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Dokumentenidentifikation DE69634091T2 02.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000861035
Titel GEFÄRBTE GELEE-ÄHNLICHE SUBSTANZ, VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG UND DIESE ENTHALTENDE ZUSAMMENSETZUNG
Anmelder Bush Boake Allen Inc., Montvale, N.J., US
Erfinder LEWIS, A., James, Park Ridge, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69634091
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.01.1996
EP-Aktenzeichen 969034131
WO-Anmeldetag 26.01.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/00313
WO-Veröffentlichungsnummer 0096022701
WO-Veröffentlichungsdatum 01.08.1996
EP-Offenlegungsdatum 02.09.1998
EP date of grant 22.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse A23L 1/05(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A23L 1/054(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A23L 1/072(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A23L 1/275(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Dies ist die Teilfortführung einer mitanhängigen US-Patentanmeldung, eingereicht am 27. Januar 1995, mit dem Titel „Gefärbte Gelee-ähnliche Substanz, Verfahren zur Herstellung und diese enthaltende Zusammensetzung."

Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft allgemein Gelee-ähnliche Substanzen und im Besonderen eine farbige, Gelee-ähnliche Substanz, die in eine flüssige Zusammensetzung eingebracht werden kann.

Hintergrund der Erfindung

Gelee-enthaltende Getränke (Jelly drinks) sind schon seit langem bekannt. Schwarzgrass Jelly Drink (Black Grass), z. B. ist ein traditionelles chinesisches Gelee-enthaltendes Getränk. Dies führte zu der Idee, dass Teile oder Stückchen einer Gelee-ähnlichen Substanz in einer flüssigen Zusammensetzung verwendet werden können, um sie optisch attraktiv zu machen und ihr Struktur oder andere ästhetische Vorzüge zu geben.

Gelee-ähnliche Substanzen des nachstehend erläuterten Typs sind hydratisierte Hydrokolloide, die in flüssige Zusammensetzungen eingebracht werden können. Insbesondere sind flüssige Getränke üblicherweise sauer und haben gewöhnlich einen pH-Wert zwischen etwa 2.5 und 6.0.

Die Japanische Patentanmeldung Nr. 03130061, eingereicht am 3. Juni 1991, offenbart Herstellungsverfahren für saure Getränke, die ein Gel beinhalten. Die darin offenbarten Gelpartikel sind transparent und sind z. B. in Fruchtsaft- oder Kaffeegetränken suspendiert.

Es ist schwierig, Gelee-ähnliche Substanzen, die in Getränke eingebracht werden sollen, zu färben, da die Farbe in die umgebende Flüssigkeit auslaufen kann.

Besonders wasserlösliche Farbstoffe, die zum Färben der Gelee-ähnlichen Substanzen benutzt werden könnten, können bei einen sauren pH-Wert in das umgebende Getränk eindringen.

Da die einzigen künstlichen Farbstoffe, die in den USA zum allgemeinen Gebrauch in der Lebensmittelindustrie erlaubt sind, wasserlöslich sind, sind künstliche Farbstoffe zum Färben von Gelee-ähnlichen Substanzen nicht sinnvoll.

Seefarben sind wasserlösliche Farben, die auf einem Aluminiumhydroxid-Träger ausgefällt wurden. Sie gelten generell als wasserunlöslich. Dennoch sind Seefarben nur bei neutralem pH-Wert wasserunlöslich. Bei einem niedrigem pH-Wert, so wie er in den meisten Getränken herrscht, löst sich das Aluminiumoxid und die wasserlösliche Farbe diffundiert in das umgebende, flüssige Getränk.

Es wäre deshalb wünschenswert, einen stabilen Farbstoff in die Gelee-ähnliche Substanz einzubringen, so dass die Gelee-ähnliche Substanz in die flüssige Zusammensetzung bei saurem pH-Wert eingebracht werden kann.

Es ist deshalb das Ziel dieser Erfindung, gefärbte, Gelee-ähnliche Substanzen bereitzustellen, deren Farbe stabil ist, wenn die Substanz in eine flüssige Zusammensetzung mit saurem pH-Wert eingebracht wird.

Andere Ziele und Vorteile der Erfindung sind zum Teil offensichtlich und sind zum Teil aus der genaueren Beschreibung ersichtlich.

Zusammenfassung der Erfindung

Allgemein gesagt, es wird eine Gelee-ähnliche Substanz, in die eine wasserunlösliche Farbe eingebettet ist, bereitgestellt. Die gefärbte Gelee-ähnliche Substanz wird in eine flüssige Zusammensetzung mit einem sauren pH-Wert zwischen etwa 2,5 und 6,0 eingebracht, wobei die Farben in der Gelee-ähnlichen Substanz eingebettet bleiben.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssige Zusammensetzung gemäß Anspruch 1.

Die Erfindung umfasst folglich Zusammensetzungen, die die Merkmale, Eigenschaften und das Verhältnis der Komponenten untereinander besitzen, zusammen mit verschiedenen Schritten und der Beziehungen von einem oder mehreren dieser Schritte zu jedem der anderen Schritte, die in der folgenden detaillierten Offenbarung durch Beispiele veranschaulicht werden. Der Schutzumfang wird in den Patentansprüchen angezeigt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Erfindung betrifft Gelee-ähnliche Substanzen, in die wasserunlösliche Farbstoffe eingebettet sind. Die nachfolgend benutzte Bezeichnung „Gelee-ähnliche Substanz" bezieht sich im weiten Sinn auf alle hydratisierten Hydrokolloide.

Gelee-ähnliche Substanzen, die zum Einbringen in flüssige Zusammensetzungen in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind solche, die irreversibel gelieren.

Solche Gelee-ähnlichen Substanzen können durch Mischen von Wasser mit geeigneten Geliermitteln hergestellt werden, um eine flüssige Zusammensetzung zu bilden. Die flüssige Zusammensetzung kann durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen zum Gelieren gebracht werden. Alternativ dazu kann die flüssige Zusammensetzung durch Reaktion der Zusammensetzung mit mono- oder divalenten Ionen wie Calcium- oder Natriumionen zum Gelieren gebracht werden.

Das Wasser muss trinkbar sein und liegt in einer Menge zwischen etwa 80 und 99,8 % Gewichtsprozent bezogen auf die Substanz vor.

Geeignete Geliermittel beinhalten, ohne darauf begrenzt zu sein, Gellan-Gummi, Xanthan-Gummi, Johannisbrotkernmehl, Pektin, Alginate, Karragheene, Stärken, Gelatine und deren Mischungen. Das Geliermittel wird in einer Menge zwischen etwa 0,1 und 5 Gew.-% bezogen auf die Substanz, vorzugsweise zwischen etwa 0,2 und 1 Gew.-%, eingesetzt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Gellan-Gummi in einer Menge zwischen etwa 0,1 und 0,5 Gew.-% bezogen auf die Substanz, vorzugsweise zwischen 0,2 % und 0,4 Gew.-% eingesetzt.

Gelee-ähnliche Substanzen, die aus Gellan-Gummi hergestellt werden, sind weich und zerfallen im Mund sofort. Außerdem sind diese Substanzen pasteurisierbar, da sich die Substanz beim Erhitzen nicht wieder löst. Schließlich kann die Textur der Gelee-ähnlichen Substanz noch durch Variieren der Anteile von anderen Geliermitteln, die zusätzlich zum Gellan-Gummi verwendet werden, und anderer Komponenten der Substanz verändert werden.

Andere wasserlösliche Komponenten, die in die Gelee-ähnliche Substanz eingebracht werden können, beinhalten zum Beispiel Süßstoffe, Säuren, Ionenlieferer oder Puffer, Sequestriermittel, Konservierungsmittel und ähnliches. Die Textur der Gelee-ähnlichen Substanz ist abhängig von den Substanzkomponenten und ihren Anteilen. Sie wird gemessen, indem man Standards für Elastizität, Sprödigkeit, Härte, Modul und Kohäsion prüft.

Es können zum Beispiel kohlenhydrathaltige Süßstoffe zur Unterstützung in der Dispersion des Geliermittels eingesetzt werden. Der Süßstoff kann außerdem die Gelee-ähnliche Substanz schwerer machen, so dass Stücke des Gels nicht schwimmen, wenn sie in eine flüssige Zusammensetzung eingebracht werden.

Wenn Süßstoffe benutzt werden, erwägt die vorliegende Erfindung die Einbeziehung solcher Süßstoffe, die im Fachgebiet gut bekannt sind, darunter sowohl künstliche als auch natürliche Süßstoffe. So können Süßstoffe der folgenden, nicht begrenzenden Liste, ausgewählt werden: Zucker wie Saccharose, Glucose (Maissirup), Dextrose, Invertzucker, Fructose und deren Mischungen; Saccharin und dessen verschiedene Salze, wie das Calcium- oder das Natriumsalz; Cyclamsäure und deren verschiedene Salze, wie das Natriumsalz; die Dipeptid-Süßstoffe wie Aspartam; Dihydrochalcon, Glycyrrhizin, Stevia rebaudiana (Stevioside); und Zuckeralkohole wie Sorbit, Sorbitsirup, Mannit, Xylit und andere. Als weiterer Süßstoff wird auch der nicht-fermentierbare Zuckeraustauschstoff (hydriertes Stärkehydrolysat), der in U.S.-Reissue-Pat. Nr. 26959 beschrieben wird, erwogen. Möglich ist auch der synthetische Süßstoff 3,6-Dihydro-6-methyl-1-1,2,3-oxathiazin-4-on-2,2-dioxid, besonders dessen Kalium- (Acesulfam-K), Natrium- und Calciumsalze, die in der deutschen Patentschrift Nr. 2001017.7 beschrieben werden. Der Süßstoff kann fest oder gelöst verwendet werden. Wenn er eingesetzt wird, werden generell Mengen zwischen etwa 0,1 und 20 Gew.-% bezogen auf die Substanz unter Berücksichtigung der gewünschten physikalischen Eigenschaften der Gelee-ähnlichen Substanz verwendet.

Säuren können aus denen für Lebensmittel zugelassenen organischen Säuren ausgewählt werden. Zum Beispiel können Citronensäure, Maleinsäue, Weinsäure, Fumarsäure, Milchsäure und deren Mischungen benutzt werden. Wenn sie eingesetzt werden, liegt die Säure in einer Menge zwischen etwa 0,05 und 0,5 Gew.-% bezogen auf die Substanz vorzugsweise zwischen etwa 0,1 und 0,25 Gew.-% vor.

Ein Puffer kann aus den für Lebensmittel zugelassenen Puffersubstanzen ausgewählt werden, z. B. Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Calciumacetat und deren Mischungen. Der Puffer wird in Mengen zwischen etwa 0,02 und 0,2 Gew.-% bezogen auf die Substanz, vorzugsweise aber zwischen etwa 0,05 und 0,1 Gew.-% eingesetzt.

Sequestriermittel werden eingesetzt, wenn sie nötig sind, um das Ionenungleichgewicht, das im Wasser auftreten kann, auszugleichen. Solch ein Ionenungleichgewicht kann zu Schwierigkeiten im Gelierprozess, wie zum Ausbleiben der Gelbildung der flüssigen Zusammensetzung, die Wasser und Geliermittel enthält, führen oder ein verfrühtes Gelieren der Zusammensetzung bewirken.

Ein Konservierungsstoff wie Natriumbenzoat, Kaliumsorbat und deren Mischungen kann gegebenenfalls in der Substanz benutzt werden. Wenn er verwendet wird, liegt der Konservierungsstoff in einer Menge bis 0,1 Gew.-% vor.

Außerdem wird ein wasserunlöslicher Farbstoff zur Herstellung der Gelee-ähnlichen Substanz gemäß der Erfindung eingesetzt. Geeignete wasserunlösliche Farbstoffe umfassen, ohne darauf begrenzt zu sein, Annatto (gelb), Kurkumin (gelb), Beta-Karotin (gelb), Karmin (rot) und deren Mischungen.

Passende wasserunlösliche Farbstoffe können auch farbige Naturstoffe wie Fettharze und Pigmente sein. Beispielhafte Naturstoffe sind, ohne darauf beschränkt zu sein, Chlorophyll (grün), Titandioxid (weiß), Rußschwarz (schwarz), Kakaopulver (braun), Paprika (rot), Spinat (grün) und deren Mischungen.

Die wasserunlöslichen Farben werden generell als eine Suspension in Wasser oder in anderen geeigneten flüssigen Medien bereitgestellt.

Andere geeignete Medien beinhalten, ohne darauf beschränkt zu sein, Propylenglycol, Pflanzenöl, Ethylalkohol und andere. In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Suspension oder Emulsion mit etwa 1–10 Gew.-% wasserunlöslichem Farbstoff verwendet.

Der endgültige Gehalt an Farbstoff wird natürlich durch die endgültige gewünschte Farbe der Gelee-ähnlichen Substanz bestimmt. Ein Fachmann kann Veränderungen der Farbstoffmengen, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen, ohne weiteres ausführen. Im Allgemeinen bewegt sich der Gehalt an Farbstoff zwischen etwa 0,002 und 1 Gew.-% bezogen auf die Gelee-ähnliche Substanz, in Abhängigkeit von dem speziellen, wasserunlöslichen Farbstoff, der eingesetzt wird, und dem endgültigen Farbton, der gewünscht wird.

Beispielhafte Mengen von einigen wasserunlöslichen Farbstoffen, die in Betracht gezogen werden, reizvolle Farben zu erzeugen, liegen zwischen etwa 0,01 und 0,04 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Gelee-ähnlichen Substanz für Karmin, zwischen etwa 0,002 und 0,02 Gew.-% für Beta-Karotin bezogen auf das Gesamtgewicht der Gelee-ähnlichen Substanz und zwischen etwa 0,6 und 1 Gew.-% für Kakaopulver bezogen auf das Gesamtgewicht der Gelee-ähnlichen Substanz. Eine geringere Menge an wasserunlöslichem Farbstoff erzeugt natürlich eine hellere Endfarbe und eine größere Menge an wasserunlöslichem Farbstoff ergibt eine dunklere Endfarbe.

Um die farbige Gelee-ähnliche Substanz gemäß der Erfindung herzustellen, werden alle trockenen Stoffe außer dem Farbstoff gemischt und in Wasser gegeben. Das Wasser und das trockene Material werden gerührt, bis sich eine homogene Dispersion gebildet hat. Die Temperatur der Dispersion wird auf etwa 160° bis 190° F erhöht und bei dieser Temperatur gehalten, bis das Gummi vollständig hydratisiert ist. Die Lösung wird klar, wenn das Gummi vollständig hydratisiert ist.

Der wasserunlösliche Farbstoff wird in flüssiger Form zugegeben. Wenn nötig, wird eine geeignete Säure wie Citronensäure hinzugefügt, um den pH-Wert auf einen Wert zwischen etwa 3,5 und 4,0 einzustellen. Das Gemisch wird auf etwa 140° bis 150° F abgekühlt, in einen Behälter geschüttet und zum Absetzen stehen gelassen. Nachdem sich die Gelee-ähnliche Substanz gesetzt hat, kann sie mit den üblichen Mitteln in die gewünschte Form, die dem Fachmann bekannt sind, geschnitten werden. Die geschnittene, Gelee-ähnliche Substanz kann durch Hinzufügen eines Konservierungsstoffes wie Natriumbenzoat haltbar gemacht werden.

In einer anderen Ausführungsform wird die Gelee-ähnliche Substanz mit Puffer im Überschuss hergestellt. Dies verhindert, dass die flüssige Zusammensetzung geliert, wenn sie abgekühlt wird. Die so erhaltene flüssige Zusammensetzung wird dann durch Zugabe von geeigneten mono- oder divalenten Salzen wie Calciumchlorid oder Natriumchlorid zu der Zusammensetzung zum Gelieren gebracht. In einer weiteren Ausführungsform wird die Mischung durch Zugabe einer stark sauren Lösung, wie z. B. einer 2 % Citronensäurelösung in Wasser, geliert.

Die geschnittenen Stücke der Gelee-ähnlichen Substanz werden in eine flüssige Zusammensetzung, die einen pH-Wert zwischen etwa 2,5 und 6 hat, mit einem Gehalt zwischen etwa 1 und 10 Gew.-% der Zusammensetzung eingebracht, vorzugsweise mit einem Gehalt zwischen etwa 5 und 8 Gew.-%. Die flüssige Zusammensetzung kann heiß oder kalt, mit Kohlensäure versetzt oder ohne Kohlensäure sein, alkoholisch oder nicht-alkoholisch, coffeiniert oder ohne Koffein, klar oder trüb sein. Geeignete flüssige Zusammensetzungen beinhalten, ohne darauf beschränkt zu sein, Soda, Kaffee, Tee, Bier, Milch, Mundwasser und Ähnliches. Die Gelee-ähnliche Substanz bleibt separat und behält ihre Farbe während und nach einer Weiterverarbeitung der flüssigen Zusammensetzung.

Die nachfolgenden Beispiele werden nur zur Erläuterung aufgeführt und sind nicht als eine Einschränkung zu verstehen.

Beispiel 1

Neunhundert (900) ml kaltes Wasser werden abgemessen und in ein vorgewogenes Becherglas gegeben. Es wird eine trockene Mischung aus 80 g körniger Saccharose, 4g Gellan-Gummi, 1 g Natriumcitrat und 1 g Natriumbenzoat hergestellt und langsam unter Rühren ins Wasser gegeben. Wenn alle Zutaten im Wasser suspendiert sind, wird die Temperatur unter vorsichtigem Rühren bis auf 180 °F erhöht. Die Flüssigkeit wird für etwa 10 min bei 180° F gehalten, bis optisch sichtbar wird, dass die Hydratisierung des Gummis abgeschlossen war. Eine Suspension von 0,28g Karminpulver in 5,32ml Wasser wurde hinzugegeben und das Gemisch wurde gerührt, bis eine vollständige Farbstoffdispersion erhalten wurde. Die Heizquelle wurde entfernt und das Becherglas in einem kalten Wasserbad bis auf 150 °F abgekühlt. Eine Lösung von 1,7g wasserfreier Citronensäure in 10 ml Wasser wurde unter Rühren hinzugefügt und der Inhalt des Becherglases wurde mit Wasser auf 1000g aufgefüllt. Die erhaltene rote Flüssigkeit wurde auf eine flache, glatte, undurchlässige Fläche, die 44mm pro Seite umrandet war, bis zu einer Höhe von 5mm gegossen.

Die rote Flüssigkeit wurde auf die umgebende Raumtemperatur abgekühlt und bildete eine Gelee-ähnliche Substanz. Die Gelee-ähnliche Substanz wurde mit einem geeigneten Roller-Schneider in 5mm große Würfel geschnitten.

Die erhaltenen Stücke der Gelee-ähnlichen Substanz wurden in ein Getränk ohne Kohlensäure bis zu einem Gehalt von 5 Gew.-% eingebracht. Das Getränk wurde in Flaschen gefüllt, mit einem Deckel versehen und bei 180° F für zehn (10) Minuten pasteurisiert und abgekühlt.

Beispiel 2

Neunhundertdreiundneunzig (993) ml Wasser wurden abgemessen und in ein geeignetes Gefäß überführt. Das Wasser wurde gerührt und 2g Gellan-Gummi zusammen mit 1,3g Natriumcitrat hinzugefügt. Es wurde weiter gerührt, bis das Gummi vollständig dispergiert war. Vier (4) ml einer 0,7 % Beta-Karotinsuspension in Wasser wurden hinzugegeben und vollständig dispergiert.

Die erhaltene orange-gelbe Flüssigkeit wurde auf 120 °F erhitzt, um die vollständige Hydratisierung des Gummis zu erreichen. Die Flüssigkeit wurde auf Raumtemperatur, etwa 68 °F, abgekühlt. Die erhaltene Flüssigkeit blieb beweglich und wurde in eine geeignete Bürette gegossen, um kleine Tröpfchen herzustellen. Es wurden Tröpfchen einer geeigneten Größe geformt und unter Rühren in ein Bad aus 1–1/2 % Calciumchloridlösung getropft. Bei Kontakt mit der Calciumchloridlösung härteten die Tröpfchen zu einzelnen, gut handhabbaren Kügelchen aus. Die Kügelchen wurden mit Hilfe eines geeigneten Siebes aus der Lösung entfernt, von Calciumchlorid frei gewaschen und in Getränken, wie in Beispiel 1 beschrieben, verwendet.

Beispiel 3

Braungefärbte Gelkügelchen wurden, wie in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt, aber statt des Beta-Karotins in Wasser wurden 12g eines 50-%igen Breis von entfettetem Kakaopulver eingesetzt.

Beispiel 4

Weiße Gelwürfel wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt, aber an Stelle des Karminpulvers wurde eine Suspension von 1,5g Titandioxid in 8,5 ml Wasser eingesetzt.


Anspruch[de]
  1. Flüssige Zusammensetzung, umfassend:

    eine saure Flüssigkeit mit einem pH-Wert zwischen 2,5 und 6,0; und ein gefärbtes Gel, umfassend

    Wasser in einer Menge zwischen 80 und 99,8 Gew.-% bezogen auf das Gel;

    ein Geliermittel, das aus Gellan-Gummi und gegebenenfalls einem zusätzlichen Geliermittel besteht, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Pektin, Alginaten, Karragheenen, Stärken, Gelatine und Mischungen davon, wobei das Geliermittel in einer Menge zwischen 0,1 und 5 Gew.-% bezogen auf das Gel vorhanden ist; und

    einen wasserunlöslichen Farbstoff, wobei der wasserunlösliche Farbstoff stabil ist, wenn das Gel in eine flüssige Zusammensetzung mit einem sauren pH-Wert eingebracht wird, wobei der wasserunlösliche Farbstoff in einer Menge zwischen 0,002 und 1 Gew.-% bezogen auf das Gel verwendet wird.
  2. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das Gel weiterhin einen Süßstoff beinhaltet.
  3. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 2, worin der Süßstoff in einer Menge zwischen 0,1 und 20 Gew.-% bezogen auf das Gel vorhanden ist.
  4. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei der Süßstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: Rohrzucker, Saccharose, Glucose, Dextrose, Invertzucker, Fructose, Saccharin, Saccharin-Natiumsalz, Saccharin-Calciumsalz, Aspartam, Dihydrochalcon, Glycyrrhizin, Stevia Rebaudia, Sorbit, Sorbitsirup, Mannit, Xylit, hydriertes Stärkehydrolysat, 3,6-Diyhdro-6-methyl-1-1,2,3-oxathiazin-4-on-2,2-dioxid und dessen Kalium- und Natriumsalze und Mischungen davon.
  5. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Gel weiterhin einen Puffer beinhaltet.
  6. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei der Puffer in einer Menge zwischen 0,02 und 0,2 Gew.-% vorhanden ist.
  7. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei der Puffer ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Calciumacetat und Mischungen davon.
  8. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die weiterhin ein Konservierungsmittel beinhaltet, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Natriumbenzoat, Kaliumsorbat und Mischungen davon.
  9. Flüssige Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei das Konservierungsmittel in einer Menge von bis zu 0,1 Gew.-% bezogen auf das Gel verwendet wird.
  10. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der wasserunlösliche Farbstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Annatto, Kurkumin, beta-Karotin, Karmin, Chlorophyll, Titandioxid, Rußschwarz, Kakaopulver, Paprika, Spinat und Mischungen davon.
  11. Flüssige Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der wasserunlösliche Farbstoff als eine Suspension in einem Lösungsmittel zur Verfügung gestellt wird, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Wasser, Propylenglycol, Pflanzenöl, Ethanol und Mischungen davon.
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