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Dokumentenidentifikation DE202005017401U1 09.02.2006
Titel Tiefeneinstellung für Kreismesserhalter
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202005017401
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.02.2006
Registration date 05.01.2006
Application date from patent application 08.11.2005
IPC-Hauptklasse B26D 5/02(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B26D 1/24(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B26D 7/26(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kreismesserhalter zum Längsteilen von Materialbahnen im Scherenschnittsystem, wobei die Kreismesser als Obermesser mit definierter Überlappung gegen zugeordnete Untermesser arbeiten.

Ein derartiger Messerhalter ist in der EP 0 925 159 ausführlich beschrieben. Dieser besteht aus einem Grundkörper, in dem zwei parallele Führungsstangen verschiebbar geführt sind, wobei diese einerseits über eine Traverse miteinander verbunden sind, an der ein Messerkopf mit Kreismesser angeordnet ist, und denen andererseits eine Kolben-/Zylindereinheit sowie eine über Stellgewindespindel mit Drehknopf kontinuierlich einstellbare Tiefeneinstellung zugeordnet ist.

Insbesondere bei im Aussendurchmesser nachgeschliffenen Obermessern ist es schwierig, die einmal exakt eingestellte Überlappung nachzustellen.

Es ist bekannt, die Obermesser satzweise auf gleiche Aussendurchmesser nachzuschleifen und diese mit einer Ziffernfolge 1,2,3 usw. für den ersten, zweiten, dritten usw. Nachschliff zu kennzeichnen.

In der GM DE 20 2004 017 962 wird eine Lösung vorgeschlagen, dem jeweiligen Durchmesser des Obermessers zugeordnete Anschlagkörper als Tiefenanschlag einzusetzen, wobei Obermesser und Anschlagkörper korrespondierend gekennzeichet sind. Dies ist mit mehreren Nachteilen verbunden: Für jede Nachschliffstufe eines jeden Messerhalters sind mehrere genau hergestellte und gekennzeichnete Anschlagkörper zu beschaffen, diese sind in geeigneten Behältnissen sortiert zu lagern und bei jedem Wechsel eine Obermessers mit unterschiedlichem Aussendurchmesser sind die Anschlagkörper aus- und andere wieder einzubauen, was insgesamt insbesondere bei einer Vielzahl von Messerhaltern kosten-, platz- und zeitaufwendig ist

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden.

Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die in der EP 0 925 159 beschriebene Stellgewindespindel als Antrieb mit Untersetzung für eine auf der Zylinderoberseite gelagertes Anzeigerad ausgebildet ist, das am äusseren Rand zu den nachgeschliffenen Obermessern korrespondierende Kennzeichnungen z.B. Ziffern aufweist, welche in einem Sichtfenster einer Abdeckung stirnseitig und/oder oberseitig sichtbar sind.

Die Erfindung wird anhand folgender Zeichnungen eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 Vergrösserte Teilansicht des Zylinders eines Kreismesserhalters mit Tiefeneineinstellung und Anzeigeanordnung,

2 Draufsicht des Messerhalters mit Abdeckplatte, sowie Schneid- und- Einstellsichtfenster,

3 Draufsicht gem. 2 ohne Abdeckplatte und ohne Stellknopf mit Anzeigeanordnung.

In 1 ist der Zylinder 1 eines Kreismesserhalters mit Tiefeneinstellung in geschnittener Teilansicht dargestellt. Mittels Drehknopf 5 wird die Stellgewindespindel 2 betätigt. Der Kopf 3 der Stellgewindespindel 2 ist mit einem Reibbelag 4 versehen als Antrieb mit Untersetzung für das Anzeigerad 7. Die Tiefeneinstellung erfolgt durch drehen des Stellknopfes 5, welches durch die Schraube 6 mit dem Kopf 3 lösbar verbunden ist. Das Anzeigerad 7 ist auf ein Kugellager 8 aufsteckbar und gegen den Reibbelag hier in Form eines eingeklebten O-Ringes 4 angedrückt. Die Abdeckplatte 9 ist mit einem Sichtfenster 10 versehen, in dem die Kennzeichnungen auf der Oberseite des Anzeigerades 7 angebracht sind.

In 2 ist der Kreismesserhalter in der Draufsicht dargestellt. Sichtbar sind hierbei der Zylinder 1, der Stellknopf 2 und die Abdeckplatte 3 mit Schneidsichtfenster 4, welches eine „0" für ein neues noch nicht nachgeschliffenes Obermesser anzeigt.

Ein neues, noch nicht nachgeschliffenes Obermesser ist hierbei bereits mittels Stellknopf über die Stellgewindelspindel auf definierte Überlappung zum Untermesser hin eingestellt und das Anzeigerad 3 ist dementsprechend auf das Kugellager gesteckt und auf „0" justiert.

Die Abdeckplatte 3 zeigt ein zusätzlichers Einstellsichtfenster 5.

In 3 ist der Kreismesserhalter gem. 2 dargestellt, wobei jedoch der Stellknopf und die Abdeckplatte abgenommen sind. Der Kopf 1 der hier nicht sichbaren Stellgewindespindel treibt über den O-Ring 2 das Anzeigerad 3 an. Das neue, noch nicht nachgeschliffene Obermesser ist bereits mittels Stellknopf über die Stellgewindelspindel auf definierte Überlappung zum Untermesser hin eingestellt und das Anzeigerad 3 ist dementsprechend auf „0" eingestellt und damit justiert. Infolge fester Massverhältnisse der Gewindesteigung, sowie des Kopfdurchmessers der Stellgewindespindel und des Anzeigeraddurchmessers ist bei vorgegebener Zifferanzahl das zu reproduzierende Tiefenmass festgelegt. Erfolgt nun der Wechsel auf ein erstmalig nachgeschliffenes und mit „1" gekennzeichnetes Obermesser mit reduziertem Aussendurchmesser, so ist es lediglich erforderlich, den Stellknopf so weit auf kürzestem Weg zu drehen, dass die dazu korrespondierende Ziffer „1" exakt im Schneidsichtfenster erscheint. Für weitere nachgeschliffene Obermesser wiederholt sich der Vorgang entsprechend. In diesem Beispiel ist ein Anzeigerad für 7 Nachschliffe mit gleichen Stufensprüngen aufgesteckt. Werden die Obermesser in anderen Stufensprüngen nachgeschliffen, z.B. bei unterschiedlichem Verschleiss, so wird lediglich ein anderes Anzeigerad mit anderer Zifferneinteilung aufgesteckt. Der Stufensprung, d.h. das Nachschleifmass selbst kann zusätzlich auf dem Anzeigerad mehrfach gekennzeichnet werden, sodass es in einem weiteren Kontrollsichtfenster permanent angezeigt werden kann.

Zur Begrenzung des vertikalen Stellhubes ohne Überlappung, jedoch unmittelbar oberhalb des Untermessers, wird die Abdeckplatte mit einem zweiten Einstellsichtfenster versehen und die eingestellte Ziffer mittels Stellknopf auf kürzestem Weg in dieses Einstellsichtfenster gedreht. Dieses Einstellsicht-fenster ist hierbei gegenüber dem Schneidsichtfenster so versetzt, dass wechelseitig nur eine Ziffer erscheint. Diese Art der Positionierung der Obermesserschneide zum Untermesser ist in der DE-GM 298 08 625 beschrieben, jedoch ist hierbei ein zusätzliches Stell- und Arretierungsmittel erforderlich.


Anspruch[de]
  1. Kreismesserhalter zum Längsteilen von Materialbahnen, der einen mit einem Messerbalken einer Längsschneidemaschine verbindbaren Grundkörper aufweist, der mit zwei parallelen Führungen versehen ist, in denen Führungsstangen verschiebbar geführt sind, wobei die Führungsstangen einerseits über eine Traverse miteinander verbunden sind, an der ein Messerkopf mit Kreismesser angeordnet ist, und denen andererseits eine Kolben-/Zylindereinheit sowie eine Tiefeneinstellung mittels einer Stellgewindespindel zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellgewindespindel als Antrieb mit Untersetzung für eine auf der Zylinderoberseite gelagertes Anzeigerad ausgebildet ist, das am äusseren Rand zu den nachgeschliffenen Obermessern korrespondierende Kennzeichnungen aufweist, welche in einem Schneidsichtfenster einer Abdeckung sichtbar sind.
  2. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Reibrad am Kopf der Stellgewindespindel ausgeführt ist.
  3. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Zahnritzel ausgeführt ist, wobei das Anzeigerad entsprechend mit einer Zahnung versehen ist.
  4. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als Riementrieb ausgebildet ist.
  5. Kreismesserhalter nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigerad am äusseren Umfang ober- und/oder stirnseitig mit Kennzeichnungen versehen ist, die mit Kennzeichnungen nachgeschliffener Obermesser korrespondieren.
  6. Kreismesserhalter nach Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigerad auswechelbar ist für unterschiedliche Abstufungen nachgeschliffener Obermesser.
  7. Kreismesserhalter nach Ansprüchen 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung des Anzeigerades mit einem weiteren Einstellsichtfenster versehen ist, sodass bei Verdrehen des Stellknopf die im Schneidfenster angezeigte Ziffer in das Einstellfenster wandert.
  8. Kreismesserhalter nach Ansprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass das/die Anzeigefenster in der Abdeckplatte mit einer Vergrösserunsoptik versehen ist/sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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