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Dokumentenidentifikation DE102004037808A1 16.03.2006
Titel Absaugvorrichtung
Anmelder Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, CH
Erfinder Zollinger, Thomas, Bülach, CH;
Kleiner, Andreas, Uzwil, CH;
Schläpfer, Willi, Fehraltdorf, CH
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 03.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004037808
Offenlegungstag 16.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.2006
IPC-Hauptklasse D01H 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Mittel (33) zur Bildung eines begrenzten Raumes (15) zur Luftführung in einem Maschinengestell einer Textilmaschine (1, 34), mit wenigstens einer starren Begrenzungswand (13, 14). Zur Bildung eines begrenzten Raumes zur Erzielung einer gewünschten Luftströmung auch an schwer zugänglichen Bereichen einer Textilmaschine wird vorgeschlagen, dass das Mittel wenigstens teilweise aus einem flexiblen Material (33) besteht, das innerhalb des Maschinengestells über Befestigungsmittel (44, 56) in seiner Position gehalten wird und wenigstens eine Begrenzungsfläche des begrenzten Raumes (15) bildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Mittel zur Bildung eines begrenzten Raumes zur Luftführung in einem Maschinengestell einer Textilmaschine, mit wenigstens einer starren Begrenzungswand.

Um den bei der Verarbeitung von Textilmaterial an den entsprechenden Verarbeitungsstellen anfallenden Faserflug und Staub zu entfernen, sind bei den Textilmaschinen begrenzte Räume vorgesehen, die zur Luftführung dienen, um die abzuführenden Bestandteile Absaugvorrichtungen zuzuführen. Dabei können diese Räume auch mit Druckluft beaufschlagt werden, um die Abführung zu den Absaugeinrichtungen zu unterstützen. Bei diesen Absaugvorrichtungen handelt es sich im wesentlichen um Absaugrohre beziehungsweise Absaugkanäle, die einerseits mit einer Unterdruckquelle und andererseits mit einem begrenzten Absaugraum verbunden sind. Derartig begrenzte Absaugräume können zum Beispiel oberhalb oder unterhalb einer Streckwerkseinrichtung oder im Bereich von Kalanderwalzenpaaren in der Kämmereivorbereitung vorgesehen sein. Auch bei Karden oder Putzereimaschinen sind derartige begrenzte Absaugräume vorgesehen um die Maschinen sauber zu halten und einen störungsfreien Arbeitsprozess zu gewährleisten.

In der Regel bestehen diese beschränkten Räume, bzw. Absaugräume aus festen Abdeckblechen oberhalb oder unterhalb einer Faser verarbeitenden Vorrichtung, wobei das jeweilige Abdeckblech zusammen mit den seitlichen Verschalungen (Seitenwänden) der Vorrichtung einen begrenzten Absaugraum bilden. Um die Zugänglichkeit zu den Vorrichtungen zu gewährleisten, zum Beispiel zum Einfädeln von Textilmaterial oder zu Wartungszwecken und Montagezwecken ist es notwendig, dass wenigstens eine der Begrenzungen des Absaugraumes demontierbar beziehungsweise ausschwenkbar befestigt ist. Um die notwendige Absaugleistung zur Sauberhaltung der Maschine zu minimieren, bzw. die Luftführung zu optimieren, ist der vorgesehene Absaugraum möglichst klein zu halten. Es kommt in der Praxis oft vor, dass oberhalb, beziehungsweise unterhalb der Textilmaterial verarbeitenden Vorrichtung zusätzliche Elemente (zum Beispiel quer liegende Antriebswellen, Querträger des Maschinengestells, elektrische oder pneumatische Leitungen usw.) vorhanden sind. Um die Zugänglichkeit zu der Vorrichtung zu gewährleisten, beziehungsweise ein einfaches Entfernen der oberen, beziehungsweise unteren Verschalung eines Absaugraumes zu ermöglichen, werden in der Regel diese zusätzlichen Elemente im Absaugraum integriert. Dadurch wird zwangsweise das Volumen des Absaugraumes vergrössert, wodurch auch eine erhöhte Absaugleistung notwendig ist, um die gewünschte Sauberhaltung innerhalb des Absaugraumes zu gewährleisten. Sofern die beschriebenen Zusatzelemente nicht in den Absaugraum integriert werden, ist es wesentlich aufwendiger und umständlicher, die obere beziehungsweise untere feste Begrenzung des Absaugraumes zu entfernen. Zum Teil müssen hierzu entsprechend gebogene Verschalungsbleche verwendet werden. Dies ist einerseits in der Herstellung wesentlich teurer und bringt unter Umständen auch Probleme bei der Montage, bzw. Demontage dieser Bleche.

Der Begriff „untere, beziehungsweise obere Verschalung" bezieht sich auf die jeweilige Anbringung des Absaugraumes oberhalb oder unterhalb der Textilmaterial verarbeitenden Vorrichtung.

Aus der EP-A1-753 612 ist eine Einrichtung bekannt, wobei zur Reinigung der Maschine ein flexibler Schlauch vorgesehen ist. Dieser Schlauch ist an einem Ende mit einer Unterdruckquelle verbunden und weist an seinem anderen Ende eine Öffnung auf, welche über die Flexibilität des Schlauches manuell an die Stellen der Maschine gebracht wird, an welchen sich Fasermaterial und Staub angesammelt hat und welche durch das bestehende Absaugsystem nicht erfasst werden. Diese Einrichtung ist jedoch im wesentlichen für regelmässige Wartungsarbeiten vorgesehen und nicht für den Dauerbetrieb. In den entsprechenden Bereichen, in welchen Textilmaterial verarbeitet wird, ist es für einen störungsfreien Verarbeitungsprozess wichtig, dass die laufend anfallenden Verschmutzungen, wie Faserflug und dergleichen fortlaufend entfernt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen zu verbessern und die Ausbildung eines optimierten begrenzten Raumes auch für schwer zugängliche Bereiche zu gewährleisten.

Dabei bedeutet der Begriff „optimiert", dass der gebildete Raum einen möglichst geringen Rauminhalt aufweist, wodurch die notwendige Absaugleistung auf einem Minimum gehalten werden kann. Ebenso soll auf dieser Basis gewährleistet werden, dass die Zugänglichkeit zu der Textilmaterial verarbeitenden Vorrichtung in einfacher und schneller Weise erfolgen kann.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, indem vorgeschlagen wird, dass das Mittel wenigstens teilweise aus einem flexiblen Material (33) besteht, das innerhalb des Maschinengestells über Befestigungsmittel (44, 56) in seiner Position gehalten wird und wenigstens eine Begrenzungsfläche des begrenzten Raumes (15) bildet. Dabei ist der Ausdruck „Begrenzungsfläche" nicht auf eine insgesamt verlaufende ebene Fläche eingeschränkt. Sie kann auch stufenförmig sein oder andere Formen aufweisen.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das flexible Material in Verbindung mit an der Textilmaschine vorhandenen starren Begrenzungswänden den begrenzten Raum bildet. Dadurch ist es möglich, das flexible Material über entsprechende Befestigungsmittel in gewünschtem Abstand zu der Textilmaterial verarbeitenden Vorrichtung an den vorhandenen Seitenwänden zu befestigen.

Vorzugsweise ist der begrenzte Raum mit einer Absaugvorrichtung verbunden, um die anfallenden Bestandteile, wie Faserflug und Staub sofort aus dem Verarbeitungsbereich abzuführen, damit keine Störungen in diesem Bereich auftreten.

Die Anbringung des beschränkten Raumes mit dem erfindungsgemäss beanspruchten Mittel ist jedoch nicht auf einen Absaugraum beschränkt und kann auch dazu dienen, um einen bestimmten Verarbeitungs- bzw. Transportbereich für das Textilmaterial gegenüber der Umgebung besser abzuschotten.

Wie weiter vorgeschlagen, kann das flexible Material ein Textilgewebe sein. Die Struktur des Textilgewebes muss dabei derart beschaffen sein, sodass das abzusaugende Material (wie zum Beispiel Staubteilchen) nicht das Textilgewebe durchdringen. Das Textilgewebe muss im wesentlichen luftdicht sein.

Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, indem das Textilgewebe wenigstens einseitig mit einer Beschichtung versehen ist. Die Beschichtung kann dabei eine Kunststoffbeschichtung sein. Durch die Beschichtung wird zusätzlich verhindert, dass sich Faserflug (Fasermaterial) oder Staub auf dem Textilgewebe absetzen kann. Dies wird noch verstärkt, wenn, wie weiter vorgeschlagen, das Textilgewebe beidseitig mit einer Kunststoffbeschichtung versehen ist.

Zur einfachen Montage und zur Gewährleistung einer glatten Fläche des Textilgewebes wird vorgeschlagen, dass das Mittel wenigstens ein flexibles Spannelement aufweist, das mit den Befestigungsmitteln zusammenwirkt.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Mittel in Form einer Haube ausgebildet ist, die etwa die Form eines pyramidenförmigen Stumpfes aufweist. Dadurch ist es möglich, bei entsprechender Anordnung des Absaugkanals an der Haube, das abzusaugende Material trichterförmig bis zum Absaugkanal beziehungsweise Absaugrohr zusammenzufügen. Durch diese vorgeschlagene Form wird auch die Absaugwirkung (Abluft-Strömung) entsprechend positiv beeinflusst.

Für die Absaugung über einen Absaugkanal wird vorgeschlagen, dass im Bereich der Deckfläche des pyramidenförmigen Stumpfes eine Öffnung für den Anschluss an die Abschlussvorrichtung vorgesehen ist.

Zur Vereinfachung der Montage der Haube innerhalb der Textilmaschine wird vorgeschlagen, dass die Mantelfläche des pyramidenförmigen Stumpfes mit einer Unterbrechung versehen ist, die im eingebauten Zustand eine Überdeckung aufweist.

Damit die Haube im eingebauten Zustand im Bereich ihrer Grundfläche eine stabile Form behält und einfach an den Seitenwänden zu befestigen ist, wird vorgeschlagen, dass die Haube im Bereich dieser Grundfläche mit einer innerhalb oder ausserhalb eines Textilgewebes verlaufenden flexiblen Schnur oder Riemen versehen ist. Dabei kann die Schnur oder der Riemen aus Polycord bestehen.

Vorzugsweise kann das Mittel zur Begrenzung eines Absaugraumes oberhalb oder unterhalb von hintereinander in starren Begrenzungswänden (37, 38) gelagerten Kalanderwalzen vorgesehen sein.

Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand eines Ausführungsbeispieles nachfolgend gezeigt und näher beschrieben.

Es zeigen:

1 eine schematisch dargestellte Ausführungsform eines Absaugraumes nach dem bekannten Stand der Technik

1a eine weitere Ausführung nach 1 mit erfindungsgemäss begrenztem Raum

2 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäss vorgeschlagenen Ausführungsbeispieles eines begrenzten Raumes

3 eine schematische 3D-Darstellung der Absaughaube nach 2

3a eine Schnittdarstellung A-A nach 3

3b eine vergrösserte Teilansicht X nach 3

4 eine Abwicklung des Textilgewebes der Haube nach 3

1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Streckwerks 2 einer Strecke 1 mit nacheinander folgenden Streckwerkswalzenpaaren 4, 5, 6. Die Walzenpaare 4, 5, 6 sind in einem schematisch angedeuteten Maschinengestell 7 gelagert. Das Streckwerk 2 ist vorgesehen, um eine zugeführte Gruppe von Faserbändern 3 zu verziehen, Das vom Walzenpaar 6 abgegebene Faservlies 11 wird über einen Vliestisch 8 zusammengefasst und an einen Trichter 9 abgegeben. Das im Trichter 9 gebildete Faserband 12 wird über nachfolgende Kalanderwalzen 10 abgezogen und zum Beispiel über ein nicht gezeigtes Trichterrad in eine ebenfalls nicht gezeigte Kanne abgelegt.

Seitlich der jeweiligen Walzenpaare 4, 5, 6 befinden sich vertikale Seitenwände 13, 14, die oberhalb über das Streckwerk 2 hinausragen. Zwischen den beiden Seitenwänden 13, 14 und oberhalb des Streckwerkes 2 ist eine Abdeckung 16 vorgesehen, welche zum Beispiel um das Scharnier 17, wie durch einen Pfeil angedeutet, schwenkbar gelagert ist. In der eingeschwenkt gezeigten Lage liegt die Abdeckung 16 auf einem Anschlag 18 auf. Durch die Kombination der Seitenwände 13, 14 und der Abdeckung 16 entsteht oberhalb des Streckwerks 2 ein Absaugraum 15. Der Absaugraum 15 verhindert, dass der bei der Verarbeitung des Textilmaterials 3 im Streckwerk 2 anfallende Faserflug und Staub in die Umgebungsluft der Strecke 1 gelangt. Um den in diesem Raum 15 gesammelten Faserflug und Staub zu entfernen, ist zum Beispiel in der Seitenwand 13 eine Öffnung 24 vorgesehen, welche in einen Absaugkanal 23 mündet. Der Absaugkanal 23 ist, wie schematisch gezeigt, mit einer Unterdruckquelle 26 verbunden, welche das abgesaugte Gut an eine nicht gezeigte zentrale Sammeleinrichtung überführt.

Um den Absaugraum 15 besser gegen die Umgebung abzuschotten, können zwischen den Seitenwänden 13, 14 und der Abdeckung 16 nicht gezeigte Dichtelemente vorgesehen sein.

Beispielhaft ist eine Welle 20 gezeigt, welche sich von der Seitenwand 13 zur Seitenwand 14 erstreckt. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine Antriebswelle handeln. Des weiteren wird ein Kanal 21 gezeigt, welcher sich ebenfalls zwischen den Seitenwänden 13, 14 erstreckt. Die Welle 20 und der Kanal sind dabei nur beispielhaft gezeigt, um aufzuzeigen, dass oberhalb der Textilmaterial verarbeitenden Vorrichtung (in diesem Fall einem Streckwerk 2) Mittel (wie zum Beispiel Wellen, Kanäle, Streben usw.) vorhanden sein können, die sich von einer Seitenwand zur anderen quer erstrecken. Durch diese vorhandenen Mittel 20, 21 ist man gezwungen, die Abdekkung 16 oberhalb der Mittel anzubringen, damit die Zugänglichkeit für Wartungszwecke durch das mögliche Ausschwenken der Abdeckung 16 gewährleistet wird. Dadurch vergrössert sich der Rauminhalt des Abzugsraumes 15. Daraus resultiert, dass eine höhere Absaugleistung durch die Unterdruckquelle 26 aufgebracht werden muss. Das heisst, es muss ein grösseres Luftvolumen bewegt werden, als eigentlich notwendig ist. Wie durch eine strichpunktierte Linie schematisch gezeigt, könnte zum Beispiel die obere Begrenzung des Absaugraumes 15 in geringerem Abstand zu den Walzenpaaren 4, 5, 6 liegen, um eine optimale Absaugung bei geringem Energieaufwand durch die Unterdruckquelle 26 zu erreichen. Dies könnte zum Beispiel durch die Verwendung eines flexiblen Tuches 28 ermöglicht werden, wobei das Tuch 28 über entsprechende Befestigungsmittel zwischen den Seitenwänden 13 und 14 gespannt wird.

Das Tuch 28 kann durch seine Flexibilität einfach und schnell eingebaut werden, ohne dass zusätzlich quer verlaufende Elemente den Einbau stark behindern. Bei den in der Praxis bekannten Streckwerken sind auch Ausführungen vorhanden, wobei die Seitenwände 13, 14 fix mit der Abdeckung 16 verbunden sind, und die dadurch entstehende Haube um einen gemeinsamen Schwenkpunkt schwenkbar gelagert ist, um entsprechende Wartungsarbeiten und notwendige Eingriffe beim Streckwerk vornehmen zu können. Auch bei dieser Ausführung wäre es denkbar, innerhalb der Haube ein flexibles Tuch 28 anzubringen, um den eigentlichen Absaugraum 15 auf ein optimiertes Mass zu beschränken.

Eine weitere mögliche Variante ist in 1a gezeigt, wobei im Eingangsbereich der Verarbeitungsstufe (hier ein Streckwerk 2) ein Kanal 72 mit einer Öffnung 71 vorgesehen, über welche Druckluft von einer nicht gezeigten Druckluftquelle in den Bereich oberhalb der Verarbeitungsstufe geblasen wird, um eine Luftströmung in dem Raum zwischen dem Streckwerk 2 und dem angebrachten Tuch 28 zu erzeugen. Diese Luftströmung dient dazu, die anfallenden Bestandteile (Faserflug, Staub usw.) gezielt aus diesem durch das Tuch 28 beschränkten Raum 15 zu blasen. Diese Bestandteile werden dann einem Absaugkanal 74 zugeführt, der im Endbereich der Verarbeitungsstufe angebracht ist. Dieser weist eine Ansaugöffnung 73 auf und ist z.b. mit einer Unterdruckquelle 26 verbunden.

In 2 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei eine Haube 30 oberhalb von mehreren hintereinander folgenden Kalanderwalzen 32 einer Wickel bildenden Maschine 34 vorgesehen ist. Eine derartige Maschine ist zum Beispiel aus der DE-A1-1033130 zu entnehmen, worauf im gezeigten Beispiel der 2 nicht näher auf Details dieser Maschine eingegangen werden muss. In der vorliegenden 2 ist das Wickelaggregat 35, in welchem ein Wattewickel 36 gebildet wird, nur teilweise gezeigt. Auch im gezeigten Beispiel der 2 sind oberhalb der Kalanderwalzen 32 zwischen den Seitenwänden 37, 38 schematisch Elemente gezeigt, welche sich quer zwischen den Seitenwänden 37 und 38 erstrecken. Beispielhaft wurde hier eine Antriebswelle 40 und jeweils ein Querträger 41, 42 gezeigt.

Da die Haube 30 aus einem flexiblen Stoff gebildet ist, kann diese problemlos in dem gezeigten Bereich über entsprechende Klammern 44 zwischen die Seitenwände 37 und 38 eingespannt werden.

In 3 wird die Haube 30 im Detail näher gezeigt und nachfolgend beschrieben. Die Form der Haube 30 ist pyramidenförmig ausgebildet, welche sich aus der in 4 gezeigten Abwicklung 31 des Tuches 33 ergibt. In dieser Darstellung der 4 ist zu entnehmen, dass die Abwicklung 31 (Tuchform vor Einbau) des Tuches 33 mit einer Öffnung 46 versehen ist, die in eine Unterbrechung 47 der Mantelfläche ausläuft. Im eingebauten Zustand (3) wird diese Unterbrechung 47 geschlossen, wobei sich die Laschen 48 überdecken. Des weiteren sind am Umfangsbereich des Tuches 33 weitere Laschen 50 vorgesehen, die zur Befestigung einer umlaufenden Gummischnur 51 vorgesehen ist, wie zum Beispiel aus der Teilansicht (Schnitt A-A)der 3a zu entnehmen ist. Dabei wird die Lasche 50 soweit umgelegt, bis ihr Ende auf der Oberfläche des Tuches 33 aufliegt. In die dabei entstehende Tasche 52 wird die Gummischnur 51 eingefädelt. Das Ende der Lasche 50 kann zum Beispiel mit der Oberfläche des Tuches 33 verklebt, bzw. verschweisst werden. Es sind jedoch auch noch andere Befestigungsmöglichkeiten denkbar. Die Gummischnur 51 kann bereits während des Umlegens der Laschen 50 in entsprechende Position gebracht werden, sodass ein nachträgliches Einfädeln nicht mehr notwendig ist. Zwischen den einzelnen Laschen 50 ist jeweils ein Unterbruch 49 vorgesehen, durch welchen sich im eingebauten Zustand (siehe 3b) ein Freiraum 54 ergibt, in welchem sich die Gummischnur 51 ausserhalb der Taschen 52 befindet und frei zugänglich ist. In diesem Bereich 54 wird die Gummischnur 51 mit einem Bolzen 56 verbunden. Diese Verbindung kann zum Beispiel über eine Klemmung erfolgen oder wie im gezeigten Beispiel durch das Einfädeln der Schnur 51 in eine Querbohrung 57 des Bolzens 56. Die Gummischnur 51 ist im eingebauten Zustand endlos ausgeführt. Der Bolzen 56 ist fest mit der strichpunktiert gezeichneten Klammer 44 verbunden. Diese Verbindung kann zum Beispiel über eine unlösbare Verbindung (zum Beispiel Schweissen) oder mittels lösbarer Verbindung (zum Beispiel Schraube) erfolgen. Die Klammer 44 weist eine Abkantung 45 auf, sodass sie über den freien Schenkel 43 in eine schematisch dargestellte U-förmige Tasche 59 zur Arretierung an der jeweiligen Seitenwand eingesteckt werden kann. Dabei ist die Tasche 59 fest mit der jeweiligen Seitenwand 37, 38 verbunden.

Die Länge der Gummischnur 51 ist dabei so gewählt, sodass sie im eingebauten Zustand der Haube 30 gespannt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass auch das Tuch 33 im eingebauten Zustand gestrafft wird, beziehungsweise eine glatte Fläche bildet. Im Bereich der Öffnung 46 ist das Tuch 33 an einem Flansch 62 über Schrauben 63 befestigt. Der Flansch 62 ist gleichzeitig mit dem Maschinengestell 65 verbunden, um den Flansch 62 in einer fixen Lage zu positionieren. Um das Tuch 33 im Bereich der Öffnung 46 mit dem Flansch 62 zu verbinden, können zusätzliche nicht gezeigte Flanschringe zur Anwendung kommen, über welche mittels den Schrauben 63 das Tuch 33 gegen den Flansch 62 gepresst wird. An dem Flansch 62 ist ein Absaugkanal 67 lösbar oder fix befestigt. Der Kanal 67 ist mit einer Unterdruckquelle 26 verbunden, über welche das abgeführte Gut einer Sammelstelle 70 zugeführt wird.

Damit innerhalb und ausserhalb der Haube 30 sich keine Fasern oder sonstige Verschmutzungen auf dem Tuch 33 absetzen können, ist es vorteilhaft, wenn das Tuch innen und aussen mit einer Schmutzabweisenden Beschichtung versehen ist. Dies kann zum Beispiel eine Beschichtung aus Kunststoffmaterial sein.

Der Einbau dieser Haube 30 kann nachträglich erfolgen, wie auch deren Demontage. Aufgrund der Flexibilität des Tuches 33 kann dieses problemlos an vorhandenen Querelementen innerhalb der Maschine eingefädelt und in Position gebracht werden. Die Gummischnur 51 und die Klammern 44 müssen jedoch bereits vor dem Einbau in die Maschine am Tuch 33 angebracht sein. Die gezeigte Form eines Pyramidenstumpfes gewährleistet eine gezielte Abführung der abzusaugenden Bestandteile bis zur Öffnung 46, von welcher aus sie an den Absaugkanal 67 übergeben werden.

Es sind jedoch auch andere Formen als die gezeigte Pyramidenform möglich. Auch wäre es denkbar, das Tuch in Form der in 1 gezeigten Ausführung des Tuches 28 anzubringen. Durch die Flexibilität des Tuches ist eine Vielzahl von Anbringungsmöglichkeiten und Ausführungen denkbar. Das flexible Material kann anstelle eines Textilmaterials, bzw. eines Tuches, auch aus einer flexiblen Kunststofffolie oder sonstigen flexiblen Materialien bestehen. Dabei können diese Materialien derart beschaffen sein, dass sie auch ohne eine zusätzliche Beschichtung Schmutz und Faser abweisend ausgebildet sind.

Auch beschränkt sich die Verwendung eines derartigen Tuches zur Begrenzung eines Raumes, bzw. Absaugraumes nicht auf die gezeigten zwei Maschinentypen, sondern ist auch bei anderen Textilmaschinen einsetzbar, um entsprechend abgeschottete Räume, bzw. optimierte Absaugräume zu bilden.


Anspruch[de]
  1. Mittel (33) zur Bildung eines begrenzten Raumes (15) zur Luftführung in einem Maschinengestell einer Textilmaschine (1, 34), mit wenigstens einer starren Begrenzungswand (13, 14), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel wenigstens teilweise aus einem flexiblen Material (33) besteht, das innerhalb des Maschinengestells über Befestigungsmittel (44, 56) in seiner Position gehalten wird und wenigstens eine Begrenzungsfläche des begrenzten Raumes (15) bildet.
  2. Mittel (33) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Material (33) in Verbindung mit an der Textilmaschine (1, 34) vorhandenen starren Begrenzungswänden (13, 14; 37, 38) den begrenzten Raum (15) bildet.
  3. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der begrenzte Raum (15) mit wenigstens einer Absaugvorrichtung (26) verbunden ist.
  4. Mittel (33) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Material ein Textilgewebe (33) ist.
  5. Mittel (33) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilgewebe (33) wenigstens einseitig mit einer Beschichtung versehen ist.
  6. Mittel (33) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus Kunststoff ist.
  7. Mittel (33) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilgewebe (33) beidseitig mit einer Kunststoffbeschichtung versehen ist.
  8. Mittel (33) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (33) wenigstens ein flexibles Spannelement (51) aufweist, das mit den Befestigungsmitteln (44, 56) zusammenwirkt.
  9. Mittel (33) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (33) in Form einer Haube (30) ausgebildet ist, die etwa die Form eines Pyramidenförmigen Stumpfes aufweist.
  10. Haube (30) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Deckfläche des Pyramidenförmigen Stumpfes eine Öffnung (46) für den Anschluss an die Absaugvorrichtung (26) vorgesehen ist.
  11. Haube (30) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche (31) des Pyramidenförmigen Stumpfes mit einer Unterbrechung (47) versehen ist, die im eingebauten Zustand eine Überdeckung (48) aufweist.
  12. Haube (30) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (30) im Bereich ihrer Grundfläche mit einer innerhalb oder ausserhalb des Textilgewebes (33) verlaufenden flexiblen Schnur oder Riemen (51) versehen ist.
  13. Haube nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnur oder der Riemen (51) aus Polycord besteht.
  14. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Begrenzung eines Absaugraumes oberhalb oder unterhalb von hintereinander in starren Begrenzungswänden (37, 38) gelagerten Kalanderwalzen vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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