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Dokumentenidentifikation DE102004042827A1 02.03.2006
Titel Backofen sowie Verfahren zum Betrieb desselben
Anmelder E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, 75038 Oberderdingen, DE
Erfinder Röhrle, Tobias, 75057 Kürnbach, DE;
Seidler, Christian, 75015 Bretten, DE;
Riffel, Michael, Dr., 75038 Oberderdingen, DE;
Seeburger, Rolf, 75038 Oberderdingen, DE;
Schinko, Herbert, 75038 Oberderdingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 27.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004042827
Offenlegungstag 02.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse F24C 15/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt einen Backofen (10) mit einer Backmuffel (12), die eine Backmuffeldecke (14) mit Heizung (40) und einen Backmuffelboden (46) mit Heizung (38) aufweist. Zur Reduzierung der Backmuffelgröße ist entweder Backmuffeldecke (14) oder Backmuffelboden (46) vertikal bewegbar. So ist eine zeit- und energiesparende Garung von Gargütern möglich.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Backofen mit einer Backmuffel, wenigstens einer Backmuffeldecke und einem Backmuffelboden, ebenso ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Backofens.

Ein derartiges Gargerät ist beispielsweise aus der DE 100 59 656 A1 bekannt. Darin wird ein Gargerät mit einer Gargerätemuffel beschrieben, das einen Garraum aufweist, in dem ein Oberhitzenheizkörper und ein Unterhitzenheizkörper angeordnet sind. Der Unterhitzenheizkörper ist unter einer Auflagefläche befestigt und bildet eine Energiequelle, die mit einer Hubvorrichtung so bewegt werden kann, dass sie in den Garraum hinein ragt. Dadurch befindet sich das Gargut näher am Heizkörper. Es zeigt sich hier jedoch nachteilig, dass die Hubvorrichtung offen liegt und frei zugänglich ist, wodurch diese leicht verschmutzen und in Folge dessen funktionsuntüchtig werden kann.

Aufgabe und Lösung

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Backofen sowie eine Betriebsverfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, um energie- und zeitsparend zu garen, sowie eine Anpassung der Position des Oberhitzenheizkörpers zum Backgut zu ermöglichen.

Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Backofen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht. Merkmale, die für den Backofen und das Verfahren gleichermaßen gelten, werden im folgenden zum Teil nur einmal beschrieben, treffen jedoch unabhängig voneinander für beide zu.

Erfindungsgemäß ist die Position der Backmuffeldecke vertikal relativ zu einem Backmuffelboden veränderbar. Durch die Bewegung der Backmuffeldecke vertikal relativ zum Backmuffelboden ist es nicht mehr nötig für ein flaches Gargut, wie beispielsweise eine Pizza, ein großes Garraumvolumen zu beheizen, in dem ein hohes Gargut, wie beispielsweise eine Gans, gegart werden kann. Da bei flachem Gargut somit nur ein kleines Garraumvolumen zu beheizen ist, dauert das Vorheizen bis zum Erreichen der Betriebstemperatur deutlich kürzer. Die Erfindung erlaubt ein energie- und zeitoptimiertes Garen.

Die Backmuffeldecke oder der Backmuffelboden ist vorteilhaft, um vertikal bewegt werden zu können, an wenigstens einer ihrer umlaufenden Seiten gelagert. Vorteilhafterweise ist dies entweder die der Backmuffelrückwand zugewandte Seite oder wenigstens eine der den Backmuffelseitenwänden zugewandten Seiten. Die Lagerung kann innerhalb oder außerhalb der Backmuffel erfolgen. Je nach Art der Lagerung müssen entsprechende Ausformungen oder Befestigungsmöglichkeiten an der Backmuffeldecke, den Seiten und/oder Rückwänden vorgesehen sein.

Es ist auch denkbar, nicht die Backmuffeldecke, sondern den Backmuffelboden, oder aber sowohl die Backmuffeldecke als auch den Backmuffelboden vertikal beweglich zu gestalten. Dadurch, dass vorzugsweise nur die Backmuffeldecke beweglich gestaltet ist, kann auf eine aufwändige und kostenintensive Abdichtung des Backmuffelbodens, beispielsweise gegen Krümel oder Bratensaft, verzichtet werden. Eine Abdichtung, die für eine weitgehende Dichtigkeit des Garraums nach außen sorgt, ist relativ leicht zu bewerkstelligen mit flexiblen Dichtungen, beispielsweise auch aus Glasfasergewebe odgl. Durch eine Abdichtung der bewegbaren Backmuffeldecke oder des -bodens kann in entsprechender Weise der Garraum bzw. sein Volumen entsprechend reduziert werden, ohne dass Wärmeverluste in das nicht benötigte Backraumvolumen zu verzeichnen sind.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist im Bereich der Backmuffeldecke ein Oberhitzenheizkörper angeordnet. Der Oberhitzenheizkörper kann dabei unter, in oder über, an oder in der Nähe der Backmuffeldecke angeordnet sein, wobei die Unterseite der Backmuffeldecke die dem Backmuffelboden und dem Gargut zugewandte Seite der Backmuffeldecke ist.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Position der Backmuffeldecke bei geschlossener Backofentür des Backofens veränderbar. Dadurch geht keine Wärme durch die geöffnete Backofentür verloren. Auch wird die Verletzungsgefahr für eine Bedienperson durch Verbrennungen oder Verbrühungen deutlich verringert. Alternativ kann der Backmuffelboden angehoben oder gesenkt werden. Wegen Dichtigkeitsproblemen am Rand des Bodens wird jedoch die Bewegung der Backmuffeldecke bevorzugt.

Es ist dennoch ebenfalls möglich, dass die Positionsveränderung durch eine Bedienperson in der Art vorgenommen wird, dass diese die Backmuffeldecke aus der ursprünglichen Position in der Backmuffel entfernt und in die neue Position in der Backmuffel überführt. Dazu können an den Seitenwänden der Backmuffel beispielsweise Schienen oder Auflagepunkte vorgesehen sein, auf die die Backmuffeldecke einschieb- und/oder auflegbar ist.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Positionsveränderung der Backmuffeldecke manuell vorgenommen werden. Vorzugsweise wird die manuelle Positionsveränderung mit von außerhalb der Backmuffel erreichbaren Betätigungsmitteln ausgelöst, beispielsweise durch einen Knopf oder eine Taste bzw. einen Dreh- oder Schieberegler, mit dem ein Antrieb direkt oder über eine separate Steuerung angesteuert wird.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die vertikale Positionsveränderung der Backmuffeldecke automatisiert bzw. von außen steuerbar. Durch das Vorsehen einer derartigen Positionsveränderung wird die Verletzungsgefahr durch Verbrennungen oder Verbrühungen für eine Bedienperson noch weiter verringert.

Weiterhin ist es beispielsweise möglich, ein bestimmtes Gargut aus einer vorprogrammierten Liste vorzuwählen, die Teil einer Backofensteuerung ist, worauf die Backmuffeldecke automatisch in die entsprechende Position verfahren wird. Auch kann eine Positionsveränderung in einer zeitlichen Abfolge vorgesehen werden, die frei wählbar oder programmierbar ist. So kann beispielsweise ein Braten erst langsam, mit einem ersten Abstand zwischen Muffeldecke beziehungsweise Oberhitzenheizkörper und Gargut gegart und zum Abschluss, mit einem zweiten, kleineren Abstand zwischen Muffeldecke beziehungsweise Oberhitzenheizkörper und Gargut mit einer Kruste versehen werden.

In einer Ausgestaltung der Erfindung verändert sich die Position der Backmuffeldecke oder des Bodens in Abhängigkeit eines Sensorsignals eines geeigneten Sensors für den Zustand des Garguts und/oder die Höhe des Garguts. Ein geeigneter Sensor kann hierbei ein Temperatur- und/oder ein Farbsensor, aber auch beispielsweise eine Lichtschranke oder ein Ultraschallsensor sein. Die an eine Steuerung oder Regelung angeschlossenen Sensoren detektieren beispielsweise die Höhe des Garguts, woraufhin die Backmuffeldecke aus einer Ruheposition, die im Bereich des Bedienfeldes des Backofens vorgesehen ist, entsprechend verfahren wird. Detektieren die Sensoren nach einer gewissen Garzeit, dass sich auf dem Gargut eine bestimmte Verfärbung oder eine Kruste gebildet oder die Gargutkerntemperatur einen bestimmten Wert erreicht hat, wird die Backmuffeldecke in eine vom Gargut entfernte Position verfahren. Zusätzlich kann dann auch noch die Backtemperatur gesenkt werden, um dann beispielsweise das Gargut nur noch warm zu halten.

In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht ein von der vertikalen Positionsveränderung der Backmuffeldecke oder des Bodens unabhängiger elektrischer Anschluss an dem Oberhitzenheizkörper der Backmuffeldecke, vorzugsweise durch wenigstens eine zumindest teilweise flexible Leitung, die im wesentlichen außerhalb der Backmuffel verläuft. Dadurch kann die vertikale Position der Backmuffeldecke verändert werden, ohne dass der elektrische Anschluss manuell nachgeführt werden muss, da er permanent besteht. Der elektrische Anschluss kann als fest angeschlossenes Kabel oder als Stromschiene beispielsweise mit Schleifkontakten ausgeführt sein. Dadurch, dass die Kabel oder auch die Stromschienen im wesentlichen außerhalb der Backmuffel angeordnet sind, sind diese vor Verschmutzung oder Beschädigung geschützt. Gleiches gilt für den ungewollten Eingriff mit einer Hand.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Heißluftbetrieb vorgesehen, in dem die Heißluft durch eine Anzahl von Heißlufteinströmöffnungen in den Garraum eingebracht wird, die über die Seitenwände und/oder die Rückwand der Backmuffel verteilt sind. Dabei sind die Heißlufteinströmöffnungen abhängig von der vertikalen Position der Backmuffeldecke verschließbar und der Heißluftvolumenstrom ist steuerbar. Die verwendete Heißluft wird mit einem Heißluftgebläse durch die verschließbaren Heißlufteinströmöffnungen in den Backmuffelrück- und/oder -seitenwänden in den Garraum eingebracht. Ist die Backmuffeldecke beispielsweise in eine Position verfahren, in der sie sich im unteren Drittel der Backmuffel befindet, ist es unnötig den oberen Bereich der Backmuffel zu beheizen. Dies kann durch Verschlussvorrichtungen an den Heißlufteinströmöffnungen vermieden werden, die automatisch oder manuell eine entsprechende Anzahl an Heißlufteinströmöffnungen verschließen. Dieser Vorgang geschieht vorzugsweise synchron zur Positionsveränderung der Backmuffeldecke. Als Verschlussvorrichtung können beispielsweise einzelne Klappen oder eine Art Rollo dienen. Ebenso kann die Zuführung der Heißluft an die Öffnungen selektiv gesteuert und verändert werden. Dazu können Kanäle oder Düsen Verwendung finden.

Mit der steigenden Anzahl verschlossener Heißlufteinströmöffnung steigt der Heißluftvolumenstrom, der durch die einzelne Heißlufteinströmöffnung fließen muss. Daher ist das Heißluftgebläse, und somit der Heißluftvolumenstrom, durch eine Vorrichtung steuer- und/oder regelbar.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Position der Backmuffeldecke mit einer Spindel veränderbar. Ein Spindelantrieb stellt einen einfachen und zuverlässigen Linearantrieb dar. Die senkrecht verlaufende Spindel, wie auch alle anderen möglichen Antriebe, ist vorzugsweise außerhalb der Backmuffel vorgesehen, so dass keine für die Bewegung genutzten Teile innerhalb der Backmuffel angeordnet sind. Dadurch sind diese vor Verschmutzung und/oder Beschädigung geschützt und so weniger störungsanfällig. Wenn mehrere Spindeln Verwendung finden, können deren Rotationsbewegungen vorteilhaft synchronisiert sein. Damit wird vermieden, dass ich die Backmuffeldecke bei einer Vertikalbewegung verkantet. Die Backmuffeldecke ist mit wenigstens einer Spindelmutter an der Spindel befestigt und wird beim Verdrehen der Spindel nach oben oder unten bewegt.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Position der Backmuffeldecke oder des Bodens mit einer Kette oder einem Seil veränderbar. Neben einer Kette oder einem Seil ist noch jedes weitere biegeschlaffe Element, wie beispielsweise ein Riemen, sowohl in einer umlaufenden Schleife als auch einseitig gezogen und bogenartig denkbar.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Position der Backmuffeldecke mit einer mechanischen Vorrichtung, vorzugsweise einem Scherengelenk veränderbar. Durch das Scherengelenk ist mit nur einem Antrieb auf eine einfache Art eine synchronisierte und gleichmäßige vertikale Positionsveränderung der Backmuffeldecke möglich.

Weiters können selbstangetriebene Einrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise Linearmotoren oder Hubzylinder.

In einem Verfahren zum Betrieb eines vorstehend beschriebenen Backofens wird die Höhe des in die Backmuffel eingebrachten Garguts erkannt, die Position der Backmuffeldecke entsprechend der Höhe des Garguts verändert. So wird der Garvorgang beziehungsweise der Gargutzustand und die davon abhängige Positionsveränderung der Backmuffeldecke überwacht. Ein solches Verfahren zum stets gleichmäßigen Erwärmen bzw. Garen von Gargut durch jeweils angepasste Positionierung kann beispielsweise in einer Steuerung oder Regelung des Backofens implementiert werden. Es kann als eine Art Automatikfunktion von einer Bedienperson ausgewählt werden. Für ein solches automatisches Verfahren ist es entweder möglich, die Sensordaten permanent bzw. laufend zu ermitteln und die Position der Backmuffeldecke nachzuregeln. Alternativ kann dies in gewissen Zeitabständen erfolgen, welche im Bereich von wenigen Sekundenbruchteilen bis zu einigen Minuten liegen können. Üblicherweise sind Garvorgänge mit Zeitkonstanten versehen, die eine Nachregelung oder neue Positionierung notwendig machen können.

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine teilweise geschnittene Frontansicht des erfindungsgemäßen Backofens mit einer in der Vertikalen positionsveränderlichen Backmuffeldecke und

2 eine geschnittene Seitenansicht des in 1 dargestellten Backofens.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen

1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Backofen 10 mit einer zumindest teilweise als Garraum dienenden Muffel 12 und einer höhenverstellbaren Muffeldecke 14. Der Backofen 10 weist einen im wesentlichen herkömmlichen Aufbau auf. Die an einer Seite offene Muffel 12 des Backofens 10 ist über eine Klappe 16 zugänglich und mit dieser auch verschließbar.

Oberhalb der Muffel 12 ist eine Bedieneinrichtung 18 vorgesehen, mit der die Temperatur in der Muffel 10, die Beheizungsart, wie beispielsweise eine Ober- und/oder eine Unterhitze, eine Heißluftvorrichtung oder einen Grill, und eventuell weitere, nicht dargestellte Kocheinrichtungen, wie Herdplatten, eingestellt werden können. Dazu sind im nicht näher bezeichneten Frontpaneel der Bedieneinrichtung 18 beispielsweise Drehwahlschalter 20 vorgesehen.

Die beispielhafte Muffel 12 kann mit einem Unterhitzenheizkörper 38, der unterhalb eines Muffelbodens 46 angeordnet ist, einem Oberhitzenheizkörper 40, der an einer dem Muffelboden 46 zugewandten Seite der Muffeldecke 14 angeordnet ist, oder mit Heißluft beheizt werden. Die Anschlussleitung 64 zum Oberhitzenheizkörper 40 verläuft außerhalb der Backmuffel 12, ist flexibel beweglich und der Backmuffeldeckenposition ohne manuelles Eingreifen nachführbar.

Eine manuelle vertikale Positionsveränderung der Muffeldecke 14 kann mit je einem Taster 22 für die Aufwärtsbewegung und einem Taster 24 für die Abwärtsbewegung vorgenommen werden. Die Einstellungen der Wahlschalter 20 und der Zustand der Taster 22, 24 werden über Eingangskabeladern 26 an ein Steuergerät 28 weitergeleitet und in diesem verarbeitet. Die Steuerbefehle, die das Steuergerät 28 aus den Eingangssignalen errechnet, die in einem Automatik-Modus auch von Sensoren 66 stammen können, wie beispielsweise Temperaturfühler oder Gargutzustandssensoren, werden mit Ausgangskabeln oder Ausgangskabeladern 30 an Heizvorrichtungen geleitet. Die Heizvorrichtungen beheizen die Muffel 12 oder nicht dargestellte Kochplatten. Weiterhin werden mit den Steuerbefehlen Stellmotoren 32 angesteuert, die im einem von der Klappe 16 entfernten Bereich innerhalb des Backofens 10 und außerhalb der Muffel 12 angeordnet sind. Sie treiben synchronisiert je eine Spindel 34 an. An ihrer freien, dem Stellmotor 32 abgewandten Seite sind die Spindeln 34 je in einer Führungseinrichtung 36 gelagert.

Die Spindeln 34 nehmen je wenigstens eine nicht dargestellte Mutter auf, die in einem hinteren Bereich 50 der Muffeldeckenseiten 48 vorgesehen und fixiert sind und die zur Umwandlung der Rotationsbewegung der Spindel in eine Vertikalbewegung der Muffeldecke 14 genutzt werden. Die vorderen Bereiche 52 der Muffeldeckenseiten 48 sind je mit einem Aufnahmestück 54 gleitend in je einer Führungsschiene 56 so gelagert, dass eine Vertikalbewegung der Aufnahmestücke 54 ermöglicht ist. Dabei sind die Führungsschienen 56 im vorderen, der Klappe 16 zugewandten Bereich des Backofens 10, außerhalb der Muffe 12 angeordnet.

Eine Rückwand 58 und die Seitenwände 60 der Muffel 12 weisen Öffnungen 42 auf, durch die mit einem nicht dargestellten Gebläse Heißluft in den Garraum 62 der Muffel 12 eingeblasen wird. Da sich durch die bewegliche Muffeldecke 14 der Garraum 62 mit dem Ziel, Energie und Zeit zu sparen, verkleinern oder vergrößern lässt, werden die Öffnungen 42 in Abhängigkeit der Muffeldeckenposition mit Kläppchen 44 durch eine nicht näher dargestellte Mechanik verschlossen. Weiterhin wird die Umwälzleistung des Gebläses entsprechend der Anzahl der verschlossenen Öffnungen 42 verringert.


Anspruch[de]
  1. Backofen mit einer Backmuffel (12), wenigstens einer Backmuffeldecke (14) und einem Backmuffelboden (46), dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) vertikal relativ zu dem Backmuffelboden (46) veränderbar ist.
  2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Backmuffeldecke (14) vertikal bewegbar ist.
  3. Backofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abdichtung vorgesehen ist zwischen den Seitenwänden der Backmuffel und dem bewegbaren Backmuffelboden (46) oder der bewegbaren Backmuffeldecke (14), wobei die Abdichtung vorzugsweise an dem bewegbaren Teil angeordnet ist.
  4. Backofen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Backmuffeldecke (14) ein Oberhitzenheizkörper (40) angeordnet ist.
  5. Backofen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) bei verschlossener Backofentür (16) des Backofens (10) veränderbar ist.
  6. Backofen nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine manuell vornehmbare vertikale Positionsveränderung der Backmuffeldecke (14).
  7. Backofen nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine steuerbare oder automatisierte vertikale Positionsveränderung der Backmuffeldecke (14).
  8. Backofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Position der Backmuffeldecke (14) in Abhängigkeit eines Sensorsignals eines geeigneten Sensors (66) für den Gargutzustand des Garguts und/oder die Höhe des Garguts verändert.
  9. Backofen nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen elektrischen Anschluss an den Oberhitzenheizkörper (40) der Backmuffeldecke (14), der unabhängig von der vertikalen Position der Backmuffeldecke (14) besteht, vorzugsweise durch wenigstens eine zumindest teilweise flexible Leitung, die im wesentlichen außerhalb der Backmuffel (12) verläuft.
  10. Backofen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Heißluftbetrieb vorgesehen ist, wobei die Heißluft durch eine Anzahl von Heißlufteinströmöffnungen (42), die über die Seitenwände (60) und/oder die Rückwand (58) der Backmuffel (12) verteilt sind, in den Garraum (62) einbringbar ist, und dass die Anzahl von Heißlufteinströmöffnungen (42) abhängig von der vertikalen Position der Backmuffeldecke (14) verschließbar sind und der Heißluftvolumenstrom steuerbar ist.
  11. Backofen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) oder des Backmuffelbodens (46) mit wenigstens einer Spindel (34) veränderbar ist.
  12. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) oder des Backmuffelbodens (46) mit wenigstens einer Kette oder wenigstens einem Seil veränderbar ist.
  13. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) oder des Backmuffelbodens (46) mit wenigstens einer mechanischen Vorrichtung, vorzugsweise einem Scherengelenk, veränderbar ist.
  14. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Backmuffeldecke (14) oder des Backmuffelbodens (46) mit einer selbstangetriebene Einrichtungen veränderbar ist, vorzugsweise einem Linearmotor oder einem Hubzylinder.
  15. Verfahren zum Betrieb eines Backofens nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Erkennen der Höhe des in die Muffel (12) eingebrachten Garguts, durch die vertikale Positionsveränderung der Backmuffeldecke (14) entsprechend der Höhe des Garguts, durch das Überwachen des Garvorgangs und des Gargutzustands und die davon abhängige Bewegung der Backmufteldecke (14).
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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