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Dokumentenidentifikation DE60014730T2 09.02.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001033257
Titel Kompensierung der von der Druckrichtung verursachten Farbtonverschiebung mittels Veränderung der Bildpunkte
Anmelder Hewlett-Packard Development Co., L.P., Houston, Tex., US
Erfinder Hudson, Kevin R., Circle Camas, US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Aktenzeichen 60014730
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.02.2000
EP-Aktenzeichen 003013257
EP-Offenlegungsdatum 06.09.2000
EP date of grant 13.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse B41J 19/14(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse G06K 15/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B41J 2/21(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf Tintenstrahldrucker und insbesondere auf eine Drucktechnik zum Reduzieren einer richtungsinduzierten Farbtonverschiebung in einem Farbtintenstrahldrucker.

Hintergrund

Tintenstrahldrucker sind bekannt und äußerst beliebt. Details eines bestimmten Tintenstrahldruckers sind in dem U.S.-Patent Nr. 5,648,806 mit dem Titel „Stable Substrate Structure for a Wide Swath Nozzle Array in a High Resolution Inkjet Printer" (Stabile Substratstruktur für ein Breitband-Düsenarray in einem Tintenstrahldrucker mit hoher Auflösung) von Steven Steinfeld u. a., das der vorliegenden Anmelderin zugewiesen und hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist, beschrieben.

Ein Tintenstrahldrucker stößt feine Tintentröpfchen auf ein Druckmedium, üblicherweise Papier, aus präzise geformten Düsen in einem oder mehreren Druckköpfen aus. Qualitativ hochwertige Farbtintenstrahldrucker umfassen Druckköpfe für die drei subtraktiven Primärfarbtinten Cyan, Magenta und Gelb und einen separaten Druckkopf für schwarze Tinte. Ein Typ von Farbtintenstrahldrucker beinhaltet eine separate austauschbare Druckkassette für jede der vier Tintenfarben, die in einen sich hin- und herbewegenden Wagen eingebaut sind. Ein weiterer Typ von Farbtintenstrahldrucker beinhaltet zwei, drei oder vier unterschiedliche Farbdruckköpfe in der gleichen Druckkassette. Die Reihenfolge der Druckköpfe in dem Wagen ist üblicherweise Schwarz auf der linken Seite oder der rechten Seite der Primärfarbkassetten, wobei die Reihenfolge der Primärfarbkassetten willkürlich ist.

Wenn ein Farbbild gedruckt wird, werden Tröpfchen oder Punkte der drei Primärfarben in verschiedenen Kombinationen gedruckt, um die erwünschten Farbtöne oder Töne zu erzielen, um das ursprüngliche Farbbild zu reproduzieren. Mehrere Punkte der gleichen Farbe können für einen einfarbigen Punkt verwendet werden, um die Intensität dieser Farbe in dem Farbpunkt zu erhöhen. Ein zu druckendes Farbbild ist üblicherweise in dem Speicher eines Computers, der mit dem Drucker verbunden ist, in einer Version einer kontinuierlichen Farbskala des Farbbildes, die zur Anzeige auf einem Computermonitor geeignet ist, verfügbar. Das Verfahren zum Umwandeln des kontinuierlichen Bildes in eine Darstellung hinsichtlich einzelner Punkte wird üblicherweise als Halbtongebung bezeichnet. Halbtongebungsverfahren sind in dem Buch Digital Halftoning (Digitale Halbtongebung) von Robert Ulichney, MIT Press, 1987, das hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist, beschrieben.

In einem Tintenstrahldrucker wird ein Drucken durchgeführt, wenn der Druckkopf über das Druckmedium hin- und herbewegt wird. Da die Druckköpfe im allgemeinen viel kleiner als das zu druckende Bild sind, wird das Bild in Regionen mit geeigneter Größe unterteilt, die bei einem Durchlauf des sich hin- und herbewegenden Wagens über das Druckmedium gedruckt werden sollen. Der Vorgang des Erzeugens von Instruktionen zur Abfeuerung spezifischer Tintenstrahldüsen zum Drucken spezifischer Regionen des Farbbildes wird oft als Schuppenmaskierung oder Schuppenbildung bezeichnet. Die Schuppenbildung wird ebenso verwendet, um die Druckqualität zu verbessern, indem die Tintenpunkte in mehreren Durchläufen niedergelegt werden.

Um einen hohen Durchsatz zu erzielen, d. h. um die Anzahl von pro Minute gedruckten Seiten zu maximieren, wird ein Drucken bidirektional durchgeführt. Beim bidirektionalen Drucken wird jeder Durchlauf in der Richtung gedruckt, die entgegengesetzt zu der des vorherigen Durchlaufs ist. Es wird der Fall eines Einzeldurchlaufdruckens betrachtet. Eine erste Region wird bedruckt, wenn der Wagen in einer ersten Richtung über das Druckmedium bewegt wird. Dann wird das Medium fortbewegt und der Wagen wird in der entgegengesetzten Richtung über das Medium bewegt, um eine benachbarte Region zu bedrucken. Da die Farbdruckköpfe in dem Wagen in einer festen Reihenfolge sind, werden, wenn der Wagen in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird, die Komponententinten in umgekehrter Reihenfolge auf das Papier gedruckt.

Wenn z. B. die Stiftreihenfolge auf dem Wagen von links nach rechts Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb ist, wird, wenn der Wagen von links nach rechts bewegt wird, Gelb zuerst gedruckt; Magenta wird dann über Gelb gedruckt; Cyan wird über Magenta gedruckt und schließlich wird Schwarz über Cyan gedruckt. Wenn der Wagen von rechts nach links bewegt wird, wird Schwarz zuerst gedruckt, darüber werden dann Cyan, Magenta bzw. Gelb gedruckt. Diese Umkehrung der Druckreihenfolge zwischen benachbarten Durchläufen kann zu einer wahrnehmbaren Farbtonveränderung oder Farbtonverschiebung zwischen Durchläufen führen. Um eine dunkelrote Farbe zu erzeugen, werden z. B. magentafarbige und gelbe Punkte gedruckt. Wenn der Wagen von links nach rechts bewegt wird, wird Magenta über Gelb gedruckt. Wenn der Wagen von rechts nach links bewegt wird, wird Gelb über Magenta gedruckt, was eine Farbe mit einem gelblichen Stich verglichen mit der Farbe, die mit Magenta über Gelb gedruckt wird, erzeugen könnte.

Die EP-A-0 863 480 offenbart ein Farbtonverschiebungsausgleichssystem und ein -verfahren für einen bidirektionalen Tintenstrahldrucker unter Verwendung von Masken.

Benötigt werden ein System und ein Verfahren zum Reduzieren der wahrnehmbaren Farbtonverschiebung, die durch ein bidirektionales Drucken in einem Farbtintenstrahldrucker entsteht.

Zusammenfassung

Die Erfindung liefert ein System gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß Anspruch 6.

Erschöpfte Schuppenmasken werden in der Schuppenmaskierungsstufe anstelle der nominellen basierend auf der Druckrichtung eingesetzt, um eine druckrichtungsinduzierte Farbtonverschiebung in einem Farbtintenstrahldrucker auszugleichen. Wenn richtungsabhängige erschöpfte Schuppenmasken verwendet werden, hängt die Anzahl von Tintentropfen einer bestimmten Farbe, die pro Einheitsfläche gedruckt werden, von der Richtung ab, in der der Druckkopf über das Druckmedium bewegt wird. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine Nachschlagtabelle, die durch einen zusammengesetzten Farbtonwert indexiert wird, der aus der ursprünglichen kontinuierlichen Farbskala gebildet ist, verwendet, um eine Erschöpfungswahrscheinlichkeit bereitzustellen. Die Erschöpfungswahrscheinlichkeit ist als die Wahrscheinlichkeit eines Auswählens einer druckrichtungsabhängigen erschöpften Schuppenmaske definiert, was wiederum zu einem geeigneten Gesamterschöpfungspegel führt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Erschöpfungswahrscheinlichkeit mit dem Fehlerdiffusionsschwellenwert verglichen, der bei einer Halbtongebung des kontinuierlichen Bildes für einzelne Punkte verwendet wird, um zu bestimmen, wann das Schuppenmaskenpaar, das dem erschöpften Tintenvolumen zugeordnet ist, aufgerufen werden soll. Das Verfahren kann mit jedem Halbtongebungsverfahren, das einen Fehlerdiffusionsschwellenwert umfasst, oder einem anderen Zufallsschwellengenerator verwendet werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 stellt eines vieler Beispiele eines Tintenstrahldruckers dar, der die vorliegende Erfindung beinhalten könnte.

2 stellt den sich hin- und herbewegenden Wagen in dem Drucker aus 1 und die Reihenfolge von Druckkassetten in dem Wagen dar.

3 stellt einen Computer dar, der mit einem Tintenstrahldrucker verbunden ist, wobei der Computer und der Drucker beide das Verfahren zum Ausgleichen einer druckrichtungsinduzierten Farbtonverschiebung gemäß Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung ausführen können.

4 ist ein Flussdiagramm, das die grundlegenden Schritte in dem Farbtonverschiebungsausgleichsverfahren darstellt.

5 stellt eine Implementierung des Farbtonverschiebungsausgleichsverfahrens dar.

Detaillierte Beschreibung

Ein Verfahren zum Ausgleichen einer druckrichtungsinduzierten Farbtonverschiebung in einem Farbtintenstrahldrucker setzt basierend auf der Druckrichtung erschöpfte Schuppenmasken anstelle der nominellen ein.

Das Verfahren kann z. B. in einem Farbtintenstrahldrucker 10 eingesetzt werden, der in 1 dargestellt ist. Der Farbtintenstrahldrucker umfasst eine Abdeckung 11, eine Papierablage 12 zum Halten unbedruckten Papiers 14, eine Ausgangsablage zum Aufnehmen der bedruckten Seiten 15, Farbtintendruckkassetten 16 und einen sich hin- und herbewegenden Wagen 18 zum Gleiten entlang eines Gleitstabs 20, während Punkte auf das Papier gedruckt werden. Bei einem Ausführungsbeispiel umfassen die Farbdruckkassetten 16 eine cyanfarbige (C) 24, eine magentafarbige (M) 26, eine gelbe (G) 28 und eine schwarze (K) 22 Tintendruckkassette. Die Kassetten sind in dem sich bewegenden Wagen 18 von links nach rechts mit K, C, M, G aufgereiht, wie in 2 gezeigt ist. Andere Kombinationen von Tinte, wie z. B. CMG, können ebenso verwendet werden.

3 ist ein schematisches Diagramm eines Drucksystems, das einen Hostcomputer 22, einen Monitor 23 (z. B. eine Kathodenstrahlröhre) und einen Drucker, z. B. den Drucker 10, umfasst. Der Drucker 10 umfasst außerdem eine Druckersteuerung 28 zum Steuern des Druckens von Punkten durch Druckkassetten 16. Die Druckkassetten können mit 300 Punkten pro Zoll (DPI), 600 DPI, 1.200 DPI oder einer anderen Auflösung drucken. Wenn mehrere Tropfen der gleichen Farbtinte über der gleichen Pixelposition aufgebracht werden sollen, um einen Mehrtropfentintenpunkt auf einem Medium zu drucken, kann der die Druckkassetten 16 enthaltende Wagen mehrere Hin- und Herbewegungen über das Medium durchführen, um derartige überlappende Punkte zu drucken.

4 ist ein Flussdiagramm, das das allgemeine Verfahren darstellt, das durch die Implementierung aus 5 ausgeführt wird. Es wird in dem Flussdiagramm aus 4 angenommen, dass das durch den Drucker zu druckende Bild zuerst in einem Computer erzeugt wird; das ursprüngliche Bild kann jedoch durch andere Mittel erzeugt werden.

Bei einem Schritt 30 in 4 wird ein Farbbild durch einen Computer erzeugt und unter Verwendung herkömmlicher Mittel auf einem Monitor angezeigt. Ein typischer Computer erzeugt Signale für einen Monitor zur Anzeige der additiven Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB), die kombiniert werden können, um Millionen von Farben sowie Schwarz zu erzeugen. Üblicherweise liegen für jede Primärfarbe 256 Intensitätspegel vor, so dass jede der Primärfarben unter Verwendung eines 8-Bit-Bytes identifiziert werden kann. Ein typischer Computermonitor zeigt Bilder mit 75 Punkten pro Zoll an. Ein 24-Bit-RGB-Farbbild wird in dem Speicher des Computers 22 gehalten, so dass dasselbe auf dem Monitor 23 angezeigt werden kann.

Bei Schritt 32 aus 4 wird das RGB-Bild in ein CMGK-Bild (unter der Annahme, dass schwarze Tinte verwendet wird) mit der Auflösung des Druckers 10 umgewandelt.

Bei Schritt 34 wird das CMGK-Bild einer Halbtongebung unterzogen, um das Bild von vier Ebenen (CMGK) und 8 Bits pro Farbe in einen Ausgabefarbpegel (L genannt) mit der DPI-Auflösung des Druckers umzuwandeln. Der Drucker 10 kann ein 2-Pegel- oder Binärdrucker sein, wobei in diesem Fall der Ausgabefarbpegel als 0 oder 1 bezeichnet wird, An- oder Aus-Punkten entsprechend. Alternativ kann der Drucker 10 ein 4-Pegel-Drucker sein. In diesem Fall wird der Ausgabefarbpegel für eine einzelne Tinte als 0, 1, 2 oder 3 bezeichnet, z. B. 0, 1, 2 bzw. 3 Tropfen einer einzelnen Farbtinte an jedem Pixelort entsprechend. Andere Entsprechungen zwischen den Farbpegeln 0 – 3 und den Tropfen pro Pegel können verwendet werden. Im allgemeinen entspricht der Ausgabefarbpegel 0 0 Tropfen; für einen n-Pegel-Drucker beträgt der maximale Ausgabefarbpegel n-1.

Halbtongebungsverfahren, die häufig beim Tintenstrahldrucken eingesetzt werden, basieren auf Fehlerdiffusionstechniken. Eine bekannte Fehlerdiffusionstechnik ist von R. Floyd und L. Steinberg in der Schrift „Adaptive Algorithm for Spatial Gray Scale" (Adaptiver Algorithmus für eine Raumgrauskala), SID International Sym. Digest of Tech. Papers, Seiten 36 – 37 (1975), die hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist, beschrieben.

Bei der Fehlerdiffusion basiert die Entscheidung darüber, ob ein Punkt einer bestimmten Farbe gedruckt werden soll oder nicht (oder wie viele sich überlappende Punkte einer Farbe zu drucken sind), nicht nur auf der Intensität für dieses Pixel, sondern auch darauf, was vor den zuvor verarbeiteten benachbarten Pixeln geschah. An jedem Punkt, an dem ein Punkt gedruckt werden kann, wird die ursprüngliche Bildpixelintensität zwischen 0 und 245, die in dem CMGK-Bild mit 8 Bit pro Farbe gespeichert ist, modifiziert durch den angehäuften Fehler für benachbarte Pixel, mit einem Fehlerdiffusionsschwellenwert Th verglichen. Der Schwellenwert wird skaliert, um zwischen 0 und 255 zu variieren, und kann aus einer Tabelle ausgewählt werden, während des gesamten Halbtongebungsprozesses fest sein oder pseudozufällig ausgewählt werden. Halbtongebungsverfahren sind z. B. in der U.S.-Anmeldung mit der Seriennummer 08/880,475 mit dem Titel „Correlating Cyan and Magenta Planes for Error Diffusion Halftoning" (Korrelation von Cyan- und Magentaebene zur Fehlerdiffusionshalbtongebung) von Gondek und in der U.S.-Anmeldung mit der Seriennummer 08/961,047 mit dem Titel „Table Based Fast Error Diffusion Halftoning Technique" (Tabellenbasierte schnelle Fehlerdiffusionshalbtongebungstechnik) von Hudson und Pritchard, die beide gemeinschaftlich mit der vorliegenden Anmeldung übertragen sind und hierin durch Bezugnahme aufgenommen sind, beschrieben. Jedes Halbtongebungsverfahren unter Verwendung eines Fehlerdiffusionsschwellenwerts Th kann bei Schritt 34 verwendet werden.

Bei Schritt 36 wird ein zusammengesetzter CMG-Farbton, TC bezeichnet, aufgebaut, indem eine bestimmte Anzahl der höchstwertigen Bits jedes C-, M- und G-Werts des CMGK-Bildes, d. h. der 32-Bit-Eingabe bei Schritt 34, verkettet wird. Es kann z. B. bestimmt werden, dass ein Verketten der drei höchstwertigen Bits jeder Farbe, was zu einer 9-Bit-Zahl führt, eine ausreichende Auflösung zum Farbtonausgleich liefert.

Bei dem in den 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein Farbtonausgleich nur für Magenta- und Gelbtinte durchgeführt. Die durch die Bezugszeichen 3847 bezeichneten Schritte werden separat für jede Farbebene durchgeführt. Bei Schritt 38 wird bestimmt, ob die gegenwärtige Farbe Magenta ist. Wenn die gegenwärtige Farbe Magenta ist, wird bei Schritt 39 der zusammengesetzte Farbton TC als ein Index auf die Nachschlagtabelle 52 angewendet, um eine Magentaerschöpfungswahrscheinlichkeit PM zu erhalten.

Ein Beispiel der Nachschlagtabelle 52 ist schematisch in Tabelle 1 gegeben. Bei diesem Beispiel ist die Erschöpfungswahrscheinlichkeit skaliert, um von 0 bis 256 zu variieren. In Tabelle 1 ist der zusammengesetzte CMG-Farbton TC sowohl in Binärnotierung angegeben (wobei die 3 Bits ganz links die drei höchstwertigen Bits des C-Wertes sind, die mittleren 3 Bits die drei höchstwertigen Bits des M-Wertes sind und die 3 Bits ganz rechts die drei höchstwertigen Bits des G-Wertes sind) als auch in arabischer Notierung. Zur Bequemlichkeit der Implementierung fällt der Erschöpfungswahrscheinlichkeitsbereich mit dem Bereich der Fehlerdiffusionsschwellenwerte (Th) zusammen, die zuvor bei Schritt 34 in dem Halbtongebungsverfahren verwendet wurden. Wie unten detaillierter erläutert ist, wird, wenn diese Erschöpfungswahrscheinlichkeit den Schwellenwert überschreitet, ein Erschöpfungsdrucken implementiert.

Tabelle 1 Erschöpfungswahrscheinlichkeitsnachschlagtabelle

In Tabelle 1 entspricht der zusammengesetzte Farbton TC von 1 bis 4 in arabischer Notierung einem Ton, bei dem nur Gelb „ein"-geschaltet ist. Deshalb besteht kein Bedarf nach einer Erschöpfung und alle Einträge sind Null. Der zusammengesetzte Farbton TC von 61 bis 63 entspricht eingeschaltetem Magenta und Gelb. In diesem Fall ist die Gelb-Erschöpfungswahrscheinlichkeit ungleich Null, so dass ein erschöpftes Drucken für Gelb implementiert wird. Für die Töne 480 bis 481, die Komponenten aller drei Farben umfassen, zeigt die Tabelle eine Magenta- und Gelb-Erschöpfung an. Schließlich erfordert der Ton 511, der einer Farbe entspricht, die nahezu Schwarz ist, eine wesentliche Erschöpfung von sowohl Magenta als auch Gelb. Die Erschöpfungswahrscheinlichkeitstabelle wird experimentell durch ein Ausdrucken einer Seite von Probestellen mit unterschiedlichen Erschöpfungspegeln entwickelt. Die besten Übereinstimmungen werden gefunden, die den geeigneten Erschöpfungspegel für einen bestimmten zusammengesetzten Ton darstellen.

Die Erschöpfungswahrscheinlichkeit PM wird als Erschöpfungswahrscheinlichkeit P bei einem Logikoperator 54 gespeichert. Bei Schritt 40 wird der Ausgangspegel L auf den gegenwärtigen Magentapegel LM gesetzt. Die Schritte 4143 in 3 werden durchgeführt, wenn die gegenwärtige Farbe Gelb ist, analog zu den Schritten 3840, die oben für die gegenwärtige Farbe Magenta beschrieben sind.

Bei Schritt 44 wird die Erschöpfungswahrscheinlichkeit P durch einen Komparator 56 mit dem Schwellenwert Th verglichen und bei Schritt 45 wird der gegenwärtige Pegel L durch einen Komparator 58 mit 0 verglichen. Wenn beide Bedingungen erfüllt sind, P > Th und L > 0, wird L durch einen Summierer 60 bei Schritt 46 inkrementiert. Für einen 4-Pegel-Drucker z. B. kann das Inkrement INC gleich 3 gesetzt werden. Bei diesem Beispiel ist dann die Entsprechung zwischen ursprünglichen Pegeln und erschöpften Pegeln in Tabelle 2 unten gegeben.

Tabelle 2 Ausgabepegel L

Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Pegel L, wenn beide Bedingungen erfüllt sind, anstatt den Summierer 60 zu verwenden, durch Anwendung einer Nachschlagtabelle, wie z. B. der Tabelle 2 oben, umgewandelt werden.

Bei Schritt 47 wird der Ausgangspegel L auf den Drucker 10 angewendet und das nächste Pixel wird verarbeitet (Schritt 48). Die Schritte 3447 in 4 werden separat für jede Farbebene für jedes Pixel wiederholt.

Üblicherweise umfasst beim Tintenstrahldrucken das bei Schritt 34 erzeugte Bild alle Informationen darüber, wie viele Punkte jeder Farbe an jedem Pixelort auf dem Medium gedruckt werden sollen, sowie über die Orte der Punkte. Die Informationen für mehrere Pixel werden üblicherweise vor dem Drucken in einem Drucker-Zwischenspeicher gesammelt. Die Druckersteuerung 28 (3) entscheidet bei dem Schuppenmaskierungsschritt, wann diese Punkte gedruckt werden sollen (d. h. in einem einzelnen Durchlauf oder in mehreren Durchläufen). Mehrere Durchläufe werden vorzugsweise verwendet, wenn mehrere Tropfen pro Pixel gedruckt werden sollen, sowie um Druckkopf defekte, wie z. B. eine nichtfunktionierende Düse, zu verstecken. Eine Schuppenmaske beschreibt das Muster von Punkten, das bei einem einzelnen Durchlauf gedruckt werden soll. Im Stand der Technik wird in einem Ein-Durchlauf-Druckmodus die gleiche Schuppenmaske zum Drucken von links nach rechts und zum Drucken von rechts nach links verwendet.

Gemäß Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird ein Ausgleich für eine druckrichtungsinduzierte Farbtonverschiebung bei dem Schuppenmaskierungsschritt erzielt. Ausgangspegel L, die bei Schritt 47 auf den Drucker angewendet werden, bei dem Beispiel aus Tabelle 2 gleich 1, 2 und 3, sind jeweils einer spezifischen nominellen Schuppenmaske zugeordnet, die unabhängig von der Druckrichtung verwendet wird. Erschöpfte Ausgangspegel 4, 5 und 6 sind jeweils einem spezifischen Paar von Schuppenmasken zugeordnet, z. B. einer nominellen Maske zum Drucken von links nach rechts und einer erschöpften Maske zum Drucken von rechts nach links.

Bei einem Ausführungsbeispiel bewirkt für jeden Pegel die erschöpfte Schuppenmaske, die zum Drucken von rechts nach links verwendet wird, dass weniger Tintentropfen als bei der entsprechenden nominellen Schuppenmaske, die zum Drucken von links nach rechts verwendet wird, für den gleichen Ausgabepegel gedruckt werden. Für das spezifische Beispiel eines Druckens von Magenta und Gelb an dem gleichen Ort können weniger Punkte gelber Tinte gedruckt werden, wenn der Druckkopf von rechts nach links bewegt wird (Gelb über Magenta gedruckt), als wenn der Druckkopf von links nach rechts bewegt wird, um einen Gelbstich zu vermeiden.

Der potentielle Bedarf nach einer Erschöpfung wird kurz nach dem Halbtongebungsschritt identifiziert, bevor man die Druckrichtung kennt. An dem Punkt des Druckens wird, wenn die Druckrichtung bestimmt wird, wenn ein Bedarf nach einer Erschöpfung angezeigt wird, bei diesem Beispiel durch Ausgangspegel 4, 5 und 6, die geeignete Schuppenmaske abhängig von der Druckrichtung aufgerufen.

Eine Schuppenmaske, die 50 % erschöpft ist, wird vorzugsweise als die erschöpfte Schuppenmaske verwendet. Der Gesamterschöpfungsfaktor DF ist durch folgende Formel gegeben: DF (%) = (P/Schwellenbereich) × Maskenerschöpfung (%) wobei die Erschöpfungswahrscheinlichkeit P durch die Erschöpfungswahrscheinlichkeitsnachschlagtabelle gegeben ist, der Schwellenbereich der Bereich der Erschöpfungswahrscheinlichkeitswerte ist, wobei in diesem Fall die Maskenerschöpfung 50 % beträgt. Es wird z. B. ein zusammengesetzter CMG-Farbton mit einem Erschöpfungswahrscheinlichkeitswert von 100 angenommen, wie bei der Magenta-Erschöpfungswahrscheinlichkeit für TC = 482 in Tabelle 1, wobei der Schwellenbereich 256 beträgt und der Erschöpfungsfaktor (100/256) × 50 % oder etwa 20 % beträgt. Es wird angemerkt, dass nur eine erschöpfte Schuppenmaske benötigt wird. Der Erschöpfungswahrscheinlichkeitswert bestimmt die Wahrscheinlichkeit, mit der die erschöpfte Schuppenmaske aufgerufen wird, was zu dem erwünschten Pegel einer Erschöpfung führt.

Die in 4 beschriebenen Verfahren, einschließlich der Bestimmung des Ausgangspegels L, können unter Verwendung einer Kombination aus Hardware und Software implementiert sein, wobei Abschnitte der Hardware/Software sich z. B. in einem Computer 22 und anderen Abschnitten in dem Drucker 10 befinden. Bei einem Ausführungsbeispiel ist ein Programm, das die Verfahren aus 4 ausführt, in Firmware in den Drucker 10 eingebaut. Die Bestimmung des Ausgangspegels L wird vorzugsweise an dem gleichen Ort durchgeführt, an dem der Halbtongebungsvorgang ausgeführt wird. Der Ort der Hardware/Software zum Ausführen dieses Verfahrens ist eine Frage der Entwurfsauswahl. Das Verfahren kann auf herkömmlichen gegenwärtigen Computern und Tintenstrahldruckern implementiert werden.

In den 4 und 5 ist ein Farbtonausgleich für die Farben Magenta und Gelb dargestellt. Die Anwendung auf andere Paare von Farben und die Verallgemeinerung auf drei oder vier Farben sind ohne weiteres ersichtlich.


Anspruch[de]
  1. Ein System zum Ausgleichen einer druckrichtungsinduzierten Farbtonverschiebung in einem Drucker, wobei das System folgende Merkmale aufweist:

    eine Nachschlagtabelle (52), wobei die Nachschlagtabelle durch einen zusammengesetzten Farbtonwert in einem Bild, das durch Pixel gebildet ist, indexiert wird, wobei die Nachschlagtabelle zumindest einen Erschöpfungswahrscheinlichkeitswert ausgibt;

    einen Schwellenfehlerausdruck;

    einen Ausgangspegelwert, der einer Anzahl von Tintentropfen entspricht, die durch einen Tintendrucker für bestimmte Tintenfarben gedruckt werden sollen; und

    einen Transformierer zum Umwandeln des Ausgangspegelwerts in einen richtungsabhängigen Ausgangspegelwert, wenn der Erschöpfungswahrscheinlichkeitswert größer als der Schwellenfehlerausdruck ist und wenn der Ausgangspegelwert einer Anzahl von Tintentropfen ungleich null entspricht, wobei der richtungsabhängige Ausgangspegelwert größer als ein maximaler Ursprungswert, bevor derselbe inkrementiert wird, des Ausgangspegelwerts ist.
  2. Das System gemäß Anspruch 1, das ferner einen Drucker (10) aufweist, der Werte empfängt, die dem Ausgangspegelwert und dem richtungsabhängigen Ausgangspegelwert entsprechen, und ansprechend darauf Tintentropfen auf ein Medium druckt.
  3. Das System gemäß Anspruch 2, bei dem der Drucker Farbdruckkassetten (24, 26, 28) aufweist, die über das Medium bewegt werden, während Tintentropfen auf das Medium gedruckt werden.
  4. Das System gemäß Anspruch 3, das ferner erste Schuppenmasken und zweite Schuppenmasken aufweist, wobei die Schuppenmasken zum Steuern der Anzahl von Tintentropfen dienen, die für eine bestimmte Tintenfarbe an einem bestimmten Pixelort jedes Mal auf das Medium gedruckt werden sollen, wenn die Druckkassetten (24, 26, 28) über das Medium bewegt werden, und wobei die ersten Schuppenmasken dem Ausgangspegelwert entsprechen, der kleiner oder gleich dem maximalen Ursprungswert ist, und die zweiten Schuppenmasken dem richtungsabhängigen Ausgangspegelwert entsprechen.
  5. Das System gemäß Anspruch 4, bei dem die zweiten Schuppenmasken Erstrichtungsmasken, die einem Drucken zugeordnet sind, wenn die Farbdruckkassetten (24, 26, 28) in einer ersten Richtung über das Medium bewegt werden, und Zweitrichtungsmasken aufweisen, die einem Drucken zugeordnet sind, wenn die Farbdruckkassetten (24, 26, 28) in einer zweiten Richtung über das Medium bewegt werden, wobei die zweite Richtung entgegengesetzt zu der ersten Richtung ist.
  6. Ein Verfahren zum Ausgleichen einer druckrichtungsinduzierten Farbtonverschiebung in einem Drucker, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    Erzeugen eines Ausgangspegelwerts (34) in einem Bild, das durch Pixel gebildet ist, wobei der Ausgangspegelwert einer Anzahl von Tintentropfen entspricht, die durch einen Tintendrucker für bestimmte Tintenfarben gedruckt werden sollen;

    Erzeugen eines zusammengesetzten Farbtonwerts (36);

    Indexieren (39, 42) einer Nachschlagtabelle (52) mit dem zusammengesetzten Farbtonwert;

    Ausgeben (39, 42) zumindest eines Erschöpfungswahrscheinlichkeitswerts durch die Nachschlagtabelle; und

    Inkrementieren (46) des Ausgangspegelwerts um eine feste Menge, um denselben in einen richtungsabhängigen Ausgangspegelwert umzuwandeln, wenn der Erschöpfungswahrscheinlichkeitswert größer als ein Schwellenfehlerausdruck ist und wenn der Ausgangspegelwert einer Anzahl von Tintentropfen ungleich null entspricht.
  7. Das Verfahren gemäß Anspruch 6, das ferner ein Anwenden (47) des Ausgangspegelwerts und des richtungsabhängigen Ausgangspegelwerts auf den Drucker (10) aufweist, wobei der Drucker (10) Farbdruckkassetten (24, 26, 28) aufweist, die über ein Medium bewegt werden, während Tintentropfen auf das Medium gedruckt werden.
  8. Das Verfahren gemäß Anspruch 7, das ferner ein Bereitstellen erster Schuppenmasken und zweite Schuppenmasken aufweist, wobei die Schuppenmasken zum Steuern der Anzahl von Tintentropfen dienen, die für eine bestimmte Tintenfarbe an einem bestimmten Pixelort jedes Mal auf das Medium gedruckt werden sollen, wenn die Druckkassetten (24, 26, 28) über das Medium bewegt werden, und wobei die ersten Schuppenmasken dem Ausgangspegelwert entsprechen, der kleiner oder gleich dem maximalen ursprünglichen Wert ist, und die zweiten Schuppenmasken dem richtungsabhängigen Ausgangspegelwert entsprechen.
  9. Das Verfahren gemäß Anspruch 8, das ferner ein Anwenden der zumindest einen Schuppenmaske, die dem Ausgangspegelwert entspricht, auf den Drucker (10) aufweist.
  10. Das Verfahren gemäß Anspruch 9, bei dem die zweiten Schuppenmasken Erstrichtungsmasken, die einem Drucken zugeordnet sind, wenn die Farbdruckkassetten (24, 26, 28) in einer ersten Richtung über das Medium bewegt werden, und Zweitrichtungsmasken aufweisen, die einem Drucken zugeordnet sind, wenn die Farbdruckkassetten (24, 26, 28) in einer zweiten Richtung über das Medium bewegt werden, wobei die zweite Richtung entgegengesetzt zu der ersten Richtung ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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