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Dokumentenidentifikation DE102004043187A1 09.03.2006
Titel Verfahren zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für eine DSL-Datenverbindung
Anmelder Deutsche Telekom AG, 53113 Bonn, DE
Erfinder Baumkötter, Manfred, 48346 Ostbevern, DE
DE-Anmeldedatum 07.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004043187
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.03.2006
IPC-Hauptklasse H04B 3/36(2006.01)A, F, I, ,  ,  ,   
IPC-Nebenklasse H04M 11/06(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      H04L 25/20(2006.01)A, L, I, ,  ,  ,      
Zusammenfassung Durch ein Verfahren zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für eine DSL-Datenverbindung durch eine Verstärkervorrichtung (1), wobei ein DSL-Aufwärtskanal zur Datenübertragung von einem Kundenanschluss zu einer Vermittlungsstelle und ein DSL-Abwärtskanal zur umgekehrten Datenübertragung vorhanden sind sowie der Abwärtskanal mindestens teilweise in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal liegt, kann eine Entfernung zu einer Vermittlungsstelle vergrößert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass lediglich ein Frequenzbereich (14) des Abwärtskanals durch den Verstärker (4) verstärkt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für eine DSL-Datenverbindung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

In der Fachzeitschrift für Aus- und Weiterbildung (Unterrichtsblätter Nr. 5, C 10964 vom 10.Mai 1999) wird das Prinzip eines Frequenzgetrenntlage-Verfahrens (Data-over-Voice) für ADSL-Systeme erläutert.

Ein Merkmal dieser Systeme ist, dass sie gleichzeitig mit einem bestehenden Telefonanschluss oder ISDN-Basisanschluss über eine Leitung betrieben werden können.

Eine Trennung der Übertragungsrichtungen für Breitbanddaten von einer Vermittlungsstelle zu einem Kunden (Abwärtskanal bzw. Downstream) beziehungsweise vom Kunden zur Vermittlungsstelle (Aufwärtskanal bzw. Upstream) kann ebenfalls durch Frequenzgetrenntlage geschehen. Für jede Übertragungsrichtung wird ein Frequenzband reserviert.

Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Telefonkabel ergibt sich aus der Kabellänge eine Obergrenze einer übertragbaren Bitrate. Um diese verfügbare Bitrate optimal ausnutzen zu können, ist es bekannt, nicht in beide Richtungen die gleiche Bitrate zu übertragen. Bekannt ist, damit der Kunde im Internet (World Wide Web) optimal „surfen" kann, dass eine asymmetrische Bitratenverteilung erfolgt. Für das Herunterladen von Daten aus dem Internet steht dem Kunden daher eine höhere Bitrate zur Verfügung. Ohne Zwischenverstärker lassen sich zum Beispiel etwa 2 Mbit/s über 4 km, 4 Mbit/s über 3 km oder 6 Mbit/s über 2 km realisieren.

Ebenfalls bekannt ist ein sogenanntes Discrete Multitone Modulations Verfahren (DMT). Dieses ist ein Mehrträgerverfahren, bei dem der verfügbare Frequenzbereich in 255 schmale Frequenzbänder zerlegt wird. Das DMT-Verfahren baut in jedem der Frequenzbänder eine eigene Datenverbindung auf, so dass sozusagen 255 „kleine Modems" parallel arbeiten. Jedes dieser „Modems" kann individuell eingestellt oder auch abgeschaltet werden. Ist die Übertragungsqualität im jeweiligen Frequenzband gut, wird dort eine hohe Datenrate übertragen. Sind die Übertragungsbedingungen schlecht, werden nur wenige Bits pro Sekunde übertragen.

Bei diesen Systemen findet eine Übertragung in einem Frequenzbereich von 20 kHz bis 1,1 MHz statt. Die Kabeldämpfung ist stark frequenzabhängig. Daher ist die übertragbare Übertragungsrate stark frequenzabhängig.

Beim ADSL-Frequenzlage-Verfahren wird der Datenstrom zum Kunden (Abwärtsrichtung) und der Datenstrom vom Kunden (Aufwärtsrichtung) über einen Filter getrennt.

Ein Splitter dient zur Trennung des Schmalbandsignals (Telefon) und des Breitbandsignals bzw. DSL-Signals (Internet). Er umfasst einen Tiefpassfilter und einen Hochpassfilter. Hierbei ist eine Lösung bekannt, bei der die Filter eine Grenzfrequenz von 10 kHz aufweisen. Dadurch wird das Telefonsignal durch den Tiefpassfilter übertragen und das DSL-Signal, welches oberhalb von 20 kHz liegt, passiert den Hochpassfilter.

In der Praxis spielt die Reichweite eine große Rolle. Bei Kunden, die mit bekannten Lösungen einen DSL-Anschluss möchten, darf der Abstand zur Vermittlungsstelle wegen der vorhandenen Kabeldämpfung des Übertragungskabels nicht größer als 4 bis 5 km sein. Dies reicht in vielen Fällen jedoch nicht aus. In weiter entfernt liegenden Gebieten müssen Zwischenverstärker eingesetzt werden.

Diese Verstärker sind aufwändig und teuer und sind außerdem störanfällig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 anzugeben, das in einfacher weise eine höhere Reichweite in vereinfachter Weise erlaubt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass lediglich ein Frequenzbereich des Abwärtskanals durch die Verstärkervorrichtung verstärkt wird.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass die Datenübertragung in Aufwärtsrichtung aufgrund der tiefen Frequenzlage bei den benötigten Entfernungen sowie auch bei größeren Entfernungen ohne Verstärkung sicher betreibbar ist. Eine zu hohe Kabeldämpfung ist nämlich durch die Leitungsinduktivität und die Leitungskapazität nur bei hohen Frequenzen vorhanden. Bei tiefen Frequenzen spielt die von einer Übertragungsstrecke abhängige Leitungsinduktivität und -kapazität eine untergeordnete Rolle.

Um die Reichweite für DSL-Anschlüsse zu erhöhen, genügt es also ausschließlich den hohen Frequenzbereich für die Signale in Abwärtsrichtung zu verstärken, was den Aufbau einer Verstärkervorrichtung sehr vereinfacht. Der Verstärker kann für diesen zu verstärkenden Frequenzbereich optimiert werden.

Ein weiterer durch die Erfindung geschaffener Effekt ist, dass die zur Verstärkung benötigte Leistungsaufnahme gesenkt wird, weil nur ein Teil der Signale zu verstärken ist. Hierdurch kann die Verstärkervorrichtung mit einem geringeren Strom arbeiten. Dadurch ist es sogar möglich, die Verstärkervorrichtung unabhängig von einer separaten Stromquelle – Anschluss von einem Energieversorger – in Außengehäusen (Outdoorgehäusen) zu betreiben, wie nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist. Ein Stromversorgung kann (intern) durch eine oder mehrere Doppeladern vom Amt erfolgen, wobei dann über eine zur Stromversorgung verwendete Doppelader mehrere erfindungsgemäße Verstärkervorrichtungen versorgt werden sollen. Auch kann die Stromversorgung (intern) von POTS-System eines/des jeweiligen Anschlusses erfolgen.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein Telefonanschluss bei einem Ausfall des Verstärkers dennoch funktioniert. Daher ist es günstig, wenn die Filter als passive Filter ausgeführt sind.

Außerdem funktioniert der Aufwärtskanal weiter, wenn der Verstärker ausfallen sollte. Dieser Kanal kann dann zum Absetzen einer Störungsmeldung genutzt werden.

Wenn beispielsweise der Kunde seinen DSL-Anschluss kündigt, kann eine Schaltung mit dem Verstärker mit Filtern in der Leitung verbleiben. Die POTS-Anschlüsse sind weiterhin betreibbar.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass der gesamte Frequenzbereich des Abwärtskanals verstärkt wird. Während es grundsätzlich möglich ist, dass nur der höherfrequentere Bereich des Abwärtskanals verstärkt wird, ergibt sich eine einfache Schaltung, wenn der gesamte Bereich verstärkt wird. Eine Teilverstärkung kann sinnvoll sein, wenn Aufwärtskanal und Abwärtskanal sich im Frequenzbereich überlappen oder mangels Steilheit der Filter Rückkopplungen zu erwarten sind.

Besonders günstig ist es, dass ein von der Vermittlungsstelle kommendes Signal im Abwärtskanal über einen Hochpassfilter zu dem Verstärker zugeführt wird, während ein vom einem Kunden kommendes Signal im Aufwärtskanal unverstärkt durch einen Tiefpassfilter durchgeführt wird. Der Tiefpass verhindert eine Rückkopplung der höheren Frequenzen auf den Eingang des Verstärkers.

Der Hochpass verhindert eine Rückkopplung der tiefen Frequenzen.

Die Grenzfrequenz der Filter liegt vorzugsweise bei mindestens 200 kHz, insbesondere bei etwa 270 bis 280 kHz (276 kHz). Die Leitungsdämpfung im Bereich ab 200 kHz ist relativ hoch, so dass ohne Verstärkung die Vermittlungsstelle keine 8 km vom Anschluss entfernt sein darf. Durch die erfindungsgemäße Verstärkung oberhalb dieses Frequenzbereiches ist aber eine solche Reichweite möglich. während ohne Verstärkung bei 8 km lediglich Datenübertragungsraten von 224 KBit/s im Aufwärtskanal und 96 KBit/s im Abwärtskanal möglich sind, was unrentabel ist, kann durch die Verstärkung oberhalb von 200 kHz die Geschwindigkeit stark erhöht werden.

Durch die geringe Stromaufnahme der einfachen Verstärkerschaltung wird es möglich, dass eine Stromversorgung für mehrere Verstärkervorrichtungen durch eine Doppeladern vom Amt erfolgen kann bzw. eine Stromversorgung für eine Verstärkervorrichtung vom POTS System des jeweiligen Anschlusses erfolgen kann. Da der Verstärker eine geringere Leistungsaufnahme hat, ist dies möglich.

Geeignet ist die Erfindung für eine Übertragungsstrecke mit einer gemeinsamen Übertragungsleitung. Es wird ein unteres Frequenzband für einen Telefonanschluss, ein oberes Frequenzband für den Abwärtskanal der DSL-Datenverbindung und ein zwischenliegendes bzw. im unteren Bereich des oberen Frequenzbereiches liegendes Frequenzband für den Aufwärtskanal genutzt.

Der Telefonanschluss muss nicht verstärkt werden, da dieser tiefe Frequenzen nutzt, bei denen eine Leitungsdämpfung gering ist. Er kann ein ISDN-Basisanschluss oder ein analoger Telefonanschluss sein.

Da bei einer DSL-Verbindung ein „Surfen" im Internet häufiger vorkommt als eine Datenübertragung vom Kunden zur Vermittlungsstelle, ist auch bei einer bevorzugten Realisierung vorteilhaft, wenn ein asymmetrischer Betrieb vorhanden ist und zwar derart, dass die Frequenzbreite des Abwärtskanals größer ist als die des Aufwärtskanals.

Eine Übertragung, bei der ein Übertragungsweg in 255 Frequenzbänder aufgeteilt ist, wird bevorzugt. Das Signal-Rauschverhältnis jedes Frequenzbandes wird gemessen, damit eine Auswahl der nutzbaren Frequenzbänder möglich ist.

Um den Frequenzgang der Übertragungsleitung zu kompensieren, hat der Verstärker einen Frequenzgang, der einer Dämpfungsverzerrung einer Leitung der Datenübertragungsstrecke angepasst ist. Dadurch wird eine sichere Datenübertragung auch bei Leitungen von etwa 8 km mit einer akzeptablen Betriebsrate möglich.

Da der Verstärker hier höhere Frequenzen des entsprechenden Frequenzbandes stärker verstärkt und niedrigere nur gering, genügen Filter mit geringer Steilheit, was einer kostengünstigen Bauweise zugute kommt. Bei hochwertigen Filtern kann die Verstärkung erhöht werden, ohne dass Rückkopplung eintritt, was der Reichweite zugute kommt.

Dies ist auch bei einer Teilbereichsverstärkung möglich. Hier könnte der Verstärker linear arbeiten.

Vorteilhafter Weise kann der Verstärker mit symmetrischen Halbleiterschaltungen im Eingangs- und Ausgangsbereich realisiert werden. Im Eingang ist beispielsweise ein Instrumentationsverstärker mit Opamps sinnvoll. Bei derartigen Schaltungen kann dann auf Eingangs- und Ausgangsüberträger verzichtet werden, da eine symmetrische Anschaltung auch so gegeben ist.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben werden anhand der Figurenbeschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Schaltungsanordnung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, und

2 eine bevorzugte Frequenzzuordnung mit einer Frequenzgetrenntlage.

Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Verfahren bzw. auf ein System für einen DSL-Anschluss. Das System umfasst einen Telefonanschluss und eine DSL-Datenverbindung mit einer gemeinsamen Leitung 7. Der Telefonanschluss kann ein analoger Anschluss oder ein ISDN-Basisanschluss sein. Zur Trennung von Telefonanschluss und DSL wird beim Kunden ein Splitter an eine TAE-Dose angeschlossen.

1 zeigt eine Schaltungsanordnung bzw. Verstärkervorrichtung 1 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Das beschriebene Verfahren dient zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für die DSL-Datenverbindung durch einen Verstärker 4. Wie 2 zeigt, ist zur Datenübertragung ein DSL-Aufwärtskanal 13, der von einem Kundenanschluss zu einer Vermittlungsstelle gerichtet ist, vorhanden. weiterhin ist ein DSL-Abwärtskanal 14 zur umgekehrten Datenübertragung vorhanden. Der Abwärtskanal 14 weist einen höheren als auch breiteren Frequenzbereich beim Frequenzmultiplexverfahren (FDM) oder einen breiteren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal, der auch den Frequenzbereich des Aufwärtskanals einschließen kann, beim Verfahren mit Echokompensation (EC) auf. Hierdurch wird eine höhere Übertragungsleistung im Abwärtskanal gegenüber dem Aufwärtskanal gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird lediglich der Frequenzbereich des Abwärtskanal durch die Verstärkervorrichtung 1 verstärkt. Dadurch ergibt sich eine einfachere und effizientere Verstärkervorrichtung.

Nach diesem Beispiel wird der gesamte Frequenzbereich des Abwärtskanals 14 verstärkt.

Die Verstärkervorrichtung 1 liegt in der Übertragungsleitung 7 zwischen der Vermittlungsstelle bzw. dem Amt 6 und dem Kundenanschluss 5.

Im Pfad der Übertragungsleitung 7 befindet sich ein Tiefpassfilter 2. Er filtert die höherfrequenteren Signale heraus und lässt nur tiefere Frequenzsignale vom Amt 6 zum Kundenanschluss 5 passieren, und zwar den Frequenzbereich des Aufwärtskanals 13 und den darunter liegenden Frequenzbereich 11 der POTS-Anwendung.

Parallel zum Tiefpassfilter 2 ist ein Hochpassfilter 3 geschaltet. Ein von der Vermittlungsstelle bzw. Amt 6 kommendes Signal im Abwärtskanal 14 wird durch den Hochpassfilter 3 hindurchgelassen.

Am Ausgang des Hochpassfilters ist der Verstärker 4 geschaltet. Er muss nur die hohen Frequenzen verstärken, die aufgrund der Leitungsinduktivität und Leitungskapazität einer hohen Leitungsdämpfung unterliegen. Dadurch dass weniger Frequenzanteile zu verstärken sind, wird die Komplexität und dadurch die Leistungsaufnahme der Verstärkervorrichtung geringer. Die Verstärkervorrichtung braucht dabei nur mit einem Verstärker und einfachen Filtern versehen sein.

Hieraus ergibt sich ein Verfahren zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für eine DSL-Datenverbindung durch den Verstärker 4. Dabei sind der DSL-Aufwärtskanal 13 zur Datenübertagung von einem Kundenanschluss 5 zu einer Vermittlungsstelle (Amt 6) und ein DSL-Abwärtskanal 14 zur umgekehrten Datenübertragung vorgesehen, wobei der Abwärtskanal 14 in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal 13 liegt.

Die Filter 2 und 3 sind vorzugsweise als passive Filter, beispielsweise mit Filterkondensatoren und Filterinduktivitäten, ausgeführt. Dies hat den Vorteil, dass bei einem Ausfall der Verstärkervorrichtung 1, bei Stromausfall oder ähnliches, der Aufwärtskanal sowie die POTS Anwendung weiter betrieben werden kann. Durch diese Verstärkeranordnung werden bei einem Ausfall des Verstärkers 4 nur Signale im Abwärtskanal 14 unterbrochen, wie der Schaltungsanordnung in 1 zu entnehmen ist.

Weiterer Vorteil ist, dass die Verstärkervorrichtung in der Leitung verbleiben kann, wenn der Kunde DSL gekündigt hat.

Eine Stromversorgung für die Verstärkervorrichtung 1 kann zum einen dadurch verwirklicht werden, dass die Verstärkervorrichtung 1 direkt mit einer Energiequelle eines Energieversorgers vor Ort verbunden wird.

Eine weitere Möglichkeit bildet eine Fernversorgung mehrerer Verstärkervorrichtungen über eine separate Doppelader der Leitung von der Vermittlungsstelle 6.

Zudem ist eine Stromversorgung auch dadurch möglich, dass die Betriebsspannung des jeweiligen Anschlusses – POTS-Systems (Telefon) – genutzt wird.

Die Grenzfrequenz der Filter 2 und 3 ist etwa gleich. Sie liegt bei mindestens 200 kHz, vorzugsweise bei etwa 270 bis 280 kHz, insbesondere bei 276 kHz.

Wie 2 zeigt, ist für einen Telefonanschluss, der ein analoger und/oder ISDN-Telefonanschluss sein kann, ein unteres Frequenzband 11 reserviert. Das Frequenzband des Telefons wird, selbst bei einem ISDN-Basisanschluss, nicht verstärkt, zumindest nicht durch den erfindungsgemäßen Verstärker 4.

Der Aufwärtskanal 13 liegt, wie 2 veranschaulicht, zwischen dem Frequenzbereich 11 des Telefonanschlusses und dem Frequenzbereich 14 des Abwärtskanals. Die Übertragung erfolgt also nach dem Frequenzgetrenntlageverfahren, dem sogenannten Frequenzmultiplexverfahren – FDM.

Der Aufwärtskanal kann alternativ im unteren Bereich des Abwärtsbereichs liegen, so dass ein Teil des Frequenzbereiches für beide Kanäle 13, 14 bestimmt ist. Die Trennung der Richtungen erfolgt hier dann per Echokompensation. Die Frequenzbandbreite des Abwärtskanals 14 ist stets größer als die des Aufwärtskanals 13.

Vorzugsweise ist der Übertragungsweg in 255 Frequenzbänder aufgeteilt, so dass praktisch 255 kleine Modems arbeiten. Eine Auswahl der zu nutzbaren Frequenzbänder wird durch Messung des Signal-Rauschverhältnis jedes Frequenzbandes bei der Inbetriebnahme realisiert.

Da der Verstärker hier höhere Frequenzen des entsprechenden Frequenzbandes stärker verstärkt und niedrigere nur gering, genügen bei den Filtern 2 und 3 Filter mit geringer Steilheit, was einer kostengünstigen Bauweise zugute kommt. Bei hochwertigen Filtern kann die Verstärkung erhöht werden, ohne dass Rückkopplung eintritt, was der Reichweite zugute kommt.

Dies ist auch bei einer Teilbereichsverstärkung möglich. Hier könnte der Verstärker 4 linear arbeiten.

Der Verstärker 4 kann auch mit symmetrischen Halbleiterschaltungen im Eingangs- und Ausgangsbereich realisiert werden. Im Eingang ist beispielsweise ein Instrumentationsverstärker mit Opamps sinnvoll. Bei derartigen Schaltungen kann dann auf Eingangs- und Ausgangsüberträger verzichtet werden, da eine symmetrische Anschaltung auch so gegeben ist.

Weiterhin weist der Verstärker 4 einen Frequenzgang auf, der einer Dämpfungsverzerrung der Leitung 7 der Datenübertragungsstrecke angepasst ist.

Wie die 2 zeigt, werden ein unteres Frequenzband 11 für den Telefonanschluss, wobei auch dies ein Faxanschluss sein kann, ein unteres Frequenzband 13 und ein oberes Frequenzband 14 für die DSL-Datenverbindung benutzt. Dem Telefonanschluss (POTS) ist der untere Frequenzbereich, beispielsweise von 0 bis 120 Khz/s bei ISDN zugeordnet.

Der DSL-Aufwärtskanal 13 hat beispielsweise ein Frequenzbereich von 138 bis 276 Khz/s. Der DSL-Abwärtskanal 14 hat einen Frequenzbereich beispielsweise von 276 bis 1100 Khz/s.

Die Erfindung ist nicht nur auf die dargestellten Beispiele beschränkt. Einzelmerkmale dieser Beschreibung können untereinander kombiniert werden. Auch kann die Erfindung mit Merkmalen, die eingangs in der Beschreibung erläutert sind (Stand der Technik), kombiniert werden.

1Verstärkervorrichtung 2Tiefpassfilter 3Hochpassfilter 4Verstärker 5Kundenanschluss 6Amt 7Übertragungsleitung 11POTS-Frequenzbereich (Telefon) 13DSL-Aufwärtskanal 14DSL-Abwärtskanal

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Erhöhen einer Reichweite einer Datenverbindungsstrecke für eine DSL-Datenverbindung durch eine Verstärkervorrichtung (1), wobei ein DSL-Aufwärtskanal zur Datenübertagung von einem Kundenanschluss zu einer Vermittlungsstelle und ein DSL-Abwärtskanal zur umgekehrten Datenübertragung vorhanden sind sowie der Abwärtskanal zumindest zu einem Teil in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal liegt, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich ein vorgegebener, insbesondere der obere, Frequenzbereich (14) des Abwärtskanals durch den Verstärker (4) verstärkt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Frequenzbereich (14) des Abwärtskanals verstärkt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Vermittlungsstelle kommendes Signal im Abwärtskanal über einen Hochpassfilter (3) zu dem Verstärker (4) zugeführt wird, während ein von einem Kunden kommendes Signal im Aufwärtskanal unverstärkt durch einen Tiefpassfilter (2) durchgeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Filter (2, 3) als passive Filter ausgeführt sind.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenzfrequenz der Filter (2, 3) bei mindestens 200 kHz liegt, vorzugsweise bei etwa 270 bis 280 kHz.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stromversorgung für mindestens eine Verstärkervorrichtung (1) durch eine separate Doppelader von einer Vermittlungsstelle (6) erfolgt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stromversorgung für die Verstärkervorrichtung (1) von einem POTS System des jeweiligen Anschlusses erfolgt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Übertragungsleitung (7) unter Verwendung eines unteren Frequenzbandes (11) für einen Telefonanschluss, eines oberen Frequenzbandes (14) für den Abwärtskanal der DSL-Datenverbindung und einer zwischenliegenden oder im unteren Bereich des oberen Frequenzbereiches liegenden mittleren Frequenzbereiches (13) für den Aufwärtskanals genutzt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Telefonanschluss ein ISDN-Basisanschluss oder ein analoger Telefonanschluss ist.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen asymmetrischen Betrieb derart, dass die Frequenzbreite des Abwärtskanals größer ist als die des Aufwärtskanals.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass ein Übertragungsweg in 255 Frequenzbänder aufgeteilt ist, wobei das Signal-Rauschverhältnis jedes Frequenzbandes zur Auswahl der zu nutzbaren Frequenzbänder gemessen wird.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung nach einem Frequenzgetrenntlageverfahren erfolgt.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärker (4) einen Frequenzgang aufweist, der einer Dämpfungsverzerrung einer Leitung (7) der Datenübertragungsstrecke angepasst ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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