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Dokumentenidentifikation DE202004013159U1 09.02.2006
Titel Achillessehnenbandage
Anmelder Bauerfeind AG, 07937 Zeulenroda, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202004013159
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.02.2006
Registration date 05.01.2006
Application date from patent application 23.08.2004
IPC-Hauptklasse A61F 5/04(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61F 5/01(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61F 13/06(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61F 13/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine aus elastischem Textilmaterial bestehende Achillessehnenbandage mit einem die Achillessehne seitlich einfassenden Polster.

Eine derartige Bandage ist in der DE-OS 103 05 277 dargestellt und beschrieben. Bei dieser Bandage handelt es sich darum, neben einer verbesserten Kompressions- und Massagewirkung auf die Achillessehne durch das diese einfassenden Polster auch eine verbesserte funktionelle Führung der Achillessehne am Rückfuß auszuüben. Dies geschieht bei der bekannten Bandage dadurch, dass das Polster in den Fußgewölbebereich verlängert ist. Weiterhin ist die bekannte Bandage in ihrem Ristbereich mit einem Einsatz versehen, der eine größere Dehnbarkeit als das übrige Bandagenmaterial aufweist. Hierdurch soll ein nahezu faltenfreier Sitz beim Abrollen des Fußes erzielt werden. Um dem Träger dieser Bandage das Anlegen zu erleichtern, besitzt diese im Schienbeinbereich eine in Längsrichtung verlaufende Öffnung, die bei angelegter Bandage mit einem Überlappungsbereich und Klettverschlusslappen geschlossen ist. Bei der Schließung der Bandage ergeben sich notwendiger Weise Überlappungen der Verschlusslappen mit den betreffenden Bandagenteilen, die vor allem in den empfindlichen Schienbeinbereich zu besonders unerwünschten Druckstellen führen können. Das Anlegen der Verschlusslappen stellt dabei insbesondere für ungelenkige Patienten ein gewisses Erschwernis dar. In diesem Zusammenhang sei auch auf einen üblichen Verschluss derartiger Bandagen durch einen Längsreißverschluss verwiesen, der ebenfalls den Nachteil aufweist, Druckstellen zu bilden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Anziehen der Achillessehnenbandage zu erleichtern und diese dabei hinsichtlich ihrer Tragequalität zu verbessern. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, dass dem Polster gegenüber im Bereich des Schienbeins ein hochelastischer Längseinsatz in das Textilmaterial der Bandage eingearbeitet ist.

Der im Bereich des Schienbeins eingearbeitete hochelastische Längseinsatz gibt in seinem Bereich der Bandage eine besondere Dehnbarkeit, was das Anziehen der Bandage, insbesondere das Überstreifen über die Ferse, erleichtert. Durch die hohe Elastizität des Längseinsatzes wird dafür gesorgt, dass nach endgültig anliegender Bandage diese ihren festen Sitz aufweist und entsprechend stramm am Fußgelenk anliegt. Der Längseinsatz lässt sich auch an der betreffenden Stelle, nämlich dem Polster gegenüber im Bereich des Schienbeins, bei der Herstellung der Bandage leicht in diese einarbeiten, so dass die erfindungsgemäße Bandage darüber nur noch den Vorteil aufweist, besonders günstig hergestellt werden zu können.

Eine weitere Verbesserung der Achillessehnenbandage erhält man dadurch, dass das Polster sich über den Bereich der Achillessehne in Knierichtung bis in den Anfang der Wadenmuskulatur erstreckt. Durch diese Erweiterung des Polsters über den Bereich der Achillessehne hinaus bis in den Anfang der Wadenmuskulatur ergibt sich eine besondere Massagewirkung im Bereich der aus der Wadenmuskulatur austretenden Sehnen, die insbesondere bei härteren Sportarten einer besonderen Behandlung bedürfen.

In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 die Achillessehnenbandage mit an ihrer Vorderseite eingearbeiteten hochelastischen Längseinsatz;

2 die Bandage in Blickrichtung schräg von hinten auf das Sprunggelenk.

3 die Achillessehnenbandage in Blickrichtung von hinten.

Die in der 1 dargestellte Achillessehnenbandage 1 umfasst den unteren Bereich des Beines bis zum mittleren Teil des Fußes 2. Sie besteht aus dem aus elastischem Textilmaterial gefertigten Strumpf 3, der mit den Rändern 4 und 5 versehen ist, die dazu dienen, an den betreffenden Enden der Bandage 1 eine Blutabsperrung zu verhindern. In den Strumpf 3 der Bandage 1 ist der Längseinsatz 6 eingearbeitet, der aus hochelastischem Textilmaterial besteht und in seinem Bereich eine starke Dehnung und umgekehrt auch Konzentrationskraft aufweist. Der Längseinsatz erstreckt sich bis in den Bereich des oberen Randes 4, so dass der betreffende Bereich beim Anziehen der Bandage, der insbesondere beim Streifen über die Ferse Schwierigkeiten bieten kann, leicht dehnbar ist und damit das Anziehen der Bandage 1 wesentlich erleichtert.

Die Bandage ist weiterhin mit dem in 1 teilweise sichtbaren Polster 7 versehen, das in bekannter Weise dafür sorgt, die Achillessehne einzufassen und zu schützen.

Die Lage des Polsters 7 ist besonders deutlich aus 2 ersichtlich. Demgemäß besteht das Polster 7 aus den beiden Flügeln 8 und 9, die die Achillessehne beidseitig einfassen und damit sicher schützen.

Wie ersichtlich, endet das Polster 7 etwa in der Mitte der Höhe der Ferse 10, also erheblich oberhalb der Fußsohle, so dass es für die Laufbewegung und das Abrollen des Fußes keine Störung herbeiführen kann.

In der 3 ist die Achillessehnenbandage 1 in Blickrichtung von hinten auf die Ferse 10 dargestellt und zwar mit gegenüber der Darstellung in 2 verlängerten Flügeln 8 und 9 des Polsters 7, die bis in den Bereich der Enden 11 und 12 der Wadenmuskulatur reichen, wodurch sich eine besondere Massagewirkung im Bereich der aus der Wadenmuskulatur austretenden Sehnen ergibt.


Anspruch[de]
  1. Aus elastischem Textilmaterial bestehende Achillessehnenbandage (1) mit einem die Achillessehne seitlich einfassenden Polster (7), dadurch gekennzeichnet, dass dem Polster (7) gegenüber im Bereich des Schienbeins ein hochelastischer Längseinsatz (6) in das Textilmaterial der Bandage (1) eingearbeitet ist.
  2. Achillessehnenbandage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polster (7) sich über den Bereich der Achillessehne in Knierichtung bis in den Anfang der Wadenmuskulatur erstreckt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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