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Dokumentenidentifikation DE102004001785B4 16.02.2006
Titel Vorrichtung zum Führen eines Luftstroms
Anmelder SCHAKO Klima Luft, Ferdinand Schad KG, 78600 Kolbingen, DE
Erfinder Müller, Rainer, 78600 Kolbingen, DE
Vertreter Dr. Weiss, Brecht, Arat, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 12.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004001785
Offenlegungstag 11.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.2006
IPC-Hauptklasse F24F 13/10(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F24F 13/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      F24F 11/04(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen eines Luftstroms in einem Strömungskanal, dessen Querschnitt von zumindest einem Regelelement veränderbar ist, das eine Klappe aufweist, die in den freien Querschnitt des Strömungskanals einschwenkbar ist.

Vorrichtungen zum Regulieren eines Luftstroms sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt. Die DE 40 33 276 A1 zeigt beispielsweise eine Vorrichtung zur Regulierung des Wärmeflusses in Aussenwänden von Gebäuden: Dabei ist ein Luftschacht ausgebildet, an dessen unteren und oberen Ende verstellbare Verschlussklappen angeordnet sind, mit denen in geöffneten Zustand eine Luftzirkulation hergestellt werden kann bzw. in geschlossenem Zustand eine Luftzirkulation unterbrochen wird.

Die DE 297 01 930 U1 zeigt eine Ventilationsvorrichtung mit einem in einer Wand eines Gebäudes montierbaren länglichen Gehäuse mit einer Ventilationsöffnung und einer im wesentlichen plattenförmigen Klappe, die um eine sich in der Längsrichtung des Gehäuses erstreckende und in der Nähe eines Längsrandes der Klappe gelegene Scharnierachse zwischen einer geschlossenen Stellung, in der die Klappe die Ventilationsöffnung verschliesst, und einer offenen Stellung, in der die Klappe die Ventilationsöffnung freigibt, schwenkbar ist.

Aus der DE 93 03 288 U ist beispielsweise ein Luftführungssystem mit einem Rohrabschnitt bekannt, in welchem eine um eine Drehachse drehbar gelagerte Drosselklappe angeordnet ist, wobei der Drehachse ein Kraftspeicher zugeordnet ist, der die Drosselklappe gegen einen Luftstrom in Öffnungslage bewegt. Ein ähnliches Luftführungssystem ist auch in der DE 41 25 623 A gezeigt.

Die in den bekannten Luftführungssystemen verwendete Drosselklappe hat den Nachteil, dass sie sich sowohl in Öffnung- als auch in Schliesslage im Luftstrom befindet, sodass immer eine Störung des Luftstromes stattfindet. In der Regel führt dies auch zu zusätzlichen Strömung- bzw. Abstrahlgeräuschen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Luftstrom in einem Luftführungssystem mit einem Regelelement zu regulieren, mit dem zwar das Volumen des Luftstromes veränderbar ist, das aber ansonsten den Luftstrom nicht beeinträchtigt.

Lösung der Aufgabe

Zur Lösung der Aufgabe führt, dass die Klappe eine Schwenkachse aufweist, die ausserhalb des freien Querschnitts des Strömungkanals liegt, die Klappe L-förmig oder U-förmig ausgestaltet ist und einen flachen Schenkelstreifen aufweist, an den einends die Schwenkachse angeformt ist und andererseits ein leicht gebogener Schenkel anschliesst, wobei der Schenkelstreifen nach dem Einschwenken in der Ebene eines Deckstreifens liegt, der einen Teil des Strömungskanals ausbildet.

Das bedeutet, dass die Klappe, sofern der Luftstrom nicht geregelt werden soll, sich ausserhalb des Luftstromes befindet und erst dann eingeschwenkt wird, wenn eine Regelung des Luftstromes erfolgen soll. Das bedeutet, dass die Klappe in Ruhelage im Luftstrom keinen Widerstand bildet und es somit auch nicht zu zusätzlichen Strömungsgeräuschen kommt.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht das Regelelement aus einem Gehäuse, in dem sich die Klappe mit der Schwenkachse befindet. Damit ist dieses Regelelement als Einheit in einen Strömungskanal ein- oder an einen Strömungskanal absetzbar. Soll kein Volumenstrom geregelt werden, wird die Klappe in das Gehäuse eingeschwenkt. Erst zum Regeln des Volumenstromes erfolgt ein Ausschwenken der Klappe.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Schwenkachse durch eine kederartige Verdickung an der Klappe gebildet, welche in einer schalenartigen Aufnahme dreht, die vom Gehäuse abragt. Dabei soll die schalenartige Aufnahme einstückig mit dem Gehäuse verbunden sein, wobei in einem bevorzugten Ausführungsbeispiele das gesamte Gehäuse mit der Aufnahme aus einem Strangpressprofil hergestellt ist.

Damit das Gehäuse, wenn es in den Strömungskanal eingesetzt ist, keinen Widerstand oder nur einen sanften Widerstand gegen den Luftstrom bildet, soll die gegen die Strömungsrichtung gerichtete freie Kante des Gehäuses abgerundet sein.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung soll die Klappe L-förmig ausgestaltet sein. Das heisst, sie besteht aus dem flachen Schenkelstreifen und dem daran angeformten, leicht gebogenen Schenkel. An den Schenkelstreifen schliesst einends die kederförmige Verdickung an, die einen Teil der Schwenkachse ausbildet.

Zwischen dem Schenkelstreifen und dem gebogenen Schenkel ist durch eine Brücke eine Nut ausgebildet, in die ein Dichtstreifen eingelegt werden kann. Beim Ausfahren der Klappen kann dieser Dichtstreifen entweder einer gegenüberliegenden Klappe oder einer Innenwand des Strömungskanals anliegen und zu einer wirkungsvollen Unterbindung des Luftstromes führen.

Der gebogene Schenkel ist so ausgeformt, dass er kreisbogenartig in einem Radius um die kederförmige Verdickung herum verläuft. Diese Ausgestaltung gewährleistet, dass bei einem Einfahren der Klappe in das Gehäuse die Randkante der Gehäuseöffnung sehr nahe an dem flachen Schenkelstreifen beziehungsweise der Randkante der Klappe liegt, sodass auch hier keine Strömungskante gebildet wird, die zu einer Geräuschentwicklung führen könnte.

An den bogenförmigen Schenkel schliesst bevorzugten noch ein Anschlagstreifen an, mit dem die Klappe nach dem Einfahren in das Gehäuse an einer Innenwand des Gehäuses anliegt.

Eine derartig ausgestaltete Klappe kann ebenfalls einstückig hergestellt sein, bevorzugt aus einem Strangpressprofil.

Figurenbeschreibung

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Führen eines Luftstroms in einem Strömungskanal;

2 einen vergrössert dargestellten Ausschnitt aus der erfindungsgemässen Vorrichtung gem. 1;

3 eine Draufsicht auf ein vergrössert dargestelltes Regelelement zum Einsatz in einer erfindungsgemässen Vorrichtung nach 1.

Gem. 1 sind einem Strömungskanal 1 zwei Regelelemente 2.1 und 2.2 zugeordnet. Sowohl der Strömungskanal 1 als auch der Raum zwischen den beiden Regelelemente in 1.1 und 1.2 wird von Luft durchströmt, wie dies durch den Pfeil 3 angedeutet ist.

Beide Regelelemente 2.1 und 2.2 sind identisch ausgebildet, sodass nur eines von ihnen nachfolgenden im Einzelnen beschrieben wird.

Das Regelelement weist ein Gehäuse 4 auf, in welchem eine Klappe 5 schwenkbar gelagert ist. Dabei ist das Gehäuse 4 bevorzugt einstückig ausgebildet. Beispielsweise besteht es aus einem Abschnitt eines Strangpressprofils. Es weist einen Boden 6 und zwei Seitenwände 7 und 8 auf. Die Seitenwand 8 geht unter Ausbildung einer gebogenen Kante 9 in einen Deckstreifen 10 über, der einen Teil des Strömungskanals 1 ausgebildet.

Der Deckstreifen 10 verschliesst allerdings das Gehäuse 4 nicht ganz, sondern lässt zu der Seitenwand 7 hin eine Öffnung 11 frei, in welcher die Klappe 5 schwenkbar gelagert ist.

Dem Gehäuse 4 sind ferner verschiedene Aufnahmen 12.1 bis 12.3 zur Aufnahme von beispielsweise Blechschrauben zum Festlegen des Regelelementes 2.1/2.2 zugeordnet.

Von der Seitenwand 7 ragt eine schalenförmige Aufnahme 12 ab, welche zumindest teilweise eine kederartige Verdickung 13 an der Klappe 5 umfängt. Diese kederartige Verdickung 13 dreht in der schalenförmigen Aufnahme 12. Diese Ausgestaltung bildet ein Gelenk, um welches herum die Klappe 5 schwenkbar ist.

Die Klappe 5 ist L-förmige ausgestaltet, wobei ein flacher Schenkelstreifen 14 und ein leicht gebogener Schenkel 15 vorgesehen sind. Der flache Schenkelstreifen 14 ist einends einstückig mit der kederförmige Verdickung 13 verbunden, anderenends schliesst an ihnen über eine eine Nut 16 ausbildende Brücke 17 der Schenkel 15 an. In die Nut 16 kann ein nicht näher gezeigter Dichtstreifen eingelegt werden.

An das freie Ende des gebogenen Schenkels 15 schliesst ein Anschlagstreifen 18 an, der in etwa parallel zu dem flachen Schenkelstreifen 14 verläuft.

Der Schenkel 15 weist eine Biegung auf, die in etwa in einem Radius r um die kederförmige Verdickung herum verläuft.

In 3 ist mit durchgezogenen Linien die Klappe 5 in Ruhelage und gestrichelt in Schliesslage dargestellt.

Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:

Zum Verändern eines Volumenstroms im Strömungskanal 1 wird zumindest ein Regelelement angeordnet. Bevorzugt werden allerdings, wie in den 1 und 2 gezeigt, zumindest zwei Regelelemente 2.1 und 2.2 im oder anschliessend an einen Strömungskanal 1 vorgesehen. Diese beiden Regelelemente 2.1 und 2.2 wirken dann zur Bestimmung des Volumenstroms der Luft zusammen. Durch Ausfahren der jeweiligen Klappen 5 in den freien Querschnitt des Strömungskanals wird dieser verkleinert, sodass weniger Luft und/oder Luft schneller den Strömungskanal passieren kann.

Soll keine Verringerung des Volumenstroms der Luft erfolgen, so werden die Klappe 5 in das Gehäuse 4 eingefahren, sodass der Schenkelstreifen 14 in etwa in der Ebene des Deckstreifen 10 liegt und den Volumenstrom in keinster Weise behindert.

Durch die abgerundete beziehungsweise gebogene Kante 9 entgegen der Richtung 3 der Luftströmung findet auch eine sanfte Einengung der Luftströmung statt, sodass es an dieser Stelle zu keinen Strömungs- und Abstrahlgeräuschen kommt. Dementsprechend ist ein derartiges Regelelement als Volumenstromregler und Jalousieklappe auch bei Entspannergeräten einzusetzen.

Positionszahlenliste


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Führen eines Luftstroms in einem Strömungskanal (1), dessen Querschnitt von zumindest einem Regelelement (2.1, 2.2) veränderbar ist, das eine Klappe (5) aufweist, die in den freien Querschnitt des Strömungskanals (1) einschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet dass die Klappe (5) eine Schwenkachse (13) aufweist, die ausserhalb des freien Querschnitts des Strömungkanals (1) liegt, die Klappe L-förmig oder U-förmig ausgestaltet ist und einen flachen Schenkelstreifen (14) aufweist, an den einends die Schwenkachse (13) angeformt ist und andererseits ein leicht gebogener Schenkel (15) anschliesst, wobei der Schenkelstreifen (14) nach dem Einschwenken in der Ebene eines Deckstreifens (10) liegt, der einen Teil des Strömungskanals (1) ausbildet.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (13) der Klappe (5) quer zur Richtung (3) des Luftstromes verläuft.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Klappe (5) ausserhalb einer Regellage in einem Gehäuse (4) befindet.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich auch die Schwenkachse (13) innerhalb des Gehäuses (4) befindet.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (4) eine halbschalenartige Aufnahme (12) für eine kederartige Verdickung (13) an der Klappe (5) vorgesehen ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kederartige Verdickung (13) in der halbschalenartigen Aufnahme (12) dreht.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die halbschalenartige Aufnahme (12) einstückig mit dem Gehäuse (4) verbunden ist.
  8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gegen die Strömungsrichtung (3) gerichtete freie Kante (9) des Gehäuses (4) abgerundet ist.
  9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) in oder an dem Strömungskanal (1) festlegbar ist.
  10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem flachen Schenkelstreifen (14) und dem gebogenen Schenkel (15) eine Nut (16) zur Aufnahme eines Dichtstreifens befindet.
  11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung des Schenkels (15) im Radius (r) um die Schwenkachse (13) herum erfolgt.
  12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den bogenförmigen Schenkel (15) ein Anschlagstreifen (18) anschliesst, der in etwa parallel zu dem flachen Schenkelstreifen (14) verläuft.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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