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Dokumentenidentifikation DE102004011038B4 16.02.2006
Titel Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe oder Thromboseprophylaxestrümpfe
Anmelder Nixel, Fritz, 91625 Schnelldorf, DE
Erfinder Nixel, Fritz, 91625 Schnelldorf, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 06.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011038
Offenlegungstag 06.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.2006
IPC-Hauptklasse A47G 25/90(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61F 13/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Es wird eine Anziehhilfe (10) für Strümpfe, insbesondere für Kompressions- und/oder Thromboseprophylaxestrümpfe, beschrieben, wobei die Anziehhilfe (10) einen U-förmig profilierten Schalenkörper (12) aufweist, an dem der anzuziehende Strumpf temporär anbringbar ist. Der Schalenkörper (12) weist rückseitig mittig einen Fußfersengleitabschnitt (14) auf, von dem zwei Seitenwangen (16) materialeinstückig nach vorne wegstehen. Der Schalenkörper (12) steht von einem Grundflächenelement (18) starr nach oben, das an den Schalenkörper (12) unterseitig außen anschließt und ein Standelement für die Anziehhilfe (10) bildet. Der Schalenkörper (12) weist einen vom Grundflächenelement (18) entfernten Oberrand (30) und jede der Seitenwangen (16) weist einen Vorderrand (28) auf, wobei der den Fußfersengleitabschnitt (14) oben begrenzende mittige Oberrandabschnitt (36) des Schalenkörpers (12) einen Strumpffersenanlageabschnitt für den jeweiligen am Schalenkörper (12) seitenverkehrt anzuordnenden Strumpf, insbesondere Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf, bildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe oder für Thromboseprophylaxestrümpfe.

Viele Menschen müssen aus medizinischen Gründen täglich Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrümpfe anziehen. Das Anziehen derartiger Strümpfe ist durch die erforderliche Spannwirkung der Strümpfe – insbesondere während des Überstreifens über die Ferse – sehr mühsam. Zum Erleichtern dieses Vorgangs, d.h. des Überstreifens des jeweiligen Strumpfes über die Ferse, wurden in der Vergangenheit eine Vielzahl Anziehhilfen vorgeschlagen.

Insbesondere Kompressionsstrümpfe müssen zum Anziehen nicht nur in ihrem Querschnittsprofil sondern auch in ihrer Längsrichtung dehnbar sein. Die passende Längsdehnung ist die Voraussetzung für einen guten Sitz des besagten Strumpfes.

Eine Anziehhilfe für Strümpfe für behinderte Personen ist beispielsweise aus der DE 203 06 424 U1 bekannt. Diese bekannte Anziehhilfe weist einen U-förmig profilierten Schalenkörper auf, der auf einer Bodenplatte um eine horizontale Schwenkachse verschwenkbar ist. Diese horizontale Schwenkachse ist an der Vorderseite des Schalenkörpers vorgesehen. Der Schalenkörper ist um die besagte Schwenkachse zwischen einer zur Bodenplatte benachbarten und einer gegen die Bodenplatte aufgeschwenkten Position verstellbar. Zum Strumpfanziehen wird der Strumpf an dem von der Schwenkachse abgewandten rückseitigen Ende des Schalenkörpers angeordnet. Anschließend wird der Fuß in den auf dem Schalenkörper angeordneten Strumpf eingesteckt und der Strumpfanfang sukzessive über den Schalenkörper gezogen, bis die Ferse des Strumpfes außerhalb des Schalenkörpers zu sehen ist. Zwei Aussparungen im Schalenkörper gewährleisten bei diesem Vorgang einen guten Fingereingriff. Durch die bewegliche Ausbildung dieser Anziehhilfe, d.h. die schwenkbewegliche Anbringung des Schalenkörpers an der Bodenplatte lässt die Robustheit der Anziehhilfe Wünsche offen. Das gilt sowohl unter mechanischen Gesichtspunkten als auch unter dem Gesichtpunkt der Handhabbarkeit dieser bekannten Anziehhilfe.

Eine stiefelähnliche Anziehhilfe zum Anziehen von Strümpfen, Strumpfhosen, Socken oder dergleichen für körperbehinderte Menschen ist beispielsweise aus der DE 197 00 938 A1 bekannt. Diese bekannte Anziehhilfe weist ein stiefelschaftartig ausgebildetes Oberteil auf, über das ein Strumpf oder dergleichen derartig gestülpt werden kann, dass nur der Rand am stiefelschaftartig ausgebildeten Oberteil fixiert ist und der Rest des Strumpfes in den Schaft so eintaucht, dass allein durch Hineinschlüpfen mit dem nackten Fuß der Anziehvorgang weitgehend selbsttätig erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Standfestigkeit der Anziehhilfe wird durch eine massive Ausbildung der Sohle der stiefelähnlichen Anziehhilfe gewährleistet. Anstelle einer massiven Ausbildung der Sohle kann die Sohle auch als Hohlraum ausgebildet sein, der mit einer Flüssigkeit oder einem rieselfähigen Feststoff gefüllt wird. Diese bekannte Anziehhilfe lässt jedoch bezüglich Bedienkomfort, d.h. bezüglich des Komfort zum Anziehen eines Strumpfes oder dergleichen noch Wünsche offen. Insbesondere für Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrümpfe entsprechender Dehnbarkeit ist diese bekannte Anziehhilfe kaum bzw. nicht geeignet. Ein Durchtreten mit dem Fuß ist bei dieser bekannten Anziehhilfe nicht möglich, d.h. ein Strumpf kann nur bis zur Ferse auf den jeweiligen Fuß gezogen werden.

Eine Anziehhilfe für Strümpfe für körperbehinderte Personen ist beispielsweise auch aus der DE 84 36 872 U1 bekannt. Diese bekannte Anziehhilfe weist einen Strumpfhalter auf, der als U-förmig profilierter Schalenkörper ausgebildet ist, an dem beiderseits außen Bedienungsstäbe starr befestigt sind. Diese bekannte Anziehhilfe ist für Kompressions- und Thromboseprophylaxestrümpfe entsprechender Dehnbarkeit ebenfalls nicht vorgesehen oder geeignet, weil derartige dehnbare Strümpfe am scharfkantigen Übergang zwischen dem Oberrand und den Vorderrändern des U-förmig profilierten Schalenkörpers beschädigt würden.

Diese DE 29 18 628 A1 beschreibt ein Handgerät zum Anziehen von Strümpfen, das eine verlängerte Stange umfasst, die am einen Ende einen U-förmig profilierten Schalenkörper aufweist, der um eine Schwenkachse in Bezug auf die verlängerte Stange drehbar ist. Dieses bekannte Handgerät ist für Personen gedacht, die es schwierig finden, sich zu beugen, d.h. die in ihrer Beweglichkeit entsprechend eingeschränkt sind. Für Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrümpfe ist dieses bekannte Handgerät nicht gedacht.

Ein U-förmig profilierter Schalenkörper als Anziehhilfe für Strümpfe ist beispielsweise auch aus der US 3 401 856 bekannt. Auf den Schalenkörper wird der anzuziehende Strumpf seitenrichtig vom Vorderende des Schalenkörpers her aufgezogen. Vom rückseitigen Ende des Schalenkörpers her wird dann der Fuß in den auf den Schalenkörper aufgezogenen Strumpf hineingesteckt. Dabei kann es jedoch dazu kommen, dass der Strumpf vom Schalenkörper abgezogen wird, ohne dass der Strumpf auf den Fuß aufgezogen wird. Die Handhabbarkeit dieser bekannten Anziehhilfe lässt folglich ebenfalls Wünsche offen.

Um ein solches ungewolltes Abziehen des Strumpfes vom U-förmig profilierten Schalenkörper zu verhindern, schlägt die US 5 826 761 A einen U-förmig profilierten Schalenkörper vor, der an seinen beiden Längsrändern gewellt oder dergleichen ausgebildet ist, um ein ungewolltes Herunterrutschen des auf den Schalenkörper aufgezogenen Strumpfes beim Anziehen, d.h. beim Aufziehen des Strumpfes auf den jeweiligen Fuß, zu verhindern.

Bei diesen beiden zuletzt genannten Anziehhilfen mit U-förmig profiliertem Schalenkörper handelt es sich um Gerätschaften, die freihändig gehandhabt werden müssen, d.h. die nicht auf einem Boden abgestellt und stehend benutzt werden können.

Auf einem Boden abstellbare Anziehhilfen für Strümpfe sind beispielsweise aus der US 4 942 988 aus der EP 0 332 837 B1 oder aus der WO 9935942 A1 bekannt. Diesen zuletzt genannten Anziehhilfen ist gemeinsam, dass sie aus Strebenelementen gebildet sind, die ein seitenverkehrtes Aufstülpen des jeweiligen, anzuziehenden Strumpfes, insbesondere Kompressionsstrumpfes, erlauben. Durch die strebenartige Ausbildung dieser bekannten Anziehhilfen überspannt der jeweilige Kompressionsstrumpf die Streben jedoch ebenflächig, so dass das Einstecken des Fußes in den an der Anziehhilfe temporär vorgesehenen Kompressionsstrumpf Probleme aufwerten kann.

Hier kann möglicherweise die Anziehhilfe Abhilfe schaffen, wie sie in der US 5 082 154 A beschrieben wird. Diese bekannte Anziehhilfe weist jedoch den Mangel auf, dass die vom flächigen Grundelement schräg nach oben stehenden Streifenelemente, die quasi einen U-förmig profilierten Schalenkörper nachbilden, den besagten Schalenkörper bodenseitig abschließen. Der jeweilige Fuß ist also in seiner Einsteckbewegung begrenzt. Um diese Begrenzung d.h. Beschränkung der Einsteckbewegung zu beseitigen, sind die Streifenelemente ausreichend lang dimensioniert, so dass sich insgesamt eine großvolumige sperrige Anziehhilfe ergibt.

Aus der FR 2 785 783 A1 ist eine Anziehhilfe mit einem Grundrahmen bekannt, der einen Rückenabschnitt und zwei vom Rückenabschnitt nach vorne stehende Seitenschenkel aufweist. Jeder der beiden Seitenschenkel weist vorderseitig einen Stirnlappen auf. Vom Rückenabschnitt steht ein erstes U-förmiges Element aus einem Stangenmaterial nach vorne und nach oben. An den beiden vorderseitigen Stirnlappen ist ein zweites U-förmiges Element befestigt. Die Höhenabmessungen des ersten und des zweiten U-förmigen Elementes sind aneinander angepasst. Die Querabmessung des rückseitigen ersten U-förmigen Elementes ist kleiner als die Querabmessung des vorderseitigen zweiten U-förmigen Elementes. Die Seitenschenkel des ersten und des zweiten U-förmigen Elementes verlaufen zueinander parallel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anziehhilfe der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach ausgebildet und die einfach und optimal handhabbar ist.

Diese Aufgabe wird mit einer Anziehhilfe mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw. Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Anziehhilfe sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die erfindungsgemäße Anziehhilfe weist den Vorteil auf, dass sie einfach zu handhaben und auch für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit verwendbar ist, um Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrümpfe bis zur Fußwade hinauf problemlos anziehen zu können, wobei sowohl das Aufziehen des Strumpfes auf die Anziehhilfe als auch das Anziehen des Strumpfes gleichermaßen gut bewältigt werden kann. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anziehhilfe besteht darin, dass es mit ihr problemlos möglich ist, den jeweiligen Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf passend genau anziehen zu können, so dass auch die Ferse sofort gut sitzt, ohne mühsam zurechtgezogen werden zu müssen.

Bei der erfindungsgemäßen Anziehhilfe weist der als U-Profil ausgebildete Schalenkörper zwischen dem bodenseitigen Grundflächenelement und dem davon entfernten Oberrand eine geeignete Länge zum Überziehen des seitenverkehrten Strumpfes bis zu seiner Ferse auf. Das U-Profil des Schalenkörpers ist an die jeweilige Strumpfgröße angepasst.

Das ein Standelement der Anziehhilfe bildende Grundflächenelement bildet außerdem beim Aufziehen des Strumpfes auf den Schalenkörper in vorteilhafter Weise einen Anschlag, so dass der jeweilige Strumpf zuverlässig an der erfindungsgemäßen Anziehhilfe temporär anbringbar und problemlos vom Schalenkörper auf den jeweiligen Fuß transferierbar ist.

Bei einer Ausbildung der erfindungsgemäßen Anziehhilfe verläuft der Oberrand des Schalenkörpers zum Grundflächenelement mindestens annähernd parallel und ist der Übergang zwischen dem Oberrand und dem jeweiligen Vorderrand mit einer eine Überdehnung des Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpfes verhindernden Abrundung ausgebildet. Durch diese Abrundung wird eine Beschädigung des jeweiligen Strumpfes verhindert.

Dadurch, dass erfindungsgemäß die Vorderränder der beiden Seitenwangen des Schalenkörpers mit dem rückseitigen Fußfersengleitabschnitt einen kleinen, sich nach unten erweiternden, spitzen Winkel einschließen, ergibt sich der Vorteil, dass die mechanische Spannung des auf den Schalenkörper seitenverkehrt temporär angeordneten Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpfes beim Aufziehen auf den Schalenkörper immer mehr zunimmt, je weiter der Strumpf auf den Schalenkörper – zum Grundflächenelement hin – aufgeschoben wird, wobei nach dem Einstecken eines Fußes in den seitenverkehrt am Schalenkörper temporär angeordneten dehnbaren Strumpfes eine entsprechende Entspannung des Strumpfes erfolgt und der Strumpf genau passend am Fuß angeordnet werden kann.

Bevorzugt kann es bei der erfindungsgemäßen Anziehhilfe sein, wenn die Vorderränder der beiden Seitenwangen des Schalenkörpers einen vom Grundflächenelement entfernten, zum rückseitigen Fußfersenabschnitt mindestens annähernd parallel verlaufenden ersten Vorderrandabschnitt und einen dem Grundflächenelement zugewandten zweiten Vorderrandabschnitt aufweisen, der mit dem rückseitigen Fußfersenabschnitt einen sich nach unten erweiternden, kleinen spitzen Winkel einschließt, weil hierdurch einerseits das Aufstecken des dehnbaren Strumpfes auf die Anziehhilfe erleichtert und andererseits die Dehnung des am Schalenkörper temporär angeordneten seitenverkehrten dehnbaren Strumpfes im Bereich seines Wadenlängsabschnittes am besagten zweiten Vorderrandabschnitt vergrößert wird. Durch diese vergrößerte Dehnung des seitenverkehrt am Schalenkörper angeordneten Strumpfes wird außerdem zuverlässig verhindert, dass beim Einstecken des Fußes in den am Schalenkörper seitenverkehrt angeordneten Strumpf ein unerwünschtes nach unten Bewegen des Strumpfes erfolgt. Demselben Zwecke ist es dienlich, wenn an den zweiten Vorderrandabschnitt jeder der beiden Seitenwangen ein dritter Vorderrandabschnitt anschließt, der an das Grundflächenelement angrenzt und der einen Anschlag für den auf dem Schalenkörper seitenverkehrt temporär angeordneten Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf bildet.

Um das Durchtauchen der Ferse des zu bestrumpfenden Fußes durch den auf die Anziehhilfe aufgespannten dehnbaren Strumpfes zu erleichtern, kann der rückseitige Fußfersengleitabschnitt des Schalenkörpers konkav gekrümmt ausgebildet sein. Um an einer solchermaßen ausgebildeten Anziehhilfe den jeweiligen dehnbaren Strumpf temporär zuverlässig festspannen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die beiden Seitenwangen des Schalenkörpers jeweils einen konkav gekrümmten Vorderabschnitt aufweisen. Dieser konkav gekrümmte Vorderabschnitt der beiden Seitenwangen kann an die konkave Krümmung des rückseitige Fußfersengleitabschnittes geeignet angepasst sein.

Bei der erfindungsgemäßen Anziehhilfe hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Oberrand des Schalenkörpers zu den Vorderrändern der beiden Seitenwangen hin schräg abfallende Oberrandabschnitte aufweist. Dabei kann zwischen den beiden schräg abfallenden Oberrandabschnitten ein mittiger Oberrandabschnitt vorhanden sein, der zum Grundflächenelement mindestens annähernd parallel orientiert ist. Durch die beiden schräg abfallenden Oberrandabschnitte ist es einfach und kraftsparend möglich, den jeweiligen dehnbaren Strumpf am Schalenkörper seitenverkehrt temporär anzuordnen. Der mittige Oberrandabschnitt zwischen den beiden schräg abfallenden Oberrandabschnitten bildet dabei gleichzeitig einen Anlageabschnitt für die Ferse des dehnbaren Strumpfes, so dass der dehnbare Strumpf an der solchermaßen ausgebildeten Anziehhilfe genau passend positionierbar ist, und der dehnbare Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf am entsprechenden Fuß einfach und zeitsparend genau passend angebracht werden kann, d. h. ein mühsames Zurechtziehen des dehnbaren Strumpfes vermieden wird.

Um eine unerwünschte Überdehnung und folglich eine Beschädigung des jeweiligen Strumpfes beim Aufziehen auf die Anziehhilfe zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn der Übergang zwischen dem jeweiligen schräg abfallenden Oberrandabschnitt und dem zugehörigen Seitenwangen-Vorderrand mit einer Abrundung ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß steht der Schalenkörper vom Grundflächenelement unter einem großen spitzen Winkel nach hinten oben. Dieser spitze Winkel wird zweckmäßigerweise an die jeweiligen anatomischen Gegebenheiten, d.h. an eine stehende oder an eine sitzende Position der jeweiligen Person angepasst.

Erfindungsgemäß kann das Grundflächenelement einen vorderseitigen Befestigungsabschnitt und einen rückseitigen Auflageabschnitt aufweisen, die miteinander einen stumpfen Winkel einschließen, wobei der Schalenkörper vom vorderseitigen Befestigungsabschnitt nach oben steht.

Erfindungsgemäß ist es auch möglich, dass vom Grundflächenelement Handgriffe nach oben stehen, die seitlich neben dem Schalenkörper vorgesehen sind. Diese Handgriffe können als Griffbügel, spazierstockförmig oder beliebig anders gestaltet sein. Die Handgriffe dienen zur einfacheren und leichteren Handhabung der Anziehhilfe.

Die Handgriffe können am Grundflächenelement unbeweglich befestigt sein. Desgleichen ist es möglich, dass die Handgriffe am Grundflächenelement begrenzt beweglich angebracht sind. Bei einer solchen Ausbildung der zuletzt genannten Art können die Handgriffe Anschlagelemente aufweisen, die am Schalenkörper in der Nachbarschaft seines Oberrandes zur Anlage bringbar sind. Diese Anschlagelemente können an ihrer dem Schalenkörper zugewandten Stirnfläche mit einer Auflage versehen sein. Sind die Handgriffe vom Schalenkörper weggeschwenkt, so kann am Schalenkörper ein Kompressionsstrumpf oder Thromboseprophylaxestrumpf problemlos temporär angeordnet werden. Im am Schalenkörper anliegenden Zustand der Handgriffe dienen die Anschlagelemente dann dazu, ein Abgleiten des Strumpfes während des Einsteckens eines Fußes zu verhindern. Dieses Verhindern eines Abgleitens des Strumpfes kann durch die an der Stirnfläche des jeweiligen Anschlagelementes vorgesehene Auflage weiter verbessert werden. Die besagte Auflage kann außerdem dazu vorgesehen sein, eine Beschädigung des Strumpfes zu vermeiden. Mit Hilfe der Anschlagelemente kann das Abgleiten des am Schalenkörper temporär angeordneten Strumpfes derartig beeinflusst werden, dass der Strumpf insbesondere auch im Fersenbereich passgenau angezogen werden kann.

Um ein Um- bzw. Wegkippen der Anziehhilfe beim Einführen eines Fußes in den auf den Schalenkörper aufgezogenen dehnbaren Kompressionsstrumpf oder Thromboseprophylaxestrumpf zu verhindern, kann das Grundflächenelement mit zwei seitlichen Überständen ausgebildet sein, die über die Vorderränder der Seitenwangen vorstehen. Das Grundflächenelement kann eine mindestens annähernd rechteckige Umfangsrandkontur besitzen, wodurch z.B. eine gute Positionierung der Anziehhilfe in einen Verpackungskarton gewährleistet wird. Das Grundflächenelement kann selbstverständlich auch eine andere Umfangsrandkontur besitzen.

Unter dem Grundflächenelement der Anziehhilfe kann eine Unterlageeinrichtung vorgesehen sein. Diese Unterlageeinrichtung schafft unter dem auf dem Schalenkörper angeordneten dehnbaren Strumpf einen Freiraum, durch den der jeweilige Fuß austreten kann. Hierdurch wird der Anziehvorgang bequemer.

Die Unterlageeinrichtung kann nach hinten keilförmig verjüngt ausgebildet sein. Hierdurch ergibt sich eine gewünschte Schrägstellung des U-förmig profilierten Schalenkörpers, wodurch das Einstecken eines Fußes erleichtert werden kann.

Die beiden Seitenwangen des Schalenkörpers können zueinander mindestens annähernd parallel orientiert sein oder miteinander einen sich nach vorne erweiternden spitzen Winkel einschließen. Desgleichen ist es möglich, dass die beiden Seitenwangen jeweils einen an den mittigen bogenförmigen Fußfersengleitabschnitt anschließenden ersten Profilabschnitt und einen an den ersten Profilabschnitt vorderseitig anschließenden zweiten Profilabschnitt aufweisen, wobei der jeweilige erste und der zugehörige zweite Profilabschnitt miteinander einen stumpfen Winkel einschließen. Auf diese Weise ergibt sich für die Ferse und für die Knöchel eines Fußes eine ausreichende Querschnittsfläche.

Die beiden vorderen zweiten Profilabschnitte können zueinander mindestens annähernd parallel verlaufen oder nach vorne konisch erweitert gestaltet sein. Durch eine solche Ausbildung der zuletzt genannten Art ergibt sich der Vorteil, dass für den Vorderfuß des jeweiligen Fußes mehr Platz zur Verfügung steht.

Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anziehhilfe ist es einfach und problemlos möglich, einen Kompressionsstrumpf oder Thromboseprophylaxestrumpf an einem Fuß genau richtig lokalisiert anzuordnen, wobei es zeitlich vorher problemlos möglich ist, den jeweiligen Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf am Schalenkörper der Anziehhilfe einfach und genau richtig temporär anzubringen.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Anziehhilfe, wobei es sich versteht, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.

Es zeigen:

1A eine Ausführungsform der Anziehhilfe in einer Seitenansicht,

1B eine Ansicht der Anziehhilfe gemäß 1A in Blickrichtung des Pfeiles I, d.h. von schräg oben,

2A eine Seitensicht einer zweiten Ausbildung der Anziehhilfe,

2B eine Draufsicht auf die Anziehhilfe gemäß 2A in Blickrichtung des Pfeiles II,

3A eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der Anziehhilfe,

3B eine Ansicht der Anziehhilfe gemäß 3A in Blickrichtung des Pfeiles III von oben,

4A eine Seitenansicht einer vierten Ausführungsform der Anziehhilfe,

4B eine Ansicht der Anziehhilfe gemäß 4A in Blickrichtung des Pfeiles IV, d.h. von hinten, wobei der eine Handgriff am Schalenkörper anliegend und der zweite Handgriff vom Schalenkörper weggeschwenkt gezeichnet ist,

5A eine Seitenansicht einer fünften Ausbildung der Anziehhilfe, und

5B eine Ansicht der Anziehhilfe gemäß 5A in Blickrichtung des Pfeiles V, d.h. von oben.

Die 1A und 1B verdeutlichen in einer Seitenansicht und in einer Draufsicht eine dritte Ausführungsform der Anziehhilfe 10, bei der der Schalenkörper 12 von einem Grundflächenelement 18 unter einem großen spitzen Winkel nach oben rückwärts wegsteht. Vom Grundflächenelement 18 stehen außerdem seitlich des Schalenkörpers 12 Handgriffe 48 starr nach oben.

Der ein U-Profil aufweisende Schalenkörper 12 weist zwei Seitenwangen 16 auf, deren Vorderrand 28 einen vom Grundflächenelement 18 entfernten ersten Vorderrandabschnitt 50 und einen dem Grundflächenelement 18 zugewandten zweiten Vorderrandabschnitt 52 aufweist. Der erste Vorderrandabschnitt 50 ist zum rückseitigen Fußfersengleitabschnitt 14 mindestens annähernd parallel orientiert. Der zweite Vorderrandabschnitt 52 der jeweiligen Seitenwange 16 des Schalenkörpers 12 schließt mit dem rückseitigen Fußfersengleitabschnitt 14 einen sich nach vorne unten erweiternden spitzen Winkel ein. An den zweiten Vorderrandabschnitt 52 der jeweiligen Seitenwange 16 des Schalenkörpers 12 schließt ein dritter Vorderrandabschnitt 54 an, der an das Grundflächenelement 18 angrenzt und der einen Anschlag für den jeweiligen auf den Schalenkörper 12 seitenverkehrt aufgespannten Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf bildet.

Die ersten Profilabschnitte 44 und die zweiten Profilabschnitte 46 der Seitenwangen 16 des Schalenkörpers 12 schließen miteinander jeweils einen sich nach vorne öffnenden spitzen Winkel ein.

Der Schalenkörper 12 ist in Bezug auf das Grundflächenelement 18 nach hinten oben schräg geneigt. Das erlaubt den Gebrauch der Anziehhilfe 10 im Sitzen, ohne den mit einem dehnbaren Strumpf zu bedeckenden Fuß weit strecken zu müssen. Die Seitenwangen 16 des Schalenkörpers 12 enden vorderseitig in einer Kombination aus einem ersten Vorderrandabschnitt 50 und einem zweiten Vorderrandabschnitt 52. Hierdurch wird ein Zurückrutschen des auf den Schalenkörper 12 aufgespannten dehnbaren Strumpfes im oberen Teil des Schalenkörpers 12, d.h. entlang des ersten Vorderrandabschnittes 50 verhindert, und gleichzeitig wird im unteren Teil, d.h. entlang der zweiten Vorderrandabschnitte 52 der Seitenwangen 16, ein Aufdehnen des Strumpfes bewirkt, wodurch ein leichteres Durchschlüpfen des Fußes ermöglicht wird.

Die einen Absatz bildenden dritten Vorderrandabschnitte 54 der beiden Seitenwangen 16 verhindern das ungewollte Aufziehen des jeweiligen dehnbaren Strumpfes bis zum Grundflächenelement 18 und bilden ebenfalls einen Fußraum zum Austreten aus dem auf den Schalenkörper 12 aufgespannten (nicht dargestellten) Strumpf.

Die beiden dritten Vorderrandabschnitte 54 schließen vorderseitig mit dem Grundflächenelement 18 bündig ab.

Die zweiten Profilabschnitte 46 der Seitenwangen 16 sind – wie bereits ausgeführt worden ist – nach vorne keilförmig erweitert, um dem jeweiligen Vorderfuß mehr Platz zu geben.

Die vom Grundflächenelement 18 nach oben stehenden starren Handgriffe 48 dienen der leichteren Handhabung der Anziehhilfe 10.

Die 2A und 2B verdeutlichen in einer Seitenansicht und in einer Draufsicht eine zweite Ausbildung der Anziehhilfe 10, bei der der rückseitige Fußfersengleitabschnitt 14 konkav gekrümmt ausgebildet ist und bei der die beiden Seitenwangen 16 des Schalenkörpers 12 jeweils einen konkav gekrümmten Vorderrand 28 aufweisen. Der Schalenkörper 12 ist außerdem mit einem schräg abfallenden Oberrandabschnitt 40 ausgebildet und der Übergang zwischen diesem schräg abfallenden Oberrandabschnitt 40 und dem zugehörigen Vorderrand 28 ist mit einer Abrundung 42 ausgebildet.

Der Schalenkörper 12 steht von einem Grundflächenelement 18 geringfügig nach hinten oben schräg geneigt weg. Unter dem Grundflächenelement 18 ist eine Unterlageeinrichtung 38 befestigt, die nach hinten keilförmig verjüngt ausgebildet ist.

Das Grundflächenelement 18 ist mit Löchern 56 ausgebildet, die zur Befestigung von Handgriffen 48 (siehe die 1A und 1B) vorgesehen sind.

Der Schalenkörper 12 weist ein U-förmiges Querschnittsprofil auf, von dem Seitenwände 16 wegstehen. Die Seitenwände 16 schließen miteinander einen sich nach vorne erweiternden spitzen Winkel ein.

Gleiche Einzelheiten sind in den 2A und 2B mit denselben Bezugsziffern wie in den 1A bis 1B bezeichnet, so dass es sich erübrigt, in Verbindung mit den 2A und 2B alle Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben.

Durch die Ausbuchtung des Fußfersengleitabschnittes 14 des Schalenkörpers 12 kann das Durchtauchen der Ferse beim Anziehen des an der Anziehhilfe 10 temporär angebrachten, dehnbaren Strumpfes durch den Schalenkörper 12 bzw. den Strumpf erleichtert werden.

Die 3A und 3B zeigen eine dritte Ausführungsform der Anziehhilfe 10, wobei der von einem Befestigungsabschnitt 56 des Grundflächenelementes 18 nach oben stehende Schalenkörper 12 sich mit einem Abschnitt 59 unter den Befestigungsabschnitt 56 nach unten erstreckt. Dieser sich nach unten erstreckende Abschnitt 59 des Schalenkörpers 12 bildet eine Bodenauflage 59, deren Unterrand mit dem Auflageabschnitt 58 des Grundflächenelementes 18 eine gemeinsame Ebene aufspannt, so dass sich insgesamt eine Anziehhilfe 10 mit einer guten Standfestigkeit ergibt.

Die 4A und 4B verdeutlichen eine vierte Ausführungsform der Anziehhilfe 10, bei der der Schalenkörper 12 ähnlich ausgebildet ist, wie der Schalenkörper gemäß den 1A und 1B. Während der Schalenkörper 12 vom Grundflächenelement 18 nach hinten oben schräg weggeneigt ist, sind die beiden seitlich neben dem Schalenkörper 12 schwenkbeweglich vorgesehenen Handgriffe 48 derartig vorgesehen, dass sie vom Flächenelement 18 lotrecht nach oben stehen. Die Handgriffe 48 sind um Gelenke 70 jeweils zwischen einer am Schalenkörper 12 anliegenden und einer vom Schalenkörper 12 seitlich weggeschwenkten Position hin und her verschwenkbar.

Die Handgriffe 48 sind mit Anschlagelementen 64 ausgebildet.

Von der Unterseite des Grundflächenelementes 18 stehen Füße 72 nach unten. Diese Füße 72 dienen dazu, ein Verrutschen der Anziehhilfe 10 in Bezug auf einen Boden zu verhindern, auf dem die Anziehhilfe 10 steht. Außerdem werden mit Hilfe der Füße 72 empfindliche d.h. kratzempfindliche Böden geschont. Zu diesem Zwecke bestehen die Füße 72 vorzugsweise aus einem elastischen Material wie einem Gummimaterial.

Die 5A und 5B verdeutlichen eine fünfte Ausbildung der Anziehhilfe 10, bei der der Schalenkörper 12 dem Schalenkörper gemäß den 2A und 2B prinzipiell ähnlich ist, wobei vom Grundflächenelement 18 unterseitig eine Unterlageeinrichtung 38 wegsteht, die einen sich nach hinten verjüngenden Keil bildet, so dass der Schalenkörper 12 in Bezug auf einen Boden schräg nach hinten oben geneigt ist. Die beiden seitlich neben dem Schalenkörper 12 vorgesehenen Handgriffe 48 sind ebenfalls schräg geneigt.

Die 5B verdeutlicht, dass die Handgriffe 48 entweder nach innen abgewinkelt sind oder nach außen stehen. Beide Möglichkeiten der Ausbildung der Handgriffe 48 können ergonomisch vorteilhaft sein. Die Handgriffe 48 sind mindestens annähernd parallel zum Fußfersengleitabschnitt 14 des Schalenkörpers 12 orientiert, wodurch ein Hochziehen der Anziehhilfe 10 bis zur Wade des jeweiligen Fußes erleichtert wird.

Das gewünschte Gleitverhalten des jeweiligen Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpfes auf der Anziehhilfe 10 kann durch die Gestaltung der Ränder, die Querschnittsprofilierung, die Oberflächenstruktur und -rauhigkeit des Schalenkörpers 12 sowie durch Maßnahmen zur Beeinflussung des Reibungskoeffizienten durch entsprechende Auswahl des Werkstoffes für den Schalenkörper 12 beeinflusst werden. Desgleichen ist eine Beeinflussung durch eine geeignete Beschichtung oder Lackierung der Oberfläche des Schalenkörpers 12 mit ausgewählten Materialien möglich.

Der relativ kleine Umfang des Querschnittsprofiles des Schalenkörpers 12 insbesondere in seinem vom Grundflächenelement 18 entfernten oberen Teil und eine glatte Oberfläche des Schalenkörpers 12 ermöglichen ein schnelles kraftsparendes Aufziehen eines Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpfes auf den Schalenkörper 12 ohne großen Kraftaufwand. Der zum Grundflächenelement 18 hin in vorteilhafter Weise größer werdende Querschnitt des Schalenkörpers erleichtert das Durchtreten des Fußes und gestattet außerdem ein einfaches Hochziehen der Anziehhilfe 10 bei sich selbsttätig am jeweiligen Fuß abrollendem Strumpf bis zur Wade. Diese Abrollmöglichkeit bis zur Wade bildet einen Zusatznutzen, weil der Strumpf im Fußfesselbereich mit einer ausreichenden Längsdehnung übergestreift wird und hierdurch das mögliche Problem eines zu kurz angelegten Strumpfes und das daraus resultierende Rutschen des Strumpfes während des Tragens des Strumpfes vermieden werden kann.

Für einen perfekten Sitz der Ferse kann der jeweilige Strumpf mit einer Hand oder mit Hilfe der Anschlagelemente 64, die an den Handgriffen 48 vorgesehen sind, bis zur richtigen Längsdehnung festgehalten werden.

10Anziehhilfe 12Schalenkörper (von 10) 14Fußfersengleitabschnitt (von 12) 16Seitenwangen (von 12) 18Grundflächenelement (von 10 für 12) 20Randkontur (von 18) 22Öffnung (in 18) 24Randkontur (von 22) 26Überstand (von 18 bei 28) 28Vorderrand (von 16) 30Oberrand (von 12) 32Übergang (zwischen 30 und 28) 34Abrundung (an 32) 36mittiger Oberrandabschnitt (von 30) 38Unterlageeinrichtung (von 18) 40schräg abfallender Oberrandabschnitt (von 16) 42Abrundung (zwischen 40 und 28) 44erster Profilabschnitt (von 16) 46zweiter Profilabschnitt (von 16) 48Handgriff (an 18 für 10) 50erster Vorderrandabschnitt (von 28) 52zweiter Vorderrandabschnitt (von 28) 54dritter Vorderrandabschnitt (von 28) 56Befestigungsabschnitt (von 18 für 12) 58Auflageabschnitt (von 18 für 60) 59Bodenauflage (von 12) 64Anschlagelement (an 62) 66Stirnfläche (von 64) 68Auflage (an 66) 70Gelenk (für 48 an 18) 72Füße (von 18)

Anspruch[de]
  1. Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe oder Thromboseprophylaxestrümpfe, wobei die Anziehhilfe (10) einen als U-Profil ausgebildeten Schalenkörper (12) aufweist, an dem der anzuziehende Strumpf temporär anbringbar ist, und der im Scheitelbereich einen Fußfersengleitabschnitt (14) aufweist, von dem zwei Seitenwangen (16) materialeinstückig nach vorne wegstehen, wobei der Schalenkörper (18) vorderseitig über seine gesamte Längenerstreckung offen und durch Vorderränder (28) begrenzt ist und von einem ebenen Grundflächenelement (18; 58) starr nach oben steht, das an den Schalenkörper (12) unterseitig anschließt und eine Öffnung (22) aufweist, die dem U-Profil des Schalenkörpers (12) entspricht, und ein Standelement für die Anziehhilfe (10) bildet, wobei der Schalenkörper (12) einen vom Grundflächenelement (18) entfernten Oberrand (30) aufweist, wobei der den Fußfersengleitabschnitt (14) oben begrenzende mittige Oberrandabschnitt (36) des Schalenkörpers (12) einen Strumpffersenanlageabschnitt für einen am Schalenkörper (12) seitenverkehrt anzuordnenden Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf aufweist, und wobei der Schalenkörper gegen die Vertikale derartig geneigt ist, dass die Rückseite des Fußfersengleitabschnittes (14) mit dem Grundflächenelement (18) einen spitzen Winkel einschließt, und die Vorderränder (28) der beiden Seitenwangen (16) des Schalenkörpers (12) mit dem rückseitigen Fußfersengleitabschnitt (14) ebenfalls einen spitzen Winkel einschließen.
  2. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberrand (30) des Schalenkörpers (12) zum Grundflächenelement (18) mindestens annähernd parallel verläuft und der Übergang (32) zwischen dem Oberrand (30) und dem jeweiligen Vorderrand (28) mit einer eine Überdehnung Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpfes verhindernden Abrundung (34) ausgebildet ist.
  3. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderränder (28) der beiden Seitenwangen (16) des Schalenkörpers (12) einen vom Grundflächenelement (18) entfernten, zum rückseitigen Fußfersengleitabschnitt (14) mindestens annähernd parallel verlaufenden ersten Vorderrandabschnitt (50) und einen dem Grundflächenelement (18) zugewandten zweiten Vorderrandabschnitt (52) aufweisen, der mit dem rückseitigen Fußfersengleitabschnitt (14) einen spitzen Winkel einschließt.
  4. Anziehhilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den zweiten Vorderrandabschnitt (52) an jeder der beiden Seitenwangen (16) ein dritter Vorderrandabschnitt (54) anschließt, der an das Grundflächenelement (18) angrenzt und der einen Anschlag für den auf dem Schalenkörper (12) seitenverkehrt angeordneten Kompressions- oder Thromboseprophylaxestrumpf bildet.
  5. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (16) jeweils einen konkav gekrümmten Vorderrand (28) aufweisen.
  6. Anziehhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der rückseitige Fußfersengleitabschnitt (14) konkav gekrümmt ausgebildet ist.
  7. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberrand (30) des Schalenkörpers (12) zu den Vorderrändern (28) der beiden Seitenwangen (16) hin schräg abfallende Oberrandabschnitte (40) aufweist.
  8. Anziehhilfe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden schräg abfallenden Oberrandabschnitten (40) ein mittiger Oberrandabschnitt (36) vorhanden ist, der zum Grundflächenelement (18) mindestens annähernd parallel orientiert ist.
  9. Anziehhilfe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang zwischen dem jeweiligen schräg abfallenden Oberrandabschnitt (40) und dem zugehörigen Seitenwangen-Vorderrand (28) mit einer Abrundung (42) ausgebildet ist.
  10. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (18) einen vorderseitigen Befestigungsabschnitt (56) und einen rückseitigen Auflageabschnitt (58) aufweist, die miteinander einen stumpfen Winkel einschließen, wobei der Schalenkörper (12) vom vorderseitigen Befestigungsabschnitt (56) nach oben steht.
  11. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom Grundflächenelement (18) Handgriffe (48) nach oben stehen, die seitlich neben dem Schalenkörper (12) vorgesehen sind.
  12. Anziehhilfe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffe (48) am Grundflächenelement (18) unbeweglich befestigt sind.
  13. Anziehhilfe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffe (48) am Grundflächenelement (18) begrenzt verschwenkbeweglich angebracht sind.
  14. Anziehhilfe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffe (48) Anschlagelemente (64) aufweisen, die am Schalenkörper (12) in der Nachbarschaft seines Oberrandes (30) zur Anlage bringbar sind.
  15. Anziehhilfe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (64) an ihrer dem Schalenkörper (12) zugewandten Stirnfläche (66) jeweils mit einer Auflage (68) versehen sind.
  16. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundflächenelement (18) mit zwei seitlichen Überständen (26) ausgebildet ist, die über die Vorderränder (28) der Seitenwangen (16) des Schalenkörpers (12) vorstehen.
  17. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Grundflächenelement (18) eine Unterlageeinrichtung (38) vorgesehen ist.
  18. Anziehhilfe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlageeinrichtung (38) nach hinten keilförmig verjüngt ausgebildet ist.
  19. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (10) des Schalenkörpers (12) zueinander mindestens annähernd parallel orientiert sind.
  20. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (10) des Schalenkörpers (12) miteinander einen sich nach vorne erweiternden spitzen Winkel einschließen.
  21. Anziehhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (16) jeweils einen an den mittigen bogenförmigen Fußfersengleitabschnitt (14) anschließenden ersten Profilabschnitt (44) und einen an den ersten Profilabschnitt (44) vorne anschließenden zweiten Profilabschnitt (46) aufweisen, wobei der jeweilige erste und der zugehörige zweite Profilabschnitt (44 und 46) miteinander einen stumpfen Winkel einschließen.
  22. Anziehhilfe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zweiten Profilabschnitte (46) zueinander mindestens annähernd parallel verlaufen.
  23. Anziehhilfe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zweiten Profilabschnitte (46) miteinander einen sich nach vorne erweiternden spitzen Winkel einschließen.
  24. Anziehhilfe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalenkörper (12) mit einer Bodenauflage (59) vom vorderseitigen Befestigungsabschnitt (56) nach unten steht, die mit dem rückseitigen Auflageabschnitt (58) eine gemeinsame Standfläche bildet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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