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Dokumentenidentifikation DE202005017058U1 16.02.2006
Titel Gefäß
Anmelder Rastal GmbH & Co. KG, 56203 Höhr-Grenzhausen, DE
Vertreter Kutzenberger & Wolff, 50668 Köln
DE-Aktenzeichen 202005017058
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.02.2006
Registration date 12.01.2006
Application date from patent application 28.10.2005
IPC-Hauptklasse A47G 19/22(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A47G 19/12(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B65D 1/10(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      G09F 23/08(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft ein Gefäß zum Trinken und/oder Ausschenken von Flüssigkeiten und/oder Streugut, mit einer Mantelfläche, wobei die Mantelfläche mehrere Teilbereiche aufweist.

Die Mantelfläche von Gefäßen zum Trinken oder Ausschenken teilt sich in der Regel auf in verschiedene Bereiche, wobei die Bereiche sich nach ihrer Funktionalität oder nach ihrer Gestaltung unterscheiden. Unter Mantelfläche ist die gesamte nach außen weisende Oberfläche zu verstehen, also der gesamte Bereich, der nicht mit einem Füllgut in Berührung kommt.

Auf der Oberfläche der Gefäßen sind häufig in bestimmten Teilbereichen Informationen in Form von Schrift und Zeichen angebracht, wie beispielsweise Logos, Produktnamen oder Werbebotschaften. Ebenso werden die Oberflächen von Gefäßen mit Verzierungen versehen, beispielsweise durch Farbaufdruck oder durch Gravur. Ein funktionaler Bereich von Gefäßen ist in der Regel dazu vorgesehen, dass ein Benutzer es ergreifen kann, beispielsweise ein Henkel oder ein Stiel. Nachteilig ist, dass schon bei leichter Benetzung eines solchen Griffbereichs oder der menschlichen Haut des Benutzers, beispielsweise mit einer Flüssigkeit oder anderen, insbesondere haftungsmindernden Substanzen, ein sicheres Halten des Trink- bzw. Schankgefäßes erschwert ist.

Es ist daher die Aufgabe der Neuerung, ein Gefäß zur Verfügung zu stellen, das die genannten Nachteile nicht aufweist.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Gefäß zum Trinken und/oder Ausschenken von Flüssigkeiten und/oder Streugut mit einer Mantelfläche, wobei die Mantelfläche mehrere Teilbereiche aufweist, und wobei zumindest einer der Teilbereiche als rutschhemmender Griffbereich ausgebildet ist. Ein erfindungsgemäß rutschhemmender Griffbereich kann beispielsweise auch dann sicher von einem Benutzer gehalten werden, wenn der Griffbereich und/oder die Hände des Benutzers mit einer haftungsvermindernden Substanz benetzt sind. Haftungsvermindernde Substanzen sind insbesondere Flüssigkeiten, wie Getränke aller Art, Spülwasser, Kondenswasser, Öle und Fette oder Reste davon, sowie beispielsweise Schweiß oder Hautcreme.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der Neuerung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Fachmann versteht, dass die vorliegende Neuerung nicht auf Gefäße beschränkt ist, die für Getränke vorgesehen sind, sondern dass vielmehr Verzehrgefäße und Schankgefäße für beliebige Flüssigkeiten oder Streugut, wie Kannen, Karaffen, Terrinen oder Saucieren mit dem erfindungsgemäß rutschhemmenden Griffbereich ausgestattet sein können.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung ist der rutschhemmende Griffbereich als eine Dekoration, ein Muster, ein Bild, eine optisch und/oder taktil wahrnehmbare Information in Form von Schrift und/oder Symbolen, eine Werbebotschaft, oder als eine Kombination dieser Möglichkeiten gestaltet. Der Griffbereich des Gefäßes kann so in vorteilhafter Weise genutzt werden, um beispielsweise das Gefäß optisch ansprechend zu gestalten oder um eine Funktion zu erfüllen. Der Griffbereich könnte stattdessen beispielsweise auch rutschhemmend ausgeführt sein, ohne dass dies für den Benutzer sichtbar wäre, indem beispielsweise der rutschhemmende Griffbereich sich in der Gestaltung nicht oder kaum von anderen Bereichen der Mantelfläche unterscheidet.

Bevorzugt weist der rutschhemmende Griffbereich eine zumindest teilweise materialveränderte und/oder strukturveränderte Oberfläche auf, wobei die Veränderung vorzugsweise durch Ätzung und/oder Aufrauung in die Oberfläche eingebracht ist. Ebenfalls bevorzugt ist der rutschhemmende Griffbereich zusätzlich oder alternativ zumindest teilweise mit einer Beschichtung versehen. Dadurch lässt sich im Bereich der Oberfläche des Griffbereichs vorteilhaft auf einfache und effektive Weise eine rutschhemmende Gestaltung des Griffbereichs erreichen.

Die Beschichtung weist vorzugsweise mindestens eine durch Direktdruck und/oder Indirektdruck aufgebrachte Farbschicht auf. Als Drucktechniken kommen alle dem Fachmann vertrauten Techniken in Betracht, insbesondere Schablonentechnik, Sprühtechnik und/oder Handtechnik. Die Farbschicht ist beim Indirektdruck besonders bevorzugt als Nassschiebebild aufgebracht. Die Farbe weist im Wesentlichen eine keramische Farbbasis auf. Die Beschichtung ist durch die genannten Drucktechniken in industriellem Maßstab kostengünstig herstellbar.

Ebenfalls besonders bevorzugt sind durch die Beschichtung erhabene Beschichtungsbereiche gebildet. Der Griffbereich erhält so gegebenenfalls eine zusätzlich strukturierte Oberfläche, die beispielsweise die Rutschhemmung weiter verbessert. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, durch die erhabenen Bereiche zusätzlich zur Rutschhemmung ertastbare Informationen darzustellen, beispielsweise Informationen in einer Blindenschrift.

In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Gestaltung des rutschhemmenden Griffbereichs durch die Aufrauung und/oder durch die Beschichtung gebildet. Die Herstellung einer Dekoration, eines Musters, eines Bildes, einer optisch und/oder taktil wahrnehmbaren Information in Form von Schrift und/oder Symbolen, einer Werbebotschaft, oder einer Kombination dieser Möglichkeiten durch Aufrauung und/oder durch Beschichtung kann so beispielsweise vorteilhaft genutzt werden, neben einer ansprechenden oder nützlichen Gestaltung eine Verbesserung der Handhabbarkeit des Gefäßes zu erreichen.

Das Gefäß kann aus Glas, Kunststoff, Steingut, Porzellan, oder Papier bestehen.

Bevorzugt ist das Gefäß eine Tasse, eine Kanne oder ein Krug, wobei das Gefäß einen Henkel aufweist und wobei zumindest der Henkel den rutschhemmenden Griffbereich bildet. Es ist besonders vorteilhaft, bei einem Gefäß mit einem Henkel, diesen neuerungsgemäß als rutschhemmenden Griffbereich auszuführen. Unabhängig von der Größe des Gefäßes ist es für einen Benutzer vorteilhaft möglich, einen rutschhemmenden Henkel sicherer zu halten, beispielsweise bei einer kleinen Tasse, deren Henkel beispielsweise nur mit den Fingerspitzen greifbar ist oder auch bei einem relativ schweren Krug.

Ebenfalls bevorzugt ist das Gefäß ein Stielglas, wobei der rutschhemmende Griffbereich an dem Stiel angeordnet ist, vorzugsweise in einem oberen Teilbereich des Stiels. Es ist besonders vorteilhaft, den Stiel eines Stielglases zumindest teilweise rutschhemmend auszuführen, da beispielsweise der relativ dünne Stiel dadurch sicherer zu halten ist.

Weiterhin ist das Gefäß vorzugsweise ein Trinkbecher mit zylindrischer oder kegelstumpfförmiger Mantelfläche, wobei die Mantelfläche vollständig oder teilweise als rutschhemmender Griffbereich vorgesehen ist, wobei besonders bevorzugt der rutschhemmende Griffbereich in einem unteren Teilbereich der Mantelfläche angeordnet ist. Trinkgefäße ohne speziell als Griffbereich ausgestaltete Bereich weisen so in vorteilhafter Weise einen neuerungsgemäßen, rutschfesten Griffbereich auf.

Nachfolgend wird die Neuerung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die beispielhaften Darstellungen schränken den allgemeinen Neuerungsgedanken nicht ein.

1 zeigt ein neuerungsgemäßes Trinkgefäß als Stielglas.

2 zeigt das Trinkgefäß aus 1 in einer alternativen Ausführung.

3 zeigt eine dritte Variante des Trinkgefäßes nach 1.

4 zeigt ein Detail der Ausführungsform nach 3.

In der 1 ist ein neuerungsgemäßes Trinkgefäß als Stielglas dargestellt. Stielgläser werden häufig auch als Kelch oder Pokal bezeichnet. Als Mantelfläche 1 des Trinkgefäßes wird hier der gesamte nach außen weisende Oberflächenbereich bezeichnet, als prinzipiell jeder Teil der Oberfläche, der nicht mit dem Füllgut in Kontakt kommt. Die Mantelfläche 1 des Stielglases weist einen Behälterbereich 7 auf, der zur Aufnahme eines Getränks oder einer Flüssigkeit dient, und der auf einem Stiel 6 angeordnet ist, wobei der Stiel 6 relativ zum Behälterbereich 7 einen deutlich geringeren Durchmesser aufweist. Ein Fuß 8 ist daher erforderlich, um einen sicheren Stand des Trinkgefäßes zu gewährleisten.

Ein oberer Teilbereich 6a des Stiels 6 weist einen Griffbereich 2 auf. Dieser Griffbereich 2 ist neuerungsgemäß rutschhemmend ausgeführt. Der rutschhemmende Griffbereich 2 weist dazu eine struktur- und/oder materialveränderte Oberfläche 3 und/oder eine Beschichtung 4 auf.

In der 2 ist der rutschhemmende Bereich 2 mit einer Dekoration versehen, die ein optisch ansprechendes Aussehen des Trinkgefäßes und des rutschhemmenden Bereichs 2 zu erreichen, der wiederum durch eine Aufrauung 3 und/oder eine Beschichtung 4 gebildet ist.

Anstelle des dargestellten Motivs können beliebige Gestaltungen gewählt werden, wie beispielsweise eine andere Dekoration, ein Muster, ein Bild, eine optisch und/oder taktil wahrnehmbare Information in Form von Schrift und/oder Symbolen, eine Werbebotschaft, oder eine Kombination dieser Möglichkeiten.

In der 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für das Stilglas dargestellt. Der rutschfeste Griffbereich 2 weist ein gepunktetes Muster auf. Die Punkte, die das Muster bilden, sind durch eine Beschichtung 4 gebildet. Diese kann beispielsweise mindestens eine Farbschicht aufweisen, die auf die Glasoberfläche aufgedruckt ist.

In der 4 ist ein Detail mit der Beschichtung 4 des Trinkgefäßes aus 3 im Schnitt dargestellt. Die durch die Beschichtung 4 gebildeten Punkte stellen gegenüber der Glasoberfläche erhabene Beschichtungsbereiche 5 dar, die die Rutschhemmung des rutschhemmenden Griffbereichs 2 verbessern können.

1Mantelfläche 2Rutschhemmender Griffbereich 3Struktur- und/oder materialveränderte Oberfläche 4Beschichtung 5Erhabener Beschichtungsbereich 6Stiel 6aOberer Teilbereich 7Behälterbereich 8Fuß

Anspruch[de]
  1. Gefäß zum Trinken und/oder Ausschenken von Flüssigkeiten und/oder Streugut, mit einer Mantelfläche (1 ), wobei die Mantelfläche (1) mehrere Teilbereiche (2, 6, 6a, 6b) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich als rutschhemmender Griffbereich (2) ausgebildet ist.
  2. Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rutschhemmende Griffbereich (2) als eine Dekoration, ein Muster, ein Bild, eine optisch und oder taktil wahrnehmbare Information in Form von Schrift und/oder Symbolen, eine Werbebotschaft, oder als eine Kombination dieser Möglichkeiten, gestaltet ist.
  3. Gefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rutschhemmende Griffbereich (2) eine zumindest teilweise materialveränderte und/oder strukturveränderte Oberfläche (3), vorzugsweise durch Ätzung und/oder Aufrauung aufweist.
  4. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der rutschhemmende Griffbereich zumindest teilweise mit einer Beschichtung (4) versehen ist.
  5. Gefäß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (4) mindestens eine durch Direktdruck und/oder Indirektdruck aufgebrachte Farbschicht auf Keramikbasis aufweist, wobei die Farbschicht beim Direktdruck vorzugsweise durch einen Sprühroboter, durch Siebdruck und/oder Flachdruck aufgebracht ist und wobei beim Indirektdruck die Farbschicht vorzugsweise als Nassschiebebild aufgebracht ist.
  6. Gefäß nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Beschichtung erhabene Beschichtungsbereiche (5) gebildet sind.
  7. Gefäß nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestaltung des rutschhemmenden Griffbereichs durch die Aufrauung (3) und/oder durch die Beschichtung (4) gebildet ist.
  8. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß aus Glas, Kunststoff, Steingut, Porzellan, oder Papier besteht.
  9. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß eine Tasse, ein Krug oder eine Kanne ist, wobei das Gefäß einen Henkel aufweist und wobei zumindest der Henkel den rutschhemmenden Griffbereich bildet.
  10. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß ein Stielglas ist, wobei der rutschhemmende Griffbereich (2) an dem Stiel (6) angeordnet ist, vorzugsweise in einem oberen Teilbereich (6a) des Stiels (6).
  11. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß ein Trinkbecher mit zylindrischer oder kegelstumpfförmiger Mantelfläche (1) ist, wobei die Mantelfläche (1) vollständig oder teilweise als rutschhemmender Griffbereich (2) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise der rutschhemmende Griffbereich in einem unteren Teilbereich der Mantelfläche (1) angeordnet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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