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Dokumentenidentifikation DE10023119B4 02.03.2006
Titel Fahrkomfort-optimierte Laufrollen einer Rolltreppe oder eines Rollsteiges
Anmelder Kone Corp., Helsinki, FI
Erfinder Weber, Ralf, Dr., 47057 Duisburg, DE
Vertreter Cichy, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 58332 Schwelm
DE-Anmeldedatum 11.05.2000
DE-Aktenzeichen 10023119
Offenlegungstag 29.11.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse B66B 23/14(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Laufrolle für eine Personenförderanlage, insbesondere für eine Rolltreppe oder einen Rollsteig gemäß gattungsbildendem Teil des ersten Patentanspruches.

Allgemein bekannt ist, die Laufrollen von Personenförderanlagen mit zylindrischen Laufflächen zu versehen, wobei die Laufrolle selber in der Regel aus einem homogenen Material (Gummi, Kunststoff) gebildet ist.

Der Fahrkomfort einer Rolltreppe bzw. eines Rollsteiges wird unter anderem durch die Geräuschentwicklung geprägt. Die Geräuschentwicklung ist im Allgemeinen dort am größten, wo sich bewegende Teile berühren bzw. aneinander gleiten. Bei den Laufrollen einer Rolltreppe oder eines Rollsteiges tritt dies beispielsweise beim Führungsbahnwechsel (Umlenkschalen, Übergangsbögen), beim Einlauf ins Kettenrad bzw. an Übergängen und Stoßstellen der Führungsbahnen auf.

Üblicherweise sind die Stufen bzw. Paletten bei Rolltreppen und Rollsteigen unmittelbar mit den Laufrollen verbunden, wobei infolge dieser Verbindung eine Geräuschverstärkung, beginnend mit der Führungsbahn in Richtung der Stufe bzw. Palette, einhergeht. Auf der Rolltreppe bzw. dem Rollsteig befindliche Fahrgäste nehmen diese Untergrundgeräusche wahr. Es werden akustische Inhomogenitäten erzeugt, die mit einem unregelmäßigen Maschinenlauf, d.h. mit Anzeichen eines erhöhten Anlagenverschleißes, einhergehen.

Der DE-A 681 918 ist eine Fahrtreppenstufe mit Laufrollen zu entnehmen. Die Laufrollen sind teils mit geräuschdämpfenden und teils mit druckfesteren Laufflächen versehen, wobei die geräuschdämpfenden Laufflächen die Belastungen an den Strecken geringen Drucks übertragen, während die Laufflächen aus druckfesterem Baustoff die Belastung in der oberen Transportstrecke auf Zusatzschienen oder dergleichen übertragen.

Im DE-Gebrauchsmuster 1 724 200 ist eine Fahrtreppe mit Stufenrollen beschrieben, deren Grundkörper mantelseitig einen geräuschdämpfenden Belag aufweist, der aus einem kautschuk-elastischen Kunststoff, beispielsweise aus Polyurethan besteht und im Wege des Gießens mit dem Grundkörper vereinigt ist.

Durch die DE-A 2 043 223 ist ein Rad bzw. eine Rolle bekannt geworden, das bzw. die vorzugsweise für Möbel oder Laboratoriums- oder medizinische Geräte eingesetzt werden soll. Das Rad bzw. die Rolle besteht aus Kunststoff, beispielsweise Polyurethan. Der zwischen Nabe und Laufring angeordnete Mittelsteg des Rades oder der Rolle ist im Verhältnis zur Shore-Härte des gewählten Kunststoffes so dimensioniert, dass er sich bei einer bestimmten Belastung verformt. Die Lauffläche kann leicht ballig ausgeführt werden.

Dem DE-Gebrauchsmuster 94 12 094 ist eine aus Kunststoff bestehende Laufrolle zu entnehmen, mit einer Buchse, mindestens einem Flansch und/oder Flanschsegment und von diesem getragener Felge, die mit elastischen Laufflächen ausgestattet ist, wobei die Außenfläche der Felge ein thermoplastisches Elastomer aufweist. Die Felge beinhaltet zentrisch verlaufende Nute, wobei in diese Nute jeweils ein aus einem thermoplastischem Elastomer gebildeter Reif mit die Tiefe der Nut überschreitende Höhe eingesetzt oder eingespritzt ist.

Der Stand der Technik beschreibt Laufrollen, die aus heterogenen Materialien zusammengesetzt sind und bedarfsweise sogar unterschiedliche Abrollebenen benötigen. Der Fertigungsaufwand ist als groß anzusehen, auch wenn bereits Geräusche gedämpft werden können.

Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, die Laufrollen einer Personenförderanlage, insbesondere einer Rolltreppe oder eines Rollsteiges, dahingehend zu optimieren, dass bei vereinfachtem Fertigungsaufwand im Bereich der Führungsbahnen entstehende Geräusche für die Rolltreppe bzw. den Rollsteig benutzende Fahrgäste nicht mehr als störend empfunden werden.

Dieses Ziel wird durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Patentanspruches erreicht.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist dem Unteranspruch zu entnehmen.

Durch die Integration von stoßdämpfenden Elementen im Bereich der Lauffläche der Laufrollen wird ein Zustand erreicht, der für die Rolltreppe bzw. den Rollsteig benutzende Fahrgäste geräuschmäßig nicht oder kaum mehr bewusst wahrgenommen wird.

Infolge der im laufflächennahen Bereich der Laufrolle vorgesehenen elastischen Elemente werden Stöße dergestalt abgefedert, dass damit verbundene Geräuschentwicklungen in Richtung der Stufen oder Paletten auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Stufen bzw. Paletten bei Belastung, d.h. bei Personenverkehr, nicht signifikant abgesenkt werden dürfen.

Die stoßdämpfende Funktion kann durch eine Reihe unterschiedlicher Lösungsmöglichkeiten realisiert werden.

Die Lauffläche der Laufrolle kann beispielsweise dergestalt profiliert werden, dass die Berührungsfläche des unbelasteten Systems klein ist, bezogen auf die Breite der Laufrolle selber. Die Profilierungen) ist dergestalt optimiert, dass sie sich bei einer definierten Last (nahezu) vollständig zurückverformt und somit die gesamte Breite der Laufrolle zum Tragen kommen kann. Letzteres verhindert ein zu starkes Absenken der Stufen bzw. Paletten im Belastungsfall.

Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

1a bis c Verschiedene Gestaltungsformen einer stoßgedämpften Laufrolle für eine Personenförderanlage.

Die 1a bis c zeigen Laufrollen 1, die mit radial außenliegenden Laufflächen 2 ausgestattet sind. Infolge Integration stoßdämpfender Elemente wird das Problem von Untergrundgeräuschen im Bereich einer Rolltreppe oder eines Rollsteiges gelöst. Die Laufflächen 2 der Laufrollen 1 sind dergestalt ausgeführt, dass Stöße abgefedert werden und die damit verbundene Geräuschentwicklung minimiert wird.

Die Beispiele a bis c zeigen unterschiedliche Varianten, die lediglich beispielhaft angeführt sind. Beispiel a zeigt zwei Erhebungen 3, 4, die im Bereich der Stirnflächen 5, 6 der Laufrolle 1 vorgesehen sind. Beispiel b zeigt eine etwa im mittleren Bereich der Laufrolle 1 vorgesehene Erhebung 10. Beispiel c zeigt mehrere, über die Breite der Laufrolle 1 sich erstreckende Erhebungen 11, die ggf. auf unterschiedlichen radialen Höhen vorgesehen sein können.

In allen, der in den Beispielen a bis c, angesprochenen Konstruktionen wird bei gleichem Material der Laufrolle 1 eine geringere Federsteifigkeit der vorstehenden Elemente 3, 4, 10, 11 realisiert. Die Lauffläche 2 wird durch unterschiedliche Maßnahmen dergestalt profiliert, dass die Kontaktfläche des unbelasteten Systems sehr klein ist, verglichen mit der Breite der Lauffläche 2. Durch diese Maßnahme wird bei gleichem Material eine geringere Federsteifigkeit des Laufflächenbereiches realisiert, wobei gewährleistet ist, dass die Profilierung(en) dergestalt vorgesehen ist bzw. sind, dass selbige sich bei einer definierten Last nahezu vollständig zurückverformt bzw. zurückverformen, so dass im wesentlichen die gesamte Rollenbreite zum Tragen kommen kann. Letzteres verhindert ein zu starkes Absenken der Stufen bzw. Paletten unter Belastung.


Anspruch[de]
  1. Laufrolle für eine Personenförderanlage, insbesondere für eine Rolltreppe oder einen Rollsteig, mit einer Lauffläche (2), die stoßdämpfende Elemente (3, 10, 11, 14) beinhaltet, dadurch gekennzeichnet, dass bei gleichem Material die Federcharakteristik der elastisch ausgebildeten Elemente (3, 10, 11, 14) unterschiedlich zu derjenigen der Laufrolle ist, wobei der bzw. die Kontaktflächenbereich(e) der Lauffläche im unbelasteten Zustand, bezogen auf die tatsächliche Laufflächenbreite, gering ist bzw. sind, dass die Elemente (3, 10, 11, 14) eine geringere Federsteifigkeit als die Laufrolle (1) aufweisen, und dass die stoßdämpfenden Elemente (3, 10, 11, 14) durch mindestens eine über die Lauffläche (2) hervorstehende Erhebung gebildet sind.
  2. Laufrolle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere beabstandete ggf. auf unterschiedlichen Radien vorgesehene Erhebungen (3, 4, 10, 11).
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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