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Dokumentenidentifikation DE60014953T2 09.02.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001230402
Titel Mit Kühlplatten ausgestatteter Schachtofen und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Danieli Corus Technical Services B.V., IJmuiden, NL
Erfinder DZERMEJKO, John, Albert, McMurray, US;
LAJTONYI, Alex, Burlington, CA;
BLEIJENDAAL, Gerardus, Nicolaas, Akersloot, NL;
VAN STEIN CALLENFELS, Egenolf, Johan, NL-1981 CP Velsen-Zuid, NL
Vertreter Müller Schupfner Patentanwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60014953
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.04.2000
EP-Aktenzeichen 009207176
WO-Anmeldetag 13.04.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/EP00/03505
WO-Veröffentlichungsnummer 0000063446
WO-Veröffentlichungsdatum 26.10.2000
EP-Offenlegungsdatum 14.08.2002
EP date of grant 13.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse C21B 7/10(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F27B 1/24(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F27D 1/12(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B22D 19/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schachtofen mit einem Mantel, der an der Innenseite wenigstens teilweise mit Kühlplatten versehen ist, wobei durch jede Kühlplatte wenigstens ein vertikaler Kanal verläuft, dessen Enden mit Verbindungsenden verbunden sind, die bezüglich der Ebene der Kühlplatte quer verlaufen. In diesem Zusammenhang ist Mantel so zu verstehen, daß er das Metallgehäuse des Ofens bedeutet. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der neuen Kühlplatten.

Eine Standardausführungsform eines Schachtofens ist ein Hochofen für die Reduktion von Eisenerz. Allerdings werden Schachtöfen häufig auch für andere Zwecke verwendet. Wo der folgende Text die Erfindung unter Bezug auf Anwendungen für einen Hochofen beschreibt, weist diese Beschreibung auch Anwendungen für andere Typen von Schachtöfen auf.

Die thermischen Belastungen, die der Wand eines Hochofens auferlegt werden, sind allgemein äußerst hoch. Diese thermischen Belastungen können beispielsweise in der Größenordnung von 250000 W/m2 liegen. Um eine Beschädigung des Metallgehäuses des Ofens zu verhindern, ist es deshalb nötig, diese Wand mit einem Kühlsystem zu versehen. Eines der Mittel, die häufig für diesen Zweck benutzt werden, ist die Verwendung von sogenannten Kühlplatten. Dies sind Metallplatten, die an der Innenseite des Stahlgehäuses befestigt sind, das auch als Mantel oder Stahlmantel bekannt ist, wobei wenigstens ein vertikaler Kanal durch diese Kühlplatten verläuft. Diese Kanäle werden dann mit Verbindungsenden verbunden, die durch den Mantel verlaufen. Diejenige Seite der Kühlplatte, die zu der Innenseite des Ofens gewandt ist, kann mit Ausnehmungen versehen sein, in welche feuerfeste Normalsteine eingepaßt sind, um den direkten thermischen Kontakt zwischen dem heißen Ofeneinsatz und der Kühlplatte zu vermeiden. Allerdings werden auch unverkleidete Kühlplatten verwendet, wobei die Kühlplatte in diesem Fall so intensiv gekühlt wird, daß dagegen eine verfestigte Kruste gebildet wird. Diese verfestigte Kruste besteht aus Schlackenbestandteilen und Bestandteilen des Einsatzes in dem Ofen.

Herkömmlicherweise werden Kühlplatten aus Gußeisen hergestellt. Allerdings hat man herausgefunden, daß Gußeisenplatten zu Problemen führen können, wenn das feuerfeste Ofenfutter abgenutzt wird oder wenn Teile der Kruste brechen oder abschmelzen. Genauer kann eine plötzliche Erhöhung der thermischen Belastung auf der Kühlplatte, teilweise aufgrund struktureller Änderungen in dem Material der Kühlplatte zur Verformung der Kühlplatte und Bewegungen führen, die besonders dann, wenn sie mehrere Male wiederholt werden, zu Rissen und Lecks in den Wasserkanälen führen können. Lecks dieser Art können in gewissem Maße vermieden werden, indem die Kanäle abgeschlossen werden. Wenn eine Anzahl von Lecks vorliegen, kann es notwendig sein, den Ofen abzuschalten und Notreparaturen durchzuführen.

Früher wurde vorgeschlagen, diese Nachteile zu reduzieren, indem die Kühlplatten nicht aus Gußeisen, sondern aus Kupfer gegossen werden. Die EP-A-816 515 offenbart einen Schachtofen nach der Einleitung von Anspruch 1. Der vertikale Kanal, der durch jede Kühlplatte verläuft, sowie seine Verbindungsenden, die quer bezüglich der Ebene der Kühlplatte verlaufen, sind aus einem kontinuierlichen Kupferrohr gebildet, das an seinen Enden gebogen wird. Aufgrund der besseren thermischen Leitfähigkeit von Kupfer kann eine solche Platte höhere thermische Belastungen aushalten, während Temperaturdifferenzen innerhalb der Kühlplatte niedriger sind. Folglich wird dadurch auch die Gefahr von Lecks und Rißbildung in der Kühlplatte verringert. Nichtsdestotrotz hat man herausgefunden, daß selbst mit gegossenen Kupferkühlplatten langfristig Probleme entstehen können, unter anderem als Ergebnis von Ermüdungsphänomenen in dem Material und aufgrund von Gußfehlern, die in den gegossenen Kupferkühlplatten vorliegen. Um diese Nachteile zu beseitigen, ist in der US 4,382,585 vorgeschlagen, daß eine Kühlplatte nicht durch Gießen von Kupfer, sondern eher durch Bearbeitung eines dicken, gewalzten oder geschmiedeten Kupferblechs hergestellt wird. In diesem Fall werden die Kanäle durch dieses Blech gebohrt und in manchen Fällen an den Enden wieder blockiert. Es hat sich erwiesen, daß diese Auslegung auch Nachteile hat. Das Blockieren der Enden der Kanäle kann wieder zu Leckage führen. Ebenso ist die Gestalt solcher Kühlplatten aufgrund der Art begrenzt, auf welche sie hergestellt werden. Eine profilierte Oberfläche an der Ofenseite kann nur mit hohen Kosten erreicht werden, während das Bohren langer Kanäle die Länge der Kühlplatten begrenzt. Allgemein liegt ein Nachteil der bekannten Kupferkühlplatten darin, daß die Verbindungsenden ebenfalls aus Kupfer bestehen. In vielen Fällen ist Kupfer zu weich, um mechanische Verbindungen für die Kühlplatten herzustellen.

Deshalb besteht ein Bedarf an einem Schachtofen, dessen Mantel mit Kühlplatten versehen ist, die vorherrschend aus Kupfer bestehen und nicht die beschriebenen Nachteile haben. Darüber hinaus soll diese Kühlplatte eine Form haben, welche die thermischen Belastungen reduziert und die Bildung einer stabilen Kruste ermöglicht, wobei ein zusätzlicher Schutz und thermische Isolierung für die Kühlplatte vorgesehen ist.

Man hat herausgefunden, daß ein solcher Schachtofen erfindungsgemäß erhalten werden kann, wenn das kontinuierliche Rohr, welches den vertikalen Kanal und die Verbindungsenden bildet, aus einem Material hergestellt ist, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus kohlenstoffarmem Stahl, rostfreiem Stahl und einer Legierung besteht, die vorherrschend Cu und Ni mit einem Ni-Gehalt von > 28 Gew.-% aufweist.

Bevorzugt haben die Rippen eine Länge in der Breitenrichtung der Kühlplatte von < 50 %, bevorzugt < 25 % der Breite der Kühlplatte. Die beschriebene Kupfer-/Nickel-Legierung hat einen höheren Schmelzpunkt als Kupfer, so daß im Ergebnis der Kupferkörper der Kühlplatte um diese Rohr gegossen werden kann, ohne daß das Rohr selbst auch schmilzt. Es hat sich herausgestellt, daß es möglich ist, Kupfer-Nickel-Legierungen mit einem hohen Nickelgehalt zu Rohren hoher Qualität geformt werden können, die allgemein für Wärmetauscherrohre unter beanspruchenden mechanischen, thermischen und chemischen Bedingungen verwendet werden. Selbst wenn der gegossene Kupferkörper beginnt, Poren oder Risse zu zeigen, wird es aufgrund der hohen Qualität des verwendeten Rohrs immer noch keine Wasserleckage geben. Da die Kühlplatte ferner mit Rippen an der Seite versehen werden, die dem Ofeninhalt zugewandt ist, werden zwischen diesen Rippen Räume gebildet, in welchen sich eine Kruste bilden kann. Die Kruste kann aus Schlacke, Erz, Eisen oder einer Mischung daraus bestehen. Die Kruste kann auch vorbereitet worden sein, indem feuerfeste Normalsteine, Beton oder Massen zwischen den Rippen aufgebracht wurden. Wenn sich die Rippen verjüngen, bedeutet dies, daß der Wärmefluß zu dem Hauptkörper der Kühlplatte reduziert ist, was für die Haltbarkeit der Kühlplatte günstig ist. Indem mehrere Rippen nebeneinander an der Kühlplatte angeordnet und kurz gemacht werden, lassen sich auch hohe thermische Beanspruchungen in diesen Rippen vermeiden, so daß auch sie selbst eine längere Lebensdauer haben.

Allerdings können die Rippen nach der Erfindung auch so gestaltet sein, daß sie sich zu ihren freien Enden fern von dem Hauptkörper der Kühlplatte hin verdicken. Dies verhindert die Lockerung der Kruste von innerhalb der Rippen, was einen zusätzlichen Schutz für die Kühlplatte garantiert.

Es sei bemerkt, daß die US-Patentschrift Nr. 3,853,309 eine mit Wasser gekühlte Blasdüse offenbart hat, bei welcher ein Kupfer-Nickel-Rohr ebenfalls in Kupfer über einen Teil seiner Länge gegossen wird. Allerdings betrifft die Verwendung von Blasdüsen in einem Hochofen technisch gesehen ein völlig anderes Problem als die Kühlung einer Ofenwand mit Hilfe von Kühlplatten. Es wird ferner bemerkt, daß ein gekühlter Kupferbehälter, der durch Gießen von Kupfer über ein Netzwerk von Kühlrohren aus Monelmetall zur Verwendung bei einem Elektronenstrahlschmelzverfahren bekannt ist, vgl. Proceedings of the Conference on Electron Beam Melting and Refining, Englewood, NJ (US), 1986, S. 45 – 52.

Nach der Erfindung hat sich herausgestellt, daß eine Legierung, die zwischen 65 und 70 Gew.-% Ni, etwa 3 Gew.-% Fe und < 1 eines oder mehrerer der Elemente Mn, Si und C enthält, ein besonders geeignetes Material für das kontinuierliche Rohr ist, das nach der Erfindung verwendet wird. Die Verwendung von Monel, das eine Zusammensetzung von etwa 28 % Cu, 68 % Ni, 3 Fe, 1 % Mn und niedrige Si- und/oder C-Gehalte hat, ist besonders bevorzugt.

Eine wichtige Funktion der Rippen liegt darin, daß sie die Bildung einer Kruste an der Oberfläche der Kühlplatte zulassen, und daß sie insbesondere auch fähig sind, diese Kruste an Platz zu halten. Der letztgenannte Faktor ist auch unzweifelhaft in Hinsicht auf die Tatsache von Bedeutung, daß der Einsatz, der sich kontinuierlich in dem Hochofen nach unten bewegt, eine hohe Reibungskraft auf die Wand und damit insbesondere auf die gebildete Kruste ausübt. Schließlich wird ein großer Teil dieser Reibungskraft von den Rippen absorbiert, die dadurch Gefahr laufen, beschädigt zu werden. Um zu gewährleisten, daß diese Rippen gut dieser Reibungskraft widerstehen können, hat sich nach der Erfindung als höchst vorteilhaft herausgestellt, diese Rippen mit stützenden Rückseiten versehen. Diese stützenden Rückseiten gewährleisten, daß die auferlegte vertikale Belastung von der Kühlplatte besser absorbiert und verteilt wird. Als Ergebnis ist die Gefahr reduziert, daß die Rippen verformt werden, abbrechen oder auf andere Weise beschädigt werden.

Bei einer ersten Ausführungsform dieser Rippen mit einer stützenden Rückseite ist jede der Rippen mit einer stützenden Rückseite im Querschnitt T-förmig, parallel zu der Ebene der Kühlplatte. Nach einer weiteren Ausführungsform hat jede der Rippen mit unterstützenden Rückseiten einen Querschnitt in Form eines +, parallel zu der Ebene der Kühlplatte.

An Stellen, wo die Reibungskraft des fallenden Einsatzes extrem hoch sein kann, kann es ratsam sein, die Rippen mit mehreren stützenden Rückseiten zu versehen. Nach einer möglichen Ausführungsform nach der Erfindung sind die Rippen zu diesem Zweck mit stützenden Rückseiten an jeder Seite in der Nähe ihrer Enden versehen.

Kupfer als ein Material für Kühlplatten ist beträchtlich teurer als Gußeisen. Allerdings hat sich wegen der viel besseren thermischen Leitfähigkeit von Kupfer als derjenigen von Eisen herausgestellt, daß beträchtliche Materialmengen über die Gestalt der Kühlplatte gespart werden können. Bei einer möglichen Ausführungsform der Kühlplatte ist die Wand zu diesem Zweck mit wellenförmigen Ausnehmungen an der Seite der Verbindungsenden an jeder Seite jedes Kanals versehen, in welchen Ausnehmungen verstärkende Wände, welche die Ausnehmungen ausfüllen, über die Höhe der Kühlplatte verteilt sind. Trotz der Tatsache, daß die Kühlplatte folglich lokal verdünnt wurde, bleibt sie ausreichend stark. Ebenfalls hat sich herausgestellt, daß es gegebenenfalls in Kombination mit diesen wellenförmigen Ausnehmungen an der Seite der Verbindungsenden auch möglich ist, bei einer anderen Ausführungsform der Kühlplatte nach der Erfindung die Wand an der Seite fern von den Verbindungsenden mit wellenförmigen Ausnehmungen an jeder Seite jedes Kanals zu versehen. Auch dadurch können beträchtliche Materialmengen gespart werden.

Zusätzlich zu der beschriebenen Kühlplatte betrifft die Erfindung auch einen Schachtofen, der mit einem Mantel versehen ist, welcher an der Innenseite wenigstens teilweise mit den oben beschriebenen Kühlplatten versehen ist.

Schließlich betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines Schachtofens mit einer Kühlplatte nach der Erfindung. Bei der Herstellung der Kühlplatte erhält das kontinuierliche Rohr (oder die Rohre) zunächst seine endgültige Gestalt, woraufhin das Kupfer für den zu bildenden Kühlplattenkörper darum mit einer Temperatur gegossen wird, welche so nahe an dem Schmelzpunkt des Rohrmaterials liegt, daß es nach der Abkühlung des gegossenen Materials an dem Rohrmaterial angebracht ist. Aus diesem Verfahren ergibt sich, daß praktisch kein Widerstand gegen den Durchgang von Wärme zwischen dem kontinuierlichen Rohr und dem umgebenden Kupfer der Kühlplatte vorliegt. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß der Begriff Kupfer so zu verstehen ist, daß er nicht nur völlig reines Kupfer bedeutet, sondern auch schwachlegiertes Kupfer mit einer Zusammensetzung, wie es gewöhnlich für die Herstellung von Kupferkühlplatten verwendet wird.

Die Erfindung wird nun unter Bezug auf einige diagrammatische Figuren erläutert.

1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kühlplatte;

2 zeigt ein Detail dieser Platte in einem vergrößerten Maßstab;

3 zeigt einen Teil eines Querschnitts durch die in 1 gezeigte Kühlplatte in einem vergrößerten Maßstab;

4 zeigt eine Perspektivansicht zur Veranschaulichung des Details von 2;

5 zeigt eine mögliche Ausgestaltung von Rippen mit stützenden Rückseiten;

6 zeigt kleinere Rippen in größeren Anzahlen;

7 zeigt Rippen mit zusätzlichen stützenden Rückseiten; und

8 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Rippen mit stützenden Rückseiten.

In 1 und 3 bezeichnet (1) das Stahlgehäuse eines Hochofens (den sogenannten Mantel). Ein gegossener Kupferkühlplattenkörper ist mit (2) bezeichnet, durch welchen ein eingegossenes Rohr (3) verläuft. Dieses Rohr ist aus Monel hergestellt. Die Verbindungsenden (4) und (5) des kontinuierlichen Rohrs (3) ragen durch Öffnungen in dem Mantel (1), durch welche Kühlwasser von außerhalb des Ofens durch die Kühlplatte innerhalb des Ofens zirkulieren und damit diese Platte kühlen kann. Aus 3 ist zu ersehen, daß mehrere kontinuierliche Rohre (3) in die Kühlplatte (2) gegossen sein können.

Der Raum zwischen dem Mantel (1) und die Kühlplatte kann mit einer Vergußmasse (6) gefüllt sein. Befestigungsschrauben zum Anbringen der Kühlplatte an dem Mantel (1) von außerhalb des Ofens sind nicht gezeigt. Dieses Befestigungsverfahren ist herkömmlicher Natur, wie es üblicherweise bei Kühlplatten verwendet wird.

Sich verjüngende Rippen (7) sind auf die Ofenseite der Kühlplatte gegossen. Diese Rippen (7) können über die Oberfläche der Platte in einem Muster wie dem in 5 gezeigten verteilt sein. Da die Länge dieser Rippen begrenzt ist, können sich unmöglich hohe thermische Beanspruchungen in diesen Rippen aufbauen. Eine vertikale Reibungskraft, welche ein sich nach unten bewegender Einsatz auf die Rippen ausüben kann, kann durch stützende Rückseiten (9) absorbiert werden (vgl. 2 und 5).

Sich verfestigendes Krustenmaterial (8) kann sich zwischen den Rippen und gegebenenfalls den stützenden Rückseiten sammeln, wobei eine thermische Isolierung zwischen dem Ofeninhalt und der Kühlplatte gebildet wird. Die Gestalt der Rippen verhindert, daß diese Kruste wieder leicht von dem sich nach unten bewegenden Einsatz abgerissen wird. Darüber hinaus begrenzt die sich verjüngende Form der Rippen eine hohe thermische Belastung auf der Kühlplatte über die Rippen. Wenn die Kruste (8) dicker wird, wird derjenige Teil der Rippen kleiner, der Wärme ausgesetzt ist.

Falls nach einer längeren Verwendung der Kühlplatten und/oder als Ergebnis fluktuierender thermischer Belastungen auf diese Platten als Ergebnis stark divergierender Betriebsbedingungen die Kühlplatten beschädigt werden sollten, wird diese Beschädigung auf kleine Risse (13) in der Nähe der Außenkante der Rippen begrenzt, wie dies in 4 angedeutet ist. Man hat herausgefunden, daß Beschädigungen dieser Art begrenzt bleiben und sich sicherlich nicht in den Hauptkörper der Kühlplatte fortpflanzen werden. Selbst wenn in diesem Bereich als Ergebnis extremer Betriebsbedingungen Beschädigungen entstehen sollten, führt dies nicht zu einer Beschädigung der eingegossenen Monel-Rohre.

3 zeigt ferner, wie es möglich ist, bei der Konstruktion der Kühlplatten Kupfer zu sparen, indem die wand (11) der Kühlplatte, die dem Mantel (1) zugewandt ist, um die Rohre (3) wellenförmig gemacht wird. Die Festigkeit der Kühlplatte kann aufrechterhalten werden, indem verstärkende Wände (12) in den gebildeten Ausnehmungen angeordnet werden, die über die Höhe der Kühlplatte verteilt sind.

Auf ähnliche Weise ist es auch möglich, diejenige Oberfläche (10) der Kühlplatte wellenförmig zu machen, die dem Ofeninhalt zugewandt ist.

Die Rippen (7) können größer oder kleiner gemacht werden, je nachdem, ob erwünscht ist, daß sie mehr oder weniger tief in den Ofen eindringen. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher kleinere Rippen (7) mit stützenden Rückseiten (9) in einem dichter gepackten Muster angeordnet sind.

Falls unter Bedingungen gearbeitet wird, unter denen extrem hohe Reibungskräfte von einem sich nach unten bewegenden Einsatz erwartet werden können, ist empfohlen, daß jede Rippe mit mehreren stützenden Rückseiten versehen ist. Bei der in 7 gezeigten Ausführungsform sind vier stützende Rückseiten (1518) an jeder Rippe (4) angeordnet. Diese Gestalt sieht einen zusätzlichen Widerstand dagegen vor, daß eine Kruste (8) abgerissen wird, die sich gebildet hat.

8 zeigt noch eine Ausführungsform (20) der Rippen mit stützenden Rückseiten. Diese haben die Form aufrechter Kreuze.


Anspruch[de]
  1. Schachtofen, der mit einem Mantel (1) versehen ist, welcher an der Innenseite wenigstens teilweise mit Kühlplatten (2) versehen ist, wobei durch jede Kühlplatte (2) wenigstens ein vertikaler Kanal (3) verläuft, dessen Enden mit Verbindungsenden (4, 5) verbunden sind, die quer bezüglich der Ebene der Kühlplatte (2) verlaufen, bei welchem ferner jeder Kanal (3) und die Verbindungsenden (4, 5) aus einem kontinuierlichen Rohr geformt sind und der Rest der Kühlplatte (2) aus Kupfer besteht, welches um dieses Rohr gegossen ist, wobei die Kühlplatte (2) an der Seite fern von den Verbindungsenden (4, 5) mit mehreren horizontalen Rippen (7) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das kontinuierliche Rohr aus einem Material hergestellt ist, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus kohlenstoffarmem Stahl, rostfreiem Stahl und einer Legierung besteht, die vorherrschend Cu und Ni mit einem Ni-Gehalt von > 28 Gew.-% aufweist.
  2. Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des kontinuierlichen Rohrs zwischen 65 und 70 Gew.-% Ni, etwa 3 % Fe und < 1 % eines oder mehrerer der Elemente Mn, Si und C enthält.
  3. Schachtofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß daß das Material des kontinuierlichen Rohrs aus Monel mit einer Zusammensetzung von etwa 28 % Cu, 68 % Ni, 3 % Fe, 1 % Mn und niedrigen Si- und/oder C-Gehalten besteht.
  4. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (7) eine Länge in Breitenrichtung der Kühlplatte (2) haben, die kleiner als die Breite der Kühlplatte (2) ist.
  5. Schachtofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (7) eine Länge in Breitenrichtung der Kühlplatte (2) von < 50 %, bevorzugt < 25 % der Breite der Platte (2) haben.
  6. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (7) mit stützenden Rückseiten (9) versehen sind.
  7. Schachtofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Rippen (7) mit einer stützenden Rückseite (9) im Querschnitt T-förmig, parallel zu der Ebene der Kühlplatte (2) ist.
  8. Schachtofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Rippen mit stützenden Rückseiten (9) im Querschnitt in Gestalt eines +, parallel zu der Ebene der Kühlplatte (2) ist.
  9. Schachtofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (7) mit stützenden Rückseiten (9) an jeder Seite in der Nähe ihrer Enden versehen sind.
  10. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 – 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand an der Seite der Verbindungsenden (4, 5) an jeder Seite jedes Kanals mit wellenförmigen Ausnehmungen versehen ist, in welchen verstärkende Wände, welche diese Ausnehmungen füllen, über die Höhe der Kühlplatte verteilt sind.
  11. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 – 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand an der Seite fern von den Verbindungsenden (4, 5) an jeder Seite jedes Kanals mit wellenförmigen Ausnehmungen versehen ist.
  12. Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Rippen (7) zu ihren freien Enden fern von dem Hauptkörper der Kühlplatte (2) hin verdicken.
  13. Schachtofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Schachtofen ein Hochofen zur Reduktion von Eisenerz zu metallischem Eisen ist.
  14. Verfahren zur Herstellung eines Schachtofens mit Kühlplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung der Kühlplatten (2) das kontinuierliche Rohr zunächst seine endgültige Gestalt erhält, woraufhin das Kupfer für den zu formenden Kühlplattenkörper bei einer Temperatur darum herum gegossen wird, die so nahe an dem Schmelzpunkt des Rohrmaterials liegt, daß es nach dem Abkühlen des gegossenen Materials an dem Rohrmaterial angebracht ist.
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