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Dokumentenidentifikation DE102004040136A1 09.03.2006
Titel Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen
Anmelder ABG Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft mbH, 31785 Hameln, DE
Erfinder Lemke, Bernd, 37186 Moringen, DE
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 19.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004040136
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse E01C 23/088(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen (7) mit einem höhenverstellbaren Chassis (1), das ein lenkbares Fahrwerk (2) und ein Antriebsaggregat (3) zum Verfahren des Geräts und zum Antreiben eines mit dem Antriebsaggregat (3) gekoppelten Fräswerks (4) trägt, wobei zumindest an einer Seite des Chassis (1) ein Laserscanner (8) angebracht ist, mit dem die Höhe zur Oberfläche einer zu fräsenden Verkehrsfläche (7) meßbar und das Chassis (1) entsprechend den Meßwerten in der Höhe zur Oberfläche der zu fräsenden Verkehrsfläche (7) einstellbar ist, wobei der Laserscanner (8) im mittleren Seitenwandbereich des Chassis (1) mit seiner Abtastebene im wesentlichen parallel zum Seitenwandbereich des Chassis (1) und in einer Höhe, die eine Überwachung eines sich zumindest über die seitliche Länge des Geräts erstreckenden Gefahrenbereichs ermöglicht, angebracht ist und bei Auftreten einer Störung in der Abtastebene ein Auslösesignal erzeugt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, bei Geräten zum Abfräsen von Verkehrsflächen, sogenannten Straßenfräsen, Laserscanner zur Höhenregelung einzusetzen, um eine bestimmte Frästiefe für das Fräswerk durch Höhenverstellung des Chassis in Bezug zu einer zu fräsenden Verkehrsfläche einzustellen und einzuhalten.

Außerdem besteht bei Geräten zum Abfräsen von Verkehrsflächen das Problem, daß sich Personen vom Fahrer des Geräts unbemerkt in dessen Gefahrenbereich bewegen können.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen zu schaffen, bei dem in einfacher Weise eine Überwachung des Gefahrenbereichs des Geräts vorzunehmen ist.

Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hiernach ist ein Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen mit einem höhenverstellbaren Chassis vorgesehen, das ein lenkbares Fahrwerk und ein Antriebsaggregat zum Verfahren des Geräts und zum Antreiben eines mit dem Antriebsaggregat gekoppelten Fräswerks trägt, wobei zumindest an einer Seite des Chassis ein Laserscanner angebracht ist, mit dem die Höhe zur Oberfläche einer zu fräsenden Verkehrsfläche meßbar und das Chassis entsprechend dem Meßwert in der Höhe zur Oberfläche der zu fräsenden Verkehrsfläche einstellbar ist, wobei der Laserscanner im mittleren Seitenbereich des Chassis mit seiner Abtastebene im wesentlichen parallel zur Seitenwandung des Chassis und in einer Höhe, die eine Überwachung eines sich zumindest über die seitliche Länge des Geräts erstreckenden Gefahrenbereichs ermöglicht, angebracht ist und bei Auftreten einer Störung in der Abtastebene ein Auslösesignal erzeugt. Auf diese Weise erfüllt der Laserscanner eine Doppelfunktion, die ohne wesentlichen Aufwand neben der Höhenregulierung eine Überwachung des Gefahrenbereichs des Geräts bewirkt.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der beigefügten Abbildung schematisch in Seitenansicht dargestellten Ausführungsbeispiels eines Geräts zum Abfräsen von Verkehrsflächen näher erläutert.

Das dargestellte Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen umfaßt ein Chassis 1, das höhenverstellbar gegenüber einem Fahrwerk 2 angeordnet ist, das über ein im Chassis 1 eingebautes Antriebsaggregat 3, etwa einen Dieselmotor, antreibbar ist. Ein Fräswerk 4, das ebenfalls über das Antriebsaggregat 3 antreibbar ist und eine mit Fräsmeißeln 5 besetzte Fräswalze 6 umfaßt, ist unterhalb des Chassis 1 an diesem angebracht.

Die Höhe des Chassis 1 gegenüber einer abzufräsenden Verkehrsfläche 7 wird über einen Laserscanner 8 gemessen. Der Laserscanner 8 befindet sich im oberen mittleren Seitenwandbereich des Chassis 1 an einer Seitenwandung 9 hiervon und ist mit seiner Abtastebene im wesentlichen parallel zur Seitenwandung 9 angebracht. Laserscanner besitzen üblicherweise einen winkelmäßigen Abtastbereich von zumindest nahezu 180°, so daß vom Laserscanner 8 ein definierter Gefahrenbereich 10 abgetastet wird, der sich vor der Seitenwandung 9 des Chassis 1 befindet. Der Laserscanner 8 tastet somit einerseits den Abstand d zur Verkehrsfläche 7 ab, wobei das Chassis 1 entsprechend den Meßwerten entsprechend dem Pfeil H in der Höhe zur Oberfläche der zu fräsenden Verkehrsfläche 7 zur Einstellung der Frästiefe t reguliert wird, und andererseits tastet er den Bereich vor der Seitenwandung 9 in Bezug auf das Eindringen eines Gegenstandes, etwa einer Person, in den definierten Gefahrenbereich 10 des Laserscanvorhangs ab.

Der Laserscanner 8 erfaßt allerdings einen über den Gefahrenbereich 10 hinausgehenden, relativ großen Bereich des Oberflächenprofils der Verkehrsfläche 7, woraus ein Mittelwert als Höhenreferenz berechnet wird, so daß kleinere örtliche Fehler oder grobe Rauhigkeiten in dem Referenzwert ausgeglichen werden.

Der Laserscanner 8 gibt im Falle eines Eindringens eines Gegenstandes in den Gefahrenbereich 10, d.h. bei Auftreten einer dadurch hervorgerufenen Störung ein Auslösesignal an eine an den Laserscanner 8 gekoppelte Einrichtung 11 zur Abgabe eines akustischen und/oder optischen Warnsignals, wobei dieses Auslösesignal des Laserscanners 8 vorzugsweise auch dazu benutzt wird, das Gerät stillzusetzen.

Der Laserscanner 8 ist beispielsweise an der in Fahrtrichtung F rechten Seite des Geräts angeordnet, da das Fräswerk 4 gewöhnlich rechtsbündig zur Seitenwandung 9 des Geräts angeordnet ist. Jedoch kann auch vorzugsweise an jeder Seite des Geräts ein Laserscanner 8 angeordnet sein.

Der Laserscanner 8 kann auch tiefer angeordnet sein, solange der Gefahrenbereich 10 genügend groß, d.h. sich vorne und gegebenenfalls auch hinten bis etwas über die Länge des Geräts hinaus erstreckt, gewählt werden kann, so daß bei der maximalen Arbeits- bzw. Fahrgeschwindigkeit des Geräts ein Entweichen aus dem Gefahrenbereich angesichts eines ausgelösten Warnsignals ermöglicht wird. Bei großen Geräten ergibt bei Anordnung des Laserscanners 8 auf etwa halber Höhe des Geräts die Möglichkeit, diesen unterhalb des leiterartigen Aufstiegs zum Fahrerstand anzuordnen, so daß der Laserscanner 8 vom Aufstieg geschützt wird.

Kleinere Geräte zum Abfräsen von Verkehrsflächen 7 haben häufig ein ausklappbares Hinterrad, so daß bei ausgeklapptem Hinterrad beide Hinterräder achsgleich angeordnet sind und sich die Fräswalze 6 mit ihrer Achse in einer Vertikalebene durch die Hinterradachse befindet, wie in der beigefügten Abbildung dargestellt ist. Hierbei kann der Gefahrenbereich 10 entsprechend definiert bzw. der Laserscanner 8 entsprechend weit auskragend angeordnet werden, so daß durch das ausgeklappte Hinterrad kein Warnsignal erzeugt wird.


Anspruch[de]
  1. Gerät zum Abfräsen von Verkehrsflächen (7) mit einem höhenverstellbaren Chassis (1), das ein lenkbares Fahrwerk (2) und ein Antriebsaggregat (3) zum Verfahren des Geräts und zum Antreiben eines mit dem Antriebsaggregat (3) gekoppelten Fräswerks (4) trägt, wobei zumindest an einer Seite des Chassis (1) ein Laserscanner (8) angebracht ist, mit dem die Höhe zur Oberfläche einer zu fräsenden Verkehrsfläche (7) meßbar und das Chassis (1) entsprechend den Meßwerten in der Höhe zur Oberfläche der zu fräsenden Verkehrsfläche (7) einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserscanner (8) im mittleren Seitenwandbereich des Chassis (1) mit seiner Abtastebene im wesentlichen parallel zum Seitenwandbereich des Chassis (1) und in einer Höhe, die eine Überwachung eines sich zumindest über die seitliche Länge des Geräts erstreckenden Gefahrenbereichs ermöglicht, angebracht ist und bei Auftreten einer Störung in der Abtastebene ein Auslösesignal erzeugt.
  2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösesignal einer Einrichtung (11) zur Abgabe eines akustischen und/oder optischen Warnsignals zuführbar ist.
  3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösesignal zum sofortigen Stillsetzen des Geräts verwendbar ist.
  4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserscanner (8) im oberen mittleren Seitenwandbereich des Chassis (1) angebracht ist.
  5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserscanner (8) etwa in halber Höhe des mittleren Seitenwandbereich des Chassis (1) angebracht ist.
  6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserscanner (8) unter einem Aufstieg zum Fahrerstand des Geräts angebracht ist.
  7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserscanner (8) in einer Höhe angebracht ist, die die Definition eines Gefahrenbereichs ermöglicht, der bezüglich der Vorderseite des Geräts über die seitliche Länge des Geräts hinausgeht.
  8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Gefahrenbereich bezüglich der Heckseite des Geräts über die seitliche Länge des Geräts hinaus erstreckt.
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