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Dokumentenidentifikation DE102004042735A1 09.03.2006
Titel Werkzeugaufnahme, Adapter und System mit einer Werkzeugaufnahme und einem Adapter
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Ullrich, Andre, 70794 Filderstadt, DE;
Bernhardt, Thomas, 72631 Aichtal, DE;
Sieber, Kurt, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
DE-Anmeldedatum 03.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042735
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse B23B 31/08(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse B23B 51/12(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      B23B 31/00(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einer Werkzeugaufnahme, die zur Aufnahme eines Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs (10) und eines Adapters (12) vorgesehen ist.
Es wird vorgeschlagen, dass die Werkzeugaufnahme wenigstens ein Mittel (14, 16) zumindest zur Reduzierung der Beweglichkeit des Adapters (12) im montierten Zustand gegenüber der Beweglichkeit des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs (10) im montierten Zustand umfasst.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht insbesondere aus von einer Werkzeugaufnahme nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Werkzeugaufnahmen bekannt, die zur Aufnahme eines Bohrhammer- und/oder eines Meißelwerkzeugs und eines Adapters vorgesehen sind. Dabei weist der Adapter zu einem ersten Ende einen dem Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug entsprechenden Befestigungsbereich zur Einführung in die Werkzeugaufnahme und zu einem zweiten Ende einen von einem Außengewinde gebildeten Aufnahmebereich für ein Spannfutter auf.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht insbesondere aus von einer Werkzeugaufnahme, die zur Aufnahme eines Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs und eines Adapters vorgesehen ist.

Es wird vorgeschlagen, dass die Werkzeugaufnahme ein Mittel zumindest zur Reduzierung der Beweglichkeit des Adapters im montierten Zustand gegenüber der Beweglichkeit des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs im montierten Zustand aufweist. Durch dieses speziell für den Adapter vorgesehene Mittel kann ein besonders komfortables und exaktes Arbeiten mit dem Adapter erzielt werden. Dabei ist zu bemerken, dass die Auslegung der Werkzeugaufnahme im Wesentlichen eine vorteilhafte Beweglichkeit des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs vorgibt.

Ist das Mittel von einem Zentriermittel gebildet, das zur Zentrierung des Adapters vorgesehen ist und das zumindest eine von einer Lagerfläche zur Lagerung des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs abweichende Zentrierfläche aufweist, kann ein besonders vorteilhafter, zumindest weitgehend von einem Verschleiß während eines Bohrhammer- bzw. Meißelbetriebs unabhängiger Rundlauf des Adapters erzielt werden.

Das von einem Zentriermittel gebildete Mittel kann verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Zentrierflächen aufweisen, wie beispielsweise zylindrische und/oder gestufte Zentrierflächen usw. Weist das Mittel jedoch zumindest eine als Schrägfläche und insbesondere als Konusfläche ausgebildete Zentrierfläche auf, kann eine besonders einfache Montage des Adapters und eine schmutzunempfindliche Zentrierung desselben mit sehr geringem Spiel und insbesondere auch ohne Spiel bzw. mit sehr geringer Exzentrizität und insbesondere auch ohne Exzentrizität realisiert werden. Ferner kann ein unerwünschter Verkippwinkel des Adapters innerhalb der Werkzeugaufnahme zumindest reduziert werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die als Schrägfläche ausgebildete Zentrierfläche an einer Stirnseite eines Bauteils angeordnet ist. Die Zentrierfläche ist dadurch mit geringem Aufwand herstellbar. Die Schrägfläche kann dabei radial nach außen oder vorteilhaft radial nach innen weisen.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Mittel von einem Verriegelungsmittel gebildet ist, das dazu vorgesehen ist, eine eine Axialbeweglichkeit des Adapters zumindest kleiner als eine Leerlaufstrecke auszuführen. Unter einer „Leerlaufstrecke" soll in diesem Zusammenhang eine durch die Auslegung der Werkzeugaufnahme zumindest im Wesentlichen bestimmte Strecke des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs verstanden werden, welche überbrückt werden muss, um dasselbe von seiner Leerlaufstellung ohne Schlagantrieb und ohne Werkstückkontakt in axialer Richtung in die Werkzeugaufnahme zu einer Betriebsstellung zu verschieben, in der das Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug schlagend antreibbar ist. Durch die im Hinblick zur Leerlaufstrecke zumindest reduzierte Axialbeweglichkeit des Adapters kann ein besonders komfortables und exaktes Arbeiten mit dem Adapter erzielt und insbesondere kann ein vorteilhaftes Anbohren ermöglicht werden.

Das Mittel kann dabei von einem separaten, speziell nur zur Reduzierung der Beweglichkeit vorgesehenen Bauteil ausgebildet sein oder kann vorteilhaft zumindest teilweise einstückig mit einem Bauteil mit wenigstens einer weiteren Funktion ausgebildet sein, wodurch zusätzliche Bauteile, Bauraum, Gewicht, Montageaufwand und Kosten eingespart werden können.

Dabei ist das Mittel und insbesondere das von einem Zentriermittel gebildete Mittel zumindest teilweise einstückig mit einem Werkzeugaufnahmegrundkörper ausgebildet, wodurch dieses mit geringem konstruktiven Aufwand vorteilhaft positioniert und bzgl. seiner Materialfestigkeit vorteilhaft ausgelegt werden kann. Unter einem „Werkzeugaufnahmegrundkörper" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Körper verstanden werden, der unmittelbar Lagerflächen für das Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug bildet und zumindest in erster Linie zur Aufnahme der Lagerkräfte des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs dient. Ist der Werkzeugaufnahmegrundkörper zudem von einem Hammerrohr gebildet, in das ein Schlagwerk zumindest teilweise integriert ist, beispielsweise indem in diesem ein Schlagbolzen bzw. ein Döpper und/oder ein Kolben eines Schlagwerks geführt ist, können weiter zusätzliche Bauteile eingespart werden. Der Werkzeugaufnahmegrundkörper kann jedoch auch von einem an einem Hammerrohr befestigten Bauteil gebildet sein. Alternativ oder zusätzlich zu dem Werkzeugaufnahmegrundkörper sind jedoch auch andere Bauteile denkbar, wie beispielsweise eine Abschlusskappe usw. Insbesondere bietet sich die Abschlusskappe vorteilhaft an, mit dem von einem Verriegelungsmittel gebildeten Mittel, das dazu vorgesehen ist, eine Axialbeweglichkeit des Adapters zumindest kleiner als eine Leerlaufstrecke auszuführen, zumindest teilweise einstückig ausgeführt zu werden. Die Abschlusskappe ist häufig aus einem elastischen Kunststoff hergestellt, so dass dessen Elastizität vorteilhaft zur Erzielung einer Spannkraft in axialer Richtung genutzt werden kann. Mit einer Spannkraft in axialer Richtung kann eine besonders vorteilhafte, insbesondere spielfreie Fixierung erreicht und mit einer Zentrierfläche, insbesondere mit einer konischen Zentrierfläche, kann eine besonders geringe Exzentrizität erzielt werden. Die Spannkraft kann dabei alternativ zu der Nutzung einer Abschlusskappe auch durch andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Mittel erreicht werden, wie beispielsweise durch speziell vorgesehene Federelemente, Hebelmechanismen, Magnete usw.

Ferner wird vorgeschlagen, dass der Adapter wenigstens ein Mittel aufweist, das dazu vorgesehen ist, die Beweglichkeit des Adapters gegenüber einem der Werkzeugaufnahme zugeordneten Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug zu reduzieren. Durch dieses spezielle Mittel kann ebenfalls ein besonders komfortables und exaktes Arbeiten mit dem Adapter erzielt werden.

Vorzugsweise wird das Mittel von einem Zentriermittel gebildet, das zur Zentrierung des Adapters relativ zur Werkzeugaufnahme vorgesehen ist und das zumindest eine Zentrierfläche aufweist, die zur Korrespondenz mit einer von einer Lagerfläche für ein Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug abweichenden Zentrierfläche vorgesehen ist, wodurch mittels des Adapters ein kleines Radialspiel, eine kleine Exzentrizität und insbesondere ein kleiner Verkippwinkel des Adapters innerhalb der Werkzeugaufnahme vorteilhaft erreicht werden können.

Wie bei der Werkzeugaufnahme kann das von einem Zentriermittel gebildete Mittel dabei verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Zentrierflächen aufweisen, wie beispielsweise zylindrische und/oder gestufte Zentrierflächen usw. Weist das Mittel jedoch zumindest eine als Schrägfläche und insbesondere als Konusfläche ausgebildete Zentrierfläche auf, können eine besonders einfache Montage des Adapters und eine schmutzunempfindliche Zentrierung desselben mit sehr geringem Spiel und insbesondere auch ohne Spiel bzw. mit sehr geringer Exzentrizität und insbesondere auch ohne Exzentrizität realisiert werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Mittel des Adapters von einem Befestigungsmittel gebildet ist, das dazu vorgesehen ist, die Axialbeweglichkeit gegenüber dem Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug zu reduzieren. Mit dem speziellen Mittel des Adapters kann insbesondere ein komfortables Anbohren mit dem Adapter erzielt werden.

Die Mittel der Werkzeugaufnahme und des Adapters, die ein System bilden, sind vorzugsweise in der Weise aufeinander abgestimmt, dass die Exzentrizität kleiner als 1 mm und die Axialbeweglichkeit kleiner als 5 mm und vorteilhaft kleiner als 3 mm und besonders vorteilhaft kleiner als 1 mm ist.

Ferner weist der Adapter im montierten Zustand relativ zur Werkzeugaufnahme vorteilhaft ein kleineres Radialspiel auf als ein zugeordnetes Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug, und zwar vorzugsweise ein Radialspiel kleiner als 0,06 mm und besonders vorzugsweise kleiner als 0,04 mm.

Erstreckt sich der Adapter im montierten Zustand über einen gesamten Aufnahmebereich der Werkzeugaufnahme, kann ferner die Exzentrizität bzw. ein Verkippwinkel des Adapters innerhalb der Werkzeugaufnahme reduziert werden. Unter einem „Aufnahmebereich" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein zylindrischer Bereich verstanden werden, dessen Innendurchmesser an einen Außendurchmesser eines zugeordneten Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs angepasst ist.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 einen Bohr- und Meißelhammer in einer Seitenansicht mit einem Bohrhammerwerkzeug,

2 einen Längsschnitt durch eine Werkzeugaufnahme des Bohr- und Meißelhammers aus 1 mit einem Adapter und

3 den Adapter aus 2 in einer Einzeldarstellung.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

1 zeigt einen handgeführten Bohr- und Meißelhammer 38 in einer Seitenansicht. Der Bohr- und Meißelhammer 38 weist an einem ersten Ende einen sich im Wesentlichen senkrecht zu einer Bearbeitungsrichtung 40 erstreckenden Handgriff 42 und an einem zweiten Ende eine Werkzeugaufnahme auf, in der ein Bohrhammerwerkzeug 10 lösbar befestigt ist. Das Bohrhammerwerkzeug 10 ist mittels eines in einem Gehäuse 44 angeordneten, schematisch angedeuteten Elektromotors 46 drehend und über ein vom Elektromotor 46 antreibbares Schlagwerk 48 schlagend antreibbar. Das Schlagwerk 48 weist einen in einem Hammerrohr 50 geführten Kolben auf, der einen ebenfalls im Hammerrohr 50 geführten Schläger antreibt.

Die Werkzeugaufnahme ist zur Aufnahme verschiedener Bohrhammerwerkzeuge 10 und zur Aufnahme eines Adapters 12 vorgesehen (2 und 3). Der Adapter 12 weist einen von einem Außengewinde gebildeten Aufnahmebereich 26 für ein nicht näher dargestelltes Spannfutter auf, in das ein Bohrwerkzeug eingespannt werden kann.

Das zylindrische Hammerrohr 50 weist an seinem dem Handgriff abgewandten Ende einen verjüngten Bereich auf, der einen Werkzeugaufnahmegrundkörper 22 mit einem Aufnahmebereich 34 der Werkzeugaufnahme bildet. Die Werkzeugaufnahme weist ein von einem Zentriermittel gebildetes Mittel 14 auf, das zur Zentrierung des Adapters 12 vorgesehen ist und das eine von einer Lagerfläche 18 zur Lagerung des Bohrhammerwerkzeugs 10 abweichende, als Schrägfläche ausgebildete Zentrierfläche aufweist. Die Schrägfläche wird von einer Konusfläche gebildet, ist an einer Stirnseite des Werkzeugaufnahmegrundkörpers 22 angeordnet und weist in radialer Richtung nach innen. Die Zentrierfläche des Mittels 14 korrespondiert im montierten Zustand mit einer als Schrägfläche ausgebildeten konischen Zentrierfläche eines Mittels 28 des Adapters 12. Das Mittel 28 ist einstückig an den Adapter 12 angeformt und wird von einem sich in radialer Richtung über einen zylindrischen Teilbereich des Adapters 12, der eine mit der Lagerfläche 18 korrespondierende Lagerfläche 52 bildet, erstreckenden Fortsatz 56 gebildet, der sich über den gesamten Umfang des Adapters 12 erstreckt. Möglich wäre jedoch auch, dass sich die Zentrierfläche des Mittels 28 nur über Segmente des Umfangs des Adapters 12 erstreckt. Die Zentrierfläche des Mittels 28 des Adapters 12 und die Zentrierfläche des Mittels 14 der Werkzeugaufnahme werden beim Bohren mit dem Adapter 12 aufeinander gepresst, wodurch eine weitere Zentrierung stattfindet.

Neben dem Mittel 14 zur Zentrierung des Adapters 12 weist die Werkzeugaufnahme ein von einem Verriegelungsmittel gebildetes Mittel 16 auf, das dazu vorgesehen ist, eine Axialbeweglichkeit des Adapters 12 kleiner als eine Leerlaufstrecke 20 des Bohrhammerwerkzeugs 10 auszuführen (1 und 2). Die Leerlaufstrecke 20, die ca. 6 mm beträgt, ist die Strecke, die das Bohrhammerwerkzeug 10 von einer Leerlaufstellung ohne schlagenden Antrieb im unbelasteten Zustand bis zu einer Betriebsstellung in die Werkzeugaufnahme eingeschoben werden muss, in der das Bohrhammerwerkzeug 10 schlagend antreibbar ist.

Das Mittel 16 ist einstückig mit einer aus Kunststoff hergestellten Abschlusskappe 24 ausgebildet und wird von einer ringnutförmigen, sich über einen gesamten Innenumfang der Abschlusskappe 24 erstreckenden Ausnehmung gebildet. Die Abschlusskappe 24 ist über einen Spannring 54 auf dem Hammerrohr 50 befestigt, ist über einen Reibschluss mit dem Hammerrohr 50 verbunden und dreht sich im Betrieb grundsätzlich gemeinsam mit dem Hammerrohr 50. Der Reibschluss zwischen der Abschlusskappe 24 und dem Hammerrohr 50 ist jedoch in der Weise ausgelegt, dass dieser überwunden werden kann, sollte die Abschlusskappe 24 während des Betriebs mit einem Gegenstand in Kontakt kommen.

Im montierten Zustand korrespondiert das Mittel 16 der Werkzeugaufnahme mit einem von einem Befestigungsmittel gebildeten Mittel 58 des Adapters 12, das ebenfalls dazu vorgesehen ist, die Axialbeweglichkeit gegenüber dem Bohrhammerwerkzeug 10 zu reduzieren. Das sich radial nach außen erstreckende, von einem wulstförmigen Fortsatz gebildete Mittel 58 greift dabei in das Mittel 16 ein. Die Mittel 14, 16, 28, 58 sind in der Weise aufeinander abgestimmt, dass der Adapter 12 ein Axialspiel in der Werkzeugaufnahme kleiner als 1 mm aufweist. Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass die Mittel 14, 16, 28, 58 in der Weise aufeinander abgestimmt sind, dass der Adapter 12 im montierten Zustand mit der Zentrierfläche des Mittels 28 mit einer Spannkraft gegen die Zentrierfläche des Mittels 14 der Werkzeugaufnahme gedrückt wird. Zwischen dem Fortsatz 56 und dem Mittel 58 ergibt sich eine ringnutförmige Vertiefung 30.

Ferner weist der Adapter 12 ein weiteres, von einem Befestigungsmittel gebildetes Mittel 32 auf, das dazu vorgesehen ist, die Axialbeweglichkeit des Adapters 12 gegenüber dem Bohrhammerwerkzeug 10 zu reduzieren. Das Mittel 32 wird von einer Verriegelungstasche gebildet, die im Vergleich zu einer Verriegelungstasche 60 des Bohrhammerwerkzeugs 10 verkürzt ausgeführt ist, so dass die Axialbeweglichkeit des Adapters 12 innerhalb der Werkzeugaufnahme – bedingt durch die Verriegelungstasche – kleiner ist als die Leerlaufstrecke 20. Die das Mittel 32 bildende Verriegelungstasche ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel in der Weise ausgeführt, dass ein durch eine Ausnehmung des Werkzeugaufnahmegrundkörpers 22 greifender Verriegelungskörper 62 in seiner Verriegelungsstellung in die Verriegelungstasche mit ca. 1 mm Luft in axialer Richtung eingreifen kann, so dass der Adapter 12 allein bedingt durch die Verriegelungstasche und den Verriegelungskörper 62 eine Axialbeweglichkeit von maximal 1 mm aufweist. Die speziell ausgebildete Verriegelungstasche des Adapters 12 bildet damit im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine zu den Mitteln 16 und 58 redundante Funktion. Durch die spezielle Ausbildung der Verriegelungstasche des Adapters 12 kann eine vorteilhaft reduzierte Axialbeweglichkeit des Adapters 12 auch bei alternativen Werkzeugaufnahmen ohne ein Mittel 58 erreicht werden. Die Axialbeweglichkeit eines Adapters in einer Werkzeugaufnahme kann dabei grundsätzlich auch bedingt durch die Abstimmung der Verriegelungstasche auf den Verriegelungskörper 62 größer als 1 mm und vorteilhaft auch kleiner als 1 mm ausgeführt sein.

Der Adapter 12, der sich über den gesamten Aufnahmebereich 34 der Werkzeugaufnahme erstreckt, weist im montierten Zustand relativ zur. Werkzeugaufnahme bzw. innerhalb der Werkzeugaufnahme ein kleineres Radialspiel 36 auf als das zugeordnete Bohrhammerwerkzeug 10, und zwar ein Radialspiel 36 kleiner/gleich 0,036 mm.

Der Adapter 12 ist von seiner Länge in der Weise ausgelegt, dass dieser mittels des Schlagwerks 48 über einen Schläger und über einen Döpper bzw. einen Schlagbolzen schlagend antreibbar ist. Grundsätzlich wäre jedoch auch denkbar, dass der Adapter 12 in Richtung Schlagwerk verkürzt ausgeführt wird, so dass ein schlagender Antrieb des Adapters 12 sicher vermieden ist.

10Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug 12Adapter 14Mittel 16Mittel 18Lagerfläche 20Leerlaufstrecke 22Bauteil 24Bauteil 26Aufnahmebereich 28Mittel 30Vertiefung 32Mittel 34Aufnahmebereich 36Radialspiel 38Bohr- und Meißelhammer 40Bearbeitungsrichtung 42Handgriff 44Gehäuse 46Elektromotor 48Schlagwerk 50Hammerrohr 52Lagerfläche 54Spannring 56Fortsatz 58Mittel 60Verriegelungstasche 62Verriegelungskörper

Anspruch[de]
  1. Werkzeugaufnahme, die zur Aufnahme eines Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs (10) und eines Adapters (12) vorgesehen ist, gekennzeichnet durch wenigstens ein Mittel (14, 16) zumindest zur Reduzierung der Beweglichkeit des Adapters (12) im montierten Zustand gegenüber der Beweglichkeit des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs (10) im montierten Zustand.
  2. Werkzeugaufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (14) von einem Zentriermittel gebildet ist, das zur Zentrierung des Adapters (12) vorgesehen ist und das zumindest eine von einer Lagerfläche (18) zur Lagerung des Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeugs (10) abweichende Zentrierfläche aufweist.
  3. Werkzeugaufnahme nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (14) wenigstens eine als Schrägfläche ausgebildete Zentrierfläche aufweist.
  4. Werkzeugaufnahme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Schrägfläche ausgebildete Zentrierfläche an einer Stirnseite eines Bauteils (22) angeordnet ist.
  5. Werkzeugaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) von einem Verriegelungsmittel gebildet ist, das dazu vorgesehen ist, eine Axialbeweglichkeit des Adapters (12) zumindest kleiner als eine Leerlaufstrecke (20) auszuführen.
  6. Werkzeugaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (14, 16) zumindest teilweise einstückig mit einem Bauteil (22, 24) mit wenigstens einer weiteren Funktion ausgebildet ist.
  7. Werkzeugaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (14) zumindest teilweise einstückig mit einem Werkzeugaufnahmegrundkörper (22) ausgebildet ist.
  8. Adapter (12), der dazu vorgesehen ist, in eine Werkzeugaufnahme nach einem der vorhergehenden Ansprüche eingesetzt zu werden, insbesondere mit wenigstens einem Aufnahmebereich (26) für ein Spannfutter für ein Bohrwerkzeug, gekennzeichnet durch wenigstens ein Mittel (28, 32, 58), das dazu vorgesehen ist, die Beweglichkeit gegenüber einem der Werkzeugaufnahme zugeordneten Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug (10) zu reduzieren.
  9. Adapter (12) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (28) von einem Zentriermittel gebildet ist, das zur Zentrierung relativ zur Werkzeugaufnahme vorgesehen ist und das zumindest eine Zentrierfläche aufweist, die zur Korrespondenz mit einer von einer Lagerfläche (18) für ein Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug (10) abweichenden Zentrierfläche vorgesehen ist.
  10. Adapter (12) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (28) zumindest eine als Schrägfläche ausgebildete Zentrierfläche aufweist.
  11. Adapter (12) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (58) von einem Befestigungsmittel gebildet ist, das dazu vorgesehen ist, die Axialbeweglichkeit gegenüber dem Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug (10) zu reduzieren.
  12. System mit einer Werkzeugaufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und mit einem Adapter (12) nach einem der Ansprüche 8 bis 11.
  13. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (12) im montierten Zustand relativ zur Werkzeugaufnahme ein kleineres Radialspiel (36) aufweist als ein zugeordnetes Bohrhammer- und/oder Meißelwerkzeug (10).
  14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Radialspiel (36) kleiner als 0,06 mm ist.
  15. System nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (12) sich im montierten Zustand über einen gesamten Aufnahmebereich (34) der Werkzeugaufnahme erstreckt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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