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Ablassventil für ein gasunterstütztes Formwerkzeug - Dokument DE60202808T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60202808T2 09.02.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001256433
Titel Ablassventil für ein gasunterstütztes Formwerkzeug
Anmelder Bauer Compressors, Inc., Norfolk, Va., US
Erfinder McKaig, Andrew, Chesapeake, Virginia 23322, US
Vertreter Diehl & Partner, 80333 München
DE-Aktenzeichen 60202808
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.02.2002
EP-Aktenzeichen 022511000
EP-Offenlegungsdatum 13.11.2002
EP date of grant 02.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.2006
IPC-Hauptklasse B29C 45/17(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontrollierten Ablassen von Gas und verunreinigenden Feststoffteilchen aus einem gasunterstützten Spritzgussformwerkzeug. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Ablassventil für ein gasunterstütztes Formwerkzeug, das zum Regulieren des Gasablasses aus dem Formwerkzeughohlraum eine Gasregeleinrichtung verwendet.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Beim gasunterstützten Spritzgießen muss das Gas, das zum Ausfüllen des Formwerkzeughohlraums verwendet wird, abgelassen werden, bevor das Formwerkzeug geöffnet werden kann, um das Formteil zu entnehmen. Dieses Ablassen des Gases wird normalerweise durch dieselbe Einrichtung geregelt, die dafür verwendet wird, das Formwerkzeug mit Druck zu beaufschlagen, d. h. eine Gasregeleinrichtung. Infolge dieses doppelten Verwendungszwecks ist die Gasregeleinrichtung direkt Stoffteilchen und Kondensationsgasen ausgesetzt, die nach dem Befüllungsvorgang aus dem Formwerkzeughohlraum ausgestoßen werden. Diese ausgestoßenen Kontaminanten überziehen das Verrohrungssystem, das die Gasregeleinrichtung mit dem Formwerkzeug verbindet, in charakteristischer Weise mit einer Schicht. Im Lauf der Zeit blockieren abgelagerte Kontaminanten die Rohre, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit und Effizienz der Arbeitsabläufe der Regeleinrichtung führen kann. Die Regeleinrichtung ist auch anfällig gegen Schäden, die durch die Ablagerung von Formgaskontaminanten verursacht werden, und ist Stoffteilchen und Kondensationsgasen ausgesetzt, die aus dem Formwerkzeughohlraum ausgestoßen werden.

Auf diesem technischen Gebiet wurden bereits eine Vielzahl von Verfahren offenbart, um diese und andere schädliche Auswirkungen des Rückstromes von Stoffteilchen durch die Gasregeleinrichtung oder die Rohrleitungen, welche die Regeleinrichtung mit dem Formwerkzeug verbinden, zu überwinden. Bei einem Verfahren wird ein Rückschlagventil verwendet, das in den Rohrleitungen zwischen der Regeleinrichtung und dem Formwerkzeug angeordnet ist, um die Formgase direkt ins Freie oder in ein Recyclingsystem hinein abzulassen. Bei einem alternativen Verfahren ist ein mechanisch öffnendes Ventil am Formwerkzeugeinlassrohr stromabwärts des Rückschlagventils angebracht. Ein weiteres Verfahren ist in EP-A-309182 offenbart.

Obgleich diese den Stand der Technik darstellenden Verfahren ein Entlüften der Form ohne einen Rückstrom von Kontaminanten durch die Gasregeleinrichtung hindurch ermöglichen, haben sie den Nachteil, dass sie den Formwerkzeughohlraum während der gesamten Entlüftungs-Produktionsphase von der Gasregeleinrichtung trennen. Vor allem aber ist die Gasregeleinrichtung nicht mehr in der Lage, das Entlüften des Formwerkzeughohlraums zu steuern. Darum wäre es von Vorteil, über ein Mittel zum Entlüften des Formwerkzeughohlraums zu verfügen, wobei eine Gasregeleinrichtung die Fähigkeit behält, die Entlüftungsabläufe zu regeln, ohne dass kontaminiertes Formgas zurück durch die Regeleinrichtung geleitet werden muss.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein erfindungsgemäßes Ablassventil für ein gasunterstütztes Formwerkzeug enthält einen kuppelbeschickten Druckregler mit einem Kolben zum Anlegen eines zuvor festgelegten Drucks an den Regler. Der Druck wird auf ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis von mehr als 1:1, vorzugsweise jedoch nahe 1:1, kalibriert, weil dies die Sitzseite des Reglers mit einem ausreichend hohen Vorspanndruck versieht, um eine Abdichtung aufrecht erhalten zu können. Diese Kalibrierung ermöglicht es, dass der stromabwärtige Ventildruck durch den stromaufwärtigen Druck geschlossen und ausgeglichen wird. Vorzugsweise ermöglicht das Verhältnis von 1:1 es dem Ventil, den stromabwärtigen Druck gleich dem niedrigsten Sollwertdruck abzulassen, der durch die stromaufwärtige Gasregeleinrichtung erreicht werden kann.

Das Ventil der vorliegenden Erfindung enthält einen Druckregler, der einen Körper mit einem Gaseinlass und einem Gasauslass aufweist. Eine Entlüftungsöffnung ist in dem Körper zwischen dem Gaseinlass und dem Gasauslass ausgebildet. Der Einlass steht mit der Gasregeleinrichtung in Fluidverbindung, und der Auslass steht mit dem Formwerkzeughohlraum in Fluidverbindung. Ein Kolben ist zur Hin- und Herbewegung innerhalb des Körpers eingebaut und kann zwischen einer ersten Position zum Schließen und einer zweiten Position zum Öffnen der Entlüftungsöffnung bewegt werden. Schließlich steht ein Rückschlagventil mit dem Einlass und dem Auslass in strömungsmäßiger Verbindung und hat eine offene Position, um Gas vom Einlass zum Auslass strömen zu lassen, und eine geschlossene Position, um die Strömung von Gas vom Auslass zum Einlass zu sperren. Das Rückschlagventil behält einen leichten Vorspannngs-Rückstaudruck aufrecht, weil seine interne Feder parallel mit dem Ablassventil verbunden ist oder in demselben Ventilkörper untergebracht ist und dabei den Ventilkolben umgeht. Das Rückschlagventil und eine zugehörige Umgehungsleitung bilden einen Gaspfad zur Druckbeaufschlagung des Formwerkzeugs und zum Blockieren eines vom Formwerkzeug kommenden Gasstromes.

Während des Betriebes drängt in den Einlass eintretendes Gas den Kolben in seine erste Position, strömt durch das Rückschlagventil in den Auslass hinein und tritt dann in den Formwerkzeughohlraum ein. Aus dem Formwerkzeughohlraum austretendes Gas drängt den Kolben in seine zweite Position, um die Entlüftungsöffnung zu öffnen und das Gas auszustoßen. Diese Anordnung ermöglicht es, dass die Regeleinrichtung die im Formwerkzeughohlraum anliegenden Drücke überwachen kann, während sie gleichzeitig verhindert, dass Gas und Kontaminanten aus dem Formwerkzeughohlraum zurück durch die Regeleinrichtung strömen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Querschnittsansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventils für ein gasunterstütztes Formwerkzeug.

2 ist eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventils für ein gasunterstütztes Formwerkzeug, wobei das Rückschlagventil in der geöffneten Position und der Druckregelkolben in der geschlossenen Position gezeigt ist, wodurch der Formwerkzeughohlraum mit Druck beaufschlagt wird.

3 ist eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventils für ein gasunterstütztes Formwerkzeug, wobei das Rückschlagventil in der geschlossenen Position und der Druckregelkolben in der geöffneten Position gezeigt ist, wodurch der Formwerkzeughohlraum entlüftet wird.

4 ist eine Querschnittsansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventils für ein gasunterstütztes Formwerkzeug, wobei das Rückschlagventil in der geschlossenen Position und der Druckregelkolben in der geöffneten Position gezeigt ist, wodurch der Formwerkzeughohlraum entlüftet wird.

5 ist eine Querschnittsansicht der in 4 gezeigten Ausführungsform, wobei jedoch das Rückschlagventil in der geöffneten Position und der Druckregelkolben in der geschlossenen Position gezeigt ist, wodurch der Formwerkzeughohlraum mit Druck beaufschlagt wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

In 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventilvorrichtung 10 für ein gasunterstütztes Formwerkzeug mit einem kuppelbeschickten Druckregler 12 und einem Rückschlagventil 14 zwischen der Gasregeleinrichtung 16 und einem Formwerkzeug 18 gezeigt.

Wie in 1 weiterhin zu sehen, enthält der Druckregler 12 der vorliegenden Erfindung einen Reglerkörper 20 mit einem Gaseinlassabschnitt 22 und einem Gasauslassabschnitt 24. Ein Kolben 26 ist vorzugsweise verschiebbar in dem Gaseinlassabschnitt 22 angeordnet und kann zwischen einer (nicht gezeigten) zweiten Position und einer ersten Position 30, wo er den Sitz 32 eines Endes 34 des Auslassabschnitts 24 abdichtend berührt, verschoben werden. Eine Entlüftungsöffnung 36 ist vorzugsweise in dem Einlassabschnitt 22 des Körpers 20 nahe dem Kolben 26 angeordnet. In der zweiten Position ist der Kolben 26 vom Ende 34 dergestalt beabstandet, dass Gas um den Kolben 26 herum zur Entlüftungsöffnung 36 strömen kann.

Der Kolben 26 ist so bemessen, dass der Regler 12 so kalibriert ist, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis von mehr als 1:1, vorzugsweise jedoch nahe 1:1, aufweist, so dass (wie weiter unten noch erklärt wird) der Kolben 26, wenn er sich in der ersten Position 30 befindet, einen Vorspannungsdruck auf den Sitz 32 am Auslassabschnitt 24 ausübt und so eine Abdichtung herstellt. Dieses Verhältnis von nahe 1:1 gestattet auch, dass der Kolben 26 durch stromaufwärtigen Druck von der Gasregeleinrichtung 16 geschlossen und ausgeglichen wird. Besonders bevorzugt (wie weiter unten noch besprochen wird) gestattet das Verhältnis nahe 1:1 es dem erfindungsgemäßen Ventil 10, stromabwärtigen Druck gleich dem niedrigsten Sollwertdruck abzulassen, der durch die stromaufwärtige Gasregeleinrichtung 16 erreicht werden kann.

Wie in 1 weiterhin zu sehen, ist ein Rückschlagventil 14 am Gaseinlassabschnitt 22 des Reglers 12 angebracht. Das Rückschlagventil 14 enthält vorzugsweise eine interne Feder 40, die einen leichten Vorspannngs-Rückstaudruck auf den Ventilkopf 42 ausübt. Somit stellt die Vorspannungsanordnung des Rückschlagventils 14 einen Durchgang für das Gas von der Gasregeleinrichtung 16 bereit, um das Formwerkzeug 18 mit Druck zu beaufschlagen, doch es verhindert, das Gas aus dem Formwerkzeug 18 ausströmt.

Eine Umgehungsleitung 38 verbindet das Rückschlagventil 14 mit dem Gasauslassabschnitt 24 des Reglers 12.

Vorzugsweise ist das Rückschlagventil 14 in demselben Ventilkörper 10 untergebracht wie der Regler 12.

Wenden wir uns den 2 und 3 zu, wo eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventilvorrichtung 110 für ein gasunterstütztes Formwerkzeug mit einem kuppelbeschickten Druckregler 112 und einem Rückschlagventil 114 zwischen einer Gasregeleinrichtung 116 und einem Formwerkzeug 118 gezeigt ist. Die in den 2 und 3 gezeigte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung funktioniert im Wesentlichen in der gleichen Weise wie die in 1 gezeigte Ausführungsform und unterscheidet sich von der in 1 gezeigten Ausführungsform im Wesentlichen lediglich durch eine andere Anordnung der einzelnen Teile der Ventilvorrichtung 110. Darum wurden die einzelnen Teile des Reglers 110 mit Bezugszahlen versehen, die sich von den Bezugszahlen der in 1 gezeigten Ausführungsform dadurch unterscheiden, dass ihnen eine 1 vorangestellt wurde.

Wie in den 2 und 3 weiterhin zu sehen, enthält der Druckregler 112 der vorliegenden Erfindung einen Reglerkörper 120 mit einem Gaseinlassabschnitt 122 und einem Gasauslassabschnitt 124. Ein Kolben 126 ist vorzugsweise verschiebbar in dem Gaseinlassabschnitt 122 angeordnet und kann zwischen einer ersten Position 128 und einer zweiten Position 130 (siehe 3) verschoben werden. In der ersten Position 128 berührt ein Kugelabschnitt 129 des Kolbens 126 in abdichtender Weise einen Sitz 132 eines Endes 134 des Auslassabschnitts 124. Eine Entlüftungsöffnung 136 ist vorzugsweise in dem Einlassabschnitt 122 des Körpers 120 nahe dem Kolben 126 angeordnet. In der zweiten Position des Kolbens 126 wird der Kugelabschnitt 129 von dem Sitz 132 dergestalt fortbewegt, dass sich die Entlüftungsöffnung 136 öffnet.

Der Kolben 126 ist so bemessen, dass der Regler 112 so kalibriert ist, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis von mehr als 1:1, vorzugsweise jedoch nahe 1:1, aufweist, so dass (wie weiter unten noch erklärt wird) der Kolben 126, wenn er sich in der ersten Position 128 befindet (siehe 2), einen Vorspannungsdruck auf den Sitz 132 am Auslassabschnitt 124 ausübt und so eine Abdichtung herstellt. Dieses Verhältnis von nahe 1:1 gestattet auch, dass der Kolben 126 durch stromaufwärtigen Druck von der Gasregeleinrichtung 116 geschlossen und ausgeglichen wird. Besonders bevorzugt (wie weiter unten noch besprochen wird) gestattet das Verhältnis nahe 1:1 es dem erfindungsgemäßen Ventil 110, stromabwärtigen Druck gleich dem niedrigsten Sollwertdruck abzulassen, der durch die stromaufwärtige Gasregeleinrichtung 116 erreicht werden kann.

Wie in den 2 und 3 weiterhin zu sehen, ist eine strömungsmäßige Verbindung mit einer Umgehungsleitung 138 gezeigt, die eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem Gaseinlass 122 und dem Auslass 124 des Reglers 112 herstellt. Ein Rückschlagventil 114 ist in der Umgehungsleitung 138 angeordnet. Das Rückschlagventil 114 enthält vorzugsweise eine interne Feder 140, die einen leichten Vorspannngs-Rückstaudruck auf einen Ventilkopf 142 ausübt. Somit stellt die Vorspannungsanordnung des Rückschlagventils 114 einen Durchgang für das Gas von der Gasregeleinrichtung 116 bereit, um das Formwerkzeug 118 mit Druck zu beaufschlagen (siehe 2), doch es verhindert, das Gas aus dem Formwerkzeug 118 ausströmt (siehe 3).

Im Gegensatz zu der Ausführungsform von 1 ist das Rückschlagventil 114 in der Ausführungsform der 2 und 3 parallel zu dem Regler 112 zwischen Segmenten der Umgehungsleitung 138 angeschlossen. Das Rückschlagventil 114 ist mit dem Gasauslassabschnitt 124 des Reglers 112 verbunden. Vorzugsweise ist das Rückschlagventil 114 in demselben Ventilkörper 110 untergebracht wie der Regler 112.

Wenden wir uns nun den 4 und 5 zu, wo eine weitere alternative Ausführungsform einer gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Ablassventilvorrichtung 210 für ein gasunterstütztes Formwerkzeug gezeigt ist. Die weitere Ausführungsform enthält vorzugsweise einen Regler 220 mit einem Gaseinlassabschnitt 222 und einem Gasauslassabschnitt 224. Ein Kolben 226 ist verschiebbar in dem Gaseinlassabschnitt 222 angeordnet und kann zwischen einer ersten Position 228 (5) und einer zweiten Position 230 (4) verschoben werden. In der ersten Position 228 berührt der Kolben 226 in abdichtender Weise einen Sitz 232, der in dem Auslassabschnitt 224 ausgebildet ist. In der zweiten Position 230 ist der Kolben 226 von dem Sitz 232 beabstandet. Eine Entlüftungsöffnung 236 ist vorzugsweise in dem Einlassabschnitt 222 des Körpers 220 nahe dem Kolben 226 dergestalt angeordnet, dass, wenn sich der Kolben 226 in der ersten Position 228 befindet, eine Strömung durch den Einlassabschnitt 222 erfolgt und der Auslassabschnitt 224 geschlossen ist, aber auf den Kolben 226 Druck von der Einlassseite und der Auslassseite des Reglers einwirkt. Wenn der Gasauslassdruck den Gaseinlassdruck überwindet, so wird der Kolben 226 in die Position 230 bewegt, und das Gas wird durch die Entlüftungsöffnung 236 abgelassen.

Der Gaseinlassabschnitt 222 des Reglerkörpers 220 enthält einen Umgehungsdurchgang 238, der den Gaseinlassabschnitt 222 des Reglers 220 mit dem Gasauslassabschnitt 224 verbindet. Ein Rückschlagventil 242 ist in dem Durchgang 238 angeordnet und öffnet, wenn die Differenz zwischen Gaseinlassdruck und Gasauslassdruck einen zuvor festgelegten Wert überschreitet. Der Gaseinlassabschnitt 222 des Reglers 220 steht in Fluidverbindung mit einer Regeleinrichtung 216, und der Gasauslassabschnitt 224 des Reglers 220 ist mit einem Formwerkzeug 218 verbunden.

Obgleich lediglich die Funktionsweise der Ausführungsform der 2 und 3 eingehend beschrieben wird, ist klar, dass die Ausführungsform von 1 und die Ausführungsform der 4 und 5 im Wesentlichen genauso funktionieren wie die Ausführungsform der 2 und 3. Im Betrieb beginnt die Gasregeleinrichtung 116, die stromaufwärts des Ventils 110 angeordnet ist, bei Erhalt eines Startsignals von dem Formwerkzeug, den Gaseinlassabschnitt 122 des Reglers 112 mit Druck zu beaufschlagen. Mit zunehmendem Druck im Einlass 122 wird der Kolben 126 aus einer zweiten Position 130 (siehe 3) in eine erste Position 128 (siehe 2) gedrängt, wodurch die Entlüftungsöffnung 136 in abdichtender Weise geschlossen wird. Danach drängt der zunehmende Druck im Einlassabschnitt 122 das Rückschlagventil 114 in eine geöffnete Stellung, wodurch Gas durch die Umgehungsleitung 138 zum Gasauslassabschnitt 124 und in den Formwerkzeughohlraum 118 hinein strömen kann. Darum behält die Gasregeleinrichtung 116 während dieser Druckbeaufschlagungsphase die volle Kontrolle über den zunehmenden Druck im Formwerkzeughohlraum 118.

Wenden wir uns 3 zu. An dem Punkt, an dem mit dem Absenken des Druckprofils des Formwerkzeughohlraums begonnen werden muss, senkt die Gasregeleinrichtung 116 den Druck des Gases, das in das Ventil 110 eintritt. Mit abnehmendem Druck am Einlass 122 des Reglers 112 drängt die interne Feder 140 des Rückschlagventils 114 das Rückschlagventil 114 zurück in eine geschlossene und abgedichtete Konfiguration. Infolge des Schließens des Rückschlagventils 114 wird verhindert, dass kontaminiertes Gas aus dem Formwerkzeug zurück in die Regeleinrichtung 116 strömt.

In dem Maße, wie die Gasregeleinrichtung 116 den Druck am Gaseinlassabschnitt 122 des Rückschlagventils 114 weiter senkt, nimmt der Druck auf den Kolben 126 vom Gaseinlassabschnitt 122 (d. h. die Kraft, die den Kolben 126 in der ersten Position hält) ebenfalls ab. Infolge dessen drängt Gasdruck vom Formwerkzeughohlraum 118 den Kolben 126 in die zweite Position 130. Die Rückkehr des Kolbens 126 in die zweite Position 130 öffnet vorzugsweise die Entlüftungsöffnung 136 und gestattet das Ablassen des Gases aus dem Formwerkzeughohlraum ins Freie.

Es ist zu beachten, dass, wenn der von der Gasregeleinrichtung 116 angelegte Druck zu irgend einem Zeitpunkt während des Druckprofils ansteigen würde, der Druckanstieg sich in einem Ansteigen der Kraft des Kolbens 126 widerspiegeln würde, und die Entlüftungsöffnung 136 würde sich wieder schließen. Ein Druckanstieg würde des Weiteren das Rückschlagventil 114 in eine geöffnete Stellung drängen und würde sich in einem Anstieg des Drucks in dem Formwerkzeug widerspiegeln. Ein anschließendes Absinken des Drucks der Gasregeleinrichtung würde dazu führen, dass sich das Rückschlagventil 114 schließt, und infolge der abnehmenden Druckkraft auf den Kolben 126 würde das Gas wieder von dem Formwerkzeug durch die Entlüftungsöffnung 136 strömen, bis die Drücke auf den Kolben 126 wieder gleich sind.

Es ist zu sehen, dass eine Gasregeleinrichtung für einen Formgebungsvorgang bereitgestellt wurde, welche die Kontrolle über das Zuführen und Ablassen von Gas zu bzw. aus einem Formwerkzeug gestattet, ohne dass Gase durch die Regeleinrichtung zurückströmen.

Obgleich die vorliegende Erfindung anhand konkreter bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wurde, leuchtet ein, dass Fachleute verschiedene andere Modifikationen und Änderungen vornehmen könnten, ohne dass dabei der Geltungsbereich der Erfindung, wie er in den folgenden Ansprüchen beschrieben ist, verlassen wird.


Anspruch[de]
  1. Ablassventil (10) für gasunterstütztes Formwerkzeug, welches zwischen einem Gasregeleinrichtung (16) und einem Formwerkzeughohlraum (18) positioniert ist und umfasst:

    einen Druckregler (12), wobei der Regler umfasst:

    einen Körper (20), welcher einen Gaseinlass (22) in Fluidverbindung mit einer Gasregeleinrichtung (16) und einen Gasauslass (24) in Fluidverbindung mit dem Formwerkzeughohlraum (18) aufweist;

    eine Entlüftungsöffnung (36), welche in dem Körper (20) zwischen dem Gaseinlass (22) und dem Gasauslass (24) ausgebildet ist; und

    einen Kolben (26), welcher zur Hin- und Herbewegung innerhalb des Körpers (20) verschiebbar eingebaut ist, wobei der Kolben (26) zwischen einer ersten Position zum Schließen der Entlüftungsöffnung (36) und einer zweiten Position zum Öffnen der Entlüftungsöffnung (36) bewegt werden kann und so kalibriert ist, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis aufweist, das größer als 1:1 ist;

    ein Rückschlagventil (14) in Fluidverbindung mit dem Einlass (22) und dem Auslass (24), wobei das Rückschlagventil (14) eine offene Position, um Gas vom Einlass zum Auslass strömen zu lassen, und eine geschlossene Position, um die Strömung von Gas vom Auslass zum Einlass zu sperren, aufweist;

    wodurch Gas, das in den Einlass (22) eintritt, den Kolben (26) zu einer ersten Position hin drängt, durch das Rückschlagventil (14) in den Auslass (24) durchströmt und in den Formwerkzeughohlraum (18) eintritt und Gas, das den Formwerkzeughohlraum (18) verlässt, den Kolben (26) zu der zweiten Position hin drängt, um die Entlüftungsöffnung (36) zu öffnen und das Gas auszustoßen.
  2. Ventil (10) gemäß Anspruch 1, wobei der Kolben (26) so kalibriert ist, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis von nahe 1:1 aufweist.
  3. Ventil (10) gemäß Anspruch 1, welches ferner eine Verbindungsstück (38) umfasst, wobei das Verbindungsstück (38) das Rückschlagventil (14) mit dem Gasauslass (24) in Fluidverbindung setzt.
  4. Ventil (10) gemäß Anspruch 1, wobei das Rückschlagventil (14) einen Ventilkopf (42) umfasst, welcher zwischen einer offenen Position, die Gas vom Einlass (22) zum Auslass (24) strömen lässt, und einer geschlossenen Position, um die Strömung von Gas vom Auslass zum Einlass zu sperren, bewegt werden kann.
  5. Ventil (10) gemäß Anspruch 5, wobei das Rückschlagventil (14) ferner eine interne Feder (40) umfasst, welche bei Verwendung den Ventilkopf (42) zur geschlossenen Position hin vorspannt.
  6. Verfahren zur Steuerung eines Ablassventils (10) für ein gasunterstütztes Formwerkzeug, umfassend die folgenden Schritte:

    Bereitstellen einer Gasregeleinrichtung (16) und eines Formwerkzeughohlraums (18);

    Bereitstellen eines Druckreglers (12), welcher umfasst:

    einen Körper (20), welcher einen Gaseinlass (22) in Fluidverbindung mit der Gasregeleinrichtung (16) und einen Gasauslass (24) in Fluidverbindung mit dem Formwerkzeughohlraum (18) aufweist;

    eine Entlüftungsöffnung (36), welche in dem Körper (20) zwischen dem Gaseinlass (22) und dem Gasauslass (24) ausgebildet ist; und

    einen Kolben (26), welcher zur Hin- und Herbewegung innerhalb des Körpers (20) verschiebbar eingebaut ist, wobei der Kolben (26) zwischen einer ersten Position zum Schließen der Entlüftungsöffnung (36) und einer zweiten Position zum Öffnen der Entlüftungsöffnung (36) bewegt werden kann und der Kolben (26) so kalibriert ist, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis aufweist, das größer als 1:1 ist;

    Bereitstellen eines Rückschlagventils (14) in Fluidverbindung mit dem Einlass (22) und dem Auslass (24), wobei das Rückschlagventil (14) eine offene Position, um Gas vom Einlass zum Auslass strömen zu lassen, und eine geschlossene Position, um die Strömung von Gas vom Auslass zum Einlass zu sperren, aufweist;

    Zuführen von Gas von der Gasregeleinrichtung (16), um in den Einlass (22) einzutreten und den Kolben (26) zu einer ersten Position hin zu drängen und durch das Rückschlagventil (14) in den Auslass (24) und in den Formwerkzeughohlraum (18) durchzuströmen;

    Ablassen von Gas aus dem Formwerkzeughohlraum (18), um in den Gasauslass (24) des Körpers (20) des Druckreglers (12) einzutreten und den Kolben (26) zu der zweiten Position hin zu drängen, um die Entlüftungsöffnung (36) zu öffnen und zu ermöglichen, dass das Gas durch die Entlüftungsöffnung (36) ausgestoßen wird.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei der Kolben (26) so kalibriert wird, dass er ein Kuppel-Sitz-Flächenverhältnis von nahe 1:1 aufweist.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 6, welches ferner den Schritt des Bereitstellens eines Verbindungsstücks (38) umfasst, wobei das Verbindungsstück (38) das Rückschlagventil (14) mit dem Gasauslass (24) in Fluidverbindung setzt.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei das Rückschlagventil (14) einen Ventilkopf (42) umfasst, welcher zwischen einer offenen Position, welche Gas vom Einlass (22) zum Auslass (24) strömen lässt, und einer geschlossenen Position, um die Strömung von Gas vom Auslass zum Einlass zu sperren, bewegt werden kann.
  10. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei das Rückschlagventil (14) ferner eine interne Feder (40) umfasst, welche bei Verwendung den Ventilkopf (42) zur geschlossenen Position hin vorspannt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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