen mit der Innenauskleidung 32 des Mantels 26 eine zusammenhängende Innenauskleidung 33 des Anschlußkastens 11 ergeben, deren Dicke um 2 cm beträgt.

Der Anschlußstutzen 19 hat die Form eines kurzen Rohrstückes, dessen axiale Ausdehnung etwa der Hälfte seines lichten Durchmessers d entspricht, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 3/5 der Höhe H des Kastenmantels 26 entspricht. Der Anschlußstutzen 19 ist mit rechtwinkligem Verlauf seiner zentralen Achse 34 zu dem ihn tragenden Mantelabschnitt 261 an diesen so angesetzt, daß seine zentrale Längsachse 34 die zentrale Längsachse 22 des Luft-Auslasses 10 schneidet, wobei die durch die zentralen Längsachsen 34 und 22 des Anschlußstutzens 19 und des Luft-Auslasses 10 aufgespannte Ebene eine Symmetrieebene des Anschlußkastens 11 insgesamt bildet, bezüglich derer auch wandförmige Luftleitelemente 36 und 37 symmetrisch ausgebildet sind, die innerhalb des Anschlußkastens 11 Schikanen für den vom Anschlußstutzen 19 zum Luftauslaß 10 geleiteten Zuluftstrom bilden, durch die dieser Zuluftstrom unter Verlängerung seines Strömungsweges mehrfach umgelenkt wird, bevor er durch das Drallelement 18 und das Düsensystem 21 des Luftauslasses 10 in den zu klimatisierenden Gebäuderaum austritt.

Die Luftleitelemente 36 und 37 sind als U-förmig gestaltete Innenwände des Anschlußkastens 11 ausgebildet, die sich zwischen dessen Grundplatte 24 und dessen Deckplatte 27 über die gesamte lichte Höhe h des Anschlußkastens zwischen den schalldämmenden Verkleidungen 33G und 33D der Grundplatte 24 bzw. der Anschlußplatte 27 erstrecken und an diese jeweils luftdicht anschließen. Das eine, seinen übrigen geometrischen Dimensionen nach größere Luftleitelement 36 ist so angeordnet, daß sein Mittelabschnitt 36' zwischen dem Luftauslaß 10 und dem den Anschlußstutzen 19 tragenden Mantelabschnitt 261 verläuft und demgemäß die parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitte 36'' und 36''' zu dem dem Anschlußstutzen 19 gegenüberliegenden Mantelabschnitt 263 des Kastenmantels 26 hinweisend verlaufen und in einem lichten Abstand d1 von dessen schallisolierender Verkleidung 33 enden. Das andere, den Längen seiner Wandabschnitte nach kleinere Luftleitelement 37 ist so angeordnet, daß sein Mittelabschnitt 37' zwischen dem Luftauslaß 10 und dem dem Anschlußstutzen gegenüberliegenden Mantelwandabschnitt 263 angeordnet ist und demgemäß seine parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitte 37'' und 37''' zu dem Mittelabschnitt 36' des größeren Luftleitelements 36 hin weisend verlaufen und in einem lichten Abstand d2 von diesem enden, der annähernd dem Abstand d1 entspricht, in dem der Mittelabschnitt 37' des kleineren Luftleitelements 37 von dem benachbarten Mantelwandabschnitt 263 angeordnet ist, jedoch etwas geringer ist als der Abstand d1.

Die Luftleitelemente 36 und 37 bestehen je aus einem entsprechend der U-Form abgekanteten Träger-Blechstreifen 38 bzw. 39 und je einer schallisolierenden Verkleidungsschicht 41 bzw. 42, die jeweils an den dem Kastenmantel 26 zugewandten Außenseiten der rechtwinklig aneinander anschließenden Trägerblechstreifenabschnitte 381, 382 und 383 des den Dimensionen nach größeren Luftleitelements 36 und an den diesem zugewandten Außenseiten der parallel zueinander verlaufenden Trägerblechstreifen 392 und 393 des den Dimensionen nach kleineren Luftleitelements 37 sowie an der dem Kastenmantel 26 zugewandten Außenseite des Mittelabschnitts 391 des kleineren Luftleitelements 37 angeordnet sind, der sich zwischen dem Luftauslaß 10 und dem dem Auslaßstutzen 19 gegenüberliegenden Mantelwandabschnitt 263 erstreckt.

Die Trägerblechstreifen 38 und 39 bestehen aus demselben 1 mm dicken Stahlblech wie der Mantel 26 und die Grund- und die Deckplatte 26 und 27 des Anschlußkastens 11 und sind – vorzugsweise – mit der Grundplatte – fest verbunden, wobei die Trägerstreifen ebenfalls mittels nicht dargestellter abgewinkelter Randabschnitte an die Grundplatte 24 oder an die Deckplatte 27 angepunktet sein können.

Die Innenauskleidung 33 des Anschlußkastens 11 und die an diese luftdicht anschließenden einseitigen Verkleidungen 38 und 39 der Luftleitelemente 36 und 37 sind als etwa 2 cm dicke Glas- oder Mineralfasermatten ausgebildet, die an die Trägerblechstreifen 38 und 39 der Luftleitelemente 36 und 37 angeklebt sind und an ihren äußeren, den Trägerblechstreifen abgewandten Seiten mit einer dünnen Vlies-Kaschierung versehen sind, die verhindert, daß einzelne Fasern oder kleine Faserknäuel der schallisolierenden Matten von dem durch den Anschlußkasten 11 geleiteten Luftstrom mitgerissen werden und in den zu klimatisierenden Raum gelangen können.

Ein über den Anschlußstutzen 19 in den Anschlußkasten 11 eingeleiteter, in der 4 durch den Pfeil 43 angedeuteter Zuluftstrom wird durch den als Prallwand wirkenden Mittelabschnitt 36' des größeren Luftleitelements 36 in zwei Teilströme 43' und 43'' aufgeteilt, die ihrerseits unter mehrfacher Umlenkung in den Eckbereichen des Anschlußkastens 11 und seiner Luftleitelemente 36 und 37 auf symmetrisch verlaufenden Strömungspfaden zum Luftauslaß 10 geleitet werden, wobei durch die Luftleitelemente 36 und 37, verglichen mit einem konventionellen Anschlußkasten, eine erhebliche Verlängerung des Strömungsweges erzielt wird, auf dem die Teilluftströme 43' und 43'' an schalldämmenden und – absorbierenden – schallisolierenden – Verkleidungen entlangstreichen, die eine wirksame Schallisolation vermitteln.

Die Luftleitelemente 36 und 37 umschließen den zentral angeordneten Luftauslaß 10 jeweils auf einem azimutalen Bereich ø von etwa 270°, wobei das kleinere Luftleitelement 37 innerhalb des Grundrisses des größeren Luftleitelements 36 angeordnet ist.

Bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel ist die zwischen den schallisolierenden Verkleidungen 33G und 33D der Grundplatte 24 und der Deckplatte 27 gemessene lichte Höhe h des Anschlußkastens 11 um 1/3 des lichten Durchmessers d des Anschlußstutzens 19 größer als dessen Durchmesser und beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel 160 mm, das im übrigen mit den folgenden typischen Abmessungen realisiert sein kann:

Der lichte Abstand d1' des den Anschlußstutzen 19 tragenden Mantelwandabschnitts 321 von dem zwischen diesem und dem Luftauslaß 10 verlaufenden Mittelabschnitt 36' des größeren Luftleitelements 36 hat den Wert 70 mm; denselben Wert hat der Abstand d2 der freien Schenkelenden des kleineren Luftleitelements 37 von diesem Mittelabschnitt 36' des größeren Luftleitelements. Der lichte Abstand d1 der freien Schenkelenden des größeren Luftleitelements 36 von dem dem Auslaßstutzen 19 gegenüber liegenden Mantelwandabschnitt 263 des Kastenmantels 26, dem auch dessen Abstand von dem Mittelabschnitt 37' des kleineren Luftleitelements 37 entspricht, hat einen Wert von 80 mm. Die Trägerblechabschnitte 391 bis 393 des kleineren Luftleitelements 37 haben jeweils dieselbe Länge von 300 mm. Der Mittelabschnitt 381 des Trägerblechstreifens 38 des größeren Luftleitelements 36 hat eine Länge von 430 mm. Die Längen der parallel zueinander verlaufenden Abschnitte 382 und 383 des Trägerblechstreifens 38 des größeren Luftleitelements 36 haben einen Wert von 390 mm.

Der lichte Querschnitt des durch das Düsensystem 21 begrenzten ringförmigen Austrittskanals 44 des Luftauslasses 10 hat einen Wert von 160 cm2 und ist damit um etwa 1/3 größer als der Querschnitt des Anschlußstutzens 19.

Der Anschlußkasten 11 mit der geschilderten Gestaltung und Auslegung ergibt bei einer Frequenz von 250 Hz eine Schalldämpfung von mehr als –20dB, was, verglichen mit dem ungedämpfen Fall, einer Erniedrigung des Schalldruckpegels, auf weniger als 1/10 entspricht.


Anspruch[de]
  1. Anschlusskasten für die Verbindung eines Luft-Auslasses (10) mit einem Luft-Führungsrohr (12) einer lufttechnischen Anlage, mit einer Grundplatte (24) zur Fixierung des Anschlusskastens an einer Gebäudewand, mit einer zu der Grundplatte parallel verlaufenden Deckplatte (27), die mit einer zentralen Öffnung (28) für den Luft-Auslass versehen ist, und mit einem sich zwischen der Grundplatte und der Deckplatte erstreckenden, an diese jeweils dicht anschließenden Kastenmantel (26), an dem ein zur dichten Verbindung des Anschlusskastens mit dem Luftführungsrohr der Anlage dienender Anschlussstutzen (19) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Anschlusskasten (11) wandförmige, an die Grundplatte (24) sowie an die Deckplatte (27) jeweils dicht abschließende, den Strömungsweg zwischen dem Luft-Auslass (10) und der Überströmöffnung des Anschlussstutzens (19) mehrfach umlenkende, wandförmige Einbauten als Luftleitelemente (36,37) vorgesehen sind, die mindestens einseitig mit einer schallisolierenden Verkleidung (33) versehen sind, dass die zentrale Achse (22) des Luft-Auslasses (10) und die zentrale Achse (34) des Anschlussstutzens (19) eine senkrecht zu der Grundplatte (24) und der Deckplatte (27) des Anschlusskastens verlaufende Ebene aufspannen, zu der der Kastenmantel (26) und die wandförmigen Einbauten (36, 37) des Anschlusskastens (11) symmetrisch ausgebildet sind, dass zwischen dem Anschlussstutzen (19) und dem Luftauslass (10) eine erste Prallwand (36, 36') angeordnet ist, deren Verlauf der Kontur des Kastenmantels (26) auf einem bezüglich der zentralen Achse (22) des Luft-Auslasses 810) azimulaten Bereich von mindestens 180° geometrisch ähnlich ist, und dass zwischen einem dem Anschlussstutzen (19) gegenüberliegenden Abschnitt (263) des Kastenmantels (26) und dem Luftauslass (10) eine zweite Prallwand (37, 37') vorgesehen ist, deren Verlauf der Kontur des Kastenmantels (26) ebenfalls auf einem bezüglich der zentralen Achse (22) des Luftauslasses (10) azimutalen Bereich von mindestens 180° geometrisch ähnlich ist, wobei bezogen auf die zentrale Achse (22) des Luft-Auslasses (10) die zweite Prallwand (37, 37') radial innerhalb der ersten Prallwand (36, 36') angeordnet ist.
  2. Anschlusskasten nach Anspruch 1, wobei die Kontur des Kastenmantels rechteckig oder quadratisch ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen dem Anschlussstutzen (19) und dem Luftauslass (10) angeordnete, erste Prallwand (36, 36') die Form eines U-Profils hat, dessen Joch (36') zwischen dem Luft-Auslass (10) und dem Anschlussstutzen (19) angeordnet ist.
  3. Anschlusskasten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Prallwand (37, 37') als innerhalb der ersten U-förmigen Prallwand (36, 36') verlaufendes U-Profil ausgebildet ist, dessen Jochabschnitt (37') zwischen dem dem Anschlussstutzen (19) abgewandten Abschnitt (263) des Kastenmantels (26) und dem Luftauslass (10) angeordnet ist, und dessen parallel zueinander verlaufende Schenkel (37'' und 37''') zwischen den parellelen Schenkeln (36'' und 36''') der ersten Prallwand (36, 36') verlaufen.
  4. Anschlusskasten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskasten mit einer schallisolierenden Innenauskleidung (33) versehen ist und dass die Luftleitelemente (36, 37) vorzugsweise beidseitig mit schallisolierenden Verkleidungen versehen sind.
  5. Anschlusskasten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die schallisolierenden Verkleidungen der Luftleitelemente (36, 37) sowie die Innenverkleidung (33) des Anschlusskastens (10) als vorzugsweise 2 cm dicke Matten aus Glas- oder Mineralfaser-Wolle ausgebildet sind.
  6. Anschlusskasten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die schallisolierenden Verkleidungen der Luftleitelemente (36, 37) und/oder des Anschlusskastens (11) aus Schaumstoff-Matten bestehen, die mit einer periodisch strukturierten Oberflächenprofilierung versehen sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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