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Dokumentenidentifikation DE69925071T2 02.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000971131
Titel Kreisellüftereinheit für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Visteon Global Technologies, Inc., Van Buren Township, Mich., US
Erfinder Botros, Monier Bibawy, Troy, Michigan 48098, US
Vertreter Drömer, H., Dipl.-Phys. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 51429 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 69925071
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.07.1999
EP-Aktenzeichen 993053388
EP-Offenlegungsdatum 12.01.2000
EP date of grant 04.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.2006
IPC-Hauptklasse F04D 29/42(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse F04D 29/66(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Zentrifugalgebläseaufbauten für Kraftfahrzeuge. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Zentrifugalgebläseaufbau, welcher eine Vorrichtung zum Rotieren eines Luftvolumens aufweist, das in den Aufbau eintritt.

Zentrifugalgebläse und Zentrifugalventilatoren umfassen im Allgemeinen ein Gebläserad oder Gebläselaufrad, welches in einer vorbestimmten Richtung in einem Gehäuse rotiert und welches durch einen Elektromotor angetrieben werden kann. Das Gebläserad weist gekrümmte Schaufeln auf, welche die Luft axial entlang der Rotationsachse des Gebläserads einsaugen und die Luft radial nach außen ausstoßen. Solche Gebläse werden in einer Vielzahl von Anwendungen wie in Heizungs- oder Kühlungssystemen insbesondere Anwendungen für Automobile eingesetzt.

Zentrifugalventilatoren wurden mit gut bekannten Blendenvorrichtungen ausgestattet, um die Öffnung des Luftkanals, welcher durch das Ventilatorgehäuse ausgebildet ist, zu verringern, um die Kapazität des Ventilators zu regeln. Die Blendenanordnung kann geschlossen werden, um angepasste Luftstromeinstellungen bereitzustellen, während gleichzeitig die Motorleistungserfordernisse des Ventilators verringert werden. Jedoch kann bei diesen Arten von Blendenanordnungen Ventilatorpulsieren auftreten, wenn der Luftkanal teilweise geschlossen ist. In jenen Fällen, wo die Blenden völlig geöffnet sind, führt die einströmende Luft, welche auf die Laufradschaufeln aufprallt, zu einer beträchtlichen Größe an Grenzschichtflussablösung auf Grund des Winkels, mit dem die einströmende Luft auf die führende Kante der Laufradschaufeln auftrifft. Diese Ablösung kann zu ansteigendem Lärm, zu Vibration und Rauheit führen, als auch den Wirkungsgrad des Zentrifugalgebläses herabsetzen.

Da die Luft die Gebläse- oder Ventilatoreinlassöffnung in einer axialen Richtung anströmt, neigt sie zusätzlich dazu, die mittleren und unteren Abschnitte des Gebläseventilatorrades oder Laufrades zu erreichen, und sie strömt radial nach außen zur Gebläsegehäusespirale in größerem Ausmaß vom mittleren Abschnitt des Rades. Weniger Luft bläst vom oberen Abschnitt des Laufrades und daher ist der Ventilator nicht wirkungsvoll.

Um die oben beschriebenen Probleme zu überwinden, offenbart die US-Patentschrift Nr. 3,781,127 ein Zentrifugalgebläse, welches eine Mehrzahl von schnelle Drehung erzeugenden Einlassleitschaufeln und einen Mechanismus zum drehbaren Stützen der Leitschaufeln um die äußere Wand des Einlasses des Zentrifugalgebläses herum umfasst. Mit dieser Anordnung kann die Kapazität oder die Menge Luft, welche in das Gebläse einströmt, geregelt werden und eine schnelle Drehung kann dem einströmenden Gas mitgegeben werden. Alternativ dazu können die Leitschaufeln vollständig geschlossen werden, was den Zustrom des Gases in das Gebläse einschränkt, während dem einströmenden Gas eine maximale Drehung mitgegeben wird. Das System des '127-Patents ist an einer Position außerhalb des Gehäuses des Gebläses angebracht.

Jede Leitschaufel des Aufbaus '127 kann verschwenken, um die Größe der Öffnung für die Luft, die in das Ventilatorgebläse eintritt, zu verändern. Jedoch ist der Aufbau teuer und komplex in der Herstellung. Des Weiteren braucht der Aufbau einen Mechanismus, um das Ausmaß der Drehung oder Verschwenkung jeder der Schaufeln relativ zum Gebläsegehäuse zu steuern, was das Zentrifugalgebläse weiter in Bezug auf die Kosten und die Komplexität belastet. Auch ist das Ausmaß der Drehung, welche durch die beweglichen Leitschaufeln mitgegeben wird, unzureichend, um die Grenzschichtflussablösung um jede der Schaufeln des Zentrifugalgebläses herum zu überwinden oder zu verringern. Daher wäre es vorteilhaft, eine weniger teure und weniger komplizierte Vorrichtung bereitzustellen, welche die Flussablösung um jede der Schaufeln des Zentrifugalgebläselaufrads verringert, die einströmende Luft dazu zwingt, durch das gesamte Ventilator/Laufrad-Rad zu strömen, und den Wirkungsgrad des Gebläses erhöht, während sie die axiale Kraft verringert, die durch das Gas auf die Ventilatornabe ausgeübt wird.

Die Japanische Patentschrift 07305696A offenbart einen Zentrifugalventilatoraufbau, welcher für ein Kraftfahrzeug geeignet ist, umfassend: ein Ventilatorrad, welches eine Mehrzahl von Ventilatorschaufeln, einen Ventilatorring und eine Ventilatornabe aufweist; einen Motor, welcher eine Rotationswelle aufweist, die aus ihm herausragt und in den Eingriff mit der Ventilatornabe hineinragt, wobei der Motor betrieben wird, um das Ventilatorrad um eine Achse zu drehen, welche mit der Achse der Rotationswelle zusammenfällt; ein Gehäuse zur Aufnahme des Ventilatorrades und des Motors darin, wobei das Gehäuse eine Lufteinlassseite, eine Motoraufnahmeseite gegenüber der Lufteinlassseite und eine allgemein gekrümmte Wand umfasst, die sich zwischen der Lufteinlassseite und der Motoraufnahmeseite erstreckt und dadurch eine Kammer definiert, durch welche ein Volumen Luft hindurchgefördert wird, wobei die Lufteinlassseite des Gehäuses einen allgemein runden Einlassring umfasst, welcher eine vorbestimmte axiale Länge aufweist und eine Einlassöffnung definiert, durch welche Luft durch Drehung des Ventilatorrades gesaugt wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung stellen wir einen Zentrifugalgebläseaufbau für ein Kraftfahrzeug bereit, umfassend: ein Ventilatorrad, welches eine Mehrzahl von Ventilatorschaufeln, einen Ventilatorring und eine Ventilatornabe aufweist; einen Motor, welcher eine Rotationswelle aufweist, die aus ihm herausragt und in den Eingriff mit der Ventilatornabe hineinragt, wobei der Motor betrieben wird, um das Ventilatorrad um eine Achse zu drehen, welche mit der Achse der Rotationswelle zusammenfällt; ein Gehäuse zur Aufnahme des Ventilatorrades und des Motors darin, wobei das Gehäuse eine Lufteinlassseite, eine Motoraufnahmeseite gegenüber der Lufteinlassseite und eine allgemein gekrümmte Wand umfasst, die sich zwischen der Lufteinlassseite und der Motoraufnahmeseite erstreckt und dadurch eine Kammer definiert, durch welche ein Volumen Luft hindurchgefördert wird, wobei die Lufteinlassseite des Gehäuses umfasst: einen allgemein runden Einlassring, welcher eine vorbestimmte axiale Länge aufweist und eine Einlassöffnung definiert, durch welche Luft durch Drehung des Ventilatorrades gesaugt wird; einen allgemein runden inneren Ring, welcher in einem vorbestimmten Abstand innerhalb des Einlassringes angeordnet ist; und eine Mehrzahl von ortsfesten Leitschaufeln, welche zwischen dem inneren Ring und dem Einlassring im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Ventilatorrades angeordnet sind, wobei jede der Mehrzahl von Leitschaufeln eine vorbestimmte axiale Länge aufweist und einen Einlasswinkel und einen variablen Austrittswinkel entlang einer nachgeordneten Kante der Leitschaufeln umfasst, wobei der Austrittswinkel jeder der Leitschaufeln in seiner Größe entlang einer radialen Richtung von inneren Ring zum Einlassring abnimmt.

Die vorliegende Erfindung stellt den Vorteil bereit, dass eine ortsfeste, gießbare Vorrichtung eine Drehung auf ein Luftvolumen, welches in ein Zentrifugalgebläse einströmt, übertragen kann, was die Luft veranlasst, auf solche eine Weise auf die volle axiale Länge der Schaufeln des Laufrades aufzuprallen, um die Menge an Luft, welche in den oberen Teil des Gebläserades eintritt, zu erhöhen als auch die Grenzschichtflussablösung zu verringern oder auszuschalten, wenn die Luft über die Schaufeln strömt. Dies erhöht den Wirkungsgrad des Zentrifugalgebläses, während es die Kosten, den Lärm, die Vibration und die Rauheit senkt. Diese und andere Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus den Zeichnungen, der genauen Beschreibung und den Ansprüchen, die folgen, augenscheinlich hervor.

Die Erfindung wird nun am Beispiel mit Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 eine auseinander gezogene, perspektivische Ansicht eines Zentrifugal-Gebläse/Ventilatoraufbaus ist, welcher gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;

2 ein Geschwindigkeitsvektordiagramm für einen Zentrifugalgebläsegehäuseaufbau ohne eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

3 ein Geschwindigkeitsvektordiagramm für einen Zentrifugalgebläsegehäuseaufbau ist, welcher gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;

4 eine Draufsicht einer Lufteinlassöffnung ist, welche einen Luft-Vorverwirbler aufweist, der gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung zum Drehen eines Volumens Luft, welches in einen Zentrifugalgebläseaufbau einströmt, aufgebaut ist;

5, 6, 6A, 7, 8 und 9 sind Querschnittsansichten, welche jeweils entsprechend entlang der Linien, 5-5, 6-6, 7-7, 8-8 und 9-9 aus 4 aufgenommen worden sind; und

10 ein Graph der radialen Geschwindigkeitskomponenten außerhalb eines Gebläserades entlang der Radschaufeln eines Gebläseaufbaus ohne einen Vorverwirbler und ein Graph mit einem Vorverwirbler ist.

Nun mit Bezugnahme auf die Zeichnungen, zeigt 1 einen Zentrifugalgebläse/Zentrifugalventilatoraufbau gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Zentrifugalgebläseaufbau 10 umfasst ein Ventilatorrad 12, welches eine Mehrzahl von Ventilatorschaufeln 14, welche um einen Ventilatoreinlassring 16 und eine Nabe 17 des Ventilatorrades angeordnet sind, umfasst. Das Ventilatorrad 12 ist innerhalb eines Gehäuses 18 angeordnet, welches durch zwei Abdeckungsteile definiert ist, wobei eine linke oder Lufteinlassseite 20 und eine rechte oder Motoraufnahmeseite 22 davon gegenüber angeordnet sind. Das Gehäuse 18 umfasst eine allgemein gekrümmte Wand 24, die sich zwischen der Lufteinlassseite 20 und der Motoraufnahmeseite 22 erstreckt. Die Einlassgehäuseabdeckung 20 umfasst einen allgemein runden Einlassring 21, welcher eine Öffnung 23 bildet, durch die ein Luftvolumen durch das Ventilatorrad 12 eingezogen wird, um ein Luftvolumen durch unterschiedliche Heizungs-, Lüftungs-Klimatisierungskomponenten, wie sie in einem Kraftfahrzeug zu finden sind, zuzuführen. Die Einlassseite 20, die Motorseite 22 und die Wand 24 wirken zusammen, um ein Luftstromdurchgangsvolumen 26 und ein Austrittsende 28 zu definieren, durch welches die Luft in die oder in Richtung der Heizungs-, Lüftungs-Klimatisierungskomponenten im Ansaugluftsammler strömt. Der Zentrifugalgebläseaufbau 10 der vorliegenden Erfindung umfasst des Weiteren einen Vorverwirbler 30, welcher in der Einlassöffnung 23 angeordnet ist, um dem Luftvolumen, welches durch seine Schaufeln vor dem Eintreten in den Zentrifugalgebläseaufbau 10 hindurchströmt, eine schnelle Verwirbelung oder Drehung mitzugeben. Der Vorverwirbler 30 wird nun unten genauer beschrieben. Der Zentrifugalgebläseaufbau umfasst des Weiteren einen Motor 32, welcher eine Welle 34 aufweist, die mit dem Zentrifugalventilator 12 in Eingriff steht, um den Ventilator in Drehung zu versetzen, wodurch Luft durch die Einlassöffnung 23 in das Gehäuse um den Luftdurchgangskanal 26 und durch das Auslassende 28 des Zentrifugalgebläseaufbaus eingesaugt wird.

2 und 3 zeigen die Wirkung, welche der Vorverwirbler 30 der vorliegenden Erfindung auf den Luftstrom aufweist, welcher in den Zentrifugalgebläseaufbau 10 eintritt. 2 ist ein Geschwindigkeitsvektordiagramm eines typischen Zentrifugalgebläseaufbaus ohne einen Vorverwirbler oder eine Vorrichtung zum Erteilen einer Drehung oder Verwirbelung auf ein Luftvolumen vor dem Eintreten der Luft in den Zentrifugalventilator. In 2 ist das Gebläsegehäuse 18 des Aufbaus 10 im Profil dargestellt. Das Gehäuse 18 umfasst ein Einlassloch oder -öffnung 23. Die Pfeile im Diagramm stellen den Luftstrom dar und da die Luft sich der Öffnung in einer axialen Richtung nähert, neigt sie dazu, die mittleren und unteren Abschnitte des Gebläseventilators zu erreichen, und fließt radial nach außen zum Gebläsegehäuse stärker von den mittleren und unteren Abschnitten des Ventilators ab. Die radiale Geschwindigkeit des Ventilatorrades ist für die Luftstromrate verantwortlich, die das Gebläse liefert. Aus diesem Grund fließt weniger Luft durch den oberen Abschnitt des Gebläseventilators und das Gebläse arbeitet daher nicht wirkungsvoll. Die Pfeile zeigen an, dass eine Rotation der Luft nach oben durch die längere radiale Geschwindigkeitskomponente im mittleren Abschnitt des Ventilatorrades in Verbindung mit einer axialen Komponente in Richtung der Rückseite 22 verursacht wird. Unerwünschte Energieverluste und Lärm werden ebenso erzeugt wie ungleichmäßige Abnützung der Ventilatornabe wegen des ungleichmäßigen Drucks, der auf die axiale Länge des Ventilatorrades wirkt.

Im Gegensatz dazu zeigt 3 das Geschwindigkeitsvektordiagramm eines Luftvolumens, welches in den Gebläseaufbau durch die Öffnung einströmt, die einen Vorverwirbler in sich ausgeformt aufweist. Während die Luft einströmt und durch den Vorverwirbler 30 hindurchfließt, versetzen die Schaufeln des Vorverwirblers die Luft in Drehung, wodurch sie der Luft die angestrebte tangentiale Geschwindigkeitskomponente mitgeben, um die relative Luftbewegung in Bezug auf die Ventilatorschaufeleinlasskante zu korrigieren. Dies seinerseits verringert oder schaltet aus die Ablösung von der Ansaugseite der Ventilatorschaufeln. Mehr Luft wird auf diese Art in den oberen Abschnitt des Gebläserades geleitet und die radiale Geschwindigkeit der Luft wird auf das Niveau des mittleren Abschnitts der Ventilatorschaufeln durch die Gestaltung der Leitschaufeln des Vorverwirblers gesteigert, wie genauer unten erklärt wird. Die gesteigerte Geschwindigkeit der Luft an diesem oberen Abschnitt hindert die Luft daran, nach oben im Gehäuse zu rotieren. Dies steigert den Gesamtwirkungsgrad des Zentrifugalventilators 12 und des Gebläseaufbaus 10, was zu geringerer Leistung führt, die zugeführt werden muss, um den Ventilator für eine gleichwertige Menge Luft, die durch den Aufbau 10 fließt, anzutreiben. Da der Luftstromablösungsbereich nicht an der Ansaugseite der Ventilatorschaufeln ausgebildet wird, ist es des Weiteren weniger wahrscheinlich, dass sich Lärm, Vibration und Rauheit im Aufbau entwickeln.

Nun mit Bezugnahme auf 4 wird der Vorverwirbler 30 der vorliegenden Erfindung beschrieben. Der Vorverwirbler 30 ist insofern ortsfest, dass sich der Vorverwirbler nicht relativ zum Einlassende der Einlassseite 20 des Zentrifugalgebläseaufbaus dreht. Des weiteren bewegt sich auch keine der Schaufeln im Vorverwirbler 30; sie sind ebenfalls ortsfest. Durch Herstellung des Vorverwirblers 30 in ortsfester Form wird die Komplexität des Mechanismus in großem Maße verringert, da die Komponenten, die notwendig sind, um bewegliche Schaufeln zu bewegen, und die Strategie zum Bewegen solcher Schaufeln durch ein Zentrifugalgebläse der vorliegenden Erfindung nicht benötigt werden, wie es in den Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, wie in der US-Patentschrift Nr. 3,781,127 offenbart, erforderlich ist.

Der Vorverwirbler 30 ist ein im Wesentlichen rundes Element, welches in die Einlassseite 20 des Gebläsegehäuses 18 eingeformt ist. Die Einlassseite 20 umfasst einen Einlassring 21, welcher die Einlassöffnung 23 definiert. Der Vorverwirbler 30 erstreckt sich radial vom Einlassring 21 nach innen. Der Vorverwirbler umfasst einen inneren Ring 36, welcher einen Durchmesser aufweist, der kleiner als der Durchmesser des Einlassrings ist und koplanar zu diesem angeordnet ist. Der Einlassring 21 und der innere Ring 36 weisen jeder eine axiale Länge von ungefähr gleicher Abmessung auf. Der Einlassring 21 und der innere Ring 36 sind einen vorbestimmten radialen Abstand von einander beabstandet. Der Abstand ist eine Funktion der Gebläseeinlassfläche, welche &pgr;D2/4 beträgt, wobei D der Durchmesser des Einlassringes ist. Eine Mehrzahl von ortsfesten Leitschaufeln 40 ist zwischen dem inneren Ring 36 und dem Einlassring 21 angeordnet. Jede der Leitschaufeln 40 ist im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Ventilatorrades angeordnet und sie sind im Wesentlichen koplanar mit der Oberseite des Einlassrings, wie in 5 gezeigt. Die Leitschaufeln werden deutlicher in 59 gezeigt.

Jede der Leitschaufeln 40 umfasst einen konstanten Einlasswinkel (&bgr;) von ungefähr fünf bis zehn Grad aus dem Axialwinkel und einen variablen Austrittswinkel (&agr;), welcher sich entlang der Schaufeln vom inneren Ring 36 radial zum Einlassring 21 ändert. Dieser Austrittswinkel ist der Winkel, in welchem die Luft die Leitschaufel unmittelbar vor dem Eintritt in das Gehäuse 18 verlässt. Jede Leitschaufel 40 ist so konfiguriert, dass die Größe des Austrittswinkels allmählich in einer radialen Richtung vom inneren Ring 36 zum Einlassring 21 abnimmt, wie in 6A zu sehen ist. 6A zeigt drei unterschiedliche Abschnitte einer einzelnen Leitschaufel (aus 6) bei A-A, B-B und C-C. Die Unterschiede in den Austrittswinkeln an diesen Abschnitten werden in 6A gezeigt, wobei die Austrittswinkel allmählich abnehmen. Diese allmähliche Abnahme führt zu einer Zunahme in der radialen Geschwindigkeitskomponente der Luft beim Verlassen der Schaufeln, so dass die Geschwindigkeit der Luft im oberen Abschnitt des Ventilatorrades hoch ist, wodurch solcherart die nicht wirkungsvolle Drehung der Luft innerhalb des Gehäuses, wie oben erklärt, verhindert wird. Wie deutlicher in 6 gezeigt, weist des Weiteren jede Leitschaufel eine axiale Länge auf. Diese Länge kann die axiale Länge des Einlassrings übersteigen, so dass ein Abschnitt 42 der Leitschaufel 40 sich bis unter den Einlassring erstreckt. Dieser Abschnitt 42 leitet die Luft, welche eine Schaufel verlässt, in den oberen Abschnitt des Ventilatorrades. Dieser Vorsprung 42 zerstreut die Luft über weitere Strecken entlang der Ventilatorschaufeln und erhöht den Wirkungsgrad des Vorverwirblers 30. Wie in 7 gezeigt, kann alternativ die axiale Länge oder Höhe der Leitschaufeln 40 bündig mit der Höhe des Einlassrings 21 sein. 8 zeigt noch eine andere Ausführungsform, wobei die Leitschaufeln 40 über und unter den Einlassring 21 hinaus ragen. Die Schaufeln, welche sich über den Einlassring 21 hinaus erstrecken, helfen dabei, ein Luftvolumen zwischen den aufeinanderfolgenden Schaufeln zu fangen und weiterzuleiten. Dies ist in den Aufbauten mit Einlasskanalkonfiguration sehr wirkungsvoll, indem es eine Luftdrehung in eine entgegengesetzte Richtung der Zentrifugalgebläseventilatorrichtung verursacht, wobei die Vorverwirbelung die Luftdrehungsrichtung vor dem Eintritt in den Ventilator korrigiert, wodurch die Ventilatorenergie aufgespart wird, die anderenfalls erforderlich wäre, um diese Drehungskorrektur auszuführen.

Der Vorverwirbler 30 wird einstückig mit der Herstellung der Gehäuseeinlassseitenabdeckung 20 hergestellt. Der Vorverwirbler der vorliegenden Erfindung kann aus einer Vielzahl von synthetischen Polymermaterialien wie Polypropylen, Nylon, Polyethylen und anderen den Fachleuten auf diesem Gebiet der Technik bekannten Materialien im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Um den Spritzguss freizugeben, erstreckt sich eine Flachstelle 46 oder eine gekrümmte Oberfläche nach oben (oder nach vorne) mit einem Zugwinkel von ungefähr drei Grad, wie in 9 gezeigt. Diese Flachstelle 46 erlaubt das Loslösen der Form und vermeidet scharfe Stahlecken in der Form, um vorzeitige Abnützung in den Formen zu verhindern.

10 zeigt einen Vergleich eines Gebläseaufbaus ohne einen Vorverwirbler (gestrichelte Linie) und eines Gebläseaufbaus mit einem Vorverwirbler (durchgezogene Linie). Der Graph vergleicht die radialen Geschwindigkeitskomponenten außerhalb des Rades und entlang der Radschaufeln (m/s) mit der Ventilatorradtiefe (mm). Wie bis zu einer Radtiefe von ungefähr 15 mm gezeigt, ist die Geschwindigkeit der Luft für einen Aufbau, welcher einen Vorverwirbler einsetzt, um einen Durchschnittswert von 1,5% bis 5% höher.

Andere Modifikationen und Abänderungen der vorliegenden Erfindung werden ohne Zweifel den Fachleuten auf diesem Gebiet der Technik möglich erscheinen. Zum Beispiel sind Anzahl der Schaufeln sowie Höhe und Breite jeder Schaufel für das Gebläsesystem optimiert. HVAC-Systeme mit hohem Widerstand erfordern mehr Regelung durch eine größere Anzahl von Schaufeln und geringere Abstände zwischen den Schaufeln. Die maximale Breite der Schaufeln muss einem vorragenden Abstand Rechnung tragen, welcher für eine Formabquetschfläche ausreicht, wie oben beschrieben.


Anspruch[de]
  1. Zentrifugalgebläseaufbau für ein Kraftfahrzeug, umfassend:

    ein Ventilatorrad (12), welches eine Mehrzahl von Ventilatorschaufeln (14), einen Ventilatorring (16) und eine Ventilatornabe (17) aufweist;

    einen Motor (32), welcher eine Rotationswelle (34) aufweist, die aus ihm herausragt und in den Eingriff mit der Ventilatornabe (17) hineinragt, wobei der Motor (32) betrieben wird, um das Ventilatorrad (12) um eine Achse zu drehen, welche mit der Achse der Rotationswelle (34) zusammenfällt;

    ein Gehäuse (18) zur Aufnahme des Ventilatorrades (12) und des Motors (32) darin, wobei das Gehäuse eine Lufteinlassseite (20), eine Motoraufnahmeseite (22) gegenüber der Lufteinlassseite (20) und eine allgemein gekrümmte Wand (24) umfasst, die sich zwischen der Lufteinlassseite (20) und der Motoraufnahmeseite (22) erstreckt und dadurch eine Kammer definiert, durch welche ein Volumen Luft hindurchgefördert wird, wobei die Lufteinlassseite des Gehäuses umfasst:

    einen allgemein runden Einlassring (21), welcher eine vorbestimmte axiale Länge aufweist und eine Einlassöffnung (23) definiert, durch welche Luft durch Drehung des Ventilatorrades (12) gesaugt wird; dadurch gekennzeichnet, dass die Lufteinlassseite des Gehäuses des Weiteren umfasst:

    einen allgemein runden inneren Ring (36), welcher in einem vorbestimmten Abstand innerhalb des Einlassringes (21) angeordnet ist; und

    eine Mehrzahl von ortsfesten Leitschaufeln (40), welche zwischen dem inneren Ring (36) und dem Einlassring (21) im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Ventilatorrades (12) angeordnet ist, wobei jede der Mehrzahl von Leitschaufeln (40) eine vorbestimmte axiale Länge aufweist und einen Einlasswinkel und einen variablen Austrittswinkel entlang einer nachgeordneten Kante der Leitschaufeln (40) umfasst, wobei der Austrittswinkel jeder der Leitschaufeln (40) in seiner Größe entlang einer radialen Richtung vom inneren Ring (36) zum Einlassring (21) abnimmt.
  2. Zentrifugalgebläseaufbau gemäß Anspruch 1, wobei die axiale Länge jeder der Leitschaufeln (40) im Wesentlichen gleich mit oder größer als die axiale Länge des Einlassringes (21) ist.
  3. Zentrifugalgebläseaufbau gemäß Anspruch 2, wobei die axiale Länge jeder der Leitschaufeln (40) sich axial unter oder über die axiale Länge des Einlassringes (21) erstreckt.
  4. Zentrifugalgebläseaufbau gemäß Anspruch 2, wobei die axiale Länge jeder der Leitschaufeln (40) vom inneren Ring zum Einlassring (21) zunimmt.
  5. Zentrifugalgebläseaufbau gemäß Anspruch 1, wobei die Mehrzahl der Leitschaufeln (40) wirkt, um ein Luftvolumen, welches durch die Einlassöffnung (23) hereinströmt, zu drehen.
  6. Zentrifugalgebläseaufbau gemäß Anspruch 1, wobei die Anzahl der Leitschaufeln (40) zwischen dem Einlassring (21) und dem inneren Ring (36) eine Primzahl ist.
  7. Zentrifugalgebläseaufbau für ein Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 1, wobei die axiale Länge jeder der Leitschaufeln (40) sich axial unter die axiale Länge des Einlassringes (21) erstreckt und wobei der Einlasswinkel jeder Leitschaufel (40) konstant ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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