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Dokumentenidentifikation DE69925026T2 02.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001135572
Titel EIN SAFE FÜR WERTVOLLE DOKUMENTE
Anmelder Nybohov Development AB, Stockholm, SE
Erfinder LUNDBLAD, Leif, S-115 21 Stockholm, SE;
BJÖRKMAN, Claes, S-114 24 Stockholm, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69925026
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.11.1999
EP-Aktenzeichen 999637804
WO-Anmeldetag 30.11.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/SE99/02230
WO-Veröffentlichungsnummer 0000034612
WO-Veröffentlichungsdatum 15.06.2000
EP-Offenlegungsdatum 26.09.2001
EP date of grant 27.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse E05G 1/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E05G 1/14(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Safe und insbesondere einen Safe zum sicheren Aufbewahren wertvoller Dokumente, wie beispielsweise Banknoten, Schecks usw. Der Safe enthält eine Vielzahl von Einheiten, die jeweils für eine Vielzahl wertvoller Dokumente bestimmt sind, und der Safe insgesamt ist geschützt, um Versuche, den Safe aufzubrechen, zu erschweren, und/oder zu verhindern, dass derartige Versuche unternommen werden.

BESCHREIBUNG DES TECHNISCHEN HINTERGRUNDES

Bekanntermaßen werden spezielle Safes für die sichere Aufbewahrung wertvoller Dokumente, wie beispielsweise Banknoten, eingesetzt. Aus natürlichen Gründen sind derartige Safes häufig sehr schwer und schwierig zu bewegen, obwohl dies an sich nicht ausreichend abschreckend wirkt, um zu verhindern, dass mögliche Diebe die Wand eines Gebäudes beispielsweise mit Hilfe eines Lastwagens durchbrechen und den Safe vor Ort aufsprengen oder den Safe an einen versteckten Ort mitnehmen und sich dort in Ruhe Zugang zu seinem Inhalt verschaffen, siehe beispielsweise FR 2 594 169 A.

Bekanntermaßen werden auch speziell konstruierte Sicherheitskästen oder Säcke verwendet, um große Geldsummen in Form von Banknoten zu transportieren. Derartige Säcke bzw. Kästen sind auf unterschiedliche Weise mit speziellen Schutzvorrichtungen versehen, die Versuche, den Sack bzw. den Kasten gewaltsam zu öffnen und seinen Inhalt zu entnehmen, behindern/unmöglich machen. Diese Schutzvorrichtungen können beispielsweise aus einer mit Sicherung versehenen Farbstoffkapsel/einer Explosionsladung bestehen, die automatisch aktiviert wird, wenn versucht wird, den Kasten gewaltsam zu öffnen, so dass die Banknoten mehr oder weniger unbrauchbar werden, da die Banknoten eingefärbt/zerrissen werden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die erwähnten Nachteile zu beseitigen, indem ein neuartiger Safe geschaffen wird, mit dem es möglich ist, erfolgreich das Stehlen wertvoller Dokumente, wie beispielsweise Schecks, Banknoten usw. zu verhindern oder wenigstens erfolgreich zu behindern. In vielen Fällen schreckt möglicherweise Kenntnis der Eigenschaften des Safes an sich mutmaßliche Kriminelle von kriminellen Handlungen im vorliegenden Kontext ab.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst wenigstens eine Einheit in einem Safe der beschriebenen Art einen beweglichen Safe-Verwahrungskasten, der in dem Safe mit dem Safe verbunden werden kann, und der mit einer sogenannten Mantel-Schutzeinrichtung und einer Zerstörungseinrichtung versehen ist, die so eingerichtet ist, dass sie in Reaktion auf Beschädigung der Schutzeinrichtung automatisch in Funktion tritt, wenn der Safe-Verwahrungskasten aus dem Safe entnommen wird und ein Versuch gemacht wird, den Kasten aufzubrechen, die jedoch, wenn der Kasten in den Safe eingeführt und mit ihm verbunden ist, nur in Reaktion auf Aktivierung von einer Prozessoreinheit funktioniert, die in dem Safe angebracht ist, so dass die Schutzfunktion des Safe-Verwahrungskastens der Schutzfunktion des Safes untergeordnet ist, nachdem der Kasten auf die vorgesehene Weise in den Safe eingesetzt worden ist.

Diese und andere charakteristischen Merkmale des erfindungsgemäßen Safes werden aus den beigefügten Ansprüchen ersichtlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im Folgenden ausführlicher unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 einen erfindungsgemäßen Safe darstellt, der eine Vielzahl von Einheiten enthält, die für eine Vielzahl wertvoller Dokumente bestimmt sind.

2 eine der Einheiten in Form eines beweglichen Kastens oder Gehäuses darstellt, der/das in dem Safe angeschlossen werden kann; und

3 ein Schaltbild ist, das eine Zerstörungseinrichtung darstellt, die in dem in 1 dargestellten Safe enthalten ist.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGEN

Der in 1 dargestellte Safe 1 ist zum sicheren Aufwahren wertvoller Dokumente, wie beispielsweise Banknoten, Schecks usw., bestimmt und enthält eine Vielzahl von Einheiten 1117, von denen jede dazu dient, eine Vielzahl wertvoller Dokumente aufzunehmen. Der Safe als Ganzes enthält einen sogenannten Safe-Mantelschutz 101, der dazu dient, Versuche, den Safe aufzubrechen, zu verhindern/behindern.

Wenigstens eine der Einheiten 1117, d.h. im dargestellten Fall die Einheit 17, besteht aus einem beweglichen (tragbaren) Sicherheits-Verwahrungskasten oder -gehäuse (siehe 2), das in dem Safe 1 im Inneren der Mantel-Schutzeinrichtung 101 angeordnet werden und in dem Safe elektrisch angeschlossen werden kann. Dieser Kasten bzw. dieses Gehäuse ist mit seiner eigenen Mantel-Schutzeinrichtung 171 und Zerstörungseinrichtung 172 versehen, die automatisch in Funktion tritt, wenn der Kasten aus dem Safe entnommen wird und aufgrund eines Versuches, den Kasten aufzubrechen, beschädigt wird. Wenn jedoch der Kasten in dem Safe angeordnet und elektrisch darin angeschlossen ist, wird die Zerstörungseinrichtung 172 sofort bei Aktivierung von einer Prozessoreinheit 102 in dem Safe ausgelöst, so dass die Schutzfunktion des Kasten der Schutzfunktion des Safes untergeordnet ist, wenn der Kasten 17 auf die vorgesehene Weise in den Safe 1 eingesetzt worden ist.

Mit der Mantel-Schutzeinrichtung 101 wird ein äußerer Schutz bezeichnet, der so ausgeführt ist, dass, wenn er durch eine von außen ausgeübte Kraft beschädigt wird, im Inneren eine Schutzfunktion aktiviert wird, die Färbung der darin enthaltenen Banknoten bewirkt, oder bewirkt, dass die Banknoten in Stücke gerissen werden, oder die Banknoten auf andere Art unbrauchbar macht. Das Motiv, das einem gewaltsamen Eindringen zugrunde liegt, wird damit beseitigt, ohne dass der Safe zu schwer oder zu schwierig zu bewegen sein muss.

Der erwähnte äußere Mantelschutz kann sich aus Safewänden zusammensetzen, die aus einem mehrschichtigen Material bestehen, das, wenn es an einer beliebigen Stelle beschädigt wird, einen Kurzschluss zwischen den Schichten verursacht, oder, wenn Kontakt zwischen den Schichten unterbrochen wird, oder wenn die Materialstruktur auf andere Weise beeinträchtigt wird, sofort zur Aktivierung der inneren Schutzfunktion führt. Alternative Lösungen können darin bestehen, dass ein oder mehrere Dektoren vorhanden sind, die beispielsweise Änderungen des Luftdrucks erfassen, wenn der Safe auf eine Weise geöffnet wird, die nicht den Vorschriften entspricht, und so die Schutzfunktion aktivieren.

Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist die Mehrzahl der Einheiten 1116 der Einheiten 1117 jeweils mit einer Zerstörungsvorrichtung 112162 versehen, die einen Sprengstoff und/oder einen Farbstoff oder eine andere zerstörende Substanz (Klebstoff) zur lokalen Zerstörung wertvoller Dokumente in entsprechenden Einheiten 11, 12...16 enthält. Diese Vorrichtungen sind so ausgeführt, dass sie von der Prozessoreinheit 102 in Abhängigkeit davon aktiviert werden, ob entsprechende Einheiten in diesem Moment wertvolle Dokumente enthalten oder leer sind. In diesem Fall wird Zerstörung, die durch die Zerstörungsvorrichtungen 112162 verursacht wird, auf einzelne Einheiten beschränkt, die zu dem Zeitpunkt wertvolle Dokumente enthalten, zu dem ein Versuch zum gewaltsamen Eindringen unternommen wird.

Das Schaltbild gemäß 3 enthält Zerstörungsvorrichtungen 112162, die jeweils einen Farbstoffteil 11211621 und einen Sprengstoffteil 11221622 umfassen. Ein Mehrleiterkabel 1022 erstreckt sich von der Prozessoreinheit 102, die die Zerstörungsvorrichtungen steuert, und dient dazu, je nach dem Schaden, der dem Mantelschutz 101 zugefügt wurde, und teilweise in Abhängigkeit davon, ob entsprechende Einheiten 1116 Banknoten enthalten, Zündimpulse zu entsprechenden Sprengstoffteilen zu leiten. Informationen bezüglich des Zugangs zu wertvollen Dokumenten in entsprechenden Einheiten werden der Prozessoreinheit 102 kontinuierlich von den Zerstörungsvorrichtungen über einen Eingang 101 zugeführt.

Die Zerstörungsvorrichtungen sind so angeordnet, dass der Farbstoffteil auf die Ränder eines Bündels von Banknoten zu gerichtet und nahe daran angeordnet ist. Jede Einheit kann eine Vielzahl derartiger Zerstörungsvorrichtungen enthalten.

Die Einheiten 1117, die in 1 dargestellt sind, können eine Vielzahl wertvoller Dokumente (Banknoten) wie folgt enthalten: Die Einheiten 1116 weisen zwei Streifen, zwischen denen Banknoten so aufbewahrt werden, dass Ränder (kurze Seiten) der Banknoten nach außen vorstehen, eine Aufwickeltrommel sowie zwei kleinere Abwickeltrommeln auf. Die große Aufwickeltrommel kann normalerweise eine große Anzahl von Banknoten enthalten. Daher ist die Zerstörungsvorrichtung so angeordnet, dass der Farbstoffteil der Vorrichtung einem Ende der Trommel zugewandt ist, das aus Banknotenrändern besteht. Eine derartige Vorrichtung kann wahlweise an beiden Enden der Trommel angeordnet werden.

Die Einheit 17 kann Einwegkassetten enthalten, die beispielsweise aus Kunststoff bestehen, wobei Banknoten fest in diese eingefüllt sind. Die Zerstörungsvorrichtung ist an den Kassetten so angeordnet, dass der Farbstoffteil der Vorrichtung auf die Ränder der Banknoten zugerichtet ist.

Die Einheit 17, die in 2 dargestellt ist, hat die Form eines tragbaren Safe-Verwahrungskastens, der so ausgeführt ist, dass er in dem Safe 1 angeordnet und elektrisch mit dem Verdrahtungssystem des Safes über eine elektrische Kontaktvorrichtung 173 verbunden werden kann. Der Mantelschutz des Kastens (mehrschichtiges Gehäuse) ist mit 171 gekennzeichnet, und seine Zerstörungsvorrichtung ist mit 172 gekennzeichnet. Diese Vorrichtung hat einen länglichen Farbstoffteil 1721 sowie einen Sprengstoffteil 1722.


Anspruch[de]
  1. Safe (1) für wertvolle Dokumente, wie beispielsweise Banknoten, Schecks usw., der eine Vielzahl von Einheiten (1117) umfasst, die jeweils dazu dienen, eine Vielzahl wertvoller Dokumente aufzunehmen, und einen sogenannten Mantel-Schutz (101) um den gesamten Safe herum aufweist, um Versuche, gewaltsam Zugang zu dem Safe zu erlangen, zu behindern/verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine (17) der Einheiten (1117) aus einem beweglichen Safe-Verwahrungskasten oder -gehäuse besteht, der/das wenn er/es in den Safe eingesetzt ist, elektrisch damit verbunden werden kann und der/das mit einem Mantel-Schutz (171) und Zerstörungsvorrichtungen (172) versehen ist, die so ausgeführt sind, dass sie in Reaktion auf Beschädigung des Mantelschutzes (171) automatisch in Funktion treten, wenn der Kasten aus dem Safe entnommen wird und ein Versuch unternommen wird, den Kasten aufzubrechen, wenn jedoch der Kasten in dem Safe eingesetzt und elektrisch damit verbunden ist, bereits bei Aktivierung durch eine Prozessoreinheit (102) in Funktion treten kann, die in dem Safe (1) installiert ist, wobei die Prozessoreinheit durch den Mantel-Schutz (101) des Safes bei Beschädigung desselben betätigt wird, so dass die Schutzfunktion des Kastens (17) der Schutzfunktion des Safes (1) untergeordnet ist, wenn der Kasten auf die vorgesehene Weise in den Safe eingesetzt ist.
  2. Safe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl der Einheiten (1116) jeweils mit einer Zerstörungsvorrichtung (112, 122...162) versehen sind, die einen Sprengstoff und/oder einen Farbstoff oder eine andere Substanz enthält, die lokale Zerstörung wertvoller Dokumente in entsprechenden Einheiten (11, 12, 16) bewirken, wobei die Vorrichtungen durch Signalisierung von der Prozessoreinheit (102) in Abhängigkeit davon aktiviert werden, ob entsprechende Einheiten zu diesem Zeitpunkt wertvolle Dokumente enthalten oder leer sind, so dass die zerstörende Wirkung der Zerstörungsvorrichtungen (112, 122...162) auf einzelne Einheit genau zu dem Zeitpunkt begrenzt wird, zu dem gewaltsam versucht wird, Zugang zu den wertvollen Dokumenten zu erhalten.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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