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Dokumentenidentifikation DE69925045T2 02.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001242717
Titel MIT VINYLHARZEN IMPRÄGNIERTES FILZ ENTHALTENDES FUTTER FÜR EIN MANNLOCH
Anmelder Poly-Triplex Technologies, Inc., Panama City, Fla., US
Erfinder Ronald, A. McNeil, Destin, US
Vertreter Paul und Kollegen, 41460 Neuss
DE-Aktenzeichen 69925045
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IE, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.05.1999
EP-Aktenzeichen 999216344
WO-Anmeldetag 05.05.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/09697
WO-Veröffentlichungsnummer 0000068543
WO-Veröffentlichungsdatum 16.11.2000
EP-Offenlegungsdatum 25.09.2002
EP date of grant 27.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse E21D 11/00(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse E02D 29/12(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Auskleidung zur Sanierung von Rohren, Kanälen und Mannlöchern. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine mehrlagige Innenauskleidung für ein erodiertes oder beschädigtes Rohr, Mannloch oder eine andere Art von Kanal, in welchem eine mit Filz imprägnierte Vinyllage mechanisch an inneren und äußeren, mit Kunstharz gehärteten Fiberglaslagen angebracht ist.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Abwasser wird durch ein System von Kanälen, welche als Abwässerkanäle bekannt sind, von dem Punkt der Entstehung zu einem entfernten Behandlungs- oder Entsorgungsplatz transportiert. Häufig werden die frei liegenden Oberflächen schlechter, was zu einer ungewünschten Leckage und Schwierigkeiten beim Fließen des Fluids führen kann. Die Abwässerkanäle sind typischerweise mit einem vertikal angeordneten Mannloch versehen. Das Mannloch hat eine Öffnung an der Oberfläche oder einem Ausgangsniveau. Das untere oder hängende Ende des Mannlochs hat einen Strömungspfad, der als Seitenzweig bekannt ist, durch welchen das Abwasser auf seinem Weg zu der Behandlungsanlage strömt. Das Mannloch kann aus Zement, Beton oder Stein hergestellt sein und hat typischerweise einen Innendurchmesser, der um ein Vielfaches größer als der Durchmesser des Strömungspfads des Seitenzweigs ist.

Das Abwasser kann eine Atmosphäre erzeugen, die den Mörtel, mit welchem ein Mannloch aus Stein hergestellt ist, beschädigt. Alternativ kann die Umgebung für das Zementmaterial, das bei der Herstellung des Mannlochs verwendet wird, schädlich sein. Sollte das Mannloch beschädigt werden, dann kann Regenwasser oder Oberflächenwasser in das Mannloch eintreten, wodurch das Abwassersystem möglicherweise mit der Folge überlastet wird, daß unbehandeltes Abwasser in Ströme, Seen u. dgl. austritt. Der Erhalt der strukturellen Integrität von Mannlöchern ist ein Mittel, um die Belastung der Abwasserpumpenanlage einer Behandlungsanlage zu verringern. Diese Probleme gelten auch für Abwasserstationen, welche entlang des Abwassersammelsystems liegen und auch eine Sanierung erfordern können.

In der Vergangenheit sind Systeme entwickelt worden, um beschädigte Mannlöcher zu sanieren oder zu reparieren. Beispielsweise offenbart mein früheres US-Patent Nr. 5,265,981, auf dessen Offenbarung hier ausdrücklich Bezug genommen wird, ein System und ein Verfahren zum Sanieren eines Mannlochs. In diesem System schließen innere und äußere Fiberglaslagen eine mittlere undurchlässige Lage ein. Die äußere Lage ist geeignet, mit einem Material imprägniert zu werden, welches die äußere Lage zu dem Mannloch hin versteift. Die mittlere Lage ist undurchlässig und verhindert, daß Fluid in das Mannloch einsickert. Die innere Lage ist auch mit einem Material imprägniert, welches die innere Lage versteift, so daß das Mannloch strukturell verstärkt wird. Mein früheres US-Patent 5,490,744, auf dessen Offenbarung hier ebenfalls Bezug genommen wird, offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung, um eine mit Kunstharz imprägnierte Mannlochauskleidung aufzublasen und zu härten.

Meine oben beschriebenen Patente stellen eine bedeutende und vorteilhafte Verbesserung des Stands der Technik dar. Jedoch ist eine weitere Verbesserung in jedem Bereich, in welchem Anstrengungen unternommen werden, möglich, was sich auch hier als wahr erwies. Beispielsweise ist die mittlere Lage, weil sie aus einem undurchlässigen Material gebildet ist, glatt und haftet manchmal nicht gut an den mit Epoxidharz imprägnierten inneren und äußeren Lagen. Auch wenn das Mannloch strukturell verstärkt wird, bleibt somit noch ein gewisses Risiko, daß sich die innere verstärkte Schicht löst.

Somit gibt es in dem hier vorliegenden Fachgebiet ein Bedürfnis nach einer Auskleidung zum Abdichten und Verstärken eines Mannlochs, in welchem eine undurchlässige mittlere Schicht strukturell mit den inneren und äußeren Lagen verbunden ist, wodurch eine zusätzliche strukturelle Verstärkung geschaffen wird.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auskleidung zum Abdichten und Verstärken eines Mannlochs zu schaffen, welche eine zusätzliche strukturelle Verstärkung für das Mannloch schafft. Die obige Auflage wird gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst.

Eine Auskleidungseinrichtung zur Abdichtung und Verstärkung eines Mannlochs wird geschaffen. Die Einrichtung umfaßt einen mehrlagigen konturierten Schlauch, der erste, zweite und dritte orientierte Lagen aufweist. Die erste Lage besitzt innere und äußere Oberflächen, um mit einem Material zur Versteifung und zur Verbindung der Außenoberfläche der ersten Lage mit der Innenseite des Mannlochs imprägniert zu werden. Die dritte Lage besitzt Innen- und Außenoberflächen, um mit einem Material zur Versteifung der Innenoberfläche der dritten Lage imprägniert zu werden, so daß die Innenseite des Mannlochs strukturell verstärkt wird. Die zweite Lage ist für Fluide undurchlässig und zwischen der ersten und zweiten Lage angeordnet. Die zweite Lage schließt eine undurchlässige Membran ein, die Fasern aufweist, welche an den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage imprägniert sind, jedoch die Membran nicht durchsetzen. Die Außenoberfläche der zweiten Lage ist mit der Innenoberfläche der ersten Lage verbunden, und die Innenoberfläche der zweiten Lage ist mit der Außenfläche für die dritte Lage verbunden. Die Auskleidungseinrichtung besitzt Mittel, um die ersten, zweiten und dritten Lagen zu verbinden, so daß die Lagen Fläche an Fläche orientiert sind.

Ein saniertes Mannloch ist vorgesehen. Das Mannloch besitzt ein vertikal angeordnetes Mannloch, das ein oberes Ende, Innenwandungen und ein unteres Ende mit zumindest einem Seitengang aufweist. Ein Verstärkungssystem ist innerhalb des Mannlochs angeordnet. Das Verstärkungssystem umfaßt eine Stützschlauchanordnung mit ersten, zweiten und dritten aneinanderliegenden Lagen, wobei die ersten und dritten Lagen von einem gewobenen Strukturmaterial gebildet sind. Die zweite Lage ist zwischen den ersten und dritten Lagen angeordnet und aus einer für Fluide undurchlässigen Membran gebildet und hat Fasern, die an ersten und zweiten Oberflächen imprägniert sind, aber die Membran nicht durchsetzen. Jede der ersten und dritten Lage ist mit einem Epoxidharzsystem imprägniert, so daß die ersten und dritten Lagen versteift sind und die dritte Lage an den Innenwänden und dem unteren Ende des Mannlochs verbunden ist. Zusätzlich sind die Fasern auf der ersten Oberfläche der zweiten Lage mit der Innenoberfläche der dritte Lage verbunden, und sind die Fasern der zweiten Oberfläche der zweiten Lage mit der Außenoberfläche der ersten Lage verbunden. Jede der Lagen ist in der Nähe des Seitengangs beschnitten, um den Zugang zu dem Mannloch zu ermöglichen.

Diese und weitere Ziele und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung der oben beschriebenen Erfindung deutlich.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Diese und andere Aufgaben und Vorteile sowie neue Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, deutlich, worin:

1 eine schematische Ansicht der Auskleidungseinrichtung der Erfindung ist;

2 eine Querschnittsansicht der bevorzugten Ausführungsform der zweiten Lage der vorliegenden Erfindung ist;

3 eine Querschnittsansicht der bevorzugten Ausführungsform der zweiten Lage, wie sie gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist;

4 eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform der zweiten Lage, wie sie gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist;

5 eine teilweise geschnittene Vorderansicht ist, welche die Auskleidungsanordnung der 1 in einem Mannloch positioniert darstellt; und

6 ist eine teilweise geschnittene Vorderansicht des Mannlochs der 5, nachdem die Auskleidungseinrichtung aufgeblasen worden ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Eine Auskleidungseinrichtung L, wie sie am besten in der 1 gezeigt ist, ist ein allgemein zylindrischer Schlauch, der aus mehreren Lagen oder Schichten 10, 12 und 14 besteht. Ein Aufblasebalg 16 liegt über der Lage 14, aber ist wahlweise von dieser lösbar. Die Auskleidungseinrichtung L hat ein offenes Ende 18 und ein gegenüberliegendes geschlossenes Ende, in welchem ein konturierter Schnitt 20 vorgesehen ist.

Die Auskleidungsanordnung L wird von einer Mehrzahl von Lagen 10, 12 und 14 gebildet, die in der genannten Reihenfolge Fläche an Fläche angeordnet sind. Entsprechende Kanten der Lagen sind beispielsweise durch Haftung 15 oder Zusammennähen mit einer Doppelnadelmaschine miteinander verbunden, um die allgemein schlauchförmige Anordnung der Auskleidungseinrichtung L zu bilden. Das Zusammennähen dient auch dazu, die Lagen 10, 12 und 14 während der Herstellung der Auskleidungseinrichtung L und ihrer anschließenden Installation in ihrer flächig liegenden Orientierung zu halten. Die Auskleidungseinrichtung L wird zwar als zylindrisch beschrieben, sie kann jedoch auch in Entsprechung der zu sanierenden Struktur eine anders geartete Form haben.

Die Lagen 10 und 14 bestehen jeweils aus einem gewobenen Strukturmaterial aus Fiberglas, wie es in meinem früheren US-Patent Nr. 5,265,981 offenbart ist. Ich bevorzuge es, wenn das Fiberglas ein 24 oz. gewobenes Vorgarn ist, um die angemessene strukturelle Integrität für die Verwendung, für welche die Auskleidungseinrichtung L gedacht ist, zu schaffen.

Die Lage 12 ist andererseits ein Mischtextilerzeugnis, und ist am besten unter Bezugnahme auf die 2, 3 und 4 dargestellt. Insbesondere unter Bezugnahme auf die 2 besitzt die Lage 12 eine nicht poröse innere Membran 12a, die zwischen äußeren Schichten aus Glasfasern 12b und 12c angeordnet ist. Die innere Membran ist für Wasser, Gas und chemische Angriffe undurchlässig, was der Verkleidungseinrichtung L während der Herstellung und Installation eine Festigkeit gibt und auch das Durchdringen von Wasser, Gas und Chemikalien von der Lage 10 zu der Lage 14 verhindert. In der bevorzugten Ausführungsform ist die innere Membran 12a ein Polyestergewebe, das mit Polyvinylchlorid beschichtet ist, so daß das Polyestergewebe in einer Vinyldecke eingeschlossen ist, wodurch die Membran gebildet wird. Die äußeren Faserschichten 12b und 12c sind Polyesterfilze, die auf die Außenflächen der inneren Membran 12a imprägniert oder in sie eingedrückt sind, um mit ihr mechanisch verbunden zu werden. Die Filzfasern der Lagen 12b und 12c dringen nicht in die innere Membran 12a ein, so daß die Lage 12a ihre undurchlässige Qualität behält. Ein geeignetes Mischmaterial für die Lage 12 kann von der Hartz Corporation gekauft werden. Die Lage 12 hat eine Dicke von 2,77 mm, die größer als die der Lagen 10 und 14 ist. Das Polyestergrundgewebe 12a hat ein Gewicht von 4,0 oz/yd2.

Jede der Lagen 10, 14 wird vor der Installation der Auskleidungseinrichtung L mit einem Epoxidharzsystem imprägniert. Das Epoxidharzsystem bewirkt, daß die Glasfaserschichten 10 und 14 verstärkt sind, während sie auch mechanisch mit der Lage 12 verbunden werden. Die mit Kunstharz imprägnierten Lagen 10 und 14 greifen mit den äußeren Faserlagen 12b und 12c der Lage 12 ineinander, was dazu führt, daß das Epoxidharz auf den äußeren Faserlagen 12b und 12c absorbiert wird. Wenn der Kunstharz gehärtet wird, werden die Fasern der Lagen 12b und 12c der Lage 12 mechanisch mit den mit Kunstharz imprägnierten Lagen 10 und 14 verbunden, wodurch eine starke Verbindung zwischen den Lagen geschaffen wird.

Unter Bezugnahme auf die 3 bilden die äußeren Faserschichten 12b und 12c der Lage 12 eine mechanische Verbindung mit den Lagen 10 und 14, nachdem der Kunstharz gehärtet hat, indem eine äußere Faserschicht 12c der Lage 12 mit der äußeren Lage 10 und die äußere Faserschicht 12c mit der inneren Lage 14 sicher verbunden wird. Weil somit die innere Lage 14 und die Lage 12 mechanisch verbunden sind, wird die Gefahr, daß sich die Lage 14 von der Lage 12 löst und die Lage 12 abreißt, signifikant reduziert. Um die Festigkeit der Verbindung zwischen den Lagen zu erhöhen, kann die Dicke des Filzes der Schichten 12b, 12c erhöht oder variiert werden. Je dicker der Filz ist, desto stärker wird die Verbindung zwischen den Lagen sein. Zusätzlich bewirkt das Epoxidharzsystem, daß die Lage 10 mit den umgebenden Wänden des Mannlochs verbunden wird, wodurch eine strukturelle Abstützung für das Mannloch geschaffen wird, weil das Epoxidharzsystem die Öffnungen füllt, die von dem beschädigten oder entfernten Mörtel o. dgl. freigelassen werden.

Das Epoxidharzsystem 22 kann auf die Auskleidungseinrichtung L durch eine Rolle 24 aufgebracht werden, welche das Epoxidharzsystem 22 über die Lagen 10 und 14 verteilt. Jede der Lagen 10 und 14 sollte völlig mit dem Epoxidharz 22 imprägniert sein. In der Praxis werden die äußeren beiden Schichten der Verkleidungseinrichtung L in ähnlicher Weise, wie zwei Schlauchsocken voneinander gelöst werden, zurückgeschlagen und Kunstharz wird zunächst auf die Lage 14 aufgebracht, wonach der Blasebalg 16 angebracht wird. Die Auskleidungseinrichtung L wird dann mit der inneren Glasfaserschicht und dem Aufblasebalg ausgerichtet, und das Epoxidharzsystem 22 dann auf die Lage 10 aufgebracht. Ich bevorzuge, daß die Lagen 10 und 14 mit einem Zweikomponentenepoxidharzsystem imprägniert werden, wie es in meinem früheren US-Patent Nr. 5,265 981 und dem US-Patent Nr. 5,490,744 offenbart ist.

In einer alternativen Ausführungsform können die äußeren Faserschichten 12d und 12e unterschiedliche Dicken aufweisen, wie es insbesondere unter Bezugnahme auf die 4 dargestellt ist. In der 4 ist die äußere Faserschicht 12e der Lage 12 dicker als die äußere Faserschicht 12d der Lage 12. Die dickere Schicht 12e schafft eine stärkere Bindung zwischen der Lage 12 und der inneren Lage 14 als es bei der Verbindung der Fall ist, die zwischen der Schicht 12d und der Lage 10 gebildet wird. Während es wichtig ist, eine starke Verbindung sowohl zwischen der Lage 12 und der Lage 10 als auch der Lage 12 und der Lage 14 zu haben, kann eine stärkere Verbindung zwischen der Lage 12 und der Lage 14 gewünscht sein, weil die Lage 14 direkt der schädigenden Umgebung des Wässerungssystems ausgesetzt ist. Es sollte jedoch verstanden werden, daß äußere Schichten 12d und 12e jede gewünschte Dicke haben können.

Wenn die Auskleidungseinrichtung L hergestellt worden ist, werden ihre Schichten mit dem Epoxidharz imprägniert und sie wird in das Mannloch M hinabgelassen. Das Mannloch M, wie es am besten in der 5 gezeigt ist, ist ein Steinmannloch, welches Ziegel 26 aufweist, die durch Mörtel 28 miteinander verbunden sind. Die Flächen 30 der Ziegel 26 sind aufgrund der schädigenden Umgebung, welcher die Flächen 30 ausgesetzt worden sind, ungleichmäßig geworden. In gleicher Weise ist auch der Mörtel 28 durch die Umgebung beschädigt oder entfernt worden mit dem Ergebnis, daß die Ziegel 26 springen und/oder gelöst und beseitigt werden.

Die Auskleidungseinrichtung L ist geeignet und ausgebildet, um das Mannloch M zu verstärken, während es den Abwasserrohren 40 und 42 erlaubt wird, in Betrieb zu bleiben. In der 5 ist ersichtlich, daß ein Kran (nicht gezeigt) ein Kabel hat, an welchem ein Haken 54 für die Verbindung mit einer Halter 52 einer Hebeanordnung 50, welche an dem Flansch 48 durch Bolzen verbunden ist, befestigt ist. Ein Kragen 46 kann verwendet werden, um die Auskleidungseinrichtung L an dem Hals 42 zu befestigen.

Die Verwendung der Auskleidung L von 1 zur Sanierung des Mannlochs M von 5 geht relativ schnell vor sich, und es erfordert nur wenige Stunden, um die Auskleidungseinrichtung L vorzubereiten.

Es hat sich als wünschenswert herausgestellt, vor dem Beginn der Sanierung des Mannlochs M Maßnahmen zu ergreifen oder sich genaue Pläne anzusehen, so daß die Auskleidungseinrichtung L in der Weise hergestellt werden kann, daß sie im wesentlichen der Kontur des Mannlochs M entspricht. Obwohl ich das Mannloch M und seine entsprechende Auskleidungseinrichtung L so dargestellt habe, daß sie eine allgemein zylindrische Form besitzt, werden Fachleute natürlich wissen, daß das Mannloch M auch jede andere Form haben kann. Die Auskleidungseinrichtung L wird so hergestellt, daß sie im wesentlichen der Konfiguration und wenigstens der Größe des Mannlochs M entspricht, wodurch im wesentlichen eine Spaltbildung eliminiert wird, die zwischen der Auskleidungseinrichtung L und den Flächen des Mannlochs M auftreten könnte. Ich habe herausgefunden, daß die Auskleidungseinrichtung L in geeigneter Weise durch herkömmliche Nähtechniken hergestellt werden kann und die Nähte 15, die aus solchen Techniken entstehen, den zusätzlichen Vorteil bieten, daß die Lagen 10, 12 und 14 miteinander verbunden werden. Jede der Lagen 10, 12 und 14 hat normalerweise eine rechteckige Grundfläche, so daß die Auskleidungseinrichtung L erfordert, daß entsprechende Kanten der Lagen vorzugsweise durch Doppelnähte miteinander verbunden werden, um die schlauchförmige Anordnung von 1 oder, welche andere Konfiguration auch erforderlich sein sollte, um der Kontur des Mannlochs zu entsprechen, herzustellen. Zusätzliches Nähen kann auch vorgesehen sein, falls es notwendig ist.

Nachdem die Auskleidung L in geeigneter Weise innerhalb des Mannlochs M positioniert worden ist, wird die Einrichtung L mit erwärmter Luft unter Druck gesetzt, wie es in meinem zuvor genannten Patenten Nrn 5,265,981 und 5,490,744 offenbart ist. Dies führt dazu, daß die Auskleidungseinrichtung L aufgeblasen wird und die Wände des Mannlochs M kontaktieren, um das Kunstharzsystem, welches die Lagen 10 und 14 imprägniert, zu härten.

Die 6 zeigt die Auskleidungseinrichtung L, wenn sie innerhalb des Mannlochs M positioniert und mit der unter Druck stehenden erwärmten Luft aufgeblasen ist. In der 6 ist ersichtlich, daß die Auskleidungseinrichtung L und das Kunstharzsystem, welches die Lage 10 imprägniert, eng mit den offen liegenden Flächen 30 der Ziegel 26 in Eingriff kommen und auch auch erlauben, daß die Seitengänge 40 und 42 geschützt werden. Der enge Eingriff der Lage 10 und seines imprägnierten Kunstharzes mit den Ziegeln 26 und dem Mörtel 28 des Mannlochs M stoppt nicht nur das Einsickern von Wasser und Schädigungen in dem Mannloch M durch Gase und Chemikalien, sondern schafft auch anschließend eine strukturelle Unterstützung. Der Kunstharz 22, welcher die Lage 10 imprägniert, führt dazu, daß die Lage 10 verstärkt wird. Die Lage 10 ist aus einer strukturierten Glasfaser gebildet, so daß sie dem Mannloch M anschließend einen wesentlichen Halt gibt. Die Lage 14 ist in gleicher Weise aus einer strukturierten Glasfaser hergestellt, und das Kunstharzsystem 22, welches die Lage 14 verstärkt, führt ebenfalls dazu, daß die Lage 14 verstärkt wird. Die verstärkten Lagen 10 und 14 bilden somit eine strukturelle Stützung für das Mannloch, wodurch dessen Lebensdauer wesentlich erhöht wird.

Weiterhin gibt die mechanische Befestigung der äußeren Fasern 12b, 12c an den Lagen 10 und 14 dem sanierten Mannloch M eine weitere Unterstützung und Integrität. Die Lage 14 schützt, wenn sie an den Fasern 12b der Lage 12 verstärkt ist, die innere Membran 12a der äußeren Lage 12, so daß das Mannloch M zur Kontrolle, Reinigung der Verkleidung oder Überprüfung der Nähte innerhalb des Systems zugänglich ist. Es ist nicht unüblich, Mannlöcher mit Leitern, Harnischen und anderen Vorrichtungen zu betreten und unterschiedliche Arten der Ausrüstung innerhalb der Mannlochanordnung zu benutzen. Eine solche Ausführung könnte jedoch die nicht poröse Lage 12 zerreißen und so das Eindringen von Wasser erlauben. Daher ist die Verbindung der beiden strukturellen Schichten aus mit Kunstharz imprägnierter Glasfaser an den äußeren Fasern 12b, 12c wichtig, um eine zusätzliche strukturelle Unterstützung für die nicht poröse innere Membran 12a zu bilden.

Nach dem Härten des Kunststoffsystems bildet die nicht poröse Membran 12a eine permanente Barriere, um eine weitere Beschädigung des Mannlochs durch Gase oder Chemikalien zu stoppen, und eliminiert ein Ein- oder Austreten. Der Blasebalg 16 legt, wenn er entfernt ist, den ausgeschnittenen Bereich 20 frei, welcher die Seitengänge 40 und 42 umgibt, um einen Zugang zu diesem zu erlauben. Auch wenn die Erfindung in erster Linie zur Sanierung von Mannlöchern beschrieben worden ist, kann sie auch in Rohren und Kanälen größeren Durchmessers verwendet werden.

Auch wenn die Erfindung so beschrieben worden ist, daß sie eine bevorzugte Konstruktion hat, ist sie für weitere Modifikationen, Verwendung und/oder Adaptionen der Erfindung, welche dem allgemeinen Prinzip der Erfindung folgen und Abweichungen von der vorliegenden Offenbarung einschließen, die allgemeine Praxis auf dem Fachgebiet, zu welchem die Erfindung gehört, zugänglich.


Anspruch[de]
  1. Eine Auskleidungseinrichtung zur Abdichtung und Verstärkung der Wandungen eines Mannlochs mit:

    a) einem mehrlagigen konturierten Schlauch, der erste, zweite und dritte orientierte Lagen aufweist, wobei die erste Lage Innen- und Außenoberflächen einschließt, um mit einem Material zur Versteifung und zur Verbindung der Außenoberfläche der ersten Lage mit der Innenseite eines Mannlochs imprägniert zu werden, und wobei die dritte Lage Innen- und Außenoberflächen aufweist, um mit einem Material zur Versteifung der Innenoberfläche der dritten Lage imprägniert zu werden, so daß die Innenseite des Mannlochs strukturell verstärkt wird; wobei

    b) die zweite Lage für Fluide undurchlässig ist und zwischen der ersten und zweiten Lage angeordnet ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die zweite Lage eine undurchlässige Membran einschließt, die Fasern aufweist, die an den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage imprägniert sind, jedoch die Membran nicht durchsetzen, wobei die Außenoberfläche der zweiten Lage dazu ausgebildet ist, um mit der Innenoberfläche der ersten Lage verbunden zu werden, und wobei die Innenoberfläche der zweiten Lage dazu ausgebildet ist, um mit der Außenoberfläche der zweiten Lage verbunden zu werden; und dadurch gekennzeichnet, und daß

    c) Mittel vorhanden sind, die zur Verbindung der ersten, zweiten und dritten Lagen vorgesehen sind, so daß die Lagen Fläche an Fläche orientiert sind.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei der

    a) die Fasern der zweiten Lage auf die Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage aufgepreßt sind.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, bei der

    a) die Fasern der zweiten Lage einen Filz bilden.
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, bei der

    a) die Fasern der zweiten Lage einen Polyesterfilz bilden.
  5. Einrichtung nach Anspruch 4, bei der

    a) die Membran der zweiten Lage ein Textilerzeugnis mit einer darauf aufgebrachten Beschichtung ist.
  6. Einrichtung nach Anspruch 5, bei der

    a) die Membran der zweiten Lage ein mit Polyvinyl beschichtetes Polyestertextilerzeugnis ist.
  7. Einrichtung nach Anspruch 6, bei der

    a) die zweite Lage für Flüssigkeiten undurchlässig ist.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, bei der

    a) jede der ersten und dritten Lagen ein Glasfasergewebe ist und

    b) die ersten, zweiten und dritten Lagen mittels Nähen verbunden sind.
  9. Einrichtung nach Anspruch 8, bei der

    a) die Fasern, die auf den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage angeordnet sind, die gleiche Dicke haben.
  10. Einrichtung nach Anspruch 8, bei der

    a) die Fasern, die auf den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage angeordnete sind, unterschiedliche Dicken haben.
  11. Saniertes Mannloch mit:

    a) einem vertikal angeordneten Mannloch, das ein oberes Ende, eine Innenwandung und ein unteres Ende mit zumindest einem Seitengang aufweist;

    b) einem Verstärkungssystem, das innerhalb des Mannlochs angeordnet ist, wobei das Verstärkungssystem eine Auskleidungseinrichtung mit ersten, zweiten und dritten aneinanderliegenden Lagen einschließt, wobei die ersten und dritten Lagen von einem gewobenen Strukturmaterial gebildet sind und die zweite Lage zwischen der ersten und dritten Lage angeordnet und aus einer für Fluide undurchlässigen Membran gebildet wird, bei dem

    c) jede der ersten und dritten Lagen mit einem Epoxyharzsystem derart imprägniert ist, daß die ersten und dritten Lagen versteift und die dritte Lage mit der Innenwandung und dem unteren Ende des Mannlochs verbunden ist, und

    d) jede der Lagen in der Nähe des Seitengangs beschnitten ist, um den Zugang zu dem Mannloch zu ermöglichen,

    dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Lage Fasern aufweist, die auf die ersten und zweiten Oberflächen der zweiten Lage imprägniert sind, aber die Membran nicht durchsetzen, und daß die Fasern auf der ersten Oberfläche der zweiten Lage mit einer Innenoberfläche der dritten Lage verbunden sind und die Fasern auf der zweiten Oberfläche der zweiten Lage mit der Außenoberfläche der ersten Lage verbunden sind.
  12. Mannloch nach Anspruch 11, bei dem

    a) die Fasern der zweiten Lage auf die Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage aufgepreßt sind.
  13. Mannloch nach Anspruch 12, bei dem

    a) die Fasern der zweiten Lage einen Filz bilden.
  14. Mannloch nach Anspruch 13, bei dem

    a) die Fasern der zweiten Lage einen Polyesterfilz bilden.
  15. Mannloch nach Anspruch 14, bei dem

    a) die Membran der zweiten Lage ein Textilerzeugnis mit einer darauf aufgebrachten Beschichtung ist.
  16. Mannloch nach Anspruch 15, bei dem

    a) die Membran der zweiten Lage ein mit Polyvinyl beschichtetes Polyestertextilerzeugnis ist.
  17. Mannloch nach Anspruch 16, bei dem

    a) die zweite Lage für Flüssigkeiten undurchlässig ist.
  18. Mannloch nach Anspruch 17, bei dem

    a) die ersten und dritten Lagen ein Glasfasergewebe bilden und

    b) die ersten, zweiten und dritten Lagen durch Nähen miteinander verbunden sind.
  19. Mannloch nach Anspruch 18, bei dem

    a) die Fasern, die auf den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage angeordnet sind, die gleichen Dicken haben.
  20. Mannloch nach Anspruch 18, bei dem

    a) die Fasern, die auf den Innen- und Außenoberflächen der zweiten Lage angeordnet sind, unterschiedliche Dicken haben.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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