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Dokumentenidentifikation DE69924862T2 02.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001124602
Titel VORRICHTUNG ZUR ABGABE VON MEDIKAMENTEN
Anmelder Profile Respiratory Systems Ltd., Bognor Regis, Sussex, GB
Erfinder DENYER, Stanley, Jonathan, Chichester, West Sussex PO19 3PW, GB;
DYCHE, Anthony, Hayling Island, Hampshire PO11 0ND, GB;
PRINCE, Richard, Ivan, Hedge End, Southampton SO30 0FD, GB
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 69924862
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.10.1999
EP-Aktenzeichen 999509920
WO-Anmeldetag 26.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/03540
WO-Veröffentlichungsnummer 0000024445
WO-Veröffentlichungsdatum 04.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 22.08.2001
EP date of grant 20.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse A61M 11/06(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse A61M 15/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      A61B 5/087(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Abgabe vom Medikamenten und insbesondere aber nicht ausschließlich Zerstäuber und dosimetrische Inhalationshilfen.

Es sind zahlreiche verschiedene Typen von Zerstäubern zur direkten Abgabe von Medikamenten in die Lunge eines Patienten bekannt, gewöhnlich zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege. Zerstäuber geben das Medikament normalerweise in der Form von Tröpfchen oder eines trockenen Pulvers ab. In den meisten Zerstäubern erfolgt die Zerstäubung des Medikaments in einen Luftstrom kontinuierlich, unabhängig davon, ob der Patient ein- oder ausatmet. Die kontinuierliche Zerstäubung hat jedoch zur Folge, daß ein signifikanter Anteil des Medikaments während des Ausatmens verloren geht.

Die allgemein bekannten Zerstäuber sind entweder pneumatisch bestätigt, mit Hilfe einer Druckluftquelle, die an den Zerstäuber angeschlossen ist, der die Flüssigkeit zerstäubt, oder es sind Ultraschallzerstäuber, die die Flüssigkeit mit einem piezoelektrischen Kristall zerstäuben. In jüngerer Zeit ist ein siebartiger Zerstäuber entwickelt worden, bei dem das Medikament durch ein feines Sieb gedrückt wird, um Tröpfchen des Medikaments zu erzeugen. Ein weiterer Typ eines Zerstäubers oder Inhalationsgerätes ist von der Art, die einen piezoelektrischen Vibrator in Verbindung mit einer elektrostatischen Ladungsplatte verwendet, um ein Trockenpulver zu fluidisieren und als Aerosol in einem Luftstrom zu dispergieren. Ein solcher Zerstäuber wird in US 5 694 920 beschrieben.

Der optimale Durchmesser der Partikel oder Tröpfchen des Medikaments beträgt etwa 1–5 &mgr;m. Wenn die Partikel oder Tröpfchen größer sind als dieser Wert, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Luftweg aufprallen, bevor sie die Lunge erreichen, und wenn sie kleiner sind als 1 &mgr;m, haben sie die Tendenz, beim Ausatmen wieder aus der Lunge ausgetragen zu werden, ohne daß sie sich in der Lunge absetzen.

Zerstäuber und Inhalationsgeräte dispergieren die kleinen Partikel des Medikaments in einen Luftstrom oder einen Strom eines anderen Gases, der zu einem Patienten führt. Soweit auf die Luft Bezug genommen wird, die als Träger für das darin mitgeführte Medikament dient, sollen andere Gase eingeschlossen sein, die als Träger für das Medikament geeignet sind.

Ein bekannter Zerstäuber analysiert die Druckänderungen innerhalb der Vorrichtung während der ersten drei Atemzüge, um eine mittlere Form des Atmungsmusters zu bestimmen. Ein zeitlich abgestimmter Zerstäubungsimpuls beginnt, wenn die nachfolgende Einatmungsphase einsetzt, so daß die Zerstäubung während der ersten 50% der Einatmungsphase stattfindet. Dies ist in 1 illustriert, wo das Atmungsmuster und der Impuls überlagert dargestellt ist. Dadurch wird der Verlust an Medikament während der Ausatmung auf etwa 3% reduziert. 1 zeigt die Atemzüge in einer Graphik, in der der Durchsatz gegen die Zeit aufgetragen ist. Wenn die Behandlung beginnt, atmet der Patient durch den Zerstäuber dreimal ein und aus, bevor die Behandlung einsetzt. Die ersten drei Atemzüge werden gemessen, so daß der zeitlich abgestimmte Zerstäubungsimpuls während 50% der mittleren Einatmungszeit auftritt. Die Dauer der Einatmungsphase ist mit T1, T2 und T3 angegeben. Diese Zeitspannen werden gemittelt und durch 2 dividiert, um die Impulslänge für den nächsten, vierten Atemzug zu bestimmen, bei dem die Behandlung beginnt. Für jeden nachfolgenden Atemzug wird die Dauer des Zerstäubungsimpulses bestimmt, indem die Dauer der Einatmungsphasen der vorherigen drei Atemzüge summiert und durch 3 dividiert wird, um einen Mittelwert zu erhalten, und indem dann durch 2 dividiert wird. Die an den Patienten abgegebene Dosis ist direkt proportional zur Dauer des Zerstäubungsimpulses, und somit wird die Zerstäubungsperiode summiert, und der Zerstäuber wird abgeschaltet oder zeigt an, daß der Patient aufhören sollte, sobald die an den Patienten verabreichte Dosis die für diese Behandlung vorgeschriebene Menge des Medikaments erreicht.

Es sind andere Zerstäuber bekannt, bei denen der zeitlich abgestimmte Zerstäubungsimpuls auf einen anderen Wert als 50% der Dauer der Einatmung festgelegt ist. Bei diesen anderen Zerstäubern muß jedoch die Impulslänge für jeden Patienten durch das medizinische Personal eingestellt werden. Viele der Zerstäuber sind deshalb nur für den Gebrauch in einer kontrollierten Umgebung, etwa in einem Krankenhaus geeignet. Die Einstellung der Impulslänge für jeden Patienten bedeutet, daß die meisten Zerstäuber nicht für den Heimgebrauch durch einen Patienten geeignet sind.

DE 36 36 669 beschreibt eine Vorrichtung zur Abgabe eines Aerosols in die Atemwege eines Patienten, die getrennte Einatmungs- und Ausatmungsleitungen aufweist. In der Einatmungsleitung ist ein Aerosolerzeuger angeordnet, der nur während der Ausatmungsphase des Patienten ein Aerosol erzeugt, so daß das Aerosol einen Bereich in der Einatmungsleitung füllt. Beim Einatmen des Patienten wird das Aerosol aus der Eintatmungsleitung in die Lunge des Patienten eingesogen. Das Volumen des Aerosols ist jedoch festgelegt. Das Volumen des Aerosols ist festgelegt, damit es für das angenommene Atemvolumen angemessen ist, wenn ein Patient in einer bestimmten Weise atmet.

GB 2 077 444 beschreibt eine Vorrichtung, die geeignet ist für den Gebrauch bei der Bestimmung von wenigstens zwei Parametern eines menschlichen oder tierischen Atmungssystems. Die Vorrichtung umfaßt einen Drucksensor, einen Durchflußsensor, einen Volumensensor, eine Überwachungseinheit und eine Berechnungseinheit, wodurch während jedes Atmungszyklus die Überwachungseinheit wenigstens zwei Sätze von gemessenen Werten für den Druck und den Durchfluß und das Volumen an die Berechnungseinheit liefert und die Berechnungseinheit die gewünschten Parameter des Atmungssystems anhand der Sätze der gemessenen Werte berechnet. Das Volumen wird in herkömmlicher Weise berechnet, indem der Durchfluß über die Zeit integriert wird.

Es wird verwiesen auf unsere parallel anhängige internationale Patentveröffentlichung Nr. WO 97/48 431. 2 und 3 der vorliegenden Anmeldung zeigen den Zerstäuber, der in der oben genannten parallelen Patentanmeldung offenbart ist. In 2 ist ein Mundstück 1 gezeigt, durch das ein Patient in Richtung des Pfeiles 2 inhaliert. Unterhalb des Mundstücks 1 befindet sich ein entfernbarer Zerstäuberteil 3, der seinerseits auf einem Sockel 4 ruht.

Der Sockel 4 ist in 3 genauer gezeigt. Gemäß 3 weist der Sockel 4 einen Einlaß 5 auf, durch den Luft unter Druck von einem Kompressor (nicht gezeigt) zugeführt wird. Die Druckluft wird über ein Rohr 6 zu einem Verteiler 7 geleitet, der die Strömung der Druckluft zu einem Luftauslaß 8 steuert, der Luft in den in 2 gezeigten Zerstäuberteil 3 lenkt. Der Sockel 4 enthält außerdem einen Drucksensor 9, der über einen Port 10 den Druck im Inneren des Zerstäuberteils 3 erfaßt.

Wie wieder in 2 gezeigt ist, strömt Luft unter Druck durch den Luftauslaß 8 des Sockels 4 und wird durch eine rohrförmige Säule 11 zu einer Zerstäuberdüse 12 geleitet, aus der die Luft unter Druck austritt. Im Weg der aus der Düse 12 austretenden Druckluft ist ein Deflektor 13 angeordnet, so daß die Druckluft seitlich abgelenkt wird und unterhalb eines Schildes 14 durchströmt. Der Druchtritt der Druckluft durch das obere Ende der rohrförmigen Säule 11 bewirkt, daß das Medikament 15 zwischen der äußeren Oberfläche der rohrförmigen Säule 11 und der inneren Oberfläche einer die rohrförmige Säule 11 umgebenden Hülse 16 nach oben angesaugt wird. Das Medikament 15 wird in den Luftstrom zerstäubt und in dem Luftstrom unterhalb des Randes des Schildes 14 und nach oben durch das Mundstück 1 zu einem Patienten mitgenommen.

Der Drucksensor 9 im Sockel 4 überwacht das Atmungsmuster eines Patienten, und auf der Grundlage des Atmungsmusters wird der Verteiler 7 so gesteuert, daß er die Druckluft nur während der ersten 50% einer Inhalationsphase zum Zerstäuberteil 3 zuführt.

Während oben ein spezieller Typ eines Zerstäubers beschrieben wurde, ist die vorliegende Anmeldung für den Einsatz in einem beliebigen Typ eines Zerstäubers geeignet.

Die Erfindung bezieht sich auch auf andere Vorrichtungen zur Abgabe von Medikamenten, beispielsweise auf Dosimeter, bei denen eine Dosis eines Medikaments in Tröpfchen- oder Pulverform in eine Dosimeterkammer oder Haltekammer freigesetzt wird, aus der es der Patient inhaliert. Diese Vorrichtungen sind besonders geeignet für ältere Patienten oder Kinder, die Schwierigkeiten beim Gebrauch eines Multidosis- oder Trockenpulver-Inhalationsgerätes haben, z.B. weil es ihnen schwerfällt, die Freisetzung des Medikaments mit dem Beginn der Einatmungsphase zu koordinieren oder weil ihre Atmungsdurchsätze zu klein sind. Dosimeter werden z.B. in der internationalen Patentveröffentlichung Nr. WO 96/13294 beschrieben.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Abgabevorrichtung für Medikamente eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe von mit Medikamenten beladener Luft sowie von Luft, die keinerlei Medikamente trägt, zur Einatmung durch einen Patienten, eine Überwachungseinrichtung zur Überwachung eines Atmungsmusters des Patienten und eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Abgabeeinrichtung zur selektiven Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft und der Luft, die keinerlei Medikamente trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Abgabeeinrichtung so zu steuern, daß sie die mit Medikamenten beladene Luft in Impulsen abgibt, deren Länge und deren Verhältnis zur Einatmungsphase des Atmungsmusters durch die Steuereinrichtung in Abhängigkeit von dem durch die Überwachungseinrichtung überwachten Atmungsmuster variiert wird.

Ein Verfahren zur Bestimmung der Dauer eines Impulses, während dessen mit Medikamenten beladene Luft während der Einatmung an einen Patienten abgegeben wird, umfaßt:

  • (i) Messung des Atemvolumens eines Patienten;
  • (ii) Messung der Dauer der Einatmungsphase eines Patienten;
  • (iii) Speichern eines Schätzwertes für das Volumen der oberen Luftwege eines Patienten und
  • (iv) Berechnen der Dauer des Impulses auf der Grundlage des gemessenen Atemvolumens des Patienten, der gemessenen Dauer der Einatmungsphase und des gespeicherten Schätzwertes für das Volumen der oberen Luftwege des Patienten.

In diesem Dokument bedeutet "obere Luftwege eines Patienten" den Mund und die Luftröhre und, sofern ein Zerstäuber verwendet wird, vorzugsweise einschließlich des Volumens der Zerstäuberkammer.

Die Bestimmung der Länge der Impulse ermöglicht es, den Anteil der Inhalationszeit, während der die Zerstäubung stattfindet, über 50% hinaus gegen 100% auszudehnen. Dies führt dazu, daß der Patient seine Behandlung in kürzerer Zeit erhält, da es weniger Atemzüge braucht, die erforderliche Dosis des Medikaments abzugeben. Allerdings ist es zwecklos, die Abgabe des Medikaments in die Luft fortzusetzen, die vom Patienten gegen Ende seiner Einatmungsphase eingeatmet wird (das Endvolumen), da sie in den oberen Luftwegen verbleiben wird. Das Medikament, das nicht über die oberen Luftwege hinaus kommt, geht verloren, wenn der Patient ausatmet.

Somit ermöglicht es die Erfindung, einen Impuls zu erzeugen, der länger ist als 50% aber endet, bevor das Endvolumen der Einatmung beginnt. Ein weiterer Vorteil dieser Erfindung besteht darin, daß der Patient die Behandlungsvorschriften wesentlich besser einhalten wird, wenn die Länge der Behandlung reduziert ist.

Zudem erlaubt die Erfindung die automatische Optimierung der Impulslänge, ohne daß sie durch das medizinische Personal eingestellt werden muß. Das bedeutet, daß die Impulslänge auf der Grundlage des Atmungsmusters des Patienten zu dem Zeitpunkt, an dem das Medikament verabreicht wird, automatisch an jeden Patienten angepaßt wird. Somit kann ein Zerstäuber oder eine andere Medikamentenabgabevorrichtung von dem Patienten außerhalb der kontrollierten Umgebung eines Krankenhauses benutzt werden und kann insbesondere auch zu Hause benutzt werden. Außerdem ist es möglich, daß das Gerät anzeigt, wenn eine bestimmte Dosis verabreicht worden ist, so daß der Patient nicht die Anzahl der Atemzüge zu zählen braucht, die er genommen hat.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten eine Einrichtung zur Messung eines Spitzenwertes des Atemstroms des Patienten und eine Einrichtung zur Vorhersage des Atemvolumens, zur Berechnung des Atemvolumens auf der Grundlage des Spitzenwertes des Atemstroms, der von der Einrichtung zur Messung des Spitzenwertes des Atemstromes gemessen wird, und auf der Grundlage der vom Zeitgeber gemessenen Dauer der Einatmung.

Einige oder sämtliche Werte, die in den Berechnungen verwendet werden, sind Mittelwerte, die aus einer Anzahl früherer Messungen für jedes Atmungsmuster abgeleitet sind. Zum Beispiel wird der Patient mit der Einatmung durch das Gerät beginnen, und das Medikament wird nicht während der ersten drei Atemzüge verabreicht. Die ersten drei Atemzüge werden analysiert, indem die Dauer der Einatmungsphase und die Spitzenströme während der Einatmung aufgezeichnet werden, wie sie benötigt werden, um die Dauer eines Zerstäubungsimpulses zu bestimmen. Die Abgabe des Medikaments erfolgt beim vierten und den nachfolgenden Atemzügen, wobei jeweils die Werte in den Berechnungen aus einer Anzahl früherer Messungen der Einatmungsphase eines Patienten abgeleitet sind, in diesem Fall aus den vorherigen drei Einatmungsphasen.

Wenn das Gerät ein Zerstäuber ist, erfolgt die Zerstäubung vorzugsweise mit Hilfe eines Gasstroms unter Druck, der durch den Zerstäuber hindurchströmt und von einer Zufuhreinrichtung für Gas bereitgestellt wird. Bei diesem Gas handelt es sich normalerweise um Luft, und die Zufuhreinrichtung ist vorzugsweise ein Kompressor, der mit einem Akkumulator zusammenwirkt. Bei der Zerstäubung wird Gas aus dem Akkumulator dazu verwendet, das Medikament zu zerstäuben, und der Kompressor erzeugt Druckluft zum Füllen des Akkumulators.

Wenn ein Patient einatmet, kann der Akkumulator geleert werden, so daß die Zerstäubung unterbrochen wird. Deshalb enthält der Zerstäuber vorzugsweise eine Einrichtung zur Begrenzung der Dauer des Impulses, so daß der Akkumulator in einem Zustand gehalten wird, in dem er stets unter gewissem Druck steht. Außerdem kann der Akkumulator ein Ventil aufweisen, das, wenn der Akkumulator voll ist, Gas an die Atmosphäre abgibt und so verhindert, daß der Akkumulator gefährlich überfüllt wird. Häufig ist es besser, den Kompressor ständig in Betrieb zu halten und die überschüssige Luft an die Atmosphäre abzugeben als den Kompressor ein- und auszuschalten.

Ein Verfahren zur Vorhersage des Atemvolumens eines Patienten umfaßt:

  • (i) Messung des Spitzenstromes eines Patienten;
  • (ii) Messung der Dauer der Einatmungsphase des Patienten;
  • (iii) Berechnen des Atemvolumens auf der Grundlage des gemessenen Spitzenstromes und der gemessenen Dauer der Einatmungsphase des Patienten.

Die Messung des Atemvolumens des Patienten beinhaltete bisher die fortlaufende Überwachung des Atemstromes des Patienten, typischerweise alle 10 Millisekunden. Der Strömungsdurchsatz wird dann über die Dauer der Einatmung integriert, um das Einatemvolumen zu bestimmen. Gemäß der Erfindung kann jedoch das Atemvolumen eines Patienten wesentlich einfacher bestimmt werden. Diese Erfindung verringert das Ausmaß der erforderlichen Datenverarbeitung und vermindert damit die Gesamtkosten für den Zerstäuber. Der Sptizenstrom ist wesentlich einfacher zu messen und kann einfacher in einer Berechnung zur Bestimmung des Atemvolumens benutzt werden.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend als Beispiel und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen zeigen:

1 eine Graphik, die das Einatmungsmuster eines Patienten im Verlauf der Zeit angibt und zeigt, wann der Zerstäubungsimpuls in den ersten 50% der Einatmungsphase auftritt, wie es bei einem bekannten Zerstäuber der Fall ist;

2 und 3 einen bekannten Zerstäuber, der Zerstäubungsimpulse während der ersten 50% der Einatmungsphase erzeugt;

4 ein Flußdiagramm, das zeigt, wie der Zerstäubungsimpuls während der Einatmung bestimmt wird;

5 eine Graphik, in der das vorhergesagte Atemvolumen gegen das gemessene Atemvolumen aufgetragen ist;

6 ein Flußdiagramm, das die Begrenzung der Impulslänge in Abhängigkeit von der Zufuhr von Druckgas zeigt;

7 den Zerstäuber zusammen mit einer Quelle für Druckgas;

8 einen Luftakkumulator im Luft-Zufuhrsystem;

9 ein Blockdiagramm, das zeigt, wie der Zerstäuber gesteuert wird; und

10 eine Skizze eines Dosimeters gemäß der vorliegenden Erfindung.

Diese Erfindung bezieht sich u.a. auf Zerstäuber von der Art, die Zerstäubungsimpulse erzeugen, wie bei dem oben beschriebenen herkömmlichen Zerstäuber.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf den oben beschriebenen speziellen Zerstäuber beschränkt, sondern kann auf andere Zerstäuber angewandt werden. Der Einfachheit halber wird die nachstehende Beschreibung der vorliegenden Erfindung auf die Komponenten der herkömmlichen Vorrichtung Bezug nehmen, wie sie in 2 und 3 gezeigt, ist, und weil viele dieser Komponenten, z.B. der Verteiler, in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Der Zerstäuber kann ein Strahlzerstäuber, ein Ultraschallzerstäuber oder ein Druck-Siebzerstäuber sein.

Bei Strahlzerstäubern gibt es zwei Arten, nämlich Luftstrahlzerstäuber und Flüssigkeitsstrahlzerstäuber. Ein Beispiel eines Luftstrahlzerstäubers, der mit einer Druckluftquelle zur Zerstäubung einer Flüssigkeit arbeitet, wird in EP 0 627 266 beschrieben (Medic-Aid Limited). Ein Beispiel eines Flüssigkeitsstrahlzerstäubers, der eine Flüssigkeit durch eine oder mehrere Düsenauslässe preßt, um ein Spray aus feinen Tröpfchen zu erzeugen, wird in WO 94/07607 beschrieben (Boehringer Ingelheim International GmbH et al).

Ultraschallzerstäuber, die Flüssigkeit mit Hilfe von Ultraschallwellen zerstäuben, die gewöhnlich von einem oszillierenden piezoelektrischen Element erzeugt werden, haben viele Formen, einschließlich solcher, bei denen Flüssigkeit mit dem piezoelektrischen Element in direktem Kontakt steht, solcher, bei denen ein verstärkendes Zwischenglied, typischerweise ein eingeschlossenes Fluid, zwischen dem piezoelektrischen Element und der Flüssigkeit vorhanden ist, und solcher, bei denen das piezoelektrische Element ein Sieb in Schwingungen versetzt, von dem Aerosol erzeugt wird. Beispiele für Ultraschallzerstäuber werden beschrieben in US 4 533 082 (Maehara et al.) und US 5 261 601 (Ross et al.).

Die Zerstäuber, die in diesen Dokumenten beschrieben werden, haben ein Gehäuse, das ein Reservoir aufweist, das eine Menge der abzugebenden Flüssigkeit aufnimmt, und das Gehäuse hat eine perforierte Membran, die mit dem Reservoir in Berührung steht, und einen Ultraschall-Vibrator, der mit dem Gehäuse verbunden ist, um die perforierte Membran in Schwingungen zu versetzen.

Ein anderes Beispiel eines Ultraschallzerstäubers wird in WO 97/29851 beschrieben (Fluid Propulsion Technologies, Inc). Ein Beispiel eines Druck-Siebzerstäubers, der ein piezoelektrisches Element enthalten kann oder nicht, wird in WO 96/13292 beschrieben (Aradigm Corporation).

Die Ausdehung des Anteils der Inhalationsphase des Patienten, in der die Zerstäubung stattfindet, auf mehr als 50% führt dazu, daß die Patienten ihre Behandlung schneller erhalten, da weniger Atemzüge benötigt werden, um das geforderte Volumen des Medikaments abzugeben. Um jedoch die Vergeudung des Medikaments zu vermeiden, das im Endvolumen des Eintatmungsvolumens des Patienten zerstäubt wird, muß der Zerstäubungsimpuls beendet werden, bevor das Endvolumen erreicht wird. Das Endvolumen ist das Luftvolumen, das von einem Patienten am Ende des Einatmungsvolumens eingeatmet wird und in den oberen Luftwegen (dem Mund und der Luftröhre) verbleibt und nicht in die unteren Bereiche der Lunge eintritt. Das Medikament, das in dieses Endvolumen zerstäubt wird, geht verloren, wenn der Patient ausatmet, zusammen mit etwa in Luft zerstäubtem Medikament, das im Zerstäuber zurückgeblieben ist, da es nicht die Lungen erreicht.

Das Endvolumen ist das Volumen der oberen Luftwege des Patienten und ist proportional zur Größte des Patienten. Natürlich wird das Endvolumen als ein Prozentsatz des Einatmungsvolumens variieren, da sich das Atemvolumen signifikant ändert, je nach Art und Ausmaß der Atembeschwerden, unter denen der Patient leidet. Die optimale Dauer des Zerstäubungsimpulses wäre deshalb die Zeit vom Beginn der Einatmung bis zu dem Punkt während der Einatmungsphase, bei der das noch einzuatmende Volumen gleich dem Endvolumen ist. Die Zerstäubung würde dann beendet, und das verbleibende Endvolumen würde das zerstäubte Medikament aus der Vorrichtung und den oberen Luftwegen des Patienten entfernen und in die Lunge bringen. Somit wird der Prozentsatz der Einatmung, in der zerstäubtes Medikament abgegeben wird, maximiert, und dadurch wird die Behandlungszeit minimiert und dennoch eine Vergeudung des Medikaments vermieden. Die Länge des Zerstäubungsimpulses ist vom Einatemvolumen des Patienten abhängig. Der Zerstäuber muß deshalb das Atemvolumen des Patienten messen, vorzugsweise von Atemzug zu Atemzug, um, beispielsweise anhand der vorherigen drei Atemzüge, ein mittleres Einatemvolumen für den nächsten Atemzug zu berechnen. Somit wird der Zerstäubungsimpuls wie folgt berechnet:

In dem Zerstäuber ist ein Zeitgeber enthalten, der an den Drucksensor 9 (in 3 gezeigt) angeschlossen ist, um die Dauer der Einatmung zu messen. Weiterhin enthält der Zerstäuber eine Speichereinrichtung, in der ein Schätzwert für das Endvolumen eines speziellen Patienten gespeichert ist. Da diese Größe für einen speziellen Patienten eine Konstante ist, kann sie am Beginn eines Behandlungszyklus eingegeben werden, und sie wird abgeschätzt auf der Grundlage der Größe des Patienten. Der Zerstäuber enthält eine Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten. Gemäß einer Form der Erfindung wird der Atemstrom des Patienten fortlaufend überwacht, typischerweise alle 10 Millisekunden, und dieser Atemstrom wird über die Dauer der Einatmung integriert. Ein anderer, einfacherer Weg zur Messung des Atemvolumens eines Patienten wird später in dieser Beschreibung beschrieben werden.

Der Zerstäuber enthält auch eine Einrichtung zur Berechnung der Zeit des Zerstäubungsimpulses auf der Grundlage der Dauer der Einatmung, des Atemvolumens und des Endvolumens. Die Berechnungseinheit führt die oben skizzierte Berechnung aus.

In Anbetracht der Tatsache, daß sich der Zerstäuber an das Atmungsmuster eines Patienten anpaßt, wenn der Patient zu atmen beginnt, erfolgt keine Zerstäubung während der ersten drei Atemzüge. Diese ersten drei Atemzüge werden dazu verwendet, das Atmungsmuster des Patienten zu analysieren. Der Strömungsdurchsatz der ersten drei Atemzüge wird gemessen, und hieraus wird die Dauer der Einatmungsphase der ersten drei Atemzüge berechnet und ein Mittelwert gebildet. Die mittlere Dauer der Einatmungsphase wird dann in der Berechnung dazu benutzt, die Impulslänge des Zerstäubungsimpulses während des vierten Atemzuges zu bestimmen. Während der Patient weiterhin ein- und ausatmet, werden außerdem die vorherigen drei Atmungsmuster gemessen und zur Berechnung der nächsten Impulsdauer verwendet. Wenn sich das Atmungsmuster eines Patienten während der Behandlung verbessert, wird sich somit der Zerstäuber an diese Veränderung anpassen, um die während jedes Atemzuges verabreichte Dosis zu optimieren.

Die von dem Zerstäuber und dem Patienten ausgeführten Schritte werden nun unter Bezugnahme auf 4 beschrieben. Als erste Operation repräsentiert ein Block 30 den Beginn der Inhalation durch einen Patienten. Der Zeitgeber zeichnet die Zeit auf, zu der die Inhalation beginnt, wie in Block 31 gezeigt ist, und während der Inhalation wird eine Berechnung ausgeführt, um das Atemvolumen des Patienten vorherzusagen, wie in Block 33 gezeigt ist. Dieser Schritt wird weiter unten in dieser Beschreibung detaillierter beschrieben werden, es ist jedoch zu bemerken, daß die Berechnung Daten erfordert, die in die Berechnung einbezogen werden müssen, nämlich die Inhalationszeit und den Spitzenstrom als ein Mittelwert aus den letzten drei Atemzügen, wie in Block 32 gezeigt ist. Die Impulszeit wird dann durch die Berechnungseinrichtung berechnet, wie in Block 34 gezeigt ist, und die Impulszeit wird angepaßt, wie in Block 35 gezeigt ist, falls die Impulslänge den Akkumulator leeren würde, aus dem die Druckluft zum Zerstäuber zugeführt wird. Dieser Schritt, in Block 35 gezeigt, wird ebenfalls weiter unten in dieser Beschreibung näher erläutert werden. Der Zerstäubungsimpuls erfolgt während der Inhalation, und nachdem er beendet ist, wird eine Berechnung ausgeführt, um zu bestimmen, welche Dosis zerstäubt worden ist. Am Ende des Atemzuges werden, wie in Block 38 gezeigt ist, Einzelheiten des Spitzenstromes bei der Einatmung durch den Patienten und die Dauer der Einatmung aufgezeichnet, so daß Berechnungen zur Bestimmung der Impulslänge für die nachfolgenden Atemzüge gemacht werden können. Dies ist in Block 39 gezeigt.

Weiter oben wurde eine einfachere Vorhersage des Atemvolumens erwähnt. Es versteht sich, daß die Messung des Atemvolumens durch Integration des gemessenen Strömungsdurchsatzes über die Zeit der Einatmung eine beträchtliche Rechenleistung erfordert und verhältnismäßig teuer ist. Es wird ein einfacheres Verfahren zur Bestimmung des Atemvolumens vorgeschlagen, das wesentlich einfachere Berechnungen und wesentlich einfachere Messungen für die Verwendung in einer solchen Berechnung erfordert. Um die Messung auszuführen, enthält der Zerstäuber einen Spitzenstromdetektor zur Erfassung des Spitzenwertes des Strömungsdurchsatzes bei der Einatmung.

Das berechnete oder vorhergesagte Atemvolumen wird abgeleitet aus dem Spitzenstrom, der vom Spitzenstromdetektor gemessen wurde, und der Dauer der Einatmung, die vom Zeitgeber gemessen wurde. Die Berechnungseinheit für das Atemvolumen führt die folgende Berechnung aus:

C ist eine Konstante, und es zeigt sich, daß C = 0,7.

5 ist eine Graphik, in der das vorhergesagte Atemvolumen gegen das gemessene Atemvolumen aufgetragen ist. Jeder Punkt in der Graphik repräsentiert einen Patienten, dessen Atemvolumen durch eine komplexe Berechnung des Atemvolumens gemessen wurde, durch Integration des Einatemstroms des Patienten über die Dauer der Einatmung, und das vorhergesagte Atemvolumen nach dem neuen, einfacheren Berechnungsverfahren. Man erkannt, daß die vorhergesagten Atemvolumen äußerst präzise sind und somit das vorhergesagte Atemvolumen in der Berechnung der Zeit des Zerstäubungsimpulses verwendet werden kann.

Die Verwendung eines Kompressors mit niedrigem Durchsatz in Verbindung mit einem Akkumulator zur Zufuhr von Druckluft zu dem Zerstäuber wird in unserer früheren Patentanmeldung beschrieben, die als WO 97/48431 veröffentlicht worden ist, auf die weiter oben Bezug genommen wurde. In der Vergangenheit wurde die Größe des Kompressors und des Akkumulators so gewählt, daß der maximale Impuls, der von der Vorrichtung abgegeben werden kann (gegenwärtig 50% der Einatmungszeit) für irgendeinen gegebenen Impuls oder für den mittleren Ausstoß des Kompressors nicht das Volumen des Akkumulators überschreitet. Da nun die Impulszeit variabel ist, ist es bevorzugt, die maximale Impulszeit zu berechnen, die vom Luft-Zufuhrsystem her verfügbar ist. Für Patienten, die einen etwas höheren Einatmungsbedarf haben, wird die Impulszeit für die Zerstäubung reduziert, so daß die Zufuhrkapazität des Luft-Zufuhrsystems nicht überschritten wird. Die Berechnung wird Atemzug für Atemzug ausgeführt, unter der Annahme, daß der Akkumulator mit einem konstanten Durchsatz aus dem Kompressor gefüllt wird. Das Luftvolumen, das dem Akkumulator vom Ende des vorherigen Impulses bis zum Beginn des nächsten Impulses zugeführt wird, wird berechnet und dann zu dem Volumen addiert, das am Ende des vorherigen Impulses verblieben ist.

6 ist ein Flußdiagramm, das die Berechnungen zeigt, die ausgeführt werden, um sicherzustellen, daß das Luftvolumen das Volumen des Akkumulators nicht überschreitet. Wenn berechnet wird, daß die Luft im Akkumulator oberhalb des Maximalvolumens des Akkumulators ist, wird das Volumen auf den Maximalwert gesetzt V = Vmax). Der Grund ist, daß ein automatisches Entlüftungsventil vorhanden ist, das das im Akkumulator gespeicherte Luftvolumen begrenzt. Die maximale Impulszeit kann dann berechnet werden auf der Grundlage der Abflußrate der Luft aus dem Akkumulator, d.h., des Durchsatzes des Zerstäuberstrahls minus Durchsatz des Kompressors. Wenn diese das im Akkumulator verfügbare Volumen überschreitet, so wird die Impulszeit auf das aktuelle Akkumulatorvolumen begrenzt. Das Volumen des Akkumulators am Ende des Impulses wird dann berechnet, damit es am Beginn der nächsten Berechnung zu Beginn der nächsten Einatmungsphase des Patienten benutzt werden kann. Somit wird die maximale Impulszeit für einzelne Atemzüge berechnet, ohne daß die Kapazität des Luft-Zufuhrsystems überschritten wird. Der Kompressor hat einen konstanten Ausstoß-Durchsatz, typischerweise 1,5 Liter pro Minute, und der Zerstäuberstrahl hat einen Durchsatz von 6 Litern pro Minute während des Impulses. Der Akkumulator hat ein Volumen von annähernd 150 ml bei Normaldruck und -temperatur.

7 zeigt den Zerstäuber 50, der durch einen flexiblen Schlauch 52 mit der Luftzufuhr 51 verbunden ist.

In 8 ist der Akkumulator gezeigt, der ein Entlüftungsventil 63 zur Begrenzung der maximalen Ausdehnung des Akkumulators hat. Wenn jeder Impuls an den Zerstäuber abgegeben wird, wird der Durchmesser des Akkumulators reduziert, und das Entlüftungsventil 63 wird geschlossen.

Der Kompressor kann durch Netzspannung oder aus einer Batterie versorgt werden. Die Pumpe, insbesondere eine mit Netzspannung gespeiste Pumpe, arbeitet während des Gebrauchs kontinuierlich und bläht den Akkumulator auf. Wenn der Druck im Akkumulator ein gefordertes Niveau erreicht, wird ein Druckschalter in einem in der Hand gehaltenen Teil des Zerstäubers aktiviert, wie in einer oben erwähnten früheren Patentanmeldung beschrieben wird. Dadurch wird der Zerstäuber eingeschaltet. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, wird der Kompressor ausgeschaltet. Der Akkumulator kollabiert, und der Druckschalter in dem in der Hand gehaltenen Teil des Zerstäubers deaktiviert die Einheit.

Gemäß 8 versorgt die Pumpe den Akkumulator über einen Einlaß 64 mit Luft. Das Aufblähen der Membran 61 des Akkumulators wird durch eine Anordnung gesteuert, die einen Arm 62 aufweist, der mit einem Entlüftungsventil 63 verbunden ist. Wenn die Membran 61 des Akkumulators die maximal gewünschte Ausdehnung erreicht, berührt sie den Arm 62, um das Entlüftungsventil 63 zu öffnen. Dieses gibt den Luftstrom aus dem Kompressor an die Atmosphäre ab und hält den Akkumulator auf einer festen Ausdehnung. Während des Gebrauchs wird Luft über einen Auslaß 65 aus dem Akkumulator abgelassen, und die Membran 61 schrumpft und verliert den Kontakt zu dem Ventilarm 62, der das Ventil 63 schließt, so daß der Kompressor den Akkumulator wieder aufladen kann, bis der Ventilarm 62 wieder das Entlüftungsventil 63 betätigt.

Ist es auch vorteilhaft, den Akkumulator zur Atmosphäre zu entlüften, wenn der Kompressor ausgeschaltet wird, und dies wird dadurch erreicht, daß der Hauptschalter 66 mit einem Drehknopf 67 auf der Oberseite des Akkumulators montiert ist. Die Unterseite des Knopfes 67 weist einen Nocken 68 auf, der den Ventilarm 62 berührt, um das Ventil 63 zu öffnen und so den Druck aus dem Akkumulator abzulassen. Gleichzeitig wird der Kompressor ausgeschaltet. Wenn der Kompressor wieder eingeschaltet wird, löst sich der Nocken 68 vom Ventilarm 62, so daß das Entlüftungsventil 63 geschlossen wird.

9 illustriert eine vereinfachte Form der Art und Weise, in der all die Komponenten des Zerstäubers miteinander verbunden sind. Der Kompressor und Akkumulator 70 sind als vom in der Hand gehaltenen Teil des Zerstäubers 71 getrennt dargestellt, jedoch verbunden durch einen Schlauch 72, der die Druckluft in den Zerstäuber 71 leitet. Im Kompressor- und Akkumulatorteil 70 ist die Pumpe gezeigt, die den Akkumulator mit Druckluft versorgt. Im Zerstäuberteil 71 wird der Zerstäuber durch das Vorhandensein von Druckluft im Schlauch 72 am Druckschalter 73 eingeschaltet. Der Zerstäuberteil 74 des Zerstäubers wird durch ein Ventil oder einen Verteiler 75 gesteuert, der die Druckluftimpulse steuert. Das Atmungsmuster eines Patienten wird von einem Sensor 76 detektiert, der Information über das Atmungsmuster an den Mikrocontroller 77 liefert, der seinerseits den Verteiler 75 steuert. Wenn eine Dosis des Medikaments abgegeben worden ist, so wird eine Anzeigeeinrichtung wie etwa eine LED oder ein Summer 78 durch den Mikrocontroller aktiviert um anzuzeigen, daß die Behandlung des Patienten abgeschlossen ist.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in 10 gezeigt, wobei es sich um ein Dosimeter 80 handelt, das eine Haltekammer 81 aufweist, die an einem Ende einen Auslaß 82 hat, der mit einem Mundstück 83 verbunden ist. Ein Drucksensor 84 ist zwischen dem Mundstück 83 und der Haltekammer 81 angeordnet. Dieser Sensor 84 mißt den Druck im Mundstück, woraus der Strömungsdurchsatz der vom Patienten ein- und ausgeatmeten Luft gemessen werden kann. Das Mundstück 83 hat auch ein Entlüftungsventil 85, das es einem Patienten erlaubt, durch das Mundstück 83 auszuatmen, ohne die Haltekammer 81 zu füllen. Näheres über das Entlüftungsventil wird weiter unten beschrieben.

Innerhalb der Haltekammer ist ein Kolben 86 gezeigt, der sich in Längsrichtung bewegt, um das Volumen an Luft zu variieren, das in der Haltekammer 81 für einen Patienten beim Einatmen zur Verfügung steht. Der Kolben hat eine Zahnstange 87, die durch das Ende der Haltekammer 81 herausragt, so daß die Zähne mit dem Finger eines Elektromagneten 88 in Eingriff kommen können. Ein Lufteinlaß 89 befindet sich am linken Ende der Haltekammer und erlaubt es, daß Luft in den Raum hinter dem Kolben eintreten oder daraus austreten kann, wenn sich der Kolben nach rechts oder links bewegt.

Im Gebrauch wird der Kolben 86 zurückgezogen, um die Haltekammer 81 mit Luft zu füllen. Die Luft in der Haltekammer 81 wird dann mit einem Medikament beladen, entweder in der Form von flüssigen Tröpfchen oder in der Form einer Wolke aus Pulver. Diese wird über einen Port 82 in die Haltekammer 81 abgegeben, und dies erfordert normalerweise das Entfernen des Mundstücks 83. Ein Mundstück 83 kann dann wieder eingesetzt werden, und ein Patient atmet durch das Mundstück 83 ein und aus. Während der Einatmung atmet der Patient die mit Medikamenten beladene Luft aus der Haltekammer 81 ein, und während der Ausatmung wird die ausgeatmete Luft durch das Ventil 85 an die Atmosphäre abgegeben. Während der Ausatmung verriegelt der Elektromagnet 88 die Zahnstange 87 des Kolbens 86, so daß dieser sich nicht bewegt und somit die Haltekammer nicht mit ausgeatmeter Luft gefüllt wird. Gemäß der Erfindung kann sich jedoch der Kolben 86 nur während eines Teils der Einatmungsphase frei bewegen, und er wird durch den Elektromagneten 88 in seiner Position verriegelt, während der Patient das Endvolumen einatmet. Nachdem der Kolben einmal verriegelt ist, ist das Ventil 85 so ausgebildet, daß der Druckabfall im Mundstück 83, der durch das Verriegeln des Kolbens 86 verursacht wird, das Ventil 85 öffnet, so daß Umgebungsluft in das Mundstück eingesogen werden kann. Natürlich kann in dem Mundstück auch ein separates Ventil vorgesehen sein, um diese Funktion geeignet auszuführen.

Die Berechnung der Impulslänge, während der der Kolben 86 sich frei bewegen kann, um die Abgabe des Medikaments an den Patienten zu ermöglichen, wird auf die gleiche Weise bestimmt, wie oben in Bezug auf den Zerstäuber beschrieben wurde. Die Atmung des Patienten während der vorherigen drei Atemzüge wird von dem Sensor 84 so überwacht, daß die gleichen Berechnungen angestellt werden können, wie oben beschrieben wurde. Beim nachfolgenden Atemzug detektiert der Sensor den Beginn des Atemzuges, und nach der Dauer des Impulses wird der Kolben verriegelt.

Eine solche Anordnung verringert den Verlust des Medikaments, das im Endvolumen an Luft vorhanden ist, das normalerweise vom Patienten eingeatmet wird.

Diese Erfindung ist auch auf andere Typen von medizinischen Inhalationsgeräten anwendbar. Wie z.B. im Einleitungsteil dieser Beschreibung beschrieben wurde, wird in US 5 649 920 ein Inhalationsgerät für Trockenpulver beschrieben, das einen piezoelektrischen Vibrator und eine elektrostatische Ladungsplatte benutzt, um ein trockenes Pulver zu fluidisieren und in den Luftstrom des Patienten zu dispergieren. Die elektrostatische Ladungsplatte kann in Abhängigkeit vom Atmungsmuster des Patienten betätigt werden, so daß Impulse erzeugt werden, in denen das pulverförmige Medikament in den zum Patienten führenden Luftstrom abgegeben wird. Die Länge der Impulse kann genau auf die gleiche Weise wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen so bestimmt werden, daß das trockene Pulver nicht in das Endvolumen des zum Patienten führenden Luftstroms dispergiert wird.


Anspruch[de]
  1. Abgabevorrichtung für Medikamente, mit:

    einer Abgabeeinrichtung zur Abgabe von mit Medikamenten beladener Luft, sowie von Luft, die keinerlei Medikamente trägt, zur Einatmung durch einen Patienten;

    einer Überwachungseinrichtung (9, 76) zur Überwachung eines Atmungsmusters des Patienten; und

    einer Steuereinrichtung (77) zur Steuerung der Abgabeeinrichtung zur selektiven Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft und der Luft, die keinerlei Medikamente trägt,

    dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (77) dazu ausgebildet ist, die Abgabeeinrichtung so zu steuern, daß sie die mit Medikamenten beladene Luft in Impulsen abgibt, deren Länge und deren Verhältnis zur Einatmungsphase des Atmungsmusters durch die Steuereinrichtung (77) in Abhängigkeit von dem durch die Überwachungseinrichtung (9, 76) überwachten Atmungsmuster variiert wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Steuereinrichtung (77) dazu ausgebildet ist, zur Anpassung an Änderungen in dem überwachten Atmungsmuster die Länge des Impulses Atemzug für Atemzug zu steuern.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Vorrichtung ein Zerstäuber (50, 74) ist, in dem die Einrichtung zur selektiven Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft eine Einrichtung zum Zerstäuben eines Medikaments ist und die Steuereinrichtung (77) die Zerstäubungseinrichtung so steuert, daß das Medikament impulsweise zerstäubt wird.
  4. Zerstäuber (50, 74) nach Anspruch 3, mit einer Einrichtung zur Bestimmung der Dauer des Zerstäubungsimpulses, enthaltend eine Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten, einen Zeitgeber zur Messung der Dauer der Einatmung, eine Einrichtung zur Speicherung eines Schätzwertes für das Volumen des oberen Luftweges eines Patienten und eine Einrichtung zur Berechnung der Dauer des Impulses auf der Grundlage des von der Einrichtung zur Messung des Atemvolumens gemessenen Atemvolumens, der vom Zeitgeber gemessenen Dauer der Einatmung des in der Speichereinrichtung gespeicherten Schätzwertes für das Volumen des oberen Luftweges des Patienten.
  5. Zerstäuber (50, 74) nach Anspruch 4, bei dem die Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten eine Einrichtung zur Messung eines Spitzenwertes des Atemstroms des Patienten und eine Atemvolumen-Vorhersageeinrichtung aufweist, zur Berechnung des Atemvolumens auf der Grundlage des Spitzenwertes des Atemstroms und der vom Zeitgeber gemessenen Dauer der Einatmung.
  6. Zerstäuber nach Anspruch 4 oder 5, bei dem einige oder sämtliche der Werte, die in den Berechnungen verwendet werden, Mittelwerte sind, die aus einer Anzahl von früheren Messungen des Atmungsmusters des Patienten abgeleitet sind.
  7. Zerstäuber nach einem der Ansprüche 3 bis 6, mit einer Quelle (71, 51) für Druckgas zum Zerstäuben des Medikaments, welche Quelle (70, 51) einen Akkumulator zum Sammeln des Gases unter Druck und eine Einrichtung (73) zur Begrenzung der Dauer des Impulses aufweist, um den Akkumulator in einem Zustand zu halten, in dem er stets unter gewissem Druck ist.
  8. Zerstäuber nach Anspruch 7, bei dem der Akkumulator ein Ventil (63) aufweist, das, wenn der Akkumulator voll ist, Gas in die Atmosphäre abläßt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Vorrichtung ein Dosimeter (80) ist, in dem die Abgabeeinrichtung zur selektiven Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft eine Haltekammer (81) zum Halten von mit Medikamenten beladener Luft ist.
  10. Dosimeter (80) nach Anspruch 9, mit einer Einrichtung zur Bestimmung der Dauer des Zerstäubungsimpulses, enthaltend eine Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten, einen Zeitgeber zur Messung der Dauer der Einatmung, eine Einrichtung zur Speicherung eines Schätzwertes für das Volumen des oberen Luftweges eines Patienten und eine Einrichtung zur Berechnung der Dauer des Impulses auf der Grundlage des von der Einrichtung zur Messung des Atemvolumens gemessenen Atemvolumens, der vom Zeitgeber gemessenen Dauer der Einatmung des in der Speichereinrichtung gespeicherten Schätzwertes für das Volumen des oberen Luftweges des Patienten.
  11. Dosimeter (80) nach Anspruch 10, bei dem die Einrichtung zur Messung des Atemvolumens eines Patienten eine Einrichtung zur Messung eines Spitzenwertes des Atemstroms des Patienten und eine Atemvolumen-Vorhersageeinrichtung aufweist, zur Berechnung des Atemvolumens auf der Grundlage des Spitzenwertes des Atemstroms und der vom Zeitgeber gemessenen Dauer der Einatmung.
  12. Dosimeter (80) nach Anspruch 10 oder 11, bei dem einige oder sämtliche der Werte, die in den Berechnungen verwendet werden, Mittelwerte sind, die aus einer Anzahl von früheren Messungen des Atmungsmusters des Patienten abgeleitet sind.
  13. Dosimeter (80) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, mit einer Einrichtung (86) zur Verringerung des Volumens der mit Medikamenten beladenen Luft in der Haltekammer (81), um die Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft an einen Patienten zu ermöglichen.
  14. Dosimeter (80) nach Anspruch 13, bei dem die Einrichtung zur Verringerung des Volumens der mit Medikamenten beladenen Luft ein Kolben (86) ist, der in der Haltekammer (81) beweglich ist.
  15. Dosimeter (80) nach Anspruch 13 oder 14, mit einer Einrichtung (87, 88) zur Steuerung der Bewegung der Einrichtung (86) zur Verringerung des Volumens der Haltekammer (81) zur Abgabe der mit Medikamenten beladenen Luft in Impulsen.
  16. Dosimeter (80) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, mit einer Belüftungsöffnung (85), die das Einatmen von nicht mit Medikamenten beladener Luft außerhalb der Zeit erlaubt, in der ein Impuls vorhanden ist.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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