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Dokumentenidentifikation DE202005010515U1 09.02.2006
Titel Vorrichtung zur abtragenden Behandlung von Hornhaut
Anmelder Flörke, Armin, 63179 Obertshausen, DE
Vertreter Patentanwälte G. Wolf und M. Wolf, 63456 Hanau
DE-Aktenzeichen 202005010515
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.02.2006
Registration date 05.01.2006
Application date from patent application 01.07.2005
IPC-Hauptklasse A61B 17/54(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A45D 29/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur abtragenden Behandlung von Hornhaut gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist nach der DE 33 20 594 C2 bekannt. Diese besteht aus einem Griffbereich, einem als Hornhauthobel ausgebildeten ersten Werkzeugbereich und als Hornhautraspel ausgebildeten zweiten Werkzeugbereich. Je nach Bedarf wird entweder der Hornhauthobel als solcher verwendet (in diesem Fall kann der als separates Bauteil ausgebildete Raspelbereich beiseite gelegt werden) oder der Raspelbereich wird am Klingenbereich des Hornhauthobels mit einem Schnappverschluss befestigt, und zwar in der Weise, dass dann nur noch der Raspelbereich verwendet werden kann, da die Klinge des Hornhauthobels durch diesen abgedeckt ist.

Während mit einem Hornhauthobel gezielt schichtweise – praktisch wie mit einem Rasiermesser – Hornhaut abgeschert wird, dient eine Raspel dazu, Hornhaut wie mit einer Feile stumpf abzutragen. Beim Hobel entstehen dabei Hornhautlappen, bei der Raspel dagegen ungleichmäßige Hornhautbruchstücke.

Am erwähnten Hornhauthobel nach der DE 33 20 594 C2 ist dabei vorteilhaft, dass je nach Bedarf sowohl die Hobel- als auch die Raspelfunktion zur Verfügung steht. Nachteilig ist allerdings, dass zum Wechsel zwischen den Funktionen ein gewisser "Umbaubedarf" besteht, nämlich darin, den Raspelbereich auf den Klingenbereich aufzuschnappen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass der Aufwand für einen Wechsel von einem zum anderen Werkzeug noch geringer ist.

Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die im Kennzeichen des Schutzanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass der erste Werkzeugbereich einerseits und der zweite Werkzeugbereich andererseits an gegenüberliegenden Enden eines Verbindungselements angeordnet sind, wobei der Griffbereich – das Verbindungselement mantelartig umschliessend – wahlweise den ersten oder den zweiten Werkzeugbereich mindestens teilweise überdeckend ausgebildet und am Verbindungselement verschieblich, aber fixierbar gelagert ist.

Mit anderen Worten ausgedrückt, ist nach der Erfindung vorgesehen, beide Werkzeugbereiche an gegenüberliegenden Enden eines Verbindungselements anzuordnen, wobei dieses von einem auf diesem verschieblichen Mantelteil umschlossen ist, das gleichzeitig als Griffbereich dient. Je nach Bedarf deckt dann der mantelartige Griffbereich wahlweise den ersten oder den zweiten Werkzeugbereich ab, während andererseits, umgekehrt betrachtet, der zweite oder der erste Werkzeugbereich gerade zur abtragenden Behandlung von Hornhaut benutzt werden kann.

Andere vorteilhafte Weiterbildung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung einschließlich ihrer vorteilhaften Weiterbildungen gemäß der abhängigen Schutzansprüche wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigt

1 in Draufsicht und teilweise geschnitten die erfindungsgemäße Vorrichtung in Hornhauthobel-Funktion;

2 in Seitenansicht und größtenteils im Schnitt die Vorrichtung gemäß 1 ohne Klinge und Deckplatte am Hornhauthobel;

3 eine Hälfte des Griffbereichs mit als Wulst ausgebildeten Führungselement;

4 in Unteransicht die Vorrichtung gemäß 1 bei demontiertem Griffbereich;

5 im Schnitt das als federbelasteter Druckknopf ausgebildete Rastelement zusammen mit dem als Ausnehmung ausgebildeten Gegenrastelement;

6 in Draufsicht und teilweise geschnitten die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß 1 in Hornhautraspel-Funktion;

7 in Seitenansicht und größtenteils im Schnitt die Vorrichtung gemäß 6;

8 in Draufsicht und teilweise geschnitten die erfindungsgemäße Vorrichtung mit Mineralfeilstein und Hornhautraspel; und

9 in Seitenansicht geschnitten die Vorrichtung gemäß 8.

In den 1 bis 7 ist eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur abtragenden Behandlung von Hornhaut dargestellt. Diese besteht aus einem Griffbereich 3, einem als Hornhauthobel ausgebildeten ersten Werkzeugbereich 1 und einem als Hornhautraspel ausgebildeten zweiten Werkzeugbereich 2. Insoweit unterscheidet sie sich nicht von der Vorrichtung gemäß der vorgenannten DE 33 20 594 C2, wobei, wie weiter unten zu den 8 und 9 noch erläutert wird, prinzipiell auch Mineralfeilsteine oder dergleichen als Werkzeuge in Betracht kommen.

Wesentlich für die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nun, dass der erste Werkzeugbereich 1 (hier ein Hornhauthobel) einerseits und der zweite Werkzeugbereich 2 (hier eine Hornhautraspel) andererseits an gegenüberliegenden Enden eines Verbindungselements 4 angeordnet sind, wobei der Griffbereich 3 – das Verbindungselement 4 mantelartig umschliessend – wahlweise den ersten 1 oder den zweiten 2 Werkzeugbereich mindestens teilweise überdeckend ausgebildet und am Verbindungselement 4 verschieblich, aber fixierbar gelagert ist.

Wie ohne weiteres aus den 1 bis 7 ersichtlich, läßt sich die Funktion der Vorrichtung somit durch Verschieben des Griffbereiches 3 einstellen. In 1 dient der Werkzeugbereich 1 als Hornhauthobel, während der als Hornhautraspel ausgebildete Werkzeugbereich 2 vom Griffbereich 3 verdeckt ist.

Wie auch bei der DE 33 20 594 C2 ist dabei gemäß 1 vorzugsweise vorgesehen, dass ein den Hornhauthobel bildender Klingenbereich 9 metallisch ausgebildet ist und eine Klinge 12 sowie eine Deckplatte 13 zur Befestigung der vorzugsweise gewölbten Klinge 12 aufweist.

In 6 ist dagegen der Hornhauthobel vom Griffbereich 3 übergedeckt und die Vorrichtung dient mit dem zweiten Werkzeugbereich 2 als Hornhautraspel. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass ein den zweiten Werkzeugbereich 2 bildender Raspelbereich 10 (siehe 7), mit einem vorzugsweise metallisch und gewölbt ausgebildeten Raspelblech 14 versehen, länglich erstreckt, also ähnlich wie bei der DE 33 20 594 C2, ausgebildet ist.

Hinsichtlich der verwendeten Materialen ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Griffbereich 3, das Verbindungselement 4 und der Raspelbereich 10 aus Kunststoff gebildet sind. Auf diese Weise läßt sich die Vorrichtung beispielsweise einfach durch Spritzgießen herstellen. Das Klingen- bzw. Raspelblech besteht dabei regelmäßig (aber nicht zwingend) aus Metall.

Um den Griffbereich 3 leicht auf dem Verbindungselement 4 verschieben zu können, ist gemäß der dargestellten Ausführungsform vorteilhaft vorgesehen, dass der mantelartig ausgebildete Griffbereich 3 eine zur Aussenkontur des Verbindungselements 4 passende Innenkontur aufweist. Um ferner, jedenfalls in einer Verschieberichtung, eine Anschlagsbegrenzung zu bilden, ist darüber hinaus vorteilhaft vorgesehen, dass sowohl die Aussenkontur des Verbindungselements 4 als auch mindestens die Innenkontur des Griffbereichs 3 sich wahlweise zum ersten 1 oder zweiten 2 Werkzeugbereich hin verjüngend ausgebildet sind. In den 1 bis 7 ist die zweite der beiden genannten Varianten dargestellt; die erste ist aber auch ohne weiteres vorstellbar, wobei lediglich zu beachten ist, dass der erste Werkzeugbereich 1 in diesem Fall schmaler als die verjüngte Öffnung am Griffbereich 3 sein muss.

Zur Führung des Verbindungselements 4 innerhalb des Griffbereiches 3 ist vorteilhaft vorgesehen, dass dessen Innenkontur mindestens teilweise parallel verlaufende Führungen 5 aufweist. Die Maßgabe "mindestens teilweise" bringt dabei zum Ausdruck, dass die Parallelführung jedenfalls bis dorthin reicht, wo eventuell die oben erwähnte Verjüngung des Griffbereiches 3 angeordnet ist.

Zur Realisierung der oben bereits erwähnten Fixierbarkeit des Griffbereiches 3 in den beiden Endstellungen ist vorteilhaft vorgesehen, dass am Verbindungselement 4 ein Rastelement 6 angeordnet ist, das wechselweise in mindestens zwei am Griffbereich 3 angeordnete Gegenrastelemente 7, 8 einrastbar ist.

Gemäß 5 ist das Rastelement 6 dazu als vorzugsweise federbelasteter, formschlüssig zu den Gegenrastelementen 7, 8 passener Druckknopf ausgebildet. Die Gegenrastelemente 7, 8 sind dann, wie dargestellt, vorzugsweise als runde Ausnehmungen ausgebildet und an beiden Enden des Griffbereichs 3 angeordnet.

Um die Führung des Verbindungselements 4 im Griffbereich 3 weiter zu verbessern, ist vorteilhaft vorgesehen, dass an der Innenkontur des Griffbereichs 3 und dazu passend an den Außenkonturen des länglich erstreckt ausgebildeten zweiten Werkzeugbereichs 2 und des Verbindungselements 4 ein längs der Vorrichtung verlaufendes Führungselement 15 vorgesehen ist. Präzisiert ist ein solches Führungselement 15 vorgesehen, das als am zweiten Werkzeugbereich 2 und am Verbindungselement 4 angeordnete Nut 16 mit entsprechend darin entlanggleitendem, an der Innenseite des Griffbereiches 3 angeordnetem Wulst 17 ausgebildet ist. Dieses Führungselement 15 kann dabei schließlich vorteilhaft zur Verschiebungsbegrenzung des Verbindungselements 4 innerhalb des Griffbereiches 3 und somit als Anschlag bzw. Rastelement 18 verwendet werden, und zwar durch entsprechende Längendimensionierung von Nut 16 und Wulst 17.

Schließlich ist in den 8 und 9 eine zweite bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei der der erste Werkzeugbereich 1 als an sich bekannte Mineralfeilstein 11 ausgebildet ist. Eine derartige Feile dient ebenfalls zur Entfernung von Hornhaut, sie ist allerdings regelmäßig aufgrund der verhältnismäßig feinen Körnung weniger abrasiv als die Hornhautraspel. Auch bei dieser Ausführungsform wird durch Verschieben des Griffbereichs 3 die Funktion als Raspel oder hier als Feile definiert.

1Werkzeugbereich 2Werkzeugbereich 3Griffbereich 4Verbindungselement 5Führung 6Rastelement 7Gegenrastelement 8Gegenrastelement 9Klingenbereich 10Raspelbereich 11Mineralfeilstein 12Klinge 13Deckplatte 14Raspelblech 15Führungselement 16Nut 17Wulst 18Rastelement

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur abtragenden Behandlung von Hornhaut, umfassend einen Griffbereich (3) und einen ersten und einen zweiten Werkzeugbereich (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass der erste Werkzeugbereich (1) einerseits und der zweite Werkzeugbereich (2) andererseits an gegenüberliegenden Enden eines Verbindungselements (4) angeordnet sind, wobei der Griffbereich (3) – das Verbindungselement (4) mantelartig umschliessend – wahlweise den ersten (1) oder den zweiten (2) Werkzeugbereich mindestens teilweise überdeckend ausgebildet und am Verbindungselement (4) verschieblich, aber fixierbar gelagert ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mantelartig ausgebildete Griffbereich (3) eine zur Aussenkontur des Verbindungselements (4) passende Innenkontur aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Aussenkontur des Verbindungselements (4) als auch mindestens die Innenkontur des Griffbereichs (3) sich wahlweise zum ersten (1) oder zweiten (2) Werkzeugbereich hin verjüngend ausgebildet sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur des Griffbereichs (3) mindestens teilweise parallel verlaufende Führungen (5) zur verschieblichen Lagerung des Verbindungselements (4) aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Verbindungselement (4) ein Rastelement (6) angeordnet ist, das wechselweise in mindestens zwei am Griffbereich (3) angeordnete Gegenrastelemente (7, 8) einrastbar ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (6) als vorzugsweise federbelasteter, formschlüssig zu den Gegenrastelementen (7, 8) passener Druckknopf ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenrastelemente (7, 8) vorzugsweise als runde Ausnehmungen ausgebildet und an beiden Enden des Griffbereichs (3) angeordnet sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenkontur des Griffbereichs (3) und dazu passend an den Außenkonturen des ersten (1) oder zweiten (2) Werkzeugbereichs und des Verbindungselements (4) ein längs der Vorrichtung verlaufendes Führungselement (15) vorgesehen ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (15) als Nut (16) mit entsprechend darin entlanggleitendem Wulst (17) ausgebildet ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (15) zur Verschiebungsbegrenzung des Verbindungselements (4) innerhalb des Griffbereichs (3) ein Rastelement (18) umfasst.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffbereich (3), das Verbindungselement (4) und der erste (1) und/oder zweite (2) Werkzeugbereich aus Kunststoff gebildet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugbereiche (1, 2) wahlweise als Hornhauthobel mit Klingenbereich (9), Hornhautraspel mit Raspelbereich (10) oder Mineralfeile mit Mineralfeilstein (11) ausgebildet sind.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenbereich (9) wahlweise metallisch oder aus Kunststoff gebildet ist und eine metallische Klinge (12) sowie eine Deckplatte (13) zur Befestigung der vorzugsweise gewölbten Klinge (12) aufweist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Raspelbereich (10), mit einem vorzugsweise metallisch und gewölbt ausgebildeten Raspelblech (14) versehen, länglich erstreckt ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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